Ausgabe 
23.11.1915
 
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8 Organ für die Interessen des werktätigen Volkes J. der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.

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Nr. 275

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Giessen, Dienstan, den 23. November 1915

Die

Keine Irreführung! eine Irreführung! Von Eduard David, M. d. R. Es gibt in Deutschland keinen Sozialdemokraten, d i 8 gibt in Deutschlan 5 1der nicht das nde des Krieges herbeisehnte. Leider aber steht unserer Frle⸗ ensbereitschaft ein noch immer nicht überwundenes Hindernis im der e e der maßgebenden Staatsmänner Parteien der feindlichen Länder zu einem Frieden, den D h ne kann. e gas ist neuerdings wieder in England und Frankreich nach- ücklichst bekunder worden. Die Reden von Asqliith und Briand gen übereinstimmend vom Frieden kann keine Rede sein, bevor cht die militärische Macht Deutschlands niebergebrochen ist, und e Ententemächte in der Lage sind, ihm den Frieden zu diktieren, sie wollen. ö Diesem Krieg

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iel haben sich auch und das ist für uns das französischen und der roßen Mehrheit der englischen Nabe geschlossen. Sie haben sich von neuem mit ihren Regier⸗ igen solidarisch erklärt und ihnen unbedingte Gefolgschaft zuge⸗ gert. Dieser Tatsache haben wir ins Auge zu sehen; mit ihr ben wir auch weiterhin zu rechnen, wenn anders wir uns nicht bst betrügen und die uns vertrauenden Volksmassen in die Irre ihren wollen.

1 Letzteres versucht unser sogenanntes Zeutralorgan, der Vor⸗ lürts, mit einer Beharrlichkeit, die einer besseren Sache wert wäre. löglich, daß er ernsthaft glaubt, damit den Frieden zu fördern, in gahrheit wirkt er damit für die Verlängerung des Krieges.

Am 2. November brachte der Vorwärts einen verheißungs⸗ llen Artikel, der auf Grund einer Mitteilung aus England eine 1 u der politischen Haltung der sozialistischen Fraktion in Ir französischen Kammer ankündigte. Danach sollten die franzö⸗ chen Sozialisten dem neuen Ministerium gewisse Bedingungen ihre weitere Gefolgschaft gestellt haben. Die erste und haupt⸗

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hlichste lautete: Das Kabinett muß auf Eroberungen und An⸗ ionen verzichten. Die Vorwärts⸗Redaktion pries dieses Urgehen im voraus als mustergiltig und erwartete mit

cyannung eingehendere Nachrichten darüber ab. Am 5. November berichtete das Blatt, dann über die Antritts⸗ e Briands in der Kammer. Der Artikel trägt die Ueberschrift der Krieg bis ans Ende und führt aus, daß bei Briand so wenig de bei Afqufthvon irgend einer Geneigtheit zum Nachgeben die

Ide sei; zur Bekräftigung wird auf die Worte des französischen nisterpräsidenten hingewiesen, daß der Krieg bis zu einem

ge fortgesetzt werden müfse,der den Feind aus allen besetzten bietsteilen herausjagen wird, sowohl aus jenen, die unter der etzung erst seit mehreren Monaten leiden, wie auch aus jenen, sie so viele Jahre erdulden. 8 05 Das war also das alte Kriegsziel Vivianis mit der Wieder⸗ berung von Elsaß⸗Lothringen als Hauptstück, und nun hätte die 3. November vom Vorwärts in Aussicht gestellte Aenderung in Haltung ber frauzösischen Kammerfraltion erfolgen müssen. 2 erfolgte aber nicht.

