Ausgabe 
26.11.1915
 
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aus der Provinz über Unruhen aus not is Regierung in Verwirrung geraten und hat den Militärbehörden die Freiheit des Handelns überlassen. Letztere verschärften den Belagerungszustand in Berlin durch Konzentrierung von Truppenkörpern. 5 5

In dem sonst nüchternen Labour Leader wird um dieselbe Zeit von einem Krawall gesprochen, bei dem die Fenster im Kriegs⸗ ministerium eingeworfen wurden. 2

Jetzt hält es selbst der französische Ministerpräsident für zeit⸗ gemäß, in einem Interview, das durch Poldhu verbreitet wird, zu versichern, den Verbündeten sei allgemein bekannt, daß die deut⸗ schen Hilfsquellen am Schwinden seien. Die Gerüchte aus Deutschland seien wie Strohhalme, die zeigten, woher der Wind in Deutschland und Oesterxreich bläst. Frankreich würde kämpfen, bis die überschwemmten Gebiete, einschließlich Elsaß⸗Loth⸗ ringens, befreit sind und der deutsche Militarismus zerstört ist. Mit diesem Interview wurde der Zweck des ganzen Treibens auf deutlichste unterstrichen. 5

Am 15. läßt der Lyoner Funkendienst einen treten, der selbst

in Berlin einen Aufruhr erlebt hat, bei dem es etwa 200 Verwundete und Tote ge⸗ geben hat. Auch weiß der gleiche Dienst von Meutereien des Landsturms in den polnischen Städten zu berichten,weil entgegen dem Versprechen den die Entschädigungen nicht erhöht worden sind. Teil der Meuterer wurde erschossen.

Am 20. wiederholt der Lyoner Dienst die Geschichte von den Unruhen in Berlin, diesmal mit der Angabe, daß die Truppen ein⸗ greifen mußten und 200 Au fständische erschossen wurden. Man glaubt, schließt der Bericht,daß eine längere Dauer der Feindseligkeiten Hungersnot zur Folge haben wird. 1

Die Aufzählung dieser Schwindelnachrichten mag eintönig sein, sie zeigt aber sehr klar, in welcher Richtung die öffentliche Meinung in den feindlichen Ländern bearbeitet wird. Die Fol⸗ gerungen, die sich daraus für uns ergeben, liegen so sichtbar

Reisenden auf⸗

Der größte

wf der Hand, daß es unnötig ist, sie ausdrücklich auszu, sprechen. 45 Soweit das Regierungsorgan. Die Folgerungen für

Deutschland liegen allerdings auf der Hand. Zunächst zeigen die Flunkereien der feindlichzn Presse, daß kein Land vor offenbaren Erfindungen und Fälschungen über seine inneren Zustände geschützt ist, daß insbesondere die Presse nicht die böswillige Verdrehung ihrer sachlichen Aufsätze verhindern kann. Mährend die herrschenden Schichten des feindlichen Auslandes mittels solcher Falschmeldungen und Uebertreibun⸗ gen künstlich die Kriegsstimmung und Siegeshoff⸗ nung bei ihren Völkern aufrechtzuerhalten suchen, dürfen wir in Deutschland auf diese Mittelchen verzichten. Wir haben deshalb auch oft davor gewarnt, die ebenso unkon⸗ trollierbaren Nachrichten über russische Arbeiterun⸗ ruhen, von denen in deutschen Blättern oft großes Auf⸗ heben gemacht wurde, kritiklos als wahr hinzunehmen und ebenso die Meldungen über die Streiks in England zu überschätzen. Es wird jetzt vieles zusammentelegraphiert, von dem man sagen kann: Geflunkert wie gefunkt!

Die Ermattungsstrategen.

Die Wiener Blätter erörtern die amtliche Mitteilung, daß Italien seit Kriegsbeginn eine halbe Million Mann ver⸗ koren und militärisch nicht einen Fußbreit gewonnen habe, serner das Versagen der Drohungen des Vierverbandes gegen Griechenland, über dessen Verhalten man hier völlig beruhigt ist. Es besteht darüber keine Täuschung, daß der Vierverband den verlorenen Krieg fortsetzt, in der Hoffnung auf ein Ermatten der Zentralmächte mit dem einzigen Ergebnis steigender Erbitterung der Völker, die zu weiterem Blutvergißen gezwungen seien.

Kitcheners Großmäuligkeit.

