rawei lam Ljig)—Topola erreicht, östlich davon die Jasenica, Raca— beiderseits Sviljaz die Resava Twerschritten.
Im Pek⸗Tale ist Neresnica genommen.
Die südlich von Orsova vorgehenden Kräfte erbeuteten in Kladovo zwölf schwere Geschütze. In Ljubice vac (an der Donau östlich von Prza-Palanka) wurde die unmittelbare Verbindung mit der Armee des Generals Bojadjoff durch Offizierspatrouillen hergestellt.
Derr rechte Flügel dieser Armee folgt dem Gegner von Negotin in nordwestlicher und südwestlicher Richtung. Um den Besitz von Knjazevot wird weiter gekämpft.
Oberste Heeresleitung.
Der österreichisch · ungarische Tagesbericht
Die italienische Offen sive erlahmt.
Wien, 27. Okt.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 27. Oktober 1915. Nussischer Kriegsschauplaß. Die Vertreibung der Russen westlich von schreitet trotz der heftigen Gegenwehr des Feindes nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Der italienische Angriff auf unsere küstenländ i sche Front wurde gestern nicht mehr mit so großem Aufwand an Menschen und Munition wie in den früheren Schlachttagen fortge⸗ führt. Der Feind zögert mit dem Einsatze seiner zurückge⸗ haltenen Kräfte. Mehrere Angrisssversuche gegen die Krn-Stel⸗ lung kamen über ihre Anfänge nicht hinaus. Wiederholte Angrisse auf den Tolmeiner Brückenkopf wurden wie immer abgewiesen. Der Abschnitt von Plava stand zeitweise unter Trommelfeuer, Ein An⸗ griff auf Glorna wurde zurück g eschlagen. Bei Plava ver⸗ mochte die italienische Infanterie nicht mehr vorzugehen. Im Südabschnitte des noch immer unter schwerem Feuer stehenden Brückenkopfes von Görz brang der nachmittags hier angreifende Feind in ein kleines Grabenstück ein, das er jedoch nachts wieder verlor. Das Geschützfeuer gegen die Hochfläche von Do⸗ berdo hat bedeutend nachgelassen. Die Angriffstätigkeit der Italiener an der Dolomiten⸗Front hält au. Vorstöße starker gegnerischer Kräfte gegen den Col di Lana und den Sief-Sattel scheiterten. Unser Spital in Rovereto wurde mit Brisanz⸗ Granaten beschossen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Oestlich von Visegrad entrissen unsere Truppen dem Feind die Höhen beiderseits des Grenzdorses Dobrunj.
Die Armee des Generals der Infanterie v. Koeveß drängte ben Gegner ins Gebirge nördlich von Grn⸗Milanovae zurück. Oesterreichisch⸗ungarische Kräfte warfen ihn mit dem Bajonett aus seinen Höhenstellungen bei Topola.
Czartoryst fort. Sonst
Die beiderseits der Morava operierende deutsche Armee ge⸗ wann die Höhen südlich der Raca und dringt die Mlava auf⸗ wärts vor.
Die Orsova⸗Gruppe ist in Bra Palanka eingerückt. In
Kladovo wurden 12 schwere serbische Geschütze und große Vorräte an Munition, Verpflegung und Bekleidung erbeutet. Abteilungen der westlich von Negotin kämpfenden bulgarischen Kräften stellten die Verbindung mit den österreichischen, ungarischen und deutschen Truppen her. Die gegen Knjazevac entsandten bulgarischen Kräfte kämpften gestern im Sstteil dieser Stadt.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant. *
Der bulgarische Bericht.
Sofia, 27. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht über die Operationen vom 25. Oktober: Die Offensive dauert auf der ganzen Front an. große Vorräte von Mehl und Haser. In dem Donauhafen Kussick westlich Prahovo sind viertausend Winterwesten, zwei— tausend Kapuzen, zweitausend Militärmützen und dreißig Kisten mit Munition gefunden worden. Bei Knjazevac er— beuteten wir vier Feldgeschütze und sechs Kisten voll Munition und nahmen einen Hauptmann und dreißig Soldaten ge—
fangen. Im Distrikt Kossovo beginnt die albanesische Be— völkerung mit bewaffneter Hand gegen die Serben zu kämpfen. Nördlich Uesküb, ouf dem Wege nach Katchanik
entdeckte man die Leichen von 28 Bulgaren, die von den Serben aus dem Gefängnis entlassen und niedergemacht worden waren. Ferner sind dreihundert Bulgaren aus ver— schiedenen Städten Mazedoniens nach Katchanik abgeführt
worden. Die Serben machten eine große Anzahl Bulgaren nieder, die bei ihren Trains und der Bagage beschäftigt waren. Viele serbische Familien, darunter mehrere von ferbischen Offizieren, sind in Uesküb geblieben. Die Ver—
treter der Behörden und höhere serbische Offiziere rieten der amerikanischen Mission und anderen Fremden, aus Uesküb zu fliehen, da, wie sie angaben, die Bulgaren ein Barbaren— volk sejen und sie niedermachen würden. Gleichzeitig ließen sie aber ihre eigenen Familien in Uesküb und sagten ihnen, daß die Bulgaren Leute von gutem Benehmen seien und ihnen kein Leid tun würden!
Der Vormarsch der Bulgaren.
Sofia, 27. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Die Bul⸗ garische Telegraphen-Agentur erfährt: Die bulgarischen Truppen haben in der Umgegend von Knjazevac bedeutende Erfolge davongetragen; sie besetzten diese Stadt. Außerdem nahmen die bulgarischen Truppen die sehr mächtige Stellung Drinova Glava im Sturm, die den Schlüssel zum Festungs— rayon von Pirot bildet.
