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Leite 2.

Der Aufstand der Buren.

Englische Besorgnisse. Auch ans den heutigen von Reuter gemeldeten Betrachtungen des militärischen Mitar­beiters derTimes" spricht sichtlich die Beunruhigung. Er bemerkt darin, daß die Deutschen sich natürlich über das Auftreten de Weis sehr freuen würden, wovon sic sicherlich wichtige Resultate für die Engländer erwarteten. Die Deut- scheu und ihre Freunde, die Verräter, halten zweifellos den Moment für günstig, nun, wo die Truppen der Union auf dem Wege nach Südwcstasrika sind und die britische Gar­nison zuin Kampfe in Europa herangezogcu worden ist. Aber der Augenblick wird vielleicht doch nicht so günstig sein, wie es scheint, und die englische Macht ist vielleicht doch nicht so entwaffnet, wie es den Inschein hat, selbst wenn das Unerwartete geschehe» sollte, das; die Rebellen mit ihren Absichten Glück haben. Wir dürfen den Kopf nicht verlie­ren und uns nicht einen Augenblick von dem hauptsächlich­sten Ziel abhaltcn lassen, den Preußischen Militarismus zu vernichten.

Kanadier in Südafrika. Aus Christiania wird geniel- &ct: Der LondonerTimes" wird nus Toronto gemeldet: 10,000 Kavalleristen aus dem westlichen Kanada sollen wahrscheinlich nach Südafrika gesandt werden, um an der Unterdrückung des Aufstandes teilzrinehmen. Man sei überzeugt, daß die südafrikanische Regierung der Situation gewachsen fei. Nach einem imMorgenbladct" veröffent­lichten Bericht aus Transvaal, der anfangs September durch das Reuter-Bureau verbreitet wurde, scheint damals in weiten Schichten der Burenbcvölkeruug eine ausgeprägte Unzufriedenheit gegen das Regiment des Ministerpräsiden­ten Botha geherrscht zu haben, weil Botha als englischer Da­mit die Wehrkraft des Landes ohne Befragen des Volkes dazu vergeben wollte, gegen die befreundeten Deutschen in Snd- westafrika zu marschieren. Schon damals wurde in einer stark besuchten, unter freiem Himmel abgchaltenen Volks­versammlung an der General Beyers tcilnahm, verlangt, ein Vorgehen gegen die deutsche Kolonie zu verhindern.

Ob's wahr ist? (W. T. B. Nichtamtlich.) General Hcrtzog hat, wie englische Blätter melden, Bloemfontain ver­lassen in der Hoffnung, die Führer der Rebellen zu treffen, um ihnen zu raten, heimzukehren. Es gelang ihm vorläu­fig weder Tewet noch das Mitglied des Provinz-Parlaments Tonroy, der ein Rebcllenkommando anführt, zu treffen. Bisher ist es in der Oranjckolonnie zu keinem Blutvergießen, gekommen.

Die fwiipftiiditifilmt der Pmtidjrn.

London, 30. Oft. (SB. B. Nichtamtlich). Ein Tele­gramm derCentral News" aus Nordsrankreich zollt der Kampstüchtigtcit der Deutschen hohe Anerkennung. Trotz der großen Verluste, die die Deutschen in der letzten Woche er­litten hätten, hätten sie doch noch gewaltige Streit- krüstc zur Verfügung und kämpften mit der größten Todes­verachtung. Die englischen Soldaten sagten:Wenn wir ei­nen Deutschen nicdcrschießen, ist es, als ob acht andere an seine Stelle sprängen." Die Truppen der Verbündete» nützten die viele» Vorteile, die ihnen die Eigentümlichkeiten des Ter­rains gewährten, aus das äußerste aus. Verschiedene Hinder- nisie, wie Seen und Bäche machten das Vorrückcn der Deutschen schwierig, aber über viele Flüsse hatten die Deutschen Hol;- briickc» gebaut.

Audi iii Cngland Niiiiüt die {finfidjt.

