Nr. 253
bekannt, daß die Ossiziere und Matrosen des russischen Mincn- schisses „Pruth" in einem Verhör zugestandcn haben, dag der ..Pruth" in Scbastopol mit Minen beladen worden sei. Den Ossizieren und der Besatzung des „Pruth", die Jahre hindurch aus dem russischen Stationsschiss in Konstantinopc! gedient hatten, vm^rcu die Gewässer des Bcsporus vollkommen vertraut. Als dierujfische Flotte erfuhr, daß ein schwacher Teil der türkischen Flotte sich zu llebungszwecken in das Schwarze Meer begeben hatte, ging sie am 27. Oktober von Scbastopol in südlicher Richtung in See und lieh nur ein Verteidigungsgcschwader vor Scbastopol zurück. Auch der „Pruth" fuhr in südlicher Richtung db. Die Absicht der russische» Schisse war, vor der Bospurusmundung Minen zu legen, das kleine, sich im Schwarzen Meere uufhaltende türkische Geschwader a » zugrei- sen und die türkische Hauptslotte, wenn sie diesem Geschwader zu Hilse eilen sollte, durch Minen zu vernichten. Die türkische Flotte aber bemerkte das russische Minenschiss, das von Torpedobooleii begleitet war, zur rechten Zeit, und brachte cs, wie dies in den letzten amtlichen Darstellungen bereits geschildert wurde, zum Sinken. Von den russischen Osfiziere» sind fünf gerettet worocn, darunter ein Fregattenkapitän. Alle Gefangenen wurden nach Jsmid gebracht. Die Kabelvcrbindung mi, Odessa ist unterbrochen. Di- telegraphische Verbindung mit den, Ausland ist aus das deutsche Kabel nach Koiistanza und über Smyrna—Syra gelegt worden. Die Russische Bank, verschiedene russische Betriebe und die Mehrzahl der russischen .Klötzer sind geschlossen.
Mus der Türlei außerdem noch bevorstand. Aus Petersburg wird gemeldet: Die „Nowoje Wrcmja" bringt eine Meldung aus Konstanlinopel, wonach der englische Botschafter den konsularstcllen milteiltc, die Kriegsschiffe der verbündeten Ra- iiouen hatten die Weisung erhalten, alle türkischen Kriegsschiffe nach deutschen Ossizicreu und Mannschaften zu untersuchen und rnwcscnde zu Gefangenen zu machen. — Daß ein solche, Vorgehen die schmähliche Verletzung der türkischen Hoheitsrecht: -deutet hätte, braucht kaum wohl erst gesagt zu werden.
Jetzt wird's aber gefährlich. K a n st a n t i n o p c I, 3. T?ot>. (SB. B. Nichtamtlich.) Der Abbruch der diplomati- -chenBczichungen zwischen der Türkei und Serbien erfolgte auf Grund einer der Pforte von der serbischen Gesaudtschrst überreichten Note, in welcher mitgeteilt wurde, daß im Auftrag der serbischen Regierung die Beziehungen abgebrochen seien und für den Gesandten sowie das Gesandtschaftspcr- sonal Pässe verlangt werden.
Die Kricgsbcgristcriing in Konstantinopel. Der Sonder- lcrichtcrstatter des „Az Est" in Konstantinopcl drahtet seinem Blatte: Täglich ziehen große Scharen durch die Straßen von Konstantinopcl und deinonstricren begeistert für den Krieg. Die Stiininring erinnert an die der Mobilmach- nugstage in Pest uiid Wien. Große grüne Fahnen luerdcu hcrumgetrageu, und die Derwische schwenken unter sanrti- 'chcu Rusen blutgetränkte Tücher.. Die Männer tragen den. Fes, die Frauen zeigen sich nicht. Maueranschläge klären tie Bevölkerung darüber auf, daß Teutfchland und Oesterreich-Ungarn Verbündete, die Amerikaner wie die Bulgaren Freunde der Türkei seien. Die Volkstümlichkeit des SnI- fans ist unbclclweiblich geworden. Am Freitag war ich Zriigc eines unvergeßlichen Schauspieles. Ter Kalis ließ, als er sich zum Selauilik begab, den Wagen ballen und begrüßte die Bevölkerung, die ihm begeistert msnbelte. Eine ähnliche Szene hat sich in der ganzen Geschichte der Kalifen noch niemals ereignet.
