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oc Calais ist hoffnungslos. Man scheint sich darüber im klaren ii fein, daß die französischen Streitkräfte in dieser Region ganz unzureichend sind, um einer Invasion des Feindes bis Le Havre r.'iilfam entgcgenzutrcten.

Teuerung in Paris. Der Züricher Berichterstatter der Pcsti Hirlag" meldet seinem Blatte, daß nach Pariser Nach­kien daselbst ein Ei 45 Centimes 40 Pfg. kostet. Der Preis iiii ein Kilogramm Butter schwanlt zwischen 8 und 20 Fran- ien 610 Mark. Ein Kilogramm Rindfleisch ist unter 8 Franken nicht erhältlich. Für ein Kilogramin Schweinefleisch

-Mt man mindestens 10 Franken 8 Mark.

Zu« Tode verurteilt. Chalons-sur-Marne, 17. Okt. <W. D. Nichtamtlich). Das Kriegsgericht des Marnc-Departc- ments verurteilte einen dort ansässigen deutschen Land- wirr und seine Schwester zum Tode, weil sie bei dem Niii'zug der deutschen Armee sächsische Soldaten in ihrem Hause versteckt hatten. Der Bruder der zum Tode Verurteilten und ein Knecht wurden zu 5 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Sämtliche Angeklagten waren geständig.

Ans England.

Das Gespenst derInvasion". Stockholm, 16. Oktober. Die Möglichkeit einer deutschen Invasion wird von der össrutlichen Meinung Englands seit dem Fall von Ant­werpen lebhaft erörtert und bildet, wie hierher gemeldet wird, sowohl in der Prcffe als auch besonders in den politischen Klubs mehr und mehr das Hauptthema. Hauptsächlich fragt man sich, ob angesichts der veränderten militärischen Lage eine Entblößung des heimatlichen Bodens durch weitere Truppen­transporte nach FI a n l r e i ch ratsam erscheine.

Englische Patrioten. Der Anzeigenteil der LondonerTi­mes" vom 24. September enthält u. a. solgende nicht unintcrcs- >nte Gesuche:

1. Will jemand einen Herrn, geprüften Ingenieur, finan­zieren, um eine kleine Fabrik zu erössnen, die den deutschen Handel wegschnappe» soll. Suchender ist nicht kriegs- dtenstfähig.

2. Gesucht eine Ecscllschast von zwei Damen und einem Herrn zur Aufführung eines englisch-belgischen BildesDie Plünderung von Löwen" für eigene Rechnung. Man schreibe an den Vcrsasier. (Also offenbar die Hetzerei gegen Deutsch­land als Geschäft).

8 . Rekrutierung. 50 Pfund gesucht für einen Plan, die Rekrutierung zu fördern, der voraussichtlich einen hübschen Stutzen bei kleinem Risiko abwirst.

4. Ein Herr, der sich gern als Freiwilliger zum Dienst im Ausland melden möchte, benötigt 250 Psund, um seine Schul­den vor dem Einrücken zu bezahlen. Keine Geldvcrleiher.

Der Wahlspruch der englischen Patrioten laut wohl, wie aus diesen Anzeigen hervorzugehen scheint:Mit Gott für Gcldsack" und Vaterland!"

Die Rhodesier habe» sich's überlegt. DieTimes" meldet aus Salisbury: Das rhodcsifche Kontingent, das heute nach England abreiscn sollte, beschloß in Asrika zu bleiben.

Der Blob von London. A m st e r d a IN , 18. Okt. (Nicht­amtlich). DasHandelsblad" meldet aus London: Die Poli­zei drang gestern in das Wiener Cass in der New Oxford Street und verhaftete etwa 20 deutsche Kellner. Eine Volks- menge zerstörte eine Anzahl Läden in der Higstrcet, die Deut­sche» gehörten. Erst nachdem die Polizei Verstärkungen erhal­len halte, gelang cs, dis Ordnung wiederherzuftellen

Ans Rußland.

