durch reine
übel
dräng
„„
Hessen und Nachbargebiete.
Gießen und Umgebung.
. Wer hält die Kartoffeln zurück?
Die agrarischen Blätter bemühen fich, ne ei 8 nicht die Landwirte die Kartoffeln e 1 Großhandel für die Kartoffelknappheit verantwortlich 1 machen ist. Demgegenüber machte in der Stadtverordn et 95 sitzung zu Bochum ein Stadtverordneter sehr inerten 125 Micteflungen über eine Reise nach dem Osten, die da 1 zollte, Kartoffeln für die Bochumer Bevölkerung zu Je Obwohl der Stadtverordnete mit allen ersorderlichen 907 welsen versehen war, stieß er, wie wir dem Berl 251. ent wekmen, an vielen Stellen auf die größten Schwierigkeiten Auf einer Anzahl Gütern, die weit über hunderttausend Zentner Kartosseln liegen hatten, wurde er mit der Bemer⸗ Lung abgespeist, daß man jetzt Rüben verlade und leine Zeit abe. an die Verladung von Kartoffeln zu denken. Ein Landwirt fragte ihn in ironischem Tone, ob er etwa geen men sei, Kartoffeln zu verkaufen. Ein polnischer Edelmann weigerte sich anfangs überhaupt, ihn zu empfangen und be⸗ quemte sich erst dazu, als er mit besonderem Nachdruck auf dis Ausweisscheine der Behörden verwies. 8
„ Tagebl. ent⸗
lnsen„ 11 1 5 vermissen lassen. im Reichsamt des Innern Kenntnis gegeben und die Zusicherung erhalten, daß man der Sache nachgehen werde. Die Meinung des Stadtverordneten war, daß die Landwirte iber die Festsetzung der Höchstpreise verschnupft seien, was begreiflich erscheine, wenn man beispielsweise höre, daß einer dieser Herren im Frühjahr 10000 Zentner Kartoffeln an die Reichsregierung verkauft und dafür pro Zentner 8,50 Mk. erhalten habe.
Ver endung der Weihnachtpakete.
Die Reichspostverwaltung spricht auch in diesem Jahre das Er⸗ hen aus, mät den Welhmachtssendungen bald zu beginnen, damit etmasfen sich wicht in den letzten Tagen vor dem Feste zu sehr ngen. Bei dem außerordentlichen Ansthwellen des Ver⸗
ze Zustellung vor 1 wenn die Pakete erst am 22. Deßen ber werden. Die Pakete sind dauerhaft zu verpacken. Etwaige auf dern ackungsstoff vorhandene ältere Aufschriften und Beklebezettel u beseitigt oder unkenntlich gemacht werden. Die Benutzung non dünnen Pappkasten, schwachen Schachteln, Zigarrenkisten usw. der Pikete muß deutlich, voll⸗ 5 Kaum die Aufschrift nicht in deutlicher Weise auf das Paket selbst gesetzt werden, so empfi sich je Verwendung eines Blattes weißen Papi 5 der eche nach fest aufgeklebt werden muß. Am; ißigsten sind ge⸗ % Aufschriften auf weißem Papier, dagegen sind Vordrurke zu arten ungeeignet für Paketaufschristen. Bei in Leinwand ver⸗ packten Sendungen mit Fleisch und anderen Gegenständen, die Feuchtigkeit, Fett, Blut ufw. obsetzen, def die Aufschrift nicht auf die Umhüllung geklebt werden. Der 9 Bestimmungsorts muß recht groß und kräftig gedruckt er geschrieben sein. Palctaufschrift muß sämtliche Angaben der Paketkarte enthalten. f nahme den Be⸗
Die
Paketkarte das gewünschlen W großen Orten ist
Paket
SO. usw.) ar R ei en Aufschrfft leunigung des Betriebes trägt ender die erforderlichen Marken
mit einer P Dezember weder noch zin Verkehr mit dem Auslande gesta tliche Eiulieferungsbescheinigungen über mehrere g tete werden in der bezeichneten Zeit nicht ausgestellt.
Urianb für Maunschasten, die ein Jahr im Felde fiehen.
