„daß die Regierung sich mit der Absicht trägt, in dem
des Volkes ist nunmehr geteilt und stehenden Wahlen und den Ereignissen an der Grenze.
und Oesterreicher. r
Die amerikanische Protestnote gegen Frankreich.
Newyork, 16. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) Durch Junkspruch von dem Vertreter des W. T. B. Die ameri- kanische Note, in der gegen das Vorgehen des französischen Kriegsschiffes„Descartes“ gegen amerikanische Schiffe Ei n⸗ spruch erhoben wird, ist nach Paris abgegangen. Die Note fordert die sofortige Freilassung der sechs Deutschen und Oesterreicher, die von Bord der Dampfer„Coamo“,„San Juan“ und„Carolina“ weggeführt wurden.
Elsaß⸗Lothringens Zukunft. Im Reichshaushaltsausschuß wurde am Mittwoch die
Frage in vertraulicher Weise erörtert, ob die staatsrechtliche Stellung Elsaß⸗Lothringens innerhalb des Deutschen Reiches anders als bisher zu gestalten sein werde. Bei Beginn der Verhandlungen gab der Stellvertreter des Reichskanzlers folgende Erklärung ab:
Es ist bekannt, daß die Entwicklung der Verhältnisse in Elsaß⸗Lothringen Zweifel darüber hat entstehen lassen, ob der bisherige staatsrechtliche Zustand in den Reichslanden nach dem Frieden aufrecht zu erhalten sei. Diese Frage ist auch in der Presse schon wiederholt erörtert. Auch in Besprechungen, die der Herr Reichskanzler aus anderen Anlässen mit den leitenden
Ministern einzelner Bundesstaaten gehabt hat, ist diese
Frage berührt. Diese gesprächsweise Behandlung dersel⸗ ben hat indessen zu einem bestimmten Programm nicht ge⸗ führt. Auch die Regierung des führenden Bundesstgates ist zu einer Entscheidung darüber, ob und in welcher Weise dieses Problem in Angriff genommen werden solle, noch nicht gelangt. Der Bundesrat ist mit dieser Frage über⸗ haupt noch nicht befaßt worden. Ich bin daher nicht in der Lage, zu dieser Frage namens des Herrn Reichskanzlers oder der verbündeten Regierungen Stellung zu nehmen.“
Der nationalliberale Deutsche Kurier bemerkt hierzu: „Die Fassung dieser Erklärung läßt den Schluß zu,
e r
der abmarschierenden griechischen Soldaten und Offiziere ist sehr erbittert...
5* Finnlands Abiperrung von Rußland.
Die geheimnisvolle Isolierung Finnlands von Rußland schreitet fort. Nachdem, wie bereits gemeldet, die tele⸗ graphische und telephonische Verbindung Rußlands mit Finnland abgebrochen worden war, ergeht soeben ein Befehl des Höchstkommandierenden der 6. russischen an der Verteidi⸗ gung von Petersburg beteiligten Armee, wonach von morgen ab den die russisch⸗finnische Grenze passierenden Reisenden das Mitführen von Briefen, Notizbüchern und Einzelnotizen und Manufkripten verboten ist. Selbst diplomatische Kuriere dürfe Brief, jedes Notizbuch verzeichnet stehen.
Die Lebensmittelversorgung Petersburgs.
gegenwärtigen Zerrüttung des Eisenbahnwesens sei es vollkommen unmöglich, die Frage
nügenden Versorgung Petersburgs mit Lebensmitteln zu lösen
Brand im Alexander⸗Spital in Sosia.
Aerzte und Pfleger, die die Kranken auf ihren Rücken aus dem Saal trugen, konnten sämtliche 250 Kranken geborgen werden.
Kregsus ten.
städtischen Arbeiter in Bay veuth waren, trotz lebhaften Widerstandes der sozialdemokratischen Kollegien, auch einige Be⸗ stimmungen aufgenommen worden, die sich gegen die Agitation
sche Betätigung während der Arbeitszeit und der Pausen untersagten. Der Magistrat hat nun aus freien Stücken ein⸗ stimmig beschlossen, diese Bestimmungen, mit Rücksicht auf die patriotische Haltung der gesamten Arbeiterschaft, aus dem Statut zu entfernen.