(sine englische Beurteilung der Kriegslage. London, 19 . Okt. (W. B., Nichtamtlich.) Ter militärische Mitar- lieiter derMorning Post" schreibt, eS fei klar, dag im Osten die Entwickelung nicht ganz erwartungsgemäß Mm- stellten gehe. Tic Schlacht, die in der Nähe von Kralan -iwartet wurde, werde viel weiter östlich geschlagen werden, ie Russen, die zn Beginn des Krieges die Initiative er» riffen haben, seien inzwischen genötigt worden, diesen Dor- U'il anszngeben und dem Gegner den Angriff zn überlasten. Lie vorrückenden deutschen Truppen -waren deshalb im- ftav.de, die Weichsel ohne besonderen Widerstand zn über­schreiten. Der Mitarbeiter fährt !ort, dost die Bedeutung Przewysls jetzt hervortrete, und es sei bedauerlich, daß es mißlungen sei, die Festung zu neimicu.

Rußlands Absperrung vom Weltverkehr. Ti: Peters­burger ZeitungRctsch" schreibt, daß mau in Rußland jetzt versucht, eine neue regelmäßige Pervinduug zwi>...m Wla- . diwostock und der Westküste Amerikas zustande zu bringen. Tic sogenannte freiwillige Flotte, die in Odessa ihren Hauptfih hat und sonst den Verkehr zwischen dein Schwarzen Meere und Ostasien aufrecht erhält, jetzt aber durch die L-prrrung der Dardanellen von ihrem gewöhnlichen Wege rbgeschnitten ist, soll Dampfer aus der neuen Linie einstellen. !Wie soll sic das machen? T. Schrisil.) Zu dem gleichen Gegenstände meldet dieKöln. Zeitg." aus Kiel: Tie Hoff- »mg der Russen und Engländer, den Warenaustausch über Aichangelsk länger als gewöhnlich betreibe» zn können, wird bald zuichandcn werden. Reue russische Eisbrecher sollten die Einsegelnng nach Archangelsk ostenhalten. Jetzt berichte» nordisch» Zcttnngen. daß die Beschaff,mg der Eis! urcher lediglich auf dem Papiere steht. Es fei nichts über hrr Herstellung bekannt.

Dom Balkan.

A»s dem Lande der Mörder.Mit berechtigter Eiupo ru»g", jo schreiben dieZüricher Neuesten Nachrichten",wird mau in Oesterreich und desien Grenzen hinaus von den Eut- knUungen Kenntnis nehmen, die der Ltt»ntät»r-Prozrg zutage fordert. Die Mitwirlung serbischer Ossizi-r- und Beam- * an der Derschwäruna und der Vorberciinng zum Attentat

Neue Tageszeitung. Dienstag, den 20. Oktober 1914

ist nun in einem Maß erwiesen, das man kaum für möglich

gehalten hätte. Daß sogar Kronprinz Alexander, der jetzige Thronfolger Regent von Serble», einen der Attentäter empfing und ihm einepolitische" Unterredung gewährte, geht über al­les hinaus. Ein Staat, in dem solche Dinge ge­schehen, hat sein Existenzrecht verwirk t." Die Dingc nehmen Weiler nicht wunder, wcml man folgende Aus­führungen der Augustnummer der WachenschristMärz" liest: Serbien ist das Land der Mörder. Eine Statistik aus der Zeit vor den beiden letzten Balkankricgen berichtet, daß dort jährlich ungefähr taufend Aiocde und Raubmorde zur Kenntnis der Behörden kamen. Tab i zeichnen sich die Missetäter häufig durch unglaubliche Eruusamkeit aus. In solcher Hinsicht haben ja während der Balkankriege die Eozonen Griechenlands auch Hervorragendes geleistet, und unter den Bulgaren gab cs gleich­falls nicht wenige derartiger Bestien in Menschengestalt, allein beide konnte» sich nicht mit der infamen Erbarmungslosigkeit incsien, mit der die Serben die albanische Bevölkerung in de» crcbcrten Gebieten hinschkachtetcn. Man erinnert sich wohl nach der unglaublichen Roheit, mit der die Offiziere die Leichen des Königs Alexander und seiner Frau behandelten. Diese se>!same Veranlagung zeigt sich merkwürdigerweise in höherem Maße bei den gebadeten Schichten der Städte: der serbische Bauer ist, wenn er nicht erregt ist oder gehetzt wird, mensch­licher, gesitteter." Bis zu welchem E-ad Ali England gesun­ken ist, beweist am besten, daß Serbien sich gegenwärtig in der Bundesgenofsenschaft Englands befindet.

