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'olkszeitung

Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.

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00 Oberhessische Volkszeltung erscheint jeden Werktag Abend in hetzen. Der Abonnementspreis beträgt wöchentlich 15 Pfg. monatlich fg. einschl. Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährl. 1 80 Mk.

Redaktion und Exvedition Gießen, Bahnhofstraße 23, Ecke Löwengasse. Tele! on 2008.

Inserate kosten die 6 mal gespalt. Kolonelzeile oder deren Raum 15 Pfg. Bei größeren Aufträgen Rabatt. Anzeigen wolle man bis abenbs 7 Uhr für die folgende Nummer in der Expedition aufgeben.

Nr. 304

Gießen, Dienstag, den 28. Dezember 1915

10. Jahrgang

0 Zermalmende Zahlen.

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an das Deutsche Reich. in Frauf zu zahlen hatte, gepanut worden var, wie betäubt. 2 ie größte Anleihe, die jemals aufgenommen d, das waren die am 4. August 1914 geforderten 5 Milliarden

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tausend Millionen Mark ergeben! 1 Vierzigtausend Millionen: wie lange wird die deutsche Mensch⸗ e arbeiten müssen, um das zu schaffen, was hun in die Luft segt! Wie viele Geschlechter werden zu tragen haben, was ihnen gegenwärtige Gesch als Schulderbe hinterläßt!

Vierzigtausend Millionen Mark was hätte sich damit an : die die Wohlfahrt des Volkes und die materielle Un⸗ der t begründen, schaffen lassen! Und nun

ketzehrt der grausame Krieg alles, die Arbeiter der Vergangen⸗

ummenden! Und er verzehrt noch weit mehr, denn das Blut, er trinkt, wind nicht auf Kredit gegeben.

Die Zahlen über den Krieg, die im Reichstag der deutsche natssekretär mitgeteilt hat, sind einfach zermalmend. Tag für da verf chlinget der Krieg Europas 330 Millionen; und dazu 5 ten eigentlich noch alle Kriegskosten der neutralen Länder ge⸗ net werden! Und nun währt der Krieg schon mehr als fümf⸗ ndert Tage!

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[Fortschritte.

Torpedobvot den Gewässern von Ari Burn u, warf einige Granaten ohne Erfolg und zog sich dann zurück. Einige unserer Batterien in der Meerenge beschossen gestern bei Sedd⸗ül⸗Bahr die Ausschiffungsstellen von Tekke Burnu und die benachbarten Bobtshäuser. Sie verhinderten dadurch die Beförderung von Truppen, zerstörten sieben Schuppen und versenkten zwei beladene Boote. Die Zahl der bei Anaforta und Ari Burnu dem Feinde abge⸗

acht schwere und zwei Feldgeschütze. Eine Station für draht⸗ lose Telegraphie fiel gleichfalls in unsere Hände. Am 21. De⸗ zember nahmen wir aus den zahlreichen an der Küste ge strandeten Booten alles Verwendbare und zerstörten sodann die Boote.

Konstantinopel, 26. Dez.(W. T. B.) Haupt⸗ quartier teilt mit: An der Irakfront macht die Um fassungsbewegung gegenüber dem bei Kut⸗el⸗ Amara bedrängten Feind von allen Seiten erfolgreiche Die Beschießung der Stellung und der Vorräte des Feindes in Kut-el- Amara hat gute Ergeb⸗ nisse.

An der Paukasusfront nichts Wesentliches außer schwachem Feuergefecht.

An der Dardanelleufront hat unsere Artillerie am 24. Dezember vormittags einen feindlichen Kreuzer, der sich dem Meerbusen von Saros zu nähern versuchte, drei mal getroffen, sodaß der Kreuzer sich entfernte. Als

Das

Aber dieser in seiner Furchtharkeit jedem menschlichen Erfassen sottende Verbrauch menschlicher Arbeit denn anderes als diese das verbrauchte Kapital nicht ist nicht geschehen zu schöpferi⸗ hm Zwecke: nur Vexwüstung. Fuicht trägt, sondern diese 330 Millionen werden täglich heben, um Verderb und Zerstörung aus zusäen. Kosten des Zerstörens, welche man Kriegslosten u noch seine Wirkungen, die Vernichtung menschlichen Lebens d menichlichey Güter, bie in ihrem Gewicht an die eigentlichen Legskosten fast hinaureicht.

