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ruiifl spricht die Angst, die man hinter tönenden Worten zu verbergen sucht.
Eine leere Drohung.
London, 2. Nov. (SB. B. Nichtamtlich). „Morning- post" schreibt: Lord Kitchcner hat zweifellos Vorbereitungen zur Verteidigung Aegyptens getroffen und kann eine beträchtliche Streitmacht nach Aegypten verlegen. Sobald die Türkei England bekriegt, fallen die Verträge und Vereinbarungen weg, die den Stand Aegyptens zwischen England und der Türkei regeln. Die britische Regierung werde die bisher als türkische anerkannte Suzcränität übernehmen. Ter bisher an die Türkei für Aegypten und Cypern gezahlte Tribut würde Wegfällen. Die Aufgabe der britischen Regierung sei bereits die schwerste, die je einer Regierung dieses Landes zuficl. daher legt die Haltung der Türkei England und den Kolonien, sowie Indien die Notwendigkeit zu neuen Anstrengungen aus. Rußlands Verbündete können nicht im Frieden mit der Türkei bleiben, während ste Rußland bekriegt. Man darf annehme», dost die britische Regierung gemeinsam mit Frankreich und Rußland das Zusammenwirken gesichert hat.
Die Haltung Italiens.
In der Haltung Italiens ist entgegen vielfach gehegter Befürchtungen kaum eine Acnderung eingetreten. Es ist anzunehmen, dag nach der Beendigung der Miniftcrkrisis die ruhige und abwägcnde Politik Salandra's weiter die Führung behalten wird. Die Hauptforgc Italiens, d-rß eine allgemeine Erhebung des Islants seinen Besitzungen in Tripolis und Lqbicn gefährde» könne, ist, wie wir schon arrzedcutet haben, behoben worden. Es wird darüber folgendes beannt:
In einigen italienischen Blätter» ist die Besorgnis geörtert worden, daß nunmehr nach Ausbruch der Feindseligkeiten m Orient die islamitische Bewegung auch auf Libyen über- ' reisen könnte. Wie wir demgegenüber seststellen können, lie- en Zusicherungen der Pforte vor, daß ste in Beriick- !chtigung der italienischen Interessen alle erforderlichen Maßnahme» trifft, u«> die islamitische Bewegung von Libyen fcrn- nhalten.
Eine römische nationale Aktionsgruppc. Rom, 2 . Rovbr. ~n einer zweiten Versammlung, die von Profestoren und Poli- »ikern einberuscn war, um der demagogischen Agitation crtrc- mer (d. h. csterreichsscindlicher) Elemente enlgcgcnzutrcten, wurde nach einer Ansprache des Senators Prof. Glas» und anderer eine „nationale Aktionsgruppc" begründet. Dieser gehöre» die Senatoren Maccclla und Grafst, die Abgeordneten di Bclmontc und Lucifero und der Schriftsteller De- inaria an: Sekretär ist Graf Euglielmo Lucidi, Via bei Ber- gainafchi bk, Rom.
Bulgarien hleivt neutral.
Wien, 1. Nov. (W. B. Nichtamtlich). Die „Rcichspost" melde' aus Sofia: Die Eröffnung des Krieges durch die Türkei hat in Bubgarien allgemein Gefühle der Erleichterung und der Zufriedenheit vorüber ausgelöst, daß nunmehr die cngiiltige Losung der mazedonischen Frage näher gerüiil sei. lieber die weitere Entwicklung macht man sich hier noch keine bestimmten Vorstellungen. Bulgariens Rolle hängt nach der Ansicht der meisten Politiker von der Entschließung Rumäniens ab. Eine aus Sofia hier erngetroffene vertrauenswürdige Persönlichkeit erklärt im „Tanrn", daß die Russophilen seit einigen Tagen besondere Nervosität zeigten. Man habe sogar die Anwendung von Gewaltmitteln gegen das Kabinett Radoslawow befürchtet. Man glaube, daß Rußland durch feine Aktion gegen die türkische Flo'-e ehrt einen Druck auf Bulgarien und Rumänien ouszuiiben beabsichtigte, denn nach Zerstörung des türkischen Geschwaders würde Rußland ireie Hand'gehabt haben, in Bulgarien eine Revolution hcrvorzurufen: alle diese Pläne seien jedoch dank der
Wachsamkeit der türkischen Flotte gescheitert. - Der „Itdam" drückt seine Befriedigung aus über den Entschluß Bulgariens, in den: türkisch russischen Konflikt neutral zu bleiben.
