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1 und Nachbargebi Hessen Gießen und achbargebiete.
Dir Reihemaßnahmen gegen den Buter⸗ und Fleischwucher.
Wie das Wolffbureau meldet, hat der Reichskanzler mit dem Staatssekretär des Reichsamts des Innern, Staats— minister Delbrück, über die Frage der Lebensmittelversor— gung eine längere Besprechung gehabt, und es sollen nun⸗ mehr baldige Beschlüsse des Bundesrats in der Angelegen— heit in Aussicht stehen. Vor allen Dingen wird es sich um eine Regelung der Butter- und Fleischfrage handeln. So wird berichtet, daß auf Grund der Verhandlungen der neu— errichteten Reichsprüfungsstelle die dem Bundesrat voraus— sichtlich noch im Laufe dieser Woche zugehende Verordnung über den Butterverkauf eine Preisgestaltung für Hersteller Groß- und Kleinhändler vorsieht. Da die Landwirtschaft und der Butterhandel sich schon in Friedenszeiten nach den Berliner Marktverhältnissen zu richten pflegten, hat man in Aussicht genommen, einen jeweilig für Berlin festzu⸗ setzenden Preis als Grundpreis für das ganze Reich gelten zu lassen. Die Festsetzung dieses Berliner Grundpreises wird einer Kommission übertragen, die sich aus Landwirten. Buttergroßhändlern und „Kleinhändlern sowie aus einem Reichskommissar als Vorsitzenden zusammensetzt. Alle zwei Wochen, voraus— sichtlich jeweilig am 1. und 15. eines jeden Monats, wird diese Kommission zusammentreten und der Regierung auf Grund der jeweiligen Marktlage entsprechende Vorschläge für die Gestaltung des Großhandelspreises für Butter am Berliner Markt unterbreiten. Der hiernach in Kraft tretende Grundpreis wird abgestuft nach den im Großhandel üblichen drei Qualitätsgruppen. Es kann angenommen werden, daß dieser Grundpreis vorerst etwa 240 Mark für 50 Kilogramm betragen wird. Von diesem Grundpreis ausgehend, regelt die Regierung alsdann den Preis für die Hersteller und Zwischenhändler durch entsprechende Zuschläge oder Abschläge. Für den Kleinhandel wird die Preisrege— lung durch Festsetzung von Höchstpreisen erfolgen.— Hoffen wir, daß dieser Bericht falsch ist, denn ein Butterhöchstpreis von 2,40 Mk. ist nicht zu bezahlen, dabei soll das der Grund— preis für den Großhandel sein, im Kleinhandel würde sich der Preis also mindestens in der Höhe der jetzt für Berlin festgesetzten Höchstpreise von 2,80 Mk. bewegen; das bedeutet für Neunzehntel der gesamten Bevölkerung den Ausschluß des Buttergenusses. Einigermaßen wird ja vielleicht diese Preishöhe für unsere Gegend dadurch herabzumildern sein, daß nach dem Entwurf der Verordnung Zuschläge und Ab— schläge gegenüber dem Berliner Grundpreise für die übrigen Teile des Reiches zugelassen werden sollen. Ferner sollen die größeren Gemeinden, also Gemeinden mit etwa über 10000 Einwohnern, verpflichtet sein, in Anlehnung an diese Großhandelspreise Höchstpreise für den Klein- handel unter Berücksichtigung der besonderen örtlichen Verhältnisse festzusetzen. Die kleineren Gemeinden sollen dazu berechtigt sein. Die Landesregierungen sollen das Recht bekommen, wiederum besondere Höchst⸗ und Mindestgrenzen für die Festsetzung dieser Höchstpreise anzuordnen.
Die Erwägungen über die Regulierung der Fleischver⸗ orgung sind noch nicht abgeschlossen, aber es sind auch hier— für einschneidende Maßnahmen zu erwarten.
