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kr dabei zu aufdringlich und frech wurde, haben sich die Be- i dienungsmannfchoften, die außerdem unter seinem brutalen lLcsen viel zu leiden haben, seiner durch einige handgreis- . liche Maßnahmen erwehrt. Jedenfalls scheint er ein wür- biger Sohn seines Vaters werden zu wollen. Er schwört > übrigens auch heute noch darauf, daß die Revanche kommen werde. Wenn auch vielleicht nicht in diesem Kriege — daran , glaubt er selbst nicht mehr — so doch gewiß in einem zu- künftigen, der dann koinmen würde.
100000 Francs franr. Kriegsschalt erbeutet.
Der Oberleutnant d. R. im bayerischen Jnsantcrie-Leibre- jimcnt Wilhelm Mantel Hai mit seinem Zuge einen Stabspackwagen mit Kasse (180 (HM) Francs) und wichtigen militärischen Papieren c.aeutet.
Ein80jähriger Major als Kriegsfreiwilliger
Aus Arad (in Ungarn) wird gemeldet: Der 80jährige pensionierte Honvedmasor Fustin Bajnok suchte bei Beginn des Krieges um seine Reaktivierung an. Sein Gesuch wurde zweimal abschlägig erledigt: als der Greis seine Bitte jedoch zum drittenmale vortrug, wurde seinem Wunsche willfahrt, und der alte Militär, der de» italienischen Feldzug 1859 und die Okkupation Bosniens mitgemacht hat, wurde der gegen die Serben kämpsendcn Armee zugeteilt. Außer Bajnok stehen auch seine drei Söhne im Felde.
vrr ßüiskr slhit! den KolLitlk« firbrogabr« ins Ftld.
Die Kaiser! che Gutsvcrwaltung in Kabinen hat aus Beseht des Kaisers ein Automobil mit Liebesgaben beladen, das Gcheimrat von Etzdorfs persönlich zur Ostarmce ins Bor- dcrtresfcn gebracht hat. Die Liebesgaben bestanden ans allem, was Schloß Kadine» augenblicklich aus seinen Vorräten herzu- gebcn vermochte, namentlich waren es Kafsee, Brot, Wein und Zigarren, die einstweilen zu beschafsen waren. Weitere Automobile mit ähnlichen Ladungen sollen nach dem Befehle des Kaisers folgen.
(Oesterreich'a G„be für Ostpreußen.
Die preußische Etaatsrcgierung hat an den Bürgermeister Wcißkirchner ein Schreiben gerichtet, in dem für die 20 008 Kronen, die der Bllrgernieister der deutschen Botschaft in Wien zur Luiderung Krer durch den Einsall der Rusien in Ostpreußen verursachten Rot hat zugehcn lasten, namens der preußischen Staatsiegierung für die hochherzige Spende der Gemeinde Wien der wärmste Dank gesagt wird. Die reiche Gabe sei als Beweis tcr Anteilnahme brüderlich mitfühlender Herzen und treuer Lundesgcmcinschajt in Freud und Leid von besonderem Wert.
Die deutsche Kartoffelernte.
Der Deutsche Landwirtschastsrat gibt folgende Schätzung der «eartosselcrnte im Reich bekannt: Aus Grund der amtlichen Hcltarschätzung in Preußen, Mecklenburg-Schwerin und Königreich Sachsen, nach den Saatcnstandszisscrn der übrigen Bundesstaaten und unter Berücksichtigung, daß ein Teil der Kartosselernte in Ostpreußen und Oberelsaß infolge der kriegerischen Ereignist« nicht geborgen werden kann, ist die gesamte Kartof- jelerntc im Deutschen Reich auf 47 Millionen Tonnen zu schätzen, dies sind über 2 Millionen Tonnen mehr als der zehnjährige Durchschnittscrtrag von 1904-13 mit 44,8 Millionen Tonnen. In den letzte» jüns Jahren betrug die deutsche Kar- töfselcrnte: 1909 : 46,7 Mill. Tonnen, 1910: 43,5 Mill. Tonnen, 1911: nur 34,4 Mill. Tonnen, 1912: 50,2 Mill. Tonnen und 1913 5s Millionen Tonnen. Die vorjährige Ernte war die größte, welche jemals auf deutschem Kulturboden gewachsen ist. Besonders ungünstig ist die Ernte in diesem Jahre ausgefallen in Brandenburg, Posen und Mecklenburg, eine bcsricdigende bis gute Ernte habe» zu verzeichnen: Ostpreußen, Wcstprcußen,
Westsalen, Hessen-Nassau, Rheinprovinz, Königreich Sachsen, sowie säst ganz Süddcutjchland. Hiernach bildet die diesjährige Kartosjelcrntc in ibrer Gesamtheit eine Mittclernte, die eine sichere Unterlage für die Volksernährung während des Krieges bis zum nächsten Erntcjahr gewährleistet.
