Ausgabe 
2.12.1915
 
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Aungecbetigt bes Großen Hauptguartiers.

*

wiederholt heftig angegriffen. Diese Vorstöße des Feindes brachen

teidigten Hochflächenrand zehn Kilometer nördlich von Plevlje.

wirkt mit der bulgarischen Bewegung konzentrisch. So gelang

Zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen. Nachhutkämpfe in Serbien. W. B. Großes Hauptquartier, 1. Dez., vorm.(Amtlich.) 5 Westlicher Kriegsschauplatz Westlich von La Basce richtete eine umfangreiche Spreng⸗ ung unserer Truppen erheblichen Schaden in der englischen Stellung an. Ein englisches und ein französisches Flugzeug wurden ab⸗ geschossen, die Insassen sind gefangen genommen. Oestlicher Kriegsschauplaßtz. Keine wesentlichen Ereignisse. Balkan. An einigen Stellen der Front fanden erfolgreiche Kämpfe mit feindlichen Nachhuten statt.

Bei Prizren nahmen die bulgarischen Truppen fünfzehn⸗ fausend Serben gefangen und erbeuteten viele Gebirgsge schütze und sonstiges Kriegsgerät. Oberste Heeresleitung. *

Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht Dic österreich⸗ungarisch November⸗Beute.

Wien, 1. Dez.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 1. Dezember 1915.

Russischer Kriegsschauplatz.

Keine besonderen Ereignisse.

Bei den dem österreichisch⸗ungarischen Oberbefehl unterstehenden verbündeten Streitkräften der Nordostfront wurden im Monat November an Gefangenen und Beute 78 Offiziere, 12 000 Mann und 32 Maschinengewehre eingebracht.

Italienischer Kriegsschauplaß.

Der gestrige Tag verlief an der Jsonzofront

meinen ruhiger. Nur der Brückenkopf von Tolmein

im allge⸗ wurde

in unserem Feuer zusammen. Heute nacht setzte starkes Artilleriefener gegen den Nordhang des Monte San Michele ein. Gleichzeitig griffen die Italiener den Gipfel dieses Berges an; sie wurden zu rückgeschlagen. Auch feindliche Angriffs⸗ versuche im Raume von San Martino wurden abgewiesen.

0 Südöstlicher Kriegsschauplaß.

Unsere Truppen dringend umfassend gegen Plevlfe vor. Eine Kolonne greift die Gradina⸗Höhe südöstlich des Metalka⸗ Sattels an. Eine andere erstürmte in den Nachmittagsstunden und nach Einbruch der Dunkelheit den von Montenegrinern zäh ver⸗

Prizren wurde am 29. mittags von den Bulgaren genommen. Die Armee des Generals von Kocveß hat im November 40 800 serbische Soldaten und 26 600 Wehrfähige gefangen genommen und 179 Geschüge und 12 Maschinengewehre erbeutet. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnaut. 8

Die Beute der Bulgaren. 1 Der bulgarische Generalstab hat nun gleichfalls den Ab⸗ schluß des Feldzugs gegen das serbische Heer gemeldet. Für die bulgarische Armee haben die Operationen in Nordserbien mit einem sehr klangvollen Akkord geendet. Die Nachhuts⸗ Gefechte hatten bei Prizren nochmals den Umfang einer größeren Kampfhandlung angenommen und unsere bulgari schen Verbündeten sind Sieger geblieben. Für die den Bul garen gegenüberstehenden Reststücke der serbischen Armee kam es darauf an, die durch das Drintal bei Prisren führende Straße möglichst lange offen zu halten, um ihren eigenen Kolonnen und wenigstens einem Teile der über die Metoja⸗ Ebene, bei Ipek und Dschakowa, abziehenden serbischen Heeresteile den Aufstieg nach Westen in die nordalbanischen pen zu ersparen und ihnen den Rückzug talabwärts zu er⸗ möglichen. Der rasche Vorstoß der Bulgaren hat dies ver eitelt. Was sich an serbischen Truppen noch in der Metoja⸗ Ebene aufhält, ist vom Talausgang abgeschnitten und muß sich ergeben, soweit es den Truppen nicht gelingt, rechtzeitig in die Berge zu entkommen. Der Vormarsch der deutschen und österreichisch-ungarischen Abteilungen, die von Norden mund Osten in das Becken von Ipek Dschakowa hinabsteigen,

es unseren Verbündeten, bei Prisren viele Tausende von Ge⸗ fangenen zu machen und eine Armee mit ihrem Train am Ausgang der Metoja-Ebene zur Uebergabe zu zwingen. Die Beute wächst noch stündlich und ist ohne Zweifel für die Ver⸗ hältnisse des serbischen Feldzuges außergewöhnlich groß. Die Eroberung von mehr als 50 Geschützen und 148 Automobilen neben ungezähltem anderm Material beweist, daß der rasche Vormarsch der verfolgenden Bulgaren an einer entscheiden den Stelle den Rückzugsweg der Serben durchschnitten hat.