Es wird zur Zeit auch geprüft, ob es nicht zur wesent⸗ lichen Ersparnis an Fett und Butter führen würde, wenn für zwei Tage in der Woche für die Hotels und Restaurants das Braten des Fleisches verboten würde, sodaß es an diesen Tagen nur gekochtes Fleisch geben würde. Noch nicht geklärt ist auch die Frage, ob für den Bezug von Milch besondere Milchkarten oder Milchmarken ausgegeben werden sollen. Jedenfalls sind aber für die allernächsten Tage auf den ver⸗ schiedensten Gebieten des Lebensmittelmarktes weitgehende Regulierungen in Aussicht genommen. Zu fordern wäre dabei, daß die Vorstellung der Konsumentenausschüsse bei diesen Regulierungen mehr Beachtung fänden als bisher. So hat der Reichskriegsausschuß auch in einer Eingabe an das Reichsamt des Innern eine allgemeine, über das ganze Reich sich erstreckende Festsetzung von Höchstpreisen für Milch gefordert, die aber in enger Verbindung mit einer Preis. begrenzung für Butter und stäse stehen muß. Ohne die Festsetzung von Höchstpreisen für Butter und Käse würde bei der Landwirtschaft nur der Anreiz entstehen, größere Mengen von Milch für die Butter- und Käsebereitung zur Verfügung zu stellen und damit das für den Konsum zur Verfügung stehende Quantum Milch verringert werden. Es wird ferner verlangt, daß die Herstellung von Käse aus Vollmilch ver⸗ boten wird. Befürwortet dagegen wird die Herstellung von Käse aus Magermilch. Dabei würde der Eiweißgehalt der Magermilch der menschlichen Nahrung zugeführt, während leider gegenwärtig der größte Teil der Magermilch zur Vieh⸗ fütterung benutzt wird. Bei dieser Verwendung der Mager⸗ milch geht nur/ des Eiweißgehaltes in die Fleischproduk. tion über. Bei dem Mangel an eiweißhaltiger Nahrung ist es dringend notwendig, daß die Nahrungsmittel mit größe⸗ rem Eiweißgehalt vollkommen der menschlichen Nahrung zur Verfügung gestellt werden. i
Was die praktische Durchführung des Vorschlages anbe⸗ trifft, so beruft sich die Eingabe auf die Verordnung des Generalkommandos in Bayern, die von der Bevölkerung recht zustimmend aufgenommen wurde. Aber auch bei dieser Verordnung zeigt sich bereits, daß ohne eine Regelung für das ganze Reich die Durchführung Mängel aufweist. Vor allem klagen die Bezirke, die früher Milch und Produkte der Molkerei aus Bayern bezogen haben, daß ihnen durch die Beschränkung der Ausfuhr aus Bayern große Schwierig. 1 0 in der Versorgung entstanden 19 1 Handel zu
abermaligen Preissteigerungen benutzt werden Die Eingabe bestreitet, daß die Landwirtschaft die gegen wärtige Preissteigerung begründen oder mit Recht foren kann. Die hohen Preise für Butter lassen sich nur erklären
Molkereiprodukte. Ohne eine Preisfestsetzung ist den weiteren Preistreibereien kein Ziel zu setzen. f Die Erste Kammer der Stände hielt Dienstag vormit⸗ tag eine Sitzung ab, die kaum eine Viertelstunde dauerte und in der die drei Positionen der Tagesordnung ohne jede De— batte angenommen wurden. Es waren dies die Regierungs— vorlagen über die weitere Verschiebung der Wahlen zum 37. Landtag, ferner über die Veräußerung von fiskalischen Grundstücken, und der Gesetzentwurf über die Uebernahme von Wechselverpflichtungen für die Gemeinden und Ge— meindeverbände durch den Staat. Darauf wurde das Haus auf unbestimmte Zeit vertagt.