Kriegsallcrlci.
Wie Frau Rcüepcuniiig den Sieg feiert. Die Hausbesitzerin R-depenning in Stettin, die aus dem Obcrwicck mehrere Häuser besitzt, sch:a:e ,» W ir, thron Häusern wohnenden Miets- rartelen einen Br:rj, worin sie, wie man den „Hamburger Nachrichten" mittciit, eine Mietsstcigerung von durchschnittlich vier Mark im Monat ankündigte und diese Botschaft in folgende» Worten mittciltc:
Herr und Frau % R.!
Die gewaltige Wendung, die durch di« Gnade des Allmächtigen Gottes unsere durch seine Wacht und Kraft bewaffneten Truppe» uns errungen haben, lasten uns in eine große gesegnete kommande Zeit blicken. Mochte unser Volk jo viel Gnade nie vergessen, nie den alten Gott, der Staat und Volk vor allem llcbcl bewahrt. Ihre Wohnung lostet vom 1. Oktober ab 30 Mark mehr.
Achtungsvoll Frau Redepeniring.
Da werden die Mieter der Frau Redepenuiug noch manches aussichcu müssen, wenn wir so weiter siegen.
Der beleidigte Hund.
Geburtstag hat der Hamathees Do tat ich em sein Wunsch erfülle,
Habb cm cn große Hund gckaast,
Den er sich längst gewinscht im Stille
Des war e Freud vom Hamathees,
Wie ich des Morgens gratulierte.
Und wie mit kräftigem Wau-Wau Sich das Geschenk gleich präsentierte.
Dann gab s e großes Raruensscst. llird schließlich hat ich vorgeschlage,
— Der Hund, des war ein glatter Kerl - Den Name Grey, den sollt' er trage.
Wie des der Hund gehört hot, ach Den Blick, den wer',, ich nie vergestr —
Neue Tageszeitung. Mittwoch, d«a 21. Oltober 1S1«
Den er mer zuwars, in dem Blick ; .
Do lag en Schmerz, net zu ermestc. ** *
Und schüttelt zwiiämool mit dem Kopp Und — schwupp — hat er Reißaus genomm« —
Wir laufe nach — er nix wie fort,
Und is aach net mehr widderkomme.
Tbr Nickel««».
Ans der Heimat.
* Friedberg, 21. Okt. Die vereinigten Posaunenchöre von Friedberg und Bad-Nauheim werden am nächsten Freitag nachmittag zu Ehren unserer dort vorhandenen Der- wlindetcn in B a d - N a u h e i m vor den Militärlazaretten konzertieren. In Friedberg blasen die genannten Vereine während des Bestehens der Militärlazarette daselbst regelmäßig an jedem Sonntagvorniittag von 10 bis 12 Uhr.
* Friedberg, 21. Okt. Gestern hat Herr Pfarrer Dr. Praxmarer die Stätte seiner 14jährigen Wirksamkeit verlassen, um die Pfarrei St. Martin in Worms zu übernehmen. Die besten Wünsche, nicht nur aus seiner bis- hörigen Gcnicinde sondern auch weit darüber hinaus, be- gleiten den Scheidenden. Mit dem gleichen Tage hat Herr Pfarrer Freih, Gedult von Jungenfeld die hiesige katholische Pfarrei übernommen. Sein bisheriges Wirken gibt die Gewähr, daß er sein Amt ebenfalls zum Segen unserer gesamten Bevölkerung ausüben wird.