.K c n st a » t i n o p e l, 3. Nov (SB. D. Nichtamtlich). Tie Sprache der offiziellen Blätter ist nun»,ehr entgegen dem früheren friedlichen Ton üebraus kriegerisch geworben. Der „T a - »in" schreibt: Der gestern vervollständigte Abbruch der Begehungen ckann morgen nur mit dem Kriege ende». Die Un- ieidräckten und di- Unterdrücker werde» nuf diese Weife einander gcgcnüberstehen. Die einen sind verzweifelt, da sic den Tag der Ahndung der feit Jahrhunderten begangenen abscheu- iichftcn Verbrechen herannahen sehen: die anderen, de» Aus-
-ruck ocs Adels »:> Gesicht, werfe» sich auf die Unterdrücker, nm Rache zu nehme». Wenn wir lüv jetzt Geduld geübt haben, fo zcschah dieses, weil wir die einzige Hoffnung von 300 Millionen Muselmanen waren. Um ihnen nützlich zu sein, taten wir, als ob wir mit dieser auf der islamitischen Welt wie ein Alpruck hastenden tyrannifchen Gruppe zufrieden wären. Wir arbeiteten heimlich, um dereinst uns zu rette». Der Zar hatte recht: die Stunde der Rettung für die Unterdrückten hat geschlagen. tlnsere Ohren können nicht mehr Friedrnsworte erwäge». Entweder sic oder wir!
Konstantinopel, 2 . Nov. (SB. B. Nichtamtlich). In Konia sand eine Masienvcrsammlugn statt, in welcher patriotische Rede» gehalten und Gebete jür den Erjolg der türkischen Flotte verrichtet wurden. Di- B-rsgmmlung beschloß, die Regierung mit Gut und Blut zu unterstützen. Gleiche Kundgebungen werden auch aus anderen Provinzstädten ge,Neider.
Panil Schwarze» Meer. Aus Wien wird gsuieldet: Di» Korrespondenz „Rundschau" meldet: Di- Nachricht von -cm Ausbruch der Feindseligtcitc» zwischen Rußland und der n,ürkci, sowie das erfolgreiche Avjtrcte» der ottomanifchen Flotte hat in den russischen Stödten, die am Schwarzen Meer oder unweit der Küsten liegen, Panik liervorgcrusen. Suchum >si wir ausgeftorbc». Die Schijjsagentnrcn haben ihren Be- lricb eingestellt, der Ecschäjtsoerkehr stock! gänzlich. A»; Lt- vadw würben schleunigst alt- Kostbarkeiteu der Zarcnbesitzun- tzcn nach Moslau übersührt. Tie größte Auslegung herrscht in z«>ia, wo eine Alassenslucht einjetzt. In Odessa ist es zu slür- »scheu Szene» der Bevölkerung gekommen, welche die Banke!:, Imtsgebäudc und Bahnhöfe stürmte. In Feodosia hat die Be- fchießung großes Unheil angerichtet. Der Bahnhos, de: nach Djanket sührciwe» Bahnlinie ist in Trümmer gelegt, die Pro^ norslaia stark beschädigt. I» Noworossijsk habe» die Gebäude der Raphlhagefelischast und die Atltzadt sehr gelitten. Rach rti.'er Meldung des „Bert. Tagebl." befindet sich nnter den vernichteten ru,fische» Schissen brr groß: russische Kreuzer „Sinvp" and c.u Kreuzer der russischen Frenviitigen Schwarzn-eerslotte.
Neue wag-sazeirng. nKtttwoq, o«n 4. -lovemver
Beschlagnahme von Handclsschisscn. K o n st a » t i-
nopel, 3. Rov. (SB. B. Nichtamtlich.) Es verlautet, daß die Hasenbchörde mit der Beschlagnahme der i,n Hasen befindlichen englische» und französischen Handelsschiffe be»
gönnen habe.