Der Aufstand der Buren.
Daß die Buren im Hellen Ausstand stehen, beweist fol- :e»de Depesche des Rcuterbureaus:
Anist er da m , 2 . Roo. Ein Reute rtclgramm aus Prcto- !a nretdct den ersten ernstcrcn Zusammenstoß mit den A us f:and>jchen. Darnach stieß Konunar.Lant De Bil- ! i c i s auf eine Abteilung Aufständischer. die angeblich bic weiße Flagge auf ihren Gewehren befestigt halien. De Vil- licrs verlor Lei diesem Treffen, das also für die Ar s ständischen günstig verlies, 11» Mann, die von den Anistst bischen gefangen genommen wurden. Dann griffen die Auf'.u idifchen van rcrschiedcne» Seite» den englischen Bcfehlrchobcr Albcrs an und Arber» meldet einen großen Sieg »nd die übliche Flucht der Ausstündischen, die angeblich 13 Tote und 3» Verwundete hatten, und von denen 210 Mann gefangen genommen morden sein sollen, darunter Kommandant Claesiens. — Bemerkens» werterwcisc heißt cs dann in dem Reuter-Telegramm: Albers kann noch nicht recht seststellen, wieviele seiner Leute gefallen sind.
Zu dieser Nachricht ist folgendes zu bemerken, erstens steht bas Reuter-Bureau an Verlogenheit jelbft nicht hinter der berüchtigten „Agence Havas" zurück. Tee Bericht ist also stark Zugunsten Englands gefärbt: trotzdem muß er zugrben, daß d,e Jiigländer in dem ersten Treffen unterlege» find. Zweitens »lll cs nichts sagen, wenn die aufsländifchen Buren nach dem Zweiten Tressen zurückwichen, denn es ist ans dem Burenkricz bekannt, daß z. B. De Mets Taktil in einer fortwährenden Belästigung des Feindes, wobei nach gelungenen Vorstößen ein Z» rückweiche» folgte, bestand. Daß das Reutertelcgramm die Verluste der Engländer uoch nicht recht seststellen kann, laßt kies bücken.
Neve Tazesazeltng. Dienstag, den 3. November
Der Kailer trägt das ssiterne Krein.
Die „Bayerische Staatszeitung" veröffentlicht folgenden Tclegrammwechfel zwischen dem deutschen Kaiser und dem König Ludwig von Bayern:
Seine Majestät den Deutschen Kaiser, Großes Hauptquartier.
Eure Kaiserliche und Königliche Majestät hatten die nußer- ordeiitlichc Güte, mich durch Verleihung des Eisernen Kreuzes
2. und 1 . Klaffe auszyzeichncn. Dieser neuerliche Frcundschasts- hcwcis, in dein ich die Anerkennung meiner Armee erblicke und für den ich Enrcr Majestät meinen tiefempfundenen herzlichen Dank ausjpreche, hat mich mit besonderer Freude erfüllt. Das gibt mir besonderen Anloß. Eurer Majestät eine mir am Herzen liegende Litte zu unterbreiten. Diese Bitte, bei der ich mich eins weiß mit allen Bundesfllrsten, geht dahin, daß Eure Majestät die hohe Kriegsauszeichnung des Eisernen Kreuzes 2. und I. Klaffe, die jetzt die Brust so vieler tapferer Krieger ziert, als oberster Bnndcsseldherr zur Ehre der ruhmreichen dcuifchcn Armee auch persönlich anlegcn möchten. Gott fei auch fernerhiii mit Eurer Majestät und mit unserem tapferen Heere. (gyz.) Ludwig.
