kräfte in die Hände gefallen, die den Anschluß an ihre zurück— weichende Hauptkolonne versäumt haben.
Die Schnelligkeit, mit der dieser Rückzug geschah, trägt auch wohl die Schuld an den großen Verlusten von
Geschützmaterial, die einen erheblichen Teil der serbischen Gesamt⸗Artillerie umfassen. Die Serben ver— suchen gegen den Sandschak abzuschwenken. Die Ein⸗
nahme von Tetowo ist ein bedeutendes Ereig⸗ mis. Die vollkommene Trennung Serbiens von Mazedonien ist dadurch vollzogen. Der Weg nach Südalbanien durch das Tal des oberen Wardar ist verlegt. Der Raum zwischen der Wardar⸗ und Morawa⸗Bahn ist in den Händen der Bulgaren.
Der Zug des Elends.
a Reuter meldet: Ein englischer Ingenieur namens Jenkins, der im April nach Serbien ging. um dort als Freiwilliger in den englischen Hospitälern zu arbeiten, gibt in der Daily News eine Be⸗ schreibung des Elends in Serbien: a
„„Als Belgrad geräumt wurde, strömte die Menge in südlicher Nichtung längs der Wege, auf denen man fußtief im Schlamm ver⸗ sank. Regen und nasser Schnee fielen ohne Unterlaß. Frauen zogen ihre Schuhe und Strümpfe aus und wateten bis an die Kuje im Wasser. Unter der Menge befanden sich viele Säuglinge und Kinder. Diese und alte Männer kamen mit zwischen die Herden von Rind⸗ vieh, Schafen und Schweinen. Manchmal blieb ein derartiger Zug hoffnungslos stecken, aber keinerlei Anzeichen von irgendwelcher Panik wurde wahrgenommen, sondern nur eine schweigende Er— gebenheit. Sie irrten viele Tage lang umher, ohne zu wissen, wohin ihr Weg führte. Sie schienen sich mehr vor den Bulgaren, als von den Oesterreichern zu fürchten. Man weiß nicht, wie diese Leute ihre Nahrung bekamen, da die wenigen Herbergen nichts mehr hatten. Viele Kinder starben. Die Leichen wurden am Wegraude zurlickgelasfen. Unter diesen Verhältnissen kam ich am 15. Oktober in der Stadt Nisch an, wo jeder Zoll breit Boden von durchnäßten und müden Menschen besetzt war. Als die Barriere geöffnet wurde, strömten Hunderte nach dem Zug. Die Luft durchschwirrte das Schreien der Frauen und Weinen der Kinder. Auf den Bergen ringsum wurde überall Schießen gehört und allenthalben hörte man die Klage: Werden die Verblindeten niemals kommen?
Die Offensive gegen Montenegro. 5 T. U. Wien, 10. Nov. Die Kriegsberichterstatter hiesiger Blätter berichten aus dem K. und K. Kriegspressequartier:
alte, nunmehr zerstörte Ruine trägt, sind genommen.
Die Offensive gegen Montenegro dat mit voller Wirkung ein⸗
gesetzt. Der Berg Triglair, worauf die montenegrinischen Batterien standen, der Orlovac und der Wardar, der 1 8 er Marsch gegen Mikschitsch ist der erste Schritt zu dem Vorstoß in das Herz Montenegros. Der italie, ische Ueberseedampfer„Ancona“ d versenkt. Unterseeboot versenkte zwischen Sizilien und Sardinien bei dem Kap Carbonara den über Gibraltar nach Newyork fahrenden großen überseeischen Dampfer„Ancona“, der der Neapeler Schiffahrts⸗Gesellschaft angehört. Von 500 Passagieren sind 160 und zehn Matrosen durch Hilfe von der algerischen Küste gerettet. 1*
Ein österreichisches
Lugano, 10. Nov. Der von ben Oesterreichern am vergangenen Sonntag versenkte Dampfer„Ancona“ der Reederei„Italia“ trug nach einer tunesischen Meldung des Corriere della Sera 500 Aus⸗ wanderer. Die„Ancona“ versuchte, beim Anblick des Untersee⸗ boots mit Volldampf zu entfliehen, wurde jedoch eingeholt, stoppte beim ersten Kanonenschuß und sank dann schnell, da die Bordwände von zahlreichen Schüssen durchlöchert wurden. Sie konnte jedoch noch vorher durch Funkenspruch von Biserta Hilfe anrufen; mit den von Biserta gesandten Schaluppen wurden 160 Fahrgäste und 10 Matrosen nach Ferryville gebracht. 1 l lich auch auf die Rettungsschaluppen geschossen haben. Die Aus⸗ wanderer waren meist Apulier und Venetier. Die italienische Presse zeigt sich entrüstet über diese„Barbarentat“.(Frkft. Ztg.)
Amerika entrüstet sich!
Aus Biserta berichtet Lloyds, daß 360 Passagiere der „Ancona“, zum größten Teil Frauen und Kinder, er⸗ trunken sind. Es sollen einige Amerikaner an Bord des Schiffes gewesen sein.
Reuter berichtet aus Washington: von dem Ingrundbohren der„Ancona“ hat Aufsehen erregt. Man glaubt, daß ein ähnlicher kriti scher Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Oester⸗ reich entstehen werde wie bei der„Lusitania“-Angelegenheit mit Deutschland.
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1. Bürgermeisterei Atzbach, 2. Bürgermeisterei Launs bach; 5 Montag den 15. November 1915: 1. Bürgermeisterei Braunfels(Stadt und Land): i Dienstag den 16. November 1915: 1. Bürgermeisterei Hohensolms, 2. Bürgermeisterei Rechtenbach; Donnerstag den 18. November 1915: 1. Bürgermeisterei Greifenstein, 7 2. Bürgermeisterei Schöffengrund: 5 Freitag den 19. November 1915: Aus der Stadt Wetzlar die 1897 geborenen pflichtigen. J ö
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