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Im Gegenteil: Renaubel, der Sprecher der Anzösischen Fraktion, stellte sich ganz und gar auf den Boden der landschen Erklärung, Guesde, Sembat und Thomas blieben in neuen Regierung, und die Fraktion gab dem Ministerium and ein einstimmiges Vertrauensvotu m 15 Trotzdem versucht nun der Vorwärts seine Leser bei dem huuben zu lassen, es sei doch so etwas wie eine Richtungs⸗ erung seitens der französischen Sozialisten ersolgt. Das Ver⸗ ssren, das er dabei einschlägt, verdient festgenagelt zu werden. In seinem Vorbericht über das Auftreten Nenaudel lecer wie dieser sich durch die heftigen Proteste aus den Rei debice gerlichen Parteien nicht habe beirren lassen in seine. ange 1700 shage an alle Eroberungsabsichten und in der Bekräftigung, 5 Krieg für Frankreich einreiner Verteidigungskrieg 1 ben müsse. Der Vorwärts erklärt zum Schluß: 9 85 0 115 , sehen wir von der grundsätzlichen Haltung Jun Krege, 925 sisterkalismus usw. ab, das Auftreten des Führers 1 1 shen Partei mit Genugtuung begrüßen: er konstatiert 7 55 95 echen von dem bisherigen Standpunkt e e sieht 10 üklosen Zustimmung zu der bürgerlichen Polti 11 1 in Mißbehagen, das Renaudels Rede bei den bürgerlichen Abe

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7 ziederbeginns der bst⸗ neten weckte,das erste Zeichen des ne a e n di er 105 in Frankreich. 8 5 digen Orientierung der Genossen in 9 wahren Charakter

Diesen groben Täuschungsversuch über 0 5 ö Rebe Renaudels setzte der Vorwärts dann, 1 11 405 t ihm bereits der offizielle Bericht über 1 ee e tung vorlag. Er druckt am 12. Novembre dende darin ist tele davon aus der Humanits ab. Das ee anz über das Renandel die oben mitgeteilten Erklärung. 8 ler: fies giel wörtlich zieht 0 5 Aue en l 5 ed einig, Herr Ministerpräsid ee d 8 0 Also 1 5 Renaudel ist der Ansicht, daß die, Ae e 870 1075 sedfrankreich und Belgen hinausgeworfen, 15 17 55 müssen, bevor

nen Gebietsteile für Frankreich zurücerober dachte b in Frieden gesprochen werden darf Und 5 5 gegen die An⸗ per Vorwärts, Renaudels Rede als eineheosen, Elsaß⸗Loth⸗ onen zu bezeichnen. Das Ziel der en il in den Augen igen vont Deutschen Reich wieder abzureißen,

Vorwärts offenbar kein Annexionsziel. von allen Seiten ren Grund lediglich

7 5 ie Renaudel Die heftigen Unterbrechungen, d 1 ö

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4 Hauses wegen feiner Rede erfährt, ha roherungsziele noch in, daß alle nichtsozlalistischen Parteler rohan verfolgen. 6 er die Wiebereroberung Elsaß⸗Lothring bei der ganzen

5 9 4 Wichtigst 15 Ae Offenbarung ist eigentlich das Auch liahe Talfache gebührend

merverhandlung. Statt diese bedauere snzustellen, versucht der werten und in die politische Rechne au lassen über den Cha⸗

bewärts selne Leser auch noch im Nebel J Renaudels. Briand be der Zhandschen Antwort auf 9 5 l dem Sprecher meldet allerdings, sich in direktem Gegen. Ebenso klug ver⸗

alistischen Regterunesvartei zu set

nischeidun

getreten, das Auftreten Renaudels schlüssen des Nationalrats Kammerfraktion.

10. Jahrgang

in

meidet er es aber auch, i rgend ein Wort zu sagen, was als eine Jurückweisung der weiteren Exoberungsziele der nichtsozialistischen Mehrheit ausgelegt werden könnte. Das macht er so geschickt, daß

ihm die ganze Kammer lebhaften Beifall spendet.

Der kluge Vorwärts aber setzt seinen Lesern eine andere Ent⸗ deckung aus der Schlußrede Brands vor. Er behauptet nämlich, Briand habe den hitzigen Gegnern Renaudels nur das eine Zu⸗ geständnis gemacht, daß er diePhrase von der Zerschmetterung des deutlschen Militarismus aufnahm. In Wirklichkeit hatte Renaudel selbst seinen Gegnern diesesZugeständnis gemacht, indem er auf einen Zwischenruf erklärte:Gleichzeitig ist es, wie Sie soeben sag⸗

ten, Aufgabe unserer Soldaten, den preußischen Militaris⸗

mus zuzerschmettern, weil dieses der letzte Krieg sein muß.