Auf der Flucht. Sofia, 1. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich) Bulgarischer General⸗ stabsbericht über die Kämpfe vom 29. November. Die Zahl der Gesangenen wächst unaufhörlich. Die Straße zwischen Suharska und Prizren ist buchstäblich bedeckt mit Kadavern von Zugtieren, verlassenen militärsschen Gegenständen. Trümmern von Wagen, Geschützen, Munition und dergleichen. Gefangene und Ein⸗ geborene erzählen, daß die serbischen Offiziere ihre Ver⸗ bände verlassen haben und in wilder Flucht ihr Heil suchten. Ein Teil soll sich in Zivilkleidern in den Dörfern der Umgebung verborgen halten. Dieser Umstand soll die Soldaten bestimmt haben, sich in Massen zu ergeben.

Ein letzter Widerstand der Serben. Paris, 1, Dez. Hiesige Blätter melden aus Athen, daß die Serben laut einer Erklärung eines hohen serbischen Offi ziers entschlossen sind, einen letzten entscheidenden Wider- stand zwischen der albanischen Grenze und dem Wardar im Gebiete DibraGostivar, PrilepKavadar zu leisten.

Die Operationen der englisch⸗französischen Truppen am Balkan.

Der Corriere d' Italia veröffentlicht folgende Meldung über die Operationen der englisch-französischen Truppen. Es war den Truppen der Alliierten unmöglich, der feindlichen Offensive zu be⸗ geguen, und sie beginnen sich auf Saloniki Zurückzuziehen. Die Gründe für diesen Rückzug sind in der numerisch geringen Stärke der englisch⸗französischen Truppen zu suchen und in der Schwierig⸗ keit, die Stellungen von dem Augenblick an zu halten, wo man die Verbindung mit den serbischen Truppen nicht gewinnen konnte. Die

urückbiegung geht unter normalen Verhältnissen vor sich, in der

Die russische Intervention am Balkan. T. U. Paris, 1. Dez. Der militärische Mitarbeiter der Infomation, Dusselle, bespricht die Möglichkeit einer russi⸗ schen Intervention am Balkan und erklärt, eine Landung der Russen in den bulgarischen Häfen sei jetzt unmöglich, nachdem die Bulgaren mit Hilfe der Deutschen die Küste be⸗ festigt hätten. Die Absicht der Russen, durch Rumänien zu marschieren, längs oder auf der Donau in Bulgarien ein⸗ zudringen, sei eine langwierige, sehr schwierige Operation, die die Deutschen, indem sie die Donau bei Rustschuk sperrten, vereitelten. Dusselle befürchtet, daß die Russen, wie die Franzosen in Saloniki, zu spät kommen werden.

Das Balkanunternehmen einIrrtum

Turin, 1. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) Die Stampa bringt zwei militärische Artikel, von denen der eine nachweist, daß Italien wohl daran getan habe, sich nicht an dem Balkanunternehmen zu beteiligen, das militärisch ein Irrtum und eine Gefahr und politisch ein Miß⸗ erfolg sei. Der zweite Artikel sage, daß die jetzt von einigen Blättern verlangte Truppenentsendung nach Syrien, die den Suezkanal retten solle, ein großer Irr⸗ tum wäre. Kitchener werde in London dafür eintreten, daß sowohl der Balkanfeldzug als auch das Dardanellen⸗ unternehmen rückgängig gemacht werden. Auch werde er

lichen Expedition nach Syrien begangen werde. wolle, nur ein Weg, nämlich die deutschen Linien in

Nur auf diese Weise könne Aegypten gerettet werden. *

Mailand, 1. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) Eine Korrespondenz des Corriere aus Rom enthält folgende Stelle: Eine hohe fremde Persönlichkeit, die dieser Tage in Rom anwesend war, drückte die Meinung aus, daß die Engländer und Franzosen gut täten, sich vom Balkan zurückzuziehen, um sich in Salonik zu verschanzen.(An⸗ merkung: Gemeint ist offenbar Kitchener.) Griechenland und die Entente.

Die griechische Regierung verlangt, wie weitere Athener Meldungen bestätigen, daß die Forderungen der zweiten Entente-Note von einem gemischten Ausschuß von griechischen Offizieren und Entente-Offizieren geprüft wer⸗ den. Sie weist darauf hin, daß die geforderte größere Bewe⸗ gungsfreiheit der Entente-Truppen auf den Eisenbah⸗ nen mit den griechischen Mobilisierungsplänen und der Sicherheit der griechischen Truppen in Ostmazedonien unver⸗ einbar seien, da der Seeweg allein für ihre Versorgung nicht genüge. Auch die Forderung nach Bewegungsfreiheit für die Ententeschiffe in den griechischen Gewässern ruft Be⸗ denken hervor, deren Prüfung durch den gemischten Ausschuß die griechische Regierung gleichfalls fordert. Die italienische Presse faßt die Antwort als Versuch auf, die Angelegenheit zu verschleppen, bis die militärische Lage der griechischen Re⸗ gierung unzweideutig eine Stellungnahme ermöglicht. Rom, 1. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) Die Tribung

