Ausgabe 
26.10.1915
 
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Hulgarischen Truppen gelang es, den Wardar zu überschreiten. Es kam zu blutigen Kämpfen

erlitt der Feind erhebliche Verluste.

Mann nichts mehr nützen könnte. Allein gegen Bulgarien müßten die Ententemächte 200 000 Mann stellen, außerdem müßten die Ver⸗

einmal Zeit hatte, sich zu retten.

wurden.

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ostuch der Stromenge Klissura vor. Der Feind flüchtete und

ließ Gewehre und Munition liegen.

Die Bulgaren haben in den letzten Tagen den Timok von er Quelle bis zur Mündung an zahlreichen Punkten überschritten. hr Angriff auf die Höhen des linken Ufers und auf Zajecar, najezevac und Pirot schreitet vorwärts.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant.

Der Vormarsch in Serbien.

Die Truppen der Armee v. Köveß haben in 14 Tagen

unter unausgesetzten Kämpfen mehr als 60 Kilometer Raum nach vorwärts gewonnen und den hartnäckigen Widerstand im schwierigsten Gelände überall siegreich überwältigt. Die östliche Gruppe der Armee v. Gallwitz steht angesichts eines bis zu 900 Metern anstrebenden schwierigen Berglandes, das eine Fülle steiler Gipfel und Kuppen hat, mit großen Waldungen bedeckt ist und durch das nur sehr minderwertige Wegeverbindungen führen, vor einer schweren Aufgabe. Unter den vielen zu überwindenden Schwierigkeiten dürfte das weitere Vorrücken dieser Gruppe sich verlangsamen. Durch die Säuberung des Berglandes westlich von Kladova durch unfere Truppen ist ein bedeutender Schritt zur Sicherung der Schiffahrt auf der Donau getan.

Nach der Einnahme von Uesküb sind die Bulgaren nur mehr 35 Kilometer von der albanischen Grenze entfernt. Nisch ist vollständig geräumt.

Die serbische Regierung im Umherziehen.

Nach einer Bukarester Meldung wurde die rumänische Gesandtschaft in Serbien aus Nisch nach Csacsak, zwei Stunden von Kraljevo, verlegt, wohin demnächst die serbische Regierung übersiedelt.

Serbische Flüchtlinge in Rumänien.

Die BukaresterDimincata meldet aus Kladova, daß die Serben Kladova geräumt hätten. Ein großer Teil der Bevölkerung sei auf rumänisches Gebiet geflüchtet. Der rumänische Dampfer Severin brachte 350 Flüchtlinge an Land. Der serbische Dampfer Takavo und die russischen SchiffeTurgenjey undTiraspol ankern noch vor Kladova.

Zur Eroberung von Uesküb.

T. U. Sofia, 25. Okt. Zur Eroberung von Uesküb wer⸗ den noch folgende Einzelheiten gemeldet: Zunächst hatten die Bulgaren den auf dem Ostufer des Wardar liegenden Stadtteil erobert, der besonders stark befestigt war. Den

in dem westlichen Teil der Stadt mit serbischen Nachhuten. In den Straßen entspann sich ein Kampf Mann gegen Mann. In dem Handgemenge

Die Entente kann keine Hilfe bringen.

T. U. Christiania, 25. Okt. Der militärische Mitarbeiter von Aftenposten, ein bekannter aktiver Generalstabsoffizier, schreibt, die Lage auf dem Balkan sei derart, daß die Ententehilfe von 100 000

bündeten mindestens weitere 200 000 Mann gegen die Zentralmächte werfen, was auch noch keine Sicherheit auf Erfolg bietet. Man müsse bedenken, daß die Zentralmächte hinsichtlich der Zufuhr der Truppen viel günstiger gestellt seien als der Vierverband.

Die Beschießung der bulgarischen Küste. Sofia, 25. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Meldung der Bulgarischen Telegraphen-Agentur. Die Beschießung

von Dedeagatsch durch englische und französische Schiffe er⸗J

folgte ohne vorherige Verständigung und ohne Rücksicht auf die Bevölkerung der Stadt, die nicht Bisher ist festgestellt wor⸗ den, daß mehr als 25 Frauen und Kinder getötet Ein großer Teil der Stadt ist zerstört. Alle Gebäude am Meeresufer sind Trümmerhaufen. Durch die Beschießung sind überdies zahlreiche Brände ver⸗

ursacht worden, die den Rest der Stadt verheerten. Dedeagatsch l

bietet jetzt den Anblick eines Schutthaufens, unter dem Sappeure noch die Leichen von Frauen und Kindern hervor ziehen, Opfer ohnmächtiger Wut der Engländer und Fran zosen, die in Ermangelung von Siegen auf den Schlacht

feldern sich rühmen können, den Tod einiger Dutzend unver 1

teidigter Wesen herbeigeführt zu haben. Dieses brutale un⸗ menschliche Vorgehen der Flotte der Alliierten ruft die größte Entrüstung hervor.