Der Vorwärts tut, als ob er das gar nicht gehört habe, ob⸗ gleich es in seinem eigenen Bericht steht. DiesePhrase von der Zerschmetterung des deutschen Militarismus ist obendrein ein alter * elformulierungen, die die französischen Sozialisten offiziell und inoffiziell haben verlauten lassen. Zu allem

Ucberfluß wurde sie auch noch zwei Tage nach der Kammersitzung

von dem Vorstand der französischen Partei, zu dem neben Guesde, Vaillant, Bracke, Compère⸗Morel und Hervs auch Renaudel selbst gehört, gusdricklich und cinstimmig erneuert in einem Beschluß, der sich scharf gegen die Zimmerwalder Konferenz wendet und alle Föderationen ersucht,selbst den Anschein der Teilnahme an einer Propaganda im Sinne dieser Konferenz zu vermeiden. In jenem

(Beschluß heißt es wörtlich:In Uebereinstimmung mit den Entschei⸗

dungen des Nationalrats vom 14. und 15. Juli betont der Ver⸗ waltungsausschuß erneut, daß ein dauerhafter Friede nur erreicht werden kann, durch den Sieg der Alliierten und durch die Zerstörung des deutschen militärischen Imperialismus, daß jeder andere Friede, jeder vorzeitige Friede nur ein Waffenstillstand oder eine Kapitu⸗ lation wäre. 1 64 3 5

Es ist völlig unbegreiflich, wenn der Vorwärts an die Mitteilung dieses Beschlusses die Bemerkung knfüpft, daß die französischen So⸗ zialisten damitdie Hoffnungen, die wir an ihre Haltung in der Kammer setzten, wieder herabstimmen? Nirgends war auch nur der Keim einer Frontänderung der französischen Soßzialisten zutage deckte sich völlig und allen früheren Erklärungen der Das Entscheidende seiner Rede lag in dem Be⸗ kenntnis zu der Kriegszielsormulierung des neuen Ministerpräsi⸗ denten, und gekrönt wurde sie durch das einstimmige Vertrauens⸗ votum, das die sozialistische Kammerfraktion dem einstmals so ge⸗ haßten und als Abtrünnigen geschmähten Brfiand erteilte.

So sieht die nackte, nüchterne Wahrheit aus! Und wenn der Vorwörts noch einen Schein von gutem Glauben bei seinem Ver⸗ fahren hätte reklamieren können, so hat ihm Renaudel auch das noch völlig unmöglich gemacht durch den Artikel, den er Tage nach der Kammerdebatte in der Humanité über den Verlauf der Sitzung mit⸗ samt dem Schlußwort Briands schrieb. Er trägt die Ueberschrift: Frankreich und das Recht und beginnt mit der Versicherung:Wir freuen uns ohne Einschränkung über den Verlauf der Kammer⸗ sitzung, welche die Einmütigkeit des Parlaments kund⸗ getan hat und die dem Ministerpräsidenten Gelegenheit gegeben hat, festzustellen, welches die Politik eines Frankreichs sein muß, das war und bleiben will der Vorkämpfer des chts. Und weiter steht da

Rechts.

zu lesen:Es gibt keinerlei Zweideutigkeit, wir haben von der Re⸗ noch kräftigere Aktion zur Verteidigung der Nalion

gierung eine verlangt, wir forderten sonach den Frieden durch den Sieg.

Diese Sprache ist wahrhaftig klar und deutlich genug. Für jeden, der sich der Verpflichtung unserem eigenen Lande gegenüber bewußt ist, kann es nur eine Antwort darauf geben: Solange die Franzosen an ihrem Zerschmetterungsziel festhalten und solange sie die Rückgewinnung Elsaß⸗Lothringens zur Vorbedingung ihrer Friebensbereitschaft machen, können sie auf ein Entgegenkommen unsererseits nicht rechnen!

