Ausgabe 
28.10.1915
 
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Telegraph Co. meldet aus Washington

nahme Rumäniens 000 Krieg an der Seite des Vierverbandes ein⸗ zusetzen. In einer Broschüre:Die Sozialisten und der Krieg, die der Bukarester Verein für sozialistische Kultur herausgegeben hat, wird die Antwort des Genossen Racovski, des rumänischen Vertreters des Internationalen Sozialistischen Bureaus, mitge⸗ teilt, die er den französischen Genossen auf ihre Aufforderung er- teilte. Wir entnehmen daraus(nach Avvenire del Lavoratore vom

9. Oktober) einige charakteristische Stellen:Der Haß gegen den!

Zarismus ist in der Internationale Tradition. Besonders wir Balkansozialisten sind in diesem Haß erzogen worden. Unsere Lehr⸗ meister haben uns unaufhörlich gesagt: Ihr auf dem Balkan habt eine schwere und große Mission zu erfüllen. Im Interesse der Internationale habt Ihr gegen die russische Eroberungspolitik zu kämpfen.... So sagten auch die russischen Sozialisten. Plechanoff sagte 1894, sich an die Vallansozialisten wendend: Dem zarischen Rußland gegenüber hat der Sozialismus nur eine Pflicht: ihn in vollkommener Jselierung zu erhalten. Aehnliches zitiert Racovski von Guesde, von Wilhelm Liebknecht, vom Kongreß in Marseille

und Brlülssel, und meint, daß die Vallansozialisten unmöglich aus

den Augen verlieren können, daß Rußland fetzt mit Hilfe der Alliierten große Eroberungen bezwecke, unddie Eroberung Kon stantinopels bedeutet die Vernichtung der Unabhängigkeit der Balkanstaaten. Können wir in solchem Falle Sympathien für Rußland haben und ihm Erfolge wünschen? Daß ein Sieg des Vierverbands Rußland den freiheitlichen Einflüssen des Vierver⸗ bandes geneigt machen wird, glaubt Racovski nicht. Ebensowenig wie die Kreise Rumäniens, die jetzt die Hoffnung des Vierver⸗ bandes bilden, sich durch freiheitliche Gesinnung auszeichnen. Im Gegenteil: diejenigen Männer, die sich der Freundschaft Poincaxés und Greys rühmten, seien diejenigen, die am meisten zur Korrup⸗ tion des Landes beigetragen haben, und die jetzt schon in Aussicht stellen, daß der Krieg, den sie wünschen, auch das beste Mittel fei, die Wahlreform und Agrarreform hintanzuhalten.

Russische Sozialisten für die Fortführung des Krieges.

Verschiedene Gruppen aus der russischen Sozigldemo⸗ kratie unter Führung von Plechanow, Deitsch, Altschinsky, Bach und Bunakow veröffentlichten in Wolschky Djen von Samara einen Aufruf, in dem sie die Arbeiterklasse auf

fordern, kräftig zur siegreichen Durchführung des Krieges

mitzuwirken und alle regierungsfeindlichen Handlungen zu unterlassen. 0 5 Ein syndikalistisches Urteil.

In der Vatallle Syndicaliste vom 11. Oktober beklagt sich ein Arbeiter, daß die Redaktion eine parteiische Haltung gegenüber den Deutschen einnehme. Er sagt, die französischen Sozialisten haben am 2. August 1914 für die Kriegskredite gestimmt. Die Bataille Syndicaliste finde in dieser Abstimmung nichts Schlimmes.Wenn also die französischen Sozialisten ein Recht haben, ihr Vaterland zu verteidigen, so muß man billigerweise den deutschen Sozialisten dasselbe Recht zugestehen. Das ist es, was das Blatt seinen Lesern sagen müßte. Der Leitartikler der Bataille Syndicaliste nennt diese Schlußfolgerungsophistisch!

Die amerikanische Protestuote an

England.

