Ausgabe 
19.10.1915
 
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Die Türkei und Bulgarien.

Die Agente Havas berichtet aus Athen: Man meldet aus Sofia, 51 die von der Türkei an Bulgarien abgetretenen Gebiete jetzt vollständig von den bulgarischen Behörden in Besitz genommen seien. Bei dieser Gelegenheit habe Enver Pascha an Radoslawow eine Depesche gerichtet, in der er ihm versicherte, daß die Türkei diese Gebiete in der festen Ueberzeugung abgetreten habe, daß ewige Freundschaft die Türkei und Bulgarien verbinden werde, und daß das Opfer, das die türkische Regierung gebracht habe, den Aus- gangspunkt einer neuen Aera auf dem Balkan bilden werde.

Neue Opfer unserer U-Boote im

Mittelmeer. Athen, 17. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) In den letzten Tagen sind folgende Schiffe durch deutsche und

österreichisch-ungarische U-Boote versenkt worden: 1. Englischer TankdampferH. C. Henry(4219 Brutto⸗ kegistertonnen) mit Teeröl nach Lemnos; 2. englischer DampferHaydn(4000 Bruttoregister⸗ konnen); 3. italienischer DampferCyrene 3296 Bruttoregister⸗ tonnen);

J. englischer DampferSailor Prince(3144 Brutto⸗

kegistertonnen);

5. englischer DampferHalyzones 5092 Bruttoregister tonnen);

6. englischer DampferThorpwood 3184 Bruttoregister tonnen);

7. englischer DampferApollo(3774 Bruttoregister tonnen).

Der Gedauke ist nicht von der Hand zu weisen, daß die enarmen Dampferverluste der Verbündeten während der letzten Wochen die eigentliche Ursache für die gemeldete Stockung der Truppenlandungen in Salonik sind.

Ein englischer Transportdampfer versenkt.

T. U. Konstantinopel, 17. Okt. Aus Salonik wird ge⸗

meldet, auf der Fahrt nach Mudros ist ein italienisches Trup⸗

pentransportschisf mit 3000 Mann an Bord torpediert worden. *

T. U. Chiasso, 17. Okt. Secolo meldet aus Kairo: Der ägypti⸗ sche DampferBorollos ist auf der Fahrt von Piräus nach Alexandrien von einem deutschen Unterseeboot beschossen worden. Es entstanb eine Panik an Bord: 30 Personen ertranken, darunter zwei Matrosen vom DampferSailor Prince, der kurz zuvor von dem gleichen Unterseeboot gestellt worden war. An Bord des Borollos befand sich Prinz Mahmud Hamidi, der Bruder des gegenwärtigen Sultans von Aegypten, welcher den Kapitän des U-Bootes ersuchte, das Schiff mit den 220 Passagieren freizu geben. Nach Einsicht der Papiere und nachdem eine Menge Benzin vom Dampfer requiriert worden war, gestattete der Kapitän die

Weiterfahrt. 5 5 4 Der türkische Bericht.

Konstantinopel, 16. Okt.(W. T. B.) Das Große Haupt⸗ quartier meldet: An der Kaukasusfront warfen wir die Russen, die einen Ueberraschungsaugriff auf unsere Stel⸗ lungen versuchten, in der Gegend westlich von Kentek zurück und fügten ihnen schwere Verluste zu. An der Dardanellen front örtliche Feuergefechte. Sonst nichts von Bedeutung. Bei Sebd⸗ül⸗Bahr zerstörte eine Mine, die wir in der Gegend des Kercvizdere zur Explosion brachten, unter Mitwirkung unserer Artillerie ein feindliches Blockhaus. Sonst keine Er eignisse.

Die englischen Verluste an den Dardanellen.

Paris, 16. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Aus London erfahren die Blätter, Unterstaatssekretär Tennant habe im Unterhause er⸗ klärt, daß von den Verlusten an den Dardanellen bis zum 9. Okto⸗ ber, die 96 899 Mann betragen, 1158 Offiziere und 17.772 Soldaten tot, 2632 Offiziere und 66 220 Soldaten verwundet sind, und 383 Offiziere und 8707 Mann vermißt werden.