70 000 Türken zur Verteidigung der bulgarischen Küste.

Budapest, 25. Okt. Wie eine Athener Meldung des Az Est besagt, sind 70000 türkische Soldaten in Dedeagatsch eingetroffen, um gemeinsam mit den Bul⸗ garen die Küste gegen englisch-französische Angriffe zu ver teidigen.

Die Antwort Griechenlands auf die

Ententenote.

De Antwort Griechenlands auf die Entente⸗ Rote konstatiert nach einer Athener Meldung des Vilag das Bedauern, daß England und seine Verbündeten die von der griechischen Regierung befolgte politische Richtung mißverstehen. Die Aufgabe Griechen lands nach den in den beiden Balkankriegen gebrachten Opfern sei, mit friedlicher Arbeit gutzumachen, was der Krieg vernichtet hat. Die abgelaufenen zwei Jahre hätten für Griechenland die notwendige Besserung der Verhältnisse nicht gebracht. Die griechische Regierung müsse deshalb den Frieden des Landes sichern und eine Umwälzung aller Ver hältnisse verhindern.

Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. M.

Verpachtung von städtischen Grundstücken.

Montag, den 1. November umd Dienstag, den 2. November 1915 ollen die nachstehenden Grundstücke an Ort und Stelle meistbietend verpachtet werden und zwar

a. Montag, den 1. November:

I) Vormittags 9 55 23 Grundstücke auf dem Nahrungsberg(früher er

Miilllersche Acker) auf die Dauer von 3 Jahren.

2) Vormittags 10% Uhr 5 Grundstucke in der Stephansmart zwr⸗ schen Goethe⸗ und Lessingstraße auf die Dauer von 6 Jahren. Vormittags 1031 Uhr 12 Grundstücke an der früheren Aktien⸗ brauerei oberhalb der verlängerten Wilhelmstraße auf 6 Jahre, ebenso werden dort 5 Haufen Weidenholz versteigert.. Nachmittags 2 Uhr 14 Grundstücke am Güterbahnhof gegenüber der Viehwagenreinigungsanstalt und 9 Grundstücke unterhalb der Margaretenhütte auf 6 Jahre. Nachmittags 4 Uhr 3 Grundstücke an der alten Marburgerstraße in der Nähe des Friedhofs auf 6 Jahre. b. Dienstag, den 2. November. 5 Vormittags 9 Uhr 7 Grundstücke hinter dem Schlachthof auf der Hohleiche auf 6 Jahre. Vormittags 10% Uhr 2 Grundstlicke auf dem hinteren Hardtberg auf 6 Jahre. Vormittag 11½ Uhr 4 Grundstücke am alten Krofdorfer Weg in der Nähe der Gail'schen Wollspinnerei. Gießen, den 25. Oktober 1915. Der Oberbürgermeister. J. V.: Grünewald.

Bekanntmachung.

Die in Bürgerwohnungen untergebrachten Unteroffiziere und Mannschaften des Landsturm⸗Infanterie⸗Ersatz⸗Bataillons II(5. und 6. Kompagnie) beziehen vom 1. November 1915 ab Massen⸗ quartier in der Stadtknabenschule.

Der seither aus der Stadtkasse für die Genannte Zu⸗ schuß zu den Verpflegungskosten fällt vom 1. Novemld 9.

Gießen, den 25. Oktober 1915.

Der Oberbürgermeister. Keller.

Versorgung der Bevölkerung mit Kartoffeln.

Diejenigen Einwohner, die sich mit Speisekartoffeln noch nicht versorgt haben und ihren Bedarf durch Vermittelung der Stadtver⸗ waltung decken wollen, weroͤen hiermit ersucht, ihren Bedarf an guten Speisekartoffeln bis spätestens Freitag, den 29. Oktober 1915, nachmittags 6 Uhr bei den zuständigen Brotmarkenausgabestellen mündlich oder schriftlich anzumelden. Die Ausgabestellen sind zu diesem Zwecke Mittwoch, den 27., Donnerstag. den 28. und Freitag, den 29. Oktober von 812 und 26 Uhr geöffnet.

Der Anmeldende ist zur Abnahme der angemeldeten Menge verpflichtet. Die Abgabe erfolgt zum Selbstkostenpreis der Stadt.

Gießen, den 25. Oktober 1915.

