—
und Nachbargebiete.
Gießen und Umgebung.
Energische Maßnahmen zur Regelung der versorgung sollen in Aussicht stehen. Für die nächsten Tage sind nach einer offiziösen Meldung Maßnahmen des Bundes. rats für folgende Lebensmittel bestimmt zu erwarten: Wan Milch, Küse und sonstige Speisefette, verschiedene Arten Fleisch, Eier, Wild, Fische, Gemüse, Kakao und Zucker Nach Berliner Zeitungen soll es sich bei dem Fleisch um abeine fleisch handeln, eine Meldung spricht von der Festsetzung 1 Höchstpreisen für Schweine im Lebendgewicht. Es wird 9805 sichert, daß die Maßnahmen außerordentlich durchgreifend sein sollen. Warten wir's ab, jedenfalls wäre es die höchste Zeit daß wirklich einmal ordentlich und Erfolg versprechend zu. gepackt wird.
— Von der Butterversorgung. Bei Festsetzung Höchstpreises für Butter in der Stadt und dem Kreisel richtete man sich nach den Frankfurter Preisen, weil man be⸗ fürchtete, daß sonst die Butter aus unserer Gegend nach Frankfurt„abwandern“ würde. Ob diese Befürchtung be⸗ gründet war oder nicht, wollen wir dahingestellt sein la das eine steht jedenfalls fest: daß wir in Gießen zu hohe Butterpreise haben. In allen Nachbarkreisen sind die Preise erheblich niedriger; z. B. in Marburg 1,90 Mark, in Wetzlar Friedberg, Alsfeld 1,70 Mark für das Pfund Landbutter, die bei uns 2,10 Mark kostet, 40 Pfg. mehr! Der Gießener Preis kann die Wirkung haben, daß er in den Nachbarkreisen preis- treibend wirkt. Man sollte daher eine baldige Herabsetzung erwägen. Ein Fehler ist es auch, daß ausländische Butter nicht dem Höchstpreis unterworfen ist; die Vermutung liegt nahe, daß hiesige Butter als„ausländische“ zu höheren Preisen verkauft wird.— Vom Kom mu nalverband soll in den nächsten Tagen Kühlhausbutter— Süßrahm⸗ butter— zu 2 Mark das Pfund verkauft werden, die auch im Konsumverein zu haben sein wird. Diese Butter
wird in Stücken zu einem halben Pfund verpackt abgegeben. — Wir möchten noch darauf hinweisen, daß der festgesetzte Preis von 2,10 Mark der Höchstpreis ist, nicht der Normalpreis, wie es mancher auffaßt. Wenn man für 2 Mk. Süßrahmbutter erhalten kann, wäre es höchst töricht, für Landbutter noch mehr zu zahlen. Man beachte das am morgigen Markttage! 1,70—1,80 Mark ist reichlich genug für Landbutter.
Lebensmittel.
1 des ise Gießen
ssen;
— Sparsamkeit in der Schule. Vor längerer Zeit hat die badische Unterrichtsverwaltung ne Verfügung an die
Direktoren der Volksschulen und auch der höheren Schulen erlassen, in welcher die Schulvorstände aufgefordert werden, alle irgend vermeidbaren Ausgaben während des Krieges zu unterlassen. Es sollen keine neuen Schulbücher eingeführt werden, damit die jüngeren Schüler die gebrauchten Schulbücher ihrer älteren Geschwister noch benutzen können. Die Schule soll keinen Schüler auffordern, besonderes teuere Bücher, z. B. einen neuen Atlas oder ein anderes teueres Unterrichtsmittel zu kaufen.— Man wird dieser Verfügung im allgemeinen zustimmen müssen. Vor dem häufigen Wechsel der Schulbücher wurde vor dem Kriege viel geklagt; fast jedes Jahr gabs eine neue Auflage und oft genug unter⸗ schied sich die neue nur wenig von der alten. Selbstverständ⸗ lich dürfen keine veralteten Lehrmittel benutzt werden, man wird vielmehr verlangen müssen, daß diese auf allen Gebieten den Fortschritten und Errungenschaften der Neuzeit ent⸗ sprechen, aber wie gesagt, oft unterscheiden sich die einzelnen Auflagen kaum von einander und verursachten nur den Eltern Kosten und brachten den Verlegern Gewinne. Auch die Ge— meinden, welche den Volksschulen die Lehrmittel liefern, sind dabei erheblich interessiert; sie haben bedeutende Kosten dafür aufzuwenden, die durch öftere Neuerungen noch erhöht werden.
