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wohnern noch keine Winterkartoffeln hat
ersucht, darauf hinzuweisen, daß zu dem
genießbar zu machen. Die natürliche R
und Nachbargebiete.
Gießen und Umgebung. Zahlen beweisen.
Wie sich die Lebenshaltung verteuert hat.
Vor einer Reihe von Jahren wirkte der Deutsche Metallar⸗ beiterverband bei der Feststellung mit, was eine Familie an wich⸗ tigsten Nahrungsmitteln verbraucht, und zwar geschah es dergestalt daß er 320 Arbeiterfamilien, von denen jede vier Köpfe zählte, ver⸗ aulaßte genaue Aufzeichnungen nach dieser Richtung zu machen. Das geschah und die Feststellungen dieser Familien hatten in Ver⸗ bindung mit den Erhebungen des Kaiserlschen Statistischen Amtes das Ergebnis, daß an diesen Nahrungsmitteln in einer Familie mit einem Einkommen von 2000 bis 2400 Mk. im Monat durchschnittlich gebraucht werden:
Hessen
o 10,65 Kg. Linsen. 300 Kg C r, IT e„ Fa. 1000 1 1 85. Uf D Kartoffeln 0 Stick Erbsen 5 e eee
Für den Verbrauch an diesen notwendigsten Nahrungsmitteln waren nach einer Aufstellung des Berliner Tageblatts im Frieden, im Juni 1914, folgende Aufwendungen zu machen:
Fleisch(halb Schweine-, halb Rindfleisch gerechnet)
das Pfund zu 0,85 M gleich 18,10 M.
Je„„ 9 Butter E 5„„ F er,, l sH/ e, Zuder VVV 1„. 7. 0,22 7 7 1,76„ e, Erben% c Bohnen 2 f (/)) , F 3,50„
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M a zusammen 87,04 J bei unveränderter Ver⸗
Für die gleichen Nahrungsmittel und zwar im Monat Sep⸗
brauchsmenge wären dagegen im Kriege,
tember, folgende Ausgaben notwendig:
F das Pfund zu 1,50 M. gleich 31,95 M. JJ ͤ We ele Fette und Margarine. VVV e„ 1,20 5 J. 00. 1 os, , e ee F e re,, )%%%ͤö; des d s / 7,50„ JJ s n
zusammen 109,98 M
Für dieselbe Lebenshaltung, für die vor dem Kriege, im Juni 1914, rund 67 Mk. im Monat aufzuwenden waren, müssen jetzt 110 Mk., also 43 Mk.= 64 Prozent, mehr verausgabt werden. Das ist der schlichte zahlenmäßige Ausdruck für die Verteuerung der Lebenshaltung einer minderbemittelten Familie im Kriege. Dabei fällt erschwerend ins Gewicht, daß die physiologisch wertvollsten Lebensmittel: Fleisch, Wurst, Butter, Eier, Hülsenfrüchte ganz be⸗ sonders im Preise gestiegen sind. So war für das gleiche Fleisch⸗ guantum 13,85 Mk., für Wurst fast 6 Mk., für Butter 5,60 Mk., für Eier 4 Mk., für Hülsenfrüchte 2—3 Mk. mehr aufzuwenden. Die Verteuerung von Brot und Mehl und die infolge der Knappheit davon notwendig gewordene Limitierung und Einschränkung des Verbrauchs ist dabei noch nicht gerechnet.
— Kartoffel⸗Versorgung. Wer von den Gießener Ein⸗ und seinen Bedarf
durch Vermittelung der Stadtverwaltung decken will, soll die gewünschte Menge bis spätestens Freitag den 29. Oktober,
abends 6 Uhr, bei der Brotmarken-Ausgabestelle angeben. Die Stadt gibt die Kartoffeln zum Selbstkostenpreise ab. Wir
verweisen auf die Bekanntmachung im heutigen Blatte.
— Verpachtung von städtischen Grundstücken finden am nächsten Montag und Dienstag statt. Wir weisen auf die Bekanntmachung der Bürgermeisterei im heutigen Blatte hin.
