Ausgabe 
19.11.1915
 
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Vertrauen

essen und Nachbargebiete. Gießen und Umgebung 5 5 N Milde Richter gegen Kriegswucher Vor dem Kriege erklang vielfach die Klage, daß 5g

8 weiter Volkskreise zur Rechtsptech f Schwinden sei. Auf die mancherlei Urfachen dieser Ace

lichen Erscheinung soll hier nicht eingegangen werden. Hat

der Weltkrieg darin eine Aenderung gebracht? Leider nich Politische Urteile werden jetzt freilsch nicht gefällt. Aber lle⸗ leile, die dem gesunden Rechtsgefützt des Volkes strikt wide sprechen. Man betrachte nur die milden Urteile gegen Knie pucherer. Hier ein paar Beispiele: 18975 Zu je 1000 Mark Geldstrafe verurteilte am Samst das Landgericht Halberstadt die drei Inhabet der dort 8 Großhandelsfirma Goldschmidt, die Kaufleute Egon Alf und Erich Goldschmidt. Die Angeklagten waren der systemats⸗ schen Ueberschreitung der Höchstpreise für Gerste beschuldi t Sie hatten von einer Brauerei den Auftrag auf Hefertse pon Gerste übernommen und griffen zu einer Umgehung 55 sogenannten Malzklausel in der Bundesratsverordnung, um von den Landwirten Gerste geliefert zu bekommen. Nach dieser Klausel gelten die Höchstpreise nicht füt Lieferungen von weniger als drei Tonnen an Mälzereien und dergleichen.

Es besteht aber die Vorschrift, daß den Landwirten 75 Proz.

der Ausbeute als Futtermittel zurückgeliefert werden müssen Die Angeklagten wandten sich nun an ungefähr 400 Land. wirte mit dem Ersuchen, ihnen solcheMalzgerste zu liefern Sie erhielten sie auch und zahlten dafür zum Teil wesentlich über den Höchstpreis ebenso lieferten sie den Landwirten nicht die 75 Prozent der Antsbeute zurück, sondern zahlten dafür Geld. Ss konnten sie der Brauerei 150 Tonnen Gerste liefern; der Preis dafür war um 125 Mark höher als der zulässige Höchst⸗ preis, Der Staatsanwalt beantragte für jeden der Arnge⸗ kalten eine Geldstrafe von 10000 Mark, Er stellte in Aussicht, daß alle die vielen Personen, die bei den Ge⸗ schäften beteiligt waren, zur strafrechtlichen Verankwortung gezogen würden. Das Urteil lautete, wie erwähnt, auf je 1000 Mark Geldstrafe. Det Direktor der Brauerei, Ernst Maas aus Meißenthurm, Kreis Koblenz, wurde zu 500 Mark Geldstrafe verurteilt.

Das milde Urteil wird die geschästsküchtigen Herren Goldschmidt so wenig wie andere Kriegswucherer abhalten, fernerhin Geschäfte mit ähnlichem Erfolg zu machen. Selbft in der Presse, die sonst großes Verständnis für kapitalistische Gepflogenheiten an den Tag legt, ist man mehr als erstaunt über solche milden Urteile. So schreibt die Tägliche Rund⸗ schau zu der Verurteilung der Kölner Altmetalkhändler Abraham und Sally Salm die im Karkoffel⸗ handel in zwei Monaten 50000 Mark verdienten und wegen Ueberschreitung der Höchftpreife je 1000 Mark Geld⸗ strafe erhielten:

Jeder Mensch muß sich beim Lesen dieser zwar kurzen, aber Bände sprechenden Notiz fragen, warum diese sauberen Brilder nur zu je 1000 Mark kausend Mark Geldstrafe verurteilt wurden. Da haben num unsere Gerichte durch das Gefetz die Möglichkeit erhalten, solche gewissenlosen Burschen, die aus Altmetallhändlern sich plötzlich des höheren Profites wegen in Karteffelhändler berwändeln und die dars im Interesse des Vaterlandes sich einschränkende Volk in 2 Monaten um 30000 Mark bewuchern, ins Gefängnis zu stecken und verurkeilten sie zu lumbigen 2000 Mark Geld strafe. Gewiß, solche geldhungrigen Brüder werden sich jammernd und wehklagend auch unter der Geldstrafe drehen und winden, aber noch viel härter würde es sie treffen, wenn sie auf einige Monate det Freiheit beraubt würden, se wie sie das auf die Kartoffeln angewiesene Volk seiner schmerzlich Herdienten Groschen beraubt haben. Und dann verlangt das Volksempfinden für derartige Gesinnungslosigkeit eine andere Strafe! In der Notiz steht leider nicht einmal, daß dem edlen Paar der weftere Handel it Lebensmitteln ver⸗ boten wurde, was allerdings 1 150 Solch geschäftstüchtige Kaufleute trif man 22 dadurch, daß man ihnen für einige Holt ihren, gelkebten Handel unmöglich macht und sie selbft ins Loch steckt! Tonsend Mark Geldstrafe müssen Ja geradezu cr Ansporn für solche Hertschaften sein, ihren etciebsgen, Handel weiter zu betreiben. Wer in 2 Monaten 50 000% Mark zusammen wuchert, kann leicht mal 1000 Mark, Geldstrafe verschmerzen. Tus wird unterGeschäfksunkosten vertechnek!

1 50 Wo stecken die Schweine?

Am Montag haben vir berichtek, daß auf dem e furter Viehhof nur 278 Schweine aufgetrieben. wa 17 sonst etwa 1200 Stück von dem Vorstendieh vorhanden 1 1 Diese wurden innerhalb fünf Minuten an e Metzger verkauft und die auswärtigen 5 10 als. Am heutigen Markt waren tut 129 9 2. b trieben, die innerhalb kurzer geit an Fran furker Mete

5 Gel tzget zogen abgefetzt wurden. Unsere Offered stonde sind 115 wiederum ohne Schlachtvieh ab. Or 5 auf die

Die Großhändler schießen zie Ses händler den Schweinezüchter, die nach Angabe. 15 Wer von den Höchstpreis des Marktverkaufs verlange zunächst weniger, beiden die Schuld trägt, interele t 411195 Tatsache, daß uns interessiert in der Hauptsache die 5 Bestände dauernd es Leuten möglich ist, die borhang ee hinaufhegchrauben zurückzuhalten in der Absicht, die nde Volt dessen Väter, und das Volk zu schröpfen. Dassesdten Körtern den ge⸗ Brüder und Söhne drauß nit 172 den zahlreichen und waltigen eisernen Wall bilden,. Deutschlands Fluren erbitterten Feinden unmöglich Abhilfe? Gewiß, aber

5 eine 5 Gibt es da fächer wenn sie sich un⸗

haltbar.

zu überschwemmen. f Abhilfe kann nur die Regierung, fan Rechen nachgiebig zeigt und bon den vie 15 59 3 Reichstag am 4. 8. 1914 verliehen hat,

vollea Gebrauch macht.

Gefreiter Walter Saar aus Alsfeld, Juf⸗Neg. 258. Reg. 358. Erfatzreservist Karl Wegfahrt, Londwehr⸗

hat unsere bekannte Wiener Genossin Adelheid Io pp fasserin.

die ihr der!

Die Preistreiber bleiben sich überall gleich. Nach der Festsetzung der Höchstpreise für Schweine wurde der Markt nicht meht in der früheren Weise beschickt. Nicht allein in Frankfurt, auch anderswo. In Kiel waren au Montag im städtischen Viehhof ganze 7 Schweine und 3 Sauen aufge⸗ trieben; in Breslau am Dienstag 172 Schweine, statt rund 900 wie sonst; in Elberfeld am Montag 65 statt 1107; in Berlin am Dienstag 3583 stakt 10 600 bis 12 000; in Han⸗ nover am Montag 113 statt 800 bis 900; in Magdeburg 164 statt 2000 Schweine. Und so überall! Hier muß fofort Ab⸗ hilfe geschaffen werden, Zögern ist vom größken Uebel!

Mehlverteilung. Ueber die Ausgabe des vom Kom. minal⸗Berband zur Verfügteng gestellten Mehles befindet sich eine Bekannkmachung des Oberbürgermeisters im heutigen Blatte, auf welche wir hinweisen. Es ißt daraus ersichtlich, wo und zu welcher Zeit jeder Brotmarkenempfänger das ihm zustehende Mehl erhalten kaun. Wie bereits bekannt ge⸗ geben, kostet das Pfund 20 Pfg- und wird gegen Vorlage von Bezugskarten detabfolgt. Wefter weisen wir noch auf eine Bekanmtmachteng hin, welche die Abgabe der don der Stadt gelieferten Karkoffeln betrifft, welche bis morgen im Hofe des Realgymnaftums abgeholt werden müffen. Wer sie ins Haus gebracht haben will, muß dies sofort dem Tiefbauamte mitteilen, andernfalls wird lber die Kartofseln weiter verfügt.

Bei Spielerei erschossen. Ein Landedehrmann aus Bergheim bel Ortenberg, Heinrich Emrich mit Namen, büßte sein Leben nicht durch eine Jeindeskugel ein, somdern durch die eines Kameraden. Er stand bei einer Arkillerie⸗ Munitionskolonne im Felde und neckte sich, erls er dieser Tage in sein nartter kam, ntit feinen Kameraden. Einer von diesen legte im Scherz den Karabiner auf Emrich an, bald krachte ein Schuß, der ihm in den Kopf traf und sofort tötete. Emrich hinkerläßt Frau und vier Kinder. Man sollte meinen, daß die im Felde Stehenden solche gefährliche Spielerei von selber ließen, wo sie doch täglich den furchtbaren Ernst vor Augen sehen. Der ragkückkiche Schütze wert natür⸗ lich des Glaubens geisefen, der Karabiner sei nicht geladen.

Ein Brand brach vorgestern auf der Liebigshöhe aus, Ler durch einen Kaminbraud vernefachk, doch durch die Fenerwehr bald gelöscht werden kennte. Der eartgerichtee Schäden ist nicht bedeutend.

Vom Zuge überfahren. In der Nacht zur Mittwoch würde der Zugführer Wilh. Hänser aus Leihgestern auf der Vahnkörper in der Nähe von Großenlinden ko duf⸗ gefunden. Jedenfalls war er auf dem Heéinrwege begriffen und ging den Bahnkörper entlang, wobei er von einen Zuge überfahren wurde.

Konsumverein Gießen. An Stelle des Gts geschiedenen Geschäftsführers Keßler wählte die Gefamtperwaltung Herrn Heinrich Rope ans Mittweida in Sachen, der die Stellung am k. Dezember antreten wird.

Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten.

Erfatzreservist Eruft Hartmann aus Groß⸗Felda, Juf.

Inf.⸗Keg., 116.

Metall⸗Beschlagnahme. Die bis jetzt noch sbicht abgeholten

Anerkenntnis⸗Bescheinigungen über freiwillig abgeliefertes Kupfer,

Messing und Reinnickel sind unter Jorlage der Wiegezettel inner⸗ 42 8 Tagen auf dem Slabthans, Zimmer Nr. 7, in Empfang zu nehmen.

Zwei gute Bücher fär die reisere Jugend, die sich zu Weih⸗ nächtsgeschenten fehr eignen, hat der Verkag von Dietz in Stutt⸗ gark herausgegeben. Das erste betitelt sich. Gerd Wullen⸗ weber, Geschichte eines jungen Arbeiters von Jürgen Brand. Der Verfasser erfreut sich bet der Jugend der größten Beliebtheit, er hat ihr schon diele hübsche Sachen geschenkt. Auch sein neues Buch wird gute Aufnahme in den jugendlichen Kreisen finden. Es ist so recht gevignel, in unferer Bemben⸗ und Granaten⸗ zeit die fungen Gemüter hinzulenken auf das, was sie im Lebens⸗ kampf e kann: auf kameraöschaftliche Treue, Aufopferungsfähigleit und Heimatsliebe. Das andere 1 1 gur er⸗ Es trägt den TitekErinnerungen aus meinen Kindheits⸗ und Mädchenfahren, aus der Agitation und anderes. Die Genofsin giht darin ein fesselndes Bild aus dem Leben der Armen, schildert in herzergreifender Weise das Elend, unter dem die Kinder des arbeitenden Volkes heranwachsen, um, kaum die Kinderschuhe ausgezogen, einzutreten in den Bann des Kapitalis⸗ Mus, ohne Kussicht, in unserer heutigen Gesellschaft jemals zur einer Stufe emporsteigen zu können, die das Leben auch lebenswert macht. Das Buch begnügt sich aber nicht mit den dlisteren Schil⸗ derungen der wirklichen Welt, es 17 70 auch den Weg, auf dem die Frauen durch efgene Kraft die Er Isung aus ihrem gedrückten Zu⸗ stand finden Gönnen, der ihnen den Aufstieg zu einer besseren, menschenwürdigen Zukunft ermöglicht. Jedes der sehr gut aus⸗ gestatteten und fauber gedruckten Blücher kostet nur eine Mark. Boe⸗ stelkungen nimmt unsere Expedition entgegen.

Kreis Alsfelb⸗Lauterbach.

d. Alsfeld. Die Geländeerwerbskosten für den Bahnbau Alsfeld⸗Niederaula beschäftigten den Stadtvorstand in der letzten Sitzung. Von dem Konsorttum der Gemeinden, welche Ge⸗ lände gestellt haben, wurde ein Beschluß vorgelegt, nach welchem die Geläudeerwerbskosten zur Hälfte nach den Kommunalsteuerkapita⸗ lien, zur anderen Hälfte nach der Einwohnerzahl auf die beteiligten Gemeinden und Gemarkungen ausgeschlagen werden und zwar der⸗ ark, daß bei den einzelnen Beteiligten je nach dem Grade ihres Inleresses en dem Bahnunternehmen die Bevölkerungs⸗ und die Kommunalstenerkapttalienziffern ganz oder nur zu einem Bruch⸗ teil(Interessenziffer) bei der Berechnung des Kostenanteils in An⸗ satz gebracht werden. Vom Gemeinderat wurde diesem Verteilungs⸗ maßstabe zugestimmt.

Westerwald und Untetlahn.

= Höchstpreise im Oberlahnkreise, Der Kreisausschuß für den Sberlahn re dag ab 15. November bis auf weiteres folgende Höchstpreise für Orot und Mohl festgesetzt: 1 für ein. großes Roggenbrot jm Gewicht von 2050 Gramm ig der Stadt Weilburg 62 0in der Stadt Runkel und den Landgemeinden 60 Pfg. 2. ftr 00 kleines Roggenbrot im Gewicht von 1025 Gramm in Stadt Weilburg 31 Pfg⸗ in der Stadt Runkel und den Landge⸗ meinden des Kteises 30 Pfg., 3. für Brötchen(aus Kriegsweizen⸗ mehl) iht Gewicht son 65 Gremm in ben kabt⸗ und Landgemein⸗ den 4 Pfg., 4. für Weizenbrot aus reinem Weizenmehl im von 1023 Gramm 40 Pfg. Diefes Brot wird nur für Kranke zuge⸗ en. Die Mehlpreise e für das Pfund Roggen⸗

4

mehl 19 Pfg., Kriegsweizenmehl 22 Weizenmehl 24 Pfg⸗

ird fer das Pfund reines

schüttze eingebracht.

Von Nah und Fern.

Vegegetteng deut scher und franzöß cher Verwundetet. De Schweizer Pfarrer Morel erzählt einen rührenden Vorfall, der sich diefer Tage auf einem Schweizer Bahnhof abfpielte. Auf der Statton Matran, im Kanton Freiburg nämlich, mußten eim frangd⸗ sischer und ein deutscher Verwundetenzug sich kreuzen. Der frantzö⸗ 0 Zug hielt bervits in der Stalist. als der deutsche Zug eintteß und längs der Framosenzuges hielt, Plötzlich ergriffen dle franzö⸗ sischen Verwundeten die Geschenkpäckchen, die sie auf Irsiheren Slationen erhalten hatten, und warfen sie unter freundlichen 2 rnfen in die Fenster des Heulschen Zuges hinein. Im rich Allgenblick, bevor noch die beutschen Soldaten den Geschenkgebern däffkesß konnten, fetzzen sich beide Züge wieder in Bewegung.

Seldaten segen den Krieg. Dem Hamburger Fremdenblatt wird aus Stockholm berichtet: Der Redakteur der schwodischen Jeitung Arbetet, ber Reichstagsabgeordnete Tr. Gunnar Löwe⸗ greu, der kürzlich Italien besuchte, schildert folgende Szene aus Florenz: Bei Rsiner? F am Bahnhof war dieser von einer neugierigen und se Voltsmaßfe überfüllt. Alf meine Fragen, warum so vi ammengeströmt sei, klärte man mich dahin auf, daß man gekommen sel, um die Sozialisten, die si⸗ liert werden sollten, zu seheu. In Haufen von je 20 Mann zogen Hie Verurteilten unter starker Bewachung vo rliber. Sie hatten noch kümmer ihre Unfformen an. Man sach unter dem graugekleideten Landmilitär auch Gruppen blauer Seemannsjacken. Es waren un⸗ gefähr 200, die aus keberzengung und Haß gegen den Krieg sich weigerten, dem Vesehl zu gehorchen, gegen den Feind zu z Sie waren vom Kriegsgericht zum Tode verurteilt und sollten nach Nrezgo geführt werden, um erschossen zu werden. Die meistem ver⸗ suchten, eine freimütige Haltung zu bewahren, der eine, oder der andere zeigte sogar Trotz. Wie Vieh würden sie in die Wagen, die bereitstanden und vor den Fenstern eiserne Gitter halten, 12 5 getrieben. Die Juschauer schienen im allgemeinen wenig zu haben, aber für den Fremdling, der aus Zufall unfreiwilliger Zuschauer des Auftritts geworden war, war es ein kräftig spreche der Beweis gegen das Gerede vom Kriegsenthusiasmus in ien.

Wenn diefe braven Männer wirklich ihre Ueberzeugung mit dem Tode bestegeln mußten, so dürften diesen im Volke sicher Rächer ent⸗ 79950 die den italienischen Gewalthabern noch unangenehm werden önnen..

Tages bericht des gen Hautnurstn.

Abgewiesener englischer Haudstreich. In Serbien weiter vorwärts. Westlicher Kriegsschan platz i W. B, Großes Hauptquartier, 18. Nov., vorm.(Amtlich.) Die Engländer versuchten gestern früh einen Handstroich gegen unsere Stellung an der Straße Messines⸗Armentisres, Sie wurden abgewiesen. f In den Argonnen wurde die Absicht einer frauzösischen Sprengung erkannt und der bedrohte Graben rechtzeitig geräumt. g Sestlicher Kriegs schauplatz. Die Lage ist im allgemeinen unverändert. Balkan. Die verbündeten Armeen haben in der Verfolgung die

allgemeine Linie Javor nördlich Raska⸗Kursumlija⸗Radan⸗ Aruglica erreicht. Eusere Truppen fanden Kursumlija von

den Serben verlassen und ausgeplündert vor.

Es wurden mehrere hundert Gefangene und einige Ge. Oberste Heeresleitung.

Der österreichisch· ungarische Tages bericht Erneute Beschießung von Görz und Riva.

Wien, 18. Nov.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart:

18. November 1915. f Ruffischer Kriegsschauplatz. 8

Die Lage ist unverändert. Beim Aufräumen des Sch lachtfeldes von Ezartotyfe ist erst die volle Grüße des jüngst errungenen Erfolges zutage getreten. Der Feind hatte schwere Verluste⸗ Bis⸗ her wurden 2500 Russen begraben und 400 feische Gräber gezählt. Mehrere Tausend Gewehre und große Mengen Munition sind die Beute, die noch steigen dürfte. Der Gegner besaß am west⸗ lichen Styrufer vier hintereinander n starke Stellungen mit Drahthindernissen, Stützvnnkten und Flankierungsanlagen. 2 dehnte Hüttenlager mit Blockhäusern und großen Stallungen be⸗ weisen, daß er sich schon für den Winter eingerichtet hatte.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Auch im Laufe des gesteigen Tages nahmen die Italiener ihre Angriffstätigkeit nicht wieder anf. Nachts dersuchten die schwache Vorstoße gegen Za gor, am Rordhange der Monte San Michele und gegen den Abschnitt südwestlich San Martino; alle wurden ab⸗ gewiesen. Seit heute zeitlich früh steht Görz wieder unter heftigem Geschüz feuer. In der ersten Stunde fielen etwa 400 Geschosse in die Stadt. Der alte Stadtteil von Riva war gestern vom Altissimo her unter Feuer. Unsere Flieger warfen Bomben auf die Kaserne von Belluno ab.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Die Verfolgung macht trotz schwerer Unbilden der Wit⸗ terung gute Fortschritte. Nördlich von Nova Varos nähern sich unsere Truppen dem Abschnitt des Uvae. Der Ort Ja vor ist in Besißz genommen. Südlich von Jvanjica schoben wir uns im Raume um die Höhe Fankov Kamien nahe an die Paßhöhen der Golija Planina heran. Deutsche Truppen sind bis etwa halben Wegs Usce⸗Raska vorgedrungen; während österreichisch⸗ un rische Kräfte von Ost gegen den Ibar vorgehend, die Kopgonit⸗Plan am Weg nach Karadag überschritten haben. die Truppen der Armee von Gallwitz sind über das von den Serben geplünderte Kursumlje füdwäels vorgerückt.

Bulgarische Kräfte gewannen kämpfend die Höhen des Rablan und den Raum süßöstlich davon.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant. 0 5

Beschleßung von Venedig und Vero ia.

Wien, 18. Nov.(QW. T. B.] Nachtrag zum amtlichen Com⸗ muniqué vom 18. November.

Ereignisfe zue See.

Heute nachmittag belegte eines unserer Seeflugzeug⸗ geschwader die Forts San Nieolo und Alberoni, das Arsengl, die Flugstation, den Gasometer, den Bahnhof und 718 Ka⸗ sernen von Venebig erfolgreich MIt Ben..

Trotz des heftigen Abwehrfeuers und des Angriffes von drei feindlichen Flugzeugen ist unser Geschwader vollzählig und wohl⸗ behalten eingerückt.

Flottenkommondo.

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Nom, 18. Nod.(W. T. B. Nichtamtlich.) Meidung den Agenzia Stefani: Feindliche Flugzeuge erschienen vormittags über Verona und warfen einige Bomben ab. Ein Knabe wurde verletzt, Sachschaden ist nicht angerichteb

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worden.