Aus Rumänien. lDas Verhalten der Russen in der Bukowina). Dem WienerD. Volksblatt" wird aus Bukarest geschrieben: Es ist hier allgemein ausgefallen, daß trotz der humanen Gesinnung, deren sich die russischen Militär­behörden rühmen, die Zahl der Flüchtlinge, die aus der Buko­wina nach Rumänien kommen, mit jedem Tage zummmt. Was die Flüchtlinge erzählen, spottet jeder Bcschreibimg und straft die russischen Deklamationen in einer Art Lügen, die das reichlich hohe Maß übersteigen, an das man seit Beginn des Krieges inivierhin schon gewöhnt ist. Diese Nachrichten übten aus die rumänische Bevölkerung eine außerordentlich ernüch­ternde Wirkung. Man leritt durch sie, wenn dies überhaupt noch irotmendig war, die wahre Ratnr des russischenFreundes" des rumänischen Voiles kennen, (Anm. d. Schrifil.: Die Buko­wina ist nämlich zu einem Großteil von Rumänen bewohnt) der kerne Gelcgenhett versäumt, zu betonen, daß ihm nichts mehr am Herzen liege, als die Befieiung des rumänischen Vol­kes, soweit cs nicht schon unter dem allein seligmachenden Zep­ter des Zaren steht."

Der rumänische Staatsmann Carp über di« Lage. Der ehe­malige Ministerpräsident E a r p , der fähigste Staatsmann Rumäniens, äußerte sich einem Journalisten gegenüber:Die Haltung Rumäniens muß vom pairiotischen Geiste diktiert sein. Ich, fiir meine Person, bin überzeugt, baß der cndgiltig« Sieg Deutschland zusallen muß!"

Alls irr Mit örs Islams.

Russen und Perser. Konstantinopel. 18. Okt.

(W. B. Nichtamtlich.) Nach hier eingetroffeuen zuverlässi­gen persricken Nachrichten haben die Russen, die ihren Ein­fluß in Asfcrbeidichan schwinden sahen, einen neuen Polizei- direktor in Tübris ernannt. Sie lassen russische Polizisten aus dem Kaukasus konimcn und bilden eine Geheimpolizei aus, die das Tun und Treiben der persischen Liberalen überwacht, Briefe und Postsendungen öffnet und alle Kauf- lcute und Reifenden Verhören unterzieht. Es geht das Gerücht, daß die Russen neue Truppen nach Asserbcidschan kommen lassen wollen. Diese Vorkehrungen der Russen werde» jedoch zwencllos ohne Erfolg bleiben, da die versi- sche Regierimg entschlossen ist, Ast'erbeidschau von dem russi­schen Einfluß zu befreien, wozu ihrerseits bereits alle zweck- cntsprecheudcu Maßnahmen getroffen sind. Der Erbprinz, der zum Generalgouverncur der Provinz ernannt worden ist, wird demnächst in Täbris erwartet. Sein Gehilfe ist bereits dort eingetrofsen.

Englische Schwierigkeiten in Indien. Konst auti- n o p c l, 10. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Die Blätter geben eine dem halbamtlichen afghanischen OrganSaradjulah- bar" entnommene Meldung wieder, nach der infolge der Verhaftung des muselmanischen Offiziers Mchmed Hafiz. de? Bruders der Fürstin von Bhopal, einer der bedeutend­sten muselmanischen Fürstinnen Indiens, sich die Stämme deren Chef Mehmed Hafiz ist, erhoben haben. Ter englische Gencralgouverneur habe versprochen, dem Gefmigenen die Ficiheit wiedcrzugeben. Der aufständische Stamm Dsib- bour drängt die Inder zur Erhebung gegen die Engländer.