Der Seekrieg. Das Mittel gegen die deutschen U-Boote. London, 17 Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Der Flot⸗ tenmitarbeiter der Daily News berichtet, die britische Flotte

verfüge jetzt über neue Minenfischer und Unter⸗ seebootszerstörer; diese seien auf Grund der bis⸗ herigen. Erfahrungen gebaut worden, besäßen eine außer⸗ ordentliche Geschwindigkeit und seien imstande, sehr scharfe Wendungen auszuführen.

Meldung des

London, 17. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) deutsche

Reuterschen Bureaus: Am 2. Oktober sind d ch t Fischer fahrzeuge nach Grimsby aufgebracht worden, am 9. Oktober 13. Alle waren eifrig mit Fischen beschäftigt.Von Minenlegen war keine Rede. Die 13 Fischerfahrzeuge hatten Fisch⸗ ladungen, die in Grimsby verkauft wurden. Die Besatzungen sind interniert worden.

Die Ermordung einer deutschen U-Boot⸗ Besatzung.

Berlin, 17. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Die Nord⸗ deutsche Allgemeine Zeitung schreibt: Die von der amerikani⸗ schen Zeitung World verbreitete Nachricht von der Ermor⸗ dung der Besatzung eines deutschen Tauch⸗ bootes durch englische Streitkräfte hat der Kaiserlichen Re gierung Anlaß gegeben, sofort geeignete Maßnahmen zur Aufklärung des Tatbestandes zu treffen. Die Regierung behält sich vor, die danach notwendigen Schritte zu tun.

*

Amsterdam, 17. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Aus amerikanischen Blättern. Nach einer in Newyork eingetroffe⸗ nen Privatnachricht war der große britische Transportdampfer, der bei Kreta torpediert wurde, der Cunardidampfer Transsylvania(14000 Registertonnen).

Die amerikanischen Rüstungen.

einer Armee von einer Million nach dem Neuseeländer Miliz⸗ system. Bryan ist gegen die Verstärkung der Armee(Fr. Z.) Spanien verlangt Tanger.

Der spanische Ministerpräsident Dato hat sich zu einem Ver⸗ treter der Madrider Zeitung Imparcial ausgesprochen. Er be⸗ teuerte Spaniens Wunsch, neutral zu bleiben, ja sogar, den europäi⸗ schen Friedenskongreß in seinem Lande zu sehen.(Hoffentlich schrecken die Spuren von Algeciras nicht!) Aber, so sagt Herr Dato, Spanien wird sich vielleicht doch auch an dem allgemeinen Völkermarsch(wohin?!) insofern beteiligen, als es ein berechtigtes Interesse an Tanger habe. Dieser Wink richtet sich natürlich gegen Frankreich, dem ja Marokko als Ausbetungsobjekt über⸗ wiesen war. Nun sieht Spanien Frankreichs Sonne sinken und rechtzeitig meldet es seine Ausprüche an zuerst zaghaft, nur auf Tanger. Aber es kann auch noch anders kommen. Schließlich wäre ja Spanjen bei einem marokkanischen Besitzwechsel der Nächste. Freilich könnte man glauben, daß Spanien zunächst noch einige iumere Aufgaben zu lösen hätte. Aber man hofft vielleicht in Madrid durch Sicherung eines reichen und nahen Kolonialgebietes am ehesten der inneren Schwierigleitsn Herr zu werden. Indessen haben die Marokkaner schon dem weit stärkeren und reicheren Frankreich verdammt harte Nisse zu knacken gegeben; sie können kaum noch andere Leute reizen, sich die Zähne auszubeißen. Für einepénétration pacifique(friedliche Durchdringung) scheint es den kriegerischen Söhnen Maghrebs und des Atlasgebirges noch an Verständnis zu fehlen.

Demission des spanischen Kabinetts?

Paris, 17. Okt. Havas meldet aus Madrid: Der Heraldo berichtet, daß der am Samstag versammelte Ministerrat be⸗ schlossen hat, zu demissionieren. Der Ministerpräsident Dato wurde ermächtigt, dem Könige die Demission des Kabinetts zu überreichen.

Griechenland protestiert weiter!

