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schatzamt zurzeit die

besonderen beim Abschluß von Kriegslieferungsbeträgen im großen

Stil vollkommen versagt habe, wie sie die Kohlenfrage vernach⸗ lässigt habe und anderes. Man kann nicht leugnen, daß Herr Money besonders in der Begründung die Kriegsausgaben durch Be⸗ steuerung und Konfiskation des Luxus, wenn diese Besteuerung wirklich durchgreift, sehr viel Wahres sagt, und wie er besonders im Rechte ist, eine starke progressiv steigende Vermögenssteuer zu fordern, die in ihren höchsten Steuersätzen nahe an eine teilweise Konfiskation der großen Vermögen herankommt. Das sind Forde⸗ rungen, die wir alle auch in Deutschland schon erhoben haben und von denen wir nur wünschen möchten, daß sie auch in Deutschland endlich und gründlich berücksichtigt werden. Vorarbeiten ie Kriegsgewinnsteuer.

Wie die Frankfurter Jeltung erfährt, werden im Reichs- arbeiten und Berechnungen vorge nommen, auf die sich die geplanten Kriegsgewinnsteuern stützen sollen. Als Grundlage wird voraussichtlich die zum Zweck der Wehrsteuer am 1. Januar 1914 abgegebene Ver mögensdeklaration dienen, sowie der Durchschnitt der letzt jährigen Einkommensteuerveranlagungen. Davon ausgehend wird festgestellt werden, wie weit die Einnahmen der Kriegs- jahre über die der normalen Zeiten hinausgegangen und inwieweit etwa übernormale Vermögensansammlungen statt gefunden haben, denn nach den Informationen der Ein schätzungskommission besteht die Absicht, nicht nur erzielte Kriegsgewinne, sondern auch den während des Krieges ent standenen oder entstehenden Vermögenszuwachs durch die neuen Steuern zu erfassen. Die Steuern werden zwar nicht wie in England 50 Prozent betragen, immerhin werde man sich aber auf hohe Sätze gefaßt machen müssen. Die Steuer soll staffelförmig sein.

Bulgarische Erfolge.

Sofia, 25 Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Der amt⸗ liche Bericht über die Operationen am 24. Oktober besagt: Unsere Truppen nahmen Negotin und den Donauhafen Prahovo. Die bis jetzt bekannte Beute ist: Ein Verpflegungs magazin, 20 Waggons mit Kriegsmaterial; Gefangene: 1 Offizier, 270 Mann. Auf dem Schlachtfelde wurden 300 serbische Leichen aufgefunden. Prinz Cyrill und der Armee kommandant wurden in Uesküb sehr feierlich empfangen. Die Stadt war mit unseren Fahnen und Teppichen ge schmückt. Die gesamte Bevölkerung beteiligte sich an dem Empfang und weinte vor innerer Rührung. Die Begeiste- rung war unbeschreiblich.

Das Schicksal König Peters von Serbien.

Rotterdam, 26. Okt. Die englische Presse fürchtet für das Schicksal König Peters, der in Nisch, wo er augenblicklich weilt, von jeder Verbindung mit der Außenwelt abgeschnitten sei. Die Daily Mail rechnet mit der Möglichkeit seiner Flucht nach Montenegro.

Der Kriege zustand in Griechenland.

Wien, 26. Okt. Hier vorliegende Bukarester Meldungen besagen, der König von Griechenland unterzeichnete ein De kret durch das der Kriegszustand angeordnet wird.

Alle wichtigen ostserbischen Donauhäfen sind im Besitz der Bulgaren. Jede weitere Zufuhr aus Rumänien ist daher abgeschnitten.

Die deutschen U-Boote vor der bulgarischen Küste.

Rotterdam, 26. Okt. Die Morning Post erfährt aus Athen, daß laut Bukarester Meldungen zwei deutsche Unterseeboote im Hafen von Varna eingetroffen sind, um russische Landungsver⸗ suche zu beobachten. Am Südteil der rumänischen Küste sei ein drittes deutsches Unterseeboot erschienen.

400 000 Kirgisendie neuen Kulturretter

T. U. Stockholm, 26. Okt. Nowoje Wremja meldet, daß man die Wehrpflicht der Kirkisen diskutiert habe. Von den Kirkisen könnte man 400 000 Mann guter Kavallerietruppen bekommen.