Die sächsische Regierung erklärte sich bereit, abermals
staatsrechtlichen Zustand der Reichslande eine Aenderung eintreten zu lassen. Daß diese während des Krieges nicht erfolgen wird, daran dürfte nicht zu zweifeln sein, und was die Festsetzung des Programms betrifft, von dem der Stellvertreter des Reichskanzlers bemerkt, daß die bis⸗ herige gesprächsweise Behandlung der Frage zu einem solchen noch nicht geführt hat, so wird sie sicher nicht ohne Befragung des Reichstages erfolgen können.“ Waffenstillstand während der griechischen Mah en?
T. U. Amsterdam, 17. Dez. Laut einer Meldung des Daily Chronicle vernimmt man aus Athen, das Interesse zwar zwischen den bevor⸗ Es besteht die Möglichkeit, daß zwischen den streitenden Parteien des Feldzuges ein Waffenstillstand zustande kommen wird, um den einberufenen Soldaten Gelegenheit zu geben, ihrer Wahlpflicht nachzukommen. Die Alliierten seien diesem Plane günstig gesinnt und es wird für wahrscheinlich gehalten, daß auch Deutschland sich zu diesem Uebereinkommen bereit finden wird, durch welches die Feindseligkeiten während der Dauer der griechischen Wahlen eingestellt werden sollen.
Teuerungszulagen an bedürftige Beamte und Staatsarbeiter zu bewilligen. von drei Millionen Mark jährlich ausgesetzt.
Von zuständiger Seite wird der Presse mitgeteilt, öie deut⸗ sche Regierung habe sich vor kurzem der russischen Regierung gegenüber bereit erklärt, den russischen Kriegsgefangenen eine Feier des Namenstages des Zaren am 6./19. Dezember 1915 zu gestatten, wenn in Gegenseitigkeit den deutschen Kriegs⸗ gefangenen in Rußland freigegeben würde, den Geburtstag des deutschen Kaisers jestlich zu begehen.
Militärfragen vor der Neichshaushalts⸗ Kommission.
(Sitzung vom 16. Dezember.)
Abg. Hoch(Soz.) bringt die Einquartierungslasten zur Sprache, die die davon betroffenen Gemeinden und deren Be⸗ völkerung schwer bedrücken. Darauf muß die Heeresverwaltung durch Entgegenkommen an die Gemeinde Rücklicht nehmen. Be⸗ sonders schlimm haben sich die Verhältnisse in Hanau gestaltet. — Ein Kommissar des Kriegsministers stellt in Aus⸗ sicht, daß die gerügten Mängel beseitigt werden sollen.
Kriegsminister v. Wandel und Staatssekretär Helfferich ersuchen davon Abstand zu nehmen, in der Besoldungsfrage weitere 3 zu fassen. Man verspreche, weitere Ersparungen zu machen. Die Abstimmung über den Antrag wird ausgesetzt.
Abg. Meyer⸗ Herford(natl.) hält der Regierung eine Dank⸗ rede dafür, daß sie auf dem Gebiete der Versorgung ihre Schuldig⸗
Die Lage in Saloufki,
T. U. Lugano, 17. Dez. Die Salonikier Korrespondenten der Mailänder Blätter telegraphieren, die kritische Frage des Rlickzuges ist überwunden. Die Ententetruppen nehmen die vorher bezeich⸗ neten Verteidigungsstellungen ein. Der wohlhabende Teil der Be⸗ völkerung flieht nach dem Piräus. Die abziehenden Dampfer sind mit Flüchtlingen überfüllt, darunter befinden sich viele Deutschen Das griechische Heer zieht ab. Die Stimmung
keit getan hat.— Redner begründet dann den Antrag, denjenigen Kriegsbeschädigten, bei welchen nach der Art der Beschädigung (3. B. Amputation) eine wesentliche Veränderung des Zustandes später nicht zu erwarten ist, bei der erstmaligen
willigen.
weitgehend. Man dürfe aber versichert sein, die
1 Militärverwaltung werde nicht engherzig verfahren.
Barfüßele. 10
Eine Schwarzwälder Dorfgeschichte von Berthold Auerbach.