Höchst wichtig für alle Krieger und deren Angehölige ist ein Schreiben aus dem Kriegsministorium, das dem Reichs⸗ tagsabgeordneten Propsft Poppe in Heiligenftadt zugegangen it:(s lautet:„Ew. Hochwürden erwidert das Kriegsmini⸗
gefällige Schreiben vom 25. September 19¹⁵
g bel Mannschaften die schon über ein Jahr int
ein Urlaubsbedürfnis auch ohne amtliche Be⸗
eines Notstandes im allgemeinen ohne weite es
Gnsllkennen ist. Die militärischen Dienststellen sind hier⸗
Auf hingewiesen worden mit, dem Bemerken, daß hier keine
Bedenken bestehen, solchen Mannschaften ohne Beibringun⸗
einer amtlichen Bescheinigung Urlaub zu erteilen, sofern die 5 Interessen es irgend gestatten.“
dlenfflichen 8
'ehrerer E. schließlich 24.
4 ist siiz inneren Ge⸗ ewöhn⸗
egsversorgung geschiedener Ehefrauen. Nach den hiaterbliebenen-(esetz steht geschiedenen Ehefrauen Anspruch auf Versorgung aus Anlaß des e ns früher hemannes zu. Das ist ein Unrecht in den Fällen, in benen die Ehe des Verschuldens des Verstorbenen ene geschieden war und dieser der bisherigen Ehefrau 1 9 0 schrift des§ 1578 BGB. entjprechend Unterhalt Ju gewähren hatte. Dem vom Reichstage bei der vorletzten Tagung 95 äußerten Wunsch entsprechend, hat jetzt das preußische 3 ministerium bestimmt, daß solchen Ehefrauen bis zur gesetz lige Zuwendung ge⸗
lichen Regelung dieser Frage eine einma e währt werden kann. Anträge sind bei der Polizeibehörde zu stellen.
Keine Höchstpreise für Bundesrat beschloß am 29. der bestimmt wird, daß die Preise für Schlachtschweine 95 vember 1915 auf aus dem Aus 1 559 und frisches Schweinefleisch und Fett, 191 8 0 1 5 5 eingeführt wird, keine Anwendung findet. e 921 zentralbehörden ist es überlassen, Bestimmungen
Betrieb dieser Waren zu treffen.
lein
ausländische Schweine. Der November eine Verordnung, in Verordnung zur Regelung der Schweinefleisch vom 4. No⸗ land eingeführte Schweine
— Folgen der Zurückhaltung von Kartoffeln. Aus
Frankfurt wird berichtet, daß ein großer Teil der Kar⸗ toffeln, welche die Stadt angekauft hatte und die gerade wäh⸗ rend der großen Kälte unterwegs waren, erfroren find. Bekanntermaßen sind erfrorene Kartoffeln für den mensch⸗ lichen Genuß unbrauchbar und es sind damit eine ganze Menge Lebensmittel wieder dem Verderben anheimgefallen. Schuld daran ist offenbar die von den Landwirten geübte Zurückhaltung der Kartoffeln; wären diefe rechtzeitig auf den Markt gekommen, so befänden sie sich längst in denskellern der Konsumenten und wären jedenfalls gut verwahrt.— Die Stadt Frankfurt gibt jetzt den Zentner von denjenigen Kar⸗ toffeln, die nicht so sehr durch die Kälte gelitten haben, flür 1,50 Mark an Konsumenten ab, ein Preis, der für diefe Ware noch als zu hoch bezejchnet werden muß.
— Die Postbestellung läßt jetzt in Gießen viel zu wün⸗
schen übrig. Es kommt vor, daß die jugendlichen Briefträger noch abends halb 9 Uhr ihre Postsachen an den Mann zu brin⸗ gen suchen. Das ist dann natürlich sehr schwer, weil um diese Zeit fast alle Geschäfte schon geschlossen find und es können dadurch sehr unliebsame Verzögerungen und sogar Schäden entstehen. Durch die vielen Einberufungen sind von den ge— übten und ortskundigen Briefträgern keine mehr vorhanden und an ihrer Stelle versehen junge Leute von etwa 1718 Jahren den Dienst so gut sie eben können. Wir meinen, es müßten noch ältere und zuverläfsige Leute genug vorhanden sein, die sich zum Briefträger eignen und einen solchen Posten auch versehen würden. Natürlich nicht für einen Tagelohn von 3 Mark oder 3,50 Mark, wie ihn die jungen Leute er— halten follen, man müßte da schon einige Pfennige mehr an⸗ legen. Aber dann hätte man wenigstens Gewißheit, daß der Betrieb richtig funktioniert. .— Kind in Lebensgefahr. Gestern vormittag hatte eine im Aulweg wohnende Frau ihre Wohnung verlassen und während ihrer Abwesenheit geriet die Wäsche in Brand, die sie zum Trocknen an den Ofen gehängt hatte. Nachbarn wur⸗ den darauf aufmerksam und alarmierten die Feuerwehr. Diese kam und löschte den Brand und rettete ein in der Woh⸗ nung befindliches Kind, das in Gefahr war zu ersticken.