— Vortrag über die orientalische Frage. Wir werden vom Gießener All⸗ gemeinen Deutschen Frauenverein veranstalteten Vortrage von Prof. G. Roloff selbstverständlich auch Männer Zu- tritt haben, daß deren zahlreiches Erscheinen erwünscht ist. „Der Vortrag findet morgen(Mittwoch) abend 8½ Uhr in der neuen Aula der Universität statt. 1 1 5
— Tödlicher Unfall. In der Kobenmühle bei Harbach geriet am Sonntag früh der Sohn des Müllers e in das Getriebe und wurde derart verletzt, daß sein Tod sofort eintrat. J 5 1
— Aufbewahren des Obstes im Winter. Das geerntete Winterobst ist wohl baumreif, aber noch nicht zum Genuß sgeeignet. Es muß erst die Lagerreife haben, die durch 11 0 mäßige Aufbewahrung in einem geeigneten Raume. wird. Zur Einlagerung des Winterobstes eignet sich jeder Raum, der eine möglichst gleichbleibende Lufkwärme non etwa 3 Grad Celsius hat. Licht⸗ und Luftzutritt mi geregelt, d. h. nach Bedarf ein- und ausgeschaltet, 1 oder vermindert werden können. Die Luft soll ate 1 5 doch nur mäßig feucht sein. Ein in die Erde eingebau 5 Obsthaus aus Beton bewährt sich am besten, doch ist au 0 lieder gute Keller zur Einlagerung geeignet. Bei groe. Obstmengen von einer Sorte ist das Aufschichten in. zunmittelbar auf den Boden zulässig und e 195 Hauptsache bleibt nur die sorgfältige Ausscheidung al 0 15 schädigten, faulen oder wurmstichigen Aepfel. Veim 3 in die Fächer des Gestelles dürfen mehrere Lagen 1 einander aufgeschichtet werden, unerläßlich ist dann aber 1 von Zeit zu Zeit erfolgende Umlegen und 1 0 schlechten Früchte. Selbswerständlich ist gena⸗ 77 5 gachten, wann die Früchte lagerreif sind. Eine Oosssor 25 15 im Dezember lagerreif wird, kann bereits im 1 1 Monats zum Verbrauch gebracht en e sie M eee 11 15 nur durch
; ägi chtig⸗ anhaltend niedere Temperatur, durch mäßige Lufkfen 5 keit und das Abhalten des Lichtes wesentlich verzögert werden.
N Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten. Freiwilliger Martin Becker aus Gießen, Inf. Reg. 222.— Gefteiter Heinrich Schmidt aus Trohe, Inf. Reg. 88.— Leutnant Paul Heep aus Wetzlar, Res.⸗Jägerbat. 23.— ee Fr. Hugo Schwarz aus Wetzlar. Erhöhung der Familienunterstützung. Da die reichsgesetzlichen 1 vom 1. Nov. d. J. ab auf 15 Mk. für Ehefrauen(bs. her 12 Mk.) und auf 7,50 Mk.(bisher 6 Mk.) für die sonstigen bache ichn gabsrechtigten Personen erhöht werden, hat der Offen⸗ acher Kreisausschuß beschlossen, vom 1. Nov. ab als Familien⸗ 10 A heut s dit liier 6 Ar) ftr die sonßen nenen 5 8 Mk.(bisher 6 Mk.) für die tigen unterstü. berechtigten Personen. 5 15 sonstigen unterstützungs e Die städtische Fortbildungsschule beginnt diesen Winter am „ November mit ihrem Unterricht. Wir wejsen auf die amtliche Bekanntmachung des Schulvorstandes hin. — Sogar die Gelben werden rebellisch. In einer Polemik des
Kruppschen Werkvereinsorgans(23. Oktober) gegen ein Essener
Zentrumsblatt heißt es u. a.: 5 Daß die Lebensmittelteuerung ein Skandal ist, brauchen wir nicht ausdrücklich wieder und wieder hervorzuheben. Es ist letder nur zu erklärlich, daß eine Regierung, die sich schockweise von Leuten, die von der Sache nichts verstehen, das Konzept ver⸗ derben läßt, nicht so arbeiten kann, wie es dringend notwendig ist. Deshalb ist es durchaus richtig, wenn die Militärgewalten ohne jedes Bureau selbstmächtig einschreiten, den Lebensmittel- wucherern jeder Art, vom geizigen Landwirt, berufsmäßigen Großwucherer und Schmarotzer bis zum pfundverteuernden Kleinhändler, an den Kragen gehen.
Wenn sich eine solche Empörung selbst bei den geduldigen Gelben breit macht, dann kaun das als Gradmesser für die Er⸗ bitterung dienen, die gegenwärtig im Volke herrscht.