„Wirst schon sehen, wie lang ich noch da bin“, sagte Dami und ging ohne weiteres fort in das Haus des Kohlenmathes, Barfüßele wollte sich über den lächerlichen Plan Damis lustig machen, aber es gelang ihr nicht; sie fühlte, daß etwas Ernst dabei sei, und noch in der Nacht, als alles schon im Bette lag, eilte sie nochmals zu ihrem Bruder und erklärte ihm ein für allemal, daß sie nicht mitginge. Sie glaubte ihn dadurch plötzlich besiegt zu haben, aber Dami sagte kurzweg:„Ich bin dir nicht angewachsen.“ Sein Plan wurde immer fester. In Barfüßele war auf einmal wieder all das Wogen von Ueberlegungen, das sie schon einmal in der Kindheit befallen hatte; aber jetzt sprach sie nicht mehr mit dem Vogelbeerbaum, als ob er ihr Antwort geben könne, und aus allen Ueber⸗ legungen heraus lautete der Schluß:„Er hat recht, daß er geht; ich hab' aber auch recht, daß ich dableibe!“ Sie freute sich eigentlich innerlich, daß Dami einen so kühnen Entschluß haben könne; das zeugte doch von männlicher Kraft, und tat es ihr auch tief wehe, fortan vielleicht allein zu sein in der weiten Welt, so fand sie es doch recht, daß der Bruder mit gesundem Mut hinausgriff. Dennoch glaubte sie ihm noch nicht ganz.
Am anderen Abend paßte sie ihn ab und sagte:
„Sprich nur mit keinem Menschen von deinem Aus- wanderungsplan, sonst wirst du ausgelacht, wenn du's nicht ausführst.“
„Hast recht!“ entgegnete Dami,„aber nicht deswegen: ich fürchte mich nicht davor, mich vor anderen Menschen zu binden, so gewiß als ich die fünf Finger da an der Hand habe, so gewiß gehe ich, ehe hier die Kirschen reif sind; und wenn ich mich durchbetteln und wenn ich mich durchstehlen muß, daß ich fortkomme. Nur das eine tut mir weh, daß ich fort muß und nicht dem Scheckennarren einen Tuck antun kann, den er sein Lebenlang spürt.“
„das ist die echte Herzensliederlichkeit, einen Rachegedanken hinter sich zu lassen. Dort, dort drüben liegen unsere Eltern,
ich nach. So in den Nebel hinein, wo man nichts weiß.
die lebendig Scheidenden gestraft Rache nehmen. sie in Gerichte schreiben und allerlei Angebereien über geheim ge⸗ bliebene Verbrechen machen, um so, aus sicherer Entfernung, ihren Groll auszulassen.
vorgekommen,
Zorn auf, weil „Das ist die rechte Großmännigkeit“, eiferte Barfüßele, stecke Schießenden hatte gesellen wollen. doppelt freudig, hatte; denn tiefer als
——
S nrecre⸗
derartiges nur mitführen, wenn in ihrem Paß jeder
einer ge⸗
Petersburg lebe sozusagen von der Hand in den Mund. Die nach hierher geschafften Lebensmittel reichten nur immer für einen Tag.
7 5 47 i zeiches, des Staates und der Gemeinde T. U. Sofia, 17. Dez. Durch Kurzschluß ist in der ver- in den Betrieben des Reiches, des es und 5 i gangenen Nacht 105 Alexander⸗Spital ein Brand ausgebrochen.] untergebracht werden. Mit dem Anstellungsschein ist es nicht 9 Dank der aufopfernden Unterstützung der deutschen Schwestern, es auch Stellen nachgewiesen werden.
In die vor einigen Jahren sestgesetzten Bestimmungen für die
der Gewerkschaften richteten und insbesondere jede polit i⸗
Hierzu wurde ein Betrag!
i Festsetzung der Rente 80 Proz. der festgesetzten Rente für die Lebensdauer zu be⸗ ter forderte.— Staalsfekretär Helfferich sagt das zu und
5 1 25 klärte, daß das Reich so weit gehen wolle, daß es den Bezirken General v. Langermann bezeichnet diesen Antrag als zu denen vorwiegend
Abg Bauer(Soz.) erklärt sich damit einverstander dieser Materie gestellten Anträge der Regierung als M überweisen. Das Kriegsministerium solle aber bestin daß Kriegsbeschädigten die Rente nicht entzogen wird, wen. Arbeit wieder aufnehmen können. Die preußische Eisenba mu e die Wiedereingellung Kriegsverletzter abgele muß Abhilfe geschaffen werden. 2 l 6
3 Wandel stellt sest, daß Kriegsbesch
1
Abg. S
achgemäße Berufsberatung unter Mitwirkung der Gewerkschafte W Wöbbrcer darf nicht eintreten. Die Renten Offiziere scheinen nach den bis jetzt gemachten Erfahrungen unter zu hoch zu sein.— General v. Langermann entsch die Verzögerungen mit der Menge der Fälle.
