Ausgabe 
17.12.1915
 
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Hessen und Nachbargebiete.

Gießen und Umgebung. Eine zeitgemäße Mahnung.

In der Neuen Beamtenzeitung, de 0 besoldeten, finden sich über das eee der Fest⸗ Krieg folgende bemerkenswerte Sätze: dicchenhandel und

Eine ganz besondere Rolle bei der J der Zwischenhandel. Daß der Handel als 5 letzten Jahrhunderten auf die Entwicklung Ane auf die Fortbildung unserer Technik 9 8. Kultur, auf die staatliche Entwicklung einen fördernden pt zuletzt auch geübt hat, soll nicht geleugnet werden. e e e N die durch berufsmäßige Warenverteilung sich ihr Menschen, dienen, haben zunächst zu einem erheblichen Teil Brot ver- Bestreben, sich durch einen übermäßigen Zwische 9 das bereichern. Nun liegt es aber im Wesen der e zn Wirtschaft über den Wert der eigenen Arbeit 0 50 alißtischen zu machen und dieses Streben nach Spekulationsgem Proftt in den letzten Jahrzehnten immer mehr, auch 1 handel, an Boden gewonnen. Man rede uns nich 1 17 daß es nureinzelne seien, die die Notlage Aer menschen im Frieden sowohl wie jetzt auch Kode Mit. Kriege auszunutzen versuchen. Es liegt leider Sy 08 im dieser Sache, und es ist darum hohe geit, daß der Staat 10 Ganzes zu dem Problem einer gepechten und von der Spek 1 lation nicht beeinflußten Warenverteilu ng Stellun nimmt. Ungezählte Millionen sind in den letzten Monaten von den Verbrauchern für Nahrungsmittel zuviel gesablt worden, und besonders die abhängigen Existenzen Arbeiter, Angestellte und Beamte, können ein Lied davon fingen was es bedeutet, den Aufwand für Nahrungsmittel im Interesse eines gewissenlosen Spekulantentums verdoppeln zu müssen oder zu hungern.

Daß hier eine nationale Gefahr vorliegt, beweisen die zahlreichen Aeußerungen führender Persönlichkeiten aus allen Schichten des Volkes. So schreibt g. B. der nationalliberale Reichstagsabgeordnete Schiffer in bezug auf die Nah⸗ rungsmittelwucherer u. a.:Die großen Hechte schwimmen noch unbehelligt umher. Auch sie, und gerade sie, müssen dem Rechte überliefert werden, wenn nicht das Volk in seinem Glauben an die Gerechtigkeit erschüttert werden soll. Auch wir glauben an eine Gerechtigkeit im Interesse unseres opferwilligen deutschen Volkes. Und wir meinen, daß dieser Gerechtigkeit um so eher zum Siege verholfen wird, je mehr sich das Volk auf den Weg der Selbsthilfe be sinnt. Darum, hinein in die Konsumgenossenschaf⸗ ten, die sich in schwerer Zeit bewährt, dazu berufen sind. uns frei zu machen von einem vielfach entarteten Händler- und Spekulantentum.

Die hier empfohlene Selbsthilfe in den Konsumenten⸗ organisationen ist, so bemerkt hierzu die Konsumgenossen schaftliche Korrespondenz, tatsächlich ein wichtiges Mittel, um dem wucherischen Treiben eines gewissenlosen Händlertums wenigstens einigermaßen Einhalt zu tun. Leider begnügen sich weite und einflußreiche Volkskreise noch damit, zu schreien und zu schimpfen, anstatt sich genossenschaftlich zu betätigen.

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Frühere Brotmarken-Ausgabe. Die vom 27. Dezem⸗ ber ab gültigen Brotmarken werden der Feiertage wegen bereits Mittwoch, den 22. Dezember in den bekannten Stellen ausgegeben.