London, 29. Ott. (SB. B Nichtamtlich). DieMor aing Post" schreibt über die Kriegslage: Deutschland ist einig und entschlosien, auszu harren. Es wirst alle seine Hilssqucllcn, die gewaltig und wohlorganisiert sind, in den Kamps. Seine Truppen sind diszipliniert, gut ausgebil­det und gut bewaffnet. Ihre Tapfe-leit ist wunderbar, (gegen eine Nation, die augenscheinlich bereit ist. einen hohen Preis für den Sieg zu zahlen, für die Herrschaft in Land, Meer und Lust, werden die Verbündeten schwer für den Erfolg uhlen müssen. Wenn Deutschlaiid die Linien der Verbündeten zwischen der Schweiz und dem Meere nicht durchbrechen und die russischen Heere nicht crschüpscii kann, unterliegt es. Für dis Verbündeten sind Geduld und Ausharren die Losung, für Eng­land unermüdliche Anstrengung, um die Bermehruiig seiner Strcitlräste vorzubereiten. Aber die Negierung kau» die Männer nicht in schi,eklerem Tempo ausrnsen, als sie organisiert, ausgebildet und ausgcrüstel werde» könne». 'SBir sind augen­blicklich kaum in der Lage, die Anregung in dem am Montag vcröjjentlichtcn vortreislichen Bries eines Franzose» anzuneh» men. Die Zeit mag kommen, u-v ei» allgemeiner Aus- rus zu de» Waffen notwendig wäre, aber auch eine solche Maßregel muß vorbereitet werde», wozu bisher keine Zeit war, obwohl wir daraus vertrauen, daß sie erwöge» und ge­plant wird. Die augenblickliche Ausgabe ist die Ausrüstung und Ausbildung einer großen Zahl von Männern, die jetzt or- »anisiert und gedrillt werden.

Hoffnungslose Lage in Serbien.

Sofia, 29. Olt. Das Befinden 'König Peters von Serbien hat sich, nach einer Meldung des BlaticsUtro" aus Nlsch, slart verschlimmert Der Thronsotgcr wurde in bcn letzten Kämpfen vcrwuiidct. Prinz Georg ist von seiner Verwundung »och nicht geheilt. Die L--e im serbischen Heer zill als verzweifelt und ha ff n:i n g s l o s.

Aus Frankreich.

Poincarö wieder a» der Front. Ueber Kopenhagen wird aus Bordeaux gemeldet. Präsident Poincarö reiste oorgejteru abend in Begleitung des Finanzministcrs Ribot und des Mi­nisters der ösfentlichen Arbeiten Sembat nach Paris. Dort wird sich der Kriegsministcr Millerand dcni Präsidenten an.

Neue Tageszeitung. Samstag, den 31. Oktober 1911

schließen und gemeinsam mit ihm zur Front reisen. Die Ab-

Wesenheit Poincares von Bordeaux wird acht bis zehn Tage dauern.

Die belgische Kammer in der Verbannung. Kopenha­gen, 29. Ott. Aus Paris wird gemeldet, daß die belgische Regierung beschlossen habe, das Parlament in Le Havre zur gewöhnlichen Zeit am zweiten Dienstag im November zu einer Tagung einzuberufen.

Ans England.

Rücktritt des Prinzen Ludwig von Battenberg. London,

30. Ott. (SB. V. Nichtamtlich). Prinz Ludwig von Bat­tenberg ist von seinem Posten als Erster Scelord zurückge­treten.

Englisches Dementi deutscher Greueltaten. London, 28.

Ott. Offiziös wird der englischen Presse mitgeteilt, daß die Berichte, nach denen sich unter den belgischen Flüchtlingen Kin­der befinden sollen, die von den Deutschen verstümmelt (!!!) worden sind, völlig aus der Luft gegriffen sind. Englisches Schandurteil.

