Nr. 268
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Neue Tageszeitung. Samstag, den 11. November 1311
indem sie alle Machtmittel aufboten, den einzelnen noch unabhängigen inohainmcdanischen Staat mit dem Kalifate an der Spitze zu ihrem Vasallen zu erniedrigen.
Ter Scheich ül Islam a» die Mohammedaucr. Wien, 13. Nov. (W. B. Nichtaiutlich.) Die „Nene Freie Presse" meldet aus Sofia: Nach einer Meldung aus Konstantin- opcl hat der Scheich ül Islam den Mohammedanern oer- boten, in den Arnieen Englands, Frankreichs und Nutz- lands zu dienen.
Tie Perser für den heilige» Krieg. K o »st a » t i it o p e I, 13. Jirr <Sß. B. Nichtamtlich). Eine Demonstration der Perser für den Heiligen Krieg begann heute in Stambul Die Teilnahme der Bevölkerung war allgemein, viele Tausende be- deilten den ganzen Platz. Die Redner waren der Hodscha Is- mall Hcbcri. Sie sorderten zu dem Heiligen Krieg gemeinsam mit den Freunden und Verbündeten des Islams, nämlich mit Deutschland »nd Oesterrcich-llngarn auf, deren Wassentaten die Vegeislerung der ganzen islamitischen Welt erregen. Nach mehreren andere» Rednern zog ein riesiger Zug durch die mit Flaggen geschmückten Strotzen nach Pera und veranstaltete vor der österreichischen und der deutsche» Botschaft grotze Kundgebung»».
Bor der Kriegserklärung Afghanistans. Berlin, 13. Kav. Der „Berliner Lokalanzeiger" meldet ans Koustantino- pel: Rach über Bersten cingcgangenen Nachrichten ist der Emir von Afghanistan eutschlostcn, den Krieg gemeinsam mit dein Kalifen zu führen. Trotz aller ihm von Nutzland und England gemachten umfangreichen Zustcherungcn gilt die Kriegserklärung des Eniirs an beide als bevorstehend.
Kampsc am Suezkaual. Mailand, 13. Nov. Wie hie- stgcn Blatter» aus Kairo gemeldet wird, wird am Kanal von Suez gesümpft. In Kairo seien vier Eisenbahnwaren voll Verwundete angekommcn. Die englischen Behörden erkläre», :s seien Kranke gewesen, man weitz aber, datz zwischen I-uuaila md Suez eine Empörung unter den Eingcborencntruppcn aus- zcbrochc» ist, weil die Engländer die Brunnen der Wüste zerstören, um den Tüllen den Vormarsch zu erschweren. Die kiätlcr sind angewiesen worden, zu schweigen.
Die Gärung in Acgqpteu. Rom, 13, Nov. Jtalienische Rcisende aus Aegypten erzählen, datz das ganze Land ln Gärung fei. Die Engländer arbeiteten fieberhaft an der Verteidigung. Schwere Artillerie werde herbeigeschafft. Durch militärische Auszüge suche man die Bevölkerung einzuschüchteru. Die algbischen Notabel» hätten vor dem englischen General Treue schwören musten, doch sei kein Zweifel, datz der erzwungene Ei' ven den Eingeborenen als ungültig betrachtet werde, Di« Ausweisung der ägyptischen Prinzen habe auch den England freundlichen Teil der Bevölkerung entfremdet.
