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Vor allem die mit derfleißigen Berta" ausgerüsteten Ba- taillone astein. Vorne und hinten, rechts und links, über­all starke Infanterie- und Kavalleriedeckung. Maschinenge­wehre und leichte Artillerie zum- Schuh gegen Ueberrum- gelungen auf dem Marsch. Und außerdeni bleibt ja das Geschütz auch so weiter hinter der fechtenden Truppe, daß ein Uebcrfall ausgeschlossen ist. Erreichbar sind die Mörser in ihrer Gcfcchtsstcllung vom Gegner nie. Ich weiß fast genau, daß die feindliche Artillerie stets als größte Schutz- g:cn.^ 10,00(1 Meter annimmt. Steht nun der Mörser auf

15.000 Meter, so bleiben ihm immer noch eine Anzahl Kilo- mctcr zum Schutz. Nun niöchte ich noch an dieser Stelle einfüge», daß Wohl die Schußweite und Treffsicherheit

41.000 Meter beträgt, man jedoch auf diese Entfernung nie­mals Schüsse abfeucrn wird. Es wäre eine Verschwendung der kostbaren Munition und eine große Anforderung an die Stabilität des Geschützes, weil man auf diese Entfernung den Schuß nicht beobachten kann. Wenn das Geschütz auch etwa 44,000 Meter weit trägt, wird man doch wohl nur in den seltensten Fällen über 20,000 Meter schießen, und das will für die heutige Taktik schon etwas sagen.

Freistehend wird daS Geschütz auch nie verwendet wer- den. In der dem Schießtage vorangehenden Nacht wird cs so eingedeckt, daß nichts von ihm zu sehen ist. Ten NanicnBrummer" haben dem 42-Zentiineter-MLrser die Belgier gegeben. Tagegen haben die deutschen Kanoniere das Geschützdie fleißige Berta" getauft zu Ehren der Gattin des Herrn von Krupp, die bekanntlich Berta heißt. Unter diesen, Namen ist der 42-Zeiitinicter-Mörj«r in der ganzen Armee bekannt und man spricht nur noch von den Leistungen derfleißigen Berta."

(Carl |)ftfrö über..cngliiche öfiloarnlifit.

ImT a g" rcrössenllicht Carl Peters, der die ersten bei­de» Monate des Krieges in London zubringcn mutzte, einen sehr beachtenswerten Aufsatz überenglische Verlogenheit".

Cr beginnt damit, datz der Hatz gegen die Deutschen in England ganz allgemein sei. Di« große Mehrheit des engli­schen Volkes bilde sich auch heute noch ein, datz die Verbünde­ten um Weihnachten siegreich in Berlin einzichen würde». Man möge sich auch \n Deutschland nicht einbilden, daß irgendeine Rücksichtnahme auf englische Gefühle oder Interessen das aller- mindefte an dieser Eru»dftia>mung andern würden. Die Rück­sicht würde nur als Schwache ausgelcgt werden. Deshalb emp- siehlt Carl Peters, gar keine Rücksicht auf irgendein englisches Intercsie oder Empfinde» zu nehmen; das würde immerhin ei­nen gewissen Eindruck machen. Rach des Verfassers Meinung genüge, falls es der deutschen Armeeleitung gelingen sollte, nach London hinübcrzulommen, die Besetzung Kcnts mit Lon­don. Das Entscheidende bleibe immer die Schonungslosigkeit der Kriegführung. Großbritannien allein habe diesen Weltkrieg entzündet, und cs fei nur billig, datz die Engländer dafür be­zahlen mützlc», soweit es in unser«! Macht stehe.

Ucber das Schicksal der deutschen Einwohner Londons schreibt Carl Peters:

Wir deutschen Einwohner Londons hatten uns sämtlich nach Erklärung des Krieges registrieren zu lasten und einPer- mit" von der nächsten Polizeistatioir einzuholen, durch welches uns erlaubt ward, in einem Zirkel von fünf englischen Meilen uns zu bewegen. Sämtliche deutschen und österreichischen An­gestellten wurde» überdies gleich nach Beginn des Krieges auf Befehl der Regierung, mochten ihre Herren dies wünschen oder nicht, Knall und Fall entlasten, d. h. direkt aus die Straße ge- chmiffen. Einzelne vo» ihnen, z. B. ein Diener, den ich selbst poriges Jahr hatte, und der zuletzt Kellner imCriterion" war, hatten sich etwas Geld erspart und wollten in ihre Heimat ab- reiscn. Wohlbemerli, der Diener war noch zu jung, um mili­tärpflichtig zu sein. Sie alle wurden auf dem Bahnhof, trotz­dem sie schon ihre Fahrkarte» hatten, verhaftet und an der Ab­reise verhindert. Sämtliche militärpflichtigen Deutsche» und Ocsterrcicher wurden von Lord Kitchcner in sogenannteCon- ccntration camps" gesperrt, wesentlich in die Olympia oder nach Aldcrshot oder auch nach Horsham und schließlich aus die Islc os Man. Dort erhielten sie eine Wolldecke, in der sie aus bloßer Erde ohne Matratze schlasen müssen, und Käse und Brot als tägliche Nahrung. Ihr bares Geld wurde ihnen bis auf 2 Pfund Sterling weggenammen. Ei» Bekannter von »ns, ein Herr in den besten Berhültnisten, wurde direkt von der Straße nach Olympia geholt. Die sanitären Einrichtungen in diesen Conccntration camps sind direkt miserabel, und cs ist kein Willider, daß Infektionskrankheiten dort sofort ausgebrochen und über 300 unserer Landsleute auf diese Weise gemordet sind. Die Leute liegen direkt auf der Erde in offenen Schuppen und sind weder von unten noch von oben gegen die Fcuchtiokeit geschützt. Man meint, daß Lord Kitchener, desten Vater neben­bei Koch geheißen haben und ein Deutscher gewesen sein soll, auf diese Weife sämtlichedamneck Germans" in England um- bringcn möchte. In Dundee und anderen Städten wurden fast sämtliche Deutsche» ins Gefängnis gesperrt, und von dem Rest ward verlangt, daß sie sich alle paar Stunden aus der Polizei­station meldeten."

Zum Echluste legi Carl Peters dar, daß Deutschland hof- ,entlich heute keine» Frieden schließen werde, der den Zustand von früher aujrcchtcrhalte. Dazu seien die bisherigen Opfer in Blut und Gold zu schwer.

Die Kklchaffim warmer Unterkleider.

Berlin, 17. Okt. (Bitte möglichst weit verbreiten!) i>er Kriegsausfchutz für die Befchastung warmer Unter'teidung bittet die Redaktionen um Verbreitung folgender Notiz: Die rasch hereinbrechende unfreundlich herbstliche Witterung macht das Bedürfnis, die Fürsorge der Kriegsverwaltung für unsere im Felde stehenden Truppen durch private Mitwirkung zu er­gänzen, mit jedem Tag dringender. Sollen unsere braven Soldaten von der Bedrohung ihre, Lebern und ihrer Gesund­heit durch schwcre Erkältungen, Lungenentzündung. Ruhr usw, verschont bleiben, so muß eine ausgiebige Versorgung mit war­men wollenen Unterkleidern alsbald gefchehen. Der Kriegs-

VItut Tageszcirung. Dienstag, Mn 20. Oktober 1914

ausschuß für warme Unterkleidung (Rcichstagsgcbäude, Portal 2) wendet sich an alle Kreise der Bevölkerung, insbesondere an die Mitglieder de, Deutsch-Oesterreichifchen Alpcnvercins und der übrigen Touristenvereine, der Ruderklubs, der Turnvereine und sonstigen Sportvereine und bittet, sie möchten aus ihren persönlichen Vorräten soviel von wollenen Strümpfen, Knie- strümpscn, warmen Unterkleidern, Leibbinden, wollenen Hem­den, Pulswärmern, Handschuhen und Westen, namentlich auch Swcatcrwcsten, dem Ausschuß zukommcn lasten, wie nur irgend möglich ist. Es sind bereits viele Wollzüge an die Front ab- gefandt. Die Absendung der 8. und 8. erfolgt am 22, Oktober, dem Geburtstag der Kaiserin. Der Zeitraum bi» zum Ab­gang der nächsten Züge ist also nunmehr kurz. Freundliche Spenden, welcher Art sie auch seien, werden in Berlin beim Kriegsausschuß für warme Unterkleidung (Reichstag, Portal 2) entgcgcngenommen. Außerhalb Berlins sind alle Zuwendungen an die bekannten, im ganzen Reiche norhandenen Sammelstel­len zu richten.

