Nr. 258
Seite 3.
lungert von Teilen des Inhaltes unterlaufen. Zumeist lofsen sich die herausgefallenen Stücke überhaupt nicht wieder unterbringen, lodaß sie nach Vorschrift für »nanbringliche Gegenstände behandelt werden müssen, während sie dem Tm- pfänger fehlen.
Taß im Betriebe der heimischen Postanstalten neuer- dings hier und da auch Diebstähle und Beranbungen von Feldpostwareubriefen vorgekommen find, ist der Feldpost- virwaltung bekannt. Es kann dies auch nicht auffällig er-, scheinen, da die Reichspostverwaltung bei der Mobilmachung mit einem Schlage 70,000 Köpfe eingeschulten und bewährten Personals verloren hat, das szn den Fahnen gegangen ist, und dafür unerprobte beschäftigungslose Zivilpersonen als Ersatz eingestellt werden muhten. Vorkommnisse dieser Art lassen sich auch durch die besten Kontrollmahnahmen nicht verhindern. Tie Postbehörde übergibt einen jeden solchen Fall dem Gericht zur Aburteilung. Wenn bei der Besprechung derartiger Angelegenheiten in einem Berliner Lokalblatt sogar die Beraubung fcstvcrnageltcr, verschnürter und oersiegelter Kisten ans das Konto der Feldpost gesetzt wird, so ergibt sich das Unrichtige eines solchen Vorgehens am beste» daraus, daß die Feldpost Postpakete vorläufig nicht befördert.
Dankende fran;. Verwundete.
Tankende srnnzösische Verwundete- Karlsruhe, 31. Lkt. Tcni Chefarzt des Militärlazaretts I in Karlsruhe, Herrn Tr. Ihn, ist eine von 63 verwundeten französischen Soldaten Unterzeichnete Dankadresse zugegangen, die in der llebersetzuug folgeudcrmaben lautet:
Herr Doktor! Alle französischen Verwundeten, die sich gegenwärtig in dem von Ihnen geleiteten Spital besin- den, wollen Karlsruhe nicht verlosten, ohne Ihnen zum wenigsten einmal ihren aufrichtigen Dank und ihre tiefe Anerkennung auszudrückeu. Sie sind mit so viel Sorgfalt und Unparteilichkeit gepflegt worden und jedermann war bei Ausübung dieser Pflege dermaßen liebenswürdig daß es einem jeden Franzosen unmöglich wäre, dafür nicht dankbar zu sein, und meine Kameraden bitten Sie zu glauben, datz nur ihre Unkenntnis der deutschen Sprache die Ursache war, weshalb sie bis jetzt geschwiegen haben. Diese bitten Sir, Herr Doktor, ihre Gefühle allen denjenigen mitzuteilen, welche Sie unterstützt haben, ins- oesondere den Acrzten und Pflegerinnen, welche uns mit so viel Hingebimg gepflegt haben.
Gezeichnet: Jean Mignot, Auguste Fraise, Baltut,
Emilie usw. Es folgen die übrigen 60 Namen.
ssod in dkn flnliiildifn Ziiilipftn.
Der Berichterstatter der „Neuen Züricher Zeitung" berichtet folgenden erschütternden Vorgang aus den galizischen
Sümpfen:
Endlich kam dar, Kommando „Sturm". Sehnsüchtig hatten es die Oesterrcichcr erwartet, und nun sprangen sie ungestüm auf, sie verspürten aus einmal keine Müdigkeit mehr. Sie rannte» über die weich« Erde hin, daß die Tornister aus den Rücken kollerten, die vom Wachen müde Augen halten plötzlich wieder Glanz bekommen, und es war wie cm munterer Wettlauf aus der weiten Ebene unter dem blauen Himmel. Die Rüsten standen einen Augenblick wie verdutzt und unschlüssig, dann wendeten sie sich und Uesen zurück.
