Ausgabe 
26.11.1915
 
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rückgeworfen.

London, 24. Nov.

Der österreichisch· ungarische Tagesbericht

Die Italiener wieder zurückgeworfen.

Wien, 25. Nov.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart:

85. November 1915: 5 Russischer Kriegsschauplaß.

Keine besonderen Ereignisse.

Jtalienischer Kriegsschauplatz. 5

Die erbitterten Kämpfe im Raume zwischen der Wippach⸗ Mündung und San Martino dauerten Tag und Nacht fort. Nörd⸗ 15 des Monte San Michele griff der Feind unaufhörlich mit

larken Kräften an. Mehrmals gelang es ihm, in unsere Gräben einzudringen. Immer jedoch, zuletzt in vie st ün dige m Nachtkampf, warfen ihn die braven Alpenländischen In⸗ fanterie⸗Regimenter Nr. 7 und 27 wieder hinaus. Ein An⸗ griff der Italiener auf den Monte San Michele schei⸗ kerte gleich allen früheren. Auch bei San Martino wogte der Kampf den ganzen Tag hin und her, bis es schließlich spät abends den bewährten Honved⸗Truppen gelang, auch hier unsere Stellung vollständig zurückzu gewinnen und zu behaupten. Der Brückenkopf von Görz, der Südteil der Stadt, dann die Ortschaften Savogna und Rupa standen unter heftigem Artilleriefeuer. Mehrere feindliche Batillone griffen bei Oslavija an. Sie wurden zur ü ck⸗ geschlagen, zwei Kompagnien vernichtet. Zwei unserer Flieger warfen Bomben auf Tolmezzo ab.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Die Montenegriner wurden auch östlich von Foca zu⸗ Südwestlich von Sjenica überschritten wir die montenegrinische Grenze. Bei der gestern mit⸗ geteilten Einnahme von Mitrovica haben die k. u. k. Truppen 10 000 Serben gefangen genommen und sechs Mörser, 12 Feldgeschütze, zahlreiche Fuhrwerke, Munition aller Art, sieben Lokomotiven, 130 Waggons und viel anderes Kriegsgerät erbeutet. Eine österreichisch⸗ ungarische Kolonne gewann über Mitrovica hinaus⸗ rückend die Gegend von Vucitrn. Südlich davon sind deutsche und bulgarische Kräfte im Begriff, die Sitnica zu überschreiten. In den Kämpfen um Pristina sind 6800 Gefangene eingebracht und

sechs serhische Geschütze erbeutet worden.

Der Siellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmerschalleutnant.

2 Ter bulgarische Kriegsbericht.

Sofia, 25. Nov.(W. T. B.) Amtlicher Bericht vom 23. November. Seit zehn Tagen waren erbitterte Kämpfe um Pristina im Gange. Nachdem unsere Armee heute endgültig die Serben im Norden, Osten und Süden um⸗ zingelte, unternahm der Gegner die äußersten Anstrengungen, um sich in Pristina zu halten. Er konnte jedoch unserem Drucke nicht widerstehen und wurde aus seinen letzten Stellungen geworfen, worauf er gezwungen war, den Rückzug nach Westen anzutreten. Um Uhr machmittags rückte zuerst ein Reiterregiment indie Sadtein, dem unsere Truppen von der Nordfront und Abteilungen einer benachbarten deutschen Kolonne folgten. Die Zahl der Gefangenen ist noch nicht ermittelt.

Hunderttausend Serben gefangen! 5 Die B. Z. a. M. meldet aus dem Kriegspressequartier: Die Gesamtzahl der von den Verbündeten gefawgenen Serben ist auf 100000 Mann gestiegen. Bei dem beschleu⸗ migten Rückzuge der Serben aus Prischtina wurden 2000 öster⸗ reichisch⸗ungarische Kriegsgefangene zurück⸗ gelassen, die von den Verbündeten sofort in Obhut genommen worden sind. Flucht der serbischen Regierung. (W. T. B. Nichtamtlich.) Die Times berichtet aus Paris: Einem amtlichen Telegramm aus Prisren zufolge begibt sich die serbische Regierung nach

Skutari.

ö Die Lage der Serben.

Der Frankf. Ztg. wird vom serbischen Kriegsschauplatz geschrieben:

Die Serben sind nun zur Fortsetzung ihres Rückzuges über steiler ansteigende weglose Gebirge gegen Westen ge zwungen. Nachdem sie auch die letzten Gebiete, die ihnen im Tale der Sitnitza zur Verfügung standen, verloren haben, droht immer mehr der Hunger; denn die Schwierigkeiten find ganz enorm. Auf einen Nachschub von Munition und Lebensmitteln ist nicht mehr zu rechnen. Selbst wenn es den Serben gelänge, sich an der Metoja und dem Becken von Ipek und Djakowa sowie im Raume von Prizren festzusetzen, kann ihr Aufenthalt dort nicht von langer Dauer sein, die Verfolger dürften ihnen kaum viel Zeit der Ruhe lassen. Die Einnahme von Mitrowitza und Pristina ist der Stoß ins Herz der serbischen Armee. 0

In Albanien müssen die Serben mit feindseliger Stimmung der Bevölkerung rechnen. Zu holen ist dort kaum etwas. Die Bewohner sind arm und die letzten Ernten waren schlecht. Einem Feind, der geschlagen und zermürbt in ihr Land kommt, werden die Albaner niemals Hilfe leisten. Montenegro ist selbst arg bedrängt und seufzt unter den drückenden Lasten. Die serbische Armee geht einem traurigen Geschick entgegen.