Der Oberbürgermeister. Keller.

2 .

Bekanntmachung. Nachstehende Vekanntmachung Großh. Kreisamt Gießen ich zur Kenntnis der Interessenten.

Gießen, den 14. Oktober 1915.

5 Der Oberbürgermeister. Keller. ö

Betrifft: Die Einziehung der Quittungen über Gebühren für amts tierärztliche Verrichtungen. 21 Großh. Ministerium des Innern hat durch Amtsblatt Nr. 3 vom 6. September 1915 bestimmt, daß in den Fällen, in denen die in Abs. 2 unseres Aufschreibens vom 5. September 1913 Kreis⸗ blatt Nr. 72 genannten Quittungen von den Pflichtigen nicht vorgelegt werden, das Geschäft selbst aber nicht zurückgestellt wer⸗ den kann, wie z. B. bei Ausladungen aus der Eisenbahn u. dergl., die beamteten Tierärzte, wenn es sich nicht um Ausnahmen nach Abs. 3 handelt, die Pflichtigen aufzufordern haben, die schuldigen Quittungen innerhalb 8 Tagen an sie portofrei einzusenden. Der Aufforderung ist hinzuzufügen, daß nach Ablauf der Frist die Be⸗ träge für diese Quittungen und die durch das Verfahren er⸗ wachsenen Portokosten durch die Großh. Vezirkskasse ohne vor⸗ herige Mahnung auf Kosten der Schuldigen beigetrieben werden. Wir beauftragen Sie, alle Interessenten, insbesondere die Viehhändler, auf vorstehende Bestimmung aufmerksam zu machen.

Gießen, den 8. Oktober 1915. 5 Großherzogliches Kreisamt Gießen.

gez. Dr. Usinger.

Bekanntmachung.

Die Heberollenauszüge über Beiträge zur Versicherungs⸗ genossenschaft der Privatfahrzeug⸗ und Reittierbesitzer für's 14. Vierteljahr 1913 und 1914 und

für's 1.2. Vierteljahr 1915*

sowie zur Zweiganstalt der Hessen-Nassauischen Baugewerks⸗

berufsgenossenschaft für's 2. Vierteljahr 1915 1

liegen während der nächsten 2 Wochen zur Einsicht der Beteiligten

im Stadthaus, Gartenstraße 2, Seitenbau, aus. ö Gießen, den 16. Oktober 1915. g

Der Oberbürgermeister. J. A.: Schenck zu Schweinsberg.

Verstorbene. Carl Graf, Elektrotechniker in Gießen. Franz Hägert, Bauunternehmer in Wetzlar, 52 Jahre alt. Frl. Lydia Manskopf in Daubhausen, 47 Jahre alt. Frau Elisabethe Schüßler, geb. Bamberg, in Zell bei Alsfeld.

Deutscher Tabakarbeiterverband a Zahlstelle Siehen.

Allen Kollegen und Kolleginnen die traurige Nachricht, dass unser Verbandsmitglied, der Zigarren-Sortierer

Paul Born

im Alter von 30 Jahren ebenfalls ein Opfer i des grausigen Völkermordens geworden ist. 5 Fr fiel in Frankreich infolge eines Kopfschusses. Er war einer unserer Besten, wir werden sein Andenken stets in Ehren halten.

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Nachruf.

Am 20. Oktober verschied nach 14 monatlichem Krankenlager infolge eines Unfalles unser langjähriger Genosse, Mitglied des Sozialdemokratischen Wahlvereins, früherer Kassierer.

15 und Mitbegründer der Freien Turnerschaft

August Lautz.

Treu hast Du Deine Pflicht erfüllt, wir werden Dir ein ehrendes Andenken bewahren.

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Die Vorstände.

Aügemeiner Deutscher Frauenverein 0

zu einem öffentlichen Vortrag des Herrn Professor

Ortsgruppe Gießen.

Einladun

G. Roloff über:

Die orientalische Frage und Deulschland

Mittwoch, den 27. Oktober, abends 3 Uhr, in der Neuen Aula.

Eintritt sür Mitglieder gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte frei.

Sonnenstraße 5, 1. St. 1 2 1 Halben liessen Dir.: Hermann Steingoetter. 1 1 Dienstag, den 26. Okt. 1915, abends 8 Uhr: 1 2. Dienstags⸗Abonn.⸗Vorstellung

feng. Herng an e

Dramatische Dichtung von

Ludwig Uhland.

In 9 Bildern für die Bühne ein⸗

gerichtet von Herm. Kaen i

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Brandt, Kriegschulb Halle a. S. 438, J.

Nichtmitglieder 30 Pfg. Der Vorstand.