Bei seinem Athener Aufenthalt äußerte Kitchener gegenüber griechischen Persönlichkeiten seine Meinung über den vermutlichen Ausgang des Krieges. Kitche⸗ ner gab zu, daß die Entente⸗Mächte bei Kriegsbeginn absolut unvorbereitet für eine lange Kriegsdauer gewesen seien. Sie hätten es aber verstanden, die inzwischen ver⸗ strichene Zeit auszunützen. England werde im nächsten

2 * Barfüßele Eine Schwarzwälder Dorfgeschichte von Berthold Auerbach.

Das Kind starrte drein und antwortete nicht. Und kaum hatte Severin den Rücken gewandt, als es ihm halblaut nach⸗ rief:Ich nehm' nichts geschenkt, und ihm dabei den Dukaten nachschleuderte.

Viele, die das gesehen hatten, kamen auf Amrei zu und schimpften auf sie hinein, und eben als sie daran waren, sie zu mißhandeln, wurde sie wiederum von der Rodelbäuerin, die sie schon einmal mit Worten beschützt hatte, von den rohen Händen gerettet. Auch sie verlangte indes, daß Amrei wenigstens Severin nacheile und ihm danke; doch Amrei gab auf keinerlei Rede eine Antwort; sie blieb starr, so daß auch ihre Beschützerin von ihr abließ. Nur mit großer Mühe fand man den Dukaten wieder, und ein Gemeinderat, der zugegen war, nahm ihn sogleich in Verwahrung, um ihn dem Pfleger der Kinder zu übergeben.

Dieses Ereignis brachte der kleinen Amrei einen selt⸗ samen Ruf im Dorfe. Man sagte, sie sei doch erst wenige Tage bei der schwarzen Marann und habe schon ganz deren Art und Weise. Man fand es unerhört, daß ein Kind aus solcher Armutei einen solchen Stolz haben könne, und indem man ihr diesen Stolz auf Wegen und Stegen vorwarf, ward sie dessen erst recht inne, und in der jungen Kinderseele regte sich ein Trotz, ihn nur desto mehr zu bewahren. Die schwarze Marann tat auch das ihrige, um solche Stimmung zu be⸗ festigen, denn sie sagte:Es kann einem Armen kein größeres Glück geschehen, als wenn man ihn für stolz hält; dadurch ist man bewahrt, daß jedes auf einem herumtrampelt und noch verlangt, daß man sich dafür bedanke.

Im Winter war Amrei sehr viel bei dem Krappenzacher und hörte ihn besonders gern geigen. Ja, der Krappenzacher sagte ihr einmal das große Lob:Du bist nicht dumm, denn Amrei hatte nach einem langen Geigenspiel bemerkt:Es ist doch wunderlich, wie so eine Geige den Atem so lange anhalten kann, das kann ich nicht.

Und wenn dahei in stillen Winternächten die schwarze Marann funkelnde und schauererregende Zaubergeschichten erzählte, da sagte Amrei mehrmals tief aufatmend, wenn sie zu Ende waren:O Marann, ich muß jetzt Atem schöpfen, ich hab', so lang Ihr gesprochen habt, den Atem anhalten müssen.

1

Anlaß der Hungersnot ist die[ März bier

ihren Stämmen dem Anrufe Folge.

Familien der im Felde Stehenden Emir Abdul Malik, der einen großen Einfluß besitzt, gelingen

Millionen Mann unter den Waf⸗ fen haben und werde in der Lage sein, sechs Millio⸗ nen Russen zu verpflegen und zu bewaffnen.(1) Enischädigungssorderung Amerikas von England

T. U. Newyork, 24. Nov. Washingtoner Nachrichten zufolge wird die Regierung der Vereinigten Staaten von England eine Ent schädigung wegen der Durchsuchung des amerikanischen Dampfers Zealandia durch englische Kriegsschifse fordern. Ferner wird sie fordern, daß dieses Vorgehen der englischen Schiffe getadelt werde und daß England verspricht, daß sich solche Vergehen nicht wieder⸗ holen werden.

Der Heilige Krieg in Nordafrika.

T. U. Konstantinopel, 24. Nov. Nach hier eingetroffenen Privatnachrichten hat der Emir Abdul Malik, ein Enkel des früheren Emir von Algerien, sämtliche Araberstämme auf⸗ gefordert, sich an dem heiligen Kriege zu beteiligen und gegen die Franzosen zu kämpfen. Eine Anzahl Führer leisteten mit Man hofft, daß es dem

wird, sämtliche in Nordafrika befindlichen Stämme für den Heiligen Krieg zu gewinnen. Vom Heiligen Krieg in Indien.

