Ausgabe 
22.10.1915
 
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tetzten Todesangst sich befreien und auf Deck kommen konnten. So verfahren die Engländer mit ihren farbigen Hilfs- truppen und bei dieser Art der Brutalität erklärt sich auch das Verhalten der Engländer gegenüber de üutschen Unter⸗ seebootsmannschaften, die sie einfach hingemordet haben.

Bulgarenprogrom in Dmitrijewsko.

T. U. Wien, 20. Okt. Die Stimmung in Rußland ist seit den ketzten Tagen gegen Bulgarien sehr erregt, die noch durch allerlei Hetzmittel verschärft wird. Besondere Eutrüstung ruft in Sofia ein in der im Dongebiet gelegenen Stadt Dmitrijewsko veranstalteten Bulgarenpogrom hervor. Auf dem Markte dieser Stadt fand unter den Geschäftsleuten ein Auflauf statt, weil Kleingeld fehlte. Die Fleischhändler erklärten, an dem Mangel des Kleingeldes seien die Bulgaren schuld, die alles Kleingeld zurückhalten. Als darauf ein Bulgare einer Frau das Wechseln eines Papierrubels ver⸗ weigerte, zertrümmerte das, Volk die Läden von 22 Bulgaren, deren Waren zertreten wurden. Die Polizei erschien erst später und griff auch dann noch nicht ein.

Aus der Zeit der Moskauer Uuruhen.

London, 20. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Der frühere Korrespondent der Times in Petersburg, Stephan Graham, schreibt in der Times: Nachdem die Duma vertagt war, weil die Regierung das Programm Miljukows, die Regierung dem Parlament verantwortlich zu machen, revolutionär ge⸗ funden hatte, fanden große A ufstände in Moskau, in den Provinzstädten und in vielen Munitionsfabriken statt, Der Zar berief die Parteiführer zu sich an die Front und erörterte mit ihnen die Gesamtlage. Der fortschrittliche Block verzichtete daraufhin auf das Programm Miljukows und nahm ein anderes Programm an, nämlich den deutschen Ein⸗ fluß in Rußland zu bekömpfen. Um in der Kabinettsfrage ein Kompromiß herzustellen, wurde das Mitglied der Duma, Chwostow, zum Minister des Innern ernannt, dessen erste Handlung war, Moskau unter das Kriegsrecht zu stellen. Dadurch wurde die ganze Frage der Ausstände und der Auf⸗ ruhrbewegungen aufgerollt, die dort in den letzten sechs Monaten stattgefunden haben. Die bekannten Krawalle, die im Juli nach dem Falle von Przemysl und Lemberg aus⸗ brachen, leiteten den Kampf für die Pöbelherrschaft und ein inneres Chaos in Rußland ein. Die amtlichen Ziffern haben den Schaden an Geschäftshäusern mit 31 Millionen Rubel und an Privathäuser mit sieben Millionen Rubel angegeben. Unter den Betroffenen befanden sich 113 Oesterreicher oder Deutsche, 489 Russen mit ausländischen Namen und 190 Russen mit russischen Namen. Den ganzen Sommer hin⸗ durch herrschte in Petersburg und Moskau das Gefühl der Unsicherheit; wäre nicht das Wodka⸗Verbot gewesen, so hätte alles verloren sein können. Der Korrespon⸗ dent urteilt, die innere Lage Rußlands sei gegenwärtig wich⸗ tiger als die militärischen Unternehmungen.

Der Papfst und die verurteilten Belgier.

Deer Osservatore Romano meldet, der Papst sei von mehreren Seiten, besonders durch die englische und die belgische Gesandtschaft, angegangen worden, sich für die Begnadigung oder Um⸗ wandlung der Todesstrase der Gräfin Belleville, des Fräuleins Thulier und sieben anderer Belgier, die der Be⸗ günstigung des Entweichens französischer und belgischer Gefangener angeklagt waren, zu verwenden. Der Papst habe durch den Kar⸗ dinal⸗Staatssekretär den Kardinal Hartmann, Erzbischof von Köln, telegraphisch ersuchen lassen, diese Bitte dem Kaiser zu übergeben und Kardinal Hartmann habe jetzt telegraphisch ge⸗ antwortet, daß der Kaiser die Hinrichtung habe auf⸗ schieben lassen und einen eingehenden Bericht über die An⸗ gelegenheit einforderte.

Kaiser Muanschikkai?

