Agesberigt es Großen Hauptguartiers
Vier feindliche Flugzeuge vernichtet. Bei Plevlje der Feind zurückgeworfen. W. B. Großes Hauptquartier, 15. Dez., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. An der Front hat sich nichts von besonderer Wichtigkeit ereignet. 5 Ein am 12. Dezember auf der Höße von La-Panne auf Grund geratener englischer Dampfer wurde gestern von un⸗ seren Fliegern mit beobachtetem Erfolge angegriffen. 0 Der Feind, der mehrere Flugzeuggeschwader gegen Ba— taume⸗Peranne, nach Lothringen, auf Müllheim(Baden) angesetzt hatte, büßte im Luftkampfe oder durch Feuer un serer Abwehrgeschütze vier Flugzeuge, darunter ein Groß⸗ flugzeug mit zwei Motoren ein. Oestlicher Kriegsschauplaßz. Nichts Neues. 10 Balkankriegsschauplatz. Sfr ufich von Plevlje ist der Feind über die Tara und weiter über die Linie Grab-Bromarevo zurückgewor⸗ fen. ere hundert Mann wurden gefangen genommen. Oberste Heeresleitung.
1* De“ Aerreichisch⸗ungarische Tagesbericht Die Offensive in Montenegro. Neren, 15. Dez.(W. T. B.) Amtlich wird 15.—Aember. Russischer Kriegsschauplatz. 16 Keine besonderen Ereignisse. JItalienischer Kriegsschauplaßz. Die Lage ist unverändert. g Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die von Plevlje aus nordringenden österreichisch⸗ungarischen Streitkräfte des Generals von Koeveß haben gestern auch die monte⸗ negrinischen Stellungen südlich der Vraua⸗Gora in ganzer Breite genommen. Eine Kolonne drang in der Verfolgung bis an die Tara⸗Schlucht vor und zersprengte bei Glibaci ein feind⸗ liches Bataillon, andere Truppen kamen bis Grab. Auf den Höhen unmittelbar östlich von Berane stehen nebst unseren Abteilungen auch Moslims und Albauer gegen die Montenegriner im Kampf. Die Zahl der gestern eingebrachten Gefangenen: 340 Soldaten und 150 Wehrpflichtige. 1 N Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: . f v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
verlautbart:
Zu der Offensive in Montenegro wird der Frankf. Ztg. von österreichischer. Seite telegraphiert:
Südlich und südwestlich von Plevlje schreitet die Of fen— sive unserer Truppen in erfreulicher Weise vor⸗ wärts. Erst vorgestern haben sie sich mit stürmender Hand der stark bewaldeten und zerrissenen Höhe der Wrana Gora bemächtigt. Seitdem haben sie im ungestümen Drang nach vorwärts die feindlichen Stellungen südlich davon erobert und, die über 1400 Meter hohe Kraljewa Gora überschreitend, bei Glibatzi ein feindliches Bataillon zersprengt und den Feind über die Tara zurückgeworfen. Das geschah vermut⸗
lich im Raume der Rawna Gora, wo sich südwestlich von Plevlje bei Netertara der einzige Uebergang über die durch
volterung schneßt sich in immer großeren Massen den vur⸗ garischen Truppen an, so daß für die Italiener in ulone eine immer ernstere Gefahr erwächst. Auf allen Wegen sieht man flüchtende serbische Truppen, sowie viel Kriegsmaterial und wert⸗ volle Gegenstände aus dem Besitz reicher Serben.
Griechenland, die Entente und Bulgarien
Laut Meldungen Pariser Blätter aus Athen findet der Rückzug der Verbündeten so schnell statt, als es der Trans- port des Kriegsmaterials nach Salonik gestattet, wo die Er⸗ richtung eines befestigten Lagers bereits begonnen hat. Falls die Deutschen das griechische Gebiet betreten, glaubt man, daß die griechische Regierung diesen das gleiche Entgegenkommen wie den Verbündeten entgegenbringen wird
Der Wortlaut der zwischen General Sarrai 1 und dem griechischen Obersten Pallis getroffenen Abmach⸗ ungen ist laut Lyoner Blättern folgender:
1. Die griechischen Truppen entfernensich einst⸗ weilig, um die deutsch⸗bulgarische Armee passieren zu lassen.
2. Die Alliierten sind ermächtigt, in zu bleiben und sich dort zu befestigen. chischen Truppen in Salonik werden auf eine Divif reduziert.
3. Griechenland verringert seine Kontingente, die die Forts und Batterien am Eingang der Bucht von Sa⸗ lonik besetzt halten.
