Der Triumph der Bulgaren!
Die B edeutung des bulgarischen Sieges über die Eng⸗ länder und Tranzosen würdigt die Frankf. Ztg. in folgenden Aus⸗ führungen: Die Bulgaren haben das Unbegreifliche gewagt, sie haben der größten Koalition, die jemals im Kampf ge⸗ standen ist. an unserer Seite Tratz geboten und sind Sieger ge⸗ blieben. Die Niederwerfu⸗ ig Serbiens war ein groß⸗ artiger Erfolg. der Tag aber, an dem die vereinigten Trup⸗ pen Englands und Frankreichs vor der Armee des Bul⸗ . garen Todorow über die griechische Grenze fliehen 5 mußten, wird in der Geschichte des Balkans und des 2 nahen Orients von einer un vergänglichen Bedeut⸗ ung sein.
Unter dem Druck der k konzentrisch angreifenden bulgarischen Armee, die besonders gegen den linken Flügel der Divisionen des Generals Sarrail, der dem Zentrum im Wardar⸗Tal den Abzug
sichern sollte, mit größter Wucht vorging, wurde die Lage der Entente⸗Truppen mit jedem Tage gefährlicher und es ist nach der ganzen Kriegslage und den örtlichen Verhältnissen nicht verwun⸗
derlich, daß der anfangs sehr sorgfältig und glücklich durchgeführte Rückzug der Ententetruppen mit einer wahren Flucht geendet
hat. Es ist auzunehmen. daß die Bulgaren gewaltige Mengen von Kriegsmaterial und Vorräten und vermutlich auch eine nde Zahl von Gefangenen erbeutet haben. Engländer und 5 als Gefangene des bulgarischen Königs! Ein Stück Weltges
Die Ziffern der blutigen Verluste der Entente in Mazedonien müssen nach den bisher vorliegenden Meldungen ganz N
30 000 bis
wöhnlich groß sein. Die Engländer baben allein Doiran zwei eng⸗
Mann. dadurch verloren, daß in den Kämpfen 5
lische Divisionen aufgerieben worden Der volle Um⸗ fang der Katastrophe, die nun auch über bas e Hilfskorps hereingebrochen ist. wird erst zu überseben sein, wenn der bul⸗
garische Bericht die Einzelheiten mitgeteilt hat. 1
„Kein Engländer und Franzose befindet sich in mazedonischem Boden.“ Was sich von den feindl ichen retten konnte, ist in der Richtung nach Salonik auf grie schen Boden übergetreten. Sind die Bulaaren dorthin ge⸗ solgt? Werden sie folgen? Und welche Holtung wird Griechenland einnehmen? Von der Antwort hängt da chicksal
Stelle geben: bei den Herren von Salonik Griechenland und der Vierverband. 1 5 Uebergriffe der Entente in Salonik. Konstantinopel, 13. Dez. Mit 5 ist die noch bis er drei Tagen bestandene Bahn- und Telegrap hen⸗
2 1 Verbindung hierher seit der 1 Gewgelis und Doiraus durch die Bulgaren vollständig abgeschnitten.
1 Die letzten Melsungen von dort besagten, daß Frankreich und 1 England auf die Entfernung des deutschen und . österreichisch⸗ ungarischen Konsulates in
Salonit drängten. Der griechische Militärgouverneur lehnte dieses Verlangen unter Berufung auf die griechische Sou⸗
treten,
reiheit auf 8 2
des Restes der Salonfter Truppen ab. Wie sich auch G land entscheiden wird, so viel ist klar, daß die Griechen nicht das Aller⸗ geringste tun werden. wozu sie durch die Brutalität der Entente und ihre kluge Politik des Abwartens nicht oezwungen werden. Die militärischen Ereianisse strömen aber so schnell und unwider⸗ stehlich, daß es uns um die Antwort Pa nicht bange zu sein braucht. Bedenklichkeit und Sorge kann es nur an einer
veränftät aufs entschiedenste ab, und die griechische Militär⸗ verwaltung traf in anzuerkennendster Weise Vorsorge für den Schutz dieser Konsulate. die Entente im Augenblick, wo sich alles um Salonik kristalli⸗ siert, zu einem Gewaltstreich Zuflucht nimmt.
