Ausgabe 
29.10.1915
 
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mehreren Mitschuldigen hingerichtet.

pflichtung.

Schließlich bemerkt die Tribung in einem dritten Ar⸗ tikel gegenüber den Befürchtungen, daß Italiens Fernbleiben von der Balkanexpedition bei der öffentlichen Meinung der Alliierten verstimmen könnte, folgendes:Die italienische Regierung hat nur Rücksicht auf die öffentliche Meinung Italiens zu nehmen. Außerdem hat die italienische Regierung nach außen hin nur die Pflicht, sich mit den verschiedenen Regierungen auseinanderzusetzen, nicht

mit der öffentlichen Meinung. Sollte die öffentliche Meinung

in England und Frankreich mit Italien unzufrieden sein, kann sie ja ihre Zufriedenheit in Griechenland oder in Venezuela suchen. Der türkische Tagesbericht.

Konstantinopel, 27. Okt.(W. T. B.) Das Hauptquartier teilt mit: Auf der Dardauellenfront machten bei Anaforta unsere Patrouillen, indem sie sich den feindlichen Gräben näherten, einen Teil der feindlichen Soldaten mit Haud⸗ bomben nieder, die bei Verschanzungsarbeiten beschäftigt waren, verhinderten deren Wiederherstellung und brachten

die Drahtverhaue einiger feindlicher Gräben als Beute mit.

Bei Anaforta und Ari Burnu fand Artilleriekampf zwischen unserer Artillerie und den Land- und Schiffsgeschützen des Feindes statt. Feindliche Verproviantierungskolonnen, di- bei dem Ausschiffungspunkt von Ari Burnu gesichtet wurden, wurden durch unsere Artillerie zersprengt. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr warf der Feind gegen unsere Schützengräben am linken Flügel ungefähr 700 Granaten und Bomben, ohne ein Ergebnis zu erzielen.

Auf der Front am Kaukasus am rechten Flügel wurde nach einem Gefecht zwischen unseren Patronillen und feind⸗ lichen Kompagnien der Feind gezwungen, sich zurückzuziehen. Sonst nichts Neues.

Der Kommandant von Kowno vor Gericht.

Stoctholm, 27. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Dem Rannaje Utro zufolge verhandelte das Dünaburger Militär-Begzixksgericht in Witebsk seit dem 2. d. M. unter Ausschluß der Oeffentlichkeit gegen General Grigoriew, den ehemaligen Festungskommandanten vos Kowno, wegen Uebergabe der Festung am den Feind ohne Aus⸗ nutzung aller Verteidigungsmittel, was infolge des Verlassens der Festung durch den Kommandanten nicht geschehen sei. Die Anklage war nach einem Artikel ergangen, der die Todesstrafe vorsieht. Das Gericht verurteilte Grigoriew unter Zubilligung mildernder Umstände am 10. d. M. zur Aberkennung aller Rechte und 15 Jahren Kerker. Das Urteil bedarf noch der kaiserlichen Bestätigung.

Neue Unterseebootsjäger.

Newyork, 27. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Der New⸗ Vork Herald meldet: Die kanadischen Vickerswerke haben den Auftrag erhalten. Unterseebootsjäger für Groß⸗ britannien zu bauen; fünfundzwanzig sind bereits abgeliefert. Acht fuhren unter eigenem Dampf über den Atlantischen Ozean. Die Schiffe sind 75 Fuß lang und besitzen eine Ober flächengeschwindigkeit von zwanzig Seemeilen und können unter Wasser fünfzehn Meilen zurücklegen. Sie führen keine Torpedos und sind hinten und vorne mit Dreizollkanonen ausgerüstet.

Das Spionagemärchen vom Obersten Mjassojedow.