London, 29, Ott, (SU. V. Nichtamtlich). Das Reuter- breau meldet: Am 27. Oktober hat der Potizeirichter von D c p t f o r d unter der Bedingung des künftigen Woblverhal- tcns einen Soldaten frcigclasien, der in Uniform an den Aus­schreitungen gegen die Deutschen tcilgcnommen hatte, und der von der Polizei in dem Schlafzimmer eines geplünderten Hau- ies im Besitz von gestohlenen Ringen und einer gestohlen!» Ilhr verhaftet wurde,Daily Ehronicte" kritisiert das Urteil scharf und schreibt, es sei fast eine direkte Ermutigung des Ver­brechens, Die Militärbehörden könnten weitere Schritte tun: sic hätten hoffentlich eine bessere Vorstellung von ihrer Slrmec, als de, Polizcirichter von der Ehre der Nation,

Die Slrdeitslosigkeit in England, DerEronomist" berich­tet, daß in der englischen Baumwollindustrie eine halbe Million Slrbcitcr ohne Beschäftigung ist.

Ein »cnes englisches Seeränberstückchen. Zwei Dampfer des Savoyischeu Lloyd, die unter italienrschcr Flagge fuhren, dieKönigin von Italien" und derHerzog von Genua" sind in der Meerenge von Gibraltar von den Engländern angehal­ten und in den Hafen von Gibraltar geschleppt worden.

Aus Rußland.

Dir Verluste der Russe». Slus Wien wird derDeutschen

Tageszeitung" genieldet: Die Verluste der Rusien in den bis­herigen Pämpfen mit Oesterreich-Ungarn werden auf 120 000 Mann, die gegen Deutschland auf 310 000 Mann, einschließlich der Gefangenen, zusammen also 760 000 Mann geschätzt. Mit Einrechnung der Kranken dürften also die Abgänge bei den russischen Armeen bisher zusammen rund 1,150,000 Mann be­tragen. Aus zuverlässiger Quelle erfährt der Korrespondent derFrankf. Ztg". daß sämtliche Hospitäler im Kaukasus, be­sonders in Tiflis und Baku, mit russischen Verwundeten über­füllt sind, Seit acht Tagen werden vom Kaukasus verein­zelte Regimenter nach dem westlichen Kriegsschauplatz trans­portiert.

Die Deutsche» aus Rußland ausgewiesen. Aus Mailand wird berichtet: Slus Petersburg wird hierher gemeldet, daß die Polizei allen Deutschen und Oestcrrcichern befohlen habe, Rußland innerhalb 11 Tagen zu verlassen. Wahrscheinlich sol­len sie nach neutralen Ländern gebracht werden, um sich von dort den Weg in ihre Heimat zu suchen. Vorläufig sind von dieser Verfügung Ausnahmen nur zulässig fürDeutsche und Orstcrrcichcr slawischer oder sranzösischen Ursprungs", das soll heißen für Elsaß-Lothringer, Oesterreicher italienischer Abstam­mung und Leute orthodoxen Glaubens,

Spanische Ltimntilirgen.

Ein Berliner Großkanfmann erhielt von ciueiu Ge­schäftsfreund in Valencia einen Geschäftsbrief, in dem sal­bende beiuerkeuslverten Sätze enthalten sind:

Mit größtem Interesse verfolgen wir hier den Gang des Krieges und sehen mit größter Genugtuung, daß die Armee des Kaisers nicht zu besiegen ist.

Die Einnahme von Antwerpen ist wie eine Bombe hier eiugcschlageu und hat all die Franzosenfrcunde hier zu Tode erschreckt, die den Platz für uneinnchnibar hielten. Die Deutschen haben dodlirch gezeigt, daß sie die tapfersten Sold.r- ten der Welt sind. Mit Menschen von der Tapferkeit wird die Welt erobert werden.

Wir bitten zu Gott, daß all die, die Ihnen teuer sind, bald zurückkehrcn mögen. Ich wünschte nur, ich könnte am Tage, an dem Ihr großer Kaiser triumphierend in Berlin cinziehen wird, in Berlin fein und mit die Lorbeeren streuen, die Ihr Kaiser und Ihr Heer verdienen.

In Spanien trat die öffentliche Meinung und diefsni- aen, die sich ans Deutschlands Seite stellen, in ganz nngl.iub- licler Weite zngenommcn, und auch die Presse, sei es ion der rechten oder von der katholischen Seite, ist zum großen Teil jetzt ans deutscher Seite."

Wischsf Meginrr im tapfc jiir Sie Wahrheit in kw Vereinigten Limiten.

