eine serbische Division unter Oberst Wassitsch 20 Tage lang
Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt. G. m. b. H., Offenbach a. M
Die Lage in Serbien.
Daily Expreß meldet aus Rom: Die letzten Salonikier Meldungen bestätigen die ungünstige Aenderung der Lage Serbiens. Mit ihrer Artillerie beherrschen die Bulgaren die Straße von Krivolak nach Prilep und verhindern dadurch eine Vereinigung der Serben mit den Franzosen. Obwohl
den Babunapaß tapfer verteidigt hat, droht jetzt der bul⸗ garische Keil, der zwischen Babunapaß und Zernafluß ge⸗ trieben ist, die Serben mit Umfassung. Das Gefecht beim Katschanikpaß dauert an. Die Bulgaren haben zwei Drittel dieser Bergengen erobert. Die Flucht der Einwohner Alt⸗ serbiens nach der montenegrinischen und der albanischen Grenze nimmt großen Umfang an. Montenegro wird diese Völkerwanderung kaum aufnehmen können, da es selbst Knappheit an Lebensmittel leidet.
Monastic. Der Telegraaf meldet aus Athen:„Die Lage der Serben wird als sehr düster geschildert. Wie verlautet, ist Prilep durch die Bulgaren besetzt, und sie scheinen nur noch zwei Stunden von Monastir entfernt zu sein, wo sie eine umfassende Bewegung vorhaben. Der Zustand in Monastir ist sehr kritisch. Die Ko n sulate, mit Ausnahme des französischen, haben sich alle nach Salonik begeben, wohin der Präfekt die Archive geschickt hat. Der 9 raf ekt von Monastir rief eine Versammlung von Vertretern der ferbischen, griechischen, bulgarischen und türkischen Gemeinden in der Stadt zu⸗ sammen und sagte, daß er immer noch hoffe, die Stadt retten zu können, daß er aber den wohlweislichen Rat erteile, wenn die bul⸗ garischen Heere den Widerstand der Serben brechen und der Stadt näherkämen, dem bulgarischen Führer entgegenzugehen und die Stadt zu übergeben, damit die Bevölkerung vor der Mißhandlung durch den Feind geschützt würde. Wiederbesetzung von Tetowo durch die Bulgaren. Athen, 16. Nov. Der Agence Havas zufolge wird der Patris aus Salonik gemeldet, man bestätige die Wieder⸗ besetzung Tetowos durch die Bulgaren. Die Zeitung fügt hinzu, daß dieses Ereignis von großer Bedeutung sei, weil der Zusammenhang der serbischen Front dadurch unterbrochen werde.
Der Druck auf Griechenland.
Aus Konstantinopel, 18 November, wird der Frankf. Ztg. telegraphiert: Die Ankunft Lord Kitcheners in Salonik wird spätestens für den 20. November erwartet. Die griechi⸗ schen Kreise der ehemaligen mazedonischen Hauptstadt ver⸗ sichern, daß das Eintreffen Kitcheners einen Wendepunkt in der Politik Griechenlands herbeiführen wird. Die mazedonisch⸗ griechischen Kreise, die der Politik Veniselos ihren Anschluß an Griechenland verdanken, halten nach wie vor zu diesem. Die in Neugriechenland wirkende Gendarmerie, die sich fast durchweg aus Kretern formiert, ist ein blindes Werkzug von Veniselos. Sie betreibt offen ihre Agitation im Sinne von dessen Plänen. a
Die Engländer, welche Salonik bereits als heimischen, onglischen Boden betrachten, lassen sich überall vernehmen, daß Griechenland sein Schwert aus der Scheide ziehen müsse, sonst würden Zwangsmaßregeln ergriffen. Man macht An⸗ spielungen auf den Sturz der Dynastie. In Athen denkt man an ernste Vorsichtsmaßregeln. Der für die neugriechi⸗ schen Gebfete in Kraft befindliche Belagerungszustand kann jede Stunde auch über das alte Königreich verhängt werden. Wiewohl er ohne Zustimmung des Parlaments nicht dekretiert werden darf, können höhere Gewalten die Regierung hierzu; zwingen.
In Salonit nehmen die Engländer und Franzosen Requisitionen großen Stiles vor, ohne sich im geringsten um die griechischen Behörden zu kümmern. Da das Geld mit vollen Händen ausgegeben wird, zeigt sich die Bevölkerung zufrieden.
Verantwortlicher Redakteur; F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gießen.
Vereinskalender.
Sonntag, 21. November. Watzenborn⸗Steinberg. Wahlverein.
ersammlung im„Grünen Baum“.
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. Lustspiel in 3 Alten von Franz von N ar Nachmittags 4 Uhr Schönthan u. Franz Koppel Ellfeld. Soldaten vom Feldwebel abwärts
gen über freiwillig abgeliefertes Kupfer, Messing und Reinnickel sind 5
unter Vorlage der Wiegezettel innerhalb 8 Tagen auf dem Stadt⸗ hause, Zimmer Nr. 7 in Empfang zu nehmen.
Gießen, den 18. November 1915. 5 a 5
Der Oberbürgermeister. 45
Keller.
Bekann machung.
Die aus den einzelnen Bezirken noch nicht abgeholten Kartoffeln können noch Samstag, den 20. November, vormittags von 8—12 5 Uhr und nachmittags von 1—6 Uhr im Hofe des Realgymnasiums an der Ludwigstraße in Empfang genommen werden. 4
Diejenigen Besteller, die die Kartoffeln ins Haus gebracht haben wollen und dem Tiefbauamt hiervon noch keine Mitteilung gemacht haben, wollen bies sofort nachholen, da sonst über die Kar⸗ toffeln anderweitig verfügt wird.
Gießen, den 18. November 1915. 6
Der Oberbürgermeister: Keller.
Bekanntmachung.
Bei der am 1. dieses Monats vorgenommenen planmäßigen Verlosung der am 1. März 1916 zur Rückzahlung kommenden Schnldverschreibungen des Anlehens der Stadt Gießen vom Jahre 85 1901 wurden folgende Stücke zur Rückzahlung bestimmt: 8
Serie II Nr. 14, 59, 118, 157, 222, 269, 310 zu 2000 Mk. 8 Serie II Nr. 354, 415, 472, 586, 609, 631, 710, 783, 795, 811, 843,920 8
950, 1011, 1096, 1119, 1164 zu 1000 Mk. 1 Serie II Nr. 1284, 1328, 1377, 1395, 1409, 1466, 1543, 1597,
1623, 1684, 1705, 1777, 1820, 1895 zu 500 Mk.
Serie II Nr. 1930, 1990, 2036, 2074, 2175, 2203, 2248 zu 200 Mk. Serie II Nr. 2272, 2300, 2317, 2407, 2490, 2535 zu 100 Mk.
Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis ge⸗ bracht, daß die Einlösung dieser Schuldverschreibungen bei der Stadtkasse in Gießen, bei dem Bankhaus Delbrück Schickler& Co. zu Berlin und bei der Mitteldeutschen Kreditbank zu Frankfurt a. M. erfolgen kann und daß die Verzinsung mit Ende Februar 1916 aufhört.
Von den in früheren Jahren ausgelosten Schuldverschreibungen sind noch nicht zur Rückzahlung vorgelegt worden: Serie II Nr. 1571 über 500 Mk. und Nr. 2257, 2413 über je 100 Mk. Gießen, den 19. November 1915. Der Oberbürgermeister. Keller.
Verstorbene. Frau Susanne Reiber geb. Seibel in Gießen, 57 Jahre alt.— Johann Heinrich Dapper, in Wieseck, 54 Jahre alt.— Elisabetha Hildebrandt in Heuchelheim, 62 Jahre alt. — Wilhelm Häuser, Zugführer aus Leihgestern.
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Ende nach 6 Uhr. Volkspreise.
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Wi twoch, den 24. November für die Bezirke 2, 5, 9, 11 mit den Aufangs⸗
Donnerstag, den 25. Nopember für die Bezirke 2, 5, 9, 11 mit den
Der Preis für das Pfund Mehl beträgt 20 Pfennig. Die Abgabe ersolgt
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