**
Sofia, 27. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Die Bulgarische Tele⸗ graphen⸗Agentur meldet: Die bulgarischen Behörden haben die Linie Dedeagatsch-Oktschilar besetzt, deren Betrieb von nun an durch den bulgarischen Staat erfolgen wird.
In Negotin fanden wir
Die Vereinigung von Deutschen und Bulgaren. Ein welthistorischer Tag.
Die Vereinigung deutscher und bulgarischer Truppen auf dem Balkankriegsschauplatz wird von der Frankfurter Zeitung in folgenden Ausführungen gefeiert: Deutsche und Bul⸗ garen haben sich vereinigt. Der Tag, an dem dies Ereignis gemeldet werden konnte, hat eine welthistorische Be⸗ deutung. Auf den Schlachtfeldern Serbiens, auf einem Bo⸗ den, der ein Teil des Kampfpreises sein wird, den sich das bulgarische Volk unter der Führung seines Königs durch einen glänzenden Feldzug heute schon erobert hat, ist durch den sym⸗ bolischen Akt des ersten Handschlags zwischen den siegreichen Soldaten der Armeen Deutschlands und Bulgariens der Grundstein gelegt worden zu dem neuen Bau einer gemein— samen und, wie wir hoffen dürfen, glanzvollen Geschichte der Zentralmächte und ihrer tapferen Waffengenossen am Balkan, einer Geschichte, die den weiten Raum von den Gestaden der Nordsee bis an die Ufer des Persischen Golfes zu ihrem nir⸗ gends unterbrochenen Schauplatz haben wird. Der große Strom des Handels, der wirtschaftlichen und der kulturellen Entwicklung wird nicht, wie es die Absicht unserer Feinde im Osten war, vom russischen Reich über den Balkan nach dem Mittelmeer fluten können, alles was deutsch und europäisch heißt auf seiner Bahn zermalmend, und alles was ostwärts davon liegt vom Bannkreis des europäischen Zentrums ab⸗ schneidend, sondern das Fließen und Gehen, das Treiben und Schaffen wird in breitem Geleise vom Deutschen Reich über das Land der Verbündeten, über Oesterreich und Ungarn, über Bulgarien und die Länder des Sultans seinen Weg nehmen, in regem Austausch aller Güter jedem das Seine ge— während und jedem gestattend, frei und in ruhigem Aufstieg die Kräfte zu entfalten.
*
Serbischer Hilferuf nach England.
T. U. London, 27. Okt. Der serbische Ministerpräsident Pasitsch hat der Times folgenden Aufruf zur Veröffentlichung zugehen lassen: Serbien macht unmenschliche Anstrengungen, seine Existenz zu verteidigen und zwar in Uebereinstimmung mit den Wünschen seiner großen Bundesgenossen. Die Oester⸗ reicher, Deutschen nd Bulgaren haben Serbien zum Tode verurteilt und unsere gemeinschaftlichen Feinde versuchen nun schon 20 Tage lang, uns trotz des Heldenmutes unserer Soldaten zu vernichten. Unser Widerstand kann nicht bis ins Unendliche fortdauern, darum bitten wir England, alles zu veranlassen, damit wir die Versicherung haben, daß seine Truppen uns erreichen und uns helfen, damit wir zusammen die gemeinschaftliche Sache verteidigen können, die so ernst lich bedroht ist.
Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen.
Verlag von Krumm& Cie., Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. M.
Vereinskalender.
Samstag. 30. Oktober. Altenbuseck. Freie Turnerschaft. Versammlung abends 29 Uhr bei Witwe Becker.
Versorgung der Bevölkerung mit Kartoffeln.
Diejenigen Einwohner, die sich mit Speisekartoffeln noch nicht versorgt haben und 1 Bedarf durch Vermittelung der Stadtver⸗ waltung decken wölle, werden hiermit ersucht, 9 5 Bedarf an
quten Speisekartoffeln bis spätestens Freitag, den 29. Oktober 1915,
nachmittags 6 Uhr bei den zuständigen Brotmarkenausgabestellen mündlich oder schriftlich anzumelden. Die Ausgabestellen sind zu diesem Zwecke Mittwoch, den 27., Donnerstag. den 28. und Freitag, den 29. Oktober von 8—12 und 2—6 Uhr geöffnet.
Der Anmeldende ist zur Abnahme der angemeldeten Menge verpflichtet. Die Abgabe erfolgt zum Selbstkostenpreis der Stadt.
Gießen, den 25. Oktober 1915.
Der Oberbürgermeister. Ee.
3 Bekanntmachung
Betrifft: Das Einhalten der Tauben während der Ga
Die Besitzer von Tauben werden unter Hinweis auf Art g
(Ziffer 2 des Feldstrafgesetzes vom 13. Juli 1904 aufgeforder 5
Tauben wegen der Saatzeit bis 20. November ds. Irs. einzuhalten.
Diese Bekanntmachung findet auf die Wan eren eine Anwendung.
Gießen, 27. Oktober 1915.
555 Oberbürgermeister.
V.: Grünewald.
Verstorbene.„Frau Susanne Ranft, geb. Diehl in Alsfeld
80 Jahre alt.— Frau Katharine Hahn in Alsfeld, 75 Jahre alt — Rechnungsrat Emil Neurath in Gießen, 62 Jahre alt Wir suchen zum sofortigen Eintritt mehrere selbständig arbeitende a 3
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