Ausgabe 
23.11.1915
 
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g österreichisch⸗ungarische Tagesbericht Erfolgloser Angriff auf den Görzer Brückenkopf.

Vier serbische Stellungen im Ibartale erstürmt.

Wien, 22. Nov.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 22.

VMovember 1915.

Ruffischer Kriegsschauplaß. Nichts Neues. a Flalienischer Kriegsschauplaß⸗ Die Italiener setzten den Angriff auf den ganzen Gör z ar rücken lopf ebenso hartnäckig wie erfolglos fort. Be⸗ sonders erbittert war der Kampf im Abschnitte von Oslavija, zwo die bewährte balmalinische Landwehr, unterstützt durch das tapfere Krainer Jufanterie⸗Regiment Nr. 17 den vorgestern noch in Feindeshand gebliebenen Teil unserer Stellung vollständig zurückeroberte. Der Südteil der Podgora wurde fünfmal angegriffen. Die verzweifelten Vorstöße der Italiener brachen jedoch teils im Feuer, teils im Handgranatenkampf zu⸗ sam men. Im Abschnitte der Hochfläche von Doberdo waren die Anstrengungen des Jeindes hauptsüchlich gegen den Raum von San Martins gerichtet. Nach starker Artillerievorbereitung versuch⸗ ten bie Italfener hier in unsere Kampffront einzudringen. nächtlicher Gegenangriff brachte aber das Verlorene kleines vorspringendes Grabenstück wieder in unseren Besitz. Nörd⸗ lich des Briückenkopses von Görz überschritten schwächere feindliche Kräfte südlich Zanorg den Jsonzo. Abends war aber das linke Fluß⸗ Ufer von diesen Italienern wieder gesäubert. An der Tirol ar Front hat es der Geguer in letzter Zeit nuf den Col di Lana besonders abgesehen, wohl um seinen zahl⸗

reichen W ee über Erfolge in diesem Gebiete gerecht zu

gewiesen.

Unternehmen im Orient nicht auszugeben,

werden. Das italienische schwere Geschützfeuer war hier gestern heftiger denn je; drei Angriffe auf die Bergspitze wurden a b⸗

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Die im Gebiete von Capnice kämpfenden K. und K. Trup⸗ pen warfen die Montenegriner aus ihren Stellungen am Nord⸗ hange des Goles⸗Berges. Auch östlich von Gorazde sind Gefechte im Gange. Eine österreichisch⸗ungarische Gruppe aus Novo Varos nähert sich Prijepolje.

n Novipazar erbeutete die Armee des Generals v. Köveß 50 Mörser, 8 Feldgeschütze, 4 Millionen Gewehrpatronen und viel Kriegsgerät. Der noch östlich der Stadt verbliebene Feind wurde von deutschen Truppen vertrieben, in deren Hand er 300 Gefangene zurückließ. Die im Ibar⸗Tal vordringende österreichisch⸗ ungarische Kolonne erstürmte gestern tagsüber 20 Kilometer nörd⸗ lich von Mitrowitza drei hintereinanderliegende serbische Stel⸗ lungen. In der Dunkelheit bemächtigte sie sich durch Uebersall noch einer vierten, wobei 200 Gefangene eingebracht und 6 Geschütze, 4 Maschinengewehre, eine Munitionskolonne und zahlreiche Pferde erbeutet wurden. Die Armee des Generals von Gallwitz nahm in erfolgreichen Kämpfen südlich des Prepolac⸗Sattels 1800 Serben gefangen. HOeestlich und südöstlich von Pristina gewinnt der Angriff der ersten bulgarischen Armee trotz zähesten serbischen Wider⸗ ftandes stetig an Raum.