Der Khcdive sieht voll Vertrauen in die Zukunft. Khedive Abbas sagte in einer Unterredung: „Ich sehe die Lage mit Ruhe und absolutem Vertrauen an." „England verhinderte mich vhnc Ursache und ohne jedes Recht, in mein Land -urückzu- kehren. Dieser sehr ernsten Tatsache gegenüber war mein Verhalten klar. Ich lehnte anderweitige Anträge mit Entrüstung ab. Die heiligsten Pflichten bestimmten mich, in Konstantinopel, in der Nähe des Suzeräns von Aegypten auszuharren. — beute befinden die Türkei und England sich im Kriege. Eine mächtige Expedition gegen Aegypten ist i» Vorbereitung, um die temporäre Oliupatio» dieses Landes durch die Engländer »ufzubebcn »nd die Ordnung der Dinge, wie sic vor 1882 behänd, wiederheizuslclle». Ich zweisle leine» Augenblick an dem vollen Erfolg dieser Expedition, noch weniger a» de»! enthusiastische» Eurpfange, auf der» die ruhrureichen kaiserlichen Truppen i» meinem Lande bei sämtlichen Klassen der Bevölkerung Aegyptens rechne» können. Ich und mein Volk sind auks ticsste von de» Prinzipien unserer Ncligion durchdrungen. Wir kennen genau unsere höchste Pslicht gegenüber dem Haupt der blönbigcn. Ich bereite mich jetzt vor, die ottomanische Arnrce rus fhreiu Marsch nach Aegypten zu b c g ! c it e u. ‘Ofit Gottes Hilfe sehe ich dem baldige» Gelingen des Planes entgegen.
Ans dm trennt (Olten.
Dir Protestnote Chinas an Japan. P e k j n g, 13. Nov. Die Protestnote Chinas an Japan wegen der Besetzung der Stadt Tsingtau bat folgenden Wortlaut: „Da die japanische Armee gegen de» Wille» Chinas nach Tsinanfn, beordert tvnrde, ist jetzt die freundschaftliche Zustimmung !>">> Betrieb der Schantung-Bahn durch Japan binsällig. China i»»tz die japancsttche Besetzung dttlden, protestiert eher entschiede» nnd fordert, das; Japan seine Trupp »n ;,:rückzieht und Antwort auf die früheren Protestnoten gibt, Ci» jopanesifchcr Kreuzer gescheitert? Petersburg, 13. ?rov. Aus Tokio verlautet, das; der japanische Kreuzer »Jtaro" (?) bei den Karolinen ans ein anfgclanfe,-, ist. tnä Sckrift soll verloren srstr
De? Burenaufftand.
Die Kcplolouie in Kriezvznstand. Rotterdam, 13, dtov. bicsige Blötter melden, datz der englische Mimslerrat auch über die Kapkolonic den Kriegszustand verhängt hat, da sich der Vnieuaujstand auch aus das Gebiet der Kapkol'ouie ausdehn!.
Der liinreukommoudant Iooste, Berlin. 13. Roy. Die «B Z" mcloet o»t- dein Haag: Wie aus London berichtet wird, bestätigt die „Westminfter Gazette", datz der ehemalige Burenlommarrdaut Iooste sich de» Aufständischen in Transvaal angeschlosie» hat.
Zusammenstötze. Kapstadt, 12, Ron. (Nichtamtlich). Meldung trs Rrutersche» Bureaus: Leichte Kavallerie aus Natal hatte an der nordwestliche» Grenze der Kapkolauie bei Marciselei ein Sckmrmützel mit einer Uciiicrc» Abteilung Aufständischer unter Stadler, d.e sich rer ihr in der Richtung ans Schrak- dris! .'.urüäzog.
Amstrroan., 13. Nov. Aus Pretoria wird ojjrziclt gemeldet. Vrtha !ras a-aj ciue Ab>!:!luug Truppe» unter Be
fehl des General De Wet etwa 21 Meilen östlich von Win- burg nach einem forcierten nächtlichen Marsch. Die Ausständische» erlitten eine Niederlage und cs wurden 250 Gefangene gemacht. Die Truppen unter General Lucin und Brits waren nicht imstande, die Punkte zu erreichen, die sie erstrebt hatten, saust wäre es ihnen geglückt, das ganze Komuraudo des Generals De Wet in Höhe von 2000 Mann gefangen zu nehmen. Nach dem englischen Telegramm soll die Niederlage einen tctsen Eindruck aus die Anhänger De Weis gemacht haben (?) Oberst Brand arbeitete mit Botha zusammen, der den Plan hatte, die Ausstiindischen zu versolgen, nachdem er leine Trnrpcr zusanrmengezogen hatte. Botha setzte die Verfolgung jort, bis seine Pferde erschöpft waren.
Aus diesem gequälten amtlichen Bericht geht lediglich hervor, datz die Truppen des Schurken Botha das erstrebte Ziel nicht erreicht haben.
Die Neutralität der Italiener.