Hamster im Kriegsgebiet. Dieser Tage wurde in Hanau eine Beleidigungsklage zwischen zwei Feldwebels frauen vor dem Schöffengerichte verhandelt. Im Laufe der Verhandlung beantragte der Verteidiger der Angeklagten eine Anzahl Zeugen, besonders Soldaten, zu vernehmen, die bekunden sollen, daß Feldwebel Daun, der Mann der Klä⸗ gerin, Löhnungsgelder unterschlagen, von einem dienstlichen Viehverkauf in Belgien 300 Mark, außerdem seidene Kleider, Bronzen, Schim ucksachen, eine Offi⸗ ziers-Uniform, eine sprechende Puppe und noch andere Sachen vom westlichen Kriegsschauplatze an seine Frau ge- sandt hätte. Der Gerichtshof lehnte aber den Antrag der Ver⸗ teidigung, das Verfahren solange auszusetzen, bis die Mili kärbehörde die Akten wegen der Behauptung geprüft hätte, ab, beschloß jedoch, die Akten der Militärbehörde zuzusenden. Vor einigen Wochen hatte sich ein Solinger Fabrikant und Reserveunteroffizier vor der Strastammer in Düsseldenf zu verantworten, weil er Kunstgegenstände cee e zösischen Schlosse mitgenommen halte. Das Gerich 0 5 0 in diesem Falle auf Freisprechung; Diebstahl e 0 5 doch habe dem Angeklagten das Bewußtsein der Rechtswidrig⸗ keit seiner Handlung gefehlt..

1 Ortskrankenkasse Gießen. Die Ausschuß witdncn⸗ werden an dieser Stelle auf die nächsten Montag, 20. 0 0 ber, abends /½9 Uhr stattfindende, Sitzu ug 1 gemacht. Diese hat den Bericht über die 1 55 1914 entgegenzunehmen, sowie den der Prüfungskommisf und letztere neu zu wählen. N.

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inzuweisen, daß vom Allgemeinen sche 1 f demnächtt der 2. und 3. Kursus in Wuchsübrong fußt Habe werkerfrauen und Töchter eingerichtet 1 6 B sehn güne Gelegenheit arb. i der Kurse wird nötigen Kenntnisse zu erwerben. Beg 5 noch bekannt gegeben.

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Uster; 1 u, daß die Berufsgenossen⸗ ber Kriegegas 0 1er waspderletter, 1 noch zum Miltzär. Heuser glich besunden und u wurden, ben ente enten 9 e Ein lehrreicher ich 0 Fl 15 Lerufsgenossenschaft enlschledener Nr weitere Kreise von Interesse ist,

Ein Vergmann Knappschaf t8-Sberversicherungsguut ge t 10 Galle 90 S, klagte gegen die Knappschalglenie in eine Dauerrente in Höhe von die Ihm die bisher 171 77001 er Bergmann verlangte dagegen 40 Prozent umwandeln woll, it, weil er iusolge esncz die Gewährung 4 155 rbeitsunsählg Unfalles, den er im 1

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igiehen konnte. Der Vorsitzende glaubte mit Nülcksicht auf ßen Um⸗

stand, daß der Kläger ein Hüne von Gestalt und von sehr gesundem Aussehen war, diesem den Vorhalt machen zu müssen, weshalb er nicht arbeite; er würde sich dann au die Unfallfolgen besser gewöhnt haben. Demgegenüber belundete dann der zum Wort kommende We rtrauensarzt der Berufsgenossenschaft, Meddiginalrat Dr. Räuber in Erfurt, daß sich der Gesundheitszustand des Verletzten erheblich verschlechtert habe und schwere nerpöse Störungen bei ihm festzustellen selen. Der Verletzte sel zu 75 Prozent arbeits⸗ unfählg. Die Auregung des Vorsitzenden, bei dem Truppenteil des Verletzten Auskunft über den Grad der Dieustverwendbarkeit ein zuholen, lehnte der ärztliche Sachperständige a b, weil eine solche Auskunft an seinem Gutachten nichts zu ändern vermöge. Weiter bekundete der Sachverständige, der zugleich Leiter eines Reserve lagarxetts ist, auf eine Frage des Vorsitzenden, daß es vorkongne, daß Persouen zum Kriegsdienst eingezogen wilvden, die untaug⸗ lüch seien. Dem Verletzten wurde dio beantragte Reute von 75 Prozent vom Kuappschasts-Oberversicherungsamt. zuugesprochen. Keinesfalls bildet die Einziehung zum Militär einen Grund für, Entziehung der Rente!