6 Der Siellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant. 8 0

Württembergische und brandenburgische Truppen waren es, die sich nach erbitterten Straßenkämpfen der mit schon veralteten Werken befestigten Stadt Novipazar bemächtigten. Zur Deckung der nach Montenegro hinüberführenden Kommunikationen in das Ge biet von Pestera sind südwestlich von Novipazar starke serbische Nachhuten zurückgeblieben, die zähen und erbitterten Wider⸗ stand leisteten.

Die Truppen der Armee Gallwitz dringen, nachdem sie sich nun auch schon beiderseits von Podujewo den Ausgang des Tales des Labflusses erzwungen haben, auf beiden Seiten dieses Flusses über die Leschnitza-Planina und die südlichen Hänge des 850 Meter hohen Wasilje batz weiter nach dem

Süden vor.

12* Die Entente und Griechenland.

Die Blockade gegen Griechenland.

T. U. Lugano, 22. Nov. Der Corriere della Sera umschreibt in einer Meldung aus Athen vom 20. November die Verhängung der Blockade gegen Griechenland wie folgt: Die englische Gesandt⸗ schaft teilt mit, daß die verbündeten Mächte es für notwendig be junden haben, gewisse Maßregeln zu treffen, welche die bisher von Griechenland genossene ökonomische und kommerzielle Erleichte rung solange aufhebt, bis gewisse Zustände geregelt werden. Der Eindruck dieser Maßregeln auf Griechenland ist sehr lebhaft. Der Ministerrat hat bis 3 Uhr in der verflossenen Nacht gedauert. Nach demselben Korrespondenten erklärt Denys Cochin vor seiner Abreise von Athen am 19. Nov., daß die Verbündeten entschlossen seien, ihr Un 1 sondern im Gegenteil erforderlichensalls weiter auszudehnen oder auf ein von Griechen land nicht behindertes Gebiet zu verlegen. Auch der französische Gesandte Guillemin in Athen erklärte, nachdem Griechenland sich geweigert hat, am Siege(!) der Verbündeten teilzunehmen, fordern diese keinen Verzicht auf die Neutralität sondern nur wohlwollende Beachtung, wozu es sich verpflichtet hat.

Wie der Secolo aus Athen meldet, hat die Note der eng⸗ lischen Gesandtschaft in der Presse eine peinliche Mieberraschung verursacht. Nach dem Neon Asty betrifft die Maßregel die griechische Ein- und Ausfuhr mit den Ententeländern, die Anleihe und die Einführung von Getreide aus Frankreich und Uegypten.

Beschlagnahme griechischer Schiffe durch die

Engländer.

. T. U. Rotterdam, 22. Nov. Der Times wird berichtet, daß griechische Reeder ihre Schiffe in den außereuropäischen Häfen zurückhalten. Sie wollen die Weisung ihrer Regierung abwarten, um nicht zu riskieren, daß ihre Schiffe auf hoher See seien, wenn es zu Verwicklungen kommt. Gerüchtweise verlautet, daß in Gibraltar fünf griechische Schiffe zurück gehalten und vier griechische Schiffe von den englischen Kreuzern nach Malta gebracht wurden. 0

Kitcheners Verhandlungen in Athen. Athen, 22. Nov.(W. T. B.) Gestern nachmittag hatte Kitchener nach dem Besuche Skuludis' bei Kitchener auf der englischen Gesandtschaft eine zweistündige Besprechung mit dem General Dusmanis und Oberst Metaxas, dem ersten und zweiten Generalstabschef der griechischen Armee. Politische Kreise legen der Besprechung, der auch die höheren englischen Offiziere, die zu Kitcheners Gefolge gehören, beiwohnten, große Bedeutung bei. Das Regierungsblatt Embros ver sichert, der König und die Regierung haben gestern Kitchener 5 rmelle Zusicherungen gegeben, daß Griechenland

nkeinem Falle feindselige Maßnahmen gegen ie Verbündeten des Vierverbandes ergreifen würde, und daß für die gegenwärtige Meinungsverschiedenheit eine ver⸗

Ein bis auf ein

söhnliche Lösung gefunden würde. Embros fügt hinzu, die⸗ jenigen, die gestern Gelegenheit gehabt hätten, sich Kitchener nach seinen Besuchen beim König und Skuludis zu nähern, hätten den Eindruck mitgenommen, daß jetzt die schwebenden Fragen viel von ihrer Schärfe verloren hätten. Kitchener und sein Gefolge haben Athen gestern abend spät verlassen.