Nachschub für Liebesgaben.

Das Kriegsministerium hat am 4, Oktober neuerdings den Nachschub von Liebesgaben folgendermaßen geregelt:

Zur Aufrechtcrhaltung eines geordneten Geschäftsbetriebes der Militär-Eisenbahnbehörden beim Nachschub freiwilliger Gaben (Liebesgaben) wird folgendes bestimmt: Nach Militär- Transport-Ordnung § 80, 2 können als Militärgut solche frei­willigen Gaben für die bewaffnete Macht aufgegeben werden, die bei denAbnahmcstellen" als freiwillige Gaben cingegan- gen sind. Die Beförderung bis zu diesenAbnahmestcllcn" er­folgt frachtfrei.

Es ist nicht tunlich, Gaben mit Sondcrbestimmung z, 58. für Angehörige einer Truppengattung usw. zu spenden; derartigen Wünschen kann nicht entsprochen werden. Der Mi­litärverwaltung und dem Kaiserlichen Kommistar der Freiwil­ligen Krankenpflege bleibt cs Vorbehalten, die einzelnen Gaben an die Stellen des größten Bedarfs zu leiten,

Bekleidung,- und Ausrüstungsstücke für Truppenteile und deren Angehörige sind von den Ersatztruppenteilen durch Ver­mittlung der Etappcnbehördcn nach dem Kriegsschauplatz zu besürdern, Einzclsendungen sind demgemäß den Ersatztruppen­teilen zu überweisen,

Frankfurt a, M,, den 18, Oktober 1914,

Stellvertretendes Generalkommando des 18. Armeekorps.

Ans der Heimat.

* Friedbcrg, 20. Olt. Zur Frage der Kartoffel- lieferung nach Markirch i. E, teilt uns Herr Landtags- abgeordnetcr Busold mit, daß auch er Zuschriften erhalten habe, tu denen sagen wir Erstaunen ausgedrückt war über die Art und Weise der Anerkennung für die Kartofsellieferung und worin er aufgefordert worden sei, die Sache zur Sprache zu bringen. Auch in diesen Schreibe» war bestätigt, daß das Landsturm-Bataillon Kaitoffeln sehr vermißt habe. Es habe durchgängig nur 23 mal Kartoffeln in der Woche gegeben und das Pfund sei mit 1012 Psg, bezahlt worden. Für 1000 Mann bedeuteten übrigens 400 Ztr, Kartoffeln gerade keine große Menge,

* Fricdberg, 20. Okt, Die Iungwehr Friedberg-Land I war vorgestern zwischen Fauerbach und Ostenheim zur ersten Hebung zusammengetrcten. Die Jugend der Gemeinden Fauer­bach, Dorheim, Bauernheim, Ostenheim und Bruchenbrücken war in großer Zahl erschienen; cs waren 140 junge Leute an- getrcten. Bei der ersten Ucbung sah man schon, welch ein gu­ter Geist in unserer Jugend wohnt und wie sie alle von dem einen Willen beseelt sind, etwas tüchtiges zu leisten. Die nächste Ucbung findet Sonntag, den 28, Oktober, nachmittags 3 Uhr, aus dem Uebungsplatze statt. Wenn auch zu begrüßen ist, daß die einzelnen Ortsgruppen wöchentlich einmal in ihrem Dorfe üben, so ist doch im Intereste der Eesamtausbildung un­erläßlich, daß jeden Sonntag eine Gcfamtübung gehalten wird, zumal auch in der Kompagniesormation geübt werden muß. Jeden Donnerstag Abend soll in jedem Dorf eine Jnstruktions- stundc im Sinne der im Ausschreiben gegebene» Richtlinien stalisinden. Die Herren, die in den einzelnen Gemeinden in dankenswerter Weife dis Sache leiten, werden gebeten, für pünktliche Abhaltung der Instruktionsstundcn und rechtzeitiges Erscheinen aus dem Uebungsplatze Sorge zu tragen,