* Friedberg, 21. Okt. (Gewerbeschule Friedberg.) Der Unterricht beginnt voraussichtlich Mittwoch, den 4. Nov. 1914, vormittags 9 Uhr. Die neu eintretenden Schüler, sowie diejenigen der mittleren und oberen Klasse wilden ersucht ihre Anmeldescheine, unverzüglich, spätestens aber bis zum 24, Oktober 1914, an die Schulleitung cinzu- sendcn, da von der Anzahl der Schüler der Beginn dc3 Unterrichts abhängig ist.
* Friedberg 21. Okt. Tie Musterung des ungedienten Landsturms findet morgen Donnerstag, den 22. Oktober für die Orte mit den Anfangsbuchstaben A—H (cinschließl.) statt, am Freitag, den 23. Oktober für die Gestellungspflichtigen aus den Orten I—Z.
* Friedberg, 20. Okt. (Postalisches.) Es scheint immer noch nicht genügend bekannt zu sein, daß die Postverwaltung in größeren Städten einen sogenannten Eilabholungsdicnst eingerichtet hat. Dieser Dienst erstreckt sich darauf, ge- wohnliche Briesscndungen (Briefe, Postkarten, Drucksachen und Warenproben) iin Ortsbestcllbezirk ans Verlangen bei den Absendern durch Eilboten abholen und zur Postbesör- derung aufliefcrn zu lassen. Die Anmeldung von Auf- trägen zur Eilnbholinrg kann durch Fernsprecher (Anruf Nr. 98) oder mündlich am Schalter oder schriftlich erfolgen. ES werden erhoben: für die Eilabholung einer Briefscndnng 25 Pfg.: bei gleichzeitiger Abholung mehrerer Briefsendungen desselben Absenders für die erste Sendung 25 Pfg., für jede weitere 10 Pfennig, bei Zurückziehung eines Auftrages, sofern der Eilbote den Weg bis zunr Absender bereits angetrcten hat, 25 Pfg. Tie Gebühren hat der Absender bei der Ucbergabe der Sendungen, die Gebühr für die Abmeldung bei der Meldung des Boten bar an diesen zu entrichten.
* Merkblatt für Feldpostsendungen. Im Reichs-Postamt ist ein Meekblait für Fcldpostsendungcn zrstammcng'-..-t worden, dessen Inhalt weitesten Kreisen nach Möglichkeit zugänglich gemacht werden soll, damit sich das Publikum daraus über die einschlägigen wichtigsten Fragen leicht nntcrrichlcn kann, wie z. B. über den Portotarif, die Aufschrift und Beschaffenheit der Feldpostsendungcn, die vcrgedruckicn Fcldpost-Vricsumschlägc und Zcldpostkarten, Zeitungsbestellungen nach dem Felde, Postsendungen an Angehörige der Marine, den Postocrkehr mit unseren deutschen Kriegsgefangenen und die Pakctscndungcn mit Bekleidung!,- und Ausrüstungsstücken an Offiziere und Mannschaften der Feldarmee. Das Mcrlblatt, das namentlich auch dazu beitragen soll, die noch immer bestehenden zahlreichen Mängel in der Adressierung und beim Verpacken der Fcldpost- sendungen tunlichst zu besciligen, wird demnächst bei sämtlichen Pesianstalten riuschiießlich der Posthilsstellen ausgehängi, sowie nach Herstellung der Gesamtauflage an den Postschaltein kosicnsrci an das Publikum bei Nachfrage abgegeben werden. Auch werden die Gemeindevorsteher sämtlicher Orte im Reichs- Pastgeiiet ohne Postanstali, feiner di- Handelskammern und andere Korporationen Abdrücke erhalten.
* Abgabe von Pferde» durch die Landwirtschastskammer Tarinstndt. Auf dem Traiu-Erfatz-Depot in Darmstadt werden nächsten Freitag, den 23. ds. Mts. vormittags h-tztg Uhr ca. 40 Stück nicht mehr brauchbare Militürpferde, dar- imtcr mich ca. 15—20 trächtige Stuten, gegen Barzahlung versteigert werden. An der Versteigerung können sich nur Landwirte beteiligen, die die Verpflichtung ein- glhen, daß sie die ersteigerten Pferde bis z» Ende des Krieges in ihrem Betriebe behalten und verwenden wollen. Ein Weiterverkauf ist also siir die Kriegszeit ausgeschlossen. Eine besondere Benachrichtigung der Landwirte, welche Pferde bei der Landwirtsckvstskaniiuer bestellt haben findet nicht niehr statt.