Rein bulgarisch⸗griechisches Abkommen.

Der griechische Gesandte in London leugnet nachdrücklich die rumänische Meldung, es sei ein politisches Abkommen

zwischen Griechenland und Bulgarien geschlossen worden. Das einzige Abkommen, was überhaupt vorliegt, sei ein

lechnisches Protokoll zwischen der griechischen und bulgarischen Eisenbahn, das am 29. Oktober unterzeichnet wurde; es be⸗ zieht sich auf das in Bulgarien gekaufte Getreide, das in bul⸗ garischen Waggons transportiert werden soll.

An bänfun rufsischer Truppen in Vessarabien

Czernowitz, 22. Nov. In Bessarabien werden an⸗ dauernd weitere russische Verstärkungen angehäuft. Fork⸗ während langen neue Züge mit russischer Kavallerie und Infanterie au. Die stärkste Anhäufung findet statt an den Donanhäfen Neni, Jemail und Kilia, wo russische Transportdampfer mit Mannschaft beladen anlangen. Zahlreiche höhere russische Offiziere nehmen fort⸗ während Inspektionen vor. Die Russen beginnen auch am Dyjester Verschanzungen anzulegen.

Der türkische Kriegsbericht.

Konstantinopel, 22. Nov.(W. T. B. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Daradnellenfront aussetzendes Artilleriefeuer und Bombenkämpfe. Bei Anaforta zerstörte eine unserer Patronillen am rechten Flügel Schützengräben, die der Feind neuerdings anzulegen verfuchte; sie erbeutete 500 Sandsäcke und Draht. Unser Geschützfeuer vertrieb feind⸗ liche Transportschiffe, die sich der Küste von Ari Burnu zu nähern versuchten. Am 21. November morgens verfagte unsere Artillerie ein feindliches Torpedoboot, das in die Meerenge einfahren wollte. An der Kaukasusfront nichts von Bedeutung außer Scharmützeln zwischen Patrouillen. Sonst nichts zu melden. 4 Je

Bulgarische Krieasziele.

Während wir noch in völliger Unwissenheit über die Kriegs⸗ ziele der deutschen Regierung uns befindenreale Garantieen und Sicherheiten sind sehr unbestimmte Worte hält die bulgari⸗ sche Regierung, obgleich der Krieg sür sie erst ein paar Wochen dauert, weit weniger Zurückhaltung für angebracht. Zwar hat sie sich noch nicht vor ihrer Volksvertretung geäußert, aber der Mi⸗ misterpräsident Radoslawoff hat jetzt einem Budapester Journalisten erklärt, daß über die Zukunft Serbiens eines sicher sei, daß den Bulgaren die gemeinsame Grenze mit Ungarn bleiben müsse. Uebrigens sagte Radoslawoff auch, daß das Verhältnis zu Griechenland und Rumänien ganz gut sei, wenn auch Griechenland der Entente eine allzu wohlwollende Neutralität bekunde; er hoffe, daß Rumänien neutral bleiben werde.