Turiner Blätter berichten aus Saloniki, daß bis Don⸗ nerstag abend keine Truppenzüge aus Saloniki abgegangen sind und zwar infolge eines dritten Protestes Griechenlands in Paris und London. Dazu läßt sich das Neue Wiener Jounal aus Budapest drahten, die ungarische Korrespondenz (bekanntlich ein offiziöses Organ) erfährt aus Saloniki, daß der dortige griechische Kommandant eine Verordnung erließ, worin er mit Rücksicht auf die Anwesenheit fremder Truppen erlaubt, Waffen zu tragen. Jeder wird bestraft, der nicht der

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9. November einberufen worden. Newyork, 16. Okt. Präsident Wilson plant die Schaffung

gegenüber Angriffen ährt. Diese Verord- fremdländischen Ko.

einheimischen Bevölkerung fremden Truppen genügend Schutz gew nung richtet sich hauptsächlich gegen die lonialtruppen. Entwaffnung englischer Feldgeundarmen dure griechische Soldaten. 55 T. U. B st, 18. Okt. Dem Pester Llond wird aus ic ge. Wr e Solomti und Dedsagatsch e getroffenen Meldung entwaffncten griechische Soldaten mehrere englische Feld⸗ gendarmen. In der Bevölkerung herrscht große Erbitterung gegen England. 0 a

Revolution in Kiew. 1 Czernowitz, 18. Okt. In Kiew wurde die Skadtverwal tung durch die Militärmacht ersetzt. Sämtliche Schulen, Ver. waltungsbehörden und Banken wurden unter Kontrolle ge⸗ stellt. Ueber die Stadt wurde der verschärfte stand verhängt. Verhaftungen sind an der Tagesordnung Die 17jährigen müssen am 15. November a. St. zum Milit einrücken. Die Bevölkerung ist tief erbittert.

Massen vergiftung wegen Trinkens von Holzspiritus. g

T. U. Kopenhagen, 18. Okt. In Nischninowgorod wurden 100 Transportarbeiter mit dem Ausladen einer großen Sendung von Holzspiritus beschäftigt, dabei erbrachen si ein Faß und betranken sich dermaßen, daß sämtliche Arbeiter an 15 schweren Vergiftung erkrankten. Der Zustand sämtlicher Kranken wohl keiner von den 100 Vergifteten mit dem Leben davonkommeß 5

dürfte. 125 HKriegsnslizen. 2

Der sächsische Landtag ist zu einer Kriegstagung auf den Nach einer vom französischen Unterrichtsministe i veröffentlichten Statistik sind von den französischen Volk schullehrern 30 000 seit Beginn des Krieges zum Feld dienst einberufen worden, d. h. ungefähr die Hälste aller Lehrer. Von diesen 30 000 sind 2000 gesallen und 8000 kampf⸗ unfähig geworden. 5 J

Der Provinziallandtag von Ferrara tragte Absendung eines Huldigun gstelegramms an den König und Salandra mit der Begründung ab, daß er mit dem Krieg und der damit zusammenhängenden Politik der ita⸗ lienischen Regierung nicht einverstanden sei. 1 5

Die Polizei in Florenz verhaftete auf Antrag des Kriegs⸗ gerichts in Venedig die Gräfin Maria Voniovich aus Ragusa wegen Spionageverdachts. 5 8 8

Nach dem Volletino Militare wurden weitere zwei ita⸗ lienische Generale abgesetzt, wodurch die Zahl der seit September geopserten Geuerale auf 35 steigt. 1