* Gettenau, 16. Okt Obmann Otto Stcfsan des Turnvereins Gettenau konnte mit Hilje der Turner, bei der bekannten Opferfrcudigkeit der Gcttenancr Burger vergangenen Dienstag 11 Ctr, Kartoffeln zum Besten des „Roten
! Kreuzes" anliesern. Die Kartoffeln selbst wurden von K. ! Hnub-Echzell übernommen und sofort bezahlt. Zwerhun- ! dort Mark werden an das Krciskomitce des Roten Kreuzes I abgeliefert. Diese zweite Sammlung schließt sich würdig ! der an die Lazarette nach Gießen gelieferten Sendung I an. Die Bürger der Gemeinde Gettenau gaben wie folgt: ! 5 Sack G. Steffan, 4 Sack H. Stcfsan, je 2 Sack W. Ostheim 1 tJid, W- Sricsf II« Ga. Mobs. G. Köhler, D. Wenzel, H.
Seite 3.
Wenzel V., Hch. Lsthcim I., H. Wentzel, W. Baumann I., je 1 Sack: H. Dallwitz, O. Herzberger, K. Wetzstein, H.
Spengler, W. Hitz, H. Osthcim VIII,, H. Ostheim XIV,,
W. Schreiber, O. Nllhl, G. Ostheim, H. Schreiber Ww„ H. Rcos I., Gg. Weitzel, W. Schuchhardt, O. Wentzel, H. Leo- pold, Ph. Ostheim, K. Wentzel, W. Rieß. An Geld je 2,50 SNf-: K. Eichclman», G. Oestreich, H. Rau IV., H. Koch, H. W. Eichelmann, H. W. Weitz, Ph. Ostheim, W. Ostheini II.. W. Stoll, W. Baumann, W. Stesfan I., K. Streckfuß, K. Spengler, H. Wetzstein, W. Niklas, W. Steffan III., K. Walther, W. Glaub, K. Rau, W. Kriegs I., H. Weitzel, H. Ostheim, G. Stcfsan, Joh. Glaub. Den Gebern besten Tank. Ter Turnverein Gettenau. Obmann Otto Stesfan.
* Illphe, 22. Olt. Am Sonntag Abend hielt dahier i:u Ncunobelschen Saale Herr Psarrer Kullmann von Bersladt c> »cn Vertrag über die Flotte und den gegenwärtigen Krieg. Die hiesige Ortsgruppe des Deutschen Flottcnvercins unter dem Vorsiz des Herrn Wilhelm Filsinger und Lehrers Biedcnlopf hallen zu diesem Vortrag eingcladcn. Es waren nicht nur die Mitglieder, sondern noch sehr viele andere Zuhörer erschiene», sodaß der Saal bis aus den lctztcii Platz gcsülll war. Mil Spannung lauschte man der Rede des Vortragenden: neben unserem Kaiser und einigen hervorragenden Männern, die sich um die Marine verdient gemacht haben, vergaß er nicht unsere blauen Jungen zu würdigen und ihre Heldentaten hervorzuhc- bcn, die sic aus osscncr Sec geleistet haben. Auch dem Land- Heer wurde seine Ehre zuteil. Daran anschließend wurden einige patriotische Lieder gesungen. Nachdem noch eine Liste zur Einzcichnung »euer Mitglieder gekreist hatte, in die >ich 3l Mann einzeichneten, schloß der Versitzende die Versammlung.