— Umquartierung der Landsturmleute. Die in Bürger⸗
wohnungen untergebrachten Unteroffiziere und Mannschaften des Landsturm⸗Infanterle⸗Ersatz⸗Bataillons II(5. und 6. Kompagnie) beziehen vom 1. November 1915 ab Massenquartier in der Stadt⸗ knabenschule. Der seither aus der Stadtkasse für die Genannten geleistete Zuschuß zu den Verpflegungskosten fällt vom 1. No⸗ vember ab weg.
— Stadttheater. Die heutige Aufführung bringt eine Wieder-: holung von Ludwig UÜhlands dramatischem Gedicht„Erust, Herzog von Schwaben“, das als Eröffnungsvorstellung ge— geben wurde. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen.
— Trohe. Dieser Tage gelangte die Nachricht hierher, daß wieder ein Angehöriger unserer Gemeinde als das zweite Kriegs- opfer gefallen ist. Es ist der Sohn unseres Bürgermeisters Schmidt, der in einem Lazarett seinen Wunden erlag. Der exste Gefallene aus Trohe, dessen Tod erst vor kurzem gemeldet wurde, war der Schwiegersohn des Bürgermeisters, jetzt ist nun auch dessen Sohn
dahingerafft. Kreis Wetzlar
Hugo Schwarz gestorben. Am Samstag hat der Tod unseren Genossen und Dirigenten des Arbeiter-Gesangvereins „Hoffnung“ von langem Leiden erläßt. Im vorigen Jahr zum Kriegsdienst eingezogen, kehrte er krank zurück und konnte leider keine Genesung mehr finden. Mit Hugo Schwarz ist ein noch viel versprechendes Talent dahingegangen und wiederum eine schmerzliche Lücke in die hiesige Arbeiter⸗ bewegung gerissen. Ein treues Andenken ist ihm sicher. Seine Beerdigung findet am Dienstag den 26. Oktober, nach⸗ mittags 5 Uhr, von der Kapelle des Friedhofs aus statt und sind die noch wenigen vom Krieg zurückgebliebenen Genossen und Sangesbrüder zu möglichst vollzähliger Beteiligung hier⸗ mit gebeten.
n. Futter⸗ und Düngemittel⸗Versorgung. Die Wetzlarer Kreisbehörde ist auch hier fortgesetzt bemüht, den Landwirten in Beschaffung von Futter⸗ und Düngemitteln behilflich zu sein und hat ein Lager dafür errichtet, von wo aus sämtliche Landwirte des Kreises und der Stadt Wetzlar ihren Bedarf nach vorheriger Be⸗ stellung decken können. Es wird noch darauf aufmerksam gemacht, daß im freien Verkehr Futtermittel überhaupt nicht mehr zu haben sind. Wie steht es nun aber mit der Gegenleistung? Der hiesige Landrat hat sich auch dieses Jahr wieder in der Annahme getäuscht, die Landwivte würden hier nicht mehr wie 3.50 Mark für den Zentner Kartoffeln fordern. Trotz überreicher Ernte sind einfach für den Preis keine Kartoffeln zu haben.
n. Karl Martell— der Name dürfte vielen Wetzlarern noch in Erinnerung sein. Vor etwa einem halben Dutzend Jahren war er vielgenannt, allerdings nicht in rühmlicher Weise. Der Träger dieses Namens hatte eine Reihe Missetaten auf dem Kerbholz und fand es für geraten, von Wetzlar zu verduften. Jetzt ist er in der Schweiz verhaftet und ausgeliefert worden. Im Limburger Land⸗ gerichtsgefängnis hat er vorläufig Quartier genommen.
J. Gleiberg. Wieder betrauern wir den Verlust eines tüchtigen Genossen, unseres August Lautz, der am Mittwoch voriger Woche in der Gießener Klinik an den Folgen eines Unfalles starb, den er im August vorigen Jahres erlitt. Er war damals in der Scheuer gestürzt. Wir werden ihm ein gutes Andenken bewahren.
Kreis Marburg⸗Kirchhain.
Ein feiner Verwalter. Vor längerer Zeit wurde aus Mar⸗ burg berichtet, daß dort der Verwalter eines Gutes in der Um⸗ gebung Pferde und Wagen verkaufte, angeblich im Auftrage seines Gutsherru. Mit dem gelösten Betrage suchte er das Weite. Am Freitag hatte sich der Herr Verwalter in der Person des vielfach vorbestraften Hochstaplers Bernhard Grümerig aus Herbesstadt von der Marburger Strafkammer wegen seiner Schwindeleien, die er in den verschiedensten Gegenden Deutschlands verübt hat, zu ver⸗ antworten. Er hatte an verschiedenen Orten die Geschichte mit Pferd und Wagen wiederholt. Das Gericht verurteilte den Burschen zu 6 Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust.