Niemass in ber Geschichte der Meuschen hat das Verderben so der Erde gewütet, wie es in die

Zu

diesem und mit diesem Kriege ge

Sch bewundernd steht ber Erdensohn vor dem en Elements, das, der planvollen Leitung der

0 längst entronnen, iber den europäischen Üdteil rast und alles zer stampfen will, was in jahr⸗ Asende lan Nemlihen der gesamten Menschheit an Kultur Zinilijation aufgebaut wurde. Fünfhundert bange Kriegstage, mit all ihrer Augst hühlten Millionen, liegen hinter uns. Wieviel der haben sich in dieser von allem Furchtbaren Aten Zeit von den gepreßten Herzen Und er stehen die waffensta r. und statt

usche

und Qual Mlinsche, er⸗ noch)

Macht

aufreckt, als das Ende aller die das rasende In

Alte er der törichten Menschheit, die ihn gerufen,

ge künden.

Ament bindet und n

iter Sehnsucht harrt ihrer die gesamte Menschheit. * 9

* Der Kampf um Elbasan.

Eine Meldung des Temps aus Athen besagt, daß die ir gegen die Adria zu ischen Streitkräften in

Die Ser⸗ 0 mittel er⸗ Aten hätten, hätten sich äußerst hartnäckig gegen die heftigen griffe der Bulgaren verteidigt. Der Kampf, ei Tage um Elbasan tobe, sei noch nicht beendet. Auffindung wichtiger serbischer Dokumente. Sosia, 24. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) Einem Blatte zu

lie ind im Palais des serbischen Thronfolgers Alexander in darunter

ungen und die Verhandlungen

schten betrifft. Die gefundenen Briefe, deren Zahl etwa 500 be⸗

Klonstantinopel, 24. Dez.(W.. B. lartier teilt mit:

An der Dardanellenfront id Bombenkampf mit Unterbrechungen. richte drei feindliche Batterien zum Schweige Arkungen gegen feindliche Truppen, die mit iten beschäftigt waren, und zerstörte einen n Grüben. Am 22. Dezember näherte

Verschanzungs Teil der seind

aus diesen Ausgaben erblüht keine andere Wirkung glx i B 7 Es ist keine Verausgabung, die Blüte und Ar Burn warfen, aus⸗

nennt, kom⸗

iich zahlreiche wichtige Dokumente gefunden word, Haupter f Uümfgugreiche Brieswechsel Alexanders e eee auf den Binnenstraßen sem uf sitische Ban den erschie⸗ ler een de kürbisch⸗bulgarischen Be- nen. Die englischen Militärbehörden seien der Ansicht, daß 5 e Bulgariens mit ben Entente-] die Senussen nicht über 5000 Mann zur Verfügung hätten,

Rolle Serbiens vor

(igt, sollen interessante Streiflichter auf die 5 por bruch des Weltkrieges sowie auch vor Beginn des serbisch garischen Krieges des Jahres 1913 werfen, Türtische Tagesberichte. Das Haupt⸗

Artillerie Infanterie⸗ Unsere Artillerie u, erzielte gute

sich ein feindliches

am Nachmittage ein Kreuzer und ein Torpedoboot einige Granaten auf Hiretsch Tepe, Buschuk Kemikli und traf unsere Artillerie einmal das orpedobbot. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr beschoß unsere Ar⸗ tillerie die feindlichen Schützengräben vor unserem linkem Flügel und richtete erheblichen Schaden an. Ein feindliches Flugzeug, das wir bei Bir el Sabe herabgeschossen haben, wird nach einigen Ausbesserungen von uns verwendet wer⸗ den. Der Flugzeugführer wurde lebend gefangen genommen; es ist der französische Hauptmann de Cepon. Der andere Insasse; der englische Leutnant Lintscher, ist tot.