London, 26. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Die Exchange vom 24. Oktober: Die amegikanische Note an England über die Blockade der deutschen Häfen und die Beschlagnahme amerikanischer Ladungen erklärt die englischen königlichen Verordnungen für völkerrechtlich ungesetzlich und nichtig. Sie behandelte außerdem die Länder verschieden insofern, als Skandinavien nach Deutschland ausführen könne, die Vereinigten Staaten jedoch nicht. Die Note betont, daß die Blockade Neutrale nicht bindet, wenn sie nicht tatsächlich durchgeführt wird. Die Note bestreitet, daß die vermehrte amerikanische Ausfuhr be weise, daß Ladungen nach Deutschland gehen, ferner, daß die Beweislast den Exporteuren zufalle. Die Note besteht end lich darauf, daß Neutrale in jedem Falle das Recht haben, Güter, die keine Konterbande sind, nach Deutschland auszu führen und enthält die nachdrückliche Forderung nach der

Freiheit der Meere.

Englisches Schreckensregiment in Aegypten. Konstantinopel, 25. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Den

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Aegypten, General Maxwell, in der letzten Zeit eine Schreckensherrschaft gegen die Muselmanen in Aegypten; sie sind der unmenschlichsten Behandlung ausgesetzt. Es sind verschiedene Maßnahmen ergriffen worden, um eine voll⸗

ständige Verarmung der Muselmanen herbeizuführen. Die muselmanische theologische Fakultät in Azhar und die Universität sind geschlossen worden. Professoren und

Studenten der Fakultät sind Beleidigungen aller Art aus⸗ gesetzt. Die Lage in Aegypten scheint einer in; entgegenzusteuern..

La Chaux de Fonds.

Das politische Departement des Bundesrats der Eidgenosseu⸗ schaft teilt mit: Nachdem der deutsche Geschäftsträger am 20. Okto⸗ Mitteilung ge⸗

ssten Maßregeln Schuldigen ergreisen rausstellen sollle, daß das Flugzeug, das am 17. Oktober Bomben auf La Chaur de Fonds heruntergeworfen hatte, ein deussches sei, und nachdem gleichzeitig dem schweizerischen Gesandten in Berlin entsprechende Erklärungen abgegeben worden waren, hat heute der deutsche Ge⸗ sandte dem politischen Departement mitgeteilt, die militärische Un⸗ tersuchung habe ergeben, daß das Flugzeug tatsächlich ein deutsches war, dessen Führer die Orientierung vollständig verloren hatte und sich über französischem Gebiet glaubte. Flieger und Beobachter sind versetzt und bestraft worden, auch sind die Fliegerabteilungen erneut vor Ueberfliegen schweizerischen Gebietes gewarnt und es ist insbesondere streng befohlen, daß sie Flieger⸗Bomben nur ab⸗ werfen dürfen, salls sie zwelfelsfrei über seindlichem Gebiet sich befinden. Die Kaiserlich deutsche Regierung hat wegen dieses Zwischenfalls dem Bundesrate ihr lebhaftes Bedauern ausge⸗ sprochen, insbesondere auch zuhanden der glücklicherweise nicht schwer verletzten Personen; sie hat ferner Schad enersatz und Schmerzensgeld zugesagt. Eine entsprechende Note ist dem schweizerischen Gesandten in Bern zugestellt worden. 5

Zu dieser amtlichen Mitteflung bemerkt der Bund: Durch diese Erklärung hat die deutsche Regierung den Zwischenfall von La Chaux de Fonds mit anerkennenswerter Raschheit erledigt und da⸗ bei, was wir mit Befriedigung seststellen, den vom schweizerischen Bundesrat formulierten Anspruchen in vollem Maße Rechnung getragen. 5

Zusammenkritt des Reichstags.

Der bis zum 30. November vertagte Reichstag wird seine Arbeiten voraussichtlich erst am 9. Dezember wieder auf nehmen. Es steht aber zu erwarten, daß die Kommission für den Reichshaushalt schon vorher mit ihren Beratungen beginnen wird. Die Regierung wird wieder eine Denkschrift über die von ihr getroffenen wirtschaftlichen Maßnahmen vorlegen. Auch sonst wird es der Haushaltskommission an Material für die Vorarbeiten nicht fehlen.

Reichs zuschuß zum Einkauf von Futtermitteln.