Neue Kardinäle,

Haag, 26. Okt. Die Morning Post meldet: Auf Ersuchen der Mittelmächte wird der Papst die Nuntien von München und Wien zu Kardinälen ernennen. Beide sollen dann unmittelbar nach Rom Ar de dort bleibenden Aufenthalt zu nehmen. Die Ernennung

ieser beiden Kardinäle bedeute eine große Verstärkung des deut schen und österreichischen Einflusses am Vatikan.

eigenem Entschluß aus

Krlegsus ten. b

Der Reichsanzeiger veröffentlicht Bekanntmachungen aus Berlin, Hanau, Köln und Saarbrücken, in denen die Namen von Geschäftsleuten veröffentlicht werden, denen wegen Verstoß gegen die Wucher⸗Verordnung der Gewerbebetrieb untersagt worden ist. 5

Der Gouverneur der Festung Köln hat eine Verordnung er⸗ lassen, nach der die Abhaltung von Versammlungen von Nus ländern auch wenn es sich um Besprechung von Arbeitsverhältnissen eines bestimmten Werkes handelt ver boten ist, ebenso ist die Einladung zum Besuche solcher Versamm⸗ lungen verboten. Die Leiter von Verfammlungen sind verpflichtet, darauf zu halten, daß auwesende Ausländer sich vor Eintritt in die Beratungen entfernen. Unter dleses Verbot fällt auch Sie Gründung von Vereinen und die Veranstaltung von geselligen Zu⸗ sammenkünsten jeder Art. Zuwiderhandlungen werden sofern die Strafgesetze keine höheren Strafen bestimmen mit Gefäng⸗ nis bis zu einem Jah re bestraft. 2 8

Aus der militärischen Schutzhaft entlassen murde am Samstag in Berlin der Genosse Piek, der Anfang August wegen Verdachtes der Anstiftung zu einer Straßendemon⸗ stration verhaftet, nach Erledigung diefer Angelegenheit aber ohne Angabe von Gründen, in militärischer Schutzhaft gehalten wurde. Gen. Piek hat Gestellungsorder erhalten und muß nun seiner Militärpflicht genügen. 5

Die französiche Regierung ließ durch den Präsidenten des internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Genf an das preußische Kriegsministerium die telegraphische Mitteilung ge⸗ langen, daß das seit Ende Juli bestehende Verbot des Post⸗ verkehrs zwischen Deutschland und den im französischen Operationsgebiet befindlichen deutschen Kriegsgefange⸗ men aufgehoben sei.

In den letzten zwei Wochen wurde das Erscheinen folgender Parifer Blätter auf zwei bis vier Tage verboten: Rappel, Radical, Guerre Soziale, L Homme Enchainé, L' Oevre. Wie die Humanits mitteilt, hielt der Pariser Presseverein eine Versammlung ab und beschloß einmütig, gegen das Zensurverboteiner großen Zahl Pariser Blätter Einspruch zu erheben. 3

Der Verband italienischer Journalistenver⸗ eine hielt am 17. Oktober eine Sitzung ab, in der er gegen die Unterdrückung des freien Wortes durch die Zensur protestierte und gegen die Behandlung des Avanti, der im Kriegsgebiet und einigen anderen Gegenden verboten ist und dem durch absichtliche Verzögerung der Spedition und ähnliches die größten Schwierigkeiten gemacht werden.

In Pisa sah nach dem Avanti vom 18. Oktober ein 75jäh⸗ riger Straßen verkäufer ein Regiment Soldaten vorbei⸗ ziehen und sagte:Dies Regiment ist aufgerieben worden, und diese hier ziehen zum Ersatz hinaus. Das genügte, den alten Mann inhaftieren zu lassen und ihn wegen Verbreitung unzu⸗ treffender Nachrichten zu 3 Monaten Haft zu verurteilen.

Nach der Rietschwidersetzen sich die russischen Bauern kräftig der vom russischen Landesverband geplanten Errichtung von Hospitälern auf dem Land. Die Bauern fürchten, die Hospitalärzte würden die Cholera mitbringen.

Partei⸗Nachrichten. Ein Düsseldorfer Parteiveteran gestorben.

Am Mittwoch starb in Düsseldorf im Alter von 51 Jahren nach kurzem Krankenlager der Genosse Ernst Erbert, Ange⸗ stellter der Volkszeitung. Der Verstorbene gehört zu den Grün⸗ dern der Düsseldorfer Partei- und Gewerkschaftsorganisationen und war(1889) Mitbegründer des dortigen Parteiblattes. Erbert kam Mitte der 8ber Jahre nach Düsseldorf und hat seit dieser Zeit ununterbrochen in der Düsseldorfer Arbeiterbewegung und deren Vexrtrauensämtern gewirkt. Im Geheimbundsprozeß vom Jahre 1888 wurde er zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Bis in die letzten Jahre hinein war er Beisitzer am Kaufmannsgericht und am Reichsversicherungsamt. Die Düsseldorser Arbeiterschaft wird dem Mitbegründer ihrer Organisation und Institutionen ein ehrendes Andenken bewahren.