Das Ende des Dardanellen⸗Abenteuers. Sicheren Nachrichten der Frank. Zig. zufolge beschloß England den Abbruch der Dardanellen⸗Offen sive auf Vorschlag Lord Kitcheners, nachdem dieser drei

richtete on die Armeen zu schaft: noch immer vom Kriege beansprucht findet.

eigenen und im Namen der Königin anläßlich 1 herglichsten Grüße und unsere besten Segenswünsche an

1 5 1 0 Namens aufrecht er. ubmmenen Geschütze hat sich auf zehn erhöht und zwar e e e

auyptische Kümmernisse.

Eine Botschaft des Königs von England. London, 26. Dez. Die Agence Havas meldet: Der König Lande und zu Wasser folgende Bot-

das die Kräfte des Reiches Ich möchte in meinem dieses Festes die alle die⸗ und zur See die Ehre des englischen In die Offiziere und Mannschaften Reiches Sicherheit abhängt, setze ich, wie alle meine Untertanen, mein Vertrauen, das absolut ist. Ich hege alle Zuversicht mit unbedingtem Glauben an die Offiziere und Soldaten meiner Armee, einerlei, ob in Frankreich, im Orient ode n auf anderen Kriegsschauplätzen, da ich weiß, daß ihre Hingebung, ihre Tapferkeit und ihre Aufopferung sie unter Gottes Führung zum Siege und zu einem ehrenvollen Frieden führen werden. Manche unserer Kameraden liegen leider im Krankenhaus, und gleich der Königin möchte ich auch diesen mutigen Leuten unsere tiefe Dankbarkeit und unsere lebhafte Sorge aussprechen. Offiziere der Marine und der Armee, wiederum schlseßt ein Jahr wie es be⸗ gonnen, in Mifhe, Blut und Leiden; und dennoch freue ich mich, da ich weiß, baß das Ziel, um das ihr kämpft, immer deut licher in Sicht kommt.

Die englischen Gesamtverluste. Ueber eine halbe Million.

London, 24. Dez. Amtlich wird mitgeteilt, daß die Ver⸗ luste der Briten auf allen Kriegsschauplätzen bis zum 9. De⸗ zember betrugen: an Mannschaften 119 923 tot, 338 758 ver⸗ wundet, 69 546 vermißt, an Offizieren 7367 tot, 18 365 ver⸗ wundet, 2149 vermißt. f Friedensaussichten.

In einem Leitartikel des Labour Leader vom 16. 12. spricht

Wiederum ein Weihnachtsfest,

jenigen richten, die zu Lande

sich Philipp Snowden hoffnungsvoll über die Möglichkeit von Friebensunterhandlungen ans. Dafür sprächen Ton und Aeußerungen von Zeitungen und

Politikern, eine gewisse Geneigtheit, den Tatsachen ins Gesicht zu ehen, ferner Mißtvauen in das Geschick der englischen Regierung, den Krieg zu einem erfolgreichen Ende zu führen, und schließlich Reden und Antworten im Parlament, die von dex bisher gezeigten unbeugsamen Haltung der Regierung scharf ab stächen. Die am meisten ermukigenden Anregungen kämen indes ante Deutschland. Offenbar seien sich die deutschen Sozialdemol voten einig in einem Friedensschluß ohne Annexionen. 7 Beklagenswert. im Verglesch zu den tapferen Austrengungen der deutschen, österreichischen und italienischen Sozialisten sei das Verhalten der englischen Arbeiterpartei. Gäbe es eine solche alle Arbeiter umfassende in England, so könnte man die Regierungen zur Vernunft bringen. Von der Kanzel und Tribüne aus habe es sechgehn Monate

