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Organ der

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für die Interessen des werktätigen Volles Provinz Oberhessen und der Nach bargebiete.

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Nr. 261

Gießen, Samstag, den 6. November 1915

10. 6 Jahrgang

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ger Krieg als Neuolutionär.

In zwei bis drei Menschenaltern ist die Welt praktisch fünf groß und sind die Entfernungen von Ort zu aeg iner geworden. Wir halten uns wunders wie beweglich, wenn

mit Hilfe der Bahn auf zwanzig bis hundert Kilometer Luft⸗ 1 unternehmen, und doch sind Zeit und Mühe kaum größer 5 voreinst beim Bittgang der Bauern zum nächsten Gnadenort er Gesundbrunnen. An Stelle des Kirchsp ist wohl das Land reten, die Scholle hat sich vergrößert, aber die Schollenpflichtig⸗ b des Denkens ist geblieben. Nur die oberste Schicht der Bour⸗ visie und eine breite 2 te des Proletariats machen dabei eine zahme. Gut vier Fu tel unseres Volkes sitzen bei aller Rüh⸗ keit fest, tun weiß Gott wie flügge und sind doch nur Standvögel. s ganze Denken der Völker der Welt ist an den Wohnsitz gebannt, wirtschaftliches Streben kreist um seste Oertlichkeiten, Sitte und auch sind von Ort zu Ort verschieden, die Unterscheidung von gener und fremder Art und Sprache beherrscht sie seeelisch. Jeder yt unter dem heiligen Gebot der Scholle. 1 In diese konservative Idylle ist der Weltkrieg gefahren wie ein Zubelsturm. Mit dieser vorwaltenden Pfychologie örtlicher Ab- liderung hat es in der ganzen Welt ein jähes Ende genommen. psychologischer Umsturz ist vor sich gegangen, eingreifender und Wgedehnter als vor anderthab Jahrtausenden durch die Völker⸗ derung. Was sind jene Heerhäuflein der e geen die heutigen Armeen; was ist ihr 95 Kampfboden an

hiau, Rhein und Po gegen den Schauplatz dieses Krieges? Frei⸗ eine Umsiedlung von Volksstämmen hat dieser Krieg nicht be— kt. Seine psychologischen Wirkungen gehen nach tung. a 5 5 0 45 N Das Heerwesen von heute ergreift nicht bloß wie der Söldner⸗ g Leute, die auch sonst größtenteils zum landfahrenden Volke en, es holt den Mu aus Iz Holzbehausung der Steppe, Kosaken aus feinem Dorfe, den fernen Sibiriaken aus seiner Aldung. Es holt den Tataren der Krim aus seiner Grtnerei, 1 kasier von seiner Schafherde, den Kirgisen von seiner Roß⸗