Die Brotversorgung Deutschlands. Amtlich wird bekannt gegeben: Vor kurzem ging durch die Zeitungen die Nachricht, daß die Reichsgetreidestelle in diesem Jahre drei Millionen Tonnen Brotgetreide über die zur menschlichen Ernährung im Rahmen der jetzigen Verbrqauchsbeschränkung erforder— lichen Vorräte hinaus verfügbar habe. Sie könne und müsse daher zur Linderung der Futtermittelknappheit statt der 200000 bis 300 000, die sie bereits in Form von Futterschrot abzugeben beschlossen habe, mindestens eine Million Tonnen für Zwecke der Viehverfütterung bereitstellen. Diese Nach⸗ richt bedarf der Richtigstellung dahin, daß mit dem bezeich⸗ neten Ueberschuß jedenfalls gegenwärtig nicht gerechnet wer⸗ den kann, denn vorläufig steht ziffernmäßig nur fest, was zur menschlichen Ernährung sowie als Saatgut und als Reserve gebraucht wird, während der Gesamtertrag der diesjährigen Brotgetreideernte bisher nur schätzungsweise ermittelt wurde. Danach kann zwar die menschliche Ernährung ohne Zweifel als sichergestellt angesehen werden, aber die Höhe des tatsäch⸗ lichen Ueberschusses ist noch unsicher. Infolgedessen ist es eine unbedingt gebotene pflichtgemäße Vorsicht der Reichs- getreidestelle, daß sie gegenwärtig keinesfalls mehr Brotge— treide der menschlichen Ernährung entzieht, als sie nach Maß⸗ gabe dieser Berechnungunterlagen verantworten kann. Erst die bevorstehende Vorratserhebung Ende November d. J. wird ein übersichtliches klares und einwandfreies Zahlenbild des Ergebnisses unserer neuen Ernte liefern, so daß auch erst dann mit einiger Sicherheit beurteilt werden kann, ob etwa noch mehr Brotgetreide für menschliche Ernährungszwecke entbehrlich sind. Jedenfalls aber darf die Abstellung des Futtermangels nicht allein oder hauptsächlich von Maßnahmen der Reichsgetreidestelle erledigt werden.
— Die Eier haben jetzt bekanntlich geradezu Phantasie⸗ preise. Niemand wird behaupten wollen, daß etwa deren „Produktionskosten“ in der Weise gestiegen wären, daß sie die wahnwitzigen Preise auch nur entfernt rechtfertigten. Man kann behaupten, daß die Produktionskosten über⸗ haupt nicht gestiegen sind und die unerhörten Preise infolge schandbarer Preistreiberei erreicht wurden. Vom Kommunalverband werden jetzt Eier zu 17½ Pfg. das Stück verkauft, das ist erheblich billiger als auf dem Markte, aber immer noch viel zu teuer.(Nebenbei bemerkt, sollen die Eier aber frisch und gut sein.) Wie aber von der Regierung und den von ihr geschaffenen Organisationen selbst zur Ver⸗ teuerung beigetragen wird, geht aus einer Zuschrift hervor, die ein Dresdener konservatives Blatt von einem Hotel- besitzer erhält. Dieser schreibt:
„Ein Wiener Großhändler, welcher in Friedenszeiten 5000 bis 6000 Kisten Eier monatlich in Deutschland einführte, machte mir auf seiner Reise nach Berlin in dieser Angelegen⸗ heit folgende Angaben. Oesterreich hat dem Deutschen Reich gestattet, monatlich 150 Waggonladungen Eier auszuführen, sofern Deutschland das Wagenmaterial stellt, und zwar aus Oesterreich-Ungarn 120 Waggons und aus Galizien 30 Waggons monatlich. Die deutsche Regierung übergab den An⸗ und Verkauf an die Zentral⸗Einkaufs⸗Ge⸗ sellschaft, G. m. b. H., Berlin, Bernstraße 21. Die Ge⸗ sellschafter, welche keine Fachleute sind, nahmen sich vier Eierhändler, die pro Kiste für Ein- und Ver⸗ kauf 10 Mark erhalten. Für eine Kiste Eier ent. haltend 1440 Stück oder 24 Schock, wurden in Galizien 200 Kronen— 146 Mark bezahlt. Die Fracht in Waggonladungen stellt sich pro Kiste auf 4 Mk. bis Berlin. Dort wurde auf dem Wege der Auktion() die Kiste auf 220 bis 240 Mk. getrieben. Zu bemerken wäre noch, daß sich der Verkauf der Eier nur durch die Zentral-Einkaufs-Gesellschaft abwickeln kann. Die vier Eier-Ein⸗ und Verkäufer verdienen ohne jedes Risiko 150000 Mk. monatlich, wäh⸗ rend der Gesellschaft ein monatlicher Nutzen von/ M il lion Mark bleibt. Nach Angaben der Eier-Impor⸗ keure, die jetzt mit ihren früheren Kunden infolgedessen keine Geschäfte direkt abwickeln können, wird dem deutschen Volke dieses wichtige Nahrungsmittel, ein Ei, um 5 bis 6 Pfg. verteuert.— Soeben wird mir die Nachricht, daß den Eierhändlern von der Regierung inzwischen gekündigt wor⸗ den ist, und diese jetzt nur mit einem Fixum von 700 Mark monatlich angestellt sind.“