Reuter meldet aus Petersburg: Aus Schang hai wer⸗ den nach Indien Proklamationen verschickt, in denen alle Muselmanen ermahnt werden, gegen England und seine Bundesgenossen den Heiligen Krieg zu beginnen. Die Pro⸗ klamationen sind auf Arabisch abgefaßt und durch den Sultan der Türken, den Scheik ül Islam, den Thronfolger und Enver Pascha gezeichnet. Gewöhnlich werden sie nach den verschiedenen Plätzen in Indien in Koffern mit doppeltem Boden versandt.

Eine Reichs⸗Jugendwehr.

Dem Reichstage sind eine Anzahl Petitionen zugegangen die sich auf die Schaffung eines Reichs⸗Jugendwehr⸗Gesetzes beziehen. Der fortschrittliche Abgeordnete Dr. Müller⸗Mei⸗ ningen wird dem Reichstage, wie das Berl. Tageblatt mik⸗ teilt einen fertigen Gesetzentwurf, betreffend die Vorberei⸗ tung der Jugend für den Heeresdienst, vorlegen.

Ein Protest der baheri chen Bauernvereine.

Die unter der Leitung des früheren ultramontanen Abg. Dr. Heim stehenden bayerischen Bauernvereine haben an den Reichs⸗ kanzler eine Eingabe gerichtet, in der sie gegen dieVerhetzung protestieren, die von einem Teil der Presse gegen die Landwirtschaft betrieben wird. In dem Protest wird behauptet, daß die Angrisse auf die Landwirtschaft nicht nur ungerechtfertigt seien, sondern auch eine Forksetzung deralten, üblen Gepflogenheit parteipolitischer Uebertreibung zur Verfolgung politischer Zwecke als Endziel sind.

Ueberraschungen am Balkan.

T. U. Paris, 25. Nov. Mitglieder der serbischen Re⸗ gierung erklärten dem Berichterstatter des Petit Journals in Saloniki, Serbien beabsichtige demnächst die Offenfive wieder aufzunehmen, sobald die englisch⸗französischen Truppen in Mazedonien stark genug sein würden. Asquith habe der serbischen Regierung den festen Entschluß Englands mitge⸗ teilt, die Expedition fortzusetzen. Frankreich und England

bereiteten auf dem Balkan Ueberraschungen vor, man werde.

dies bald bestätigt sehen.

DieUeberraschungen am Balkan dürften gerade für Frankreich und England wenig Erfreuliches haben.

Zur Lage in Afrika. i

Die Depeche Koloniale macht darauf aufmerksam, daß in Afrika Truppen freigeworden seien, seitdem die Deutschen in Deutsch⸗Südwestafrika kapituliert haben. Man müsse diese anderswo verwenden, nachdem man die nötige Be⸗ satzung zur Sicherung des eroberten Gebietes zurückgelassen

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War das nicht ein Zeichen tiefer Hingebung an alle Vor⸗ kommnisse und doch wieder ein Merkmal freier Beobachtung derselben und besonders des eigenen Verhaltens dabei?

Das Beste ist aber, daß auf die Kinder elementarische Kräfte einwirken, die nicht fragen: was wird daraus werden?

Niemand achtete sehr auf Amrei, und diese konnte träumen, wie es ihr in den Sinn kam, und nur der Lehrer sagte einmal in der Gemeinderatssitzung: solch ein Kind sei ihm noch nicht vorgekommen; es sei trotzig und nachgiebig, träumerisch und wachsam.

In der Tat bildete sich schon früh bei allem kindischen Selbstvergessen ein Gefühl der Selbstverantwortlichkeit, eine Wehrhaftigkeit im Gegensatze zur Welt, ihrer Güte und Bos⸗ heit in der kleinen Amrei aus, während Dami bei allen kleinen Anlässen weinend zur Schwester kam und ihr klagte. Er hatte immer Mitleid mit sich selber, und wenn er in Rauf⸗ händeln von Spielgenossen niedergeworfen wurde, klagte er: Ja, weil ich ein Waisenkind bin, schlagen sie mich. O wenn das mein Vater, meine Mutter wüßte! und dann weinte er doppelt über die erfahrene Unbill.