(W. T. B. Nichtamtlich.) Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung schreibt unter der Ueberschrift:Das Spionagemärchen vom Obersten Mjassojedow:

Die französische und englische Presse beschäftigt sich immer exr neut mit der angeblichen großen Spionageangelegenheit, die in Rußland gespielt haben soll und als deren Hauptperson der Oberst⸗ leutnant Iwanow Iwanoff Mjassojedow genannt wird. Dieser wurde unter der Anklage der Spionage zugunsten Deutschlands mit i Das Urteil ist, wenn ech tat- sächlich erfolgt ist, gegen Unschuldige ergangen. Niemals! hat Mjassojedow oder ein ihm Nahestehender Nachrichten an Deutsch⸗ land oder Oesterreich⸗Ungarn geliefert. Den russischen Behörden wird es unmöglich sein, Beweise für das angebliche Verbrechen der Grrichteten zu erbringen. Schon als die Verhaftung Mfasso⸗ jedows unter der Anklage des Landesverrates durch die Zeitungen EE 1

Balkanexpedition fernbleibt, so entzieht es sich keiner Ver⸗

bekannt wurde, wurde von den zuständigen deutschen Stellen er⸗ wogen, die Haltlosigkeit der Anschuldigung öffentlich zu erklären. Es wurde aber davon Abstand genommen in der Voraussicht, daß eine solche Erklärung den Angeschuldigten nichts genutzt, ihnen viel⸗ leicht im Gegenteil als ein Versuch, Schuldige zu entlasten, geschadet hätle. Auch jetzt kann die Erklärung, die wir an zuständiger Stelle eingezogen haben, daß Mjassosedow und seine Mitangeklagten un⸗ schuldig waren, ihnen nichts mehr nützen. Der Umstand aber, daß in der Presse unserer Feinde der Fall immer von neuem aufge⸗ griffen und in dem Sinne besprochen wird, daß durch ihn die deutsche Heeresleitung in der Lage war, Anordnungen zu treffen, die zu den Erfolgen der deutschen Waffen geführt haben, zwingt, össentlich zu erklären, daß diese Behauptung salsch ist und offensichtlich nur zur Entlastung der russischen Heerführung benutzt wird. Den deut⸗ schen Bchörden ist nur Mfassojedow bekannt, der als Gendarmerie⸗ Chef an der Grenze sich bis zum Jahre 1909 in der russischen Spio⸗ nage gegen Deutschlaud betätigt hat. Streiks in amerikanischen Waffensabriken.

Nach einer augeascheinlich erglischen Meldung haben die deutschen und österreichischen Maschinisten einer großen Werkzeugfabrik in Chicago die Arbeit niedergelegt, weil die Firma die Anfertigung von Werkzeugen übernommen hatte, die zur Herstellung von Schrapnells natürlich für den Vierverband, da ja Deutsch⸗ land nicht in der Lage ist, und es auch nicht nötig hat, solche Waren aus Amerika zu beziehen dienen sollten. Der Be⸗ trieb des Unternehmens soll völlig lahmgelegt sein. Nach einer Mitteilung des Präsidenten der Unternehmervereini⸗ gung des Staates Illinois sind derartige Streiks in den letzten Wochen mehrfach vorgekommen. Es wird hervorge⸗ hoben, daß die Streikenden hierbei keinerlei wirtschaftliche Jorderungen gestellt haben. Die Unternehmervereinigung will sich an die Bundesregierung wenden. Wir möchten gern wissen, wie die Bundesregierung die Deutschen und Oesterreicher zwingen wollte, Waffen für die Feinde ihrer Staaten zu liefern! Und wen werden Wilson und Lansing jetzt abschieben?

Zeutrum und Lebensmittelpreise.

Der Reichsausschuß der deutschen Zentrums paxtei hat dieser Tage in Frankfurt a. M. eine Kriegssitzung abgehalten, die sich mit den Friedenszielen, s. en Fragen, der Volksernährung und den Lebensmittelpreisen befaßt hat. Für die Friedensziele hat mam sich im Stile der nationalliberalen und konservativen Partei