— Die Preisprüfungsstelle der Stadt Gießen erläßt im heutigen Blatte eine Bekanntmachung, auf die wir hinweisen. Danach werden Mitteilungen über Verstöße gegen die Vor⸗ schriften über Höchstpreise und übermäßige Preissteigerungen im Handel mit Gegenständen des notwendigen Lebensbedarfs täglich auf der Bürgermeisterei im Zimmer 11 zu den ange- gebenen Zeiten entgegengenommen. Man soll derartige Ver⸗ stöße unbedingt und ohne Rücksicht zur Anzeige bringen; natürlich muß man auch der Sache sicher sein und darf nicht Dinge mitteilen, von denen man nicht genau weiß, ob sie zutrefsend sind. Jeder muß aber mithelfen, die Preistreiberei zu bekämpfen. 5 9
— Neue Brotmarken kommen am morgigen Samstag an den bekannten Stellen zur Ausgabe. Eine Ae nd erung hat bezüglich des 8. Bezirks stattgefunden; für diesen Bezirk findet die Markenausgabe jetzt im Gebäude der vor⸗ maligen Ohrenklinik, Ecke Frankfurter⸗ und Liebig⸗ straße, statt. 125
Kriegsschwindel. Der Schwindel, der von gerissenen Gaunern mit Konserven getrieben wird, scheint einen ganz bedenklichen Umfang angenommen zu haben, denn schon wie⸗ der ergeht von amtlicher Seite eine energische Warnung. Diese Konserven, die in enormen Mengen als Liebesgaben ins Feld geschickt werden, enthalten vielfach absolut ungenieß⸗ bares Zeug. Besonders schlimm steht es mit Genußmitteln, die als Milchersatz, als Grogwürfel, als Punsch, Teepunsch⸗ Grog⸗ und, Tabletten in den Handel gebracht werden. Auch bei der Herstellung dieser Liebesgaben wird oft mit 3 ren Mitteln gearbeitet. Das Publikum wird maßlos über⸗ teuert und die Ware besteht oft aus ganz 11 1 5 raten. Diese Warnungen haben wenig Zweck. Abhilfe ist nur möglich, wenn gesetz lich vorgeschrieben wird daß aus der Umhüllung der Name und Wohnort des Herstellers ferne die Zufsammensetzung und das„ dun hans zu ersehen sein muß. Nur auf diele„
en Schwindlern beizukommen.:
A Grfalfene aus Oberhessen und mae Musketier Wilhelm Reitz aus Gießen, Inf⸗Reg 3 254 Freiwilliger Bernhard Weber aus Gießen, Inf- Reg..