2*
Reuter meldet aus Salonik: Die griechischen Stabs⸗ . 5 offiziere Obersten Pallis und Sta ikes hatten eine 17 7 4 8 5 17 ö 2 Unterredung mit General Sarrail. Ein Lokalblatt
vernimmt von französischer Seite als Ergebnis der Unter⸗ redung: Das griechische Heer werde sich vor den Bul⸗ garen zurückziehen, folls diese bei der Verfolgung der Truppen der Alliierten die Grenze über schre 0 würden. Das griechische Seer 5 jeden gefährlichen . Kontakt vermeiden. Bericht habe große Er⸗ 5 regung verursacht.— Natürlich beim Vierverband. 1 2*
T. U. Genf, 13. Dez. Laut Hestia erblickt die griechische Presse in der Verhinderung der Ausfahrt der griechischen Schiffe aus den Häsen der Verbündeten eine neue Maßnahme, um die Regierung zum Nachgeben zu zwingen. Es sei wahrscheinlich, zaß die grigchische Regierung dagegen protestieren werde.
FT. U. Sofia, 13. Dez. Ein Diplomat, der aus Saloniki hier Antraf, erzählte, daß die einst so reiche Stadt jetzt ganz verarme. Die Ententelandungen haben den Hande L* vollstündig zugrunde ge⸗ richtet. Ein großer Teil der Einwohner ist an den Bettelstab gebracht.
zierverband. de 5
7 Rumänien und der 2 7 T. U. Kopenhagen, 13. 0 Telegraph, Dr. Di gramm an die englische
Dez. Der Mitarbeiter
Regierung, die e e nicht aufzugeben, vor allem die Heere aus Saloniki nicht zurückzuziehe Im gleichen Augenblick, wo das Ententekorps Griechenland verlasse, werde Rumänien
* sich den Zentralmächten anschließen. Alle in
5
London vorliegenden. Nachrichten über die Haltung Ru⸗ 1 mäniens lauten in den letzten Tagen als äußerst pessimistisch. 95 Abtransport der russischen Truppen in . Bessarabien.
N 1 Bukarest, 13. Dez. Nach sicheren Informationen trans⸗ g bortieren die 25 üussen den größten Teil ihrer an der 5 Grenze Bessarabiens gegen Rumänien aufgestellten 5 Formationen ab. Seit vorgestern ist zwischen Rum änien und Rußland die bisher regelmäßig funktionierende Drahtverbindung eingestellt. Rumänien wird die Entlastung der Grenze angenehm empfunden
In
Doch ist es nicht ausgeschlossen, daß 5
eiten
zwochenmarrtpreise in Gießen am 11. Dezember 1915 8 Hammelfleisch p. Pfd. 05 fi J
und hauptsachuch auf die entschlossene Haltung der Regierung, den Durchmarsch der russischen Truppen 1 dulden zu
wollen, zurückgeführt. 1(Land) per Pfd. 1.90 Mk. 2 0 5 1 Liter 26 Pfg.] Kartoffeln p. Malter 7—75 Zurücknahme der russischen Stellungen am Sereth. Hubner Stück 20—25 Pig Kartoffeln Pfd. 4 Dem Berl. Tagbl. wird aus dem K. und K. Kriegspresse⸗ N Stück— Pfg. Zwiebeln per Pfund 25—28 anartier gemeldet: Oestlich der Strypa sind die russischen Stel⸗ Köse 1 5 Stück 8—9 Pfg] Alumenkohl ver Stck. 20—40 lungen infolge der Einwirkung der tödlichen Kälte und der nden e Stück 5—6 Mfg Weißkraut p. Haupt 10—20 hweren Wetterunbilden an dem Serethfloß zurückgenommen Hagnen ber e e.o d Rotkraut p. Haupt 1025 100 offenbar weil ihre Einrichtung für den Winter im Feuer e ihner 185 Stück 1.80—2.30 4 Wiesing p. Haupt 10—15 der deutschen und österreichisch⸗ungarischen Truppen nicht möglich 70 5 per Stück 1.50—2.50 8 k.] Kohlrabi ver Stück 6—8 Die Schneestürme haben das Kampfgelände verweht und 8 Plid 1.30— 1.40 Mk Sellerie per Kopf 6—12 als dann die Kälte einfetzte, täglich waren über 20 bis 30 5 per Pfd. 1.20—1.2 bk. Birnen Pfund 7—12 P Grad, erfror die Besatzung der russischen vordersten Linien zu] Kal fleisch dl. Pfd. 120—124 Pfg.] Aepfel Pfund 6—12 Pfg. Dutzenden, weil sie in den ungeheizten und nassen Deckungen Kuh⸗ u. Rindfl. per Pfd. 110-116»fg.] Nüsse 100 Stück 45—50 J keinen Schutz fanden. Schweinefleisch Pfd. 150—000 Pfg. Bab die le 1 die 5 e in 5 n* Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters. Gießen. e and ane 80 1 f 8 Verlag von Krumm& Cie., Gießen.