Die durch die Serben bisher gesperrt gewesene Donau ist nunmehr für den Verkehr wieder frei und damit ist die Mög⸗ lichkeit gegeben, aus den Donaustaaten Getreide und Futter- mittel in größeren Mengen einzuführen. Frhr. v. Zedlitz macht nun in der Post den Vorschlag, eine Million Tonnen ausländisches Kraftfutter zu kaufen und pro Tonne einen Zuschuß von 100 Mark aus der Reichskasse zu leisten. Er meint ganz richtig, daß die erforderliche Summe von 100 Millionen Mark keine Rolle spielen könne, im Vergleich zu den Kriegskosten des Reiches. Der Vorschlag verdient Be⸗ achtung, nur müßte man den Landwirten, die solches Kraft⸗ futter überwiesen erhalten, bestimmte Verpflichtungen auf erlegen, besonders nach der Richtung hin, daß sie Fleisch, Milch' und Butter in entsprechenden Mengen zu genau festgesetzten Preisen vielleicht direkt an die Kommunalverbände zu liefern haben. Geschieht dies nicht, dann betrachten die Landwirte den Reichszuschuß einfach als Liebesgabe, die sie zu gar nichts verpflichtet. Vorsicht ist hier dringend nötig, damit nicht schließlich die Steuerzahler geschödigt werden.

Ein serbischer Separatfriede?

Genf, 27. Okt. Nach Privatmeldungen aus Saloniki werden daselbst mehrere serbische Notablen erwartet, um dem griechischen Thronfolger die furchtbare Lage Serbiens vor zustellen. Auf Pariser Redaktionen traf gestern die Meldung

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ganisation des Angriffes in der Suvla Bay, der eim schwerer

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ob es den Frieden zwischen Serbien und den 3⁰ vermitteln wolle. i

Serbisch⸗französische Niederlage Ueber eine Niederlage der Franzosen und Se Strumitza meldet laut Berliner Tageblatt die Times Athen: Der Kampf zwischen Krivolge 1 Strumita am Freitag abend zu Ende. Die serbischen und französische Truppen wurden zurückgeschlagen und werden von den Bul garen verfolgt. 5. Die Donan frei! Nach einem Telegramm des Berliner Tageblattes berichtet Times aus Bulgrest, daß die serbische Artillerie bei Tekia einem heftigen Bombardement von dem österreichischen Ufer Donau aus zum Schweigen gebracht wurde. Die Oesterrei segten über den Fluß quer über die Insel Adakaleh und die sef schen Truppen wichen vom Donauufer zurück. Die österreichise Truppen haben jetzt von Orsowa her sreien Durchzug an der Donau nach Bulgarien. Bei Orsowa wurden Dampfer und Lastschiffe mit Munition zusammengezogen. Serben haben Radujevac geräumt. a Abtransport der Dardanellenarmee nach Salon Budapest, 27. Okt. Magiar Orzasg meldet aus Lu 0 daß Nachrichten aus Neapel zufolge der Vierverband 80 gu Dampfer von Gallipoli nach Saloniki abgehen lasse, um v wiegend australische und kanadische Soldaten zu befördern.

General Hamilton vor ein Kriegsgericht. Nach der Köln. Ztg. wird schweizerischen Blättern aus ond gemeldet, General Hamilton werde wegen der mangelhaften

schlag der gangen Dardanellenaktion bedeutet, vor einen Krie gestellt werden. Feindliche U-Boote in der Ostsee, Laut einer Meldung der Vossischen Zeitung aus S holm erzählt die Bevölkerung der Alands-Inseln, daß der Ostsee operierenden englischen und russischen boote ihre Basis in den Alandsschären haben. Die station sei der dortige gut geschützte Fjord Emparen.

Nach Sibirien verbannt. 1

T. U. Stockholm, 27. Okt. Auf Betreiben der Nowoje Wren sind der Bürgermeister von Riga, von Bulmeringk, der Chef dortigen Feuerwehr und Bürgermiliz Großmann und der städtisch Branddirektor Schuhmer nach Ost⸗Sibirien verbannt worden.

Die Wehrpflicht in Euglaud.

