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thnnmcv 273 ____ Freitag, den 20. November 10! 4. }, )ar;rgnng

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9c«c Kämpfe im Osten. 7000 Russen von den Ocsterrcichern «resnngen. Türkensrege.

Ein neuer Baltanvund?

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Der deutsche Generalstab

meldet: -

W. T. B. (tzrotzcs e anptquartier» Le» 19. November, vormittags. Slmtlillf.

I» Westflander» und in NorSirank- reich ist die Vage »»verändert.

E.» deutsches »dlugzettggeschwadcr zwang ans einem Grknndnngsfinge zwei seinvli^ic Lrampffingzcnge zum randcn und brachte ein feindliches zum Absturz. Bon unseren A-lugzeuge» wird eines vertu itzt.

Ein heftiger französischer Ancirifs in der Gegend Seroon, am Westrande der Argon- nen, wurde unter schweren Verlusten für die Franzosen zuritckgeschlagen. Unsere Verluste waren gering.

Auf dem östlichen Kriegsschauplatz sind die erneut eingeleitctcn Kämpse noch im Gange.

Oberste Heeresleitung.

Der deutle Admiralstab !!=s=s=s mrldrt: ===i

W.T.B. Berlin, 19. Nov. (Slmtlich.) Am 17. November haben Teile unserer Lstsccstrcitkräste die Ginsahrten des Li- bauer Hafens durch versenkte Schisse ge­sperrt und die militärisch wichtigen Sin lagen beschossen. Torpedoboote, die in den inneren Hafen eindrangen, stellten fest, datz seindUche Kriegsschie nicht im Hasen waren.

$ct stellvrrtretende Chef de» Admlralstabes: Behüte.

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Vom russisch polnischen Kriegsschauplatz. Ersvlne dcr Lcsicrrcichcr. TOGO Russen gefangen! Wien, IG. Nov. (W. T. B) Amtlich wird verloutbart. 19. Nooein- brr. Tie Schlecht in RnssiseltzPolen niniint einen günstigen Fortgang. Rach den bisherigen Meldungen machten unsere Truppen 7099 Gefangene und erbeuteten 18 Ma­schinengewehre und auch inehrcre Geschütze.

jl^aslürkschs Hauptquartier i !>_ - msiost: rr---- ='J

f^er türkische Tagesberschk. 0 is.antiNvp . 18. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Ter heutige Ver: des

Hauptquartiers besagt: Auf den Äriegsschanl' werden die Kample fortgesetzt. Unsere Truppen ägypti­schen Grenze bcscyien Kalat ul nah! (?>, das ttlometer

jenseits der Grenze liegt, und hißten dort die türkische Fahne. Untere Truppen, die durch Lasistanach Nntzlrrd c,drangen, säilugcn mit Gottes Hilfe die Nüssen nach hef­tigem Kampfe und fügten deni Feinde grobe Verluste zu. Unsere Truppen machten 100 Gefangene und erbeuteten zwei GcbirgSgeschiitzc.

Russische Nied>rlngen durch dir Türke,K r n st a n - tinopcl, >9. Nov. (W. T. B. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht des Hauptquartiers: Scsi zwei Tagen geeist inner Heer mit Macht das russische Heer an. das seine Stellung in der Linie Azab Zazak Khabab in der Umgebung der Grenze eingenvinnien hat. Mit der Hilfe Gottes eroberte unser Heer diirch einen Bajonettangriff die Hohen in der Umgebung von Azab, die der Feind außerordentlich stark befestigt hatte. Ter Kampf, der heftig ist. nimmt für uns einen sehr günstigen Verlauf. Unsere in Richtung Baium

vorrnckenden Truppen brachten deni Feinde eine weitere große Niederlage bei und besetzten die Stellungen von Zavotlar und Koura. Sie erbeuteten bei Zavotlar eine russische Fahne, machten lcrlts Offiziere, darunter einen Oberstleutnant und einen Honptmann von dcii Koliken, sowie niehr als 190 Soldaten zu Gefangenen. Sie eroder- ten -I Kanonen, 1 Automobil, eiiie Menge Pferde und viel Lebensmittel. Tie russischen Verliiste sind groß. Ter Rest rettete sich in ordniingoloser Flucht in der Richtiiiig Batuin. Unsere Trupven, die in Aserbcidlche!» vorrütkten, batten' am 16. November ein Gefecht mit einer storken russischen Abteilung in der Niilic von Snliiias. Tie Rillscn wurden geschlagen und verloren an Toten 2 Offiziere und 109 Mann. Die Häupter der persischen Stämme, die bis jetzt zn den Russen geholten hoben, haben sich janit ihren Stäm­men mit unseren Triippen vereinigt.

Konstantinopcl, 19. y,ov. (Nichtamtlich.) Mit­teilung des Hanplqiiarticrs. Jn den Kämpfen bei Kövri- koci nahmen die türkischen Truppen den geschlagenen Rus- sen außer den bereits gemeldeten noch fünf Maschinenge­wehre ab.