Seit Monaten wird aus Peking und Schanghai so etwa alle 24 Stunden mal über den Stand der monarchistischen Bewegung in China an die westeuropäischen Zeitungen tele⸗ graphiert. Aus dem ursprünglichen Wirrwar wie: Präsi⸗ dent Muanschikkai ist unbedingt gegen die Monarchie, er will

selbst Kaiser werden, er legt sein Amt nieder, wenn die monarchistische Bewegung nicht aufhört, er setzt eine eigene Kommisston ein, um die wahre Stimmung des Landes zu erforschen beginnt langsam kristallene Klarheit aufzu⸗ steigen: Wir hörten nämlich zuletzt, daß Muanschikkai, dessen Sohn übrigens der eigentliche Leiter der monarchistischen Agitation sei, sich der Hilfe Japans zur Erlangung des Kaisertums versichert und Japan dafür so weit⸗ gehende Zusagen für seine künftige Stellung gemacht habe, daß das Reich der aufgehenden Sonne sich vollauf befriedigt sehe und nicht mehr daran denke, am europäischen Kriege teilzunehmen. 5

Das klingt nicht unwahrscheinlich: China wird japanischer Auswanderungs⸗ und Schutzstaat, womöglich mit weitgehen⸗ den Vorzugsrechten für das japanische K pital beim Absatz seiner Industrieprodukte und bei der Ausbeutung von Chinas Naturschätzen, und um diesen Zustand möglichst gegen chinesische Selbständigkeitsgelüste zu sichern, setzt Japan einen von ihm abhängigen Kaiser ein. Und das alles ohne Blut⸗ opfer und ohne die Milliarden moderner Kriegsverschuldung! Japans Beteiligung würde den Weltkrieg zwar kaum in seiner Entscheidung beeinflussen, aber ihn verlängern. Herr Muanschikkai, der höchst feierlich der Republik Treue ge⸗ schworen hat, würde sich also immerhin ein Verdienst um die Menschheit erwerben, wenn er durch die Auslieferung Chinas an Japan eine Verlängerung des Weltkriegs vermeiden, wenn auch nebenbei sich einen Kaiserthron von Japans Gnaden errichten würde

Mohrenwäsche.

Die Deutsche Tageszeitung muß jetzt Tag für Tag den Versuch machen, die agrarischen Mohren weißzuwaschen. Nach diesem Blatt sind alle Vorwürfe, die gegen die Land⸗ wirte erhoben werden, einfach unbegründet. In der letzten Zeit mußten die Landwirte vielfach von amtlichen Stellen unter Strafandrohung dazu angehalten werden, die Ernte in etwas rascherem Tempo auszudreschen. Trotz dieser Tatsachen versucht die Deutsche Tageszeitung folgende Mohrenwäsche:

Wir hatten vor einigen Tagen davon Kenntnis genommen, daß die Landwirte in verschledenen Kreisen aufgefordert worden sind, den Ausdrusch des Brotgetreides und des Hafers zu be⸗ schleunigen, damit der Bedarf des Heeres und der Reichsgetreide⸗ Gesellschaft möglichst schnell gedeckt werde. Gewisse Blätter glaubten die Verzögerung des Ausdrusches damit erklären zu können, daß die Landwirte auf höhere Preise warteten, und des⸗ halb damit zögerten. Dieser häßliche Vorwurf ist so unbegründet wie nur möglich. Darauf haben wir schon früher hingewiesen. Wir haben daran erinnert, daß gerade jetzt die verschiedensten landwirtschaftlichen Arbeiten erledigt werden müßten, daß der Mangel an Kräften aller Art den schleunigen Ausdrusch ver⸗ zögere und verhindere, und daß es unbillig sei, von den Land⸗ wirten etwas zu verlangen, was beim besten Willen nicht geleistet werden könne. Völlig unsinnig ist aber die Vermutung, daß die angebliche Zurückhaltung der Landwirte ihren Grund in der Hoffnung auf spätere höhere Getreidepreise habe. Es dürfte doch allgemein bekannt sein, daß von den maßgebenden Stellen eine spätere Erhöhung der Preise rundweg und unzweideutig als aus⸗ geschlossen bezeichnet worden ist. Die Landwirte würden also unklug handeln, wenn sie durch solche falschen Hoffnungen sich irgendwie bestimmen ließen.. 5 1

Die Landwirte kennen den Einfluß, den sie auf die Re⸗ gierung haben und gerade deshalb dürften sie auf eine Er⸗ höhung der Getreidepreise hoffen, wenn auch nur zu dem Zweck, den Ausdrusch zu beschleunigen. Die erhobenen Vor⸗ würfe sind also nicht etwa häßlich, sondern nur zu begründet.