Der Labour Leader veröffentlicht einen Aufruf an englische Arbeiterschaft, sich mit allen Mitteln der Einfüh der allgemeinen Wehrpflicht zu widersetzen. In der Woche sei es im Kabinett zu einem Zusammenstoß zwisch Asquith und den fünf Wehrpflichts⸗-Ministern gekommen,

Asquiths zurückgezog Derbys Rekrutierung einbringen zu wollen.

nur gegen das bgstimmte Versprechen

sofort nach Beendigung von Lord

kampagne die allgemeine Wehrpflicht

N Gegen Lebensmittelwucher. 1 In München⸗Gladbach wurden wegen Uebertretung der Höchst preise für Weißkohl von der Strafkammer ein Landwirt zu zw Monaten, seine Tochter zu einem Monat und anderer wirt zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. In Köln ver⸗ 0 urteilte das Schöffengericht zwei Marktfrauen, die die Höchstpreise für Gemüse überschritten hatten, zu Gefängnisstrafen von einexß Woche.. Zur Kartoffelversorgung. 1 Der deutsche Landwirtschaftsrat hat an die zuständigen Stellen die dringende Bitte gerichtet, daß für die Abliefe, rungen von Kartoffeln die erforderliche Anzahl Eisenbah wagen zur Verfügung gestellt werden, wenn nicht in der Kar. toffelversorgung für den Winter Schwiorigkeiten einkreten sollen. 01

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ein

Blättern zufolge führt der englische Kommandant in TT. ö

Pulver und Gold.

Roman aus dem Kriege 18701871. 28 Von Levin Schücking.

Ja ich muß fest geschlafen haben, antwortete er, und es liegt mir schwer in den Gliedern; ich glaube, ich brauche mich nur hinzulegen, und ich schlafe sofort wie der ein.

Du ffühltest schon, ehe du dich legtest, diese Schlafsucht?

Ganz merkwürdig, Herr Vizewachtmeister, sagte Fried rich;just, als ob mir einer einen Schlaftrunk in den Abend schoppen gegossen hätte...

Damit warf sich Friedrich wieder auf sein Lager, und ich suchte das meinige auf und fragte mich dabei, ob ich nicht sehr wohl getan, des Abbéberuhigendes Pulver nicht an zurühren.

Freilich, hätte ich es genommen, ich hätte schwerlich den Rest der Nacht so aufgeregt schlaflos, wie ich jetzt tat, zuge bracht. Solche peinvolle, unsäglich quälende, rastlose Stun den, in denen ich oft vollständig der Verzweiflung nahe war, daß gerade ich dies entsetzliche Gold hatte finden müssen... Ich hatte so innerlich glücklich, so im stillen jubelnd die Zu versicht genährt, daß es mir glorreich gelingen werde, eine Brücke über den Abgrund zu bauen, der mich unleugbar von Blanche trennte... und nun kam dies verfluchte schwere Gold und legte sich auf meine luftige phantastische Brücke, und unter dieser Last war sie zusammengebrochen und ein gestürzt, und der Abgrund klaffte tiefer und weiter als zuvor, und aus der schwarzen Tiefe starrte mich die öde grauenhafte Hoffnungslosigkeit an.

Endlich, endlich stieg der Morgen herauf. Die Sonne kam und stieg höher und höher; doch fühlte ich mich nicht ver sucht, mich zu erheben. Ich fühlte mich matt, hinfällig, wie an allen Gliedern gebrochen. Ein Mädchen brachte mir das Frühstück. Der Abbé, obwohl er sich mir zum Arzt aufge drungen, erschien heute nicht. Von Blanche vernahm ich natürlich nichts. Auch der Arzt aus Noroy, den man mir für heute angekündigt, kam nicht. Fricovich hatte sich er

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hoben und ging verdrossen zwischen mir und meinen Leuten hin und her; er klagte über Kopfweh. Ich nahm mir endlich ein Herz und sandte ihn zum Abbé hinauf. Ich ließ diesen dringend ersuchen, sich zu mir herunter zu bemühen.

Der Abbs kam nach einer geraumen Weile.

Ich bat ihn, Platz an meinem Bette zu nehmen, und sagte mit einen Scherz, der freilich sehr gezwungen lauten mochte:

Ich habe das Pulver, das Sie mir gestern abend ver ordnet, nicht genommen, und das hat Sie mit Ihrem Patien⸗ ten so unzufrieden gemacht, daß Sie ihn aufgegeben haben. Ist es so? Ich würde es Ihnen nicht übel nehmen können. Ich will auch in der Tat Ihre Mühe und Sorge nicht weiter in Anspruch nehmen; meine Wunde heilt wohl ohnehin jetzt ohne viel ärztliche Behandlung und ist jedenfalls das ge

ringste von dem, was mich unglücklich macht... ah, wes halb tun Sie das? Der Abbs hatte mit einem eigentümlich gedrückten

Wesen, während ich so sprach, meine Blicke vermieden und streckte jetzt die Sand nach dem Glase aus, in das er am gestrigen Abend sein Pulver gemischt und das noch gefüllt auf meinem Nachttische stand.

