Ausgabe 
24.11.1915
 
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Zur Lage in Persien.

Der persische Gesandte in Berlin hat sich zu einem Mit⸗ arbeiter der Voss. Ztg. über die Lage in Persien wie folgt geäußert:

In Persien herrscht selbstverständlich eine starke Strömung gegen die Russen im Norden und die Engländer im Süden, die sich aus eigener Machtvollkommenheit das Recht anmaßen, Vormünder der persischen Regierung, des persischen Parla⸗ ments und Volkes zu sein. Sache des jungen Herrschers Schah Achmed und des von Vaterlandsliebe beseelten Groß⸗ wesiers Mustaufi el Mamelik ist es, ausgleichend zu wirken, zu lavieren, damit nicht unzeitgemäßes Ungestüm das Land tiefer ins Unglück stürze. Schließlich sind Rußland und England doch unsere Nachbarn, und das mächtige Deutsche Reich ist leider sehr weit von uns entfernt. In Verhältnis zu uns sind die Russen und Engländer gewaltig stark. Es gilt daher bis auf weiteres, irgend einen Modus Vivendi mit ihnen zu finden.

Bis zum Krieg standen etwa 30000 Russen in Nord⸗ persien; heute ist ihre Zahl auf 67000 zu veranschlagen. Sie haben den Marsch nach Teheran angedroht für den Fall, daß die persische Regierung der gegen Russen und Engländer gerichteten Bewegung nicht Herr werden sollte. Die Frage, ob die persische Regierung in den weiten Provinzen des Reiches imstande ist, widerhaarige Elemente niederzuhalten, lassen wir lieber beiseite. Jedenfalls tut sie, was möglich. Sie ist offiziell neutral und hält die neutrale Richtlinie ein. Die Sympathien und Antipathien der Bevölkerung aber lassen sich nicht kommandieren, und es ist sowohl der islamische Grundgedanke als auch die natürliche Gegnerschaft gegen fremde Bedrückung, welche die Neigung des Volkes den Deutschen zuwenden. Auch wirt- schaftliche Gesichtspunkte spielen mit. Sollte der mitteleuropäisch-orientalische Staatenblock zustande kommen, wozu ja alle Aussicht vorhanden ist, dann wird es die Natur der Sache mit sich bringen, daß Persien wirtschaftlich in den Bereich dieses gewaltigen Magneten gelangt.

Das jetzige Vorgehen der Russen in Nordpersien ist wohl dahin aufzufassen, daß sie ein Gebiet suchen, wo sie sich für ihre europäischen Verluste vielleicht entschädigen könnten. Indessen ist Nordpersien kein so leicht verdaulicher Bissen, wie vielfach angenommen wird, und für ein geschwächtes Rußland erst recht nicht. Mit dem Marsche nach Teheran ist es auch eine eigene Sache. Zwar ist nicht daran zu zweifeln, daß die Russen in nächster Nähe von Teheran stehen, aber das will immer noch nicht besagen, daß sie tatsächlich in die Hauptstadt einrücken werden.

Unter der Oberfläche besteht die alte russisch-eng⸗ lische Eifersucht fort. Es könnte den Engländern, die in Südpersien Einbuße erlitten haben, wenig passen, wenn die Russen sich der Hauptstadt bemächtigen. Die Engländer würden das mit Recht als unwillkommenen russischen Macht- zuwachs ansehen. Deshalb ist anzunehmen, daß die Russen

ihre Schritte mäßigen und vor der Hauptstadt Halt machen

werden. Im übrigen ist festzustellen, daß die Beziehungen

Persiens zur Türkei freundschaftlich sind und daß Persien mit dem afghanischen Nachbar, dem es bekanntlich durch Ver⸗ träge mit England untersagt ist, amtliche diplomatische Ver tretungen im Auslande zu unterhalten, in Handel und Ver kehr auf gutem Fuße steht.

Zusammenstöße zwischenRussen und Aufständischen

in Persien.

Budapest, 22. Nov. Aus Konstantinopel wird hierher gemeldet, daß in Persien ernste Kämpfe zwischen den Auf⸗ ständischen und den russischen Besatzungstruppen stattgefunden haben. Russische Abteilungen wurden bei Senna und Hamadan von persischen Stämmen geschlagen. In Hamadan sind die unter russischem Kommando stehenden persischen Kosaken zu den Aufständischen übergegangen.

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Barfüßele.