An den König von Bayern, Majestät-Leutstetten:
Ew. Königliche Majestät haben die Güte gehabt, Allerhöchst sich eins wissend mit den deutschen Bundessürsten, mich zu bit- tcn, das- Eiserne Kreuz anzukegen. Ich danke Ew. Majestät herzlich dafür. Ich werde das Kreuz von Eisen tragen im Andenken an die Enischlosienhcit u. Tapferkeit, welche alle deutschen Stämme in unferm Kampf um Deuischlonds Ehre auszcichnen. Gott fei auch ferner mit uns.
(gcz.) Wilhelm.
ssnik finilfijninik hiuitt dtt Kilii-ltmli.
Berlin, 1. Roo. Rach einem dem „Berk. Lokalanzeiger" zu»:hende» Feldpostbriefe non den letzten Tagen des Oktober hat eine Parade vor dem Kaiser hinter der Kampffront stattgcfunden, an der in erster Reihe ein märkisches Regiment tcilnahm. Der Kaiser sagte dabei: „Ich freue mich, in Feindesland hinter der kämpfenden Schlachtlinic eines der besten meiner märkischen Regimenter begrüßen zu-können. Friedrich der Große hat in den zahlreiche» Kämpfen a» den entscheidenden Punkten immer die Märker eingesetzt, und auch Ihr habt lim Eure Fahne neue Lorbeeren in diesem Feldzüge gewunven. Als König von Preußen und Markgraf von Brandenburg spreche ich dem Regiment meine vollste Anerkennung und Zufriedenheit aus. Ich bin überzeugt, daß Ihr, wen» es dieser Feldzug noch erfordert, Eure Regimcnlsgeschichte mit neuen Ruhmesblättern füllen werdet. Wenn der Krieg beendet, sehen wir uns wieder. Der Feind wird unter- allen Umständen geschlagen."
S'tanb der WklilchliM.
. Der Berner „Bund", dessen Betrachtungen über die Kriegslage von einem Offizier stammen und die sich durch Sachverständnis, die aber, wie wir uns selbst überzeugten, keineswegs deuifchfreundlich gefärbt ist, auszeichnc», kommt zu folgendem Urteil über die Gcfamtlage in Frankreich: Im ganze» scheint die sran-osische Front heute eine Anzahl empfindlicher Punkte aufzugebcn, und cs ist zweifelhaft, wie lange sie noch dem all- pemeinen Druck widerstehen kann. Rur Glückssülle können den Verbündeten noch Erfolge sichern, was ihnen gestatten würde, die Initiative wieder an sich zu reiße».
GenerMtabschef v. Moltkr.
(W. T. B. Berlin, 2 . Nov. Der Chef des General- stabcs des Feldheeres, Generaloberst von Moltkc, über dessen Erkrankung lürzlrch berichtet worden ist, bedarf zu seiner völlige". Wiederherstellung eines Erholungsurlaubs. Der Kaiser hak ihm zu diesem Zwecke sein Schloß in Homburg zur Verfügung g c st e l l t. Generaloberst von Mollke hat sich ani 1. November dorthin begeben. Seine Vertretung verbleibt wie bisher in den Händen des Kriegs- ministcr?-, Generalleutnant von Falkenhayn.
|)rht| Pitfimilian non Hessen gtfnifn.
Tic Nachricht, daß Maximilian, Prinz von Hetzen, Leutnant im Eroßh. Hess. Lcibdragoner Regiment Rr. 21, ein Sohn des Prinzen Friedrich Karl von Hessen und der Prinzessin Mar- garcihc geh. Prinzessin von Preußen, am 12. Oktober d. I. bei Baillcul in Rordfrankreich verwundet und in dem Trappistcn- Klostcr Si. Zcan-Ehapclle, wohin er überführt, den erliitcncn schweren Verwundungen erlegen, bestätigt sich. Es ist der zweite hessische Prinz, der in der langen Reihe der Ahnen der älteren Linie des Hanfes Hessen (Hessen-Kassel) den Rainen Maximilian führt. Und wie Prinz Max, so hat sein Ahne, Prir.z Maximilian von Hessen-Kassel, einer der sechs Helden- jöhne des Landgrafen Karl von Hetzen inid Bruder des Landgrafen Friedlich l. von Hcsscil-Kasicl, nach welch' letzterem das 81. In?anterii '.'.z-inent genannt ist, zahlreiche Kämpfe in Bi heut wäy.-cnd res spanischen Erbjolgckriegcs mitgemacht und dem srünlijchcn Abenteurer gezeigt, daß deutscher Mut und deutsche Krast diesen zur Vernichtung zu treiben vermag. — Prinz Max von Hessen, ein Resse unseres Kaisers, ist bis fetzt der nächste Verwandte »cs Kaisers, der sein Blut im Kampfe jür das Vaterland vergosien hat.
