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teilung vor:
stellungen aber wurden bei
Hessen und Nachbargebiete.
f Gießen und Umgebung. 50 bis 60 Prozent Zuckerdividenden!
Während seit 15 Monaten die Verbraucher 8 zum Schutze gegen Bewucherung nach Höchstpreisen verlehter sicherte die Regierung den Zuckerindustriellen schon 9 7 1 5 ginn des Krieges die Möglichkeit ungeschmälerter pr ite durch Festsetzung von Mindestpreisen. Die Erfolge 91 85 fürsorglichen Politik zeigen sich jetzt in den Jahresabschlüssen. Zu denjenigen Gesellschaften, die einen er ee 15 Nutzen aus der Kriegskonjunktur ziehen konnten gehört 10 Badische Gesellschaft für Zuckerfabrikatton Weghäusel. Nach dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht ergibt sich nach Abrechnung der allgemeinen Unkosten n schließlich der Belohnungen an Arbeiter und Beamte, der satzungsmäßigen Abschreibungen, sowie der Gewinnanteile für Aufsichtsrat und Vorstand, ein Reingewinn von 2393 467 Mark gegen 1 053 321 Mk. im Vorjahre. Dabei ist eine Ver⸗ schiebung insofern eingetreten, als von der vorjährigen Rein⸗ gewinnziffer die Tantiemen(125 471 Mk.) noch zu kürzen waren, während sie diesmal schon im voraus in Abzug ge⸗ bracht worden sind. Die Gesellschaft schlägt folgende Ver.
500 000 Mk.(250 000 Mk. i. B.) Sonder- abschreibung auf Gebäude und Maschinen, 250 000 Mk.(0) Zuweisung an die Sonderrücklage, 10 000 Mk.(0) Rücklage für Außenstände, 250 000 Mk.(0) für Neuanlagen, 100 000 Mark(0) für die Unterstützungskasse, 250 000 Mk.(0) für die Kriegs⸗ und Dispositionskasse, 35000 Mk.(20 000) für die Steuer und Erneuerungsscheine, 990 000 Mk. für 21 Proz. (12,83 Proz.) Dividende.— Wenn die übertriebenen Ab⸗ schreibungen nicht gemacht worden wären, hätte die Zucker⸗ fabrik Weghäusel in diesem Kriegsnotjahr über 50 Prozent Dividende verteilen können.
Die Bilanz der Zuckerhandelsunjon Ham- burg beweist, daß diese Zucker⸗Großhandelsgesellschaft bei insgesamt 2 Millionen Mark Aktienkapital nicht weniger als 1166 676 Mk. Verdienst hatte, gegenüber 23 458 Mk. im Vorjahre, was einem Reingewinn von 60 Prozent gleich⸗ kommt. Infolge übertriebener Abschreibungen wurde der Dividendensatz aber auf 25 Prozent herabgedrückt.
Das darbende Volk wartet noch immer sehnsüchtig auf vernünftige Höchstpreise für Zucker.