Abg. Erzberger fordert, daß die Kriegsbeschädigten n
Kriegsminister v. Wandel: Die Regierung wünscht nit
Sie sollen so weit als irgend möglich in ihre schrante A Des 5 chränkter Anzahl hinausgegeben. J Abg. Ba. Ohne die Mithilfe der Gewerkschafte wird nichts zu erkeichen sein. Die Regierung soll dies sprechenden Instanzen klarmachen. Mit Krüppeln kann man Staatsbetriebe nicht durchweg besetzen: es müsfen auch gesunde beiter vorhanden sein. Die Arbeitgeber zeigen leider nicht im Entgegenkommen. Die Deutsche Arbeitgeber⸗Zeitung hat di zur Lohndrückerei aufgefordert. Es ist skandalös, daß von di Seite sogar niedrigere Akkordsätze für Kriegsbeschädigte gefor
früheren Berufe
Es dürfen nicht in Kasernen und Lazaretten Plakate angeb werden, die dazu auffordern, bei den Unternehmerperbänden zu melden. Die Gewerkschaften arbeiten eifrig mit, diese Fra zu regeln. Abg. Giesberts(3tr.) hebt hervor, daß die Verwund große Opfer bringen, wenn sie sich zu dem Zwecke operieren la wieder arbeitsfähig zu werden. Demgegenüber ist es doppelt v werflich, wenn die Unternehmer darauf mit Lohndrückerei worten wollen. Es dauert schon Mongte, ehe sich die Leute von Einwirkungen des Trommelfeners erholt haben; deshalb soll nicht immer gleich von Renten⸗Psychose reden. Die Arbei organisationen müssen zur Mitarbeit herangezogen werden. Generalarzt Dr. Schultzen bestreitet, daß die Nachwirku der Erlebnisse auf den Schlachtfeldern so langandauernde sind.
Die Behandlung der Mannschaftsfragen ist Die Sozialdemokraten traten energisch für Erweiterung d Urlaubs ein. Mit Nachdruck forderten sie eine mögli gute Behandlung der Mannschaften; dieses V. langen wurde belegt 5 reichhaltiges Material der Heimat und aus dem Felde..
Zu der Urlaubsfrage daß der Weihnachtsurlaub für die in der Heimat befindl' Mannschaften eingeschränkt worden ist, um den im Felde findlichen Mannschaften den Vorrang zu lassen. Die Besprech
vertraulich
tag fortgesetzt.
politik ein. traulich. 5 Hieran schloß sich die Beratung der neuen Krie gskredi vorlage. Auch diese Verhandlungen waren streng vertrau lich. Es kann aber so viel mitgeilt werden, daß Abg. Scheidemann die Bereitstellung größerer Mittel, als bi bewilligt worden sind, für die W 5 chnerinnenhilfe und ff die Unterstützung der arbeitslosen Textilarbel
Auch diese Verhandlungen waren streng ve
Textilarbeiter sich befinden, die die Unterstützungen bis zu Verfügung stellen wolle.
Auslagen
komm' mit, komm' mit auf ihr Grab, und sage das dort noch einmal, wenn du kannst. Weißt, wer der Nichtsnutzigste ist? Wer sich verderben läßt. Gib die Axt her, du bist nicht wert, da die Hand zu haben, wo der Vater seine Hand gehabt hat, wenn du das nicht gleich mit Stumpf und Stiel aus dec Seele reißest! Die Axt gib her! Die soll kein Mensch haben, der von Stehlen und Morden spricht. Die Axt gib her! Oder ich weiß nicht, was ich tue.“
Kleinlaut sagte Dami:„Es ist nur so ein Gedanke ge⸗ wesen. Glaub' mir, ich hab's nicht gewollt, ich kann ja das auch nicht; aber weil sie mich immer so den Kegelbuben heißen, da hab' ich gemeint, ich müsse auch einmal wettern und dreinfluchen und dreinhauen. Aber du hast recht. Sieh', wenn du willst, gehe ich noch heute nacht hin zum Scheckennarren und sage ihm, daß ich keinen bösen Gedanken im Herzen gegen ihm hab'.“
„Das brauchst du nicht, das ist zu viel; aber weil du so Einsicht annimmst, will ich dir helfen, was ich kann.“
„Das Beste wäre, du gingst mit.“
„Nein, das kann ich nicht, ich weiß nicht, warum, aber ich kann nicht. Aber das habe ich nicht verschworen: wenn du mir schreibst, daß dir's beim Ohm gut geht, da komme
ich ändere nicht gern, und ich hab's ja eigentlich Aber jetzt laß uns überlegen, wie du fort kommst.“
Es ist eine Eigenheit vieler Auswandernden und gibt Zeugnis von einer finsteren Seite der Menschennatur über⸗ haupt und unserer vaterländischen Zustände insbesondere, daß gern noch vor ihrem Abgange un⸗ Auch ist es bei vielen das erste, was der neuen Welt tun, daß sie nach der alten Welt an die
gut hier.