*

Griechenland und die Entente. Die Note der Entente.

Lugano, 25. Nov. Nach einer Meldung des Corriere della Sera aus Athen, ist die Note der Entente an Griechenland freundlich gehalten. Sie versichert, daß die Entente Griechenland nicht zum Kriege zwingen will, und fordert, daß das Ententekorps und das Serbenheer beim Be treten griechischen Bodens nicht entwaffnet oder belästigt, sondern frei in ihren Bewegungen gelassen werden und sich aller Verkehrswege und sonstiger Einrichtungen bedienen dürfen. Ferner fordert die Note die Erlaubnis, andere Punkte Griechenlands zu besetzen gegen Ersatz für angerich teten Schaden und freie Ueberlassung aller Einrichtungen bei Aufhören der vorläufigen Besetzung. Die Note fordert eine schriftliche Antwort mit formeller Verpflichtung ohne Ter- minangabe.

Die Antwort Griechenlands.

Paris 25. Nov. Havas meldet: Nach der Ueberreichung der Note des Vierverbandes an die griechische Regierung hiel ten die griechischen Minister unter dem Vorsitz von Skuludis eine lange Besprechung ab. Der Entwurf der

Antwort wurde fesigelegt und gestern nachmittag überreicht. Diese Antwort ist in sehr freundschaftlicher Form gehalten erteilt alle gesorderte Genugtuung und gibt alle für notwen⸗ dig besundenen Garantien.

Das Reutersche Bureau meldet aus Athen: Die Regie⸗ rung hat, wie verlautet, in ihrer Antwort die Forderungen angenommen, daß die Truppen der Alliierten nicht entwaffnet werden sollen, sondern daß sie auf griechischem Gebiete Aktionsfre iheit haben sollen. Was deren Sicherheit und ferner die Erleichterung bezüglich der Eisenbahnen und Telegraphen betrifft, behält sich die griechische Regierung eine genaue Erwägung aller Einzel⸗ heiten vor. Die Erklärung der Entente, daß die von den Alliierten besetzten Teile des Königreichs sp äter zurück⸗ gegeben werden und für den angerichteten Schaden ange⸗ messene Vergütungssummen gezahlt würden, hat die Regierung von den freundschaftlichen Absichten der Entente überzeugt.

Die Times meldet noch, daß die Verbündeten von Griechenland nicht verlangt haben, daß es seine Neutralität aufgebe.

Kämpfe vor Bagdad.

Bedeutende englische Verluste.

London, 25. Nov. Das Staatssekretariat für Indien teilt mit: Nach einem von Zeur, das am 19. November besetzt worden war, unternommenen nächtlichen Marsch griff die Division Townshends die türkische Stellung von Ktesiphon, 18 Meilen von Bagdad entfernt, an. Am 22. November wurde diese Stellung nach einem Gefecht von einem ganzen Tag mit 800 Gefangenen und großen Mengen von Waffen und Aus⸗ rüstungsmaterial genommen. Unsere eigenen Verluste be⸗ trugen 2000 Tote und Verwundete. Die Streitkräfte des Generals Towushends und sein Hauptquartier biwakierten an dieser Nacht in der eroberten Stellung. In der Nacht vom 23. zum 24. November wurden heftige Gegenan⸗ griffe der Türken erfolgreich zurückgeschlagen. Am 24. November zwang uns aber Wassermangel(), unsere Kräfte an den Fluß zurückzunehmen, der 34 Meile von der eroberten Stellung entfernt ist.

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Bekanntmachung. Bei der freiwilligen Metallablieferung sind eine Anzahl

Gegenstände(Leuchter, Mörser usw.) wegen besonderen von einer besonderen Sachverständigen⸗

gegen Ersatz des Metalls überwiesen werden. 13 Es steht jedoch den Ablieferern frei, diese Gegenstände

Tagen bei der angegebenen Stelle geltend zu machen. Spätere Anmeldung finden keine Berücksichtigung. 9 Die betreffenden Gegenstände sind g 5

Montag den 29. und Dienstag den 30. November 1915 vormittags von 912 Uhr auf dem Stadthaus Zimmer Nr. 12 ausgestellt. f a

Gießen, den 25. November 1915. Der Oberbürgermeister. Keller.

Bekanntmachung.

Ausführung des Reichsviehseuchengesetzes; hier: Ausschlag der Beiträge auf die Viehbesitzer. N 85 Für die Aufnahme der Viehbestände und die Einziehung der Beiträge ist für die Stadt Gießen der Musiker und Musikinstru⸗ mentenmacher Ferdinand Bauer durch Großh. Kreisamt Gießen als Erheber bestellt worden. N Gießen, den 20. November 1915. Der Oberbürgermeister. Keller.

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