Ausgabe 
14.10.1915
 
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gewannen rasch genug die Oberhand.

3 f 72 Ministeriums Herrn

Schuld am Kriege. Es sei heute nur ere de er es war, unter Saen die auswärtige Politik Frank⸗ reichs vor acht Jahren bereits einen solchen Grad des Uebel

ollens gegen Deutschland erreichte, daß der damals in Frank⸗ reich noch vorhandene Wille, es nicht zum Bruche kommen zu lassen, sich nur mit Delcasses Verabschiedung durchzusetzen vermochte. Doch die Strömungen, die er in engem Anschluß an die russischen und englischen Feinde Deutschlands vertrat, Bald wurde Delcassée wieder regierungsfähig, wenn man ihm auch, um den Schein zu wahren, nicht das Portefeuille» der auswärtigen Ange⸗ legenheiten überwies. Sein Einfluß auf die Richtung von Frankreichs internationaler Politik war deshalb nicht ge⸗ sringer, und als er schließlich als Botschafter nach Rußland ging, war die Mission, die er dort zu erfüllen dachte, für niemand mehr zweifelhaft. Das Ziel, war nahe, und als es endlich erreicht war, erschien es allen als etwas Selbstverständliches, daß die Liste desnationalen Delcassé als Minister des Aeußern auf⸗ wies. Wenn dieser Mann heute zurücktritt, so ist das natür lich eine schwere Erschütterung 05 das Prestige der Re gierung, in der sein Name so viel bedeutete.

Der Krieg am Balkan. Das Vorrücken in Serbien.

Aus Wien schreibt man der Frankf. Ztg. vom 13. Oktober:

Immer weiter dringen unsere und die verbündeten Truppen in das Innere Serbiens ein. Das erfolgreiche Vorrücken im Raume Belgrad Gradischte ist von besonderer Wichtig⸗ keit. Die verbündeten Truppen gelangten durch der Höhe von Anathema in den Besitz einer Stellung, sie liegt sieben Kilometer südlich von Ram, und kul⸗

miniert in dem stirssegisch bedeutenden Höhenrücken, der 65 Kilo⸗ meter östlich von elgrad die Uebergangsstellen von Baziak⸗ Palank bei Ram zwischen der Mlawa und der Ebene von Gradischte überragt. Mit der Einnahme von Semendria ist ein militärisch wichtiger Ort in die Hände der Verbündeten gelangt. der auch für den Vormarsch der gegen Pozarevatz vorrückenden Truppen von Einfluß ist. Semendria ist der nördliche Endpunkt der Morawa talbahn, die 40 Kilometer weiter südlich den Anschluß an die Bahn Belgrad Sofia und durch die Linie Temevara(Temes Kubin) eine Verbindung mit den südungarischen Bahnen hat. Südlich von Belgrad wurden dem Gegner einige hartnäckig verteidigte Stütz punkte entrissen. Serbische Gegenstöße mißlangen, wobei der Feind beträchtliche Verluste erlitt.

Letzte Nacht ist es nun zum Zusammenstoß zwischen serbi schen und bulgarischen Truppen gekommen und zwar an der Eisenbahn nördlich von Nisch und an einem Punkte etwa 20 Meilen südöstlich von Nisch. 40 Kilometer nördlich von Kujazevatsch am Timok liegt die Festung Zaftschar, an der Mündung der Cerna in den Timok, und führt eine Straße in westlicher Richtung nach dem 60 Kilometer entfernten, im Tale der großen Morawa liegenden Aleksinatz.

Hönig Peter verläßt Serbien?

Der Berliner Lokalanzeiger meldet aus Buda pe st: Wie aus Prischtina gemeldet wird, haben die Aerzte dem König Peter empfohlen, sich mehr Ruhe als bisher zu gönnen und sich nach einem Badeort Süditaliens zu begeben. Die griechische Presse glaubt nicht an die Meldung von der Krankheit König Peters und ist der Ansicht, daß man den König vor dem bevorstehenden Zusammenbruch des Landes in Sicherheit bringen wolle.

K Erbitterung in Salonik.