Aufstand im Somaliland. K o n st a n t i n o p c l, 18. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Die Blätter haben von glaub- wiirdiger Seite erfahren, daß die Muselmanen des Somali lundes sich erhoben haben u. die Stadt Berbcra, den Haupt ori der Kolonie, »vier dem Oberbefehl von zwei Scheichs angegriffen haben. Sämtliche englische Offiziere der Gar- uston sind gtfangrn genommen und die Stadt von den Muselmanen besetzt worden. Berbern ist seit 1884 englische: e-sitz. lSil wurde der Hafen von der egyptischen Regier­ung besetzt und als Freihafen erklärt.

Die Engländer in Aegypten. K o n st a n t i n o p e l. Ist. Okt. kW. B. Nichtamtlich.) Wie das BlattTasvir i Efkiar" erfährt, haben die Engländer in den letzten Tagen 120 ägyptische Beamten abgesetzt und 200 ägyptische Offi­ziere aus dem Hecresvcrbaud entfernt. Ma» ist der Mein­ung, daß diese Maßnahnicu getroffen wurden, um die Si­tuation der Engländer in Aegypten zu retten.

Der 42 Zentimeter Mörser.

Lüttich, Namur, Maicheuge, Mauoviller, Antwerpen sind die fünf Stationen ans dem Siegeszng. den der 42 - Kentimctcr Mörser seit Kriegsbeginn zurückgclegt hat

Ueber der Existenz dieses Riesonmörsers, von beni dieser Tage ein deutscher Milftärschriftstellcr schrieb, er sei ei­nige Armeen wert, lag bis zum Kciegsbeginn dichtes Ge­heimnis. Es vollständig zu lüften, ist auch heute nus naheliegenden Gründen nicht möAich: immerhin sind die nachstehenden Ausführungen, die derZüricher Post" von deutscher Seite zu gehen, geeignet, manchen Irrtum zu be­richtigen:

^ nm 8- vvd st. August dieses Jahres, einen Tag nach

r-cm Fall der Festung Lüttich, die Kunde durch die Wei, ging: die Deutschen haben rin lauge geheim g.hoi Geschütz vor die Forts der Stadt gefahren und diese mit 68 Schüssen so ziigericbtet, daß es unmöglich war. sic noch länger zu verteidigen, da ging wohl ein geheime-: Graust-, vor dieser Mordwaffe durch die Welt.

Tatsache ist, daß der «.Zentimeter-Mörser außer dei wenigen Ingenieuren und Arbeitern der Firma Krupp »nl nur einer ganz geringen Anzahl von Lfsizicrcn und Mau» schäften der Schießschule, die darauf vereidigt waren, in dm ganzen Armee und im Deutschen Reich vollständig mb:- könnt war. Man hat von seiner Eristein nicht eher »tun? erfahren, als bis sein eherner Mund da-s Schweigen, da: ihm nuferlcgt war, selbst brach.

Ter großeBrummer" oderdie fleißig! Berta" ähnelt in vielen Teilen den in der deutscho» Ar­mee schon vorhandenen Rohrrücklansgeschühen, nur daß- e> schwer transportierbar ist und daher soweit als möglich mit Eisenbahnen befördert wird. Muß der Mörser oderdic fleißige Berta" m,f der Straße transportiert werden, ff wird er zerlegt und auf eigens hierzu konstruierten Wage, verladen. Das Rohr allein auf dem Robrwagen, einen langen festen Schiencngestell, auf denen das Robr mit sei mn Klauen gleitet. Die Lafette allein. Ersatz- und Zube­hörteile allein und die Gürtel allein. '

Diese Gürtel sind eine Reihe von Holzplatten und Ei sev.schuben, die vor dem Schießen aus dem Gürtelwageu pe nommen und um den Radkranz gelegt werden, damit dai Gcschütz auch aus nicht chauffiertem Unterbodcn nicht ve>. sinkt. Es ist eine mächtige Last, die auf den Gürteln ruht und sic bewähren sich großartig. Wir sind über extra tief und frisch gepflügtem Acker gefahren imd das Geschütz rollii gleich einer mächtigen Dampfwalze genau wie auf der Land­straße dahin.