en Arbeiterdichter gestorben. In der Nacht vom 5. zum 6. Dezember ist in Leipzig nach kurzem Krantenlager Richard Cra mer gestorben. Wir bedauern, schreibt die Leipziger Volks- zeitung, erst jetzt vom Ableben dieses unseres langjährigen Mit- arbeiters Kenntnis erlangt zu haben, um ihm ein Dankeswort an dieser Stelle sagen zu können. Wer ist Richard Cramer? so werden wohl die meisten Leser fragen. Unter diesem schlichten Namen barg sich kein anderer Träger als der in der sozialdemokratischen Literatur bekannte Dichter Rudolf Lavant. Als Genosse Dietz in Stuttgart im Jahre 1890 die Arbeiterdichtungen gesammelt herausgab, da war Rudolf Lavant mit einem Bändchen Gedichte vertreten, von denen den sozialistischen Arbeitern viele bestens be⸗ kannt sind. Obwohl Cramer nie im Rahmen der sogzzialistischen Organfsationen mitmarschterte und kämpfte, sondern als Außen seiter die große Kulturbewegung des Sozialismus, verfolgte, so setzte er doch seine Hoffnung nur auf die sogzlalfstssche Bewegung, auf gesellschaftlichen Fortschritt. Dies tritt in all seinen reschen literarischen Produktionen. die zum Teil dauernden Wert behalten, immer plastisch hervor. Von der bürgerlichen Literatur kommend, sah Cramer in der Arbeiterbewegung die Vollstreckerin der bürger⸗ lichen Revolution; nur daraus ist seine Stellung zur Arbefter bewegung und zu den poljtischen Zeit- und Streitfragen zu ver⸗ stehen. Man lese nur seine Kampfeslieder, um das Gesagte be stätigt zu finden. Als der Londoner Sozialdemokrat zu dem großen Wahlsiege am 20. Februar eine Festnummer herausgab, da spendete Cramer ein seuriges Kampfgedicht, überschrieben: Der erste Akt. Dieser Wahlsteg sollte nur der erste Akt des großen Dramas sein, das die Völker zu ihrer endgiltigen Befrekung auf- führen. Nicht nur in Gedichten hat sich Cramer literarisch betätigt, sondern auch in Prosa. Sein für die Neue Welt in den 70er Jahren geschriebener und seitdem oft abgedruckter RomanAuf verlorenem Posten hat seinen Ruf als Schriftsteller wesentlich mit begründen helfen. Lange Jahre war Cramer Mitarbelter des Wahren Jakob und der Leipziger Volkzeitung.

5 Leser der Arbeiterpresse!

Eine Ehrenpflicht der Leser der Arbeiterpresse ist es, sich den Inseratenteil genau anzusehen. Besondere genaue Be- achtung verdient aber gerade in der jetzigen Zeit dieser Teil unserer Presse. Heute, wo der Geschäftsmann infolge der Kriegsverhältnisse genauer mit seinem Inseratenetat rechnet, müfsen sich die Leser der Arbeiterpresse deren Inserenten ge nauer merken. Die Inserateneinnahmen sind ein wesent licher Faktor in der Rechnung einer Zeitung. Je mehr In serate, desto leistungsfähiger die Zeitung. Dieser Umstand macht es den Lesern zur Ehrenpflicht, den Inseratenteil genau zu verfolgen und ihre Einkäufe in jenen Geschäften zu machen, die in der Oberhessischen Volkszeitung inserieren.

Komödie der Worte. Unter diesem Sammelnamen hat Arthur Schnitzler drei Einalter erscheinen lassen, die am Dienstag auch im Gießener Stadttheater als Gastspiel des Neuen Theaters in Frankfurt zur Aufführung gelangten. Schnitzlers Name ist auf dem Gebiete der dramatischen Literatur bestens bekannt. Ge boren 1862 in Wien hatte er Medizin studiert und erst später sich der Dichtkunst zugewandt. Viele seiner Werke sind auf deutschen Bühnen aufeeführt worden; in den meisten plaudert der Ver sasser in geistreicher Weise über das Eheproblem. So auch in den drei hier gegebenen Stiicken:Stunde des Erkennens,Große Szene undDas Vachussest. Es wird darin der Gedanke ver⸗ bildlicht, wie Worte bestimmend auf die Menschenschicksale ein⸗ wirken, welche unberechenbare, unheilvolle Folgen sie haben, Menschen auf immer entzweien können. Unb zum Teil haben diese solgenschweren Worte noch nicht einmal einen tatsächlichen Untergrund! Alle drei Einakter handeln von der ehellchen Un treue. Im ersten schleppt der betrogene Gatte gehn Jahre lang den Gedanken mit sich herum, seiner Frau einst sagen zu wollen, daß er sie erkannt und seitdem verachtet hat und tatsächlich ist er im Irrtum gewesen. Die Ausesnandersetzung zwischen den Gatten führt aber zum endgiltigen Brüche. Im zweiten StiickGroße Szene spielt ein bedeutender Schauspleler, die Hauptrolle. Er be trügt nicht nur seine Frau, er sucht sein Verhalten mit den ge⸗ wagtesten Ausreden, Lügen zu entschuldigen und macht der Frau, dem Bräutigam der Geliebten soplel Theater vor, daß er seinen Schwinbel sast selber glaubt. Ein ähnliches Thema wird im Vachussest behandelt; hier läßt die Frau in letzter Stunde den Geliebten laufen, dem sie eine Stunde vorher versprochen hat, ihren Mann zu verlassen. Dieser rettet sie aber vor dem Schritt und sie bleibt bei ihm. Vel der Darstellung wirkten ganz hervor ragende Kräfte mit. In allen drei Stlicken hatte Bruno Harp⸗ recht vom Darmstädter Hoftheater die Hauptrollen, die er in feinster Ausarbeitung durchführte. dref weiblichen Rollen lagen in den Händen von Marisa Leike und Polbl Sangora, die ihre Aufgaben mit künstlerischer Vollendung durchführten. Dasselbe ist von Hans Sch wartze und K. v. Möllendorf zu sagen.

