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Organ für die Interessen des werktätigen Volles Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.

Die Oberbessische Volkszeitung erscheint jeden Werktag Abend i

Gießen. Der Abonnementspreis beträgt wöchentlich 15 Pfg., monatlich 0 Pig. einschl. Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährl. 1.80 Mek

95 Redaktion und Expedition g Gießen, Bahnhofstraße 23, Ecke Löwengasse. Telephon 2008.

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Nr. 273

Gießen, Sam tag, den 20. November 1915

10. Jahrgang

jährige Gedenktag der deutschen . Gewerkschaften

1.. 5 1 zürde am Dieustag abend in Berlin durch eine der jetzigen Zei

5 äre dieser Gedenktag sicher durch eine große Veranstaltung ge lert worden, an der ein großer Kreis deutscher Gewerkschafts enossen und auch Vertreter der ausländischen Bruderorgani

inen Teilnehmerkreis beschränkt bleiben. berichtet: Die Generalkommission hatte zum 16. November eine Kon

fanden sich am Abend zu einem zwanglosen an dem außer dem Vertreter des Parteivorstandes und de e a die Berliner Gewerkschaftskommission un ehemaligen Mitglieder der früheren Generalkommission

05 gewerkschaftlichen Arbeitsjubiläum, so wußte doch e gungen hinauszurücken. Legien plauderte in einer Ansprache übe ancherlei Interessantes, besonders aus der alten Geschichte de beneralkommission und der Gewerkschaften. Erst als nach ihm de Uterspräsident der Generalkommission, Emil Döblin, 3 Borte kam, konnte er sich einer kleinen persönlichen Huldigun licht entziehen, die ihm schließlich in Form einer Adresse

lünstlerisch einzig ausgestattete Werk, in dem jeder Widmung ei mblem vorgezeichnet ist, das im Wappen das bertretene Handwerk symbolisiert und das für den Jubilar sändige liebe Erinnerung bieten wird, wurde ihm als äußere Ar ihrer, so auch besonders auf Umbreit, dessen unermüdlicher aftlichen Tätigkeit überreicht. Legien übertrug den bei

ihrer, so auch besonders auf Umbreit, dessen Eitskraft die Gewerkschaftsbewegung vieles verdanke.

Eachte, verwies in seiner temperamentvollen je schon bald nach Gründung der Partei durch sialdemokratischen Partei den Wert der gewerkschaftlichen B zegung erkannt und gewürdigt haben. Er pries das gute a 1 ad schaftliche Verhältnis zwischen der Partei und d sewerkschaftsbewegung. Diese Kampfesbrüderschaft sei die Vorau stzung für erfolgreiche Kämpfe, je Gewerkschaf

lächtig geförderte Solidarität habe als Bilanz dieses Vierteljah lunderts Arbeiterbewegung einen nennenswerten wirtschaftliche giglen und kulturellen Aufstieg der deutschen Arbeiterklasse zu ve Lichnen. Treue Waffenbrüderschaft zwische 0 haften nach dem Kriege sei aber hesonders notwen goßen noch harrenden Aufgaben gewachsen zu sein.

rer Zustimmung geda aftlichen Kampfe ür 0 gung ihre Existenz in die Schranken schlag⸗ lor ihm auch schon Legien getan hatte Faußen, die für uns und das Vaterland ihr Leb uch auch Legiens persönliche Verdienste um die Uiterbewegung hob Ebert hervor; ihm, 1

dig, um de Unter beso

die Größe der Arbeiter 5 b en mußten und w

stzaftlichen Tätigkeit auch stets rei ür das gute Zusammenwirken wel zu danken.

Dr. Müller als treter d gubeiterbewegung, der genossenschaftl sihrern im allgemeinen Anerkennung Schlicke in einer von Humor gewürzten simliche sagte. Nachdem noch v.

zwischen Pa

Vertreter des dritten großen, Zweige ichen, zollte den G 0 . für ihre Arbeit, währe

iscenzen aus der Tätigk

besten

Von den vielen Glückwünschen, ind, sei der der österreichischen General Innnt.