Eine Schwarzwälder Dorfgeschichte von Berthold Auerbach. Vom Baum am Elternhause.

Am Tage vor Allerseelen sagte die schwarze Marann zu den Kindern:

Jetzt holt ordentlich Vogelbeeren, morgen brauchen wir sie auf dem Kirchhof.

Ich weiß wo, ich kann holen, sagte Dami mit einer wahrhaft gierigen Freude und rannte zum Dorf hinaus, daß ihn Amrei kaum erveichen konnte, und als sie am elter lichen Hause ankam, war er schon oben auf dem Baume und neckte stolz, sie solle auch heraufkommen; weil er wußte, daß sie das nicht könne. Er pfückte nun die roten Beeren und warf sie hinab in die Schürze der Schwester. Sie bat ihn, er möge auch die Stiele mit abpflücken, sie wolle einen Kranz machen. Er sagte:Das tu' ich nicht! Und doch kam fortan keine Beere ohne Stiel mehr herunter.

Horch, wie die Spatzen schelten! rief Dami vom Baume, die ärgern sich, daß ich ihnen ihr Futter wegnehme. Und als er endlich alles abgepflückt hatte, sagte er:Ich gehe nicht mehr herunter, ich bleib' da oben Tag und Nacht, bis ich tot herunterfalle, und komme gar nicht mehr zu dir, wenn du mir nicht was versprichst.

Was denn?

Daß du deinen Anhänger von der Landfried teigst, solange ich's sehe; versprichst du mir das?

Nein!

So komm' ich nicht mehr herunter!

Meinetwegen! sagte Amrei und ging mit den Vogel beeren davon. Sie setzte sich aber nicht weit entfernt hinter einen Holzstoß, wand einen Kranz und schielte dabei immer hinaus, ob Dami nicht endlich käme. Sie setzte sich den Kranz auf, und plötzlich überfiel sie eine unnennbare Angst wegen Dami. Sie rannte zurück, Dami saß rittlings auf einem Aste an den Stamm zurückgelehnt und die Arme über

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Ein verständiger Vorschlag. Herr v. Gerlach von der Welt am Montag vermag nicht einzusehen, daß uns jetzt die nicht ganz neun Millionen jäh r⸗ lich unerschwinglich sein sollen, die zur Gewährung der Arbeiter⸗Altersrenteschon vom 65. statt erst vom 70. Lebensjahr nötig werden. Er meint, daß dieser Betrag, der nur ein Zehntel unserer täglichen Kriegskosten betrage, aufgebracht werden müsse, um das feierliche Ver⸗ sprechen, das Reichstag und Regierung in der Reichsver⸗ sicherungsordnung gaben, nicht unerfüllt zu lassen. Um auch sonst die Fortführung der Sozialpolitik zu sichern, schlägt Herr v. Gerlach vor, den Wehrbeitrag no ch einmal zu erheben, was auch mit der Hinausschiebung der Kriegsgewinnsteuer versöhnen würde. Dabei soll vorgesorgt werden, daß Vermögensverminderungen berücksichtigt werden. Der Vorschlag ist so gut und seine Verwirklichung dabei so einfach, daß man wohl erwarten muß, ihm in der bevor- stehenden Reichstagstagung zu begegnen. Wir hätten sogar nichts dagegen, wenn er uns als Regierungsvorlage begegnete.

Eine griechische Protestnote.

Genf, 23. Nov. Das Pariser Auswärtige Amt erwartet morgen den vollständigen Text der Athener Protestnote, die von Briands Pressebureau mit den Worten gekennzeichnet wird, diese griechische Protestnote werde viel eruster zu nehmen sein, als die seinerzeit von Veuiselos ausgegebene. Ueber den Inhalt des Protestes verlautet, Griechenland sehe sich durch die im Namen des Vierverbandes ausgesprochenen Drohungen Kitcheners nicht zur Eröffnung der Feindseligkeiten gegen Deutschland, Oester⸗ reich⸗Ungarn, Bulgarien und die Türkei ver⸗ anlaßt. Die Pariser Regierungskreise sind von dieser den Cochinschen Vermittlungsvorschlägen stark widersprechenden Wendung keineswegs befriedigt.

Die Nussen kommen!