Es waren schreckliche Beispiele dieser Art in der Gegend und Barfüßele flammte darum doppelt im auch ihr Bruder sich zu den aus dem Ver⸗ Darum war sie jetzt als sie den bösen Willen Damis besiegt
fühl, einen anderen von Laster und Irrweg zurückgeführt;
Mit der ganzen sicheren Klarheit ihres Wesens erwog sie nun alle Umstände. Die Frau des Ohms Schwester geschrieben, daß es ihnen wohlgehe, und man den Aufenthaltsort des Ohms.
Die Ersparnisse Damis waren sehr gering, und auch di Barfüßeles reichten nicht aus. die Gemeinde eine namhafte Schwester wollte nichts davon wissen, und sie sagte:„Das soll das letzte sein, wenn alles andere
Bettelbrief einer reichen Bäuerin erscheinen müsse, die vie
ment zu setzen, er sollte ihr jetzt das wenn es auch weniger sei. Dann fiel ihr wieder ein, daß man vielleicht den Scheckennarren, dem es jetzt wieder üb aus wohl erging, zu einer Beisteuer bewegen könne.
Sie sagte von alledem dem Dami nichts, aber wie sie sein
Gewand musterte, wie sie mit vieler Mühe der schwarzen Marann von ihrer aufgespeicherten Leinwand ein Stück auf
Borg abkaufte, alsbald zerschnitt und in der Nacht vernähte, alle diese gesetzten, festen Vorbereitungen machten Dami fast zittern. Er hatte freilich getan, als ob der Auswanderungs, plan bei ihm unerschütterlich fest sei, und doch kam er sich jetzt wie gebunden, wie gezwungen vor, als ob er durch den sesten Willen der Schwester zur Ausführung gedrängt würde. Ja, die Schwester erschien ihm fast hartherzig, als ob sie ihn fortdränge, ihn los sein wolle. Er wagte jedoch nicht, dies deutlich zu sagen, er wußte nur allerlei Quengeleien vorzubringen, und Barfüßele deutete diese als das verdeckte Wehe des Abschieds, das kleine Hindernisse gern als die Nötigung, davon abzulassen, annimmt, um nur sich wieder abbringen zu lassen. Sie machte sich nun vor allem an den alten Rodelbauer und verlangte geradezu, daß er ihr das
alle Wohltat erquickt das innere Ge⸗
Erbstück, das er schon lange versprochen, jetzt gebe. r
(Sertsetzung folgt.).
daß die Kriegsverletzten sich auf die Beamtenlaufbahn einrichte n
werben. Die Arbestsvermittlung muß einheitlich geregelt werde
militärischer Fragen wurde nunmehr unterbrochen; sie wird Frei⸗
r e und, wenn nötig, darüber hinaus.
haben. 4
hatte an ihre
so wußte
shalb werden Anstellungsscheine nur in be⸗
den ent⸗
Die Anträge werden der Regierung als Material überwiesen.
erklärte die Militärverwaltung,
Die Kommission trat nun in die Beratung der Auslands⸗
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Dami sprach davon, daß ihm Beisteuer geben müsse; die
fehlgeschlagen hat“ Sie erklärte nicht, was sie sonst noch versuchen könne. Ihr erster Gedanke war allerdings, sich an die Landfriedbäuerin in Zusmarshofen zu wenden; aber sie wußte, wie solch ein
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leicht auch nicht einmal bar Geld habe; dann dachte sie an den Rodelbauer, der ihr versprochen hatte, sie in sein Testa⸗ Zugedachte geben, und
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