Die Feier war allgemein von zuß diese für das deutsche Volk un nacht bald abgelöst werden möge

em innigen 1 e 1 di Gewerkschaften schwere durch die kulturelle Arbeit

denikliliman, das Material uchte, sich vom Ufer zu entfernen.

ingemessene einfache, schlichte Feier begangen. In normalen Zeiten

ationen hätten können teilnehmen. Jetzt mußte die Feier auf einen 0 Ueber die Feier wird

z von Vertretern der Zentralvorstände nach Berlin einberufen. Zusammensein teil⸗ 1 25

Galt auch die Feier nicht zuletzt dem Genossen Legien zu seinem

sogleich aus dem Mittelpunkt irgend welcher persönlichen Hul⸗

f g darge⸗ N acht wurde, in der die Mitglieder der Generalkommission, der Jarteivorstand, die Großeinkaufsgenossenschaft und der Zentral⸗

kiband deutscher Konfumvereine, sowie sämtliche Vorstände der Farmanapparat Modell 1911 mit einem 100 PS Motor und gentralverbände treffliche Widmungen eingezeichnet haben. Das 0 150 U 0 8 2 0

durch den Verband eine

Ar⸗ der berreichung der Adresse an ihn erstatteten Dank auf die anderen ö glieder der Generalkommission und auf andere Gewerkschafts⸗ f unermüdliche Ar⸗ Er gedachte

1455 nne der Verstorbenen, so vor allem Bömelburgs, Die letzten gut verbürgten Nachrichten vom Kriegsschau⸗ 0 bert 1 die Glückwünsche des Parleivorstaudes über- platz in Mesopotamien lauten nach einem Telegramm

Rede zunächst darauf, sie auch die gewerk⸗ Haftliche Bewegung gefördert wurde und wie die Vorkämpfer der

und die durch die Gewerkschaften

en Partei und Gewerk- graft entwickelt, daß in ganz de Eber N erttaufende, die im wirt⸗ chte Ebert der Hundertte. ben, der Wackeren im Felde ließen. Leben opfern müssen. Einheit der Ar⸗ der neben seiner 9 8 i zlische Arbeit geleistet habe, ge politische Arb et hal che pelt zartei und Gewerkschaften

der ewerkschafts⸗

Rede Legien einiges Per⸗

Elm einige ren gegeben hatte und mit

kommission besonders ge⸗

Wunsche durchweht, 0 Zeit

verkschaften einen großen Alu⸗

Bei Sedd⸗ül⸗Bahr konnte

die feindliche Artillerie am 14. November, trotzdem sie 8000 Granaten, Minen und Bomben gegen unseren linken Flügel abfeuerte, keinen bedeutenden Schaden anrichten. Am 15. No⸗ vember schoß der Feind 3000 Bomben gegen unseren rechten

Flügel ab. Er beschoß am Nachmittag heftig unsere vorge⸗ schobenen Stellungen im Zentrum mit Hand⸗ und Marine⸗

- artillerie. Sie brachte zwei Minen zur Entzündung und nahm die Beschießung bis 5 Uhr wieder auf. In der

Zwischenzeit griff der Feind den linken Flügel eines unserer Regimenter im Zentrum an; er wurde leicht zurückgeworfen. Als der Feind einen Augriff auf die Front eines anderen unserer Regimenter versuchte, kam er bis an unsere vorge⸗ r schobenen Schützengräben, wurde jedoch durch Flankenfeuer aus unseren benachbarten Gräben und durch einen Gegen⸗ angriff vollkommen von diesen vorgeschobenen Linien bis zu den früheren Stellungen zurückgeworfen. Er erlitt schwere rVerluste.

Au der Irakfront beschossen wir ein zweites feindliches Flugzeug und erbeuteten es unversehrt. Auf dem Tigris rversenkten wir einen feindlichen Kriegsmonitor mitsamt u seiner Besatzung. Arabische Freiwillige zerstörten durch über⸗ 9 raschende, gelungene Angriffe auf das feindliche Lager seine Telegraphenleitungen und machten große Beute. Nach unseren Informationen war das erbeutete Flugzeug ein

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einer Geschwindigkeit von 90 Kilometern.

Schwere enalische Verluste am Irakfluß. T. U. Konstantinopel, 18. Nov. Das englische Expeditionskorps in Mesopotamien hat nach Aussagen englischer Gefangener in der letzten Zeit keinerlei Verstärkungen mehr erhalten, da sämtliche ver⸗ fügbaren Truppen in Indien, an der afghanischen Grenze zurück⸗ gehalten werden. Wie aus Bagdad gemeldet wird, haben die Eng⸗ länder in den Kämpfen am Irak schwer gelitten. Ihre Verluste sollen sich auf über 2500 belaufen.