— Ohne Butter kein Jutter! Verschiedene
r haben den Bürgermeistereien solgendes bekannt gemacht:
zu unferer Kenntnis gekommen, daß einzelne Landwirte, die
er Butter Zum Verkauf herstellten, solche nach Festsetzung von
sen uscht mehr liesern, bezw. ihren seitherigen Abnehmern
N kündigten. Wir machen Ihnen zur Pflicht, uns die
en di Land wirke sosort mitzuteilen, da wir beabsichtigen,
Einverständuis mit der Landesverteilungsstelle für FJutter⸗
mittel, zu veranlassen, daß diefen Landwirten keine Futtermittel
mehr abgegeben werden. Gleichzeitig beauftragen wir Sie, zur
Vermeidung von Mißverständnissen sofort ortsüblich bekannt machen
zu lassen, daß die von uns fesegesetzten Butterhöchstpreise noch be⸗
slehen und daß die Bekanmtnachung Großh. Ministernans des Innern vom 17. November auf dieselben ohne Einfluß ist.
— Familien⸗Unterstüßung und Hinterbliebenen⸗Versorgung. Durch Bundesratsverordnung vom 36. September ist bestim m; morden:
50 Die Familienunterstützung wird während dreier Monate über den Zeitpunkt hinaus, von dem an die den Hinter⸗ bliebenen auf Grund des Gesetzes vom 17. Mai 1907(Neichs⸗ gesetzblatt S. 214) zu zahlenden Hinterbliebenenbezüge zuständig find, weitergewährt. Etwa darüber hinaus gezahlte Familien- unterstlitzungen gelten als Vorschuszahlungen auf die Hinter⸗ bliebenenbezlige und sind bei deren Auszahlung einzubehalten.
Damit sind eine Reihe von Zweifeln. die sich bei der Aus⸗ legung des Gesetzes betrefsend die Unterstützung von Familien in hen Dienst getretener Mannschaften ergaben, behoben. Auf die Dauer von 3 Monaten steht den Hinterbliebenen der Kriegsge— sallen n, alio e Art Doppelleistung zu. lever die rückwirkende Kraft er rordnung ic nichts bestimmt worden. Als selöst⸗ vercstnblich darf man annehmen, daß sie auf alle noch schwebenden Fälle der Hinterbliebenenversorgung Anwendung findet. Natur⸗ gemäß erstreckt sich diese Verorönung ledialich auf die aus Reichs⸗ mitteln gewährte Uunterstützung. Dem Geiste der Verordnung entspricht eo jedoch, daß auch eine etwa noch neben dieser gewährte Gemeindeunterstling den Hinterbliebenen auf die Dauer von Me loten verbleibt.
5 Kein Schwurgericht. Auch die letzte Schwurgerichtsperiode bieses Jahres fällt wieder— wie schon die zwei vorhergegangenen
ans, weil keine spruchreifen Fälle vorliegen.
Nahrungsmitftel⸗Versorgung. Von dem Mehl, das der Kommunalverband der Stadt zur Verfügung stellte, wird dem⸗ gächst noch an einem von der Bürgermeisterei bekanntzugebenden Tage au diesenigen Brotmarken-Empfänger abgegeben werden, welche es bisher noch nicht abgeholt haben. Später haben die für das Mehl ausgegebenen Karten keine Gültigkeit mehr.
— Kohlen und Kartosseln sür die Krieger⸗Familien. Diens⸗ tags, Donnerstags und Samstags, vormittags von 8—12 Uhr, werden im Bürgermeistereigebände Anweisungen ausgegeben, die zum Empfaug von Kohlen und Kartoffeln berechtigen.