Was wir versäumen
„Haß ist dazu nicht nötig, er trübt nur den Blick; derjenige Deutsche, der alles Vorzügliche einsieht und anerkennt, was auf dem englischen Wege erreicht wurde, steht weiser und stärker da als derjenige, der wüst verständnislos schimpft und herunterreißt. In dieser Beziehung finde ich die sonst so anerkennenswerte Haltung der deutschen Presse nicht ganz einwandfrei: ein schwerverwundeter deutscher Offizier, der bis zu Genesung und Austausch in einem englischen Lazarett lag, schilderte ausführlich die hingebend liebe⸗ volle Pflege, die er dort genoß, sowie die unzähligen Freundlich⸗ keiten, die ihm erwiesen wurden— meines Wissens hat kein deut⸗ sches Blatt das Manuskript zum Druck angenommen; ein deutscher Kavallerieoffizier, der verwundet vorübergehend in englische Ge⸗ fangenschaft geriet, erzählte mir den rührenden Zug, daß beim Vorstürmen ein englischer Soldat sich den Mantel auszog, um ihn über den im eisigkalten Regen Liegenden auszubreiten; genau ebenso hätten auch andere Engländer gehandelt. Wie viel edler und wie viel weiser wäre es, wenn unserer Oeffentlichkeit auch solche Dinge mitgeteilt würden! Jener Krieg aber, von dem ich rede, bliebe nichtsdestoweniger bestehen; im Gegenteil, wir würden ihn dann um so deutlicher erblicken; denn ihm liegt nicht Boshaftig⸗ keit zugrunde, sondern die beiderseitige Ueberzeugung, daß es ums Leben geht. Wir verrücken den Augenpunkt, indem wir immer nur die Perfidie König Eduards— der dem angeerbten Preußenhaß Luft macht—, die Niedertracht englischer Staatsmänner und der von ihnen besoldeten Presse sowie andere Uebelstände des Augen⸗ blicks betonen: der Kern des Streites liegt viel tiefer. Feindliche Brüder stehen sich gegenüber: das ist die entsetzliche Wahrheit. Alte Liebe oder wenigstens Brüderlichkeit, nie getrübt durch Streit und Kampf, ist nach und nach in Verständnislosigkeit, in Abneigung, vielerorten in Haß umgeschlagen“... Das liest man ir, der Leip⸗ ziger Abendzeitung. Und wer hat es geschrieben? Houston Chamberlain, der deutschnationale Schriftsteller, den die von Eng⸗ landhaß Besessenen so gern zum Schwurzeugen ihrer Schimpfereien vorführen möchten!
Armeelieferanten und Arbeitslöhne.
Die Bekleidungsämter haben Bestimmungen getroffen, nach denen bei Militärlieferungen angemessene Löhne gezahlt werden müssen. Obwohl die Unternehmer an diesen Liefe- rungen unzweifelhaft einen reichen Gewinn machen und sich viel besser stehen als in Friedenszeiten, wird immer wieder festgestellt, daß sie darüber hinaus sich durch Uebervor⸗ teilungen der Arbeiter noch weiter zu bereichern suchen. Die Akten der Gewerbegerichte enthalten bereits ein ane lee Material über das Treiben dieser besonderen Art
„Patrioten“. f i
1 In Kö Un hat dieser Tage der Gauleiter des Schneider. verbandes, Fulfs, in einer Versammlung Mitteilungen ge. macht, wonach von einer Anzahl Firmen 97 5 85 55 zige die vorgeschriebenen Löhne für a e 38 171 säcken gezahlt hat. Es mußten für f de Fest⸗ n 5900 Köln vergebenen 3 Mil⸗ lionen Säcken mindestens 60 000 Mark, ß da e innen vorschriftswidrig das Garn selbst za 41 N u wenig gesamt mindestens 75000 Mark e ahlte gezahlt.— Bei der Herstellung von Dudem
Be⸗ eine Firma(Rosenwald) statt der ble dane ewt barge schriebenen ant 2570 Matt 33 Pfg. Eine Arbeiterin erhielt 1 188 e e Lohn nur 945 Mark, wurde mithin um ligt. Diese Firma nahezu zwei Drittel ihres Lohnes eee 15 e beschäftigt noch eine ganze Anzahl an ie Genosse Fulfs Neben diesen Armeelieferanten gibt 1 e ausführte, noch viele, die nicht den 1 0 1 755 1 Lohn zahlten. Die Versammlung besch 22 l nehmer aufgefordert werden sollen, die
5 igung der Kriegs⸗ Ueber Maß und moralische We worden.
innen bei Armeelieferungen ehrlich verdient werden, ist ein Zweifel noch nicht laut geworden. Dennoch wagen unersättliche Unternehmer, sich an dem Lohne, der vielfach unter Mithilfe aller Familienangehörigen, auch der Kinder, und unter Verzicht auf Erholungspausen und Nachtruhs er— worben wird, schamlos zu bereichern.
Wann dürfen die Bauern den Kartoffel⸗Höchstpreis überschreiten?