Aber auch der bulgarische Finanzminister Dr. Tontscheff,

über die bulgarischen Kriegsziele. Einem Lokal⸗Anzeiger⸗Mann hat der Minister erklärt, daß die von Bulgarien eroberten Gebiete, die zweifellos ethnologisch nicht zu Serbien gehörten, dem bulgari⸗ schen Reich für immer einverleibt werden würden. Nisch sei zwar durch den Frieden von San Stefano Bulgarien nicht zuge⸗ sprochen worden, aber es habe vor 1878 nicht zu Serbien gehört und sei eine unzweifelhaft bulgarische Stadt, das Gleiche gelte von Mo⸗ nastir, dessen Besetzung nur eine Frage von wenigen Tagen sei, ja wo vielleicht zur Stunde schon die bulgarische Fahne wehe. Hiernach scheinen für die siegreiche Bulgarien die Dinge erfreu⸗ lich einfach zu liegen. Sein Krieg soll alle von Bulgaren bewohnten

vom Standpunkt des reinen Nationalstaates nichts einwenden kanm. Flir Staaten, die selbst von altersher eine nationalgemischte Bevöl⸗ kerung haben, sind die Verhältnisse weit schwieriger, zumal ja auch auf keinem der zahlreichen Kriegsschauplätze Europas ein so vadi⸗ klales Ergebnis bisher erzielt wurde, wie bei der deutsch⸗österreicht⸗ schen Offensive gegen Serbien, die bis jetzt schon das ganze Land in feiner bis zum Türbenkrieg des verflossenen Balkanbundes bestan⸗ denen Ausdehnung in den Besitz der Gegner gebracht hat. Ja, sogar noch ein tüchtiges Stück dazu, nämlich den Sandschack und das Lim⸗ gebiet, welches zwischen Serbien und Montenegro geteilte Bergland bekanntlich bis vor wenigen Jahren neben türkischen auch öster⸗ reich⸗ungarische Garnisonen hatte, die jodoch nach der Einverleibung Bosniens 1908 zurückgezogen wurden.

Man könnte die Hoffnung hegen, eine der bewährtesten euro⸗ päischen Kriegsursachen los zu werden, wenn es nach dem von Dr. Tontscheff aufgestellten Grundsätzen gelänge, eine Abgrenzung rein nationaler Staaten auf dem Balkan durchzusetzen. Aber alle Forschungsreisenden und Sachverständigen waren bisher darin

der soeben einige Zeit in Berlin zugebracht hat, äußerte sich bereits

Teile Serbiens an Bulgarien anschließen ein Ziel, gegen das man

einig, daß eine solche Abgrenzung unmöglich sei, 8 Balkanhalbinsel 1 5 großen einheitlichen natignalen Siedlun gebieten eine Unzahl von Landstrichen besitzt, die ethnogr höchst umstritten sind, von verschiedenen Völkern und Staaten sich beansprucht werden, in Wahrheit aber ein kunterbuntes Gemi von Serben, Bulgaren, Türken, Juden, Albanern Griechen, Tartaren, Zigeunern und wer weiß was noch darstellen. So versagt denn der einfache Grundsatz des rein nationalen Staates auch auf dem Balkan, wie er überhaupt auf der Erdkugel weit weniger verwirklicht ist, als man gemeinhin denkt. künftige Regelung eines friedlichen Zusammenlebens der Balkan⸗ völker fehlt es immer noch ansofort greifbaren Richtlinien.

Die sozialistischen Parteien der Balkanländer stimmen in der Forderung einer Föderation der Balkanvölker überein, der sich wohl die gemeinsame Regelung der Mächte der nationalen Minder⸗ heiten anzuschließen hätte. Wie aber die Dinge zurzeit aussehen, kann man ja nicht einmal wissen, ob eines der an Zahl stärksten und, wie es scheint, auch an Begabung reichsten Balkanvölker über⸗ haupt ein selbständiges staatliches Dasein weiter besitzen wird.

Wir wissen das nicht, denn bisher hat kein europäischer Mi⸗ nister seine Kriegsziele auch nur annähernd so offen aufgedeckt wie der bulgarische Finanzminister. 5

Verbot von Kriegsvorträgen in Dänemark.