Die

Von Nah und Fern.

* Zwei Jungen durch eine Granate getötet. In Heidel⸗ berg ereignete sich am Mittwoch ein surchtbares Unglück, dem zwei junge Menschenleben zum Opfer sielen. Zwei Jungen, 12 und 13 Jahre alt, sanden im Walde eine Gewehrgranate, die sie in elne Hobelbank spaunten und mit dem Haunmer bearbeiteten. Durch die erfolgende Explosion wurde der eine Junge sosort getötet, während der andere auf bem Wege zum Krankenhaus selnen schweren Verletzungen erlag. Der Luftdruck hatte die Wohnung, in ber sich die Explosion eresgnete, vollständig zerstört.

Ein sechsjähriges Kind auf ber Anklagebank! Aus Detmold wird berichtet: Ein wohl eingig bastehender Fall einer Schöffen gerichtsklage lam hier zur Aburtellung. Auf der Anblagebauk saß ein sechsjähriges Kind und das Vergehen bestand darim, daß das Kind einer älteren Frau sage und schreshe enen Apfel aus dem Korbe genommen haben sollte. Diebestohlene Frau ist mit, der Mutter des Kindes verseindet und hatte Sbrafanzeige erstattet, worauf das Kind sich wegenUebertretung des Feld⸗ und Forst⸗ polizeigesetzes zu verantworten hatte. Das Gericht konnte aber eine solche nicht, seststellen, ebensowenig Dlebstahl und auch leinen Munbraub, weil das Kind nicht strafmündig war. Es wurde daher auf Freisprechung erkannt und die Kosten der Stgatskasse auserlegt. schwer begreifen, wie elne sosche Anklage möglich war.

Gerüisteinsturz. In Würzburg stitrte am Mittwoch ber dem Neubau des Untersränkischen Krüppelheims das Gerlilst eln und riß acht Arbeiter in dle Tiefe; fünf davon wurden schwer verletzt, die übrigen drei erlitten leichte ve Verwundungen.

Tahesbericht des Großen Hauptguartiers.

Im Westen Artillerie- und Fliegertätigkeit. Rufsische Augrisse überall abgewiesen. Erfolgreich weiter in Montenegro.

W. B. Großes Hauptquarkier, 16. Dez., vorm.(Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz,

Lebhafte Artilleriekämpfe und rege Fliegertätigkeit auf dem größten Teile der Front. Bei Vaily wurden zwei kleine Postierungen auf dem Südufer der Aisne nachts von den Franzosen überfallen.

Leutnant Immelmann brachte gestern über Valenciennes das siebente seindliche Flugzeug, einen englischen Eindecker, im Luftkampf zum Absturz.

Der vorgestrige Fliegerangriff auf Müllheim(Baden) sollte nach französischer Darstellung als Ziel die dortige Bahn- hofsanlage gehabt haben. In deren Nähe ist aber keine der geworfenen Bomben gefallen. Dagegen wurde in der Stadt ein Bürger getötet, ein anderer verletzt. Der rein militürische Schaden besteht aus der Zerstörnug einiger Fensterscheiben im Lazarett.

Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg.

Russische Abteilungen, die nördlich des Dryswjaty Sees bis in unsere Stellung vorgedrungen waren, wurden durch Gegenangriff zurückgeworfen.