Die Kämpfe in Serbien. Die vorzügliche bulgarische schwere Artillerie. T. U. Budapest, 21. Okt. Der Sofioter Berichterstatter des Blattes A Vilag meldet: Die bulgarische Artillerie leistet

in der Beschießung feindlicher Stellungen hervorragendes.

Die Geschosse der bulgarischen schweren Arkiller reits in die Straßen von Pirot. Das Vorwerk Prisjan fiel nach zweitägigem Widerstande. Bei erlitten die Serben schwere Verluste. Die Bulgaren e ten eine bedeutende Menge von Kriegsmaterlal. Die widerstehen erbittert und bringen große Blutopfer. blutigsten war der Kampf bei Walandowo. Die bulgat schwere Artillerie ist hier besonders tätig. Einzelne Vorpof gelangten bis Wardar und beschießen die Brücke zwisc Mirovce und Bodanci. Auch bei Negotin ist die Lage reits zum Sturm gereift. Kotschani ist von mazedon Truppen genommen, die jetzt gegen Zlatowo marschier Am anderen Ufer der Bregelnica nahmen sie bereits Irn voce und dringen gegen Vur Sevo vor. Längs der Kri 0 marschieren die Bulgaren nach der Einnahme von Kraton gegen Kumanovo weiter. 1 Meinungsverschiedenheiten zwischen England und Fraukreich. 1

Trotz der im Depeschenwechsel Vivianis und Grens anläßlich Demission Delcasses zum Ausdrug gebrachten vollen Harmo beider Kabinelte, bestehen, wie wohlinformierte Mitglieder dez französischen Kommission für das Auswärtige Amt und die Ar versichern, starke Meinungsverschiedenheiten zwar auf d iplomatischem wie auf militärischem biete. Tief beklagt auch die französische Presse, daß die Angelegen, heit der obersten Heeresleitung auf Gallivoli und in Saloniki ein Wendung nehme, die kein Gefühl der Sicherheit aufkommen läßt

Ans der Türkel.

T. U. Sofia, 18. Okt.(Verspätet eingetroffen.) Reisende au Konstantinopel berichten, daß die große deutsche Brücke über daß Goldene Horn durch einen einfahrenden Kohlendampfer beschädig worden ist. An ihrer Wiederherstellung wird eifrig gearbeite Der Verkehr geht einstweilen über die alte Brücke. N

Die bulgarischen Operationen werden freudig begrüßt. Masse haft melden sich Arnauten zum freiwillgen Eintritt ins Heer. Konstantinopel stellt 5000. Man ist der Ansicht, daß in halb drei Wochen die Vereinigung der Deutschen mit den Bulgare vollzogen sein werde. 5

Es ist festgestellt, daß die Türkei Rohmaterial für Kri zwecke für fünf Jahre besitzt. 1

Deutsche Flieger über Belsort und Nauen

Lyon, 21. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Wie d, Progrés aus Belfort meldet, wurde am Sonntag vor mite! gegen 9 Uhr die Bevölkerung durch den üblichen Alarm he nachrichtigt, daß sich deutsche Flugzeuge Belfort näherte Obwohl die deutschen Flugzeuge von den Befestigungswerke heftig beschossen wurden, näherten sie sich sehr schnell m überflogen die Stadt, die sie mit Bomben belegten. Nach 6 füllung ihrer Aufgabe entflohen sie. Neue Flugzeuge kame So ging es bis 3 Uhr nachmittags. Viele Bomben auf die Stadt und in Gärten; eine große Zahl platzte nit Ein Mechaniker und ein Soldat wurden getötet, mehn andere Personen verletzt. 1

Lyon, 21. Okt.(W. T. Nichtamtlich.) Dem Nous liste de Nancy zufolge überflogen am Donnerstag nachm zwei Tauben Nancy und warfen Bomben ab, ohne S anzurichten. Am Freitag nachmittag wurde die Mitte Stadt Nancy von deutschen Flugzeugen mit drei Bomb belegt. Ihr Platzen verursachte lebhafte Erregung unter 9 Bevölkerung. Man gibt bekannt, daß eine Person verwun wurde. Diese Luftangriffe waren die Ursache des Verg tungsangriffes der französischen Flieger gegen Trier.