Erst bezahlen, dann abreisen. Konstantinopcl,
2. Rov. (SB. B. Ilichtamtlich.) Der Gouverneur von Pera teilt mit, daß kein Ausländer abreisen dürfe, ohne dem Staate die schuldigen Fälligkeiten beglichen zu haben. Diese Maßnahme zielt auf die Staatsangehörigen des Dreiverbandes ab, von denen sehr viele gestern Abend abreisen wollten.
Eine dänische Stimme. Kopenhagen, 3. Nov. Die „Politiken" bezeichnet die Teilnahme der Türkei am Kriege als einen großen diplomatischen Sieg Deutschlands. Der Anschluß der Türkei an Deutschland und Oesterrcich-llnqarn sei die Frucht langer methodischer Arbeit, deutscher Diplomaten, Offiziere und Finnnzleute, der es gelungen sei, die Franzosen, deren Einfluß in Konstantinopel früher vorherrschend gewesen sei, immer mehr zurückzndrängen. Teutsche seicn allmählich die militärischen und politischen Ratgeber des Sultans geworden. In den letzten Jahren seien große türkische Konzessionen vorzugsweise an Deutsche vergeben. Es habe sich der politische Umschlag in der Türkei vorbereitet, der jetzt prakffsch wirksam geworden ist.
Die Gärung irr Persien.
Der Sultan und der persische Botschafter. Wien, 3. Nov. Aus Konstantinopcl erfährt die „Südslawische Korrespondenz": Der Sultan empfing den persischen Botschafter und einen persischen Sondergeiandten in längerer Audienr. Tic den aintlichcn Kreisen nahestehenden Blätter betonen, daß die Beziehungen zwischen der Türkei und Persien die der aufrichtigen Freundschaft seien und datz die alten Gegensätze angesichts der großen Ziele der gemeinsamen Verteidigung des Islams geschwunden sind.
Persien wird energisch. Tientsin, 3. Nov. (Nichtamtlich.) Dein „Leipziger Tageblatt" wird ans Kov.'n- hagcn mitgeteilt: Nach einer Meldung der „Berlingske Tid- ende" aus Petersburg hat der persische Gesandte dem russi- schen Gesandten die Forderung auf soforttge Abberufung der russischen Truppen ans den> persischen Gebiet iiberrsicht.
Rußlandsfeindlichc Bewegungen. Die Petersburger Nowoje Wrcmja" meldet aus Urmia, der Sohn Abdelkaders, Schcikh Abdullah sei mit 3000 Reitern in Baloff, zehn Kilometer von Urmia, eingetrosfen.
Pom PaUran.
Die bulgarische Regierung bleibt sest. Köln, 3. Rov. (W. B. Nichtamtlich). Die „Kölnische Ztg." erhielt ein drahtoless Telegramm aus Sofia vom 3. November^ in welchem gemeldet wird, daß die Bemühungen des Dreiverbandes um Bulgarien kesonders eifrig fortgesetzt werden. Auch Serbien hat Bulgarien seine moralische Unterstützung im Kampfe gegen die Türkei und beim Friedcnsschluß angeboten. Die bulgarische Regierung erwiderte, cs bedürfe der moralischen Unterstützuiig Serbiens nicht Uiid habe keinen Grund, seine Politik »er Zii- rüahalrung aufzugcben. General Radko Dimitrijcw drahtete, er zweifle nicht au dem Siege Rußlands und der Verwirklichung der bulgarischen Ideale. Die Sofioter Rlisienfrcundc seien nicht zahlreich, solange sie auch Scrbcnsrcundc sein Mützen. Sie seien aber eifrig und würden umsichtig unterstützt. Die Regierung bewahre volle Ruhe im B-wußisci» ihrer Macht, aber auch in dem Bewußtsein, daß di- Erhaltung der Neutralität unter den jetzigen Umständen eine folgenreiche Tat sei.
Für eine Besetzung Mazedoniens durch Bulgarien. Sofia,
3. Rov. Heute fand eine große öffentliche Versammlung statt. Es wurden Berichte über die beklageiiswerte Lage der Mazedonier cngehört und ein Beschluß angenommen, wodurch alle gesetzgebenden Körperschaften und alle politischen Parteien aus- zcsordert werden, gcincinsam ein Arbciisprogramm zur sofortigen Befreiung der unterdrückten Bruder auszuabeiten. Die Regierung wird darin ausgesordert, zum gleichen Zwecke dringliche Maßnahmen zu treffen. Die Redner sprachen sich für die lcsorlige Besetzung von Mazedonien, sowie für eine internatio- na!c Untersuchung durch Vertreter der neutralen Länder über die Grausamkeiten der Serben und Griechen aus.