festgelegt, worüber im Einzelnen die beutsche Oeffentlichkeit augen⸗

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blicklich nichts Näheres erfahren kann. Ebenso wird im Berich Entschließung über die soziale Frage verheimlicht; destv ausführ⸗ licher aber werden Volksernährung und Lebensmittelpreise behan⸗ delt. Es ist klar, warum das geschieht. Das Zentrum hat in seinen Reihen genug Arbeiter und kleine Leute, die unter den gegen⸗ wärtigen Preisen außerordentlich leiden. Von diesem agitatorischen Zweck aber abgesehen, traf man außerordentlich anerkennenswerte Feststellungen und erhob begrüßenswerte Forderungen an die Be⸗ hörden, so auf Festsetzung von Höchstpreisen für Kartoffeln und umfassende Beschlagnahme zum Zweck der gleichmäßigen Vertei⸗ lung und es wird dem Reichsamt des Innern wiederholt bezeugt, daß es je länger je mehr versage. Eine Reihe von Bei⸗ spielen belegt dies: die verspätete Festsetzung von Höchstpreisen für Wolle, die ebenfalls stark verzögerte Festsetzung von Höchstpreisen für Getreide, noch dazu ohne gleichzeitige Anordnung von Höchst⸗ preisen für Mehl usw. Wir haben das alles oft genug gesagt. Sehr interessant ist die Stellung zur Landwirtschaft. Es wird den Landwirten wieder einmal vom Zentrum lebhaft zugeredet, doch ja micht den Bogen zu überspannen, da der Verdacht sowieso schon hinreichend bestehe, daß die Landwirte übermäßige Preise auf Kosten der Allgemeinheit forderten. Das Zentrum hat genug Land⸗ wirte in seinen eigenen Reihen, um gerade darüber sachverständig urteilen zu können. Alle diese Bedenken und Angriffe konzen⸗ tvieren sich aber immer wieder auf das Reichsamt des Inmern und auf seinen Chef Herrn Delbrück, dessen Stellung was kein Geheimnis mehr ist allerdings als außerordentlich er⸗ schüttert gilt. Gegen die Lebensmittelteuerung.

Berlin, 27. Okt. Der Reichskanzler hat heute die Fraktionsvorstände des Abgeordnetenhauses empfangen, um sich mit ihnen über die Frage der Lebensmittelteuerung und über die von der Regierung zu ergreifenden Maßnahmen auszusprechen. Dabei wird der Reichskanzler ihnen auch mitgeteilt haben, daß Maßnahmen unmittelbar bevorstehen auf dem Gebiete des Verkehrs mit Butter, Milch, Käse und

f. nsti n Fetten, ferner mit bestimmten

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en, Eiern, Wild, Fischen und Kakao.

diesem Gebiet zu erwartenden Veränderungen if regierung in dieser und in der vorigen Woche an! prüfungsstellen herangetreten, und diese kürzlich neu Körperschaft hat sich eingehend mit den betreffenden 3 befaßt. Es ist zu erwarten, daß vielleicht morgen schs Verordnung über die Einführung von Höchstpreisen Lebendgewicht bei Schweinen ergehen wird. Wir den Wunsch daran, daß diese beabsichtigten Höchstpreise Schweine wirklich nur den Gestehungskosten Rechnung tr und nicht von der Rücksicht auf irgendwelche speku Marktpreise zu sehr beeinflußt sind. 5

Auch die Beratungen über die Milchversorgung su ziemlich abgeschlosen. Der Hauptwert ist dabei darg worden, daß für die Wöchnerinnen, Säuglinge und der vorhandene Milchvorrat in erster Linie zur Verfi stehen muß. Den Kommunen wird die Pflicht aufer den, solche Maßregeln zu ergreifen, daß die Milchve gerecht erfolgt und es nicht etwa dahin kommt, daß Personen Milch erhalten, die das nötige Geld dazu Wahrscheinlich wird diese Regelung auf die Einführun) Milchkarten oder Milchmarken hinauslaufen. l

Bulgarische Siege. 9

Budapester Blättern zufolge greift General Boj in der Urovica⸗Stellung die sich erbittert verteidigend Serben an. Im Nischawa⸗Abschnitt sind die Bulgaren steten Vordringen. Die von Uesküb her angreifenden Bu garen gelangten hart an Tetovo. Um die Stellungen u dieser Stadt wird gekämpft. Die bulgarische Artillerie unt stiitzt kräftig die Angriffe der Infanterie. Die serb Linien kommen nacheinander ins Schwanken. Die Ma donier kämpfen mit Kraft und Todesmut. Vor Prilep [der Kampf. Auch in der unmittelbaren Nähe der Strumitza drängen Mazedonier und Türken kräftig rückenden französischen und englischen Kräste zr bulgarischen und türkischen Bergbatterien err Vorteile über die Feinde, die auch den ungestümen m schen Sturmangriffen kaum standhalten können.

