Ausgabe 
7.12.1915
 
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Die Zahl der in den gestrigen Kämpfen eingebrachlen Ge⸗

fangenen übersteigt 2100 Mann.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant.

8 Oesterreichische Seeerfolge. Ein französisches Unterseeboot vernichtet. 6 Dampfer und zahlreiche Schiffe versenkt. Ereignisse zur See.

Am 5, laufenden Monats früh hat unser KreuzerNovara mit einigen Zerstörern in San Giovanni di Medua drei große und zwei kleine Dampfer, fünf große und viele kleine Segelschiffe, während sie Kriegsvorräte landeten, durch Ge⸗ schützseuer versenkt. Einer der Dampfer flog in die Luft. Die Flottille wurde dabei von etwa 20 Geschützen vom Land sehr heftig, aber erfolglos beschossen. 5

Nahe bavon hat S. M. S.Warasdiner das franzö⸗ sische UnterseebootFresnel vernichtet und den Kommandanten, den zweiten Offizier und 26 Mann, gefangen ge⸗ nommen.

Eine andere Flottille hat in der Nacht auf den 23. November einen mit drei Geschützen ar mierten Dampfer und einen großen Motorsegler, beide italienisch, voll beladen, auf der Fahrt von Brindissi nach Durazzo versenkt, die Ueber-

lebenden des Dampfers, darunter vier von Kriegsmarine, ge⸗ sangengenommen, die Bemannung des Motorseglers in Booten freigelassen. Flottenkommando.

Die Besetzung Djakowas durch die Albaner. Nach einer Depesche des Temps haben die Montenegriner Djakowa aufgegeben. Diese Stadt, nach der sich die serbische Nord⸗ armee zu wenden schien, soll nicht von den Bulgaren, sondern von Albanern besetzt sein. Diese nehmen eine beunruhigende Haltung ein. Es ist ihnen geglückt, sich von neuem zu bewaffnen, teilweise mit den von den Serben weggeworfenen Gewehren. Zersprengung der serbischen Armeen. 6 5 Was von den Serben nach der großen Niederlage, die sie bei Prizren erlitten, noch übrig blieb, teilte sich in zwei Grup⸗ pen, um so leichter und schneller nach Albanien hinüberzu⸗ kommen. Die eine Gruppe strebte über Atmadza, dann den Beli Drin aufwärts, der Stadt Dschakowa zu, überschritt im Raume bei Svanjski Most und Rogova diesen Fluß, ihre Flucht längs des Erenikflusses fortsetzend. Die bulgarische Kavallerie blieb dieser Kolonne unausgesetzt auf den Fersen. Dieser energischen Verfolgung konnte die aus serbischen und montenegrinischen Truppen bestehende feindliche Kolonne keinen besonderen Widerstand mehr entgegensetzen und räumte schließlich bei Zurücklassung von 6 Geschützen auch die Stadt Dschakowa, wo den Bulgaren große Beute in die Hände fiel. Die zweite Kolonne, die die die Reka, einen Nebenfluß des Beli Drin südlich Vlasna überschreitend, am Westhange des Koritnik⸗Gebirges und im Tale des Beli Drin in der Richtung auf Skutari zurückflutete, wurde von den Verfol⸗ gern in der Gegend der Ljuma⸗Mündung am westlichen Ufer dieses Flusses im Raume von Kula Ljums, am Nordfuße des Gebirges Gjalica Liums, erreicht und zum Kampfe gezwun⸗ gen. Es gelang den Bulgaren, diese Kolonne vernichtend zu schlagen und vollkommen zu zersprengen. Der serbische Rück⸗ zug artete hier in eine panikartige Flucht aus. Die gewaltige Beute, die den Siegern zufiel, wurde bereits gestern gemeldet.

Neue Sperrmaßnahmen gegen Griechenlands Handel.

T. U. Genf, 6. Dez. Meldungen Pariser Blätter zufolge werden bereits neue Sperrmaßnahmen gegen den griechischen Handel getroffen. Die englischen Behörden verhindern die Ausfahrt griechischer Schiffe aus englischen Häfen. Die Presse erklärt einstimmig, die Spannung zwischen Griechen

land und dem Vierverband habe sich weiter zugespitzt. Die

Hauptstütze des Widerstandes gegenüber den Forderungen

der Verbündeten sei Gunaris, mit dessen feindseliger Haltung

gegen die Aktion der Alliierten Skuludis rechnen müsse. Der türkische Bericht.