Dami ließ sich von allen Menschen zu essen schenken und wurde dadurch gefräßig, während Amrei mit wenigem vor⸗ lieb nahm und sich dadurch äußerst mäßig gewöhnte. Selbst die wildesten Buben fürchteten Amrei, ohne daß man wußte, woran sie ihre Kraft bewiesen hatte, während Dami vor ganz kleinen Jungen davonlief. In der Schule war Dami stets spielerisch, er bewegte die Füße und bog mit der Hand die Ecken der Blätter um, während er las. Amrei dagegen war stets zierlich und gewandt, aber sie weinte oft in der Schule, nicht wegen der Strafen, die sie selbst bekam, sondern so oft Dami gestraft wurde.

Am meisten konnte Amrei den Dami vergnügen, wenn sie ihm Rätsel aufgab. Noch immer saßen die beiden Kinder viel am Hause ihres reichen Pflegers, bald bei den Wagen, bald beim Backofen hinter dem Hause, an dem sie sich von außen wärmten, besonders im Herbst. Und Amrei fragte: Was ist das Beste am Backofen?

Du weißt ja, ich kann nicht erraten, erwiderte Dami klagend.

So will ich dir's sagen: das Beste am Backofen ist, daß er das Brot nicht selber frißt. Und auf den Wagen vor dem dag deutend, fragte Amrei:Was ist lauter Loch und hält

och?

Deutschen in K 5 Kolonialreich würde dadurch wesentlich verstärkt n vielleicht könnte auch sfens handelspolitischen

halten. 5 Bombenangst in Washington. 5 Washington, 24. Nov.(W. T B. Nichtamtlich) 2 5 dung des Reuterschen Bureaus. Um die Tunnels, welche 0 Unionsbahnhof, den gemeinsamen Zentralbahnhof allen 1 Washington einlaufenden Linien mit den Bahnhofsanlag 1 südlich der Stadt verbinden, gegen Bombenanschläge zu 0 wachen, sind 16 Mann aufgestellt worden. Auch die 6 be bahnhöse werden sorgfältig bewacht. Dem Vernehmen ne 1 hat die Pennsylvaniabahn ihre Angestellten beauftragt 0 Ueberwachung der Brücken, Viadukte, Abzugskanäle der 0 besondere Aufmerksamkeit zu widmen, um die Gefahr d Bombenanschlägen zu vermindern. f 1 Hestiges Unwetter. 5 T. U. Lyon, 25. Nov. Man meldet dem Republicain 0 Valencia, daß mehrere Barken von einem heftigen Sturme auf Meere überrascht wurden und scheiterten. 15 Personen ertra 3 die Besatzung einer Barke wird noch vermißt. 0 Kriegsnsizen. 1 Die preußi Eisenbahndirektionen. die Keisenden in ur Beten auf, sich bei Fahren ab