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anderer L

bodenständigsten Stämme viele, viele tausend Werst in die In⸗ Friestädte Polens. Der Krieg wirft mehr als eine Million N lber Streiter als Kriegsgefangene in die Länder Mitteleuropas, N 1 sie durch gepflasterte, wohlgepflegte Städte und entrollt vor ihm Augen ein Leben, eine Art zu sein und zu wirtschaften, die ud ihrem Heimatwesen ohne Vergleich ist. Alle Maße sind ver⸗ ritt; das Maß der Entfernungen— sie haben einen ganzen Welt⸗ durchmessen in kurzer Zeit; das Maß möglicher Gesellung— di enge, einsprachige Dorfschaft ist ersetzt durch ein hundert⸗ zuchiges Millionenheer: das Maß des Erlebbaren— wenn ein enbrand sie fassungslos gemacht hat, sehen sie ruhig Städte bunnen; wenn das Sterben eines Nachbarn sie erschüttert hat, un und leiden sie tausendfachen Tod in der Minute. Das Maß sschlichen Duldens und Wirkens— die Grenzen der menschlichen Mur sind nach allen Richtungen bis ins Ungemeine, Unglaub⸗ hise gesteigert, im Guten wie im Schlimmen. Sie sehen sich alle lalpaftig aus dem engen örtlichen Rahmen eines kümmerlichen Meins kleinlichster Bestimmung herausgehoben, gleichsam physisch en Mittelpunkt der ganzen Welt gefetzt und mitberufen, Welt⸗ üchte zu machen. Und obschon sie das alles nicht begrifflich er⸗ inn, so geht es ein in ihren Instinkt und ihre Intention. Noch größer wohl ist die Wirkung auf Afrikaner und Asiaten. b Sngland und Frankreich ins Feld führen. Nicht ungestraft läßt u Senegalneger in der französischen Champagne und Inder in dern kämpfen. Die lieblichen Städtchen inmitten anmutiger gärten, die blanken Behausungen der Flandern und mitten anen die märchenhaften gotischen Kirchen und Rathäuser, die tlichen Chausseen mit den Ulmenalleen der Ae eee ler aus einem irdischen Paradies, prägen sich fest in die Phau⸗ naiver Menschen. Was sind die weiten Landwege dahin; Be⸗ gene Eifenbahnzüge durcheilen sie Tag und Nacht. Was Uuermeßlichen, furchtbaren, todschwangern Weltmeere, die 1 15 ceimat und jenem Paradies liegen? Auf schwimmenden Eisen⸗ kassen wird man schlafend oder in dämmerndem Nichtstun hi gungen. Und jene weißen Herren brau c en ue b Mosle Wor allem aber: dieses brennende Interesse. Den gens den zem glühenden Bergnest an Arabiens Küfte trägt twischen dan len am Gürtel ein farbig bedrucktes Blatt Papier, dit e zauzigmal des Tages hervor und sucht immer wieder die„ Fleerfabrik von Souchez, Lublin und den Isonzo und 1 0 95 übidort überall in der Welt wird über seine und e em Zukunft entschieden. Und in all den, Suter Welt, von Kanada bis zum Kap, von Sibirien bis? Kagan ihm trauernde Mütter und Bräute im Geiste die graslber⸗ ic erte Stelle, wo ihr Liebstes modert. Der Krieg hat wohl die Welt zerrisser ran Dialektik der Geschichte hat er allen s aufgerissen, die Völker zusammengeballt, (beten Völker leidenschaftlich für einander inter Senn n kampf und Tod miteinander geistig vermählt. 1 Waisen ran, wann endlich!— wieder Friede sein wird, 1 5 5 n pe Hräber in Polen aufsuchen, mit Namen und Zier er Erk aben⸗ „wird die Suchenden ein Staunen voll grauenhafter. Deutsche Dessassen. Denn nebeneinander werden ruhen ee ee ln, Magyaren, Tschechen, kurz, alle unsere zehm Vrataren, Kir⸗ uh Großrussen, Ukrainer, Litauer, Letten, e e 16 Al, Sibirier und viele andere mehr— beinahe die que e e künale! Und erst in Flandern und in der Chaleccber Männer lünd es wird einst wieder Friede sein und viele den Hütten zen wieder daheimsitzen— in Steppe und Witte in Se Herge und der Täler, in allen Winkeln der Erde. 116050 Nach⸗ Fickkehren in ihre engen, kleinlichen Zirkel, Nachbau 0 ben, und den Göpolgang eines armfeligen Daseneantezunz kiten. Sie werden des Friedens, der Ruhe, 9 froh sein. Aber wie lauge? Knaben und