Hrieasustizen. 3

Die holländische Regierung hat den englisch Agenten, die qualifizierte Arbeiter in Holland für englische französische Munitionsfabriken anwarben, das werk gelegt. Nach einer Meldung aus dem Haag dürsen techn Arbeiter, Schlosser, Heizer, Maschinisten, Schiffsbau⸗ und Maschi bau⸗Ingenieure usw. Holland nicht mehr ohne besondere Erlaubt des Kriegsministeriums verlassen. Dreizehn Arbeiter, Vlissingen mit dem DampferMechelen nach England

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wollten, wurden zurückgehalten.

Pulver und Gold.

Roman aus dem Kriege 1870-1871. Von Levin Schücking.

Blanche veränderte plötzlich ihre Farbe; es war ein scheuer Blick der Verlegenheit, den sie auf mich warf; dann aber sah sie mich fest und offen an und sagte:Ich kann nicht unwahr sein, und es würde mir am Ende nichts nützen, wenn ich leugnete. Sie würden mir nicht glauben. Nun wohl denn, es ist so!

Und was bezweckten Sie durch diese kleine List, in der für mich so viel Demütigendes liegt? Ich war froh für Ihre Güte über diesen Beweis von Freundschaft, mich zu Ihrem romantischen Besitztum zu führen; wie tief es mich kränkte, die Entdeckung machen zu müssen, daß Sie einen besonderen und geheimen Beweggrund dabei hatten, will ich Ihnen nicht schildern. 0

Sie sah zu Boden und legte die Hände in den Schoß. Ich tat es nicht gern! sagte sie mit einem Tone, der tief aus ihrer Seele zu kommen schien, wie überhaupt alles, was sie sagte, heute einen so ganz anderen Ton hatte als gestern; gestern war etwas Feindseliges, Spöttisches in ihrem Tone, wenigstens bis zu unserer Wanderung auf die Burg- ruine und sie schien über das Bewußtsein, daß in mir ein Feind ihr gegenüberstehe, nicht fortzukommen, und wie mit sich selbst im Hader zu sein, daß sie diesen Feind anhöre, und ihn mit anscheinender Güte anhöre; heute dagegen war sie, wohl durch das Ereignis der Nacht, umgewandelt, in einer eigentümlichen Weise mild und ernst, als ob eine Bewegung des Gemüts sie beherrsche, und sie viel zu sehr beherrsche, um daran denken zu können, es zu verbergen.

Weshalb taten Sie es denn? fragte ich.Machen Sie meinen großen Schmerz und Kummer, daß ich düpiert werden sollte, wieder gut, indem Sie mir anvertrauen, was Sie dazu bewog! Sie bergen mir irgendein Geheimnis; Sie haben irgendeine Sorge, die Ihnen durch meine Anwesenheit in Ihrem Hause, in diesen Zimmern erwachsen ist. Sagen Sie mir, was es ist, und wie ich Ihnen helfen kann. Glauben Sie mir, daß ich alles tun werde, was ich irgend vermag, um Ihnen Ihre Sorge zu nehmen.

Sie schüttelte stumm den Kopf.

Mer Got bee ic Irze n u fark- iabο=

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denn nicht, welches Gefühl Sie mir einflößen und wie Sie

von diesem alles, was Sie wollen, verlangen können? Sie selbst sind ja überzeugt, daß ein Mann einer solchen Leiden⸗ schaft jedes Opfer bringt. Bauen Sie auf diese Leidenschaft, verlangen Sie von Ihr, werfen Sie Ihre Sorge auf sie o wie glücklich würde es mich machen, wenn Sie mir ver⸗ trauten!

Sie sah mich mit gerunzelten Brauen scharf an; ihre Lippen bewegten sich, und doch sprach sie nicht; sie verschluckte, was sie sagen wollte. War es vielleicht eine Frage, die ihr auf den Lippen lag, die Frage:Lügen Sie mir dies Gefühl, diese Leidenschaft nicht vor, um mir mein Vertrauen zu ent⸗ locken, und dann es als Feind zu mißbrauchen? Vielleicht war es das, was sie jetzt sich selber fragte; und konnte ich es am Ende ihr verdenken, ich, der das ganz gleiche Mißtrauen in die Güte gesetzt, welche sie mir bewiesen? Solche Gegen⸗ seitigkeit des Argwohns, solch eine Wiedervergeltung, von ihren Gedanken gegen die meinen geübt, hätte ja etwas sehr Verzeihliches gehabt. Und doch hätten sie mich empört, und ich glaube, ich wäre in eine wahre Verzweiflung geraten, wenn sie dieselbe mir gestanden. Ein ehrliches Herz ist so reizbar gegen Verkennung, und ein verliebtes ist oft so un⸗ gerecht.