Kopenhagen, 22. Nov. Björn Björnson versprach brieflich, er⸗ neut einen Kriegsvortrag im Kopenhagener freisinnigen Jugend⸗ verein zu halten. Extrabladet erklärt aber, nach Erkundigung an maßgebender Stelle könne der Vortrag Björnsons nicht stattfinden, weil das bevorstehende Regierungsverbot gegen ausländische Kriegsrebner auch auf private Vereine Anwendung finde. Die Regierung wolle unbedingt neue Skandalauftritte verhindern, ohne Rücksicht darauf, gegen welche kriegführenden Mächte solche gerichtet würden. Extrabladet meint, das Verbot könne so durchgeführt werden, 51 den Fremden, die Dänemark zu kriegsagitatorischen Zwecken befuchen, der Aufenthalt untersagt werde.

Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gießen.

Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. M.

Bekanntmachung.

Die Vergütungen für die im Monat Oktober in Bürger⸗ quartieren untergebrachten Mannschaften des Landsturm⸗Infant. Ersatz⸗Bataillons J Gießen(1.4. Kompagnie) werden bezahlt:

an die Empfangsberechtigten, deren Namen beginnen mit:

AK Donnerstag, den 25. November 1915;

I- Freitag, den 26. November 1915, jedesmal von 812 Uhr vormittags und 25 Uhr nachmittags.

Die Zahlstelle ist im Stadthaus, Zimmer Nr. 4.

Es wird dringend ersucht, die Beträge an genannten Tagen ab⸗ zuholen.

Gießen, den 22. November 1915.

Der Oberbürgermeister. 1222 Keller..

Verstorbene. Frau Elisabethe Burk Wwe. in Garhenteich, 77 Jahre alt. Frau Adam Kehr Wwe. in Treis a. L., 56 Jahre

alt.

Es wird kalt! Sendet unseren Soldaten 5

Faadlhealer bless.

1 7 1 . aa e 725 Dir.: Hermann Steingoetter. Cognac. Dienstag, den 23. Nov. 1915, Steinhüger. abends 8 Uhr

Mngenbitter ete. Zu haben in Feldpost⸗. briefen bei:

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6. Dienstags⸗Abonn.⸗Borstellung.

Herrschaftlicher Diener gesucht

Ende gegen 10 Uhr. Gewöhnliche Preise(ermäßigt). Donnerstag. 25. November 1915

abends uUbr: Außer Abonnement. Fest⸗Vorstellung zur Feier des Geburtstages des Großherzogs Ouvertüre

ausgeführt von der Kapelle des

Ersatz⸗Bataillons des Juf Reg. 116

unter Direktion des Musitleiters Bruno Hermann.

Hierauf:.

Die Karlsschüler

Schauspiel in 5 Akten von Heinrich Laube. Ende geg. 10 Uhr. Gew. Pr.(erm.) Soldaten vom Feldwebel abwärts zahlen bei allen Vorstellungen auf 2. u. 3. Sperrsitz nur halbe Preise.

Stadtiiheater eine

Ain Donnerstag, den 25. November 1915, abends 7¼½ Uhr, findet im

Fest⸗Vorstellung

zur Feier des Geburtstages Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs statt.

1) Vorspiel zuEgmont von Ludwig van Beethoven, ausgeführt von der Kapelle des Ersatz⸗ Bataillons des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 unter Leitung des Musikleiters Bruno Herrmann.

2) Die Karlsschüler, Schauspiel in 5 Akten von Heinrich Laube.

Der Reinertrag wird zu einer Weihnachtsspende für unsere Krieger verwendet. Ich ersuche die Bürgerschaft, durch zahlreichen Besuch den vaterländischen Zweck

in vollem Maße sicherzustellen. 5 Gießen, den 22. November 1915.

Der Oberburgermeister Kell

Und für die

3

5

alt. Frau A. Schnappauf in Wetzlar. Jakob Mohr in 5 Wetzlar, 50 Jahre alt. Marie Gabriel in Wetzlar, 29 Jahr

Rumänen,

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