, aber kraft einer sonder⸗ Völkern zugleich die die örtlich abgeson⸗ ssiert, ja die Völker

der Heimat zunächst Mädchen werden im

K Ude ind den Kamtschadalen aus seinem Forst; es führt den Kern

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Kreise herumsitzen und lauschen. In ihren Geist werden die locken— den Bilder der großen Welt einziehen, in ihren Herzen unklarer, aber unstillbarer Drang nach jenen Fernen, nach dem Ungemeinen, nach dem Unglaubhaften und doch durch lebendige Zeugen Bewähr⸗ ten. Eine fressende Gier nach Tat und Untat wird in den Seeelen misten, die Gier nach dem Außexrordentlichen, nach dem Fessellosen. Aus allen Winkeln der Welt schießt es wild empor, der Drang in die Fremde, die Sehnsucht nach den steinernen Städten und nach den Gärten der Champagne, die Gier nach den Gütern des Abend— landes, der Durst nach Erlebnis und Tat. Nennen wir es zusam⸗ menfassend Weltdrang. Nach diesem Kriege wächst ein neues Menschengeschlecht heran, dessen Denken die Schollenpflicht abge⸗ streift hat, dessen Willen vom Weltdraug gesteigert ist. Sein Horizont ist nicht der Kirchturm, sondern die Erde. Vielleicht ist aller Wandel, den der Krieg zunächst im heutigen politischen Kräfte— system vollzieht, höchst unbeträchtlich im Vergleich zur physischen Umwälzung, die dieses Krieges Folge sein muß. Sie findet ein

Gleichnis nur an der Völkerwanderung und der Entdeckung Amerikas. 5

1 0 Der Vormarsch der Bulgaren.

Sofia, 4. Nov.(W. T. B.) Amtlicher Bericht über die Kampfhandlungen am 2. November. Unsexe Truppen setzten

ihre Offensive auf der Straße Sajecar—Paracin fort. Wir

besetzten die Stadt Bolewatz und erreichten die Linie Wala⸗

kone—Dobrujewatz im Tale des Sorljsky Timok. Nach er⸗ bittertem Kampfe erreichten wir die Linien Kalafat⸗Höhe—

5072— Dorf Prekopek—Prokopje Planini-Höhe 951— Höhe 1099 an der Wischegrad-Planina. Nach Aussagen von Ge— fangenen wohnte König Peter den Kampfhandlungen an

Im Tal des VPlassotinska⸗Flusses wurden die Serben aus ihren Stellungen vertrieben. Unsere Trup⸗ pen besetzten die Linie Secenica—Brestowdol und machten 600 Gefangene. Von den übrigen Fronten wird keine Ver— änderung gemeldet. g Die Beschießung der ägäischen Küste Bulgariens.

Sofia, 4. Nov. Soeben eingetroffene Reisende aus Gümüldsina erzählen, daß die englisch-französische Flotte nicht aufhöre, die bul⸗ garische Küste am Weißen Meer zu beschießen. Besonders zielen sie auf die Eisenbahn zwischen Dedeagatsch und der Station Ba⸗ dowa, wo die Reisenden knapp den feindlichen Schrapnells ent— wichen.

Bei Maronia bemerkten die Bulgaren ein großes Schiff, das, wie später bekannt wurde, mit Salz beladen war. Sie wollten das Schiff erbeuten, ein französischer Kreuzer aber nahm dies wahr und versenkte mit einigen Geschossen das Salgzschiff. Die Mann⸗ schaft, durchwegs Neger, geriet in bulgarische Gefangenschaft.

Entwaffnung ru sischer Kriegsschiffe.

T. U. Budapest, 4. Nov. Der Pester Lloyd meldet aus Bukarest: Nach einem Bericht der Epoca aus Turn-Severin sind die russischen Kriegsschiffe, die im Donauhafen Kruja liegen, nach dex Einnahme von Kragujevac entwaffnet wor⸗ den. Die Bemannung bestand b Mann, von denen der

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dieser Front bei.

größte Teil bereits gestern nach dem Hafen Konstanza über⸗ geführt wurde; der Rest wird heute folgen. Die englisch⸗französische Hilfserxvedition.