Bis auf einmal das Verwunderliche und Unerklärliche sich ereignete, daß die zuvor rennenden und von den llnsri- gci am meisten entfernten Russen stehen blieben. Sammelten sie sich, Wellten sie Widerstand leisten? Die Ocsterrei- cher w.<cn derart in der Wollust des Sturmes, datz sie cs kaum bemerkten. Rur dies sahen sie, daß sie dem Feinde endlich näher kamen, asto wohl Aussicht hatten, ihn endlich zu erreichen. Aber jene Rüsten, die stehen geblieben waren, wandten sich selisamcrweise nicht um, kehrten sich nicht um, kehrten sich nicht gegen ihre V-rsolgcr, unbeweglich standen sie Und die nächsten, die hinter ihnen herliesen, solgten ,cnem Beispiel, auch sie standen, als seien sie vor einem unermeßliche» Abgrund angclangt. Ein Knäuel von Menschen bildete sich, an den die dritte Reihe der Flüchtigen anstürmte. Sie schienen sich zu zerstreuen, liefen seitwärts wie di- Fliegen am Fenster, die aujgeschreckt einen Ausweg suchten. Die Oe'tcrrcicher waren schon ganz nahe gekommen, jetzt, da der Feind ihnen nicht mehr entrinnen konnte, wurden sic ver- bliisst über jenes starre, sinnlose Jnnehaltcn, dem keine Vereidigung folgte. War cs eine Kriegslist? Sollte eine Mine aujslatteru?
„Hall" und die Versolger taumelten mitten in der Bewegung zurück. Und nun hörte» sie schreckliche Schreie, die Russen wendeten die Köpfe zu ihnen und hoben ihre Hände. Gl. hzeitig bemcrlteu dir Versolger, datz die Rüsten kleiner
werden begannen. Ihre Bein« verschwanden im grünen Boden, sie stanoen wie aus den Knieen. Die Gewehre hatten sic wcggewvrsc» und streckten den Verfolgern flehentlich ,re Arme entgegen Keiner der Unsrigcn schob, sie starrten entsetzt aus jene Menschen, die langsam vom tückischen Schlamme hrnabge,zogen wurden, von dem keiner loskam, der nnr cistige Schritte hineingerannt war. Die Fütz- oerjan- Ie.> im klebrigen Atorastc, und wenn einer der Unglücklichen lincn Fub hcrausgcarbeitct batte, sank der andere um so Okfa cm; sie versuchten den Oberkörper hinzulegen, das Gesucht zu verteilen und derart aus dem tückischen roumpf weg- znrutschen, doch keinem gelang es. Derne wären die Oester- reicher als Reiter zum Feinde gekommen, viele streckten sich langsam aus, streckten ihnen die Gewehrkolben entgegen, indes die Rettung mißlang, die Helfer kamen nicht weit gern,.', vergeblich streckten sich ihnen gierig« Finger entgegen.
„Kehrt euch, marsch", ertönte das Kommando, das tief erschüttert der österreichische Kommandant gab. Und vorsichtig entfernten sich die O-sterreucher von de« Tode in der auiaeauollenen arünen Wassereide.
Reue Tageszeitung. Dien^ag, den 3. November 191«
Der deutsche Michel!
Berlin, 31. Oft. Ter russische Staatsangehörige, Techniker Eonzeft, hafte sich wegen Ehrenbeleidigung des Deuftchen Kaisers, begangen in einem Restaurant, vor dein Landgericht Berlins zu verantworten. Der Staatsanwalt beantragte 1 Jahr Gefängnis. Der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung und legte die Kosten des Verfahrens der Staatskasse aufs ferner verfügte er die sofortige Hastent- lassung de§ Angeklagten. Zu dem Urteil bemerkte der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Westermann, der Gerichtshof habe die Ueberzeugung erlangt, daß der Angeklagte zwar die Aeußerung in ehrverletzender Absicht getan, jedoch nicht, daß der Angeklagte mit Ueberlegung (!) gehandelt habe. Einfach nicht zu begreifen I
Ein echt deutsches Rennen.
Ein Beitrag für die Notwendigkeit der Deutschen Sprachreinigung.