Es sind Zweifel darüber laut geworden, ob Landwirte, die unter Ausschluß der Großhändler ihre Kartoffeln direkt an den Konsumenten verkaufen, neben dem Produktions- Höchstpreis noch die dem Händler zugebilligten Zuschläge verlangen dürfen. Zur Klärung dieser Zweifel wird von zuständiger Stelle zu der Frage bemerkt: Nach§ 1 der Ver⸗ ordnung vom 28. Oktober d. J. gelten die Höchstpreise für Lieferung ohne Sack und bei Barzahlung. Die Höchstpreise schließen die Kosten des Transportes bis zum nächsten Güter⸗ bahnhof oder bei Wassertransport bis zur nächsten Anlege— stelle des Kahnes oder Schiffes ein. Außerdem sind die Kosten der Ladung in den Höchstpreis einbegriffen. Alles, was an Leistungen darüber hinaus von dem Produzenten verlangt wird, kann er besonders berechnen. Es dürfen in diesem Falle aber nur die wirklich verausgabten Unkosten berechnet und nicht etwa schlechthin die Händlerzuschläge in Ansatz gebracht werden. Unter allen Umständen dürfen die Kartoffeln ein⸗ schließlich aller etwaigen Unkosten nicht über den Klein⸗ handels⸗Höchstpreis verkauft werden.
Höchstpreise für Butter im Kreise Gießen. Nach einer Bekanntmachung vom 8. November werden durch das Kreis⸗ amt Gießen folgende Höchstpreise für Butter für die Landgemeinden des Kreises Gießen festgesetzt: Süßrahm butter:
Grundperkaufspreis für den Hersteller ein⸗ schließlich Verpackung frei Empfänger:
nicht abgeformt 204 Mark für den Zentner,
in Mengen unter einem Zentner nicht abgeformt 2,05
Mark für das Pfund,
in 1 Pfund⸗Packung abgeformt 2,08 Mark für
Pfund.
in ½ Pfund⸗Packung abgeformt 1,04 Mark für
halbe Pfund.
Verkaufspreis für den Händler bei Abgabe an den Verbraucher:
nicht abgeformt 217 Mark für den Zentner,
abgeformt 2,20 Mark für das Pfund,
1,10 Mark für das halbe Pfund.
Landbutter: Grundverkaufspreis für den Hersteller ein⸗ schließlich Verpackung frei Empfänger: a nicht abgeformt 170 Mark für den Zentner,
in Mengen unter einem Zentner nicht abgeformt 1,70
Mark für das Pfund,
in Ballen oder in Pfund-Packung abgeformt 1,73 Mark
für das Pfund.
Verkaufspreis für den Händler bei Abgabe an den Verbraucher:
nicht abgeformt 1,82 Mark für das Pfund,
abgeformt 1,85 Mark für das Pfund,
93 Pfennig für das halbe Pfund.
Weiter heißt es in der Bekanntmachung:
Alle diese Preise sind Höchstpreise. Sie haben nur die Bedeutung einer Obergrenze. Auch wird besonders darauf hingewiesen, daß in der Spannung von 15 Pfennig, wie sie in den obigen Preisfestsetzungen zwischen dem Grund⸗ verkaufspreis für den Hersteller und dem Verkaufspreis für den Händler zum Ausdruck kommt, der ganze Ver⸗ dienst sämtlicher am Zwischenhandel beteiligter Personen enthalten ist.
Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Vorschriften wer⸗ den nach§ 6 des Höchstpreisgesetzes mit Gefängnis bis zu 1 Jahre oder mit Geldstrafe bis zu 10000 Mark bestraft.
Es ist zu erwarten, daß für Gießen die Preise etwa in gleicher Höhe festgesetzt werden; wie sie übrigens für ganz Oberhessen gelten.
— Fleischabschlag. Wie wir hören, soll von morgen ab eine Ermäßigung der Schweinefleischpreise eintreten. Schweinefleisch und Solberfleisch soll 1,50 Mark kosten; die Wurstpreise sollen entsprechend festgesetzt werden. Genaueres teilen wir noch mit.