SBic wir kürzlich meldeten, ist Erzbischof Dr. Meßmer von Milwanke ans feiner alten St. gallischen Heimat wieder nach seinem hohen Wirlungskrcise znrllckgckehrt. Der überraschende Kriegsausbruch hatte seine Rückreise unliebsam verzögert. Da­für wurde er aus unmittelbarer Nahe Beobachter der Ereig­nisse. die sich seither vollzogen. Am 10. September richtete er an seinen Kanrzler ein Schreiben über die letzteren zum Zwecke der Veröffentlichung, damit die Nebel der Unwahrheit zerstreut werden, IN die eil, Teil der dortigen Presse die öffentliche Mei­nung cinzuhüllen sucht. Der Brief ist seither in de» Bereinig­ten Staaten in die OesjenUichkeit gelangt und hat auch de» SBeg nach Europa gesunden. SBir nehmen ebeiffolts Roti,'. von

ihm, um so mehr, als wir Erzbischof Meßmer seit Jahrzehnten als einen Mann von großer Objektivität aber nicht weniger großem Wahrheitsmutc zu verehren gelernt haben, der zudein schon als Profcsior der llnioersität Washington zu den Zierden der wisienschaftlichen Welt der U, St, zählte und durch seine vielen Reisen in Europa Staaten und Völler kennt, Ev beiß! in seinem Briefe u, a,:Belgien trifft letzt die gerechte Strafe für sein hinterlistiges Verhalten Deutschland gegenüber, La es letzt llar bewiesen ist, daß sowohl Dclgien wie auch Frankreich die Neutralität Belgiens schon vor Ausbruch des Krieges ver­letzt hatten. Es ist nicht wahr, daß die Stadt Löwen gänzlich zerstört ist: nur einige Stadtteile sind durch die deutschen Ka­nonen zertrümmert worden, jedoch ist die Zerstörung der Uni­versitätsbibliothek leider wahr, Tatsache ist aber, daß während die deutschen Soldaten sich bemühten, das Nathans und die Kathedrale zu retten, von rückwärts von den Vewohncrn< wens auf sie geschossen wurde. Das sonst so ruhige belgische Volk muß in seiner Wut gegen die deutschen Eindringlinge sei­nen Verstand verloren haben,"--

Man ist hier der Ansicht, daß England in diesem Kriege eine höchst perfide Rolle spielt: während cs vorgibt, gegen

Deutschland zu kämpsen, tut cs, was in seinen Kräften tzehi Franlreich und Rußland zu schwächen. Frankreich niuß seine Haut für England zu Markte tragen, welches selb i wenig Schade» erleiden wird, Die Deutschen verrichten bis jetzt Wunder militärischer Taktik und Tapferkeit, Ich habe den Ansang des Krieges genau verfolgt und kann nur beten jür den Sieg der gerechten Sache Deutschlands und Oesterreichs:"

Deutsche Kriegsbriefe.

Von unserem Kriegsberichterstatter. *)

Chateau Olymp«".

