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ossigk kan, vcr türkische Kreuzer Hamidie in. (<r forderte die Ltadt aus, sich zu cr- .zcbcn «ud das Staatseigentum auszulie- ,crn. Im ^-alle der Ablehnung drohte er sie Bombardierung au. Ter türkische Könnt wurde verhaftet. Ter Kreuzer cut- ,'ernte sich.
vcr Anfstaud dcr Liireil argni England.
Die Hoffnungen auf revolutionäre Erhebungen in den kindlichen Ländern, die zu Anfang des Krieges bei uns viel- ! och gehegt wurden, sind nicht in Erfüllung gegangen. Tos I emnit daher, dah das radical-revolntionäre Gesindel der ganzen Welt gegen Deutschland gesonnen ist und im Kampf gegen uns selbst da? tatarische Rußland in den Kauf nimmt. Denn auch diese Hoffnungen getrogen haben, so erfüllt sich die Erwartung, daß sich unterdrückte Völker aus natio» ia!cn Gründen gegen ihn Zwingherrcn erheben. Ueber- ll, wo der Islam herrscht, beginnen sich die Völker zu rüh- cn und jetzt regen sich die Buren in Südafrika und machen rcn Engländern ernste Sorge.
Ganz Deutschland war von tiefer Trauer erfüllt, als xkannt wurde, daß die Buren gegen uns kämpfen wollten, jz schmerzte in der Seele, denken zu sollen, daß die Männer, ür die I. Zt. in Deutschland alle Herzen geschlagen haben, ll' die Liebe und Achtung die sic bei uns genossen haben, so anz vergessen hätten und sich aus die Seite ihrer Unterrücker, die Haus und Hof in ihren Landen verwüstet, ihre Uber und Kinder in den Conzentrationslagcrn langsam nd grausam hingemordet haben, stellen würden. Gott sei 'auf, es war nicht so und noch ist Dankbarkeit auf Erden cht ganz gestorben. Rur der feiste Schurke Botha, der s.
' I. beim Fricdcnsschluß die Burcnstaaten an England ver- ffcn und verkauft hat und der sich seitdem in englischem »de gemästet hat, cspielt mit einigen seiner getreuesten nhängern den Verräter. Die alten, licbgewordenen Namen, sie De Wct, Maritz, Telarcy, der inzwischen eruiordet vurdc, Hertzog, Beyer, Kemp finden wir wieder, wie einst, m Kampfe gegen die englischen Würger der Burenfreiheit. Wenn wir uns auch nicht übertriebenen Hoffnungen hingeben wollen, so ist doch zweifellos, daß der Burenaufstand den Engländern schwer zu schassen machen wird, daran werden auch alle englischen Lügcnmeldungcn nichts ändern, die !chon wieder aus allen Punkten Siege gegen die Buren ;u nielden wissen.
Tic nciicstcn Meldungen. Amsterdam, 29. Okt. Ein Reutertclegramui von heute will glauben machen, daß die Ausdehnung des Aufstandes in Südafrika weniger Be- mruhigung in England hcrvorgcrufen habe, als man dachte. Tie eben eingetrofsenen englischen Blätter suchen allerdings hrc Beunruhigung, und zwar zum Teil recht ungeschickt, zu 'erborgen. Tie „Times" schreibt zum Beispiel: „Person- sicher Einsluß geht sehr weit in Südafrika und es besteht ocnig Zweifel darüber, daß das Vorgehen von Männern vic de Wet, Beyers und Kciup eine gewisse Gefolgschaft nach >ch ziehen wird. Tie Rebellen haben ihren Augenblick gut rewählt. Das südafrikanische Expeditionsheer ist gegen Tentsch-Südwestasrika beschiiftigt. Tic Kaiserlichen Truppen, die in der Kolonie vor dem Krieg in Garnison waren, vurde» für den Dienst in Europa verwandt und sie haben löchstwahrjchcinlich schon das Land verlassen.