Parteinachrichten. Ein Jubiläum. 4 Als Festtag des Proletariats würde wohl der 18. Oktober dieses Jahres gefeiert worden sein, wenn nicht durch den blutig Weltkrieg und dessen Folgen jede Feierstimmung unterdrückt wür An diesem Tage vor 25 Jahren trat die auf dem Parteitag zu Halle geschaffene Neuorganisation der Sozialdemokratischen Pan Deutschlands in Kraft. Von ben in den Vorstand und in Kontrollkommission gewählten Genossen ist Alwin Gerisch de einzige, der bis zum heutigen Tage der Körperschaft angehört, welche er 1890 zum ersten Male gewählt wurde. 1 Jahrzehnte hatte er das vielbeneidete Amt als Kassieret. Er wurde zwar nicht beneidet wegen der gewaltigen Arbeit, die er zu bewältigen hatte. Beneidet wurde er von den Kassierern allet politischen Parteien und wohl auch von Finanzministern, So oft Gerisch seinen Jahresbericht veröffentlichte, kam in den Zeitt aller Parteien der Neid mehr oder weniger offen zum Vorsche denn kein Kassierer einer anderen Partei und selbst die mei Finanzminister der Staaten konnten über so günstigen Stan Finanzen berichten, wie Gerisch in der Regel berichtete. 130 Die Genossen, die Gelegenheit hatten, die aufreibende keit des pflichteifrigen Genossen kennen zu lernen, bewunderte Zähigkeit, mit der er große Hindernisse überwand und die schw Arbeit bewältigte. Durch Krankheit wurde er vor einigen Jahren gezwungen, den Kassiererposten abzugeben. Im Vorstand blieb er und setzt seine ganze Kraft ein, das Wohl und den Fortschritt der Partei zu fördern. 2 Wir wünschen, daß dem Jubilar noch viele Jahre beschieden sind, zur Mitarbeit an dem Werk, dessen Aufbau er seine Lebenz⸗ kraft gewidmet hat. 5.

Pulver und Gold.

Roman aus dem Kriege 18701871. 20 Von Levin Schücking.

Er müßte ein außergewöhnlicher Mann sein, nicht allein durch seine Bildung, sondern auch ein fester, ja starrer Charakter, der seine Leidenschaften zu besiegen und zu be herrschen verstände.

Doch mit Ausnahme der Leidenschaft für Sie!

Sie sah mich an, wie um den leisen Ton von Spott zu bestrafen, mit dem ich gesprochen.

Nein, antwortete sie scharf,er müßte auch die Leiden schaft für mich mit unerschütterlicher Kraft zu beherrschen und zu unterdrücken wissen, wenn die Vernunft oder die Pflicht es von ihm verlangten.

So weiß ich doch, auf was ich meine Wünsche richten muß auf die Gelegenheit, vor Ihnen erscheinen zu können als solch eine Art Herkules, der die lernäische Schlange seiner

Leidenschaft bezwingt, als eine Art Tierbändiger, der die Tiger seiner bösen Neigungen zu Boden ringt! Ich spreche mehr im Ernst, als Sie zu glauben

scheinen.

Und in meiner Seele, Blanche, ist ebenfalls mehr Ernst, als meine Worte verraten mögen! sagte ich, ihre Blicke suchend.

Sie sah mich wie betroffen über die vertrauliche Anrede an, wandte dann rasch die Augen zur Seite und sagte:

Ich muß Ihnen doch den Ueberfall, dessen Opfer Sie wurden, erklären. Ich vernahm alles bereits in der ersten Morgenfrühe von dem Pächter in Colomier. In dem Weiler, durch welchen wir fuhren, hatte Ihre Erscheinung ein großes Aufsehen, eine bedeutende Aufregung hervorgerufen. Man hatte sich am Abend in der Schenke zusammengefunden; dort Jatten sich die Köpfe erhitzt, unter dem Einflusse unseres feurigen Landweines war man in eine Erregung geraten in welcher die Worte und Reden nicht mehr genügten, sondern sich durch irgendeine Tat austoben mußten und die Tat,