Noch ganz betäubt und erschüttert von den, gewaltigen Eindruck, den der Fall von Slntwerpen auf das Gemüt Seifer gemocht hat, der diese Stadt zu anderen, glücklicheren Zeiten sah und ihren letzten Verzweiflungslamps in allen Phasen miterlcbcn konnte, sind wir in das Journalistcnschloß im Gro­ßen Hauptquartier zurückgekehrt und sitzen wieder inmitten de, großen herrliche» Parkes oder am lustig flackernden Kamin. seuer, wo alles hinter uns liegende fast wie ein wüster Traum cisacint. Ich habe schon angedeutet, daß man uns in ein« Idylle hineingesetzt hat, die cs verdient, gebührend gewürdigt zu werden, Ein reicher französischer Eiscnbahnuntcrnch- mcr, der sich vom einfachen Streckenarbeiter emporgearbeitet habin soll und jetzt in einer Stadt Mittelsranlrcichs krank dar- iederliegt, hat neben^ahlreichen anderen schönen Besitztümern das Kleinod desChateau Olympe" geschaffen, um hier seinen vier Enlclkindern im Hochsommer eine Stätte fröhlicher Ju- gendlust bieten zu können. Dadurch war das Schloß von vorn­herein zu einem Wohnsitz für eine größere Zahl von Menscher mit geineinsamcn Interessen, wie wir Kriegsberichterstatter e, sind, ausgestaltet. Es war alles da. Jedes Zimmerchen mii seinem traulichen Kamin, dem echt ffanzösischen Himmelbett, den gewaltigen Kleiderschränlen, Tisch und anderem unentbehr­lichen Gerät, Daneben aber auch ekn schöner, großer gemcin- samcr Speisesaal, ein hübsches Billardzimmer, ein im Styi Louis XVI. gehaltener Damcnsalon natürlich ohne Damen und ein Empfangszimmer. Küche und Keller luden förm­lich zur Benutzung ein und draußen im Parle ließ sich von al­le», Anfang an gut träumen, denn in diesem gesegneten Hin,, melsstrich sind auch jetzt noch die Bäume voller Laub und di« Tage voll warmer Herbstsonne köstlich. Nachts aber steht der Mond sreundlich über den uralten Riefentannen an der Park- terrasie und lein Wagengerasiel noch sonstiger Tier- und Mcn- schenlärm stört die erhabene Stille, Hoch oben über allem Er dcnsireil ist man um diese Zeit ganz mit sich und seinen Eedan- len ullein. Aber diese Gedanken wandern. Sie gehen nach den blauen Bergen da drüben am südwestlichen Horizont, h'itt tcr denen nun schon seit Wochen in seuchte, lehmige Schützen'- grüben eingemummt, unsere Feldgrauen alle Unbilden der Witlcrung, alle di- letzten verzweifelten Angrissc des crbitlcr. ten Gegners und alle sonstige schwere Mühsal dieser Zeit gern und freudig für uns alle ertragen. Und sie wandern weiter nach dem scrnen Osten, wo die Arbeit nicht um einen Atem leichter und die Witterung wahrscheinlich schon viel rauher ist. Und sie wandern über die Grenzen zu den Bundesbrüdern in Oesterreich und weit über andere Länder und SRcere, wo Deutsche in heißem, verzweifeltem Abwchrkampse stehe». Die bangen Tage der Erwartung, die in der Heimat fast bis ziim körperlichen Schmerz sich verdichtet haben, sie werden auch hier, am Mittelpunkt aller Dinge in diesem Kriege nur schwer er­tragen, und cs ist keiner, der nicht in der Stille und Einfam- lcit seiner Nächte mit all den Unseren da draußen lebte und hoffte.

Und wie schnell geht cs aus den »ach jeder großen Ausreisi mit dickem Schmutz überzogenen Automobilen heraus, »m de nen daheim die neuesten Erlebnisie vom Kriegsschauplatz mit- zut-ilcn! Da ist der schlanke Wiener Kollege so eilig wie de, behäbige Vertreter einer Anzahl großer Provinzzcitungen,

Und bald klappert im ganzen Schloß die Schreibmaichine, während im Herrenzimmer der Ehes des Presicstabes stunden­lang all' den vielfach wie ein Ei dein andern ähnelnden Ar tikclstojs zensieren muß. Diese Slrbeit, welche stundenlang an­dauert, wird nur durch die gemeinsamen Mahlzeiten un­terbrechen, die unter der sachverständigen Slussicht eines culi- naiisch gebildete» Kollegen von uralten französischen Dorswcib- lcin hergcstcllt werden. Erst der Epätabcnd bringt di- nötige Erholung und besondere Festtage sind es, wenn dasBerliner Tageblatt" mit dem Vertreter des Ullstein-Verlages zujammc > aus die Jagd geht und sie nach stundenlangem, lebhafte» Ee- schützseuer einen Hosen oder ein Rebhuhn mit heimbringcn, UN! das Nachtmahl damit zu verschönen. Während der Zeit hockl dannKarl", das Faktotum, auf einem der vielen Nuß- odc, Bpfetdüiime INI Garten und di«Deutsche Tageszeitung" such, mit sachverständigem Blick im Gemüsegarten di« Küchenlräutc:

*) Genehmigung zur Veröffentlichung erteilt am 18. tv. 11

Großer Eenerafftab des Feldheeres.