Konstantinopel, 6. Dez.(W. T. B.) Amtlicher Bericht vom 5. Dezember:

An der Jrak-Front sammelt sich der geschlagene Feind bei Kut el Amara in den vorher befestigten Stel⸗ lungen. Unsere Truppen näherten sich am 3. Dezember Kut el Amara auf eine Entfernung von zwei Wegstunden, indem sie den Feind von Norden und von Westen her bedrängen, zwingen sie die feindlichen Truppen, die sich auf dem Kut el Amara gegenüberliegenden feindlichen Ufer befinden, sich auf ihre Schiffe zu flüchten. Zwischen Kut el Amara und Bagh Kale erbeuteten wir ein unversehrtes, mit Munition beladenes feindliches Schiff und machten einige Gefangene. Wir finden im Fluß viele Leichen des

Ronsumperein Eiessen und Umg

Sonntag, den 12. Dezember

nachmittags

im Saale des Gewerkschaftshauses, Schanzenstr.

Ausser

1. Vortrag über:

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denggdbersmmund

Tages⸗Ordnung:. ö Schwierigkeit der Warenbeschaffung. i Herr Val. Liebmann⸗Frankfurt. 1 2. Wahl eines Geschäftsführers. 5 Zu recht zahlreichem Besuche ladet ern

3 Uhr

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Feindes.

An der Dardanellenfront nahm unsere Artillerie, indem sie die vom Feinde zu Wasser und zu Lande ausge⸗ führte Beschießung energisch erwiderte, die Stellungen der feindlichen Infanterie und Artillerie mit Erfolg unter Feuer. Bei Ari Burnu richtete ein feindliches Torpedobbot am 4. De⸗ zember sein Feuer nach verschiedenen Punkten. Am gleichen Tage zeitweilig Artillerie- und Bombenkampf. Zwei feind⸗ liche Transportschiffe auf der Höhe von Ari Burnu wurden durch unser Feuer gezwungen, sich zu entfernen. Bei Sedd⸗ ül⸗Bahr zerstörten am 4. Dezember zwei Minen, die wir vor unserem rechten Flügel zur Entzündung brachten, eine feind⸗ liche Gegenmine. Der Feind eröffnete darauf ein heftiges Infanteriefeuer gegen diesen Flügel, warf mehrere Bomben und beschoß sodann zwei Stunden lang ununterbrochen unsere Stellungen. An der Beschießung nahm auch ein Monitor

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teil und ein Panzerkreuzer. Auf dem linken Flügel schwaches

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Infanteriefeuer. Der Feind warf dorthin eine große Anzahl Torpedos. Unsere Flugzeuge setzten die Erkundungsflüge und die Angriffe mit Erfolg fort. Der Kriegsflugzeugführer Leutnant v. Hansen und der Beobachter von Schiltmigen warfen Bomben auf einen feindlichen Monitor und zwangen ihn, das Feuer einzustellen und sich zurückzuziehen. Im übrigen ist nichts zu melden. a

Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. M.

Verstorbene.

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Ludwig Weinrich in Lollar. Frau Lang Wwe., geb. Wenzel, in Großenlinden, 65 Jahre alt. Ludwig Luh, Hilfsschaffner in Großenlinden, 34 Jahre alt. Frau Maria Volk, geb. Luh, in Allendorf a. L., 44 Jahre alt. Heinrich Graulich in Ober⸗ Breidenbach, Kr. Alsfeld, 64 Jahre alt. Frau Christine Rüger, geb. Ruppel, in Eudorf, 38 Jahre alt. Frau Johannette Noll geb. Vogt in Gießen. Georg Dietz in Brauerschwend..

Bekanntmachung.

Diejenigen hiesigen Einwohner, welche im Laufe dieses Jahres Hunde abgeschafft, aber noch nicht abgemeldet haben, wollen dies spätestens bis zum 31. Dezember entweder mündlich oder schriftlich 1

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auf dem StadthauseZimmer Nr. 8, anzeigen. Vordruck für schriftliche Abmeldungen sind dort erhältlich. Die Verbindlichkeit zur Entrichtung der Hundeabgabe dauert bei Nichtabmeldung auch im folgenden Jahre und zwar solange fort, als die entsprechende Anzeige versäumt wird. Gießen, den 1. Dezember 1915. 5 Der Oberbürgermeister. Keller.

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