Lage plötzlich ernster geworden ist. Gestern überreichte Skuludis den Gesandten des Vier verbandes die griechische Antwort auf die letzte Note und hatte mit ihnen über die Fragen, die den Inhalt der augenblicklichen Unterhandlungen bilden, eine Besprech⸗ ung. Es scheine, daß Skuludis sich über die guten Absichten Griechenlands nicht sehr entgegenkommend ausgesprochen habe. Er erklärt, daß die Zurückziehung der griechischen Truppen von Salonik und die von dem Vierverband ver⸗ langte Ueberwachung der Küstenzone Bedingungen wären,

verletzen würden. Giornale d'Italia erfährt aus griechische Regierung bereit

Athen, die

sei, den

daß

einbar sei.

die gegenwärtigen Umstände aufgezwungene Lage in Ein⸗ klang brächte. Aus Athen erhält die französische Presse von Information von einer plötzlich eingetretenen neuen Spannung zwischen der griechischen Regierung und Entente. das Gefühl, daß die jetzige Lage unmöglich weiterdauern könne. Die griechische Regierung werde sich bemühen müssen, die am Mon⸗ tag überreichte Antwortnote näher zu präzisieren. Die nach Paris gelangte Nachricht, daß in Frankreich die Aufgabe Sa⸗ lonikis durch die Engländer und Franzosen für möglich gehalten werde, sei für König Konstantin ein willkommener Anlaß zum Widerstand gegen die Entente gewesen. Er beeile sich daher keineswegs, den Wünschen der Alliierten zu entsprechen. Hungerrevolten in Rußland.

T. U Kopenhagen, 1. Dez. Nach einer Meldung Dien kam es in dem südrussischen Orte Netewedin zu großen Hungerrevolten. Die Bevölkerung leidet stark unter der Not der Zeit, da sie von jeder Zufuhr abgeschnitten ist und die Preise deshalb ins Unerschwingliche steigen. Die vom Hunger gepeinigte Volksmenge, unter der sich auch eine Anzahl ein berufener Landsturmleute in Uniform befanden, griffen die

der

Die Polizei ging mit der blanken Waffe vor. Die Menge erwiderte mit Steinwürfen. Es gab eine Anzahl Tote und Verwundete. Die Polizei verhaftete 60 Personen.

Bekanntmachung.

Auf Grund der Bekanntmachung des Stellvertretenden Reichs⸗ kanzlers vom 25. September und 4. November 1915 über die Er⸗ richtung von Preisprüfungsstellen und die Versorgungsregelung fordere ich die in Gießen ansässigen Butterhändler auf, bis zum 3. Dezember 1915 auf dem Stadthaus, Zimmer Nr. 2, schriftlich anzumelden, wieviel Butter l(inländische wie ausländische) sie in der Zeit vom 1. Juli bis 30. September 1915 nachweislich bezogen und in der Stadt Gießen verkauft haben. 5

Gießen, den 30. November 1915.

Der Oberbürgermeister.

artung, es werde den Alliierten gelingen, eine kräftige Offen⸗ Kirher a- ubehwe⸗

Keller.

dafür sorgen, daß nicht ein dritter Fehler mit einer unglück⸗ Kitchener sei der Meinung, dem Vierverbande bliebe, wenn er siegen

der Champagne und im Artois zu durchbrechen. ö

bringt ein Telegramm aus Athen, nach welchem dort die 2

griechische Neutralität in Frage stellen, und

Forde- rungen des Vierverbandes entgegenzukommen, soweit es mit 2 der Souveränität und der Unabhängigkeit des Staates ver⸗ Im Falle, daß die Forderungen gebieterisch ge. äußert würden, würde die griechische Regierung einen modus] vivendi erwägen, der ihre Pflichten als Nation und die durch

offiziöser Seite

In diplomatischen Kreisen des Vierverbandes herrsche

des

Lebensmittelläden an und zertrümmerten die Einrichtungen.

Verstorbene. Louis A d a m alt.

heiten besprochen werden.

erscheinen.

Frau Anna Bender geb. Frick in Launsbach.

Verantwortlicher Redakteur: T. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gie en Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H. Offenbach

1

Spediteur in Gießen, 6

ßen.

Sbssaldemokraffich.Kreiswahlerein llehen-zrünberg-Nidda.

Unterzeichneter Vorstand beruft zum

Sonntag, den 5. Dezember, nachmittags halb 3 Uhr nach Giessen(Schanzenstrasse 10) eine

sflitglieder-Verfammlung

ein. In der Versammlung soll eine Uebersicht über den Stand*. unserer Organisation gegeben, sowie sonstige Partei-Angelegen-

Wir ersuchen unsere Mitglieder, in dieser Versammlung zu

Der Vorstan J. A.: Gg. Beckm

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die berühmten Forsch Stanley Cook

viele andere,

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ersten 1 rührung gekommen sind, interessante, allgemein

Schilderungen über Sit

Schilderungen.

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