Zwischenfälle in Siutari. S k u t a r i , 3. Nov. Es herrscht Kriegszustand in der ganzen Stadt. Katholiken uiid Muselmanen bilden zwei von Bewaffneten bewachte Lager. Am Samstag «ntftaiid infolge der Berwunduiig eines Imams ein Kamps im Kaserneilvieriel) die Muselmanen hatteii vier Tote üiid sechs Verwundete) die Verluste der Katholiken sind unbe- faiml. Mittags iaad dann ei» Scharmützel beim Rathaus ftalr. Alle Geschäfte sind geschlossen. Die Ankunft zahlreicher Mattster«» -aßt noch schwerere Zwischenfälle befürchten.
Die Minifterkrrse irr ZtaSirn.
Rom, 3. Noo. (W. B. Nichtamtlich). Die Audi-iiz des M, asierpräs,deuten Salandra dauerte von 7— 7 / Uhr abends. „Gtornale d'Jtalia" jagt: Gemäß de» übereinftiai meiide» Ratschlägen der vom Könige befragten Politiker hat der König S a l a n d r a mit der Bildung des K a b i >, e t is beauftragt. Die Krise werde schnell überwunden sein, Rach der „Tribuna" werden Sonniuo und Earcano in das Kabinett cintrctcn.
§ie d)liiffiiiiic Presse in imitidirn An-en.
Peking, 3. Rov. (Nichtamtlich). Die „Exchange Telegraph Company" meldet unter dem 31. Ottobcr: Bon morgen ab wird kein- englische Zeitung hier erscheine», da die Deut- schcn die „Peking Gazette" angetanst baden. Die nächsten bri- rijchcn Organe werden in Tientsin erscheine». Die Deutschen übernehmen zugleich die finanzielle Kontrolle über die geiamte chrnesijche Presse in Peking und besitzen ein ihnen die Kontrolle
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gebendes Finanzinteiesse über die drei wichtigsten chinesischen Blatter in Tientsin.
Ans Frailkreich.
Poincarö s'cn pat en guerrc. R o m, 3. Rov. An: Sonntag hatte Poincarö, der in Begleitung Millers-dö und
Ribots in Dünkirchen eintraf, dort eine Zusammenkunft inst dem belgischen KriegsMinistcr und Kitchencr; an dc» langen Verhandlungen nahm auch Joffrc teil. Ein Bericht ans Bordeaux stellt fest, daß ein volles Einverständnis auch iur öie Zukunft erzielt worden sei. Kitchener kehrte nach der Besprechung nach England zuriirk. Porncarö batte seiners nts eine Begegnung mit König Albert und nahm mit diesem an, Montag eine Parade über die belgischen Trappen in Fnrnes ab, das cmi Sönntag von den Deutschen beschossen worden :rar; darauf besuchte Pcincarü die französischen Truppen in Npcrn.
Feine Verwandtschaft. B e r I i ri, 3l. Oft. Das „Bert Tgbl." meldet aus Rom: Ter Sohn des berücbligten Rän- berhauptmanns Donelli ist als französischer Krieges ' eil- liger im Kampfe gegen die Deutschen gefallen.
Bonlcvard Aengste. P a r i s, 30. Oft. Der Korrespondent der „Times" in Paris hat ans französischen diplomatischen Kreisen die Nachricht erhalten, die ztveite Ueberraschung die Deutschland in diesem Krieg versprach, bestehe in einem neuen Schiffsgeschütz, das drei Meilen weiter trage als die besten englischen Kanonen: die Deutschen behauptete», daß dieses Geschütz noch größere Wirkung habe als die '12 Zenti- weter-Mörser.
Ans England.
Die englischen Konzentrationslager. Dresden, 3. Ncv. Ein aus dem englischen Konzentrationslager in Frim- ley bei Adlershot Befreiter teilt der „Chemnitzer Dolks- stftnme" mit, daß infolge der schlechten Behandlung und Verpflegung in diesem Lager in einer Woche 17 deuts.be Zivilgcfangcne gestorben seien. Sie mußten in der ersten Zeit ans dem nackt»» Grasboden schlafen.