Das sind wirklich Zustände, die zum Himmel schreien. Die Zentral-⸗Einkaufs⸗Gesellschaft scheint ihre Aufgabe ja höchst merkwürdig aufzufassen. Was mag mit dem riesigen Gewinn der Gesellschaft geschehen? Sache der Reichstags⸗ abgeordneten wäre es, sich mal eingehender um die Dinge
zu kümmern. 4
Von einem glänzenden Geschäft eines Butter⸗ händlers wird noch aus Solingen folgendes berichtet: Ein Molkereibesitzer hat dort vor Monaten, als die Butter noch 1,75 bis 1,80 Mark kostete, einen großen Posten Butter aufgekauft und die Ware im städtischen Kühlhaus unterge- bracht, sie also zurückgehalten. Die Butter wäre sicher noch länger im Kühlhaus liegen geblieben, wenn nicht unter dem Drucke der öffentlichen Meinung eingegriffen worden wäre. Der Eigentümer der Butter hat sich jetzt bereit erklärt, die Butter zu 2,40 Mark das Pfund abzugeben. Die städtische Preisprüfungsstelle beschloß, die Butter den Kriegerfrauen zu diesem Preise zugänglich zu machen. Es handelt sich um einen Posten von 10 000 Pfund. Der Händler hat also, tro
18 8 Oelen und aus der ungünstigen Marktlage. Es fehlt an Oel f Jetten und dieser Mangel wirkt preistreibend für Milch und
erwünscht war, noch 6000 Mark an der Butter durch das Zurückhalten vom Markte verdient.
— Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten! Karl Dietzel aus Gießen, Garde-Regt. Nr. 4.— Mus“ ketier Karl Walter aus Daubringen, Inf. Regt. 49. 77 Musketier Karl Pfeffer aus Großen-Buseck, Inf.Regt. 81. — Pionier Ludwig Lemmer aus Mainzlar, 12. Pionier⸗ Regt.— Wehrmann Wilhelm Weisensee aus Albach Inf.⸗Regt. 116.— Musketier Wilhelm Block aus Obborn/ hofen, Inf. Regt. 88.— Musketier Karl Meier aus Eudorf, Inf.⸗Regt. 221.— Musketier Karl Fermer aus Alsfeld, Inf.⸗Regt. 13.— Musketier Heinrich Fiedler aus Rain rod b. Alsfeld, Inf.-Regt. 140.. »Neue Bergwerksanlagen werden au der preußisch⸗hessischen Grenze in der Nähe von Lsttzellinden geschaffen. Unter Leitung des Bergwerksdsrektors Müncker⸗-Gießen wurden dort erfolgreiche, Bohrungen auf Manganerze vorgenommen und die Ergebnisse waren so gut, daß man kürzlich zum bergmännischen Abbau der gut anstehenden Erze vorgegangen ist. Die erworbenen Grubenfelder, liegen an der Grenze der Gewerkschaft Gießener Braunsteinberg⸗ werke vorm. Fernie. 0 — Gemeinbesteuer⸗Rückstünde. Unter den heutigen amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Gießen befindet sich auch die Mahnung des 3. Zieles Gemeindesteuern und Kanalgebühren. Die Zahlung kann noch bis einschließlich 19. November bei der Stadtkasse ohne Kosten erfolgen. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt die Bei⸗ treibung, wobei die Pfändungskosten erhoben werben.
— Stadttheater. Auch die Freitagsvorstellung bringt ein für Gießen neues Lustspiel„Mein alter Herr“ von 5 Arnold. Das liebenswürdige Werk hat zum Schluß der Sommer-
spielzeit in Bad⸗Nauheim einen großen Erfolg erzielt, an dem in erster Reihe beteiligt waren die Herren Goll, Steinhoser, Hellmuth und die Damen Schild, Burghoff und Rubens.
— Auf den Künstlerabend der Freilichtbühne, der morgen, abend in der Aula stattfindet, sei nochmals an dieser Stelle hinge⸗ wiesen. Das Programm war im Inserat des gestrigen Blattes zu ersehen. 75
Kreis Wetzlar.