Die Neutralität der Italiener. Dem „Burgdorfer Tag- blat!" (Kanton Bern) wird unter diesem Titel aus Genua ge- fchiiebcn: „Im Variete-Theater Eden in Genua produzierte sich dieser Tage ei» Silhouettcukünstler. der unter ander,» auch den deutschen Kaiser porträtierte, ihn dann aber — um dem Publikum zu schmeicheln — ritsch-ratsch mit der Scheie entzweischnitt, Doch was geschah? Die Carabincri holten den Künstler vom Podium herunter, räumten den Saal, verboten die Fortsetzung der Vorstellung und das Lokal mutzte mehrere Tage geschlossen bleiben. So streng ist die italienische Obrigkeit auf die Wahrung der italienischen Neutralität bedacht,"
Ans Frankreich.
England ist Trumps. Die „Kölner Zeitung" befotzt sich mit den strategischen Erwägungen Frankreichs und mit ve: Unterordnung Frankreichs unter die englischen Interessen. Das Blatt schreibt u. a.: Das ganze Spiel ist zu durchsichtig, als datz man es nicht ahne weiteres verstehen könnte. E » g l o n d s Interessen snd Trumpf. Das hat auch General Iatrre erfahren Mützen, Sein Pian, erst aus der Linie D!son-Neve:s den deutschen Angriss anzunehmen, gelangte nicht zur Aussüh- rung, weit dies den Engländern zu weit ab von der Küste war. Deshalb mutzte General Iosjre die Marneschlacht beginnen. — Die Deutschen Netzen cs hier aber nicht zur Entscheidung kommen und zogen sich in die Stellungen an der Aisne zurück, die sie »och beute behaupten. Auch die Ausdehnung des linken Flügel-- an die Küste stammt aus englischen Kopsen. Angeblich sollte eine deutsche Umgehung vermieden werden, tu Wirklichkeit aber sollten die englischen Truppen an die Küste gebracht werden, weil man die deutsche Invasion fürchtete.
Eine brescheulose Mauer. Oberstleutnant Roussct schreibt resigniert: „Wir müsien dieser westlichen Veränderung Rech- iruug tragen. Tie deutsche Wehrkraft bildet jetzt eine bleichen- lcseMauei."
Ans Zintzland.
Die de ursche Kolonie von Täbris verschleppt.K o nst a n t t- ; )ievc(, 12. Nov. (SB. B. Nichtamtlich:. Die deutsche Kolonie ni Tabris, die sich aus dem Wege nach Teheran befand, ist von russischen Strcitkrüsten angcgrissen und mit Frauen und Kindern c-usgchoben worden, um nach Rußland in die G-sm- gcnschasi verschkepvt z» werden. Versuche von deutscher Smte, die persische Regierung zur Besrcinng der G--°onnenen zu veranlassen, ist durch die Furcht der Perser vor den Rulle» vereitelt worden Die HUse, die von dem Emir von Sendsan erbeten wurde, traf zu spät ein. Bei der pcrfischen Negierung und dem amerikanischen Gesandten ist ein energischer Protest ac-en dreien durch die Verschleppung von Fronen und Kindern begangenen erneuten Bruch des Völkerrechts croaeleat worden. Der deutsche Konsul wurde wit dem Archiv durch dp? i"-h:;ei- tige Erugrcifen der amerikanischen Gesandtschaft vor den -lullen gerettet.
Russischer Cäsarenwahn. Die „B. Z." meldet: Die Londoner „Genital News" berichtet aus Petersburg, datz dort Konst.,ntinopel in Zargrad umgetonft sei. Der Zar würde dort späte: seinen Sommersttz nehmen
Tic euglichcii Verluste. London, 13. Nov. Der Ministerpräsident Asquith antwortete ini Nnierhnnic »nf eine Anfrage nach; der Höhe des Verlustes der enalisea'» Truppen, das; diese dis z»n: 31, Oktober nngetädr 57,003 Mann betragen, (Das nun; der vierte Teil der nach Frankreich entsandte» englischen Sireitkräfte sein.)
Tic Stärke des ruglischen Hilftkcrps. Zürird. 13. Ncv. Raa; den »euestczr amtlichen "'-eichten besteht dos er gisschp H.-er aus dem F.stland ans <T> c;;?fi!*en »nd 12 :;.duschen Slociincntern.