— Zum Kartoff 5 r Köll, S tor Versa win ung e e 5 1 7 5 4 besitzer Bollig aus:
e en und würdige den Unmut, der weile Kreise der
5 ucher ergreift wegen der Höhe der Preise für Kartoffeln und 5 9 71 ber Schwierigkeit, überhaupt Kartoffeln beschafsen zu können. Bei einer Gosamtkartoffelernte von nach mäßigen Schätzungen über 50 Millionen Tonnen, mehr als eine Milliarde Zentner, und bei Mee, zur menschlichen Ernährung nur benötigten Menge von 16 Mille Tonnen ist os freilich nicht zu begreifen, daß einmal in den großen Konsumgcbieten Mangel an Kartoffeln herrscht, anderseits Preise von 4950 Mk. und wehr angelegt werden müssen. Die Maß⸗ ahmen der Regierung erfüllen anscheinend nur unzureichend ihren Zweck, hi ru sind sie nicht durchgreisend genug, und vor allem die großen Konsumgebiete des Westens kommen dabei zu kurz. Ich darf mich eius wissen mit den weitesten Kreisen der westlichen Land⸗ wirtschaft, die den berechtigten Unmut der städtischen Verbraucher in der mangelnden Versorgung mit Kartoffeln begreift und es bitter empfindet, daß dieses Gefühl sich auf die Landwirtschast des Westens überträgt, die ihrerseits gewünscht hatte und noch wünscht, daß die Königliche Slaatsregierung durch Festsetzung non Höchstpreisen mit mäßig steigenden Zuschlägen, die den Kosten für die Aufbewahrung und Gewichtsvorlust eutsprechen, und die eine spätere Erhöhung des Höchstpreises ausschließen, und nötigenfalls im Wege der Enteig⸗ 2 e Ahniffen hätte, die eine Sicherstellung des Be⸗ darse der städtischen Bevölkerung an Kartoffeln zu mäßi Preisen ermöglichen.“ 0 völkerung an Kartoffeln zu mäßigen Preisen 2 Das ist schon vor Monaten in unserer Presse gefordert worden, Jotzt wäre es höchste Zeit, ganze Arbeit zu machen!
— Minderwertige Konserven. Die Heeresve waltung warnt vor Ankauf minderwertiger oder gesundhei Sschädlicher Kon⸗ serven. Ju einer Zuschrist sagt sie:„Konserven aus Fleisch, Schinken, Schmalz, Obst, Fleisch nit Gemüse usw., die unseren Sol⸗ daten von ihren Ange örigen als Licbesgaben ins Feld gesandt werden, sollen vielf, geringe Mengen genießbarer Nahrungsmittel endhalten ode glich ungenießbar sein. Größte Vorsicht beim Aukauf ist daher ann Platze, damit nicht durch die Uebersendung minderwertiger oder schädlicher Konserven bei unser Kriegern Enttäuschungen oder Gesundheitsstörungen werden, Gegen Fabrikauten und Händler aber, die in betrügerischer Weise Konserven in den Handel bringen, sollte jeder einzelne im Interesse der Allgemeinheit auf das schärsste vorgehen. Derartige Fälle gehören unbedingt por den Staatsanwalt.“
Kein Jeuer im Walde anmachen! Der Wiesbadener Re⸗ gierungspräsident weist darauf hin, daß trotz Warnungen wieder⸗ holt Waldbrände vorgekommen scien, die durch leichtfertiges Feuer⸗ anzünden durch Privatpersonen, zum Teil durch Jugendvereine,
Wandervögel, Jungdeutschland, Pfadfinder zwecks Abkochens ent⸗ standen seien. Wegen Leutemangels während des Krieges sind
Waldbrände besonders jetzt eine besondere Gefahr. Die Forstschutzbeamten sind angewiesen, jedem Feneranmachen im Walde durch Personen, die nicht beruflich tätig sind, mit aller Strenge entgegenzutreten und Zuwiderhandelnde rücksichtslos zur Anzeige zu bringen.
