Ausgabe 
8.12.1915
 
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rgan für die Interessen des werktätigen Volkes

N der Provinz Ob a 5 erhessen und der Nachbargebiete. Die Oberhessische Volksseitung erscheint jeden We g 75 1 Der Ubonnementspreis beträgt wöchentlich 15 11 in a Redaktion und Expedition Iuserate kosten die ö mal gespalt. Kolonelzeile oder deren Raum 15 Pfg. ls. monatlich Gießen, Bahnhofstraßse 23, Ecke Löwengasse. Bei größeren Aufträgen Rabatt. Anzeigen wolle man bis abends 7 Uhr

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Telephon 2008.

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ö Nr. 288

Gießen, Mittwoch, den 3. Dezember 1915

10. Jahrgang

Arbeitskammern. ö

5 Die Abgeordneten Mumm und Genossen von der Wirtschaf i lichen Vereinigung, zu denen sich einige Eingänger der A ö und Welfen gesellt haben, legen dem Reichstag soeben den Ent⸗ würf eines Arbeitskammergesetzes vor. Der Ent⸗ wurf schließt sich ziemlich eng an den Plan der Reichsregierung an, der vor einigen Jahren scheiterte und er enthält ebenso wie dieser Plan nur einige wesentliche Gedanken aus der langen Reihe von Anträgen, die die sozialdemokratische Fraktion seit Jahrzehnten dem Reichstage auf Errichtung eines Reichsarbeitsamtes mit der Untergliederung in Arbeitskammern vorgelegt hatte. Diese Be⸗ strebungen der deutschen Sozialdemokratie gingen dahin, daß, eben⸗ so wie anderen Berufen, dem Handel, dem Gewerbe und der Land⸗ wirxtschaft seit langem offizielle und rechtsfähige Vertretungen in der Verwaltung gewährt seien, endlich auch der Arbeiterklasse eine solche amtliche Vertretung geschaffen werde. Diese Forderung ist nun allerdings durch den Krieg besonders in den Vordergrund ge schoben worden und drängt auf eine schnelle und um⸗ fassende Lösung. 4 Der Krieg hat den Wirtschaftsmarkt und im besonderen den Arbeitsmarkt vor ganz neue, ungeahnte Probleme gestellt, er hat Millionen von Arbeitern aus der Arbeit herausgerissen, für sie Er⸗ satz geschafft, Arbeitsbedingungen umgewälzt, und wenn der Krieg zu Ende sein wird, wird die Revolution aufdem Arbeits⸗ [markt von neuem beginnen. Das Zurückfluten der aus dem HPeeresdienst freiwerdenden Arbeitskräfte, das, was man die De⸗ ö mobilisation des Heeres nennt, wird den deutschen Arbeits⸗ markt erneut vor die größten Aufgaben stellen. Es wäre ein wirt⸗ ö schaftliches, sogjales und politisches Verbrechen, die Lösung dieser neuen Schwierigkeiten nach dem Kriege dem freien Spiel des Zu⸗ 1 00 überlassen. Die Demobilisation des Heeres muß schon end des Krieges vorbereitet werden und das kann am besten, geschehen, wenn man ihr den gesetzlichen Rahmen und eine ume fassende Orbnung auf dem Wege des Gesetzes sichert. Eine solche Ordnung des deutschen Arbeitsmarktes ist nur möglich unter Be⸗ teiligung der Arbeiter selbst und diese, wenn sie Nutzen haben foll, kann sich nicht beschränken auf Beratungen in freien Kommissionen oder im Parlament, sondern muß in ie Ver⸗ waltung selbst eingreifen. Dazu ist der gegebene Weg ein Reichsarbeitsamt mit Arbeitskammern und Arbeitsämtern ent⸗ sprechend der oft wiederholten sozialdemokratischen Forderung. Auch die Regierung hat das Verlangen nach rechtzeitiger Vor⸗ bereitung der Demobilisation schon seit Monaten als berechtigt er⸗ kannt und in ausgiebigen Konferenzen mit Arbeitervertretern aller Richtungen beraten. Im Februar tagte eine freie Kommission im Reichstage zu diesem Zweck. Inzwischen sind die Beratungen im Reichsamt des Innern fortgesetzt worden und haben, soweit wir unterrichtet sind umfangreiche positive Vorschläge gezeitigt. Es be⸗ steht aber die Gefahr, daß ohne den gesetzlichen Boden eines Reichsarbeitsamtes mit Arbeitskammern und Arbeits⸗ ämtern der Versuch gemacht wird, die gewaltigen Aufgaben in den engen Rahmen der bestehenden preußisch⸗deutschen Verwaltungstechnik einzuordnen, wodurch un⸗ zweifelhaft außerordentliche Schwierigkeiten, wenn nicht gar große Gefahren, entstehen müßten. Es muß beachtet werden, daß es sich hier nicht bloß um eine Frage des Uebergangs vom Krieg zum Frieden handelt, sondern um die gesetzliche Anerkennung Ades Rechtes der Arbeit auf eine fachliche Berufs vertretung. Das