Tage in Mudros und zwei Tage am Nordflügel von Anaforta selbst geweilt hatte. Wofür die freigewordenen, etwa acht englischen N Wochen eine Reihe von Vataillonen schon herausgezogen waren, um nach Salonik gesandt zu werden, jetzt verwendet! werden, ist noch nicht ersichtlich. Man vermutet, daß die Mehrheit dieser Truppen auf dem Wege nach Aegypten ab transportiert wird. Die Verteidigung Aegyptens. Uber die Vorbereitungen zur Verteidigung Aegyptens telegraphiert der Korrespondent des Secolo aus Kairo, daß fortgesetzt große in Alexandrien gelandete Kontingente, die in der Hauptsache aus Australiern und NReuseeländern be stehen, auf das ganze Land verteilt werden. General Mar⸗ well habe die größten Gebäude Kairos für Militärzwecke be schlagnahmt, der Generalstab sei im Sapoy-Hokel einqugr⸗ tiert. Ein Dekret Maxwells an teignet alle Grundstücke, die nötig sind, um die Bahnlinie Zagadie⸗Is ma lia zweigleisig auszubauen, da diese Linie als Ver bindung zwischen der Suezkanalbahn und dem übrigen Aegypten strategisch wichtig sei. 10 000 Eingeborene bauen an der Strecke. N An der ägyptischen Westgrenze seien über Sollum

sodaß ihre Aktion mehr den Charakter eines Streifzuges habe. Immerhin seien die Mündungen der Karawanen straßen von den Senussen stark besetzt worden. Der Groß Senusse versichere den Engländern fortwährend seine Erge⸗

benheit, findet aber geringen Glauben.

Zwei euglische Transportdampfer gesunken.

Die Köluische Zeitung erfährt aus bester Quelle, daß aun 20. Dezember nachts vor Boulogne zwei englische Trausport⸗

Dipisionen, aus denen während der letzten sechs strobe

lang Erklärungen geregnet, daß Deutsechland die Weltherrschaft er⸗ f re das wahr, so hätte Deutschland, auf dem Gipfel seines

s stehend, nicht die Hand zum Frieden gereicht.

Jede Verteidigung des Krieges, die England macht, die macht Deutschland auch. Auf jedes Ziel, das wir erfüllt sehen möch strebt auch Deutschland hin. Man sollte meinen, daß unter diesen Umständen jede Anregung zum Friedeusschluß voͤn den Demokraten des Vierverbandes mit Begeisterung hätten aufgenommen werbozt müssen. Die lange militärisch nicht möglich ist, soll schöpfung erreicht werden.

Laßt uns versuchen, schließt Geist des andern zu versetzen. heit gegeben

Der französische Sozialistenkongreß.

Der Laudeskongreß der sozialistischen Partei wurde am Samstag vormittag eröffnet. 400 Delegierte der verschiedenen Departementsverbände waren erschienen, dar unter zahlreiche Parlamentarier, so die Minsster Guesge, Sembat und Thomas. Die Presse hat keinen Zutritl!. Die erste Sitzung was, einem Havasbericht zufolge, der Kon; trolle der Mandate und der Ausarbeitung der Tagesordnung gewidmet.

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tollste Form unserer Kriegsleidenschaft ist jedenfalls, so zu kämpfen, bis Deutschland um Frieden hittet. Da dies das Ziel durch wirtschaftliche Er

das Blatt, uns gegenseitig in den Deutschland hat uns die Gelegen

Adien, Herr Hervs!

in denen er die französische Reglerung unausgesetzt angriff, aber nicht etwa wegen ihres so oft betonten Kriegswillens bis zum bitteren Ende, sondern vielmehr, weil ihm alles noch zu wenig wax und er den Krieg noch in gang anderem Stile geführt sehen wollte, als es ge schah. War diese Haltung schon bezelchnend genung füür denSozla⸗ lismus Hervés, dem sich auch, seine Schimpfereien gegen die deutsche Sozialdemokratie würdig gesellten, so wird man sich jetzt erst recht nicht wundern, daß Hervé auch noch die Aeußerlichkeit ab. streift, die sein Blatt als ein sozialistisches kennzeschnen sollte. Unter einem wüsten Gebelfer, das sich vorgeblich nur gegen die

dampfer untergegangen seien. *

Teilnehmer und Gesinnungsgenossen der Zimmerwalder Konferenz richtet, die einendeutschen Frieden wollten, verkündet er seinen

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