Nach einer Pause beruhigte sie mich mit den Worten: Ich vertraue Ihnen gern ich gäbe Ihnen sehr, sehr gern einen Beweis meines Vertrauens; diesen kann ich Ihnen nur nicht geben; wir bergen gar kein Geheimnis vor Ihnen in diesem Hause...

Und weshalb sollte ich die Nacht über dann in Colomier gehalten werden? Sie müssen gestehen, daß ein Zweck damit verbunden war.

Es ist hart von Ihnen, daß Sie mich drängen, es zu gestehen, versetzte sie, tief errötend,vielleicht wollte ich Sie nur auf die Probe stellen und erfahren, ob ich so viel Einfluß auf Sie üben könne, oder ob Sie Ihrer Pflicht untreu zu machen seien, wie alle anderen!

Es lag etwas in diesem Bekenntnis, was auch mich er⸗ röten ließ und mich glücklich machte. Und doch war es sehr töricht von mir, mich dadurch beglückt zu fühlen. Denn war der Argwohn in mir begründet, daß Blanches ganze Freund⸗ schaft für mich nur ein listiges Spiel sei, dann waren ja auch

ada art H ain schlaues Ratrügen O gewiß waren sie

das; ich wußte ja, daß man ganz andere Motive hatte, m Colomier zu halten. 2

Es war eine verzweifelte Situation, und ich wußte wie sie enden und wie herauskommen! Sollte ich noch wel gehen, als ich schon getan, noch unumwundener Blanche mei Leidenschaft gestehen? Mein Gott, ich hatte es schon so af, und klar getan und ward nicht klüger dadurch! Und war etwas in mir, was mich unwiderstehlich drängte, diesem selben Wege noch weiter zu gehen; es kam ein she misches, leidenschaftliches Gefühl über mich, das mich schweigen ließ: als ob ich das Peinliche der Situation eng könne, wenn ich diese einer Katastrophe zudrängte, rief aus:

Mag das wahr sein, was Sie da sagen, Blanche, 9 mag es nicht wahr sein, Sie gestehen mir ein Interesse daß ein, und dies Geständnis gibt mir den Mut, ganz ohne N halt zu Ihnen zu reden. Ihre Erscheinung hat vom ert Augenblicke an einen Zauber auf mich geübt, wie ich ihn! empfunden; seitdem ist aus diesem Gefühl eine Leidensch geworden, die ich nie werde besiegen können. Sie haben te darin bin ich ein Mann, und ich fühle, daß ich dieser Leide schaft Sklave von jetzt bis an meines Lebens Ende sein Ich werbe jetzt denn ich weiß, wie wenig der Auge dazu da ist nicht um Ihr Herz; ich bin nicht blind alles das, was heute noch zwischen uns liegt. Aber der 5 wird zurückkommen; wenn das Allgemeine des einzelnen mehr bedarf, wird der einzelne sein Leben für sich wieder! ginnen können; ich werde dann zu Ihnen in einem anden, Kleide als meinem jetzigen, das Sie an die Kluft,! zwischen uns liegt, erinnern muß, zurückkehren nut! die geit, Blanche, lassen Sie mir die Hoffnung, daß Sie n. alsdann freundlich aufnehmen und alles anhören werd was ich sagen kann, um Ihr Herz zu gewinnen 9 gehen Sie nicht, wenden Sie sich nicht so erschrocken ab ich Ihnen sage, kann Sie nicht überraschen, und Sie tragen die Schuld, wenn ich schon jetzt es Ihnen so 9 sage! Ich möchte damit ein Verhältnis des Vertrauens. der rückhaltlosen Offenheit gewinnen, ich möchte das trauen in Ihnen, das mich mehr peinigt, als ich es sagen kann, enden... nur das möcht ich für heute, für die! Augenblick schon: ich will, ich muß den unseligen Arg aus meinem Herzen reißen können, der mich quält!

Fortsetzung folat.]