Scheitern der seinerzeit eingebrachten Regierungsvorlage ging von verhältnismäßig kleinen Gegensätzen aus, die aber durch den Krieg in ihrer ganzen Unbeträchtlichkeit erkannt sein dürften. Ein wich⸗ tiger Streitpunkt zwischen Regierung und Reichstagsmehrheit be⸗ stand darin, daß die angestellten Arbeitersekretärc für Arbeitskammern und Reichsarbeitsamt nicht w ählbar sein sollten. Jetzt aber hat die Regierung den Arbeitergewerkschaften und deren Angestellten so ost Anerkennung gezollt, daß sie ihre Mitwirkung in den Arbeitskammern selbst. nicht wird entbehren wollen. So wird es auch mit anderen Differenzen gehen, und wir hoffen, daß wenn der Reichstag jetzt seinen. alten Wunsch mit Energie verwirklichen will, die Regierung ihm kein Hindernis mehr in den Weg legen wird. Wenn der Antrag Mumm hierzu g Anstoß gibt, so würden wir ihn trotz seiner inhaltlichen Unvoll⸗

kommenheit mit Freuden begrüßen. 5 4*

Das Korps des Todes. 1 5

U. K agen, 6. Dez. Politiken veröffentlich ee berbische 3 deren Manz des Todes Brüder im Kriege gefallen sind, sich zu einemKorps des 7 zusammenschlossen. Diese Frauen haben geschworen, 6 155 Angehörigen zu rächen statt zu beklagen. Das Korps zählt bish 385 Frauen. Schwierige Lage der Engländ i ipol a T. U. Sofia, 6. Dez. Alle aus Konstantinopel 1 8 100 treffenden Meldungen lassen die schwier de e zn der sich die Engländer auf Gallipoli 11 405 1 wird mit jedem Tage gefährlicher. 5 ie 1 175 zu fliehen ist ihnen jetzt sehr beschränkt wor ede 1 5 hohen Seeganges und dem Beginn der e Galpost sich die englischen Schiffe oft tagelang der 85 10 0 10 nicht nähern. Die Landungsstege, die die 1 95 großer Mühe während des Sommers in 1 1 beit ins Meer geführt hatten, sind 1 den stür berstört und weggeschwemmt worden. 8 Wettersturz an der füdru sischen Front.

1 und K. Kriegspresse⸗ Dem Verl. Tagebl, naird nel Neun ber füdrussischen Front

ein Pariser Söhne und

quartier unterm 6. Dezember gemeldet: l die außerordentliche f errscht ein plötzlicher Wettersturg. e adac diesen Umstand

Alte und verursachte eine Schneeschmelfe Zellen örtliche Geplänkel bnd in den letzten Tagen an verschiedenen Aßzerer Artillerickämpfe wieder aufgelebt, die gestern die Form grösze

010 ie Wetterwinkel der 3 annahmen. Besonders in Wolhynien, 985 statt, die

eschützkämpfe heftigerer, Alschein einer bBorbereitung größerer

Anschein einer

rufen. wärtig über ziemlich viel Munition verfügen und Teile unserer Stellungen mit Feuer stark belegen.

Vororte nicht einmal berücksichtigt, die aber ganz

er auf Gallipoli.

aber nicht Handlungen hervor⸗

7

Es muß jedoch festgestellt werden, daß die Russen gegen⸗

Schiffsverluste im 2. Vierteljahr 1915.