Der Lederverbrauch der kriegführenden Armeen. Wenn man den mannigfaltigen Gebrauch in Erwägung zieht, den das Leder bei der Ausrüstung des Soldaten findet, wird man begreifen, daß es sich bei der Lederbeschaffung für das Militär um ungeheure Summen handelt, und man wird die Riesenzahlen, die eine Statistik einer amerikanischen Fachzeitung für den Lederverbrauch bei den gesam⸗ ten Heeren aufweist, gar nicht einmal erstaunlich hoch finden. Der Statistiker baut seine Berechnung auf der Voraussetzung auf, daß sich zurzeit 20 Millionen Menschen unter den Waffen befinden. Nimmt man an, daß jeder Soldat im Jahre drei Naar Stiesel braucht, so würde das einen Bedarf von 60 Millionen Paar aus⸗ machen. Der Durchschnittspreis der Militärstiesel beträgt rund 14 Mark für das Paar, so daß die Gesamtsumme, die für die Fuß⸗ bekleidung der unter den Fahnen befindlichen Soldaten ausgegeben wird, auf 840 Millionen Mark zu berechnen ist. Der Soldat braucht aber nicht nur Stiefel, sondern auch Säbelkoppel, Pat ronentaschen, Sättel und andere Dinge der Ausrüstung, von den Besätzen und Um⸗ säumungen, zu denen Leder gebraucht wird, gar nicht zu reden. Man geht deshalb nicht zu weit, wenn man den Betrag, den die krieg⸗ führenden Staaten für Lederausrüstungen benötigen, auf rund zwei Milliarden Mark berechnet.
— Die Auszahlung der Familienunterstützungen für 1. bis 15. November an die Angehörigen der zum Heeresdienst Ein⸗ berufenen findet statt: a) Reichs⸗ und Kreisunterstützung an die⸗ jenigen, deren Namen beginnen mit KK, Montag den 1. No⸗ vember, I.—2 Dienstag den 2. November. bp) Städtische Unter⸗ stützung(Mietszuschuß) an diejenigen, deren Namen beginnen mit K Mittwoch den 3. November, I— 2 Donnerstag den 4. No⸗ vember. c) An Vermieter, die Mietbeträge abholen, Freitag den 5. November. Die Auszahlungen finden von 8—1 Uhr vormittags im Stadthaus, Zimmer Nr. 16, statt. Die Unterstützungen dürfen nur an den vorgenannten Tagen abgeholt werden.
— Stadttheater. Es sei darauf hingewiesen, daß die für Sonntag abend angesetzte Vorstellung von L'Arronges„Doktor Klaus“ im Abonnement nicht wiederholt wird.
Von Nah und Fern.
Alzey, 28. Okt. Das Schweinefleisch wird billiger. Die hiesige Metzgerinnung gibt bekannt, daß sie beschlossen hat, den Preis für Schweinefleisch und sämtliche Wurstwaren um 20 Pfg. per Pfund herabzusetzen. Wie von einem Landmetzger versichert wird, rechnet man für den Winter mit einem weiteren ganz erheblichen Nlickgang der Schweinefleisch- und Wurstpreise, da die Ställe der Landwirte gegenwärtig wieder sehr aut mit fetten Schweinen ange⸗ füllt sind und die Nachzucht durch Jungschweine gerade jetzt infolge der reichen Kartoffelernte sehr eifrig betrieben wird.
Schnee. In verschiedenen Gegenden Deutschlands, so im Thüringer Walde, Berlin und Umgegend und an der Ostseeküste, ist gestern zum ersten Male in diesem Herbste Schnee gefallen.
Ein Taifun auf den Philippinen. Aus Manila(Süssee) kommt die Nachricht, daß dort ein Taifun(furchtbarer Wirbel⸗
sturm) große Verheerungen anxichtete; 200 Personen wurden ge⸗ tötet, 800 verwundet. Die Hanf- und Reissaaten wurden stark be⸗ schädigt.
Telegramme.
Lugesheritt des Giusen anptnnartier,
Nu sische Angriffe auf allen Fronten erfolglos.
Zajezar und K jazevac den Serben entrissen.
W. B. Großes Hauptquartier, 28. Okt., vorm.(Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz
Keine wesentlichen Ereignisse.
Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg.