Pint Seeschlacht im schwarzen Meer, ft o n ft n n (!

» opcl, 19. Nov. (W. T. B. Nichtamllich.) Dos türkifl-e Hanptanortier meldet: Unsere Flotte, die ausgelaufen war, »m nach der rusiischen Schwarzc-Meer-Flottc, welche Trope- ziint bcichoslen hatte, z» suchen, trat diese auf der Höbe von Sekastopol. Tie feindliche Flotte bestand aus zwei Schlacht- Ichisscn und Hilfskreuzern. Jn dem Kanipfe, der sich ent­wickelte, wurde ein russisches Schlachtschiff ernstlich beschä­digt: die übrigen russischen Schisse ergriffen, von unseren Kriegsschiffen verfolgt, die Flucht in der Richtung auf Se- bastopol.

lMknhim iihrr dik öftrrr.=n«gar. Ar'-ck.

Wien, 19. Nov. (W. B. Nichtamtlich). Der Berliner Korrespondent derNeuen Freien Presse", Paul Goldmann, berichtet ausführlich über feinen Besuch bei dem Generaloder- sten v. Hindenburg uub gibt eine charakteristische Schil­derung des Armeesührers und seines Stabes, besonders des Generals Ludendorst und des L beritleutnants Hostmann. Er gibt ». a. Aeußerungen Hindendurgs bei einer zwanglosen IIn terhaltung an der Abendiasel wieder. Aus die Frage nach feinen Ersahrungen bei dem Zusammenwirken mit der öfter» rei.fisch-unqatsichen Armee sagte Hindenburg:Die Tester-

reicher und Ungarn sind ausgezeichnete Soldaten: Mannschaften und Ostiziere sind mutig »»d tapfer. Wir kämpsen Schulter en Schulter und segen IN den Fortgang die­ser gemeinsamen Kämpse die besten Hossnunaen. Wir lchähen die Oesterreicher und Ungarn al^- vortresilich« Kameraden. Der B-rkebr zwischen de» Oberkommandos der verbündeten Armeen vollzieht sie, in den angenehmsten Formen. Gegen­wärtig steh n wir namentlich in regen Beziehungen mit Ge­neral Dan'l. dem Führer der ersteil Armee, mit der wir Füh­lung haben ' lieber die Rüsten lagle Hindenburg >m welenl- lichen folgendes:Die Ruiien sind gute Soldaten, sie halten Disziplin und Diszip!,» entscheidet schließlich de» Feldzug. Aber die rustsiche Disziplin ist etwas anders als die deulsche und ösierreichisch ungarische Disziplin. Jn unseren Heeren ist sie das Resultat des Geistes und der Moral, im rulnschen Heere mehr stuvimer und stumpfer Gehorsam Die Rüsten haben viel seit ihrem Krieg mit Japan gelernt. Ihre Slärte sind die Feldbesr'ttgungen: sie verstehen glänzend, sich einzu graben. Nur wird es mit dem Eingiaben bald ein Ende ha­ben, wenn die Erde harrt friert. Das ist einer der Dorieile, die uns ein Wiuierseldzug gegen die Russen bringt. Wenn sie nicht mehr in der Erde kriechen könne», wird es den Rüsten schlecht gehen. Bo: der russischen Uebermachl fürchten wir UNS garnicht! Die Uebermachl gehört nun einmal zu den Russen: sie ist ihre hauptsächlichste Masse. Bei Dannenberg waren sie UNS dreisach überlegen: man sah, war es ihnen

»ul, c' Auch die Ueherzahl ist nicht entscheidend: ,m gegen­wärtigen Siadium des Krieges noch weniger als bisher. Die Riipen werden uns nichtNiederwalzen", im Gegenteil: die

Russen sind ,n ii r b t. Alle Anzeichen deuten daraus hin, das, sie bald fertig sind. An Waste» und Munilian beginn! es ihnen zu fehlen, auch hungern sie: selbst die Ost,,,ere rr

mangeln dar Nahrung. Auch das Land leidet Not Lodz hungert. Das ist bedauerlich, doch es ist gut so. Mit Sen- timentrlitcit konn man keinen Krieg führen. Je unbarinher- ziger die Kriegführung ist. um so barmherziger ist sie in Wirk­lichkeit, denn »mso eher bringt sie den Krieg zu Ende. Man merkt es auch an der Art. wie die ruststchen Truppen lich

schlagen, dasi sie bald nicht, mehr weiter können. Der Krieg

i n R> .und i urii.t vor allem eine slervensrage

W-n» Denlsrhland und Oesterreich-Ungar» die stärkeren Ner­ven haben und Lurchhalten werden - und siewerden sie haben und werden durchtzalteii.' sa worden sie siegen!"