* R, Fricdberg, 19. Okt. Ju der Fürsorge für unsere Truppen, ob im Feld, zur Besatzung oder gar »och in Gar­nisonen, wird von allen Seiten so gesorgt, daß die Solda­ten dafür, datz man ihrer gedenkt den tiefgefühltesten Tank für die Spender haben. So stand auch unser hiesiger Artillerie- und Pionier-Verein in Reihe und sandte, wie uns ein Fußartillenst ons der Besatzung um Straßburg initteilt, jeden, Bereinsinitglied ein Paket mit folgendem Inhalt: 1 Hemd, 1 Paar Strümpfe, I Cec- vclatwnrst, 1 Paket Tabak, 10 Zigarren, ' - Pfund Würfel­zucker, 11 Licbig Suppenwürfel, 1 Paket Haushalt-Tee, 1 Schachtel Zigaretten, 1 Tafel Schokolade, 1 Stange Pfeffer­minz. Der Artillerie- und Pionierverein Friedberg darf sich des Dankes ihrer von der edlen Spende betroffenen Artilleristen im Kriege sicher sein und erwarten, datz wir hierfür den Franzosen eine reichlichere undschwerere Lie­besgabe" durch Sendung von 9, 10. 15, 21 und 42er Schrap­nells senden werden, die ihn«, hoffentlich nicht so schmeckt wie uns die gesandte Wurst, denn wir kennen nur Sieg oder Tod.

* Fricdberg, 18. Okt. (Voltsblldniigsvercin.) Die Bibliotbek des Volksbildungsvereins ist loiedcr eröffnet. Din BüchecauSgabe findrk jeden Mittwoch 1 Vz2sitz Uhr nachmittags im Lesezimmer (Haagstrahe) statt. Um mög­lichste Schonung und rechtzeitige Rückgabe der entliehenen Bücher wird dringend ersucht,

* Ober-Rosbach, 20. Otk. Wiederum ist einem der hiesigen wackeren Kämpfer für Deutschlands Ehre das Eiserne Kreuz verliehen worden. Es ist dies der Steiger Fey, welcher auf der hiesigen Grilbe bis zur Mobilmachung tätig war und nun

für feine Tapferkeit die verdient- Anerkennung erhalten hat, wozu wir den tapferen Soldaten herzlichst beglückwünschen,

* Wcckeshcim, 20. Okt. Heinrich Rietz und Fra» Lina geb. Hilgcr feiern heute ihre silberne Hoclycit. Wir gratn- lieren aufs herzlichste. Möge cs den Jubilaren vergönnt sein, auch die goldene Hochzeit in gleicher Rüstigkeit : >n begehen.

* Echzell, 20. Olt. Wir berichteten neulich, daß der < 7N mann und Gcrichtsastestor Re > tz mit dem Eisernen S t c | ausgezeichnet worden sei. Außer ihm stehen noch seine beide > Brüder im Felde, der eine hat als Unteroffizier Freiwillig, ansgel-ildet und ist fetzt in', Feld gerückt, während der r.»' . als Bizefcldwebel auf dem Schlachtfelds sieht Nimmt man dazu, daß der Vater, Herr Wilh. Ncitz, ein alter Garde Jager ist, so sicht man hier ein Bild von Deutschland in Wehr id Waffen in einer Familie vereinigt,

* Weickartshain b, Grünbcrg, 20. Olt. Hier i'i die Mrml- und Klauenseuche ausgcbrochen und sind vom Kreisamt G-.ß.» die üblichen Spcrrmaßrcgcln verhängt worden.

* Frankfurt a. M., 20. Okt. M c h l p r e i s e u b

Mühlenverdicnstc. Unter der UeberschristHeitzl ein Geschäft" bringt die FrankfurterDolksstimmr" bczeich »ende Enthüllungen über die Geschäftspraktiken der Frank furter Hafenmühle. Eine Generalversammlung hatte Herrn Ferd. L i c b m a n n die hübsche Summe von 10 DGO 3Jif. für seine wertvolle Tätigkeit als Vorstandsnistglied z». gesprachen. Außerdem habe er eine Ertraprämie für sein Tüchtigkeit in der Höhe von 20000 Mk. erhalten. Mit die­sen Gratifikationen habe cs lolgcnde Bewandtnis: 'err