Ans Frankreich.
Poiucare geht zur Front. Wie über Krüviani.r nu* Tiiiis berichtet wird, ist Poiricar6 nunmehr nach seinen: Darijcr Aufenthalt z» einem inchl-iägigen Besuch an di: Front gereist.
Ein sranzosischcr Flieger hrrnntergrschotzeu. Esse», 2. Nov. Ter „Essener Gcneralanz." meldet: Ein sranzösi- scher Flieger, der an seinenr Flugzeuge die deutsche Flagge. i:nd das Eiserne Kreuz führte, wurde gestern nachmittag am Babirbof in Düren durch 5 Schüsse berircksergeboli.
______ 8e-te 8
Ein Bataillon Seiicgnlncgcr vernichtet. Berlin, 2.
Nov. In dem französischen Städtchen Bopaume erschein! seit einigen Tagen eine für unscrc Truppen bestimmte Zeit- . nng. Die letzte Nummer dieser Fcldzeiinng vom 2<i. Olt. enthalt folgende hier bisher noch nicht belannle Meldung:
In den Kämpfen nördlich von ArraS ist ein oben e-n- gelroffcncs Bataillon Sencgalneger gänzlich vernichtet Karten.
W-c'S in Frankreich zugeht. Zu skandalösen Boria.s-n kam cs, wie aus Holland gemeldet wird, in einigen südsra::- zösischen Städten, wo die Frauen der ins ~i[b c ' >
Soldaten seit drei Monaten vergeblich die llirte Selber zu erlangen suchen. In Saint-Jean de Lvz wurde ein Beamter der Präfektur von den wütenden M. i, ..... ... lyncht.
Mungclnde Krankcnsürsorge der Verbündete». D>e
„Bossische Zeitung" meldet ans Kopenhagen: Nach Mi steil- ungen aus London lägen augenblicklich in Calais 6000 Verwundete. für welche Betten und Krankenpfleger aus Eng. land erbeten werden mußten— Bisher sind nur 200 Betten an gekommen.
Ans England.
Vollkommen fair. London, 1. Nov. (Nichtam-lich.) Ter Marinekorrespondent der „Times" schreibt: Wie die auf der Reede von Penang liegenden Schiffe die „Emden" troll ihrer Maskierung ohne Prüfung herankommen ließen, ble-bt unerklärlich. Die List der „Emden" war natürlich vollkom- men fair, wenn sie die falsche Flagge vor der Eröffnung des Feuers hcruntorholte. Sie war von einem Offiziers der sich als so unternehmend und schneidig gezeigt hat. wie Kr- pitän von Müller, nur zu erwarten.
Trauer in Dover. (W. T. B.) Kopenhagen, 1. Nov. (Nichtanttlich.) „Politiken" meldet aus London: Die Stimmung hier ist sehr gedrückt wegen des Untergang? des Kreuzers „Hermes". In Dover wehen die Flaggen ans Halbmast, da die Mehrzahl der umgekommcnen Seeleute aus Dover stmnmtc.
Englische Bcschwcrdc gegen die französische Vcrwiindctcn, zufuhr. London. 1. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Der medizinischo Mitarbeiter der „Times" schreibt, es fehle in Nordfrankreich an genügend Lazarctteinrichtungen. Der Grundsatz, möglichst viele Verwundete nach England zu bringen, werde daher zu einem gcfährlickien Ueberm.iß getrieben. Es bestehe ein großer ernstlicher Mangel an tüchtigen erfahrenen Chirurgen und Pflegerinnen.