Angesichts der militärischen Lage auf allen Kriegsschauplätzen in dem Artikel des

fragt man sich kopfschlittelnd, wie ist es möglich, daß die Franzosen sich immer noch an so völlig aussichtslose Kriegs⸗ und Eroberungs⸗ ziele klammern? Außer in einer gänzlich einseitigen und unzu⸗

ierbien nahe.

ginnen die leitenden Kreise Deutschlands voller Schrecken vorzu⸗

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mit den Be⸗

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ahnen. Lernen auch wir darum, uns davon zu überzeugen.

Hier haben wir den pfychologischen Untergrund für die Zähig⸗ keit, mit der die Franzosen an ihren Zerschmetterungs⸗ und Er⸗ oberungszielen gegen Deutschland festhalten. Diesen psychologischen Untergrund zu zerstören, d. h. ihnen jede Hoffnung nehmen, Deutsch⸗ land militärisch oder wirtschaftlich niederbrechen zu können, ist der einzige Weg, sie zur Friedensbereitschaft zu bringen. Das alte sich jeder sagen, der es ehrlich mit dem Frieden meint.

*

* Ein bulgarisch⸗deutsches Finanzgesc aft

Berlin, 21. Nov. Der bulgarische Finanzminister, Tontschew, der gegenwärtig hier weilt, hat die Verhandlungen über eine bulgarische Anleihe glücklich beendet. Er hat mit der deutschen Regierung vereinbart, daß deutsche Banken, an deren Spitze die Diskonto⸗Gesellschaft steht, dem bulgari⸗ schen Staat einen Vorschuß gewähren, der später in eine An⸗ leihe umgewandelt werden soll.

Finanzminister Tontschew erklärte in einer Unterredung mit einem Vertreter des Berliner Lokalanzeigers, daß die eroberten serbischen Gebiete, die zweifellos etymologisch nicht zu Serbien gehören, dem bulga rischen Reich einverleibt würden. Nisch habe vor 1878 nicht zu Serbien gehört und sei zweifellos, ebenso wie Monastir, eine bulgarische Stadt.

Französischer Vorwurf gegen Rußland und Italien.

T. U. Paris, 21. Nov. Le Petit Journal glaubt nicht mehr an

die Intervention der Russen und Italiener auf dem Balkan und er⸗ klärt, auch von den Franzosen dürfe man nicht das Unmöglichste verlangen. Das Verhältnis zwischen den Streitkräften der Ver⸗ bündeten in Mazedonien und den verbündeten Deutschen, Oester⸗ reichern, Türken und Bulgaren gestatte keine Aussichten auf Erfolg, wenn man nicht auf andere Hilfe zählen könne. Man müsse aber jetzt einsehen, daß eine Intervention Rußlands und Italiens weder ersolgt sei, noch bevorstehe.. Französische Maßnahmen gegenverbündete Drückeberger.

T. U. Paris, 21. Nov. Der Temps berichtet, daß der hiesige Stadtrat den Antrag der Deputierten Galli, Poirier de Narcay und Bodini⸗Jourdin annahm, wonach die Untertanen der mit Frank⸗ reich verbündeten Staaten aufgefordert werden sollen, in Frank⸗ reich Heeresdienste zu leisten oder das französische Territorium zu verlasfen. Falls die Untertanen der verbündeten Länder diesen Aufforderungen nicht nachkommen werden, sollen sie in ein Kon⸗ zentrationslager gebracht werden.

(Wie bekannt, waren diesbezügliche Maßnahmen, die besonders die in Paris lebenden südischen russischen Flüchtlinge betroffen, be⸗ reits früher getroffen worden, infolge der Intervention der So⸗ zialisten aber wieder rückgängig gemacht worden.)

Ariegsbeute.

Abbé Wetterlé hat im Petit Parisien einen Artikel ver⸗

söffentlicht, dessen Ueberschrist lautet: In Berlin ver

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kauft man Kriegsbeute. In dem Artikel wird dem deutschen Heer zum Vorwurf gemacht, daß es Sachen stiehlt und sie auch noch öffentlich verkauft. Eine ähnliche Unter⸗ stellung ist in einer Verbalnote gemacht worden, die die französische Regierung den neutralen Regierungen über den Abbé behandelten Fall übermittelt hat. Die über den Fall sofort eingeleitete Untersuchung hat, wie in der Nordd. Allg. Ztg. offiziös berichtet wird, folgendes

verlässigen Information über die militärischen Vorgänge liegt der ergeben:

Grund offenbar in ihren falschen, durch so trübe Quellen, wie die!