Die „Times" schreibt mit sichtlichem Unbehagen über lcncral Hertzog. daß er sich wahrscheinlich mit mehr oder u niger akademischen, Widerstand begnügen werde. Es ist > der Tat anzunebmen, daß die Hoffnung, die Unabhängigst der Burenrcpublikcn wieder hcrzustcllen, einen mäch- ficn Antrieb dafür bildet, die Massen mit sich fortzurcißen. 7or „Daily Telegraph" schreibt: „Das Schlimmste bei einer 'siben Vcrrüterei ist es, daß Beyers und de Wet sich natür-
an die unwissendsten und voreingenommensten Mitglie- r der Burenrepnblikcn wenden und den tieserliegenden cssnnngen und Wünschen der Unzufriedenen und rück- ändigen Geister schmeicheln." Ter „Daily Telegraph" :at, das; er keineswegs die Wichtigkeit der Vorgänge zu rklcinern geneigt sei.
Ei» Ausruf des Oberst Maritz. London, 29. Okt.
W. B. Nichtamtlich.) Aus Kapstadt wird gemeldet: Oberst Maritz ließ den folgenden, am 1l>. Oktober in Windhuk er- fflenen Ausruf des. Gouverneurs von Teutich-Südwest- lrita. Dr. Seid, unter den holländischen Südafrikanern erbreiten:
Nachüeu, englische Truppen Romansdrist eingenommen :nd damit die deutsche Grenze verletzt und somit den Krieg on Europa nach Afrika hinübergetragen haben, erkläre ich achdrücklich, daß die Deutschen keinen Krieg gegen die hol- n di scheu LÜdairikaner führen. Dagegen werden wir alle Maßregeln ergreifen, um ans allen Punkten die Angriffe er Engländer aozuschlagen. Wir werden den Krieg aus- chließlich und bis zum äußersten gegen England und di: ngländer führen.
Englische Lügen. Tie Engländer verbreiten die Nach- acht, daß Botlia di« Bure» unter Beyer geschlagen und 80 .cfauaene gemacht habe. Tie Lüge geht schon daraus her- aor, das; die Engländer nur dabei einen Verwundeten 'rhabt batten.
2o ift's recht!
3: c r l i » , 29. Olt. Die heute eingctrosseue Nummer der .Japan-Pos,- oom 12. September berichtet aus der japanischen Ociruug „Asahin", daß der Privatsclretär des Ministers des iteußeru, Hoslnoa. dem scheidende» deutsche» Botschafter Grasen .'Rex an Bord der „Minnesota" in der höflichsten Weise habe Lebewohl jage» wollen, daß aber der Botschafter ihm nicht nur
Neu« Tageszeitung. Freitag, den 30. Oktober 1914
für diese Höflichkeit nicht gedankt, sondern ihn nicht einmal eines Wortes gewürdigt habe. Wenn dem so gewesen ist, so wird das Verhalten des Botschafters die vollste Billigung aller Deutschen finden.
Das 42etni. Geschütz.
Berlin, 29. Okt. sW. B. Nichtamtlich). Ueber das
deutsche g2-Ze»tin:ctcr-Belagerungsgeschütz werden fortgesetzr allerer Gerüchte verbreitet. Während von einigen Seiten die Existenz dieses Geschützes überhaupt in Frage gestellt worden ist, sind andererseits Beschreibungen, Zahlencmgaben und Abbildungen veröffentlicht worden, die sich daraus beziehen sollen. Das eine ist ebenso falsch wie das andere. Nachdem vom Große» Gcneralstab unter Nennung dieses Geschützes Photographien und damit die gegen die Lütticher Forts erreichte Wirkung vcr- öficntlicht worden sind, steht sein Vorhandensein außer Zweifel. Abbildungen und irgendwelche sonstige Angaben über dieses Geschütz sind jedoch nicht bekannt gegeben worden. Alles darüber Veröffentlichte beruht nur auf Vermutungen, die einer verläßlichen Grundlage entbehren und durchweg ganz irrig sind.
Das !(rtfil im fjodiumntripiwO.