Von Nah und Fern.
Tödlicher Unfall beim Rangieren. In der Nacht von Sams- tag auf Sonntag verunglückte beimRangiexen im Offenbacher Neben⸗ bahnhof der 22 Jahre alte Rangierer Johannes Usinger aus Lieblos bei Gelnhausen. Anscheinend rutschte er aus und erhielt dadurch einen Stoß gegen die Brust, der den sofortigen Tod zur Folge hatte. Den Beamten, die mit Usinger zusammen arbeiteten, war nichts aufgefallen. Erst als er nicht mehr antwortete, suchte man nach ihm und fand ihn tot neben dem Gleise liegend.
Telegramme.
Uugesberigt des Großen Huupthunrtttg
Abgewiesene Vorstöße im Westen. Erhöhte Beute im Osten. Weiter vorwärts in Serbien. W. B. Großes Hauptquartier, 25. Okt., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz, In der Champagne griffen die Franzosen bei Tahure gegen unsere nördlich von Le-Mesnil vorgebogene Stellung
nach stärkster Feuervorbereitung an. Bei Tahure kamen ihre xeschisch⸗ungorischen und deutschen Truppen dringen im Geb
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Angriffe in unserem Feuer nicht zur vollen Durchführung! Am späten Abend wurde an der vorspringenden Ecke nördlich von Le⸗Mesnil noch heftig gekämpft. Nördlich und östlich davon wurde der Angriff mit schmeren Verlusten für die Franzysen abgeschlagen. 7 Oestlicher Kriegsschauplatz, Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg. f Südlich von Kekkarg(südöstlich von Riga) wurden russische Vorstöße abgewiesen. Gegenangriffe gegen die von uns am 23. Oktober genommene Stellung nordwestlich von Düna⸗ burg scheiterten. Die Zahl der Gefangenen erhöhte sich auf zweiundzwanzig Offiziere, Dreitausendsiebenhundertund fünf Mann, die Beute auf zwölf Maschinengewehre, ein Minen⸗ werfer. Schwache deutsche Kräfte, die nördlich von Illuxt über den gleichnamigen Abschnitt vorgedrungen waren, wichen vor überlegenen Angriffen wieder auf das Westufer aus. Nördlich des Dryswjaty⸗Sees blieben russische Angriffe gegen unsere Stellungen bei Cateni—Grenztal erfolglos. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. 4% Die Lage ist unverändert. 7 7 5 Heeresgruppe des Generals v. Linsingen. Westlich von Kumanowo sind österreichische Truppen in die feindlichen Stellungen auf 4½ Kilometer Breite einge⸗ drungen. 0
Balkankriegsschauplatz.
Bei Visegrad ist der gewonnene Brückenkopf erweiterk Westlich der Koldeara wurden die Tamnava⸗Uebergünge von Üb in Besitz genommen.
Die Armee des Generals v. Kveveß hat die allgemeine Linie Lazarevae nördlich von Araugjelowac⸗Babrewae(west⸗ lich von Katari) erreicht.
Die Armee des Generals v. Gallwitz hat süblich der Jasenica die beherrschenden Höhen östlich von Banicina ge⸗ stürmt, hat in der Morava⸗Ebene in heftigen Kämpfen Dl. Livadicazabari gewonnen und ist östlich davon bis zur Linie Przssdna⸗Höhe südlich von Etrovac westlich von Mflinica ge“ laugt. Im Pyk⸗Tale wurde die Höhe westlich und dordwest; lich von Kusewa besetzt.
Die bei Orsova übergegangenen Truppen sind weiter nach Süden vorgedrungen und haben mit dem linken Flügel Sip(au der Donau) erreicht.
Die bulgarische Armee des Generals Bojazjeff hat den Kamm zwischen den Gipseln Drenovaglava und des Mir⸗ kovac(20 Kilometer nördlich von Pirot) genommen.
Oberste Heeresleitung.
* „Prinz Adalbert“ versenkt.