In der Gegend der Varasing-Mündung brach ein Vor; stoß des Feindes im Feuer unserer Infanterie zusammen.

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.

Die Lage ist unverändert. Nachts kam es zu kleinen Patrouillen⸗Zusammenstößten.

Heeresgruppe des Generals v. Linsingen.

Bei Verestiany scheiterte ein feindlicher Angriff.

Ein russisches Flugzeug mußte östlich von Luck im Be reich der österreichisch-ungarischen Truppen landen.

Balkankriegsschauplatz.

Die Kämpfe in Nordmontenegro wurden mit Ersolg fortgesetzt.

Die österreichisch-ungarischen Truppen

kämpfen wor Vijalopolje.

Oberste Heeresleitung.

*

Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht Die Kämpfe in Montenegro. Fliegertätigkeit an der russischen Front.

Wien, 16. Dez.[W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 16. Dezember 1015.

Russischer Kriegsschaupla tz.

Im Gebiete des Kor miubaches wies die Armee des Geh herzogs JZosef Ferdinand einen russischen Vor stoß ab. Südwestlich von Oly ka wurde ein feindlicher Flieger zum Landen gezwungen und gefangen. Eines unserer Flugzeuggeschwaher belegte die an der Bahn Miedwieze⸗Sarny liegende Eisenbayn⸗ station Antonowka und den Bahnhof von Klewan mit Bomben. Die Attion hatte Erfolg. Bei Klewan entstand ein Brand. Alle Flug⸗ zeuge kehrten troß heftiger Beschießung unversehrt zursick.

Italienischer Kriegsschaup laß.

An der Tiroler und an der Jsonzosront fanden einzelne Geschütz kämpfe slatt. Im Flitscher Becken bemüchtigten sich unsere Truppen durch Ueberfall einer italienischen Vorstellung.

Südöstlicher Kriegsschauplag.

Unsere Truppen warsen gestern den Feind auch südöst lich von Glibaci in die Tara-Schlucht hinab. Andere usterreichisch⸗ ungarische Kolonnen gewannen unter heftigen Kämpfen die Höhen unmittelbar nördlich von Viselopodse und das Gelände halben Weges zwischen Rozaj und Berane.

Westlich von Jpetl hat der Gegner Plau und Gusinje angetreten. Die Zahl der teilten Gefangenen erhöhte sich auf 900 Mann.

Der Stellvertreter des Chess des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. *.

Bulgarischer Bericht.

Sofia, 16. Dez.(W. T. B.) Meldung der Vulgarischen Telegraphenagentur. Amtliche Mitteilung über dien Operationen am 14. Dezember: Die Engländer und Franzosen sind auf, griechisches Gebiet zurückge- worfen. Unsere Truppen befinden sich an der griech 1 schen Grenze, nachdem sie vorläusig die Verfolgung des Feindes eingestellt haben. An der ganzen Front herrschs Ruhe. Wir nahmen dem Feinde 1234 Gefangene, darunter 18 Offiziere, und 14 Geschütze, 62 Munitionswagen, 10 zweispännige Sanitätskarren und viel anderes Kriegsmaterial ab. Von nun an wird der Generalstab Berichte nur an jenen Tagen veröffentlichen, au welchen bedeutende Operationen zu melden sind.

Wassenruhe.

Nachdem die tapferen bulgarischen Truppen zehn Tage hindurch in der sieg. und erfolgreichen Verfolgung der Ententetruppen eine unablässige, außerordentlich tüchtige Ar, beit geleistet haben, ist ihnen unn vorläufige Waffenruhe ge gönnt. Sie respektieren die Neutralität Griechenlands und stehen mit ihren Hauptkräften nach dem mit der griechischen Regierung getroffenen Uebereinkommen an der griechischen Grenze vor der neutralen Bone, die zwei Kilometer von der Grenzlinie läuft. Voraussichtlich dürfte dieser Operations, stillstand nicht von langer Dauer sein. Beim Rückzug der Engländer sollen diese 20 Brücken und zwei Tunnels voll ständig zerstört haben. b

den Rückgug gegen gestern mige

Das Interesse det

Dally Chronicle berichtet aug Athen: bevorstehenden Wahlen wie

Publikums rschte sich sowohl auf die auf die Möglichkeit wichtiger Geschehnisse an der Grenze. Es fo wahrscheinlich, daß die Kriegstihrenden stillschweigend einen Waffenstillstand dis mindestens nächsten Sonntag einhalten würden