Berner Tagewacht und die Homo-⸗Artikel genährten Vorstellungen über unsere inneren Zustände. Tatsache ist jedenfalls, daß sie sich bis heute noch umerschüttert der Illuston hingeben, Deutschland sei am Ende seiner Kraft und der Sieg der Alliierten sei nur eine der Zeit.

In geradezu klassische druck in einem Art breuilh über die 9 ber.

er Weise findet dieser Glaube seinen Aus⸗ des französischen Parteisekretärs Du⸗

densvermittlungen durch Neutrale anzuspinnen. solg, so meint Dubreuilh, so wäre das in der gegenwärtigen Situ⸗ ation ein Triumph für Deutschland und bedeute seinen Sieg. Darum

müfsse allen solchen Friedensversuchen Deutschlands gegenüber Front veräußert, 1

Frage leeren, um sie für Heereszwecke nutzbar zu machen.

Dubreuilh ergeht sich in Hinweisen darauf, daß die deutsche borgen wurden, Regierung mit allen Mitteln und auf allen Wegen versuchte, Frie⸗ waren. Hätte sie damit Er⸗ und den

Bei dem Vordringen der deutschen Heere in Frankreich

der auf dem dichten nord⸗

zu ent⸗ Aehnliche Verhältnisse traten auf Bahnhöfen, Frachtschuppen und der⸗ gleichen ein. So sammelten sich beträchtliche Mengen von Gütern an, die zwar zunächst von der Heeresverwaltung ge deren Eigentümer aber vielfach unbekannt

war es nötig, viele Hunderte französischen Bahnnetz vorgefundenen Güterwagen

Zufälligkeiten des Krieges ausgesetzt werden konnten, wurden sie im Interesse der Beteiligten und der Erlös wird zur Verfügung

gemacht werden; benn es sei klar, daß Deutschlandmit jeder Minure, desjenigen gehalten, der früher oder später sein

die verstreicht, sich der endgültigen Katastrophe nähert, und daß der Augenblick kommen wird schneller vielleicht, als wir selbst an⸗

nehmen, wo der Anschein der tatsächlichen Wirklichkeit entspricht,

d. h. wo die Niederlage des Angreifers für niemand mehr außer kunft erworben und an die

Eigentumsrecht nachweisen sollte. Ein Zwischenhändler, der auf solchem Wege Garne französischer Her⸗ A. Wertheim G. m. b. H.

Zweifel steht. Diese Konstruktion einer Phantasie, die in kind⸗ weiterveräußert hatte, hat anscheinend zu Reklame

licher Kritiklosigkeit glaubt, was sie wünscht, wind dann durch Fälle

aus der Geschichte erhärtet, wo der ansängliche Sieger doch schließlich Zum Schlusse

an der Erschöpfung seiner Kräfte zufammenbrach.

men läßt, an dem der Friede plötzlich kommen wird, wie der Krieg kam. Und das wird der richtige Friede sein, denn der Er- schöpfungskrieg ist unerbittlich. Es duldet keine unbestimmten Lösungen und gestattet keinen schuellen Wiederbegiun. Diese Wirk⸗ lichkeit von morgen zweifellos eines recht nahen Morgen be⸗

zwecken die Spulen mit einem Zettel mit dem Aufdruck

Kriegsbeute überklebt. Die Garne sind so einige

heißt es:So ist es auch mit Deutschland, jeden Tag nähert sich Tage bei Wertheim seilgehalten worden, bis die Direktion unfer Feind einem Augenblick, dessen Datum sich sast schon bestim⸗][ davon erfuhr und die Zettel entfernen ließ. 1

Ruhe an der ostgalizischen und bessarabischenßront. Czernowitz, 20 Nov. Gestern fiel dichter Schnee, der stellen⸗ weise über einen Meter zen Boden bedeckte. Infolgedessen ist jede

»Aktion an den feindlichen Fronten erlahmt, sowohl an der bessarabt⸗