ein Rekognoszierungsmarsch auf Colomier gewesen, um zu erfahren, was aus den Herren Preußen, die nicht von dort zurückkehrten, geworden, was sie dort begännen, und ob sie nicht etwa mich oder den Abbs, die sich zu ihrer Begleitung hergegeben, erwürgt und von dannen geführt. Ein Haufe von einem Dutzend oder mehr Burschen setzte sich also in Be wegung und trabte mit den Waffen, die man an einen Teil der Bevölkerung verteilt hat, durch den dunkelnden Abend gen Colomier. Etwa zehn Minuten vor unserem Gute stießen sie auf unseren Pächter, der eben heimkehrte; dieser hatte Mühe, ihren kriegerischen Eifer zu dämpfen und ihnen deut lich zu machen, daß die preußischen Soldaten von seiner Herrschaft als Gäste behandelt würden und in bester Ein tracht die Nacht unter ihrem Dache zubringen würden; er be schwor sie, ruhig heimzukehren; er drohte ihnen mit den Nach teilen, welche es für sie haben würde, wenn sie einen Ueberfall der fremden Soldaten ausführten, und so gelang es ihm, sie zu überreden, heimzugehen. In ihrem Weiler daheim müssen sie jedoch zuerst wieder die Schenke aufgesucht haben, und das Unglück hat gewollt, daß sie Ihrer ansichtig geworden sind, als Sie durch das Dorf wanderten. Ich brauche Ihnen nicht zu schildern, wie fürchterlich ich erschrak, als der Pächter heute morgen in der Frühe mir den ganzen Hergang erzählte. Was aus Ihnen geworden, wußte er nicht; so eilten wir, mein Vetter und ich, in größter Eile hierher Ihr Diener war, als wir kamen, bald zur Hand und konnte wenigstens die Beruhigung geben, daß Sie lebend heimgekommen aber es blieb die Angst um Ihre Verwundung und über das, was Sie von uns denken konnten!

Ich sollte Ihnen dankbar sein für diese Sorge, er⸗ widerte ich;ich wäre es auch aus tiefster Seele, wenn Sie nicht diesen Zusatz machten! Es liegt darin für mich etwas furchtbar Kränkendes!

Mein Gott, Ihr Argwohn wäre so natürlich gewesen..

Nein; Argwohn, Mißtrauen, der Glaube an eine ab⸗ scheuliche Heimtücke in meiner Brust gegen Sie wäre das Unnatürlichste, was es geben kann. Fühlen Sie das nicht? Sie müssen sehr blind, sehr taub gewesen sein, wenn Sie nicht

welche man beschloß, war eine allgemeine Bewaffnung und

wahrgenommen hätten, daß das nicht möglich ist!!

Ich sagte das sehr bestimmt, fast, fürchte ich, mit einem leidenschaftlichen Ausdrucke wenigstens antwortete si lächelnd: 5 9

Und das erbittert Sie so? Wenn ich blind und taub war, so war das ja nur desto schlimmer für mich, die sich deshalb unnütz ängstigte, und es ist sehr undankbar von Ihnen, mir vorzuwerfen, daß der Gedanke mich geschmerzt habe, ich könne von Ihnen falsch beurteilt werden! 5

Und doch ärgert mich furchtbar, daß Sie es denken konnten. Es gibt eben Gefühle, welche ihre eigene Logil haben! 1

Sie errötete wieder flüchtig einer Antwort wurd überhoben, denn Glauroth trat ein. Er hatte von Friedrich gehört, daß ich erwacht und verbunden sei, und wollte sich jeht von selbst von meinem Ergehen überzeugen. Blanche benußlh die Gelegenheit, um stumm zu verschwinden. 2

Ich mußte Glauroth mein Abenteuer, obwohl er es lang von Friedrich gehört, noch einmal erzählen; die Konjekturen, die er machte und die viel von dem Mißtrauen enthielte das Fräulein Blanche bei mir vorausgesetzt, schnitt ich ab, indem ich ihn nach seinen Erlebnissen am gestrigen Tate fragte. Er versicherte, ohne Unterbrechung meine Zimmer ge hütet zu haben; sein Souper babe er sich heren. lassen; der Gärtner, der es ihm serviert, sei nachber wulet allerlei Vorwänden mehrmals hereingekommen er sei end lich zwischen neun und zehn Uhr noch mit einem Mädchen zurückgekehrt, und diese babe offenbar in der Abficht, Glau- roth zum Fortgehen zu bewegen, begopnen, aufzutäumen An auszukehren der Gärtner habe ihm dabei bedeute, die Zimmer müßten jetzt, da ich jeden Augenblick Warren könne, endlich aufgeräumt, ausgestäubt, die Betten gemoch werden, was, da Glauroth den ganzen Tag darin gchhie bis jetzt nicht habe geichehen können; mein Stelsvort reer darauf sehr freundksch genickt, wie er sagte, und wor ge war auch vor dem furchtbaren Lärm und Staich, beiden machten, nicht geflohen; er war keinen Nirge dem Zimmer gewichen.

(Fortsetzung folgt.)

lehnte die bean⸗

Ausnahmezu.

ist so kritisch, daß