als Zusatzheizung dienen, wieder wie im vorigen Jahre vo m weise in Lazarett⸗ und Krankenzügen verwendet werden. Es sin daher vorkommen, daß vereinzelt eine genü wärmung der Abteile nicht erzielt werden kann. 0 reisende Publikum wird daher ersucht, sich mit der erforderlich 1 Winterkleidung zu versehen und gegenüber zutage 0 90 Mängeln der besagten Art angesichts der durch den Krieg bedingten in außerordentlichen Umstände Nachsicht üben z mi Die Genossen Westkamp und Ochel in Düsseldorf 1 Anfang Juni wegen Verbreitung von Druckschriften in Untersin i ungshaft und später in militärischer Schutzhaft gene de men wurden, sind am Montag aus dem Gefängnis entlassen w Tör den. Beide wurden am 2. September zu drei Monaten Si fängnis verurteilt und auf Beschluß des Gerichts aus der 5 entlassen, tags darauf aber auf Anordnung des 9 wieder in militärische Schutzhaft genommen. po anwalt seine Revision zurückgezogen, traten die beiden Geno den 5 a an, die am Montag ablief. Darauf erfolgte 0 ntlassung.. 5 l 1 In nächster Woche findet vor der 1. Strafkammer des Ver all liner Landgerichts III wieder ein Prozeß wegenA uf rei ung verscchiedener Klassen der Bevölkerung die Gewalttäkigkeiten, begangen durch Verbreitung von Flugblätt lei statt. Angeklagt sind zehn Personen. 1 0 Gegen den Direktor Bünz in Newyork und vier Ang De der Hamburg⸗Amerika-⸗Linie ist jetzt eine geri dad Untersuchung wegen Verletzung der Zollgesetze eingeleitet wo C2 Nach der Nowoje Wremja herrscht in Kaukasien we Transkaukasien Hungersnot wegen Brot- und mangels. daf 1 85 hal Partei⸗Nachrichten. wu Partei⸗Jubiläum. 5 150 Den Gedenktag seines 25jährigen Bestehens beging in die fag Tagen auch der sozialdemokratische Verein für Bremerhaven u nete Umgegend. Am Abend des Gründungstages sand eine gut beff Lan Versammlung statt, in der in einem Referat des Tages ged steis wurde. Der Verein, der zurzeit der Gründung 135 Mi 0 zählte und lediglich die Orte Bremerhaven, Lehe und Geeste 015 unischloß, dehnte bald sein Tätigkeitsgebiet aus und förderte teue die Agitation im 19. hannoverschen Wahlkreise. Mit wel pÿolch folge dies geschah, beweisen am besten die Reichstagswahlstimmen La. die von 6255 im Jahre 1891 auf 15 569 im Jahre 1912 gesti 5 ind. Das kleine Häuflein Genossen vom Grfündungsfahre ist eh Laufe der Zeit auf die stattliche Zahl von 7340 angewachsen. Ebene feht sind auf kommunalpolitischem Gebiete gute Erfolge erzielt wi läßt ee* 8 20 800 Ohne lange auf Antwort zu warten, setzte sie gleich hi win Das ist die Kette. händ Jetzt diese Rätsel schenkst du mir, sagte Dami, des Amrei erwiderte:Ja, du darfst sie aufgeben. Aber fi wirt du dort die Schafe kommen? Jetzt weiß ich noch ein Ra die Nein, rief Dami,nein, ich kann nicht drei behe chef ich hab' genug an zweien. 5 Nein, das mußt noch hören, sonst nehm' ich die and 1 wieder! Und Dami sagte ängstlich in sich hinein, um es f 01 nicht zu vergessen:Kette. Selberfressen, während Am 15 5 fragte:Auf welcher Seite haben die Schafe die 1 115 Wolle? Mäh! Mäh! auf der auswendigen! setzte sie sogleih d; mit scherzendem Gesange hinzu, und Dami sprang davon, 00 um seinen Kameraden die Rätsel aufzugeben. 1 an N N 2 1 2 8 8 18 Er hielt beide Hände fest zu Fäusten zusammengeßr, Jutt als hätte er darin die Rätsel und wolle sie nicht verlieren. Aer Als er aber bei den Kameraden ankam, wußte er doch nut 1 und das von der Kette, und des Rodelbauern Aeltester, den er ben: gar nicht gefragte hatte, und der viel zu groß dazu war, fag 1 die schnell die Auflösung und Dami kam wiederum weinend zu Latz seiner Schwester zurück. 1 dri Die Rätselkunst der kleinen Amrei blieb aber nicht la 1 verborgen im Dorfe, und selbst reiche, ernsthafte Bauern, us sonst mit niemand, am wenigsten mit einem Kinde biet 9 Worte machen, ließen sich herbei, da und dort der kleinen Amrei ein Rätsel aufzugeben. Daß sie selber viele dergleichen 13 wußte, das konnte sie von der schwarzen Marann haben, abel 0 aa daß sie neugesetzte so oft zu beantworten verstand, das erreg 0 allgemeine Verwunderung. Amrei hätte nicht mehr unn n gehalten über die Straße oder aufs Feld gehen können, wen fn sich nicht bald ein Mittel dagegen gefunden hätte. Sie stel f als Gesetz sest, daß sie niemanden ein Rätsel löse, dem sie n 5 den auch eines aufgeben dürfe. Sie aber wußte solche zu dreh fit daß man wie gebannt war. Noch nie war im Dorfe ei N le armen Kinde so viel Beachtung zugewandt worden als de m kleinen Amrei. Aber je mehr sie heranwuchs, um so wenig 0 Aufmerksamkeit wurde ihr geschenkt; denn die Menschen b e! trachten nur die Blüten und die Früchte mit teilnehmend b ben Auge, nicht aber jenen langen Uebergang, wo das eine ale andern wird. 73 N 10 5 (Jortsetzung folgt.). 0