Nordöstlich des Ortes Garbunomwksa sind neue Fort⸗ schritte gegen russische Angriffe behauptet. Der Kirchhof von Szaszali ist wieder in unserem Besitz, zwei Offiziere, einhundertfünfzig Mann wurden gesangen genommen. Unser
schwer zu bekämpfen; sie bedeuten deshalb] Tr
E
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. g
Bei Schtscherssi(am Njemen) nordöstlich von
Nowo⸗ Gro dek scheiterte ein starker russischer Augriff. Heeresgruppe des Generals v. Liusin gen. Westlich von Czartorysk wurde Rudka genommen, Balkankriegsschauplatz. ö
Die Armeen der Generäle v. Köveß und v. Gallwitz sind im weiteren Vordringen. f
Die Armee des Gencrals v. Gallwitz hat seit dem 23. Ok⸗ tober zweitausenddreiunddreißig Gefangene gemacht und mehrere Maschinengewehre erbeutet.
Die Armee des Generals v. Bjodjaneff hat Zaje zar genommen.
Nördlich von Kujaze vac wurde der Ti mok iu breiter Front überschritten. Kujazevac ist in bulgari⸗ scher Hand, mehrere Geschütze wurden erbentet. Die Höhe der Dreuova—Glava(25 Kilometer nordwestlich von Pirot) ist besetzt. Oberste Heeresleitung.
8 Beginn der russisch⸗bulgarischen Feindseligkeiten. Zwei rufsische Kriegsschisfe vernichtet. W. B. Sofia, 28. Okt. Meldung der Bulgar. Dep.⸗Agentur; Die Jestung Zajezar ist in die Hände der Bulgaren gefallen. Heute morgen erschien ein russisches Geschwader vor Barn a und begann nach den Weisungen eines Wasserflugzeuges die Stadt und den Hafen zu beschießen. Unsere Küsten batterien erwiderten das Feuer. Zwei russische Schiffe von der Klasse Tri⸗Swiatitelja wurden von Granaten oder Torpedos getroffen und versenkt. Die anderen Schiffe zogen sich vor Unterseebosten zurück. Der Be⸗ schießung fielen einige Zivilpersonen zum Spfer. Außerdem wurden einige Gebäude beschädigt. Es wurde nur geringer mili, tärischer Schaden angerichtet.
* 2
Der Erfolg des Angriff auf Warna, ber auf die wachsaue Bereitschaft der bulgarischen Verteld, A gestoßen ist, kommt ciner empfindlichen Niederlage Rußlands gleich. Erkeicht bahen seine Schiffe nichts, außer einigen militärisch bebeutungslosen Beschädigungen. Dafür hat die Schwarzmeerflotte zwei ren großen Einheiten verloren. Die Schiffe der wiatitelja⸗Klasse, die Anfangs der 90er Jahre erbaut, vor drei Jahren aber modernisicrt wurden, kaben einen Raumgehalt von 11200 Tonnen(Georgi⸗Pobjedonosscz), 11,400 sinop) und 13500 Tonnen(Tri⸗Swiatitelja); sie fahren 16 Secmailen in der Stunde und stellen mit ihrer Bestückung von 4—6 Geschi Zentimeter e
1
Schwar 1 „Panteleimon“, dessen senkuug durch ein türk wird, mit eingerechnet ist. 5 mur zwei je 6800 Tonnen sassende g Kreuzer dazu. Aus dem hulgaxischen Kampfbericht geht nicht hervor, ob die russischen Schiffe dem Feuer der Küstenbatterien oder dem Torpedo zum Opfer ge⸗ fallen sind und vielleicht wird dies nicht mehr festzustellen sein. Die Verfolgung der nach den schweren Verlusten weichenden russischen Flotte durch Unterseeboote läßt aber darauf schließen, daß diese modernste Waffe anch hier ihre Geltung behauptet, daß die deutsche Flotte unseren neuen Verbündete folgreiche Waffenhilfe Ff Erßahrungen vor den arzmeerflotte sich
te Ver⸗ stritten kommen
Bo hützter Hafe der kleinasiatischen Küste beschränkte, vor einer Wied dieser nutzlosen und gefährlichen Versuche hüten.
* Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht Erneute Angriffe der Italiener.