Revision im Prozeß Walcher.

Die Genossen Walcher, Görtsch und Totmeyer waren in Berlin wegen Verbreitung des FlugblattesHinter den Kulissen in großer Zeit angeklagt. Die Strafkammer hatte sie von der Anklage der

Anreizung zu Gewalttätigkeiten verschiedener Klassen der Be⸗ völkerung freigesprochen, wegen Verstoß gegen§ 9b des Be⸗

lagerungszustandsgesetzes aber zu drei Monaten, zwei Monaten und sechs Wochen Gefängnis verurteilt. Gegen das Urteil haben die Angeklagten und der Staatsanwalt Revision angemeldet. Der württembergische Landtagsabgeordnete Hoschka und die Genossen seines Wahlkreises. Als während der letzten Tagung des württembergischen Land⸗ tags die FraktionSozialistische Vereinigung ins Leben trat, be⸗ fand sich unter ihren drei Mitgliedern auch der Abg. Hoschka, der den Oberamtsbezirk Schorndorf vertritt. Hoschka war aus

der Sozialdemokratischen Fraktion ausge- bleibt abermals dividendenlos. Die Aussichten sind weni

ferenz für den Bezirk; men nun die Genosse

zulegen. Genosse Keil.

Erklärung zum Ausdruck: 5 b 1Di a stellt fest, daß der Abg. Hoschla der Einlad des Kreisvorstandes und des Ortsvereins Schorndorf zur Bersche erstattung über den Landtag nicht gefolgt ist. Die Sozialdemo tische Partei des Bezirks Schorndorf hat Hoschka in den Landig gesandt in der selbstverständlichen Erwartung, daß er sein Ma als Mitglied der Sozialdemokratischen Landtagsfraktion a werde. Da Hoschka aus freien Stücken und ohne jeden Grund der Sozialdemokratischen Fraktion ausgetreten ist, können ihn Parteimitglieder des Bezirks Schorndorf als ihren Vertreter mehr anerkennen. Die Konferenz ist der Ansicht, daß es in jetzigen ernsten Zeiten heiligste Pflicht den in der Heimat bliebenen Parteigenossen ist, bei allen Meinungsverschiedenh in Einzelfragen, die Geschlossenheit der Organisation, zu w Am schärfsten zu verurteilen ist jeder Versuch der Organiß zersplitterung, der von Personen ausgeht, die durch das der Parteigenossen in öffentliche Stellungen gelangt sind. H hat durch sein Verhalten das Vertrauen der Parteigenossen Bezirks Schorndorf verscherzt. 1 Die Konferenz erklärt sich mit der Haltung der Sozialdem tischen Landtagsfraktion durchaus einverstanden. g Ein politischer Prozeß wird am Mittwoch mittag vor der 6. Strafkammer des Landgerichts verhandelt. Angeklagt ist der frühere Redakteur d Schwäbischen Tagwacht, Genosse Walcher, der 0 m

Schriften der Parteiopposition verbreitet haben soll. Er w teidigt von dem Genossen Rechtsanwalt Weinberg, der au Verteidiger der kürzlich aus der Haft entlassenen Genosse dakteur Meyer und Eberlein ist. Genosse Wolfgang Heine ver teidigt den in der letzten Sache mitverhafteten Genossen But drucker Wiegand. 4 1 Diskussion über die Zimmerwalder Konferenz in der Schwei Das Züricher Volksrecht polemisiert in einem Leitartikel gegeg die Stellungnahme des schweizerischen Parteivorstandes zu Zimmerwalder Konserenz. Diese Haltung widerspreche der rie denskundgebung vom 3. 10., die unter Mitwirkung des Parteipor standes in der ganzen Schweiz veranstaltet worden sei. 5 Eine Parteiversammlung in Zürich beschäftigte sich mit gleichen Thema. Die gesamte Geschäftsleitung der schweizerise sozialdemokratischen Partei nahm an der Versammlung teil. Mat einer lebhaften Aussprache, an der im Sinne des Parteivor ande teilnahmen; die Genossen Greulich, Seidel, Sigg, Pflüger un Walter, während von der Opposition u. a. die Genossen Flattes Nobe, Rieter sprachen, wurde eine Nesolution mit 229 gegen Stimmen angenommen, welche sich mit der Zimmerwalder ferenz einverstanden erklärt und vom nächsten schweizerischen g teitag die Anerkennung der Konferenz und die ideelle und terielle Unterstützung ihrer Beschlüsse fordert. 90 Die Schweizer Sozialdemokratie im Kriegsjahr. Die Schweizer Parteiblätter bringen einen Bericht übe Mitgliederbewegung im verflossenen ersten Kriegsjahr. Dauach die Mitgliederzahl in 20 Kantonen abgenommen um 3673 N der, während eine Zunahme nur in zwei Kantonen zu verze war und auch nur um ganze 20 Mitglieder. Die gesamten Orga sationen der Schweiz zählen 29 585 Mitglieder. Die sozialdeme kratische Fraktion der Bundesversammlung hat ihren Bestand vo 19 Mitgliedern das ganze Jahr durch behalten. Zwei Part