Die Times meldet aus Athen, daß die Ankunft von Ver⸗ stärkungen der Verbündeten auf dem serbischen linken Flügel den Durchmarsch der Bulgaren in südlicher Richtung auf dem Abschnitt von Gummiste aufgehalten habe. Bei den Verstärkungstruppen besände sich britische Kavallerie, die die Frydastellung besetzt habe. Die Truppen ständen unter Be⸗ fehl eines französischen Generals. Die Serben würden Izvor halten. In offiziellen ferbischen Kreisen glaube man, daß dieser Zu⸗ stond auf dieser Strecke sich gebessert habe, und daß die unmittelbare Bedrohung Monastirs aufgehört habe.

Eine mundgebung er mänischer Professoren.

Bukaxest, 4. Nov.(W. T. B. Nichtamtlich.) 50 Universitäts⸗ professoren mit dem Rektor Toma Joneseu an der Spitze ver⸗ öffentlichten eine Kundgebung an das Volk, in der der Eintritt Ru⸗ mäniens in den Krieg gegen die Mittelmächte verlangt wird. Einer der Unterzeichner, Professor Paul Negulescu, richtete nun an den Rektor einen Brief, in dem er bie Veröffentlichung der Kundgebung als unzeitgemäß bezeichnet, da inzwischen die Verbindung zwischen Bulgarien und den Mittelmächten vollzogen sei. Rumänien könnte im Kriegsfalle von nirgendher Munition erhalten und wäre daher noch viel schlimmer daran als die Russen. Unter solchen Umständen sei die Veröffentlichung der Kundgebung ein unverzeihlicher Fehler. Ueberdies sei zu bemerken, daß die Kundgebung in aller Eile verfaßt worden sei und deshalb der hohen Gesichtspunkte ent⸗ behre, die bei einer Kundgebung der Universität zur Geltung hätten kommen müssen. Die Erwägung, daß das Eingreifen Rumäniens im Hinblick anf die m sche Verbindung zwischen den Mittel- mächten und Bulgarien solange untunlich sei, als der Vierverband eine Uleberlegenheit irgendwie zur Geltung bringen könne, veran-

Kundgebung als zursckgezogen zu betrachten. Cen frau dsi aher Hife uf an Rumänien Filipesen erhielt eine längere Depesche aus Paris, in der Rumänien aufgefordert wird, für seine natio⸗ nalen Ideale an der Seite Frankreichs in den Krieg zu

lasse Negulesen, den Reltor zu bitten, seine Unzerschrift unter der

Ueltkrieg.

ziehen. Frankreich habe in erster Linie die Waffen er⸗ griffen, um eine Störung des Gleichgewichts auf dem Balkan zu verhindern. Das Telegramm, das von 32 französischen Politikern, darunter Barthon und Pichon, unterzeichnet ist, hat in politischen Kreisen Rumäniens um so größere Ueber⸗ raschung verursacht, als man nach den angeblichen großen Er⸗

folgen der letzten Offensive nicht geglaubt hätte, daß Frankreich die Hilfe Rumäniens anrufen werde. Ententeverschwörer an der Arbeit. Sofia, 4. Nov. Hier wurde die Anstiftung zu

einem Aufruhr vor und während der Mobilisation auf⸗ gedeckt, die mit Geldern des Vierverbandes in der Höhe von weit über drei Millionen genährt wurde. Die Untersuchung ist im Gange.

Die vergebliche russische Offensive.

Dem Berl. Tagebl. wird aus dem Kriegspressequartier ge⸗ meldet: Die wieder aufgelebte russische Ofsensive an der oberen Strypa und am unteren Styr brachte den Russen wieder große Verluste. In Ostgalizien sind die russischen Angriffe auf den meisten Punkten schon abgewiesen. In Norb⸗Wolhynien sind österreichisch⸗ ungarische und deutsche Kräfte in die russische Hauptstellung im Ab⸗ schnitt an der Kowel—Kiew⸗Bahn südlich des Sumpfgebietes ein⸗ gedrungen. Erfolge konnten die Russen an keinem Punkte erzielen.