Wie», 29. Okt. (W. B. Nichtamtlich). Bei der Besprechung des Hochverratsprozcstes in Sarajewo betonen dis Blätter, daß der Prozeß unwiderleglich den Beweis dafür erbracht habe, daß der ruchlose Anschlag gegen den österreichisch- ungarischen Thronfolger von Serbien ausgegangen sei. Die Protokolle des Prozeßes bildeten ein Dokument fiir die Teilnahme der höchsten serbischen Kreise an dem Attentat. Der Sarajewocr Prozeß habe bestätigt, was die österreichisch-ungarische Negierung in ihrer Denkschrift, in der sic ihre Forderungen an Scibicn begründete, ausgeführt hat. Der König von Serbien hat die Erfüllung der Forderungen ncrwcigert, weil er wußte, daß der Zar seine schützende Hand über ihn galten werde. Mit Rußland warfen sich Frankreich »nd England zu Schutzherren dieser Mördcrbande ans und beschworen dadurch das Unglück des entsetzlichen Krieges über die Welt. Das Gericht ,n Sarajewo führte Princip und Genossen der gerechten Strafe zu, das Weltgericht werde ein vernichtendes Urteil über die Staaten sprechen, die es vorzogen, sich selbst in den Krieg zu stürzen, anstatt, daß Serbien gezwungen wurde, aus weitere Großtaten wie die Ermordung des Königs Alexander und des Erzherzog-Thronfolgers zu verzichten.
Umgelernt.
Der frühere sozialdemokratische badische Landtagsabgc- ordnete Fendrich veröffentlichte in der Zeitschrift „Der Krieg" einen Artikel über die deutsche Mobilmachung, worin es u. a. heißt:
„Unsere Kinder und Kindeskinder werden noch davon erzählen, wie sich der angeblich seelenlose Mechanismus unserer Militärgewalt nur als ein Stück jener heiligen Ordnung erwiesen hat, die Friedrich Schiller eine Hiin- inelstochter nennt. Die Gewalt allein tut's nicht, aber ohne sie gibt es keine Siege. Tie Ordnung allein tut's auch nicht, aber ohne sie ist alles verloren . . . Und noch eins macht die Zurllckbleibcnden froh und leicht. Jetzt sah man auf den Straßen, wo die Millionen und Milliarden hingekommen waren, die Jahr um Jahr durch die Militärvorlagen der Regierung gefordert wurden. Hier ging unser Fleisch und Blut, gut gekleidet, gut gestiefelt, gut gerüstet. Und auch die, welche gegen den immer unzufriedenen Militarismus manches scharfe Wort hatten fallen lassen, danken jetzt heimlich Gott, daß in; Reichstage auch gegen ihren Willen alles angenommen worden war. Denn wo wären wir sonst jetzt?"
Herr Fendrirh dürste nicht der einzige Sozialdenivkrat sein, der in dieser Weise «mgelerut hat.
Gin fürstlicher .Held.
Der 22jährigc Prinz Wolrad-Fricdrich zu Waldeck und Pyrmont, der bei den Kämpfen aus ftanzöstschcm Boden tapfer und schneidig wie selten einer mitgefechten, dreimal dem Tode glücklich entronnen war, wurde Vas vierte Mal »on einer feindlichen Kugel durchbohrt. Lautlos sank er tot vom Pferde. Die Leiche des Helden wurde unter mancherlei Fährnissen vom Schlachtfeld nach Arolsen überführt und im unteren Saale des Reuen Schlosses zwrschen Blumen nnd zahlreichen Kränzen ausgebahrt. Vorgestern um ll Uhr fand in Anwesenheit der Für- st:n-W>twc zu Waldeck, der regierenden Fürstin zu Waldeck. der Fürstin zu Erbach-Schönberg, der Spitzen der Militär- und Zi- vltbehörden sowie einer zahlreichen Traucrgemeinde die Trauer- scicr statt. Der Fürst zu Waldeck, der Stiefbruder des toten Heide», der auf dem östlichen Kriegsschauplatz weilt, hatt: sich durch den Erbprinzen bei der Feier vertreten lasten. Hcfpre- digcr v. Haller hielt die Gedächtnisrede. Als der Sarg aus den Leichenwagen überführt wurde, gab die aus dem Cchloßhof »nfgestclitc Ehrenlvmpagnic des Jn-anlrrie Acaimcms Nr. .-<2., in deren Reihe» sich sechs Ritter des Eisernen Kreuzes, die Lüttich mitcrobert. befanden, drei Ehrensalven ab. Unter dem Geläut« der Glocken setzt« sich sodann der Trauc-niv durch die Straßen der Stadt, nach der Slodt Rhoden in Bewegung, >.w die feierliche Beisetzung der Leiche des Prinzen iv dem iürst- lichcn Erbbegräbnis erfolgte uns zwar an der Serie seines verstorbenen Vaters, des Fürsten Georg Viktor zu Waldcck nnd Pyrmont.