1 f.

blätter sind im Laufe des Jahres eingegangen und zwar die Volt b

wacht am Jura und die Appenzeller Volkswacht; die Abonnent wurden von anderen Parteiblättern übernommen.

Die noch sehr schwache Jugendorganisation hat an Mitgl. zugenommen; sie zählt in 69 Vereinen 2200 Mitglieder g im Herbst 1913. Das Organ der Jugend erscheint in einer von 6000 Exemplaren..

Industrie und Volkswirtschaft.

Buchdruckereien im Kriege. Die Buchdruckerei Strauß Al. gesellschaft in Berlin bezeichnet im Geschäftsbericht flir 1914,15 verflossene Betriebsjahr als das ungünstigste, das die früh Strauß⸗ bezw. die frühere Marfels-Gesellschaft seit ihrem Ben gehabt hat. Die Gesellschaft mußte die Erscheinungsweise un Umfang ihrer Zeitungen nicht unwesentlich beschränken. Die nahmen an Inseraten und Abonnements betrugen in, em schäftsjahr nahezu 600 000 Mk. weniger als im Vorjahre. Do ließen sich die Unkosten für die Herstellung der Zeitungen n herabsetzen. Der Betriebsgewinn ist auf 824 035 ne

1262 445 Mk.) gesunken. Das Aktienkapital von 2 Mills

Pulver und Gold. 0

Roman aus dem Kriege 18701871. 27 Von Levin Schücking.

Blanche schlug dabei mit einem leisen Schrei die Hände vors Gesicht sie sah ihre letzte Hoffnung, den Schatz zu retten, geschwunden sie ging wankenden Schrittes, ohne mich auch nur anzublicken, davon... durch Friedrichs Zim mer zu der Tür, die in diesem Augenblicke mit splitterndem Krachen aufgesprengt wurde, rief den hereinstürzenden zwei Männern einige hastige Worte zu und war verschwunden in der Dunkelheit des Korridors.

Der Abbe und der Gärtner standen vor mir, beide offen bar nicht wissend, was zu beginnen; der Gärtner trug eine Doppelflinte in der Hand er hätte, wenn er seinem In stinkt hätte folgen können, sie sicherlich auf mich abgefeuert aber ein Rest von Besinnung, vielleicht auch ein Befehl Blanches, mochte ihn zurückhalten. Auch war der Abbé vor ihn getreten und schrie mir auf französisch entgegen:

Herr, Sie sind ein Ehrenmann Sie sind kein Räuber Sie rauben das Geld nicht Sie

Herr Abbé, sagte ich, ihn an der Schulter zurück schiebend,es tut mir leid, daß ich Ihnen als solcher Räuber erscheinen muß. Ziehen Sie sich zurück... meine Leute wer den gleich hier sein Sie können hier nichts mehr hindern, nichts retten, nichts ungeschehen machen!

Mit einem furchtbaren, wie eine Kinderklapper rasseln den Seufzer erhob sich in diesem Augenblicke Friedrich; das Einbrechen der Tür schien doch über sein merkwürdig energi sches Ruhebedürfnis den Sieg davongetragen zu haben. Mit einem tiefen Aufatmen fuhr er empor, setzte sich aufrecht und starrte die Szene, auf welche seine weit aufgerissenen Blicke fielen, an.

Der Abbe warf mir in großer Heftigkeit eine Antwort entgegen; Ausruse und Ilüche des Gärtners mischten sich darin ich verstand den Abbé, der in seiner Erregung nur noch französisch sprach, ebensowenig wie den Gärtner; sie

welschten viel zu heftig und schnell dazu; doch gewann Fried rich währenddes Zeit, ausfzuspringen, zu seinem Karabiner zu greifen und schlaftrunken an meine Seite zu taumeln.