Gegen die Iren. 9!>a.'i ein . Meldung' der „Times" beabsichtigen die milüäriic!:: Venörden, einer Anzahl s--s- scher Zeitungen den Prozeß wegen Hochn-rrats zu mach.'».
-entthri»? mt\\ fiüf rii!'?!!t!rr^5t^3!!ißWi!.
Berlin, 12 Nov. (28. B. Nichtamtlich) kled-r Englands Berdäck tigungen d. Neutralen schreibt die „Nord- r entiche.Allgeincine Zeitung" u. a : Zn wiederholten Malen ist daraus hingewiesen worden, das; cs der englischen Presse nnnrogtich sei, die deutschen Erfolge von ganzem Herzen -.rizugeben. Immer wieder wird versucht, die Benutzung irgendwelcher geheimnisvoller Hilsskräfte, nnd zwar durch;- >veg unerlaubter Art, durch die Deutschen zur Erklärung der englischen Mir,erfolge heranzuzichen. In Deutschland ist inan nachgerade zu dein einzig richtigen Standvnnkt ge- fcmnicu, datz cs unter unserer Würde sei, die ständig sich wiederholenden Anwürfe zn beantworten. Anders liegt die
Sache jedoch, wenn die englischen Verdächtigungen auch die
Neu traten in Mitleidenschaft ziehen, niit dem durchsichtigen Zwecke, Mißtrauen gegen Deutschland'zu erregen, z. B, daß deutsche Tauipscr unter neutraler Flagge Minen ausleg.
tcu, datz Deutschland einen schwedischen Dainpser zuni Mi-
ne»legen gechartert liabe usw. Worauf sich die Bchauptruig gründet, ist unerjrchtlich. Bis jetzt haben die Engländer
unr einen einzigen deutschen Dampfer getroffen, der Minen legte, die „(tönigin Luise" „nd diese fuhr unter der deutschen KriegSflaggc. In den englischen Blättern kann inan oft genug lesen, datz bekannt sei, wie die Minen unter einer dünnen Schicht Kohle aus Handelsschiffen versteckt würden, Aber wie Mine,, ausgelegl werden sollen, wird nicht gesagt. In,wer nur Worte, aber keine Tatsachen! Auch in den neutralen Ländern wird man allmählich merken, welchem Ztveck di« ewigen Klage» dienen sollen, daß sie letzten Errd-'s nichts anderes als ein Anzeichen der Schwäche sind.
(Mi bsjchiitze inidj vor inrinrn Jrftitrtfti!
iö c r I i n, 12. Nov. ( SB. T. B. Nichtamtlich^) Die „Nordd. Allg. Zeitung" schreibt: Die deutsche Verivaltung macht eine genaue Feststellung de.s Schadens, den dj-.Eng- lendcr durch Vernichtung und Beraubung von Privatergen. tr-ur knapp vor der tlebergabe der Antwerpen» Festung begangen haben. Noch den bisherige» Ergebnissen beträgt der Schaden belgischer neutraler Handelsfirmen allein Brüsseler Privatmcldungen zufolge mindestens 200 Mill. Frank. Der Verlust der deutschen Firmen ist weit geringer. Die Engländer zerstörten und raubten alles, was ste in dem Hafen nud in den Lagerhäusern vortzinden, ohne sich darum zu küinmcrn, wem die Waren gehörten.
Die Deutschen in England.
(Ein Kricgsbricf aus Eirgland.)