—Gleiberg. Wieder haben wir einen Genossen durch den Krieg verloren. Dieser Tage lam die Nachricht, daß Carl Lautz gefallen ist. Er war Mitglied des Arbeiterturnvereins und hat stets unsere Sache zu fördern gesucht.— Bis jetzt sind aus unserem Orte f ganzen acht Mann dem furchtbaren Kriege zum Opfer gefallen.
Bon Nah und Fern.
Tod beim Kriegsspiel. In Lübeck kamen kürzlich zwel Knaben beim Kriegsspiel ums Leben. Die Kinder hatten sich während der Ferien auf verschiedenen Plätzen der Stadt Schützen⸗ gräben gebaut und hierbei auch Untersttnde errichtet. In diesen Gräben wurde nun eifrig Krieg gespielt. Dabei stürzte ein solcher Unterstand ein und begrub zwei 12 und 13 Jahre alte Knaben. Als man sie befreite, waren sie bereits erstückt.
Rache der Verschmähten. Aus Wien wird der Fr. Ztg. be⸗ vichtet: Fräulein Kamilla R. verübte Sonntag nachmittags in ihrer Wohnung auf den bei ihr zu Besuch weilenden Prinzen Leopold von Sachsen⸗Coburg ein Attentat, indem ste ihn eine ätzende Flüssigkeit gegen das Gesicht schüttete und daraufhin einige Revolverschüsse gegen ihn seuerte. Nach Verübung diefer Tal richtete sie die Wafse gegen sich und tötete sich durch einen Schuß ins Herz. Als Motiv ihrer Hanblung bezeichnet sie in hinter⸗ lassenen Briefen, daß der Prinz die mi: ihr längere Zeit hindurch gepflogenen Beziehungen lösen wollte. Die Verletzungen des Prinzen durch die Schüsse und Verätzungen sind ernster Natur, jedoch nicht lebensgefährlich. a
Die Schußwasse in Kinderhänden. 05
Der fünf Jahre alte Knabe Georg Mathes in Kauernberg (Oberfr.) kam mit einem anderen vier Jahre alten Knaben in eim Zimmer, in dem ein geladener Zimmerstutzen hing. Während die beiden mit dem Stutzen spielten, ging plötzlich ein Schuß los und traf den Knaben Mathes so unglücklich hinter dem Ohre in den Kopf, daß der Tod alsbald eintrat.
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Telegramme.
Tagesbericht des Gußen Halptlutitz.
Die untere Düna erreicht. Vorwärts in Serbien. W. B. Großes Hauptquartier, 21. Okt., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz,
Keine besonderen Ereignisse.
Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg.
Nordöstlich von Mitau gewannen wir die Düna⸗Ufer von Borkowitz bis Bersemünde. Die bisherige Beute der dortigen Kämpfe beträgt im ganzen 1725 Gefangene, 6 Ma⸗ schinengewehre.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.
Oestlich von Baranowitschi wurde ein russischer Angriff durch Gegenangriff zurückgewiesen.
Heeresgruppe des Generals v. Linsingen.
Am Styr in der Gegend von Czartorysk nahmen die örtlichen Kämpfe einen größeren Umfang an. Vor erheb⸗ licher Ueberlegenheit mußte ein Teil einer dort kämpfenden deutschen Division in eine rückwärtige Stellung zurückgehen, wobei einige bis zum letzten Augenblick in ihrer Stellung ausharrend Geschütze verloren gingen. Ein Gegenangriff ist im Gange.
Balkankriegsschauplatz.
Die verbündeten Truppen folgen auf der ganzen Front dem langsam weichenden Fein de.
Aus der stark befestigten Stellung südlich und östlich von Ripanj sind die Serben in südlicher Richtung geworfen. Unsere Vortruppen erreichten Stepojevac—Leskovac— Baba, Westlich der Morawa dringen deutsche Truppe über Selevae und Saraorei, östlich des Flusses über Valaskido, Rasauige und auf Ranovac vor.
Bulgarische Truppen kämpften bei Regotin. südlich erreichten sie die Straße Zajecar—Knazevgc.
Oberste Heeresleitung..
Weiten
dem er den Preis nicht in der Höhe festsetzen konnte, die ihm
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