Auf der Ehaussäe zum Renn-Park geht es heute sehr animiert zu. — Equipagen, Coupäs, Autos, Cavaliere in stolzem Galopp, chike Damen auf graziösen Poneys, auch demokratische Fiaker, sowie Velozipede circulieren mitten aus-der Ehaussäe, während das Mittelstands-Publikum, die Bourgeoisie u. der Pöbel auf dem Trottoir per pedes apo- stulorum dahin — promenieren. Es ist ein interessantes, pompöses Däfilä und alles schlägt die Allee nach dem Sport- Park ein, zum heutigen Herbst-Meeting des Jockey-Clubs.
Dort herrscht auch schon ein imposantes Treiben I Jockeys in bunten Trikots und teilweise schon auf ihren Monturen posftert, Herrn von der Jury, Starter etc. etc. kommen in nervöser Hast vorbei- — aber auch obskure Individuen, denen man ihr Bookmaker-Metier an der Physiognomie abfieht.
Die Central-Tribsine, vis a vis vom Pavillon der Jucy, ist angefüllt mit den markantesten Repräsentanten der Haute voläe und Noblesse, den Celebritäten der Finanz-, der industriellen- und der commerziellen Welt, den Koryphäen der Wissenschaft, auch diverse Theater- Stars und einige Demi- Mondänen sind sehr „en vue". — Die pompösen Toiletten der Damen wechseln ab mit den imposanten Uniformen der Offiziere, den Fracks und Smokings der „Jeunesse dorcsi" und der „Snobs". Die Chancen der Haupt-Favorits werden auf die animierteste Art diskutiert und debattiert. Um die Boxes und am Totalisator drängen sich die Sport- Interessenten.
Bezüglich dek Details über den grandiosen Verlaus des Meetings, beliebe man das Referat unseres Spezial-Sport- Reporters — unter Rubrik: Sport-Nouveautäs — zu con- fultieren _ I. A.
Kriegs-Allerlei.
Von den Heerführern. Die „Agence Havas" verbreitete om 26. Ottober folgende Mitteilung: Einige Presseaeftkel halten immer noch General von Kluck für den Leiter der Operationen auf der deutschen Rechten. Das stimmte zu Anfang der Aktion an der Aisne. Aber seit der Ausdehnung der Front im Norden der Oise ist die Armee des Generals von Kluck an der Aisne geblieben und aufeinanderfolg- ende Aenderungen in der Schlachtfront führten an leine rechte Seite Streitkräfte, welche vother am linken deutschen Flügel operiert hatten. Gegenwärtig sind die deutschen Ar- nieen, welche zwischen Oise und Meer kämpfen, von Süden her gerechnet, diejenigen des Generals von Bülow, des Kran- trinzen von Bayern und des Herzogs von Württemberg, letztere iit Belgien. (Vergl. dazu den mitgeteilten Tagesbericht des Kronprinzen von Bayern, der die bayer. Tr»v- pen zum Kampf gegen die Engländer anfenert. D. R.)
Der Kinloffklhöchßprtis in Men.
Gestern sand im Eroßh. Ministerium eine Sitzung statt, die sich mit der Festlegung der Höchstpreise für 'Kartoffeln im Erofch. Hessen besaßte. Außer dem Staatsministcr und den zuständigen Räten waren sämtliche Provinzialdlrclioren und Kicisrätc, die Oberbürgermeister der Städte und seitens der Landwirtschastskanuner die Herren Ockonomierat Walter, Hen- scl-Dortelwcil, Lclonomierat Hahn und Bürgermeister Römer erschienen. Beschlüsse wurden nicht gefaßt, doch steht cs fest, daß die z. Zt. bestehenden Höchstpreise nicht gehalten werden. Die Regierung machte den Eindruck, daß stc durch die verfügten Maßnahmen völlig in eine Sackgast« geraten sei und nun »ach einem Ausweg suche. Auch die Oberbürgermeister, die lang und viel sprachen, mußten zugebcn, daß die Festsetzung der Höchstpreise erst recht