T. U. Bukarest, 23. Nov. Wie hiesige russophile Blätter melden, traf der russische Zar mit dem Thronfolger gestern mittag mit dem gesamten Gefolge in Reni ein, um die neue, von den Russen gegen Bulgarien vorbereitete Armee zu besichtigen. Der Zar will drei Tage in Reni bleiben. In Reni sollen 80 000, in Ismail 70 000 und in Odessa 200 000 Mann stehen. Diese Armee soll mit allem Notwen⸗ digen gut ausgerüstet sein. In den nächsten Tagen werden neue Ereignisse auf der Balkanfront in unmittelbarer Nachbarschaft der rumänischen Grenze zu erwarten sein. Etwas länger wird das schon dauern!

Bevorstehende Einberufung der Jahresklasse 1918

in Rußland. 5 T. U. Kopenhagen, 23. Nov. Der russische Kriegsminister hat, wie die Birschwewija Wjedomosti meldet, alle militärischen Gouver⸗ neure durch Erlaß aufgefordert, Vorbereitungen für die Berufung der Rekruten der Jahresklasse 1918 zu treffen. Die Maßnahme ist eine Folge des überaus enttäuschenden Ergebnisses der Nachmuste⸗ rung der verschiedenen Klassen des ungedienten Landsturmes. 30 Newabarken gesunken.

Kopenhagen, 23. Nov. Die Birshewija Wjedomosti meldet, daß auf der Newa infolge starken Eisganges gegen 30 Barken, die mit Lebens- und Futtermitteln für Peters⸗ burg beladen waren, gesunken sind.

Der russische Beamtensumpf.

Kopenhagen, 23. Nov. Nach einer russischen Zeitungsmeldung aus Kiew sind auf der russischen Südwesteisenbahn schwere Unregel⸗ mäßigkeiten aufgedeckt worden. Beamte aller Grade verübten Bestechungen an Reisenden und Lieferanten, Erpressungen und Nöti⸗ gungen. Zahlreiche Beamte, darunter einige im höheren Dienst, haben ihren Abschied erhalten.

arrlegsns izen.

In Hemelingen, einem preußischen Orte bei Bremen, demonstrierten Freitag abend zirka 700 Kriegerfrauen, weil man ihnen die Auszahlung der durch Verordnung erhöhten Unter⸗ stützungssätze verweigerte. Die Erhöhung der Unter⸗ stlitzung beträgt bekanntlich für die Frau 3 Mk. und für jedes Kind 1,50 Mk. monatlich. In Hemelingen wollte man diese Er⸗ höhung nur den Kriegerfrauen auszahlen, die lediglich die staat⸗ liche Mindestunterstützung beziehen, ein Verfahren, das mit den

Komm' herunter, ich verspreche dir, was du willst! rief Amrei, und im Nu war Dami bei ihr auf dem Boden.

Zu Hause schalt die schwarze Marann über das alberne Kind, das sich aus den Beeren, die man zum Grabe der Eltern brauche, einen Kranz gemacht habe. Sie zerriß ihn schnell und sprach dabei einige unverständliche Worte; dann nahm sie beide Kinder an der Hand und führte sie hinaus nach dem Kirchhof. Wo zwei Erdhaufen nahe aneinander waren, sagte sie:Da sind eure Eltern!

Die Kinder sahen sich staunend an. Die Marann machte nun mit einem Stocke Furchen in Kreuzesform auf den Gräbern und wies die Kinder an, die Beeren da herein zu stecken.

Dami war behend dabei und triumphierte, da er mit seinem roten Kreuze früher fertig war als die Schwester. Amrei schaute ihn nur groß an und erwiderte nichts, und erst als Dami sagte:Das wird den Vater freuen, schlug sie ihn hinterrücks und sagte:Sei still! Dami weinte, vielleicht ärger, als es ihm ernst war; da rief Amrei laut: Um Gottes willen verzeih' mir, verzeih' mir, daß ich dir das getan hab'. Hier, da verspreche ich dir, ich will dir mein Leben lang alles tun, was ich kann, und alles geben, was ich hab'; gelt, Dami, ich hab' dir nicht weh getan? Kannst 1 drauf verlassen, es geschieht nie mehr, so lang ich lebe,

nie mehr, nie. O Mutter, o Vater, ich will brav sein, ich versprech's euch; o Mutter, o Vater!

Sie konnte nicht weiter reden, aber sie weinte nicht laut, nur sah man, es gab ihr einen Herzstoß nach dem anderen, und erst als die schwarze Marann laut weinte, weinte Amrei mit ihr.