tönicrfll u. IHfldifaifn, t)rr Sicarr 5er ^liilüdjt lifi ililarffliüft

Heute erführt man nun an? eine», Bericht herKrenz- zrit'ing" ans Hohcnsalza, dein srühcren Jnomra-law, doq tuenernl von Mackensen der eigentliche Sieger der letzten Schlacht in Polen bei Wlorlaluek ist. Ter Beriii.t rmitet - llrtt O'/j Uhr gestern Abend erschien das Orirnblntt. das den Lieg iiber die Russen bei Wloclawek verkündigte. Bald erscholl Gloikengclaiite über die Stndt und eine Menschen- menge sainmelle sich mit der Frage: Wo ist Grzellenz von Mackensen, der siegreiche Feldherr der 10. Armee?Er ist zili» Abendbrot in, Ofsizierskasin»", lautete die Anlwoet, Wotans die Menge dortbi» zog und unter Absingen von Eboralen und peiiriotischen Lieber» aus das Heranskr.'ten des Siegers wartete. Als er erschien, wurde er von einem Herrn aus der Stadt begrüßt: 6k,tt babe die brünstigen (vebete Hohcnlalzas erhört und den Sieg gegeben, aber nun gebühre auch den, Manne Tank, der das Werkzeug in der Hand Gottes gewesen, dem Feldherr,i der 10, Arnwe, der durch seinen Sieg Hohensalza und Posen vor dein Ein­sall der Russen errettet habe. Diesem unserem Retter ein dreifaches Hurra hoch! Nachdem der KaisergcsangHeil dir im Siegerkranz!" angcstimmt und von der Menge be­geistert mitgesungen wnr, antwortete Exzellenz v. Macken- se» und übertrug den Tank, der ihm dargebrnchl wurde-, auf feine treuen Mithelfer, die aus dem Saale des Kasinos auf die Veranda mit ihm herausgelrcten waren, und auf die tapferen Truppen, die er kommandiere. Er ermahnte die anwesende Jugend, ebenso tüchtig zu werden, wie sich unser Heer in dem uns nnsgezwnngenen großen Kmnpse l-cwähre, und schloß mit de» Worten:Das konn ich wohl lchon heute sogcn. daß bewaifnelc Rnsfen die Grenzen PoscnS nicht überschreiten werden. Davor brnncht sich nie­mand mehr z» fürchten." Der Hinweis feiner Exzellenz auf die treuen Mithelfer und die braven Truppen wurde von dem erfien Redner anfgenomme» und ein dreifaches Hoch ani diese ausgcbracht. Mit dem Gelang des Verses: Lobe den Herren, den niächtigen König de-r Ebren" schloß die Feier, die an ihr leilgenommeir. eine teure Erinnerung für das ganze Leben bleiben wird.

Tie obige Zkachriebt ist uiiiso wichtiger, weil unsinnige Eierüchle wissen wollten, daß General von Mackensen seines Postens cnthoben worden sei.

Die Lage in Flandern.

Bon her Schweizer Grenze, 19. Nov. Ucber die Lage >:n Westen nusiert sich der Sachvetsländlge des Berner Bund" wie folgt:Ist von den großen Schlüsielpuntten auch bis brüte weder 9)pcrn noch Bethune. noch Aeras aas dem Westslügei, weder Reims noch St Menehould in den Argon» nen gefallen, jo verschiebt sich doch die Front langsiim in de« Nichlung aus die iranzöstschen Hauptstellungen, Die sranzo» fische Heeresleitung hat die ihr nachgesagte große Gegenos» iensive immer noch nicht ongeletzt. Je länger man damit zögert, desto mehr gewinnt es den Anschein, al» iehle dazu die Stoßtrast, Jedenfalls leiden die farbigen Hilisvölker von Tag zu Tag mehr uuter der Witterung. Jn der Defensive dagegen hatten die Verbündeten ausgezeichnet Stand uud eilt Zusammenbruch läßt sich noch nicht absehen, und >si mehr von den inneren Berhällnisien der verbündeten Heere als Mit dem Zirkel meßbaren Verschiebungen ans de» Karte abhängig. Die strategische Lage scheint daher auch i>» Westen zu Gunsten der Z e n t r a I m ä ch t e zu sprechen."

Die leiden Kämpfe in Serbien.

Agr«.:,. 19. Nov. lieber die letzten Kämpfe in Ser­bien, die mit einer vollständige» Niederlage der serbiiche» Armee endeten, wird gemeldet:

Alle Hohen waren d-rei!s in den Händen der österreichiich- ungarisÄen Truppen. 9!ur die höchste Spitze der Cruivrh, die die ganze tluigebi-iig gegen das Innere Serbien» deherricht, wurde noch von drei serbischen Bataillonen samt Artillerie oerlcidigt. Zur Erstürniung wurden Freiwillige ausqeruien. Es meldeten sich 700 Mann. Da aber die Geländeverhält- die Eiitwilklung einer, to axone., S.urmmacht nicht ^uließ'.n.