Aus Ober-Wöllstadt wird uns folgender Brief zur Verfügung gestellt, der aus Umwegen an seine Adresse gelangt Ist. Er lautet:
Es wird Euch dort durch die Zeitungen schon bekannt geworden sein, datz hrer ganz England laut allgemeiner pol z- ilicher Verordnung alle Deutsche „nd Qcsrerreich-Un» garu ohne Unterschied der Person, ob reich ob arm, testge- noii'.mrn und in Irlonders für d.escn Zweck hergerichtetcn Lagern versammelt und militärisch bewacht wer den. Den Vorwand, den England zn d: scr Maßnahme gibt, ist die Vermeidung von Spionage. Hier betrachtet man jetzt jeden vor, uns als Spion. Da man nicht in das Inner» cwr-s jeden^ Deutschen sehen könne, nrüsje der Unschuldige mit dem Schuldigen leiden. Die Anregung zu dir sein r-chritt gaben die hiesigen Zeitungen, und ganz besonders taten sich hierbei dre sogenannten gelben Blätter hervor. Gallsllchtige Hetzartikel trugen ihr Möglichstes hierzu bei. — Die eigentliche Ursache jedoch die nran unter dem Deckmantel etwaiger Spionage verhüllen will, ist rin besürck;- trter Einfall der deutsche» Truppen in England. Diese Ueberfiutung erwartet mau vo. Ealais aus nach Dover nud bietet man soeben alle zur Verfügung stehenden Hilfs- krästc auf, un, dcni Vordringen der Deutschen nach Calais Einhalt zu bieten. Selbst englische und französische Schg'fe srud in der rechten Flanke der Deutschen in Tätigkeit. Zwischen den Zeilen der offiziellen Kriegsberichte kann inan selbst lesen, daß Nichts das mächtige Vorwärtsdrängen der Deutschen aushaltcn kann. Und i ch hoffe, so wird es auch sein. Und wenn dann die Deutschen »ach hier komnicn, will man somit vermeiden, daß wir uns denselben anschlietzen; drsbalb ninrmt man uns fest. — Wegen des mangelhaften Fortganges der Vorbereftungen zur Behausung aller der 40,000 Deutschen hier, geht die Festnahme bis jetzt nur langsam voran. Tausende sind schon i>nte->gebracht, Jede Stunde kann die Polizei mich holen! Soviel ich gehört habe, toll die Kost, Behandlung und gesundheitliche Einrich- 0 ng befriedigend sein. Ich glaube dies jedoch nicht eher,
ich ans eigener Erfahrung urteilen kann. Ansprüche ; a» Luxus stelle ich nicht; sollte jedoch das Nötigste znm ge- snnden Leben fehlen, so werde ich mich schon au der richtigen Adresse melden. Betroffen werden Alle von 17—45 Jahren rnärnftichon Geschlechts, Briefe dürfen in diesem Lager ge- sck'rieben und empfangen werden. Dieselben geben portofrei ans nnd cS heißt, daß auch Briefe von Deutschland au uns lücr tarsrei sind. Ebenso Pakete. Sobald ich dann mal in der Baracke bin, teile ich Euch meine Anscst'ift (Adresse) mit. Was ich sehr gut gebrauchen werden kann, Er mein grauer Sweater »nd meine Samt-Hose sowie die Touristenstiefel nud einige bunte Taschentücher, Ich hoffe, das; dort auch Gelegenheit zum Fußballspiel ist. Zeit» unoen »nd Kricgsnachrichten sind nicht erlaubt. Dagegen Bücher jeder Art.
Der Hatz gegen »ns wird von Tag zu Tag größer. Dies mag Ivohl dadurch erklärlich erscheinen, datz es den Engländern und Franzosen eben ziemlich miserabel »nd lausig craebt. Man sicht's doch klar aus jeder Zeitung zwischen den Zeilen. Man muntert die Leute fortwährend m,i. hoffnungsvoll und vertrauensvoll in die Zukunft zn
blicken..... Und die Leute hier glauben alles so leicht,
was ihnen die Presse vorspielt. Man füttert hier auch mit vielen „Nachrichten" ans Deutschland wie z, B.: von Moltke liegt im Sterben, der Kronprinz ist gestorben, ein oder zwei andere Prinzen seien Gesänge,re, Deutschland sei in Man- gel von Blei und Stahl und würde alle Originalplatten der Werke aller Musikküirstler »nd Verfasser einschmelzen. Solcher und ähniickn-r Unsinn critfieint täglich. Ist es nicht lächerlich? Ich weiß natürlich, wie ich derartigen Quatsch aufzuiiehmen habe. - Wegen der ungeheuren Artrllcriegc- schütze, die so gründlich aufgeräumt haben, staunt „ran hier »nd reißt Mund »nd Augen ans. — Mit Bange erwartet