Wie ich schon gesagt, wird das Geschütz zerlegt gefahren, - Krmmt nim von der obersten Leitung der Beseht, das Ge­schütz fertig zu machen die Kanoniere nennen csdie Berta poussieren", so hält die ganze kilometcrlange Ko­lonne auf der Landstraße, das Rohr wird durch die ganzer Rediemmgsmannfchasten auf die Lafette gezogen und dr- Gürtel um die Räder gelegt. Nun gekst's mit einem mach ttg klappernden Getöse in die fiir das Geschütz oder die ganzi Batterie ausgesuchte Stellung, die der Sicht de? Feindes gänzlich entzogen ist. Hört man dieses ohrenbetäubeudc Getöse, dann wrrö's einem schon bange, und nun erst der ge walttge Knall beim Abfeuern des Geschützes. Man ist fast unfähig für die nächste Zeit zu hören.

Abgefeuert wird das Geschütz auf elektrischem Wege und zwar in einer Entfernung von über 400 Meter. Der Lnft- diuck beim Abfeuern ist so gewaltig, daß sich ein Menstl in der Nähe nicht auf den Beinen hatten kann. Ter Dunli mcsser, 42 Zentimeter, ist ja bekannt, und nun umhüllt ein ebenso dicker Estenmantel das Scetenrobr, das bi? zu ncnr Zehntel der Länge rund, dann viereckig ziiläutt und stä noch mehr verstärkt. Wie groß das Gewicht der Pntverlid ung ist, ist nur nicht gestattet, niitzutellen: doch kann icl sagen, daß die volle Ladung nicht mtter 15 Zentner beträgt

Der Mörser ist ein Rohrrücklaufyeschütz. Ein Man: der Bediemmg behandelt mit der größten Sorgfalt den Rücklauf damit feine Funktion beim Schuß auf keinen Fall beeinträchtigt wird. Das Robr hat eine Länge von etwa 21 Meter.

Die Schußweste des 42-Zentimeter-Mörsers ist etwa

44.000 Meter. Die Entfernung von Dover nach Calais ist

33.000 Meter. Man mache sich davon ein Bild, wenn ein Eiscnkoloß, von den bekannten stl Bildern gezeigten Grana­ten, die, nebenbei bemerkt, genau find, durch dic Lust brummt und dann aus der Höhe von 400500 Meter, wenn er den übrigen Teil der Flugbahn in ziemlich hohem Bogen zurückgclcgt hat, auf einen Betonklotz oder Panzer schlägt. Die stärksten Panzer» und Betondecken, und wenn sic eine Dicke von fünf Meter überschreiten, zertrümmern unter der Anfschlagskraft wie Scherben. Die einschlagenden Grana­ten kehren ganze Forts um, dringen tief in Erde und Ge­stein ein und bringen was unten war nach oben.

Immerhin geht man mit derfleißigen Berta" kehr sparsam und vorsichtig um. Die Abnutzung des Geschützes steht im Verhältnis zur Reibung des Geschützes und der auf- einandertiegenden Teile und kostet ein Schutz wohl die hübsche Summe von etwa 4H.000 Mark. Irrig ist es, wen» gesagt wird, man köime aus dem Geschütz nur eine be­stimmte geringe Anzahl etwa 150 Granaten ver- schießen. DerBrummer" überlebt gewiß den Feldzug.

Ehe nun ein Schuß abgefcuert wird, wird genau dii Entferilung berechnet, uachgerichtct und nochmals gerechtet gezielt und geprüft mid, saust das Geschoß durch die Lust ist auch der Kanonier des Erfolges sicher. Erst ist »im mächtige hohe Feucrsäulc bemerkbar, dann eine gelb mii? schwarz sich ballende Rauchwolke, wol>l über hundert Met.n bcch mit Eiienbeton, Erde und sonst allem vermischt: und dann ganz spät ein von west her schallendes dumpfes Grollen: der Knall.

Das Geschoß dringt bei nicht allzu felsigem Boden m.

8--10 Meter tief in die Erde ein, krepiert und reiht einen Trichter von ungefähr 1518 Meter Durchmesser.

Niemals marschiert di» deutsche schwere Artillerie und.