Ein engliicher Kreuzer zerschossen. Die „Köln. Volks- ztg." erhält aus London Kenntnis von einem Bericht, über die Seeschlacht bei Helgoland, woraus hervorgeht, daß der englische Kreuzer „Arethusa", der damals angeblich nur leicht beschädigt worden war, in Wirklichkeit von den Deutschen zuni Wrack geschossen wurde. Das Schiff war erst w-nrge Tage vorher in Dienst gestellt worden.
Das frnnf, Mcitrkn in bentidjfr Dttwalfinio.
Metz, 31. Oft. (Nichtamtlich). Das die Erzbcckcn von Longwy und Briey umfassende französische Okkupationsgebiet ist auf Befehl seiner Majestät des Kaisers durch Anordnung des Reichskanzlers unter deutsche Zioilvcrwaltung gestellt worden. Mit der Verwaltung ist unter dem Befehl des Gouverneurs von Metz, General der Infanterie v. Oven, der Bezirks präiident von Lothringen, Freiherr v. Eenningcn-Hornberg, un W nter diesem die Krcisdirektoren von Metz v. Löper, und r-o» Tiedenhoscn-Weft, Bosiettcr, beauftragt worden. Die Verwaltung der Angelegenheiten der Ziviloerwaltung des Okkupationsgebietes beim Gouvernement ist dem Rcgicruirgsrat Liebcrmann übertragen worden. Für die Erzgruben und Hüttenwerke in diesem Gebiet ist eine besondere Schutzoerwaltung eingerichtet worden, welche die Sicherung der teilweise verlasse- ncn oder mit ungenügendem Personal angetrofscnen Werl: »nd Gruben übernommen hat und besonders für den Fortbetrieb der Wasserhaltung sorgt, um den wertvollen Errrbenbe reich vor dem Ersaufen zu schützen. Die Schutzvcrwaltung ist »nter dem Bezirkspräsidenten dem Bergrat Dr. Kohlmann, dem Bergmcistcr Hünig und dem Bergasscsior Harten übertragen worden. Zur Beratung des Gouverneurs in Angelegenheiten der Schutzvcrwaltung ist ein ständiger industrieller Beirat aus Vertretern der deutschen Schwerindustrie berufen worden, die an dem sranzötzjchen Minenbesitz stark mit Kapital beteiligt ist. Der Beirat besteht aus den Herren: Kommerzienrat Louis Röchling-Saarbrücken, Geh. Kommerzienrat o. Oswaldt Koblenz, Generalleutnant v. Schubert, Exz., Berlin, Geh. Kommerzienrat Kirberg-Mülheim (Ruhr), Kommerzienrat Springo- rum-Dortmund, Kommerzienrat Klöckner-Duisburg, und Bergrat Frielinghaus, Mitglied des Direktoriums der Firma Krupp in Essen.
Die Feldpostbriefe (Päckchen).
Berlin, 2!). Okt. (W. B. Amtlich.) Es wird vielfach darüber geklagt, daß in Feldpostbriefen (Päckchen) an Angehörige des Heeres bei der Ankunft ein Teil des Inhalts fehlt oder auch, daß der Inhalt manchmal nicht stimmt. Dcnigegcnübcr ivird darauf hingewiesen, daß es sich hierbei keineswegs immer um eine Beraubung der Sendungen '.rändelt. Tic Mehrzahl der Fälle ist vielmehr ans die nickst immer ansreichende Verpackung, auch infolge der Benutzung von unzulänglichen Klammerverschlüssen, zurückzuführen. Tie Sendungen ginge» infolgedessen unterwegs entzwei und die Gegenstände sielen dabei heraus. Bei dem nackr Dessnrn der Feldpostbeutrt im Felde von den Post- »>d Militärpersonen im Interesse der Empsaager vielfach unter- nommenen Versuch, solche Sendungen richtig wieder seiiimeninbekvmnren. können natürlich l«M auch Verwechs-