Salonik Die grie ion
* g
Wie die Sofioter Utro aus diplomatischer Quelle erfahren haben will, richtete die griechische Regierung nach dem letzten Rück⸗ zug der Engländer und Franzosen an Bulgarien das freundschaft⸗ liche Ersuchen, die Neutralität Griechenlands nicht zu verletzen. Die bulgaxische Regierung habe beschlossen, aus politischen Grün⸗ den dem Ersuchen Griechenlands nachzukommen und alle mit Griechenland schwebenden Fragen einer friedlichen Lösung zuzu⸗ führen. Man hoffe, daß durch diesen Beschluß Bulgariens Kom⸗ plikationen vermieden werden können. Die griechische Regierung beschäftigte sich jetzt mit der Antwort Bulgariens.
Die Gesamtzahl der Eutentelruppen in
Saloniki. f
Die Gesamtzahl der bisher in Saloniki gelandeten Truppen der Entente wird von italienischest Blättern auf 150000 Mann angegeben. Die Befestigungen der Stadt werden mit der größten Eile fortgesetzt, sodaß anzunehmen ist, daß Saloniki von den Franzosen und Engländern ge⸗ halten werden soll.
Tie Entente und das Balkanabenteuer.
Zur Geschichte der Salonik⸗Expadition macht der Pariser Korrespondent des Secolo, Campo— longhi, aus offiziöser französischer Quelle interessante Mitteilungen, aus denen hervorgeht, daß England be⸗ reits das Aufgeben des Balkanfeldzuges amtlich beschlossen gehabt und diesen Beschluß am 3. Dezember der französischen Regierung mitgeteilt hatte, wobei es hinzufügte, es werde Aegypten auf anderem Wege verteidigen, da Kit⸗ chener nach dem Besuche Saloniks sich ausdrücklich gegen die Fortsetzung des Unternehmens ausgesprochen habe.
Darauf versammelte sich sofort der französische Mi⸗ nisterrat und wies England auf die schweren Gefah-
ren hin, die die Aufgabe der Balkan-Expedition namentlich 4 in Bezug auf Rußland hervorrufen würde und auf die mög⸗
unsere Stellungen auf diesem Abschnitt und zog sich daun
Ter kürkische Tagesbericht. Ein weiterer Erfolg am Tigris. Konstantinopel, 15. Dez.(W. T. B.) Das Hauptquar teilt mit: Auf der Jrakfront wurden die letzten auf dem rechten Ufer des Tigris befindlichen Häuser Ku.⸗el⸗Amara am 13. Dezember erstürmt. Von zu feindlichen Monitoren, die in östlicher Richtung zu e fliehen versuchten, wurde einer durch unsere Artillerie ver⸗ senkt, der andere kehrte auf seinen alten Platz zurück. Auf der Kaukasusfront hat sich nichts ereignet. Auf der Dardanellenfront örtliche Feuer gefechte aller Art, besonders mit Bomben und Luft⸗ torpedos. Unsere Artillerie zwang feindliche Schiff die in der Bucht von Kimikliliman Schutz suchen wollten, zur Flucht. Bei Ari Burnu zerstörten zwei von uns auf dem rechten Flügel zur Explosion gebrachte Minen zwei feindliche Gegenminen. Ein feidlicher Kreuzer beschoß wirkungslos
zurück. Unsere Artillerie zwang einen feindlichen Kreuzer sowie ein feindliches Torpedobovpt, die sich der Küste näherten, um unseren linken Flügel zu beschießen, sich zu entfernen und brachte einige feindliche Batterien zum Schweigen.
Neue russische Offensive?* T. U. Genf, 15. Dez. Nach einer Havasmeldung sind General Martinowitsch, der montenegrinische Minister⸗ präsident und der Kriegsminister gestern auf dem Wege nach Cetinje in Rom eingetroffen. Martinowitsch hatte auf Ein⸗ ladung des Zaren von Rußland vier Monate beim russischen Generalstab geweilt. In Rom erklärte er, daß das Unglück, welches Rußland im letzten halben Jahr betroffen hat, darauf zurückzuführen, daß Rußland für den Krieg nicht vor⸗ bereitet war, jetzt aber wäre alles geregelt. Die Munitions⸗ fabriken arbeiten Tag und Nacht, um das Heer mit Munition zu versorgen. Rußland werde bald in der Lage sein, vier Millionen Mann gutausgerüsteter Truppen ins Feld zu schicken.
Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. . Verlag von Krumm& Cie., Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt. G. m. b. H., Offenbach a. M.
Verstorbene. Georg Christoph Kick in Alsfeld.
Agenenge Inthranzenkale egen.
Die Beiträge zur Kranken- und Invaliden⸗ versicherung für Monat Ott. 1915 können noch bis zum 30. Dez. 1915 ohne Kosten bezahlt werden.
Gießen, den 15. Dez. 1915. Der Vorstand J A.
: Alb. Lentz.
2 8
An den Weihnachts-Feiertagen und am J. u. 2. Januar
2 Seo
I 14 9 4
1
Oberhessis
55 10 es
Wir emptelllen:
Märchen- und Bilderbücher.
che Volkszeitung, Giessen
Clenke! 7
unas- Literatur. Beschältigungs-Spiele u. Baukasten 2 9 D 8 1 7
r.