Er nahm es und leerte es rasch bis zur Hälfte.

Weshalb tun Sie das? rief ich aus.

Sie haben das Mittel, durch das ich Ihnen Nachtruhe geben wollte, verschmäht, antwortete der Abbé;damit es nicht unbenutzt bleibe, will ich selber es nehmen; nach der Szene der verflossenen Nacht wird mir die beruhigende Wir kung, die es übt, wohltun!

Ah, sagte ich lächelnd,eine Beruhigung hätten Ihnen auch meine Worte geben können; ich habe nicht daran gedacht, daß dieses Pulver nicht ein sehr harmloser Stoff sei: sogar ein sehr wohltätiger Stoff; hätte ich ihn zu mir genommen, so würde ich sicherlich so gut und so fest wie Friedrich ge⸗ schlafen haben, und Sie und Fräulein Blanche hätten unge⸗ stört ihr Vorhaben ausführen können; ich fühlte jetzt nicht die Verzweiflung über den Kummer, den ich Fräulein Blanche habe zufügen müssen, diese helle Verzweiflung, die mich dazu

Ihnen erfahren, wie Fräulein Blanche in dieser Stunde 9 der Sache denkt, ob ihre wilde und mir unerklärliche regung sich gelegt hat; ich möchte Ihnen auseinandersetze daß es einer solchen Aufregung über die einfache Tatsache gar nicht bedarf, daß diese derselben nicht wert ist.

Der Abbs zuckts die Achseln und sah trübselig zu Boden während ich eifrig fortfuhr:* 9

Der kleine Schwarm von Franktireurs hat aus Furcht, von uns überrascht zu werden, den Geldtransport in Ihrem, Hause in Sicherheit gebracht; wir haben den leidigen Schah entdeckt und konfiszieren ihn nach Kriegsrecht; ich gebe Ihnen N eine Bescheinigung darüber, die mein Schwadrons⸗ und, wenn Sie wollen, mein Regimentschef bekräftigen und besiegel wird Sie sind damit aller Verantwortung los und ledig kein Mensch auf Erden kann Ihnen oder gar Fräulein Blanche einen Vorwurf darüber machen!

Sie kennen die ganze Sachlage nicht, mein Herr! er⸗ widerte der Abbé.Ich will sie Ihnen erklären, wenn Sie verlangen... g

Ich bitte, reden Sie, sagen Sie mir alles..

Jenes Geld, hub der Abbe an,ist vom Präfekten des Departements der oberen Saone zu Vesoul an den deß Doubs nach Besancon abgeschickt worden und sollte zur richtung und Ausrüstung des Bataillons der Mobilen de oberen Saone dienen, das zur Sicherheit nach Besancon ge schickt ist, um sich dort im Schutze der Festung zu formieren. Da man jedoch die Straße von Vesoul auf Besancon nien mehr für ganz sicher hielt man hatte Nachricht, daß Ihre Vortruppen auf Vesoul marschierten, und mußte dann 11.

ten, so wurde der Transport ostwärts auf der Straße in Oignontal geführt, um über Montbazon und Vorah unge⸗ fährdet Besancon zu erreichen. Aber was sich in dieser losen Kriege so vielfach gezeigt hat, daß Sie die Schnelleren und wir die Langsameren sind... der Wagen mit dem Gelde wurde von Ihrem Detachement auf einer Straße, auß der man Sie gar nicht erwartete, eingeholt; der Gendars N Sie ie

und die Franktireurs, die ihn geleiteten, hatten, wie 1 selb wissen, kaum die Zeit, den Schatz in dies Haus zu

trieb, Sie um eine Unterredung zu bikten. Ich möchte von

(Fortsetzung folgt.)

tatsächlich mit der Kapitulation des Premierministers geer 0 habe. Die fünf Oppositions-Minister hätten ihre Demission, 0