eine Kartosselnot hcrvorgchoben babe. Die Vertreter der Landwirtschaft hoben hervor, daß sie jeden Versuch der Landwirte, aus der Kriegslage Vorteile zu ziehen, ganz entschieden verurteilten. Auch der Festsetzung von Höchstpreisen für Kartosscln stände man nicht entgegen. Hesten aber sei viel zu klein, um für seinen Bereich allein vorzngehcn. Wenn man die Preisnotierung vom 2(>. Oktober aus folgenden Märkten in Beftacht ziehe: Berlin 3.00— 3.50, Posen 2.90, Breslau 2.80—3.00, Liegnitz 3.00—3.70, Magdeburg 3.35, Leipzig 3.85, Hagen 4.00, Altona 4.00 ,8 (alles die 50 Kilo in Waggonla- dung>, so läge es doch aus der Hand, daß eine Preissestsctz-rng von 2.50 -4t für Friedberg eine Härte und eine Ungerechtigkeit sei. Auch die Höhe der Futtermittelpreise, die zur Persütterung der Kartoffeln zwinge, wurde betont und vor übereilten Schritten, die unsere Flcischversorgung gefährde, gewarnt. Wie recht man damit hatte, bewies ein Ausspruch des Bürgermeisters Dullo von Oft-Nbach. er meint«, die Kartosseln lägen in den Kellern der Bauern, di- Frag« fei. wie man sie daraus in die Keller der Städte bringe. Er habe di« Lonfislatton bei» Bunderrat angeregt. Znm Glück ist di« Richtung, die Herr
Dullo vertritt, im Bundesrat nicht cinslußreich: immerhin tun
dir Landwirt- klug, sich zu regen und für Aufklärung zu sorg-n damit nicht weiterhin verkehrte amtliche Maßnahmen die Lage
verwirren.
Ans der Heimat.
Friedberg, 2. 'Nov. In der Stadt gingen Gerüchte um, das Landsturm-Bataillon Nr. 49 z. Zt. in Markirch habe ganz bedeutende Verluste gebabt. Das ist nicht der Fall. Das Gerücht ist wobl dadurch entstanden, daß in der S.V- Iiiftliftc der letzte» Tage die Verluste der 2. Landsturm - Batterie der 49 gemischten L a n d w e b--Infanterie-? ri- gade Darnistadt veröffentlicht worden sind. Von Verlust?» des Landstnrni-Bataillons in Markirch ist nichts bekannt.
* Friedberg, 1. Nov. Bo» jetzt ab gelten neue Ci,- zghlungskurse für Postanweisungen nach Frankenländ.-rn (Schweiz, Rninänien usw. 100 Fr. Lei) — 80 Mk. „.ich Niederlande 100 Gulden " 186 Mk.. nach Dänemark, Schw?- den, Norwegen 100 Kronen — 119 Mk, nach Bereinigten Staaten von Amerika 100 Dollars — 454 Mk
* Friedberg, 3. Nov. Zahlreiche Mitglieder des Turn Vereins hatten sich Samstag abend zu einer Monatsve-janun- lung im Bercinslokal cingefunden. Der Vorsttzendc. Herr Reallchrer Klös, der zur Zeit als Landstür«« im hiesigen Bataillon seiner vaterländischen Pflicht genügt, war cbenfall!! erschienen und begrüßte in einer von Begerstciung geiraaenen Ansprache, die den Ernst der Zeit und die gewaltige» Kriegs ercigiiiste zum Gegenstand hatte, seine Turner und Turnj.-eunde. Mit Stolz und Freude stellte er die heldenmütige Haltung der weit über ii Million zählenden Schar von Turner», dir ins jetzt eine ungewöhnlich große Zahl höchster Auszeichnungen im Heere errangen, fest und zeigte an dieser Tatsache, daß die stille, geräuschlose Arbeit aus dem Turnplatz die schönste» Früchte gezeitigt habe. Vielleicht, so meinte der Redner, wird dieser Umstand mit dazu beitragen, daß eine größere Wert schätzung des Turnens in Zukunst auch da Platz greise, wo man dieselbe seither schmerzlich vermißte. Sei» „Ent Heil" galt dem Vaterland, dem tapferen Heer und unserem Kaiser. Fm Anschluß daran wurde eine lebhafte Aussprache über „Turnen «nd militärische Ausbildung der Jugend" geführt.