0 5. liche Anlce iner deutsche ter s oot⸗Station Hochwasser bedeutend angeschwollene Tara befindet, die sich 5 N age 0 e. 50 90 e 55 8 J 1 f . 5 5. eh] in Salonik zur Bedrohung nach Aegypten gehender Trans⸗ 8 0 f in tief eingeschnittener Schlucht nach Nordwesten wälzt. Der e ee e e, f d en( Wahtüt eschützt 5 porte. Eine Einigung zwischen den englischen und fran⸗ 5 urch zwei Karaulen(Wachtürme) geschützte Uebergang ists z Mint K n e 5 1 5 75 5 1. i zösischen Ministern wurde auch in Calais am 4. Dezember 1 eine in 639 Meter Höhe gelegene Ueberfuhr, von welcher der] noch nicht erreicht. Erst der am 5. Dezember in Paris ab⸗ 00 Hounsders§rdeK-Feabc hin b einzige Weg am Südosthange des über 1600 Meter hohen i e 4 f 23 f 5 8 F F N e en gehaltene Kriegsrat anerkannte, daß das Aufgeben des aus Marburg. Gebirgsstockes des Cerni Vrh einerseits nach Kolaschin,] Balkanfeldzuges ei e jlitärischer Fehler!. anderseits nach Mikschitsch führt Balkanfeldzuges ein unverbesserlicher militärischer Fehler 8 e 2 1 l 0 7 77 9*. 1 92 ro 51 7 ers N 75 er 507 5 7 ca n. 1 1 Die von Jabuka und Prijepolje vorrückenden e 1 1 1 e 901 eee 101 1 f österreichisch-ungarischen Streitkräfte haben nach Ueber— 5 i 1 Iscen ne 1 1 dr Kräftiger N a Er 1 ö windung der Kamena Gora, des Kaschewo Brdo und des Reise e 7070 1 r 0 0 don leichsalls die- N lieh&. 5 1 ö Gradsko Brdo den Fein über Grab hinaus zurückgedrängt, 10 5 An beit een 3ͤͥöͥöꝑ;ĩ¶ ⅛ö! al rb Ur f K rä Cassel, a während die von Prijepolje nach Süden vorgehende Kolonne“ e 1 des a ee eä be—— 4 3 b den Ort Brodarewo im Limtal besetzt. Der Feind ist über— schlosfen endlich 515 i ere 0 ee sofort gesucht. i 1. all nach dem Verlust mehrerer hundert Gefangenen über die n C 6 Hrieb. 5 5 15 0 9. Dezember in P 8 of 0 e Nor 5 8 Ye 1 rie 5 15 ö Ae ene bare e dale ure ge e e e n deen ac Behr. rich: ure dl— Truppen stehen im Vereine mit Mohoemmedanern und 1 Fer e e 195 3 0 n E in eee 9 Albanern auf den Höhen unmittelbar östlich von Beranes anden e ee e ö 5 19 S 5 7 N mit den Montenegrinern im Kampfe. Diese Höhen sind die VFC 5 55 1 8. Freitags⸗Abonn.⸗Vorstellung. 1 ö westlichen Ausläufer der Smiljewitscha Planina, deren ein Auftrag 8 1h 11 1 Neuheit! Neuheit 8 N zelne Teile den Namen Bukowik. Planina und Razbojiste[ England zur größten Krafkentfaltung auf dem NE Ki f J 1 g Planina tragen und in einer Höhe zwischen 1400 und 1500] Balkan und verrät, d ö e Regierung den Zusammen⸗ SUma 18 2 1 80 0 11¹ Ul 5 Meter emporragen. soß mit den Bulgaren 128. Dezember erwartet 1 mus, Ischias u Gicht können J 92 5 2 5 Die bisherige Zaude itik die Verni N Ea le Lustspiel in 3 Akten 0 Eine neue serbische Niederlage. JJJ..ͤ nich ee men ee en ee ee, 0 Die serbischen Truppen, die aus Monastir über del der Zibllisation, indem Deutschland einen Militärblock 1 7585 1198 5 füge us Walter Stein. 0 11 und Struga nach Albanien flüchteten, haben nach einer Soffoterß von der Nocdsee bis zum persiichen Golf mit sicheren Verbindungen„ F Soldate Ende 105 15 bwärts * Meldung des Az Est längs der Schwarzen Drina eine nouer⸗schafse und die muselmanische Welt erwecke. Brandt, Er egschulbeamter à. D. Soldaten vom Feldwebel abwärts 11 0 5 1 1 50 N— 111. 1 8 5 zahlen bei allen Vorstellungen auf iche schwere Niederlage erlitten. Die albanische Be⸗ 5 alle a. 8. 435, Jakobstr 44.. u. 3. Sperrsitz nur halbe Preise. 5
Bahnhofstrasse 23 Telephon 2006.
„