* Von der Nidda, 20. Olt. Mit derselben Pünktlichkeit, wie das Mädchen aus der Fremde, das bclanntlich in einem Tale regelmäßig erscheint, je4V.i ine tw« Lerche» schwirrten, tritt auch das Fischstcrben (n der Nidda auf, vdald die Räder der Zuckerfabrik schwirren und die Campagne beginnt. Massenweise kommen eben die Fische, teils tot, teils in den letzten Zügen nach Lust schnappend, die Nidda dahcrgetricben, darunter Hechte und Aale, große und schwere Tiere. Jedes Jahr müsten wir immer und immer wieder dieselbe Klage Vorbringen und jedes Jahr verhallt sie ungchört. Aber gerade dieses Jahr sollte man doch endlich Gehör geben. Von allen Volkswirten wird aufgesordert, alle Nahrungsmittel zu Rate zu halten, alles zu verwenden und nichts zu verschwenden. Auch unsere Fischzucht kann einen nicht zu unterschätzenden Teil unserer Volksernährung darstellcn und man sollte alles verhüte», was sie schädigen könnte. Es ist ganz und gar keine Vorein- genommcnlcit gegen die Zuckerfabrik, wenn dieses geschrieben wird: wir wissen, daß die Abwässer sich nicht vermeiden lasten, aber wir meinen, es muß Mittel und Wege geben, daß dies geschehe, ohne daß ein Teil der Bevölkerung geschädigt wird. Die Behörden aber haben die Pflicht, darüber zu wachen.
* Gießen, 19. Okt. Durch die Festsetzung eines Höchstpreises von 3 Psg. für das Pfund Kartoffeln im Einzclvcrlaus ist hier ein Kartostelkrieg entstanden. Die beiden letzten Markte waren nämlich leine Kartoffeln angcfahren und wer sich seine» Wintcrbedarf decken wollte, mußte wieder unverrichteier Sache nach Hause gehen. Es ergibt sich daraus, daß es in manchen Fällen zwecklos ist, wenn eine einzelne Gemeinde einen Höchstpreis bestimmt und daß dies nur wirksam sein kann, wenn der gleiche Preis für einen großen Bezirk bestimmt wird. Die Stadt will jetzt größere Mengen Kartofseln von auswärts beziehen und zur Verteilung bringen. (Nachschrift der Schrist- leitung): Die Festsetzung der Höchstpreise sollte nicht einseitig vom grünen Tisch aus geschehen, sondern cs sollten auch Män. ner der Praxis dazu gezogen werden. Man wäre dann z. B in Gießen nicht aus den Einfall gekommen, den Einzelpreis der Kartoffeln auf 3 Pfg. für das Pfund fcstzufetzcn, wo eben schon im großen soviel dafür bezahlt werden. Den Händlern kann man auch nicht zunrutcn, daß sie nur um Gottes Lohn arbeiten. Die Folge ist die, daß die Kartoffeln nach anderen Gegenden gehen, wo sie mühelos zu besteren Preisen abgcsetzl werden und die Stadt Gießen leidet Mangel. Das, was man vermeiden wollte, ist durch die verkehrte Maßregel also gerade hcrbeigeführt worden.
Starkenburg.
" Darmstadt, 22. Okt. Wegen Ucbcrtrctung der llnsallver HUlungsvorschristc» stand ein Dreschmaschincnbesitzcr aus dem Ried vor der Strafkammer. Bor einiger Zeit wurde eine a» der Dreschmaschine arbeitende Frau angeblich von der Schnalle des Transmissionsricmens ersaßt und am Kopfe verletzt. Bestimmte Angaben konnte die Verletzte nicht machen, doch hatte der Besitzer aus Grund eines Stiasbcsehlcs eine Geldstrafe erhalte». Aus die hiergegen eingelegte Beschwerde, bestritt der Angeklagte jede Schuld, die Verletzung könne auch durch eine andere Ursache hcrbcigcführ! fein. Die Maschine sei mit alle» möglichen Sicherheitsvorrichtungen »ersehen. Die vor der Straslammer vernommenen Sachverständigen sprachen sich zu Gunsten des Angellagten aus, da der nicht ausreichende Schutz der Transmission in diesem Falle dem Angellagten nicht zur Last gelegt werden könne. Das Gericht erkannte deshalb sowohl wegen der Anllage der Körperverletzung, wie wegen Uebertretung aus Richlschnldig und wurden Beide von Straf: und Kosten jreigcsprochcn, auch ihre Derteidigungskosten hat die Staatskaste zu zahlen.
Franksurtcr Wellerberichl.
Trüb und regnerisch, Tenrperatnr unverändert, wcä>- selnde Winde.
„Römerbmnnen "
Hervorragendes Tafelwasser.
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto H i r s ch e I. Friedberg: für den Anzeigenteil: K. Schmidt Friedbera. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung" %. G.. Friedberg i. H.