Meuterer in einer russischen Kaukasusarmee.

Konstantinopel, 4. Nov.(W. T. Nichtamtlich.) Nach den aus Erzerum eingetroffenen Nachrichten meuterte ein Bataillon des rechten Flügels der russischen Kaukgsusarmee. Den gegen die Meuterer entsandten Truppen wurde bewaffneter Widerstand ent⸗ gegengesetzt. Auf beiden Seiten gab es ernste Verluste. Russische

Gefangene, von denen die Nachrichten herrühren, bemerken, daß auch ihre Offiziere sehr niedergedrückt sind. f 1 Die englische Kreditvorlage.

mit, daß der Kress den die Regierung wahrscheinlich am nächsten Mittwoch beantragen werde, 250 Millionen Pfund betragen werde. Wie gewöhnlich wird Asquith die Vorlage einbringen. Er wird sich dabei auf die finanzielle Frage beschränken. Man werde bei dieser Gelegenheit jedoch eine erneute Debatte über den mili⸗ tärischen und politischen Zustaud herbeiführen, da die Debatte am letzten Dienstag nach der Rede Asquiths aus Mangel an. Zeit abgebrochen wurde. Negativer Wasserkrieg.

Nach einer Bukarester Meldung kauft Rußland jetzt auf der unteren Donau, soweit sie ihm noch zur Verfügung steht, soviele Dampfschiffe als nur möglich zusammen und das zu feinen Preisen(wovon ja ein anständiger Teil in die Taschen

Der bree Berichterstatter des Daily Telegraph teilt

der kaufenden Organe fließen dürfte). Der Zweck dieser Transaktion soll auch sein, die Donau möglichst von

Schleppern zu entblößen, die zum Getreidetransport von Bulgarien und Rumänien nach Oesterreich-Ungarn und Deutschland dienen könnten.

Glücklicherweise ist der Schiffspark der K. K. priv. Donau⸗Dampfschiffahrtsgesellschaft und der bayerischen Donauschiffahrt groß genug, um uns auch diese russischen Anstrengungen mit Ruhe ertragen zu lassen. Das Geld dazu dürfte wohl aus Lloyd Georges silbernen Kugeln gemünzt sein.

Keine portugiesischen Truppen für Gibraltar

Das Neue Wiener Tagblatt meldet aus Lugano: Nach einer Meldung portugiesischer Blätter hat die portugiesische Regierung auf das Ansuchen der Engländer, portugiesische Truppen möchten an Stelle der zum Abtransport bereit⸗ stehenden Garnison von Gibraltar die Besetzung dieses Platzes übernehmen, eine abschlägige Antwort erteilt. Portugal beab⸗ sichtigt seine Neutralität aufrecht zu erhalten.

Schwere Unruhen in Dänisch⸗Westindien.

T. U. Christiania, 4. Nov. Aus St. Croix in Dänisch⸗ Westindien kommen heute sehr beunruhigende Nachrichten. Ein schwarger Unruhestifter Hamilton Jackston soll eine Revo⸗ lution hervorgerufen haben. Die dänischen Kolonisten er- bitten drahtlich Hilfe. Die dänische Regierung hat noch keine genaueren Nachrichten empfangen, sandte aber schließlich ein Panzerschiff und einige hundert Infanteristen nach West⸗ indien. Der Aufruhr wird als sehr ernst bezeichnet.

Staatswahlen in Amerika.

Newyork, 3. Nov. In den gestern abgehaltenen Staats. wahlen, die teilweise mit einer Abstimmung über vorge⸗ schlagene Verfassungsänderungen verbunden waren, erlitt das

Frauenstimm recht eine entschiedene Niederlage. Dor

[Staat Newyork verwarf u es mit einer Majorität von 220 000

Stimmen, Massachusetts mit einer solchen von 110 000, Pennsvlvania von 150000 Stimmen. Die Niederlage ist um

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