Amsterdam, 6. Dez. Nach einem durch Lloyds Register veröffentlichten Bericht sind im zweiten Quartal 1915 im ganzen 317 Schiffe(244 Dampfer und 73 Segelschiffe) durch Unfälle verloren gegangen. Der größte Teil davon, auch prozentual, kommt auf Rechnung von Großbritannien, näm⸗ lich 165 Schiffe mit 237 975 Tonnen Inhalt oder 1,78 Proz. der Schiffe und 1,22 Prozent des Tonneninhalts der Flotte. Dann folgen die Niederlande und die Vereinigten Staaten mit 10 Schiffen(1,24 Prozent) und 32 Schiffen(1,24 Proz.) mit einem Tonneninhalt von 14162(0,93 Prozent) und 26 978 Tonneninhalt(0,77 Prozent). Norwegen hat 115 Prozent der Schiffe und 1/48 Prozent des Tonneninhalts ver⸗ loren. Die kleinste Ziffer kommt auf Rechnung von Deutsch⸗ land, nämlich 0,09 Prozent der Schiffe und 0,06 Prozent des Tonneninhalts

5 9 1 Trostlose russische Zustände. A. In den Hauptstädten.

Nachdem die Ernährungsfrage in den Hauptstädten nachgerade katastrophalen Charakter annimmt, hat man jetzt endlichstatistisch sestgestellt, daß Petersburg täglich 405 Waggons notwendigster Be⸗ darfsartikel zugeführt werden müssen; hierbei sind die zahlreichen auf Petersburg angewiesen sind. Uebrigens werden gegenwärtig nur 60 Prozent der obigen Norm erreicht. 5

Andererseits haben sich laut Rietsch vom 19. November in Moskau 9000, in Petersburg 5300 Eisenbahnwaggons mit allen möglichen Bedarfsartikeln und Nahrungsmitteln an gesammelt, ohne daß es in Moskau gelänge, die Zahl herabzud rücken; in Petersburg ist sogar eine progressive Zunahme festzustellen. Der Verkehrsminister verlangt 400 Lastautos und Herrichtung der elektrischen Straßenbahn für den Abtransport: bis dahin werden aber viele Wochen vergehen. Zur Umladung und Verteilung müssen Truppen herangezogen werden, da es an Arbeitern mangelt.

Auch die Zufuhr lebenden Viehs ist vollkommen des⸗ organisiert; die Zufuhr schwankt außerordentlich. Ein Markt bringt 1550 Stück Vieh, der nächste nur 675. stände gefrorenen Fleisches in den Kühlhäusern 10 000 Pud hergeben; der

Die eisernen Be⸗ müssen täglich

infolge Futtermange Schlachten an Ort und Stelle und Transporte kommt nicht in Frage, da es gibt. Ein ganzer Zug Fleisch geblieben und infolge der eingetretenen warmen längst verdorben.Die Bevölkerung Petersburg, alledem die Petersburger Handels- und Industriezeitung, sich deshalb auf außerordentli

frischen

Vorrat reicht nur noch kurze Zeit. Da⸗ gegen sind an den Aufkaufsstellungen der Großstädte, viele hundert Werst entfernt, ungefähr 20 000 Stück Vieh zusammengedrängt, das ls massenhaft zugrunde geht. Fleisches keine Kühlhäuser und Kühlwaggons aus Astrachan ist irgendwo stecken Witterung meint zu muß ch kritische Lagen gefaßt machen.

Was gesagt werden mußte.