Aus Bukarest wird der Natzonalzeitung gemeldet: Nach Be⸗ richten aus Salonik läßt die Disgiplin der dort gelandeten Truppen der Entente sehr zu wünschen übrig. Die griechische Regierung hat sich bereits genötigt gesehen, an das Oberkommando der Landungstruppen das Ersuchen zu richten, für strenge Ordnung unter den Truppen Sorge zu tragen, da in den letzten Tagen zahl⸗ reiche Einbrüche, sogar in Privatwohnungen verübt worden seien. Besonders zuchtlos sind die Angehörigen der Kolonialtruppen, die in der Stadt und in den umliegenden Dörfern in zahlreichen Fällen Frauen und Mädchen auf offener Straße über-

fallen haben. 5 Die Südslawische Korrespondenz meldet aus Salonik: In]? Verbandspresse ist die

vollem Gegensatz zu den Mitteilungen der Tatssache sestzustellen, daß die Anwesenheit der Verbands struppen in Salonik, sowohl in der Bevölle rung, als auch im griechischen Heer, ein wachsendes Unbehagen hervorruft. In Kreisen der griechischen Offiziere, die die Offiziere des Vierverbandes nicht grüßen, herrscht geradezu Erbitterung über die Eindring⸗ inge, die um so mehr anwächst, als die Leitung der Expeditions-

rmee alle Anstalten trifft, die auf ein längeres Verbleiben in (Salonik hindeuten.

Die bulgarische Kriegserklärung.

65 Dem Petit Parisien wird aus Bukarest gemeldet: Man erfährt, daß die Kriegserklärung Bulgariens an Serbien im 5 des Abends durch Anschlag bekanntgegeben werden wird. N

auf das er zustreßte,:

die Eroberung beherrschenden

Ein Aufruf an das bulgarische Heer. Sofia, 13. Okt. Die Morgenblätter bringen einen Aufruf des Sberbesehlshabers General ZJetow an die Armee, worin die be garischen SoldatenKinder des stolzen Balkans genannt werd

Die eee werden siegen!

1. Christiania, 13. Okt. Der Salonikier Korrespondeßt der T Tinte dene nach einer Mel dung aus Sofia sagte König Ferdinand in der Abf chiedsaudienz des französsischen und englischen Gesandten, seine Politik sei auf der Ueber⸗ zeugung aufgebaut, daß die Zentralmächtes egen werden.

Ein Untersuchungsausschuß für den 5 Dardauellen-Feldzug.. Das Handelsblad meldet aus London: Einige liberale hausmitglieder haben beschlossen, die Regierung aufzu chung

Untel

fordern, einen Ausschuß zu bilden, der eine Untersi über Beginn, Durchführung und gegenwärtigen Stand des Dandanelle n⸗Feldzuges 8 einzule iten habe.

EineNationalversammlung in 9 Frankreich. Die sozialistische Kammergruppe beschloß laut Temps gestern in einer vor der Kammertagung abgehaltenen Sitzung, am nüchsten Donnerstag einen ihr von dem Abg. Renaudel

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unterbrriteten Vorschlag zu Ne der auf ein einigung beider Kammern zu einer Nat versammlung während der Kriegszeit abzielt.

Neue frauzösische Anleihen in Amerika.

Laut Standard erhält das französische Gesetz betr. die A. Leipe in den Vereinigten Staaten die Bestimmu daß die Regierung zur Emission von einer oder mehreren Anlef in den 1 Vereinigten Staaten zu bestmöglichen Bedingungen

mächtigt wird. Die Regierung hat somit Blankovollmacht ü

sucht bei von 200 Millionen

weitere Anleihen in Amerika erhalten.

Aus Newyork wird gemeldet: liesigen Bankiers einen Exportkredit Dollars nach, unabhängig von der englisch⸗ französischen Anleihe.

Der türkische T e Konstantinopel, 13. Okt.(W

Frankreich

verursachte schwere Verluste. Bombenfeuer.

unternahm, von uns herabgeschossen. erbeutet, die Insassen gefangen genommen. zu melden. 5

Beginn der Südstürme an den Dardanellen.

T. U. Konstantinopel, 13. Okt. wind auf Gallipoli hat mit solcher Heftigkeit t hochgelegene Palaca-Hotel in den Nachtstunde zitterte. Wenn er andauert, Truppen auf Gallipoli unmöglich. 2

T. B.) Das Hauptquartier teilt mit: An der b delben beschoß unsere Artillerie 115 feindliches Lager in der Gegend von Buyunk Kemikli und Bei Ariburnu und Seddeül⸗ Vahr war gegenseitiges schwaches Infanterie, Artillerie- und Am 10. Oktober wurde ein feindlicher Flieger, der in der Gegend östlich von Elarich einen Erkundungsflug Das Flugzeug wurde Sonst ist nichts

Der längst erwartete Süd⸗ daß das vollständig er⸗ wird eine weitere Landung von

Verantwortlicher N F. Vetters, Gießen. erlag von Krumm& Cie., Gießen.

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Bekanntmachung. 5

Die Auszahlung der Reichs⸗ und Kreisunterstützung für 16. bis Ende Oktober 1915 an die e der zum Heeresdienst Einbe⸗ deren Namen beginnen mit. den 18. Okt. Zahlstunden von 87 f

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