Weihnachtsbitte. Die Leitung der Austalt für Epileptische in Nieder⸗Ramstadt schreibt uns: Als wir vor Jahresfrist die Weih⸗ nachtsbitte flir unsere Anstalt ausgehen ließen, dachten wir nicht on eine zweite„Kriegs-Weihnacht“. Und doch ist es so gekommen. Aber wir haben durchgehalten und wir werden auch weiterhin durchhalten: unsere Brüder draußen auf den Schlachtfeldern und wir hier in der Heimat. Das gibt uns den Mut, auch in diesem Jahre mit einer Weihnachtsbitte zu kommen. Gewiß haben auch diesmal wieber unsere Brüder im Felde, unsere Verwundeten und die Hinterbliebenen der Gefallenen das erste Recht an uns. Aber für unsere Pfleglinge und unser Barmherzigkeitswerke dürfen wir doch auch die Liebe unserer Mitmenschen aurufen. Eine große, wahrhaft erstaunliche Opferwilligkeit und Gebefreudigkeit geht ja durch unser' ganzes Volk hindurch. So glauben wir auch in diesem Jahre wieder zum lieben Weihnachtsfest um Gaben der Liebe bitten zu dürsen, damit wir unseren armen Epileptischen und un⸗ sexen lieben Krlüppelkindern den Christbaum anzlinden und eine be⸗ scheidene Weihnachtsfreude bereiten können. Die seither in so reichem Maße erfahrene Liebe läßt uns hoffen, daß wir auch dies⸗ mal nicht vergeblich bitten werden. Unser innigster und herzlichster Dank ist jedem freundlichen Geber im voraus sicher.
v. Altenbuseck. Wieweit unser Ort durch den Krieg in Mit⸗ leidenschast gezogen ist, geht aus folgenden Zahlen hervor. Im ganzen wurden eingezogen 177 Mann. Davon haben 16 Mann ihr Leben eingebüßt, vermißt werden noch 6 Mann und in russischer Gefangenschaft befindet sich einer. Verwundet
waren 24. Kreis Meklar.
n. Kein Vieraufschlag. In einer Wirteversammlung, wurde die Mitteilung gemacht, daß die Brauereien von dem für heute ab geplanten Aufschlag des Bieres in Höhe von fünf Mark pro Hekto⸗ liter Ab stand genommen haben. Es bleibt also beim bis⸗ herigen Preis.
Western ld und Unterlahn. Bestrasungen wesen Uebertretung der Höchstpreise. Das außerordentliche Kriegsgcvicht in Bonn hat sechs Händler und 20 Bauern wegen Ueberschceftung des Höchstpreises für arune Bohnen
hessische Kreis⸗
u Gefängnisstrafen verurteilt. Die Hänbler, bie den Bonern für den Zentner 25 Pfennig bis zu 1,25 Mart über den Höchstpreis gezahlt hatten, wurden schärfer beurteilt, weil sie von vornherein bie Absicht gehabt hätten, die Höchstprelsverorbnung zu Überschreiten. Es wurden beshalb gegen sie Gefängnisstrasen von einer Woche bis sechs Wochen verhängt, während bel den Bauern nur in den Fällen, wo es sich um größere Mengen und gesonbers hohe Preise gehandelt hatte. die Geringststrase von einem Tage Ge⸗ fängnis überschritten wurde. Zwei westere Händler und ver Bauern wurden freigesprochen.
Bon Nah und Fern.
Schretlenstat eines Balers. Der eit 6. November mit seinen drei Kindern vermißte Zimmermann Grob non Boeblingen ist jetzt in einem Waldteil in ber Nähe der Stadt aufgefunden wor⸗ den. Er hat zuerst mit einem kleinen Taschenmesser den Kinbern den Hals burchschnitten und sich dann selbst auf gleiche Weise entleibt.
Grünberg(Schlesten), 1. Dez. In der Schaumweinkellerei und Weingroßhandlung der Firma Grempler u. Co. brach heute gegen Abend ein Feuer aus. Das große, 1822 als erste deutsche Sekt⸗ kellerei gegründete Etablissement wurde ein Raub der Flammen. Der Schaden ist sehr bedeutend. 8
6
Tagesbericht des Großen Hauptguaktiers
Ein englischer Doppeldecker erbeutet. Weitere 4000 Serben gefangen. W. B. Großes Hauptquartier, 2. Dez., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplaßg
Außer Artillerie- und Minenkämpfen au verschiedenen Stellen der Front keine besonderen Ereignisse.
Nordwestlich von St. Quentin fiel ein wegen Motor⸗ schaden niedergegangener Doppeldecker mit zwei englischen Offizieren in unsere Hand.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Die Lage ist unverändert.
Die Schilderung des russischen Tagesberichts vom 29. No⸗ vember über Kämpfe bei Illuxt⸗Casimirski ist frei erfunden.