Daß die Serben auf ein so rasches Vordringen k garen nicht rechneten und förmlich über rumd wurden, geht aus der Meldung in verschiedenen Bläte hervor, die Bulgaren hätten fast überall riesige de räte an Kriegsmaterial und Lebens mit vorgefunden. i a Rufsischer Landungsversuch an der bulgat

Küste aufgegeben.

T. U. Kopenhagen, 28. Okt. Der russische Land such an der bulgarischen Schwarzen Moer⸗Küste ist nac letzten Pariser Nachrichten nun endgültig aufgegeben word Rußland werde dagegen bei der rumänischen Regierung einmal in nachdrücklichster Form die Forderung stellen. Durchmarsch russischer Truppen zu gestatten. N 0

Ein russisches Erpeditionskorpßs.

Wie aus Sofin gemeldet wird, hat der Zar auger daß eine Expeditionsarmee vou 250 000 Maun aus den Mi tärbezirken Odessa, Cherson und Jalta unter dem Kommas des Generals Dawidow für Serbien bereitgestellt werd

Französische Ministerkrise. c

T. U. Genf, 28. Okt. Die letzten Depeschen aus melden, daß das Kabinett Viviani aufs allerschwe ste fährdet ist. Die Unterredung, die der Ministerpräsi Viviani gestern vormittag mit dem Präsidenten Poi gehabt hatte, hat das Vorhandensein einschneidender sätze zwischen dem Präsidenten und dem Kabinett aufg Die Sonderausschüsse der Parteien des Senats und Kammer sind in aller Eile zusammenberufen worden. Ma hält es nicht für ausgeschlossen, daß heute noch der des gesamten Kabinetts erfolgt.

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Pulver und Gold.

Roman aus dem Kriege 1870-1871. 29 Von Levin Schücking.

Es war Fräulein Blanche, die ihn aufnahm, die ihn rasch in den Raum schaffen ließ, wo er am besten aufgehoben scheinen mußte, in das Zimmer, worin Herr Kühn seine Geld mittel und seine Wertpapiere aufbewahrte, das eiserne Schränke und Gitter vor dem Fenster hatte, dessen Tür durch zwei Schlösser zu sichern war... es war so natürlich, daß man in der Hast nur an diesen Aufbewahrungsort dachte. Nachdem die kleinen Fässer dorthin getragen und so fürs erste geborgen waren, atmeten die Franktireurs auf; ihre Sorge war von ihnen genommen, ihr Mut kehrte zurück, und da sie Ihnen an Zahl ungefähr gleich waren, beschlossen sie, sich gegen die anrückenden Ulanen zu verteidigen; wenn diese vor dem Hause ankamen, wollten sie Ihnen durch das Gitter des Hoftores eine Salve geben und sich dann in unser Haus werfen, um die Feinde aus den Fenstern niederzuschießen. Sie können sich unser Erschrecken über dieses Vorhaben denken; auch wäre es sicherlich zu einer solchen Szene gekom men, wäre nicht Blanche gewesen, die sie beschwor, abzuziehen, weil das Ende des Kampfes sein würde, daß unser Haus niedergebrannt werden, daß ihre Mutter von solch einem schrecklichen Ereignis den Tod haben würde... sie stellte den Leuten vor, wie ein Blutvergießen ganz unnütz sein werde, weil die feindliche Streifpartie vorüberziehen werde, wie sie schon in der Nacht zurückkommen könnten, ihren Geld transport weiterzuschaffen sie setzte hinzu, daß sie, Blanche, mit allem, was sie habe, den Leuten bürge für ihre Geld fässer wenn sie nur rasch verschwänden und nicht an einen Kampf dächten, dessen Wirkung auf ihre kranke Mutter Blanche mehr fürchtete als alles.

Und auf diese Bürgschaft hin ließen sich die Leute be⸗ reden? fiel ich erregt ein.

Sie ließen sich beschwichtigen und durch Mare, den Gärtner, durch unsere Gärten führen, durch welche sie ver schwanden es war Zeit, denn die Hufschläge Ihrer Pferde

schallten bereits aus der Allee herüber. Sie kamen und kün⸗ digten uns zu unserem Schreck an, das Sie bleiben würden

zu unserem noch größeren nahmen Sie und Ihr Diener diese Zimmer für sich, und durch diese Zimmer führte doch die einzigen Wege zu diesem Gelde!