In der Humanité vom 3. Dezember erschien, wie Schweizer Meldungen der Frankfurter Zeitung bereits ankündigten, der Ar⸗ tikel:Was gesagt werden mußte. In diesem ficht der sozia⸗ listische Abgeordnete Compere⸗Morel gegen die fort⸗ währenden Täuschungsversuche der Regierung und der Presse in einer scharfen Kritik, deren Hauptsätze wörtlich folgen: Seit Kriegsbeginn haben unsere großen Zeitungen soviel Unge⸗ naues veröffentlicht und ihre Leser derart getäuscht, daß es sehr verständlich ist, wenn manche Neutrale die Zuver⸗ lässigkeit unserer Berichte anzweifel n. Gleich nach Kriegsbeginn machte sich überall die Prahlerei breit:Die Deutschen flüchten vor uns wie die Hasen loffizieller Stil), während wir im Gegenteil die Mißerfolge bei Dieuze und Morhange er⸗ litten!Für einen Laib Brot geben sich die Deutschen gefangen, da wurden wir bei Charleroi geschlagen! Dann war es die russische Dampfwalze, die in fünf Tagen nach Berlin rollt, dabei haben seit Monaten die Russen Polen geräumt und die Deutschen sind im Besitz von Warschau! Wir verachteten erst die deutsche Kampfart,sich wie Maulwürfe zu ver⸗ graben und rühmten den Heldenmut unserer Soldaten, die sich aufrecht durchlöchern ließen. Jetzt aber bemühen wir uns, gelehrigen Schüler der Maulwürfe zu werden. Wie haben wir über das Eiserne Kreuz gespöttelt, und dann selber reich⸗ lich Kriegskreuze ausgeteilt, selbst an solche, die nie Front und Feuer sahen. Als die Feinde Gold sammelten, wie leicht war es da, sich lustig zu machen! Eines Tages erklärten wir: Hungersnot werde in Deutschland ausbrechen. Immer aus⸗ schweifender und geistvoller wurden die Späße über diever⸗ hungerten Boches und wir dachten nicht daran, daß wir selbst eines Tages Preisfestsetzungen, Lebensmittel verteilung, Wucher⸗ und Ausfuhrverbote diskutieren müßten, was wir alles besser schon früher getan hätten! Was unsere militärische und politische Lage betrifft: unsere Meldungen über Schlachten⸗ und Diplome lenstege sind kaum mehr zu zählen! Siegesmeldungen hin und her, man muß doch zugestehen, daß die Deutschen immer nuch zwei bis drei Automobilstunden von Paris entfernt sich auf⸗ halten, daß sie viele 1000 Quadratkilometer in Rußland besetzt halten, daß sie Belgien und Serbien besitzen. Und unsere Diplo⸗ matenerfolge? Seht den Balkan, Bulgarien gegen uns, Griechen⸗ land und Rumänien zögern, ihre Entscheidungen von dem Ausgang der militärischen Operationen der Zentralmächte abhängig machend. Wenn die große Presse wirklich das Interesse der Nation im Auge gehabt hätte, sie hätte eine andere Sprache geführt. Nie hätte sie die militärische Kraft unserer Gegner herabsetzen dürfen. Sie hätte die Franzosen an den Gedanken gewöhnen müssen, daß man zu kämpfen habe mit einer Nation ersten Ranges. Man hätte dem Volk von Frankreich sagen müssen, daß wir in Deutsch⸗ land einen gefährlichen Gegner vor uns haben. Man hätte ihm sagen müssen, daß es der Militärkaste, den Gelehrten und Schrift⸗ stellern Deutschlands gelungen war, die ganze Nation in einen gemeinsamen mystischen Ehrgeiz zu tauchen, der Deutschland im gegebenen Augenblick berauschen würde. Man hätte sagen müssen, daß Deutschland dank seines großen landwirtschaftlichen und indu⸗ striellen Reichtums seine Hilfskräfte der Vergrößerung seiner Militärmacht zu Nutz machen könnte durch Anpassung seiner öko⸗ nomischen Organisation und seiner Arbeitsmethode an die Er⸗ fordernisse eines Krieges. Hätte sie dies alles unserem Land

Die diesbezüglichen Berichte der übrigen noch massenhaft von der Zensur veranlaßte

uf. 7 8 Ein Befehl des Armeeoberkommandanten Rußki weist, die Poli⸗ Nahrungsmittelgeschäften

des krasseste Diktatur

zei an, Menschenansammlungen vor keineswegs zuzulassen.

Kurzum, man gewinnt den Eindruck, daß inneren Zusammenbruches heute nur noch durch bis zur Knnute einschließlich verheimlicht wird.

B. Im Lande.

Die Hungersnotbezi Innenministers offiziell die 1 Mangels an Nahrungsmitteln bedrohte Gebiete. Eine kommission soll sich mit denselben befassen. Obwohl die legenheit keinerlei Aufschub mehr verträgt, ist die Durchsicht

die Tatsache

Bezeichnung bekommen:

verschoben worden, da dieser den Vorsitz führen soll.

russischen Zeitungen weisen im weiße Lücken

ke sollen jetzt auf Antrag des Infolge Spezial⸗

Ange⸗ 5 des Projektsbis zur Ernennung eines neuen Landwirtschaftsministers

zeitig zum Bewußtsein gebracht, Leichtsinn und mit weniger törichter Verachtung gehandelt, dann hätte sie den sehenden, wissenden, urteilenden Neutralen weniger Zweifel eingeflößt über unsere Voraussicht und unseren gesunden Menschenverstand. Erhöhung der Mannschaftslöhnung.