d allein 800 Russen erfroren und in den von den Russen weitere 300 Russenleichen
verlorenen Stellungen fand man noch Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. MW.
vor. * Geheime Verträge Bekauntmachung.
5 i Die im November 1898 geborenen Landsturmpflichtigen der gekanntlich ist Italien dem Londoner Vertrag beige Stadt Gießen müssen sich am 15. Dezember 1915, vormittags v der Teilnehmer des uns feindlichen Staaten⸗ 8 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 6 Uhr im alten Rathau verpfl nur gemeinsam Frieden zu 1 25 1— 1 2 — N 9e. Auswärts Geborene haben bei der i. er Int ation, die ein kriegsgegnerischer Radi⸗ f 5
burtsschein vorzulegen. kaler in der ite hen Kammer eingebracht hat, erfährt Gießen, den 7. Dezember 1915. man nun, daß der Beitritt Italiens unmittelbar vor der Der Oberbürgermeister. 5 stattgefunden hat. Jedermann wird Keller. 2 daß die italienische Regierung nie und
3* nimmer; Hoffen 5 vom Parlament die Zustimmung zu B kanntmachung
zen, was wieder die Folgerung Die Auszahlung der Quartierservisbeträge für November 1915 rloment trotz aller Kund— für die wicht in der Stadtknabenschule untergebrachten Unt C All 5 offiziere und Mannschaften des Landsturm⸗Infanterie⸗Ersatz⸗ alle Ewigkeit„durchzu- Bataillons II Gießen findet
Man hat hier ein Schulbeispiel dafür, wie sogar ein 2 Mittwoch, den 15. Dezember 1915. demokratisch organisiertes Land durch Geheimver⸗uim Stadthaus, Zimmer Nr. 4, von 8—12 Uhr vormittags statt. ge seiner Regierung um alle Willensbestimmung gebracht
Gießen, den 13. Dezember 1915. 5 g Der Oberbürgermeister. und ins Verderben gerissen wird. Bleibt nur die Frage, ob 0 0 das italienische Volk ebenso bereit sein wird, sich bis zum
Keller 75
Verst reif 1
letzten Mann für die hehren Ziele Victor Emanuels und erstorbene. Konrad Pfeiffer, Bahnarbeiter in Gießen. Salandras zu opfern.
7 alle
Anmeldung
.
daß das italien 0 n nicht daran denkt, bis
Hermann Muhl in Gießen, 67 Jahre alt.— Frau Gertrude Winkenstern geb. Fiedler in Alsfeld, 86 Jahre alt.
dil. Neher alert
Ortsgruppe Gießen.
Aus kunftstelle
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Heute morgen ½% 8 Uhr entschlief sanft nach kurzem schwerem 1 Leiden mein innfgstgeliebter Mann, unser treusorgender Vater, Gross- für r 4 Vater und Schwiegervater 828 10
Hermann Muhl
im Alter von 67 Jahren. Giessen, Löbershof 4, und Kansas(City-Mo.), 13. Dezember 1915.
Die tieftrauernd Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet Mittwoch. den 15. Dezember, nachm. 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt.
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