Bei der Armee des Geuerals Grafen von Bothmer wur⸗ den vorgehende schwache Abteilungen der Russen von den Vorposten abgewiesen.
Balkau.
Westlich des Lim wurden Poljauic, Plevlje und Jabuka besetzt. Südüstlich von Mitrowica wurden vierkausend Gefangene und zwei Geschütze eingebracht.
Oberste Heeresleitung.
* Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht Die Offensive am Isonzo. Die Fortschritte auf dem Balkan.
Wien, 2. Dezember 1915.(W. T. B.) Atutlich wird ver⸗ lautbart 2. Dezember 1915: 5 Nussischer Kriegsschauplatz., Nichts Neues.
Ftalienischer Kriegsschauplatz.
Die Italiener erneucrten ihre Angeiffe auf den Brückenkopf von Tolmein und auf unsere Bergsteuung nördlich davon. Vor dem Mezli rh brachen drei, ror dem Bergrücken nördlich von Tolje zwei Vorstöß e des Feindes zusammen. Im Tolmeiner Vecken zer stört die italfenische Artillerie die Ortschaften hinter unserer Front. Der Brückenkopf stand stellenweise wieder unter Trommelfener und warde von sehr starken Kräften mehrmals ver ⸗ geblich angegrisse n, 5 5
Hei Oslowija versuchte die feindliche Jufanterie unter dem Schutze des Nebels durchzubrechen. Abteilungen unseres Infanterie⸗ Regiments Nr. 57 schlugen hier drei Stürme ab.
Sonst kam es zu keinen größeren Infanteriekämpfen.
Südöslicher Kriegsschauplaß.
Hente früh sind wir in Plevlje eingerückt. Die Ein⸗ nahme ber Stadt war das Ergebnis hartuägiger Kämpfe. Die über den Metalka⸗Sattel vordeingende Kolonne hatte gestern den Feind bei Boljanie geworfen, die über Preboj anrückende Gruppe die Höhen nördlich von Plevlje gestlirmt, eine britle die Montenegriner bei Jabuka vertrieben.
Unsere Truppen wurden von der mohammedanischen Bevölke⸗ rung mit Jubel begrüßt. Der Rückzug der Montenegriner ging zum Teil fluchtartig vor sich. 8.
Südwestlich von Mitrovica brachte ein öste rreichisch⸗ ungarisches Halbbataillon viertausend serbische Ge⸗ fangene und zwei Geschütze und hundert erbeutete Pferde ein.
Die Bulgaren setzten die Verfolgung auf Dahova fort.
Der Stelbertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant.
* Der bulgarische Bericht. Die bulgarische Beute. 30000 Gefangene, 265 Geschütze.
Sofia, 2. Dez.(W. T. B.) vom 30. November. Unsere Truppen führen die Offensive über Prizren hinaus fort. Seit Kriegsanfang ge⸗ en Serbien(14. Oktober) bis zu der Einnahme von Prizren (29. November) haben wir den Serben folgende Beute abgenommen: 80000 Gefangene, 265 Geschütze, 136 Artillerie⸗ munitionswagen, ungefähr 100000 Gewehre, 36000 Grang⸗ ten, drei Millionen Gewehrpatronen, 2350 Eifenbahnwagen und 63 Lokomotiven.— Nach der Einnahme von Kichewo und Krusewac besetzten wir Brodi auf der Straße Kichewo⸗ Prilep.— Auf der Front der englisch- französischen Truppen keine Veränderung. g
Die Flucht der ferbischen Heeresreste.
Der Frankf. Zig. wird geschrieben:
Es wird immer klarer, daß die Niederlage der Serben bei Prisren am 29. November ein entscheidender Schlag war. Schon allein der Verlust von über 17000 Mann an Gefangenen und von 50 Geschützen war für die Reste des serbi— schen Heeres eine Katastrophe. Außerdem stießen die Bulgaren siberall auf Reste vernichteter Munition und Kriegsmaterials, aus denen der hohe Grad der Auflösung der serbischen Armeeteile, die hier zersprengt wurden, zu entnehmen ist.
Nach der Einnahme von Stimlja und Jezeree die Bulgaren über die Cernoljeva Planina in der Richtung auf Suharjeka an der Topluka sehr energisch vor. Schon während
Amtlicher Bericht
rückten
dieses Marsches häuften sich die Zeichen eines fluchtarti KRückzuges. Tiertadaver, allerhand rwerk, zumeist 780:


