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Nr. 266
Gießen, Freitag, den 12. November 1915
10. Jahrgang
3 Englische
Der Zusammenhang der Krieggereisuist.
Von Richard Gädke.
der großen Offensive der verbündeten Zentralmächte ei f teils gezwungen gewichen waren, in Ostgalizien von neuem zur 1 An⸗ griff vor, während sie im Norden voͤr den Heeresgruppen den Surg, Leopold von Bayern und Mackensen noch weiter Raum geben ußten. Die Rüctsicht auf die sich scharf zuspitzende Lage am Vallan, der Wunsch guf Rumänien und Bulgarien einen Druck auszuüben, aber zugleich von der gefährlichen Offensive der Deutschen i e 50 Kräfte abzuziehen, werden diesen Teilangriff hervorgerufen Haben. Am 17. September war er nach einigen Anfang erfolgen abgewiesen. Während Iteses( diirch b indenburg zen russischen Her 10 nasse gegen de Linie Wilejka⸗Polozk augesetzt. Die russische Armee nußte Wema aufgeben und ihren rechten Flügel in aller Eile in kichturcg auf Dünaburg verlängern. Die verbündeten Streitkräfte m Osten wurden damals von den Russen auf 90 Armeekorps und 20 Reiterdivistone 5
Am 3. S garien und der T 5 Aats wurde er allgemein bek.
Zeitraumes 9
r bekannte Vertrag zwischen Bul⸗ zet worden, um die Mitte des Mo⸗ int. Am 23. Sept. ging das russische
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J Zentrum gegen die deutsche Heeresgruppe um Pinsk vor, die bis 8 dahin dem Befehle Mackensens unterstanden hatte und drängte deren 1 VBortruppen fiber den Oginsky⸗Kanal zurück. Am 27. September j wird zum ersten Mal die Heeresgruppe Linsingen genannt, die mit
einem Teil ihrer Kräfte südlich abmarschiert war, um am fü d⸗ lichen Rande der Pripfädsümpfe einen Druck auf den rechten Flügel des General Iwanow auszuüben. Sie trat sehr bald mit kusstschen Kräften in Gefechtsberührung, die ihrerseits, zunächst mit Reiterabteilungon durch die südlsche Poljessie gegen den Styr⸗Fluß vordrang. Am September wich im Norden die Reitermasse Zindenburgs dem Drucke starker russischer Jufanterieabteilungen in wenig in nordwestlicher Richtung aus, und es entwickelten sich wischen Wilejka und Dünaburg hartnäckige örtliche Gefechte. nzwischen hatte General Joffre am 25. September seinen ge⸗ valtigen Ansturm gegen die deutschen Stellungen in der Champagne end im Artois angesetzt, den g ößten und ernstesten Angriff, den er is dahin im Laufe des ganzen Krieges versucht hatte. Diesmal fielen die großen Anstrengungen der Franzosen und die schwächeren ber Russen zeitlich so ziemlich zusammen, sie konnten bis zu einem bewissen Grade hoffen, sich gegenseitig zu unterstützen, verfolgten eber wahrscheinlich auch die Absicht, den beginnenden Aufmarsch der Lerbündeten Streitkräfte gegen Serbien zu durchkreuzen. Schon em 30. September traf ja der englische General Hamilton mit einem Stabe von Offizieren in Saloniki ein, um die Landung franz ösisch⸗ glischer Hilfstruppen für die Serben vorzubereiten; am 5. Oktober egannen ihre ersten Staffeln dort einzutreffen. 0 Wix wissen, daß General Joffre seine unvoll
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ständigen Erfolge
— und die Armee um Saloniki wagt immer noch nicht ihren Vor⸗
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Champagne die Möglichkeit eines Durchbru haben. Aber die einzelnen starken Angriffe der R 0 hließlich nie⸗ mals zu einer großen, einheitlichen Kampfeshandlung zusammen⸗
ber beiden ersten Tage durch hartnäckige und opfervolle Angriffe
Hährend mehrerer Wochen zu ergänzen und zu vervollständ gen crebte, und in der Tat darum rang, die deutsche Verteidigungslinie
ch einmal glückte ihm am 6. hure in der zweiten deutschen kraft seiner Infanterie völlig dem sich Marschall French ann
n der Champagne zu durchstoßen. No Oktober die Eroberung des Dorfes dann aber war die Angr
Auch der große Angriff, zu
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3 und 14. Oktober nördlich Arras in der Front Loos ul⸗ such—Haisnes au e, brach in. zusammen. Sehr bald be⸗
gannen die Gegenst erschiedenen Punkten
her Front.
General Foffre hatte eus Frankreich hinauszuw nal in merklicher Weise zäher gekommen.
Ziel, die Deutschen war ihm nicht ein⸗ r ihm noch
sein nächstliegendes erxfen, nicht erreicht,. ö Aber es wa
C„ 3 1 8 7 51 or Din eniger gelungen, einen Einfluß auf die Entwicklung 165 1 em Balkan zu gewinnen. Am 6., 7. 8. Oktober begann der Jeber⸗ Donau und Save, an
1 Heeresgruppe Mackensen 55 füugli „Sktober war Belarad genommen, der anfang kten über neldenmütige Widerstand der Serben wurde an allen Punkten 1155 hen Haufen geworfen, am 14. Oktober trat. auch die 1 5 1005 barische Armee an der serbischen Ostgrenze in Tätigkeit raten den n hartnäckigen Kämpfen die hier mit starren rf ee nora gegner zum Rlickzuge auf den Timok und die e„ gerade auf diesem Kriegsschauplatze ist es sehr lehrreich ie nde Hhiedenen Ergebnisse unserer Kriegführung und dee e u verfolgen. Wir sahen, daß diese schon am 81 to 12 Saßfelg iki erschienen, während wir erst am„Oktober 1 8 5 r füdlichsten ber die Donau setzten. Jetzt stehen jene noch immo em ziechlsch Mazedonien, an den meisten Stellen hart au 5 81 ee Frenze, und erwehren sich mit Mühe der bulgarischen 5 e lenen sie schon mehrfach weichen mußten az 800 westliche Mackensen hingegen hat am 7. November bereits 1110 12 998 4 Morawa überschritten, den Zusammenhang des ser⸗ 0. 150 chwer erschüttert, ihm 25 000 Gefangene abgenod Morawa er⸗ heschütze erbeutet und bereits die Höhen südlich 70 8 Serben gegen Ziegen. Ihr rechter Flllgel bedroht den Mic en deitig im Vor⸗ Montenegro und Albanien ernstlich und ist e eee haben narsch gegen den Ibar und gegen Novibaza Norawa erreicht Pirot und Nisch erstürmt, das Tal der süßliche„Bahnverbindung end in diesem Augenblick wahrscheinlich die groge d der Verbün⸗ Belgrab—-Nisch—Sofia—Konstantinopel in die er um Deutschland beten gebracht. Der eiserne Ring, den e ist gesprengt end Oesterreich⸗Ungarn zu schmieden persu 10 untern Mesopo⸗ unsere strategische Grenze reicht bereits 12 0 Unterschied zwi⸗ umien und zur Sinai⸗Halbinsel. Man 195 seiner Gegner nicht chen ber Kriegführung Deutschlands und dee jegt nach einer ge⸗ chärfer kennzeichnen: sehr begreiflich, daß in Nur daß die nieinschaftlichen Leitung ihrer Operations icgreisenden, Sonderiuteressen der Alliierten einer durchgre
ch hartnäckige und
Lords fordern den Frieden!
leistungsfähiger Streitkräfte— nicht mehr entblößen; Frankreich hat für Saloniki seine letzten Sparbüchsen geleert. Augenblicklich kann es auch aus diesem Grunde zu einem neuen Schlage auf seiner Nordfront noch nicht ausholen; die Dardanellenfront ist ohnehin geschwächt, die dortige Armee schwebt zwischen Leben und Sterben
marsch zur Rettung des serbischen Heeres anzutreten, gegen dessen Rücken die bulgarische Armee Todorow bereits bis zur Linie Leskovae— südlich Pristina— vorgedrungen ist.
Inzwischen versucht die russische Heeresleitung, die einen un⸗ mittelbaren Angriff auf Bulgarien sowohl wegen des Wider⸗ strebens Rumäniens als auch aus Mangel an genügend starken Streitkräften nichts unternehmen kann, wenigstens mittelbar ihren guten Willen zu zeigen, indem sie seit dem 17. Oktober zu einem sehr starken Angriff gegen den linken Flügel der Verbün⸗ de in Wolhnnien schritt, dem bereits am 7. Oktober ein mehr⸗ igiger Angriff gegen die Strypa in Ostgalizien vorausgegangen war. Beide Angriffe haben vorübergehende Erfolge gebracht und ihre Truppen streckenweise auf das westliche Ufer beider Flüsse ge⸗ führt; im Norden, in der Gegend von Czaxtorysk scheint sogar einen Augenblick hindurch ebenso wie drei Wochen vorher in der
gefaßt worden; zu einer allgemeinen, gleichzeitigen Offensive ihrer drei großen Heeresgruppen haben sie weder die Entschlossenheit noch die Kräfte aufgebracht— und so ist auch dieser Versuch, den Serben Hilse zu bringen, die Deutschen zu erzwungenen Verschieb⸗ ungen ihrer Massen zu veranlassen, wirkungslos verpufft.
Zu gleicher Zeit etwa mit ben russischen Anstreugungen holten auch die Italiener zu ihrem dritten Schlage gegen die Isonzofront der Oestrreicher aus, den sie diesmal mit einem Angriff auf Süd⸗ tirol verbanden. Am 20. Oktober begann der Angriff, er ist nach verschiedenen notwendig gewordenen Pausen noch mehrfach mit eutschiedenem Mute wiederholt worden. Auch er hat, besonbers an der Tiroler Grenze, einige Jortschritte der Italiesler bewirkt nach iner Kriegsdauer von 5 Monaten sind sie jetzt endlich soweit, die sorts von Riva— am Nordende des Gardasees— beschießen zu können.— Aber alle Hauptstellungen der Oesterreicher sind un⸗ erschüttert fest in deren Hand; die Italiener haben lediglich ihren an sich schon großen Verlusten ein neues Opfer von mehr als 150 000 Mann huzugefügt.
So sehen wir also, daß die Augriffsversuche der Gegner auf allen Kriegsschauplätzen im Laufe der Monate September und Ok⸗ tober gescheitert find; ersolareich schreitet allein unserer Offensive auf dem Balkan fort, und sie scheint sich rasch einer großen Enk⸗ scheidung zu nähern.
* 5 Die Beute in Serbien.
Außer der gestern mitgeteilten Beute in Nisch sind noch zahlreiche Kriegsmaterialien in die Hände der Verbündeten gefallen, darunter ein D-Zug mit Schlafwagen und Speisewagen, anscheinend für einen höheren Stab, eine Anzahl großer, moderner amerikanischer Lokomotiven und anderes rollendes Material viele Kraftwagen, 1000 neue Auto⸗Reifen, ein Flugzeug, sehr viel Messing und Kupfer und anderes mehr.
Die serbischen Flüchtlinge is Rumänien. Bukarest, 10. Nov.(W. T. B. Nichtamtlich.) Der hiesige ser⸗ bische Gesandte Marinkowitsch hat i Flüchtlinge auf rumänischem Boden besucht. Nach halbamtlichen
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vor einigen Togen die serbischen
Der Seekrieg. b
Versenkung eines französischen Torpedobootes
Berlin, 10. Nov.(W. T. B. Amtlich.) Am 5. November wurde am Eiagang des Finnischen Meerbusens das Führer fahrzeug einer russischen Minensuch⸗ abteilung und am 9. November nördlich von Dünkirchen ein französisches Torpedobbot durch unsere Unterseebboote versenkt.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Strandung eines englischen Torpedojägers.
London, 10. Nov. Die Admiralität berichtet, daß der Torpedo⸗ jäger„Lewis“ im östlichen Teil des Mittelmeeres gestrandet ist. Das Schiff wurde vollständig Wrack. Alle Offiziere und die ge⸗ samte Besatzung wurden gerettet.
Fünf englische Schisse auf Minen gestoßen.
Kopenhagen, 10. Nov.(W. T. B. Nichtamtlich.) Nation. Tidende schreibt: Kürzlich haben wir gemeldet, daß der Dampfer„Eidsiva“ aus Bergen in der Nähe von Dover auf eine Mine gestoßen sei. Der Kapitän und die Besatzung sind in Bergen angekommen. Sie berichteten, daß nicht weniger als fünf englische Schiffe, darunter drei Patrouillenschiffe, gleichzeitig in der Straße zwischen Dover und Calais auf Minen gestoßen und versunken soien. Das erste Schiff, das in die Luft flog, war ein Dampfer aus Glasgow mit Stückgut; das Schiff geriet in Brand, ehe es versank. Hierauf lief ein Patrouillenboot auf eine Mine. Es wurde in zwei Teile gesprengt. 16 Mann kamen um. Darauf wurde ein zweites Patrouillenboot in die Luft ge⸗ 5 sprengt, von dessen Besatzung nur zwei Mann gerettet wurden. 2 Dann liefen noch ein Fisch⸗ und ein Frachtdampfer auf Minen. Was mit deren Besatzung geschehen ist, wußte der norwegische Kapitän nicht.
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London, 10 Nov.(W. T. B. Nichtamtlich.) Daily Telegraph meldet: Die Regierungsyacht„Irene“ ist versenkt worden. 13 Mann der Besatzung sind gerettet worden, 22 werden vermißt.
Die m irkung des U-Bootkriegs in Italien.
Lugano, 10. Nov. Die Taten der deutschen und österreichischen Unterseeboote im Mittel⸗ meer, die in fünf Tagen fünf Schiffe der Entente⸗Staaten, darunter ein italienisches, die„Ancona“, die französische „France“ und das englische Transportschiff„Woolfield“ ver⸗ nichteten, ruft lebhafte Unruhe in Ital ien hervor. Die italienische Flotte spürt nach den Störenfrieden.
Ein ichwedischer Erzdampfer gesunken.
T. U. Kopenhagen, 10. Nov. Der große schwedische Erzdampfer „Scandia“, mit 4600 Tonnen Erz südwärts gehend, ist an der nor⸗ wogischen Küste bei Haugsholmen plötzlich gesunken, wahrscheinlich infolge einer Mine. Die Lage des Schiffes ist für die Schiffahrt ge⸗ fährlich. Das Schicksal der Mannschaft ist unbekannt.
Onne vorherige Warnung tornediert.
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Mitteilungen befinden sich in Turn Severin gegen 3000 und in der
Umgebung und in den Dörfern au der Donau gegenüber dem ehe⸗
maligen serbischem Ufer gegen 8000 Flüchtlinge. Die rumänischen 7507
Behörden und die Bevölkerung nehmen sich der Flüchtlinge an. Jufolge der Bemsthungen der österxeichisch⸗-ungarischen Regierung
sind gegen 1000 Flüchtlinge in ihre Heimat zurückgekehrt. Zur Giunahme von Krusebge.
Ueber die Einnahme von Krusevac meldet der Kriegs— berichterstatter Wilhelm Hegeler dem Berl. Tagebl. unter dem 9. November: Die Serben haben die großen Brücken auf dem Wege nach Krusevac, u. a. auch die Morawa⸗Brücke, zerstört. Der Verkehr wird durch Pontons aufrechterhalten, zum Teil müssen Wagen und Truppen durch tiefe Bäche waten. Nachdem die Stadt durch Langrohr-Geschütze be⸗ schossen worden war, wurde gestern morgen gegen 8 Uhr die Stadt von dem Bürgermeister den Deutschen übergeben. Große Kriegsbeute ist in die Hand des Siegers gefallen. Ueber 100 zum Teil schwere Geschütze, französische Flug⸗ apparate, sowie große Mengen Messing und Kupfer und Munition wurden erbeutet. Unter den Eisenbahnwagen, die in Kilometer langen Strecken auf dem Gleise standen, befand sich auch der Salonwagen des Kronprinzen, der bis kurz vor dem Anmarsch unserer Truppen in der Stadt ge⸗ weilt hatte. Nach dem Zustand des Wagens zu urteilen, ist der Kronprinz mit seinem Gefolge gerade beim Frühstück überrascht worden.
Die Strecke Wien⸗Konstantinopel in höchstens zehn Tagen frei.
T. It. Wien, 10. Nov. Die Wiener Allgemeine Ztg. meldet aus Sosla, daß die große Brücke zwischen Pirot und Nisch bei Packovac bexeits wieder hergestellt wurde. In höchstens zehn Tagen wird man von Wien und Budapest über Belgrad und Sofia nach Kon⸗
Aenderung r leisten, antgegenstehen. England könnte wohl noch mehr 15 dazu wenig
möchte aber ten Heimatboden durch weitere Entsendung— 55
stantinopel fahren können.
Auf der Fahrt nach Libau wurde am 7. November der deutsche Kohlendampfer„John Sauber“, der die deutsche Handelsflagge führte, von einem Untersee⸗ boot ohne vorhertge Warnung mit zwei Tor⸗ pedos beschossen. Ein Torpedo soll getroffen haben, ohne zu explodieren, das andere Torpedo ging vorbei. Das Schiff ist wohlbehalten weitergefahren. 5
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Die Engländer haben sich immer sehr aufgeregt gebärdet und alles getan, um diese Aufregung auch in Amerika zu ver⸗ breiten, wenn deutsche Unterseeboote Handelsdampfer ohne Warnung torpedierten. Dabei blieb den deutschen Unterseebvotskomman⸗ danten gar nichts anderes übrig, als sofort zum Torpedoschuß zu greifen, weil die englischen Handelsdampfer bewaffnet sind und die Pflicht haben, das Unterseeboot zu rammen. Englische Schiffskom⸗ mandanten sind bestraft worden, wenn sie das unterließen. Es ist aber bezeichnend für die englische Kriegführung, daß sie das, was sie uns zum Vorwurf machen, selbst tun.
Die„Dacia“ versenkt.
T. U. Berlin, 10. Nov. Der jetzt vor Algier von einem deutschen Unterseeboot versenkte Dampfer„Jer“ ist identisch mit dem vor mehreren Monaten vielgenannten Dampfer „Dacia“. Der Dampfer hatte bekanntlich anfänglich der Hamburg⸗Amerika⸗Linie gehört und war dann an einen Amerikaner verkauft worden. Bei seiner Fahrt nach Europa wurde er aber von einem französischen Panzerkreuzer ge— kapert. Nachdem das Schiff vom Prisengericht als gute Beute erklärt worden war, ging es käuflich in die Hände eines französischen Reeders über.
Englische Lords als Kriliker des Weltkriegs.
In englischen Oberhause kritisterten einige der liberalen Partei angehörende Lords die euglische Kriegspolitik und forderten den Frieden. Lord Loreburn stellte an die Regierung einige
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