Eine wichtige Frage. Die englischen Roscnzüchter sind jetzt mit der wichtigen Frage beschäftigt, die Rosen, welck>e deutsche Namen haben, nmzutanfen und haben die National Rose Society beauftragt, sich mit dieser schweren Aufgabe zu befassen. Die bekannte weiße Rose Frau Karl Drnschki wird künftig Snow-Ouecn heißen.
Die englisch-serbische Busensreundschafk. Bemerkenswert ist ein Auftus, den Lord Roberts verbreitet und in dem er Hilft fiir das hart bedrängte Serbien erbittet. Es wird nicht nur ans den Ruhm, sondern auch auf die Dienste hingewiesen, die die Serben der Sache der Verbündeten dadurch erwiesen, daß sie einen großen Teil des österreichischen Heeres beschäftigt hielten und dadurch verhinderten, sich auf dein westlichen Kriegsschauplatz zu betätigen. Ausfällig ist gerade bei diesem Aufruf die Betätigung der höchsten Prälaten der englischen Staatskirche, die sich anscheinend weder der scheußlichen Mordtat der Serben gegen Alexander und Dlaga und des Mordes von Sarajewo, noch der hartnäckigen Ablehnung erinnern, die seinerzeit nach der Berufung König Peters ans den serbischen Thron England dessen Anerkennung entgegensetzte, weil es mit solchem Mördcrvolk nichts zu tun haben wollte. Das war der Gipfel der Tugendheiick» lei. Jetzt sind die Mörder von Belgrad und Sarajewo die Busenftcundc der britischen Tugendheuchler. Dagegen lat dieser Tage eine englischer Kirchenmann den Ausspruch: „Die Deutschen sind keine Christen."
Der Bnrenaufstaud.
Roch brr „Dost. Ztg." haben Handelsfirmen in Amsterbaick und Rotterdam aus London vertrauliche Informationen erhalten, woiiach die Zahl der aufständischen Buren bereit» 10 000 Mann betragen soll. Sei seien gut bewaffnet und auch im Besitz von Schnellfeuergeschützen und Maschinengewehren. Gewissen Nachrichten zufolge soll sich die gesamte Oranieslußlolonte im Aufruhr befinde». Die Engländer versügcn in der Kapkolonie etwa über 80 000 Mann, deren Zahl bei einem Umsichgreifen des Aufstandes bei weitem nicht zu seiner Unterdrückung ausreicht. Das englisch, Kriegsmaterial in der Kapkolonie soll unzureichend sein.
Zur Maul- und Klauenseuche.
(Eingesandt.) Aus Düdelsheim wird uns geschrieben: Auch in diesem Jahre bedroht diese Krankheit sehr un- liebsam die Klauenviehbesitzer. Für manche derselben kan» sic zu einer verhängnisvollen Plage werden. Ist doch di- Ansteckungsgefahr dieser Krankheit außerordentlich groß, tvee-bolb die Vorsicht zur Verhütung dieser Plage »in:
; i gend genug angeraten werde» kann, lind nur m ! ..: wird die Seuche verbreitet, trotzdem man alles ans,
. .! lat, dieselbe fern zu halten, nch mir ist cS in: Jahre 1002 nicht besser gegangen. L gemeldeter oder polizeilich bekannt gegebener Aus- . . der Seuche war in der Mitte des Monats Dezember des erwähl,tc» Jahrcs in meinem Wohnorte nicht gegebcu, also die Krankheit war unbekannt. Meine beiden SiiiV waren seit 1 Wockw» »>cht vor die Stalltiirc gekommen. Eine Berührung mit srcmdcm Vieh war gänzlich ausgeschlossen. Tic Krankheit konnte sonach nur durch den Pfleger des Viehes gebracht worden lein. Ties kann sich so ereignet haben: Beim Abhören des Lesens als Unterweise, der kleinen Schuljugend hatte ich Buben und Mädchen dicht „eben mir stehen. Nach Beendigung dieser und niauch anderer Verrichtung brachte ich. olme meinen Anzug geweckt-