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der Frankfurter Ztg. aus Konstantinopel entschieden hoff⸗ nungsvoller. Die Gefahe eines weiteren Vorgehens der eng lischen Armee in der Richtung gegen Bagdad kann als beseitigt belrachtet werden. Der englische Vormarsch wurde südlich von Kut(in der Luftlinie etwa 170 Kilometer südöstlich von Bagdad) zum Stillstand gebracht. Die Lage Bagdads gilt als vollkommen gesichert. Die Agitation der schiitischen Geistlichk eit zu Gunsten des Heiligen Krieges hat sich mit solcher Südpersien sowie im Schatt⸗el⸗ en Arab⸗Gebiet sich bedeutsame Wendungen zu vollziehen be⸗ u ginnen. Einwandfrei wurde festgestellt, daß die Engländer mehreren südlich von Kut stehenden indischen as Bataillonen jeden zehnten Mann hinrichten Die indiscken Soldaten weigern sich offen, gegen die Grabmoscheen von Sulmanpa und Bagdad, wo mehrere dem indischen Muselmanen als heilig geltende Imane bestattet liegen, vor allem gegen die Türbe des von den Indern beson ders verehrten Abdel Kader Gueilani in Bagdad zu marschie⸗ ren. Trotz dieser scharfen Maßnahmen verharren die indischen Bataillone in ihrem Stoizismus.

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holen will. Einzelheiten werden deshalb sowie aus anderen naheliegenden Gründen geheimgehalten; doch betont die Stampa, daß eine vollständige Uebereinstimmung Italiens mit den Verbündeten erreicht sei und Italien an den Maß⸗ regeln gegen die griechischen Inseln teilnimmt, die mit der bei Malta versammelten Flotte geplant sei, wenn Griechen⸗ land nicht die aufgestellten Forderungen erfüllt, allen auf griechischem Boden landenden Ententekorps nebst Nachschub absolute Bewegungsfreiheit garantiert und die aus Serbien zurückgehenden Abteilungen keinesfalls entwaffnet. Der Seekrieg.

Weitere vier italien ische Dampfer versenkt. London, 18. Nov. Nach einem Telegramm aus Rom an die Morning Post sind in den letzten Tagen außer der Ancona noch vier italienische Dampfer zum Sinken gebracht worden, und zwar durch Unterseeboote. Keine einzige italieni⸗ sche Zeitung habe von diesen Schiffsverlusten eine Notiz

gebracht. 8

Basel, 18. Nov.(W. T. B. Nichtamtlich.) Die Nationalzeitung meldet aus Genua: Heute trat hier eine Konferenz aller am See⸗ handel interessierten Körperschaften zusammen, um über die durch das Auftreten von Unterseebooten im Mittelmeer geschaffene Lage zu beraten. Viele Dampfer sind nicht ausgelaufen. Ab 18. No⸗ vember werden Handelsschiffe von Kriegsschiffen begleitet werden.

Beschlaguahmtes amerlkanisches Schiff. Kristiania, 17. Nov. In Kristiansand kraf ber groß amerikanische SeglerAndrews ein, von einem norwegischen Dampfer geschleppt. Das Schiff kam aus San Franciscco mit Bohnen für Hejmstatt in Schweden. Es war vor zwei Wochen nahe Shetland von den Engländern aufgebracht und sollte mit einer Prisenmannschaft, einem Leutnant mit fünf Mann, nach Lerwick gehen. Durch einen Sturm war der Kapitän gezwungen, den Kurs auf Norwegen zu nehmen. Der englische Offizier wollte ihn mit Waffengewalt daran hindern. Der Kapitän erklärte jedoch, er sei amerikanischer Bürger und hafte für Schiff und Mannschaft. Im Sturm durchsegelte das Schiff in 27 Stunden die Nordsee von Girlsnesfeuer bis Kristiansand. Was mit der Prisenmann⸗ schaft geschieht, ist hier bisher unentschieden.

Weiter wird dazu gemeldet:

Die britische Prisenmannschaft des ameri⸗ kanischen SeglersAndrew Welch wurde in Kristansand unter norwegische militärische Bewachung ge⸗ stellt. Ein Wilson⸗Dampfer liegt in der Nähe des Segsers. damit ein Entkommen der Engländer verhütet werde. Was mit der Mannschaft und dem Schiff geschehen soll, ist noch ö Die Landung ist sehr wertvoll.

18. Nov. Das Kriegsministerium teilt mit, daß die amerikanische BarkAndrew unbehindert Kristiansand verlassen könne.

Opfer des Seckriegs.

Die norwegische BarkGlimt ist am 4. September 90 See⸗ meilen von Fastnet auf der Reise von Ellesmorepot nach Gaspe mit Ballast von einem U-Boot versenkt worden, nachdem die Mann⸗ schaft geborgen war. Bark, für die Deutschland Schadenersatz anbietet, war 50 000 Kronen kriegsversichert.