Sie sehen, nahm ich wieder das Wort,Sie können nichts mehr retten, Herr Abbe wollten Sie einen Kampf mit uns beiden wagen, Sie würden nichts erreichen, und meine Leute würden kommen und Sie überwältigen, wenn wir zwei es nicht vermöchten. Gehen wir friedlich ausein ander. Beugen Sie sich unter das Unvermeidliche, für Sie nicht mehr zu Aendernde, wie ich mich unter das Gebot meiner Pflicht beuge. Glauben, es sei mir weniger schmerz lich und schwer?

Er murmelte etwas, beide geballten Hände erhoben; dann wandte er sich, wie um aufzuhorchen... in der Tat wurden draußen auf dem Hausflur Schritte und klirrende Sporen laut. Einer der Ulanen, der vor den anderen bei der Hand war, kam schon herangestürmt und rüttelte drüben an meiner verschlossenen Tür; Friedrich lief in mein Zimmer, ihm dort zu öffnen. Der Abbé und der Gärtner verschwanden unterdes in der Dunkelheit des Korridors. Ich nahm nun die Lampe, um meinen, einer nach dem anderen, herbeieilenden Leuten zu leuchten; bald war ein halbes Dutzend zur Stelle, unter ihnen Glauroth, mit ihren Fragen mich bestürmend; es war eine merkwürdige Gruppe, diese aufgeschreckten, halb bekleideten Leute, Karabiner, entblößte Säbel in der Hand und so mich, der, die Lampe in der erhobenen Rechten, mitten zwischen ihnen stand, anstarrend und umdrängend.

Wo ist der Feind? rief Glauroth aus...was ist geschehen? Auf wen haben Sie geschossen? Wahrhaftig, Sie sehen aus wie Wallenstein zu Eger in der Mitte seiner Mörder... blaß, gesträubten Haares, von blanken Schwertern Atürrin get Ich will euch den Feind zeigen, Kameraden, sagte ich bes ist jedoch kein Feind von Fleisch und Blut es handelt sich nur um den bekannten bösen Feind des Menschen geschleckes der die Seelen verdirbt, den vermaledeitenunge⸗ rechten Mammon!

Jah wandte mich und ließ sie folgen. Als sie in den

Raum, in den ich sie führte, gekommen, war das Ersta und der Jubel groß. Die Schwere der Fässer wurde gepril die einzelnen Geldpakete betrachtet, die Deckel der Fäßch beleuchtet und die Aufschriften studiert; dazwischen wurde ich mit Fragen bestürmt; Glauroth berechnete mit großer Schnelligkeit die ganze Summe, und ein allgemeines Hurt folgte seiner Erklärung, daß, wenn die auf die Fässer schriebenen einzelnen Beträge richtig seien, das Ganze auf hundertfünfundneunzigtausend Franken belaufe. f sorgte dafür, daß Friedrich aus einem Zimmer ein Bla Papier bringe, auf das wir die Anzahl der Tönnchen und di einzelnen Summen schrieben; das summarische Protokol wurde von mir, Glauroth und zwei anderen Ulanen unter zeichnet; dann faltete ich das Blatt zusammen und gab ez Glauroth. i

Sie müssen aufsitzen, Glauroth, sagte ich,und sosort nach Noroy reiten, um dem Kommandanten une Fund zu melden. Nehmen Sie einen Mann zum Begleiter mit. Der Major wird Ihnen Leute mitgeben, um den Schatz einzu holen; machen Sie ihn aufmerksam darauf, daß es ohne einen Wagen nicht gehen wird. Eilen Sie! Reden Sie nicht von meiner Verwundung! Hören Sie? g 1

Glauroth war durch den Fund viel zu erregt, um mit mehr als halbem Ohre zu hören. 8 i

Ich werde den Major aufmerksam darauf machen, daß wir alle mindestens das Eiserne Kreuz verdienen für die G fangennahme eines solchen Feindes, rief er. 55 Zwei von den anderen stellte ich als Posten auf, den einen im Hofe, den anderen im Korridor des Hauses; u dann war das Nötige getan; Glauroth ging, sich zu seinelt Ritt anzuschicken; die übrigen suchten ihr Lager wieder auf,

machen,

schlossen. Wie war es möglich, sagte ich dabei zu Friedrich

du so fest schliefst, ärger als ein Bär im Winterschla

nachdem ich die Tür zu dem Geldzimm

glaubte, du seiest mindestens tot! 8(Fortsetzung folgt.]

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und ich hieß Friedrich das gleiche tun, um es dann ebense u