Ferd. Liebmann sei im Privatleben Getreide-Erporienr, infolge der Mobtlnwchimg stockt« sei 7- Geschäft und Herr Licbmann, der bis dahin im Anfsichtsrat gesessen habe, (am in den Vorstand mit dein monatlichen Gehalt von 1000 Mk. Er kann nun ruhig abwarten, bis der Krieg zu Ende ist und er sein Getreidegeschäft wieder ausnehmen kann. Tic gan-.e Geschichte bekommt darum noch ein besonderes Aussehen, weil der Bruder des Herrn Ferd. Licbinann, der ehemalige Amt. richtcr und jetzige Notar Dr. Jak. Lieb mann stellver^r. Vorsitzender des AnfsichtsrateS der Frankfurter Hafenmühlc ist. Es ist Wohl derselbe Amtsrichter Liebmann, der ein- mal eine Lokomotive der Frankfurter Stratzenbahn doppelt gesehen und einen dahingehenden Eid geleistet hat. I» der letzten Generalversammlung ging Dr. Sinzheim er mit diesen Zuständen scharf ins Gerücht, er ließ cs u. a. dahin- gestellt, ob Ferd. Liebmann ein so tüchtiger Mann sei, datz seine Unterschrift 1000 Mk. im Monat wert sei. Licbmann suchte sich zu verteidigen und sagte, es sei sein Verdienst, datz die Hafenmühle bei Kriegsausbruch über sehr hohe Vorräte verfügte. (Aha! woran jetzt das schwere Geld ver­dient wird!/ Schließlich wurde versprochen, datz Herr Lieb­mann vom Schauplatz seiner Tätigkeit wieder abtreten werde, sobald ein Ersatz für die Prokuristen gefunden sei. Interessant aber ist es, datz eine Großmühlc dem Bruder ihres stellvertretenden Auffichtsrates und früberen AnfsichtS- ratsnntglied 30, 000 Mark als Gratifikation und monatlich 1000 Mark Gehalt für eine absolut nicht anstrengende Tätig­keit zubiMgen und außerdeni noch 7 Prozent Divi­dende verteilen kann, abgesehen vo» den Znwend» ungen an Direktion und Anfsichtsrat. Dann ist das ein Be­weis, was für ungeheure Summen von diesem Betrieb verdient" worden sein müssen. Jst's da ein Wunder, wenn der Laib Brot eben 60 Pfennig kostet. Wir stinnnen ganz derVolksstimme" bei, wenn sie ihre Ausführung mit den Worten schließt: Ob die Regierung angesichts solcher Prak­tiken nicht doch bald zu der Erkenntnis konimt- datz zur Wahrung der Volks! ntcresscn gegen diese kapi­talistischen Volksfeinde andere Maßnahmen ergriffen »'erden müssen?

Uertrste und Draht,lachvichtc».

fein Mnisl-er Kreuzer Muken.

London, 20. Oktober. (NichtnmlichV Das Reuterbüro meldet ans Tokio: R-i. amtlicher japanischer Bekanntmachung der KreuzerTakatschio" am 17. Lktobe in der Kiantschonbncht auf eine Min gelaufen und gesunken. Bon der 2(>4 Mann betragenden Besatzung sollen ein Offizie? und 9 Mann gerettet sein.

Kirchliche Anzrincn.

Gottesdienst in der Stadttirchc.

Mittwoch, den 21, Oktober, abends 8!4 Uhr: Kricgsbiit-

andacht: Herr Pfarrer Ritter,

Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach.

Mittwoch, den 2t, Oktober, abends y ; 9 Uhr: Kriegsbitk-

andacht: Herr Pfarrer Zatzmann,

Kriefkake«.

Lehrer Sargl in ? Sie bestellten vor einiger Zeit drei Kriegspredigtc» von Professor Dich! und fügten den entspre­chenden Betrag bei. Wir konnten die Sendung leider nicht ab- sertigen, da lein Wohnort angegeben war. Ihn ausfindig zu machen, ist »ns trotz Bemühung nicht gelungen, wir fragen dcshalb an dieser Stelle an.

Fronksurter Wetterbericht,

Voraussage: Wolkig, meist trocken, Temperatur unverän­

dert, westliche Winde,

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto H i r s ch e l, Friedbcrg; für den Anzeigenteil: K. S ch in i d l. Friedbcrg. Druck und Verlag derNeuen Tageszeitung' A. G., Friedberg i. H.