W. T. Berlin, 25. Okt.(Amtlich.) Am 23. Oktob wurde der große Kreuzer„Prinz Adalbert“ durch zwei Schüsse eines feindlichen Unterseebootes bei Libau zum Sinken ge⸗ bracht. Leider konnte nur ein kleiner Teil der Besatzung des Schiffes gerettet werden..
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
* Der österreichisch⸗ungarische Tages bericht Alle italienischen Angriffe gescheitert.
Wien, 25. Okt.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart; 25. Oktober 1915.
Russischer Kriegsschauplatz.
Die Angriffe westlich von Czartorysk nehmen einen günstigen Forigang. Der Feind wird trotz heftigen Widerstandes gegen den Styr zurückgedrängt. Gestrige Beute in diesen Kämpfen: 2 Offiziere, 1000 Mann, vier Maschinengewehre. Sonst im Nord⸗ osten nichts Neues. K
Jtalienischer Kriegsschauplatz..
Die Jsonzoschlacht dauert fort. Auch am getragen Tage, am vierten der großen Infanteriekämpfe, schlugen die Ver teidiger alle italienischen Angriffe, die nicht schon im Feuer unserer Artillerie zusammenbrachen, unter schwersten Verlusten des Feindes zurück und behaupteten überall ihre Stellungen.
An der Tiroler Front griffen mehrere Bataillone unsert Verteidigungslinie auf der Hochfläche von Vilgereuth(wie immer vergebens) an. Ebenso scheiterten feindliche Augriffe 9 die Cima di Mezzodi, den Ort Sief und im obersten Rienz⸗ Tale.
Am Ken wurde ein Angriff gestern, eine zweiter heute nacht abgewiesen. Auch gegen den Mrzli⸗Vrh mißlangen zwei Vor⸗ stöße unter besonders schweren Verlusten der Italiener. Südöst⸗ lich dieses Berges drang der Feind in ein kurzes Grabenstück ein, wurde aber durch einen Gegenangriff wieder hinausge⸗ worfen. Ein neuer Vorstoß von zwei Alpini⸗Bataillonen brach hier in unserem Feuer zusammen. Diese feindlichen Abteilungen wurden fast vollständig aufgerieben. 8
Vor dem Tolmeiner Brückenkopf richteten sich die An⸗ griffe hauptsächlich gegen unsere Stellungen auf den Rücken west⸗ 1100 150 Santa Lucia und bei Selo, die sämtlich in unserem Besitze
lieben.
Der Abschnitt von Plavg stand unter schwerem Geschütz⸗ feuer. Ansammlungen des Feindes bei Plava wurden durch die Wirkung unserer Artillerie zersprengt. Bei Zagora be⸗ mächtigten sich die Italiener unter Tage eines vorspringenden Teiles unserer Gräben, nachts wurden sie wieder daraus vertrieben.
Vor dem Monte Sabotino erstickte unser Artillerie⸗ feuer gestern vormittag noch einen Angriff. Hierauf unternahm der Gegner keinen ernsten Versuch mehr, sich den Linien des Görzer Brückenkopfes zu nähern. Am heftigsten waren die Kämpfe im Nordabschnitt der Hochfläche von Doberdo, wo sehr starke italienische Kräfte wiederholt in Massen zum Angriff vorgingen.
Immer wieder, mit verheerenden Feuer empfangen, mußte der Feind in seine Deckung zurückflüchten. Ein Angriff gegen
unsere Stellungen östlich Monfalcone teilte das Schicksal aller anderen Anstrengungen der Italiener.
Triest wurde gestern nachmittag von einem feindlichen Flieger heimgesucht, der durch Bombenwurf zwei Einwohner tötete, zwölf verwundete.
Südöstlicher Keiegsschauplatz.
Oesterreichisch⸗ungarische Reiterabteilungen rückten in Val⸗ jevo ein. Die Armee des Generals von Köveß nähert sich kämpfend der Stadt Arangjelovae. Die beiderseits der Kolubara vorbringenden k. u. k. Truppen dieser Armee befinden sich im Angriff gegen die Höhen südlich und südwestlich von Laza⸗ revae, ein anderer österreichisch⸗ungarischer Heereskörper warf die Serben bei Ratari 10 Kilometer südwestlich von Palanka.
Deutsche Streitkräfte erstürmten die mit großer Erbitterung verteidigten Stellungen südlich von Palanka und gewannen Petrovac im Mlavatal. Die bei Orsova übergesetzten ͤster⸗