Die

nd ze ber ssene Mitrowitza. London, 18. Nov. Aus Athen wird gemeldet: Es kommen viele Flüchtlinge aus Pristina und Mit 5 f ren an, deren Zustand sehr elend ist. In Mitrowitza kann man heute bereits den Kanonendouner hören. Die Stadt ist fast gauz

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der alten Generalkommission zum 95(schaftsbewegun Die. emem Ausblick auf die 1 geit semesentlichen dur diese e Es befinden sich nur noch 200 serbische Soldaten in der geschlossen hatte, war die Feier, die im i! Stadt. 5 g 5 Jeden ausgefüllt wurde, beendet, ie dem Jubilax zugegangen Mie es geacht we den inte.

die dem Wie der Abgeordnete Barres im Echo de Paris andeutet,

will die Entente, falls Griechenland sich weigert, gegen Bulgarien zu marschieren, ihre Truppen nach Albanien und Montenegro schicken und durch die Beschießung aller griechischen Küstenstädte König Konstantin zur Unterwerfung unter ihren Willen zwingen.

im Die Information erklärt, daß die englisch-französische Expedition

tigenen Lande, an der auch unsere Ger ktskameraden zu dieser fried⸗ ohne aktive Unterstützung durch die griechische Armee scheitern müsse. Ul haben, und daß unsere Gewerkschaf alschaften bald zurückkehren Man gebe sich der Jluston hin, daß Ftalien Truppen durch Kl⸗ srtigen Arbeit in die Reihen der Gewerk banien zu Hilfe schicken könne, aber ein Winterseldzug in Albanien u öchten. 4. sei unmöglich so schnell zu organisieren, daß er den Serben noch g 5 4. n nützen könne. 5 Der türkische Bericht. Die Beteiligung Italiens am Balkanfeldzug.

1 N u den Dardanellen. Die Stampa bringt interessante Ergänzungen zu den 1 Abgeschlagene Angrisse 2 otamien, Beschlüssen des Ministerrats. Sie bestätigt, daß die Expedition i Erfolge in Meson T. B.) Das Haupt nach Albanien fallen gelassen wird, wohl wegen der gefähr⸗ Konstautinopel, 18. Nov.(n genfront vom 14. Nov.: lichen Nähe Cattaros und wegen der Notwendigkeit, einen N 6 uartier meldet von der een beiderseitiges Feuer.] Heereszug ins Innere durch Straßenbau vorzubereiten. Bei Anasorta und Ari e Torpedoboot bei] Trotzdem ist die positive Teilnahme am Balkanfeldzug be. unsere Artillerie zwang ein fernen Burnu zu landen ver⸗ schlosen worden. Diese bedarf jedoch noch der Einwilligung bei Arz des Königs, die Salandra selbst in den nächsten Tagen ein⸗

itrowitza in Pris⸗

Der englische DampferThelma, der Helsingborg anlief, wurde angeblich von zwei deutschen U-Booten verfolgt und flüchtete in schwedif Seegebiet.

Der norwegische AmerikadampferKristianssord wurde seiner Rückreise nach Kirkwall aufgebracht.

Der norwegische PostdampferTromsve ist im Hasen Helgoe (Nordland) gekentert. Zwei Passagiere und der zweite Steuermann sind ertrunken.

Man meldet aus Maasluis an den Courant: Nach Berichten des heute hier eingetrofsenen Dampfers Glenmoray ist der norwische DampferUlriken, von Newyork nach Rotterdam unterwegs, auf der Höhe des Galloper Feuer⸗ schiffes auf eine Mine gestoßen und gesunken. Von der Besatzung sind fünf Mann ertrunken. DieUlriken hatte 2379 Tonnen und gehörte nach Bergen. Die Schiffbrüchigen des Dampfers wurden

von Patrouillen⸗Booten gerettet und nach Haritz gebracht. Ulriken war für die belgische Unterstützungs-Kommission be⸗

stimmt. Die Versenkung desArendal. Kristiania, 18. Nov.(W. T. B. Nichtamtlich.) Meldung des Norwegischen Telegraphenbureaus. Bezüglich des! Arendal, der auf der Fahrt ohne Ladung von Ellismore Port nach Gaspe von einem deutschen Unterseeboot am 4. September aufgebracht und versenkt wurde, teilte das

Berlin mit, daß die deutsche Regierung ihr Bedauern über die Versenkung ausspreche und sich bereit erkläre, den Schaden zu ersetzen, der den norwegischen Inter⸗ essenten erwachsen sei. Die deutsche Regierung schlägt gleich⸗

auf

nieuwen Rotterdamschen

deutsche Auswärtige Amt der notwegischen Gesandtschaft in