' Petterweil, 3. Nov. Die Maul und Klauenst-uchc -st in unserer Gemeinde ausgebrochen.
* Frankfurt a. M., t. Rav. Die Vereine: „Krieger.--rein Bornheim", „Turngemeilide Bockenheim", „Kriegervereln vo>i Lützow" haben ihre im Felde stehenden Mitglieder bei der gemeinnützigen Kriegssterbekasse der „Friedrich Wilhelm" versichert.
F. C. * Dom Main, 1. Nov. Die Arbeiten zur Weiterführung der Mainkanalisation, die bei Kriegsausbruch eingestellt worden waren, sind nunmehr wieder mit Volldampf ausgenommen worden, sowohl auf der bayerischen als auch auf der preußischen und hessischen Seite de:- Stromes. Auch die unterbrochenen Arbeiten zum Bau einer ziveiten Schleuse bei Koftheim werden jetzt fortgesetzt. Durch diese Arbeit»- ausnahme erbielten zahlreiche Arbeiter ans den anliegende» Mainorten Arbeit und Verdienst.
Hessen-Nassau.
* k> Usingen, 3. Nov. Auf dem letzte» Diehmarkt sianden zum Verkauf 48 Stück Rindvieh, 307 Ferkel und 08 Läusee. schwcinc. Handel und Umsatz mäßig, Preise wenig verändert
* i Sberutjel, 3. Nov. Bei der heldenmütigen Verteidigung Przcmysl zeichnete sich auch der Arttllerieleutnant Otto Altmann, Maschineningenieur bei den deutschen Motnrwcrkcn in Obrrursel, durch besondere Tapserkeit aus. Als Val.erie- kommandant wies er die auf das Fort anstürmendc» Russen wiederholt ab und erwarb 'sich dadurch die Anerlennuug u»d Belobung seiner Vorgesetzten. — Der Verlehrsocre!» der Ober urselcr Taunnsklubs leitet Schritte in die Wege, um die unhaltbaren Verkehrsocrhältnissc auf de: elektrischen Straß- -bahn der Frankfurt—Obcrurseler Strecke, hauptsächlich im Fi.tercsse der sehr zahlreichen Fnteressenten in Obcrurscl und aus den Zwischenstrecken Weiskirchen, Riedcrurfel und Villenansiedlnng Wicsenau, in günstigere zu gestalten. Die Wage» find überfüllt und cs ist eine unbedingte Raiwendigteit, »och einen wettere» Zug baldigst cinzulegen.
F. ?. Wiesbaden, 1. Nov. Die Maul- und Klanea- sinche breitet sich immer mehr aus. Vis znni 27. Oktober waren im Regierungsbezirk Wiesbaden die Gemeind:» Eibenheiin, Schierstein, Weilbach, Mittelheiin. Frankfurt a. M.—Preungesheim, Okriftel, Ilnterliederbach, Sindlingen. Obernrsel und Cronberg.
Starkcubnrg.
* Von der Bergstraße, 31. Okt. Wie schon seit einiger Zeit an verschiedenen erhöbten Orten an der Bergsi>-aß: wird seit einiger Zeit auch ans den, benachbarten Franken- stein, wie auch an dem südlich der Stadt gelegenen Forstbans Aöllenfalltor zeitweise dnnipfes donnerartiges Geräusch gehört, das inan nicht mit Unrecht ans die schweren Geschütze, die z. Zt. Verdun beschießen zurückführt, obwohl die Ent- fernnng in der Luftlinie über 250 Kiloniete: beträgt
Kirchliche Anzeigen.
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst in der Stadtkirche.
Mittwoch, de» 4. November, abends 8!5 Uhr: Kri: ,sbitt- andaüt. Herr Pfarrer Ritter.
Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach.
Mittwoch, den 4. November, abends KO Uhr: Kriegsbitt- andacht. Herr Pfarrer Z a tz m a n n.
Verantwortlich fiir den politischen und lokalen Teil: Otto Hirschel, Friedberg: für den Anzeigenteil: K. Schmidt. Friedberg. Druck Mid Verlag der „Neuen Tageszeitung" A. G.. Friedberg i. H.