Das Zentrum hat in der Budgetkommission des Reichs⸗ tages den Antrag eingebracht, es mögen tunlichst die Mittel beschafft werden, um die Löhnung der Mannschaften vom 1. Januar 1916 ab um 50 Prozent zu erhöhen. Mit diesem Antrage ist nicht viel anzufangen, weil die Ein⸗ schränkung, die in dem Wortetunlichst liegt, der Regierung die Möglichkeit bietet, dem Antrage keine Folge zu geben. Die Sozialdemokraten werden demgegenüber ganz positiv

8 11 i Nots e N beantragen, die Löhnung der im Inlande befindlichen Mann⸗ wiesenen Versorgungsbezi riedig 5 Mini 2 8 85 1 8 2 5 1 ö scheinen aber nicht zu glauben, sich sonderlich beeilen zu müisssen; schaften auf 50 Pfg. pro Tag, die der. in rden

auch der famose neue Verkehrsminister, Herr Trepow, verlangt zu

nächsteinen Monat Geduld. fr i etwas mit Verkehrswirtschaft zu tun gehabt, doch Ministerkandi daten werden augenblicklich lediglich nach ihren innerpolitischen An schauungen gewertet.

Die Reaktion treibt auch Willkür, wie Rjetsch schreibt lich. Ein Landrat ordnete z. treidequantitäten zu 85 Kop. per

schon im Dorf wieder schlimmst bis zum Faustrecht einschließ B. an, gewissen Leuten Pud zu verkaufen, für welche di

Der Mann hat freilich nie

größere Ge⸗

Mannschaften pro Tag auf 80 Pfg. zu erhöhen. gezahlten Nebenbezüge sollen den Mannschaften erhalten bleiben. Die Sozialdemokraten werden natürlich auch auf anderen Gebieten durch Stellung von Anträgen Klarheit zu e] schaffen und Verbesserungen durchzuführen suchen. Der Reichsschatzsekretär wird diesen Anträgen vermutlich ent gegentreten mit dem Hinweise auf die Kosten. Daß der 5 finanzielle Effekt dieser Anträge erheblich ist, soll nicht be⸗

Bauern dann Rbl. 23 per Pud zu zahlen haben. 555 e 5. Die Handels⸗ und Industrie⸗Zeitung, Petersburg, sucht die stritten werden; aber es wäre eine Sparsamkeit am unrechten Hungrigen damit zu trösten, daß sie ihnen vorhält, wieviel un⸗] Orte, wenn sie auf Kosten der Mannschaften, die nun schon

derte Millionen Pud( 16½ Kg.] Getreide a ls Reserven auf⸗ T. in den Schwarzmeerhäfenin Erwart⸗ und be⸗ dem sibirischen Amurgebiet, daß die Stadt⸗

gespeichert seien, z. T. 7 ung der Oeffnung der Dardanellen, z. 85

richtet gleichzeitig aus d. N hen. rgel 6 verwaltung von Blagoweschtschensk die gollfreie Mehleinfuh

beantragt habe, um einer sonst unausbleiblichen

b 5 eugen Winter in der Osisee.

in Sibirien,

Daily News, daß Zeichen vorhanden sind, daß die Aktio der britischen Unterseeboote in der Ostsee un in dem Bottnischen Meerbusen durch

durch Treibeis gesperrt.

wahrscheinlich früher eintreten und st ere; gewöhnlich.

Krisis vorzu⸗ Nach einem Telegramm aus Kopenhagen meldet die 0

Eis behindert werde. Es sind bereits die nördlichen Häfen des Bottnischen Golfs Kanadische Gelehrte hätten nach

einer wissenschaftlichen Untersuchung erklärt, daß der Winter ger werde als

über Jahr und Tag im Felde stehen, geübt werden sollte. Die Kriegsbesoldung hat zwar eine Reform erfahren, die aber durchaus noch nicht weitgehend genug ist, und bei weiteren Abstrichen in den mittleren und höheren Stellen kennen mit Leichtigkeit die Mittel gewonnen werden, die zur Aufbesserung der Mannschaftslöhnung notwendig sind. Selbst⸗ verständlich werden die Sozialdemokraten auch den Antrag 1,20 Mark pro Tag

*

wiederholen, das Beköstigungsgeld auf zu erhöhen. Bethmann⸗Hollweg vor dem Reichstag.

Der Reichskanzler wird seine bereits angekündigte Rede über die politischen Verhältnisse am Donnerstag im Reichs tag halten. Die Sitzung beginnt bereits um 10 Uhr vor mittags. An diese Rede wird sich dann eine Diskussion an: schließen. Die Plenarsitzungen des Reichstags fallen dann

n d

hätte unseve Presse mit weniger