Wien, 28. Okt.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart;
28. Oktober 1915. 4 Russischer Kriegsschauplatz.
Die bei Czartoryst kämpfenden verbündeten Kräfte haben gestern das Dorf Rudka erstürmt. Sonst im Nordosten nicht Neues.
Italienischer Kriegsschauplaß.
Das feindliche Artilleriefener war gestern an der Isonzofront wieder lebhafter. Die italienische dritte Armee erneuerte den An⸗ griff auf die Hochfläche von Doberds bisher nicht. Dagegen setzte die nördlich anschließende zweite Armee strengungen gegen unsere sesten Stellungen mehrfach fort und dehnte sie auch auf das Flitscher Becken aus. Je eine weitere Armee greift die Dolomitenfront und Südtirol an. Im Abschnitte von Chiva sind Einleitungskämpfe im Gange. Auf der Hochfläche von Lafraun geht der Feind mit Sappen vor. Ein Angriffs ⸗ versuch gegen unsere Stellungen nördlich des Werkes Lusern scheiterte in unserem Artilleriefeuer. Vor dem Col di Lang brachen gestern nachmittag sechs Stürme der Italiener zusammen. Ebenso miß langen kleinere feindliche Angeifse gegen Tresasß. die Jans⸗Stellung und den Nordausgang des Travenanzes⸗Tales. 5
Im Raume von Flitsch schlugen die Verteidiger am Westhange des Javoreck Angriffe an den Hindernissen blutig ab. Gegen unsere Linien süböstlich des Mrzli Vrh und gegen Dolje gingen abermals starke Kräfte vor. Sie wurden gleichfalls abgewiesen,
Nur um einzelne Grabenstücke ist der Kampf noch im Gange Auch ein abends gegen den Raum nördlich Selo angesetzter feind⸗ licher Angriff brach zusammen. Uebergangsversuche der Italiener nördlich Canale wurden vereitelt. Der Gör zer Brücken⸗ kopf stand wieder unter schwerem Feuer. Ein vereinzelter Vor⸗ stoß des Feindes gegen den Monte Sabotino miß lang voll⸗ ständig. Mehrere italienische Bataillone, die gegen den Ab⸗ schnitt nördlich des Monte San Michele vorstießen, mußten in unserem Artillerie- und Maschinengewehrseuer in ihre Deckungen zurückflüchten.
Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die östlich von Bisegrad vor bringenden k. u. k. Truppen haben den Feind beiderseits Karaula Balva über die Grenze zu⸗
rückge worfen. Zwei flankierend angesetzte Gegenangriffe einer montenegrinischen Brigade wurden abge⸗ schlagen.
Der aus österreichisch⸗ungarischen Kräften zusammeugesetzte
rechte Flügel der Armee des Generals v. Köveß Kolubara in breiter Front überschritten. Die Deutschen erstiegen die Gebirgskette nördlich von Rudnik. Oestlich davon dringen auf gleicher Höhe österreichisch⸗ungarische Kolonnen
beiderseits der Straße Topola⸗Kragujevac vor. Die Armee des Generals v. Gallwitz gewann das Ge⸗ lände westlich der Eisenbahnstation Lapowo und vertrieb den und füd⸗
Gegner unter schweren Kämpfen von den Höhen södlich östlich von Svilajnac.
Die bulgarische erste Armee hat Zajecar und Kajageval erobert und kämpfterfolgreich auf den Höhen des linken Timokufers. In Knjazevac wurden vier Geschütze und sechs Munitionswagen erbeutet.
hat die obere
Artilleriefeuer ließ einen feindlichen Angriff südlich von
Leutnant Karl Keßler aus Wetzlar. Reservist Ludwig Benler qus Abbach. Anf.-Nen. 81. *
19
Garbunowka nicht zur Entwicklung
Der Stellvertreter des Chefs des Geueralstabes. von Wöfer, Feldmarschalleutnan“
ö
ihre vergeblichen An⸗