Wik kin Amerikaner non Frankreich uns nririlt.
Zn der „Köln. Ztg." besindet sich ein recht interestantcs Urieil eines Amerikaner, der als Tellhaber einer Firma viele Jahre in Paris ansässig war. Der Amerikaner hatte eitlen Teil seiner Erziehung in Deutschland genossen und ist mit einer Eagläirderin verheiratet. Vorurteile sind ihm also fremd. Er schreibt aus der Schweiz:
Ich weiß nichr recht, wie die Zustände in Deustchland sind, denn die Preste sagt nichts Genaues. Aber in Frankreich waren schon seit langer Zeit die Verhältnisse so schlecht, daß man
ohne große Verluste keine Aktien und Obligationen verkaufen kannte. Das Geschäft stockte natürlich ganz. Wie Sie jedenfalls misten, wurde in Frankreich sofort ein Moratorium erklärt, wovon unsere Kunden sowie auch hautpsächlich die Großbanken reichlich Gebrauch machten. Unter diesen Umstanden habe ich unsere Bureaus geschlosten. Es scheint, daß alle Kontrakte zwischen Deutschen »nd Franzosen laut kürzlichcm sranzäsychen Gesetz ungültig nnd gegen di« öffentliche Ordnung erklärt wurden. Darüber laßt sich reden, da ich Amerikaner bin.
Was die Zukunft uns bringen mag, wissen die Götter! Rach dem Krieg wird man in Frankreich erst reckt nichts von Deutschland wißen wollen. Es ist wirklich ei» Jammer. Ich bin natürlich sehr traurig über all die Ereignisse. Die rnwr- naiionalen Familien leiden moralisch doppelt. Ich bedanre die armen Franzosen wirklich, denn sie sind ewig blind. England versucht ein gutes Geschäft zu machen, um Belgien z» retten! Und Rußland und Japan und last but not least Serbien kä-np. sc» sur Kultur und Freiheit! Schade, daß die U. S die Gelegenheit verpaßen, bitteres Unrecht! Italien wiegt die Chancen ab, vielleicht kommt cs doch noch zur Besinnung,
Von der Schlacht bei Tannenberg hörten wir erst hie: in Genf, und auch noch sonst viel schöne Sachen, welche man in Baris natürlich ganz verschwieg. Es hieß, daß Königsberg umzingelt und abgeschnitten sei und die Kosaken »ur nock einige Taxesniärschc von Berlin seien, wo Reoolution ausgebrochen sei usw. Alle deutsch lautenden Geschäfte wurden in Par-Z zerstört, darunter vom Pöbel auch schweizerische und sogar englische Häuser. Der Pöbel hauste so, daß alle Ladeninhaber von der Mairie abgesicmpcltc Schilder „Maison Francailc" auf blau- rvciß-rotcm Grund ins Schaufenster hingen. Allerdings dauerte dieses Treibe» nur die ersten zwei bis drei Tage: bann wurde Standrccht erklärt, und die Militärgewalt hatte die Oberhand, Sonst ging die Mobilisation rnhig und mit Begeisteruna vor sich. Alle Leute glaubten, daß die Franzosen in sechs Wocken in Berlin sein würden. Als ich bekannten Herren meine Bedenken darüber aussprach, wurde ich angeschnen. Nicht ganz fünf Wochen später waren deutsche Vorposten 9 Km, vom Pariser Festungsgürtel.