— Nahrungsmittelabgabe durch den Kommunalverband Gießen. In den nächsten Tagen wird von seiten des Kom⸗ munal-Verbandes Gießen Weizenmehl abgegeben wer⸗ den, das bei der Mehlverteilung erspart wurde. Es handelt sich um bestes Weizenmehl, von welchem jeder Empfangs⸗ berechtigte 1 Pfund erhalten soll. Dazu werden Bezugs⸗ karten bei den Brotmarken-Ausgabestellen ausgegeben, gegen welche das Mehl zu einer noch zu bestimmenden Zeit im alten Schulhaus in der Neustadt verabfolgt wird. Das Pfund soll 23 Pfg. kosten. Wir weisen auf die Bekannt⸗ machung des Oberbürgermeisters im heutigen Blatte hin.— Ebenfalls vom Kommunalverband soll in einiger Zeit R eis zum Preise von 55 Pfg. das Pfund verkauft werden. Davon stehen 600 Zentner zur Verfügung. Weiter gibt der Kommunalverband bekannt, daß er 400 Zentner weiße
Kernseife bezogen habe, welche den Gemeinden zu 69 Pfg. das Pfund erhalten. Im Kleinverkauf soll diese Seife nicht teurer als 76 Pfg. verkauft werden.
— Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten. Gardefüsilier Albert Kreiling aus Heuchelheim, Lehr⸗ Inf.⸗Reg.— Landsturmmann Karl Magold aus Elpenrod, Res.⸗Inf.⸗Reg. 116.— Musketier Karl Becker aus Kessel⸗ bach, Res.⸗Inf.⸗Reg. 116.
— Wahrsageschwindel. Eine Entscheibung des Ober⸗ Under F r an Ft apt die diaet. den Bahre
schwindel, der das größte Unheil anzurichten imstande ist, mit dem
„Groben Unfugs“⸗Paragvaphen zu Leibe zu rücken, unter den die
das
das
öffentliche Ankündigung der Wahrsagekunst fallen oll. So hatte die 0 Albertine Schmitz einen Stvafsettel von 50 Mark wegen
gewinne ist schon viel getdracd darbeiter und Arbeiter- HChefran
Darüber aber, daß die Löhne der
groben Unsugs erhalten, weil sie im Zeitungsinseraten einem ver⸗ ehrlichen Publico ihre Dienste als Phrenologin oder Charaktercolo⸗ gin angeboten hatte. Sie hatte richterliche Entscheidung beantragt und machte am Schöffengericht geltend, daß sie sich nicht mit dem Hokuspokus der Wahrsagerei befasse, sondern eine Wissenschaft aus⸗ übe. Wissenschaft hin oder her, sagte das Gericht, die Art der Aus⸗ nützung und Ausübung, wie sie durch die Beweisaufnahme sest⸗ gestellt ist, unterscheidet sich jedenfalls in nichts von dem üblichen Wahrsageschwindel. Darum ist eine Geldstrafe von 50 Mark wegen groben Unfugs gerechtfertigt. Weil Frau Schmitz auch nebenbei in zwei Fällen für Krankheiten Rezepte gegeben hatte und in dem einen Falle dafür bezahlt worden war, wurde sie zu einer weiteren Geldstrafe von 30 Mark verurteilt, weil sie als nicht approbierte Person die Heilkunst ohne Anmeldung ausgeübt hatte.
— Die Gießener Wochenmarkt⸗Ordnung ist wieder dahin ge⸗ ändert worden, daß der von der Stadtverordneten⸗Versammlung zurzeit beschlossene 8 14 b in Kraft bleibt. Danach ist der ge⸗ werbsmäßige Einkauf von Gegenständen des Wochenmarktverkehrs, die von außerhalb zum Markt gebracht werden, während der ganzen Markttage sowohl auf dem Marktplatze als auch außerhalb desselben im ganzen Bereich der Stadt Gießen verboten.
— Stadttheater. Es sei darauf aufmerksam gemacht, daß die Aufführung der Lothar Schmidt schen Komödie„Die Venus mit dem Papagei“ in der morgigen Freitags⸗Abonnements⸗ vorstellung voraussichtlich die letzte des Werkes sein wird. Die Erstaufführung des eigenartigen Werkes ist bekanntlich mit leb⸗ haftem Interesse aufgenommen worden.
Von Nah und Fern.
X Ein alter Herr. In Offenbach feierte am Dienstag der Rentner Georg Haus in völliger geistiger und körperlicher Frische seinen 93. Geburtstag. Er ist der älteste Einwohner Offenbachs.
Tahesbericht des Großen Hauptguartiets.
Ein russischer Durchbruchsversuch gescheitert. Die Beute in Serbien. W. B. Großes Hauptquartier, 10. Nov., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz,
Keine besonderen Ereignisse.
Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg. f
Westlich von Riga wurde ein russischer Vorstoß gegen Kemmern zum Stehen gebracht. Westlich von Jakobstadt wurden stärkere, zum Angriff vorgegangene feindliche Kräfte zurückgeschlagen. Hundertundsiebenzehn Mann sind in unserer Hand geblieben. Vor Dünaburg beschränkten sich die Russen gestern auf lebhafte Tätigkeit ihrer Artillerie.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern, Nichts Neues! 5 Heeresgruppe des Generals v. Linsingen.
Ein russischer Durchbruchsversuch bei und nördlich von Budka(westlich von Czartorysk) kam vor pstpreußischeu, kurhessischen und österreichischen Regimentern zum Stehen. Ein Gegenstoß warf den Feind in seine Stellung zurück.
Balkan.
Die Verfolgung ist überall im rüstigen Fortschreiteu. Die Beute von Krusevac beträgt nach der nnumehrigen Fest⸗ stellung hundertunddrei fast durchweg moderne Geschütze, große Mengen an Munition und Kriegsmaterial.
Die Armee des Generals Bojadjieff meldet dreitausend⸗ sechshundertundsechzig serbische Gefangene, als Beute von Nisch 100, von Leskovac 12 Geschütze. Oberste Heeresleitung.
*
Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht Das Zurückweichen der Serben.
Wien, 10. Nov.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 10. November 1915.
Rusfischer Kriegsschauplatz. 0
In Ostgalizien herrscht seit dem Mißlingen der letzien russi⸗ schen Angriffe gegen unsere Strypa⸗Front wieder Ruhe.
Ein russischer Durchbruchsversuch westlich von Czartoryst wurde unter heftigen Kämpfen durch deutsche und österreichisch⸗ ungarische Truppen vereitelt.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Die Tätigkeit der italienischen Artillerie war gestern im all⸗ gemeinen wieder lebhafter. Feindliche Angriffe auf den Südteil der Podgora ⸗Stellung, gegen Zagora, bei Plava und auf den Col di Lana wurden abgewiesen. Auf Nabresina abgeworfene Fliegerbomben töteten mehrere Zivilpersonen, darunter eine Frau und drei Kinder. 1
Ssdöstlicher Kriegsschauplatz.
Oesterreichisch⸗ungarische Truppen der Armee des Generals von Köveß haben südwestlich von Jvanjica die stark be⸗ setzte Höhe Okolista genommen und auf Eldoviste, dem Süd⸗ ausläufer der Zelica Planina, eine aus mehreren hintereinander liegenden Schüßengräben bestehende Stellung gest ür mt.
Südwestlich von Kraljewo dringen deutsche Streit⸗ kräfte beiderseits der Ibar vor; südwestlich von Krusevae ge⸗ wannen sie den Raum von Alexandrovac.
*
Die Bulgaren werfen den Feind bei Nisch und Aleksinaz auf das linke Ufer der südlichen Morawa zurück. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant.
* Der letzte Ausweg verlegt?
Aus Wien wird der Frankf. Ztg. telegraphiert:
Nicht nur Lekowatsch, sondern auch Aleksinaz ist bereits in den Händen der Bulgaren und damit das ganze fruchtbare und an natürlichen Hilfsquellen reiche Becken der Binacka⸗Morawa. Da die Bulgaren den Feind bei Nisch und Aleksinaz auf das linke Ufer der südlichen Morawa zurück⸗ gedrängt haben, sind die Serben hiermit ganz in das west⸗ serbische Gebirgsland hineingeworfen, das samt seinen Aus— läufern zumeist mittleren Gebirgscharakter hat und nur an der unteren Wolisca und Binacka-Morawa als kultiviertes Berg- und Hügelland endet. Die über Kurschumlje fliehen ⸗ den feindlichen Kolonnen werden jetzt in die durchschnittlich 1400 Meter hohe, Alpengebirgscharakter tragende Kapaonika— Planina gedrängt und müssen sich sehr beeilen, diese zu passieren, damit ihnen die von Norden heranrückenden Ver— bündeten nicht den letzten Ausweg abschneiden. Schon sind
den verbündeten Armeen überall Gruppen feindlicher Streit-