Sie gingen heim, und als Damigute Nacht sagte, raunte ihm Amrei leise ins Ohr:

Jetzt weiß ich's, wir sehen unsere Eltern nie mehr auf dieser Welt; aber noch in dieser Mitteilung lag eine ge wisse kindische Freude, ein Kinderstolz, der sich damit brüstet, etwas zu wissen, und doch war in der Seele dieses Kindes etwas aufgetaucht vom Bewußtsein jenes auf ewig abge⸗ schnittenen Zusammenhanges mit dem 8 sich auftut

ben, das

einandergeschlagen.

im Gedanken der Elternlosigkeit.

Weisungen der Regierung nicht empörten sich darüber so, daß zogen, nicht sehen, n um ihnen ihr Recht zu verschaffen.

partei Badens, der am Sonntag in Karlsru folgende Forderungen an lassen: Er weiterung sorge für die Famil beschleunigte 0 nisse zur, f Ferner trat der Ausschuß für eine gewinne ein. den Kriegsgesetzen und Verordnungen

schaft erwirkten auf englischer Seite die großen Gummis⸗Lieferung drich-Fabrik für d schaftTaxamotor. wegen Gummimangels wieder aufnehmen.

sitzender und Sekretär bes soziald' den sechsten schleswig⸗holstei Pinneberg⸗Elmshorn b Sohn eier Landarbeite Torfe hat er die Nöte Jugend kennen gelernt, und als er in Ottensen als junger teil nahm an der sozialistischen Vew Ausnahmegesetz niedergehalten wurde. ihm bald die verschiedensten Aemter

Nachdem er zuletzt den großen wurde er bei Gründung des Zentra

schaft hat er für den Ausbau der Organisation viel getan.

besondere widmete er sich d

vom Deutschen Tabakarbeiterverbande.

verhältnis etwa 1,10 Mk., jetzt kaum 85 Pfg.) und für Kinder unt

herzlichste Sympathie auszudrücken, fand auch Annahme.

im Elnklang steht. sie geschlossen vor das! vorstellig zu werden. Der

i Zürgermeister 0 a e a das Auftreten der

aber wahrscheinlich genügte ortschrittli

2 chen Vo he tagte, bes zuständigen Stellen gelan der staatlichen und städtischen jen der im Felde stehenden Krieg, er Hinterbliebenenve Erweiterung der behördlichen Beft lversorgung ber Bevölkerun Besteuerung der Kriegs⸗ Auch wünscht er, daß eine unnötige Strenge vermieden wird. k und die englische Gesan Freigabe 4

Der Landesausschuß der f

die

Regelung orgung der Gefallenen, Lebensmitte

Die Kopenhagener Landmandsban amerikanischen nt m oe

den Verkehr, im vollen Um

der ie Kopenhagener Diese wird daraufhin

erheblich beschränkt war,

Partei⸗Nachrichten. Geuosse Emil Eilken F. Genosse Emil Eillben, Stadtverordneter in Altona und V

ialdemokratischen Zentralvereins chen Reichstagswahlkreis(Otten ) ist plötzlich, erst 49 Jahre alt, gestorben. amilie aus einem schleswig⸗holsteinis 5 proletavischen Daseins schon in frü so war es ganz selbstverständlich, daß en Zigarrenarbeiter tätig war, rasch egung, die damals durch d

Intelligenz und Eifer trugen in der Arbeiterbewegung Ottenser Parteiverein geleitet (vereins sür den sechsten In dieser

im Jahre 1904 dessen Vorsitzender und Sekretär.

Altona wird unvergessen bleiben. In en mannigfachen sozialen Aufgaben n Mitglied des Bezirksvorstand d Vorsitzender des Ausschu In allen seinen Funktion hat er sich auf das trefflichste bewährt. Sein Andenken wird Ehren gehalten werden von allen, die ihn kannten. 4