Was mir die armen, größtenteils gutmütigen Franzosen leid trin, brauche ich Ihnen wohl kaum zu sagen! Es ist wirklich nur die politische, Militär- und Advokaten- und Zeitungs- c!iquc, die, was Frankreich anbelongt, den Krieg verschuldet. Auch Frnanzkreise! Die englische Regierung hat durch ihre Presse geschickt gearbeitet. Jeder Engländer ist absolut überzeugt, daß England für die Freiheitssache lämpst nnd als Lohn Dcutschlands Handelsbeziehungen erhält. Man war eben zu neidisch aus Deutschland, unl^Neid erzeugt bekanntlich säst immer Feindschaft. Deutschlands rissiges Aufblühen ärgerte England, es entstand Angst um die eigene Zukunft, und nun oerju- chcu die Neider sich den „bösen Konkurrenten" für lange Zeit iiora Halse zu schassen. Ich bin auch über Englands schmähliches Verhalte» empört untz habe manchem Briten hier meine Meinung gesagt, aber cs nützt nichts! Im Hotel . . . hier waren auch Amerikaner kleine Deutsch Amerikaner), die längere Zeit in Dresden gelebt hatten. Na, den Streit mit Engländern hätten Sie hören sollen, es hätte Ihnen ein Riesenvergnügon gemacht, Individuell genommen, gibt es unter den Briten siele liebe, feine Menschen, wie überall, aber als Nation sind sie einfach unausstehlich!
So viel für heure. Bald ».ehr, Verhauen Sie inzwischen Ihre Feinde von allen Seiten!
Gin Notschrei!
Do» hoher, höchster und allerhöchster Seite wird aiffge» sordert, die wackeren Truppen draußen im Felde nicht zu vergessen nnd eingedenk zn sein, wie sie inr Schlachtgcbraus, im Sturm und Wetter für uns ihr Leben cinsctzen. Mit einer beispiellos dastehenden Opferwilligkeit ist das deutsche Volk diesem Riffe gefolgt und die Liebesgaben, in Gestalt von Nahrnngs- und Genußmittel und von Kleidern »nd Ausrüstungsstücken stießen in Strömen nach dem Schlachtfeld. Ein Jeder sucht nach Kräften seinen im Feld stehenden Lieben alles gute zu spenden und wo die Angehörigen fehlen oder dazu außerstande sind, da Helsen Wohltätigkeitsvereine, dainit auch diese Wackeren nicht zn kurz kommen. Aber ein Notschrei dringt ans a l l c,r Munde: Was hilft es, daß wir spenden, wenn die Pakete n i ch t n n k o m m c n! Wir wollen hier nicht den so oft gehörten Vorwurf gegen die Feldpost wieder- holen, wir wissen, was sie für ein: ungeheuere Arbeit zu bewältigen hat. Wir möchten auch bezweifeln, daß sie allein die Schuld daran trägt, wenn unseren Angehörigen im Felde die Sendungen nicht ausgchändigt werden. Wir wollen uns nur mit der Tatsache beschäftigen, daß eine große Anzahl Uon re» Bestimmungsort nicht erreichen.
Es handelt sic , Werte, die in die hnnderttau-
sendc gehe,. denen man nicht einfach mit den
Worten komniei > Das ist der Krieg! wenn sie verloren gehen.
So wird uns ans Niederflorstadt nfftgeteilt. daß durch den hiesigen Auto-Liebesgabentransport am 10 . S:pt. bei Sedan ein Paket an einen gar nicht weit davon stehenden Soldaten abgegeben wurde. Es wurde als nicht statthast angesehen, daß Truppenteile, die sich in die Gegend begaben, wo der Betreffende lag, die Sendung mitnehmen dursten, sie mußte durch die Etappc-nstntion gehen nnd ist bis heute noch nicht in di-- Hände des Einpfäng- e r s g c k o in in e n. Ani 27. ging wieder eine Send
ung ab, ohne Erfolg und der Sehn schreibt ständig: Wa- 11 : »i j eh i cf t ihr nichts! Der Vorsteher eines hiesigen EieditiustitutS klagte uns gestern, daß auch er am 18. Sept. ein Paket nbgcschickr habe, es ward nicht mehr gesehen. Aus Vilbel schreibt man »ns: Sic malmen in ihrein geschätzten Blatt stets, der Truppen nn Felde zu gedenken nnd ihnen Liebesgaben zukomnieii zu lassen. Ja, das wäre schon recht wi»n üe auch nur ankämen inid verteilt würden. So wurde