Ah, rief ich aus,wie unglücklich sich das alles für Sie fügte! Sie kamen den Abend deshalb zu uns, um mich zu sondieren, wie lange wir bleiben würden! Und als ich Ihnen eine für Sie keineswegs beruhigende Antwort gab, entschloß sich wohl Fräulein Blanche zu jener Wanderung im Mondschein, auf der ich ihr begegnete... sie war gegangen, die Franktireurs zu bedeuten, daß sie nicht in der Nacht hoffen dürften, ihre Fässer abholen zu können...

So ist es sie mußte diese Leute, die sich in den Ge⸗ büschen hinten am Oignonflusse verborgen hielten, entfernen un sie zu beruhigen, gab sie ihnen ein Blatt, auf dem sie bezeugt hatte, daß sie die Geldsumme in Verwahr genommen und dafür einstehe. Damit gelang es ihr, die Leute fortzu⸗ senden, die gerne bereit und entschlossen waren, einen nächt⸗ lichen Ueberfall auszuführen und Sie alle zu ermorden!

Wir waren ein wenig wider einen solchen nächtlichen Ueberfall auf der Hut, unterbrach ich ihn;aber wer weiß, wenn auch Fräulein Blanche dies alles nur getan hat aus Rücksicht und Sorge für ihre Mutter vielleicht hat sie doch mehreren von uns und besonders mir, der ich hier getrennt von meinen Leuten wohne, das Leben gerettet! Also sie hat die Leute fortgeschickt... mit einer schriftlichen Bürg⸗ Wa

Es ist ihr damit gelungen... der Gendarm ist nach Vesoul heimgeritten, um seinem Präfekten Bericht abzustatten und ihm Blanches Schrift einzuhändigen; die Franktireurs haben sich auf Besancon zurückgezogen. Wir hätten nun den Verlauf der Dinge abwarten können, wenn nicht die Sorge gewesen wäre, daß Sie unser Geheimnis, dem Sie so nahe waren, entdecken könnten... wenn Sie nicht selbst endlich Blanche erklärt hätten, daß Sie dies Geheimnis argwöhnten; dies ließ Blanche nicht Ruhe, nicht Rast mehr; wir mußten den Plan machen, dessen Ausführung in der vergangenen

Nacht den unseligen Verlauf hatte, den Sie kennen!

Und Fräulein Blanche, sagte ich nach einer stum Pause,hält sich nun für verpflichtet, die ganze Sumn ersetzen? Das wäre in der Tat schrecklich!

Sie haben recht, entgegnete der Abbe,es ist schreckli Was Herr Kühn den Seinigen vermacht hat, beträgt g hunderttausend Franken für seine Witwe und ebensov seine Tochter; dies Haus, die Ferme von Colomier g ursprünglich der Madame Kühn und sind einem sohne derselben, einem älteren Halbbruder von Blanche, in Liverpool als französischer Konsul lebt, verschrieben. e sehen, daß es sich um das ganze Vermögen des F Blanche handelt!

Ah... unmöglich! 8

Was ist unmöglich? 1

Daß man von ihr verlangen wird, ihr Vermögen zugeben, alles, was sie besitzt, um den Staat zu entf .. der Staat muß die Verluste tragen, die der Kri er gewollt hat, ihm bringt... 9

Sie kennen meine Cousine nicht! antwortete der Au trübe lächelnd. 0 12

Nein, nein, fuhr ich in der tiefsten Erschütterung ser das kann nicht sein... es ist nicht möglich, daß das zumute, daß man sie zwinge, sich zu opfern!

Des Zwanges wird es nicht bedürfen. Sie selbst k. es nicht anders wollen... sie hat sich verbürgt und nun dafür einstehen; es gilt die Sache ihres Vat und Frankreich ist heute nicht in der Lage, auf die O willigkeit seiner Kinder verzichten zu können; es ist u Zeit, wo seine Kinder ihre Pflichten gegen nehmen können!

Ich war stumm. Der Kopf wirbelte mir dem danken an das Unheil, das ich über Blanche geb fühlte einen unwiderstehlichen Drang, zu ihr h sie zu beschwören... um was., das wußte ich der Abbe hatte ja nur die Wahrheit gesagt, ich ja nur zu gut, daß Blanche viel zu groß und edel nicht gerade so handeln zu wollen, wie er sagte.

(Fortsetzung folgt.) 5