Eine Frauenkonferenz für Nieder⸗Oesterreich, an der auch die führenden Genossinnen von Oberösterreich, Salzb U und den deutschen Teilen von Böhmen, Steiermark und Tirol teil nahmen, hat in Wien getagt. Eine Besprechung des Fraue Reichskomitees mit den Vertreterinnen der Länder war Organ sationsfragen gewidmet: es wurden drei Resolutionen, die sich auf die Herbeiführung des Friedens beziehen, angenommen und d Parteivorstand zur Diskussion überwiesen. Die Konferenz selb beschäftigte sich zunächst mit der großen Zunahme der Fraueuarbe im Kriege. Zahlreiche Arbeiterinnen stehen, da sie in staatlich g schlitzten Fabriken arbeiten, unter dem Kriegsleistungsgesetz und de mit unter militärischer Disziplin. Man war natürlich darüber, daß alles getan werden miüsse, um die jetzt ins Erwe leben hineingezogenen Frauen durch Organisie rung vor dem Herab sinken in Lohndrückertrum und Schmutzkonkurrenz zu bewal Dann beriet die Konferenz über die weitere Entwicklung der so nungsvoll begonnenen Mädchengruppen der Jugendorganisatiom Endlich wurde die dringende Notwendigkeit der Erhöhung der stag lichen Unterhaltungsbeiträge an die Soldatensamilien angesichts dei Teuerung nachgewiesen. Sie betragen für Wien täglich für Er⸗ wachsene und Kinder über 8 Jahren 1 K. 32 H. 9 dem Friedens;

sein kommunales Wirken in

treuer Hingabe. Außerdem war er der schleswig⸗holsteinischen Partei un

8 Jahren 66 Heller.

Der Schweizer Parteitag ist am Samstag in Aarau zusammengetreten. In der Organi: sationsfrage wurde die Auflösung der selbständig neben Parteiorganisation bestehenden Grfitlianervereine, nachdem aufschiebender Vermittlungsvorschlag gefallen war, mit 393 geg 37 Stimmen beschlossen.

Zur Zimmerwalder Konferenz wurde ein Standpunkt der Geschäftsleitung entgegenstehender ichen at nommen, welcher die Konferenz begrüßt, ihren Beschlüssen stimmt und gelobt, die von ihr angestrebte Aktion ideell und teriell zu unterstützen. Der Antrag wurde mit 330 gegen 51 8 men angenommen. Ein Amendement zu vorstehendem Beschlu allen Genossen in den kriegführenden Ländern, die den e der Internationale und des Klassenkampfes treu geblieben sind,

Wenn der Tod die Lippen geschlossen, die dich Ki nennen mußten, ist dir ein Lebensatem verschwunden, d nimmer wiederkehrt. 3

Noch als die schwarze Marann bei Amrei am Bette saß sagte diese:Ich mein', ich fall' und fall' jetzt immerfort, lasset mir nur Eure Hand, und sie hielt die Hand fest und begann zu schlummern, aber so oft sie die schwarze Marann zurückziehen wollte, haschte sie wieder danach. 1

Die Marann verstand, was das Gefühl vom endloser Fallen bei dem Kinde zu bedeuten hatte: das ist ja beim Innewerden vom Tode der Eltern, als schwebte man Wurfe, man weiß nicht woher und weiß nicht wohin. spät gegen Mitternacht konnte die schwarze Marann Bett des Kindes verlassen, nachdem sie ihre gewohnten zwol Vaterunser wer weiß zum wievieltenmal wiederholt hatte.

Ein strenger Trotz lag auf dem Gesicht des schlafenden Kindes. Es hatte die eine Hand auf die Brust gelegt, die schwarze Marann hob sie ihm leise weg und sagte halblaut vor sich hin: g Wenn nur immer ein Auge, das über dich wacht, und

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eine Hand, die dir helfen will, so wie jetzt im Schlafe, ohne daß du es weißt, dir die Schwere vom Herzen nehmen könnte! Das kann aber kein Mensch, das kann nur er... Tu di meinem Kinde in der Fremde, was ich diesem da tue.

Die schwarze Marann war einegeschiechene Frall, das heißt die Leute fürchteten sich fast vor ihr, so herb 15 schien sie in ihrem Wesen. Sie hatte vor bald 155 Jahren ihren Mann verloren, der bei einem räuberischen Anfall, den er mit Genossen auf den Eilwagen gemacht hatte, erschossen wurde.

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.

Die Marann trug ein Kind unter dem

Herzen, als die Leiche ihres Mannes mit dem schwarzberußten

Gesichte ins Dorf gebracht wurde; aber sie faßte f i wusch dem Toten das Gesicht rein, als könnte sie auch damit seine schwarze Schuld abwaschen. Drei Töchter starb und nur das Kind, das sie damals unter dem Herzen war noch am Leben. Rs war ein schmucker Bursch gewo wenn auch mit seltsam schwärzlichem Gesichte, und er jetzt als Maurergesell in der Fremde. 3

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(Fortsetzung folgt.)

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