Ausgabe 
9.10.1915
 
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Zur Eroffnung der Duma. 5 T. U. Stockholm, 7. Okt. Die Reichsduma wird nicht bor Nodember(neuen Stils), wahrscheinlich zum 7. No⸗ vember, einberufen werden. Ein dahingehender Beschluß ist im jüngsten Ministerrat im Hauptquartier des Zaren gefaßt worden.

Der Eisenbahner⸗Revers vor dem Finanzausschuß

der bayerischen Abgeordnetenkammer.

In Vayern müssen die Eisenbahner einen Revers unterzeichnen, daß sie sozialdemokratischen Organisationen nicht angehören. Gegen diesen Revers ist schou oft Sturm gelaufen worden, auch während der Dauer des jetzigen Krieges, aber immer vergeblich. Im Finanz⸗ ausschuß gab nun der Ministerpräsident v. Hertling die Erklärung ab, daß die Staatsregierung mit aller Entschiedenheit daran fest⸗ halten müsse, daß der Streik vom Eisenbahndienst serngehalten werde. Die Regierung sei nicht gewillt, unter allen Umständen an dem Nevers festzuhalten. Zum Zwecke der Aufhebung sei bayeri⸗ scherfeits die Abhaltung einer Konferenz aller deutschen Eisenbahn⸗ verwaltungen angeregt worden; diese Konferenz werde in den nächsten Wachen stattfinden. Sie soll Mittel ausfindig machen, den Ftreik von den Eisenbahnbetrieben fernzuhalten.

Eine späte Anerkennung.

In einer von der Täglichen Rundschau veröffentlichten ArtikelserieDem sozialen Frieden entgegen von Direktor Spieker, finden wir folgende Worte, die in uns eigenartige Erinnerungen und Gefühle hervorrufen:

Die Sozialdemokratie hat nach reinen vorurteilsfreien Beobachtungen das große Verdienst, sowohl den Alkoholis⸗ mus so erfolgreich wie kaum eine andere mit ihr kon kurrierende Vereinigung zu bekämpfen; sie hat auch das Verdienst, durch ihre Jugendpflege die Fabrik⸗ lehrlinge von der Straße und aus dem Wirtshause fortgebracht zu haben. So war es mir durchaus nicht überraschend, als mir unlängst ein Fabrikbesitzer aus Berlin, der 500 Arbeiter beschäftigt, er klärte, er verdanke es allein der Anti-Alkoholbewegung und der Jugendpflege der Sozialdemokratie, daß sowohl seine zahlreichen Lehrlinge, als ouch seine Arbeiter überhaupt, in den letzten Jahren auf ein bedeutend höheres sittliches Niveau gehoben worden seien. Herr Spieker verspricht sich im übrigen eine Milderung der sozialen Gegensätze u. a. auch von einer gerechten Aenderung des Dreiklassenwahl⸗ systems und einem wirksamen Schutz gegen übertriebene Erhöhung der Lebensmittelpreise..

Die deutsche Offensive am Balkan. Mit dem Beginn der neuen Offensive gegen Serbien sind, wie Major Morath im Berliner Tageblatt schreibt, die großen deutschen Heeresgruppen um einen gewaltigen Raum aus⸗ einandergerissen. Verbinden wir die Punke Libau-Riga Belgrad, so erhalten wir ein Dreieck, dessen Seitenlängen rund 1500 Kilometer betragen. Unsere östliche Front zwischen

der Ostsee und den Ufern der Donau würde mehr als 1700

Kilometer betragen. Eine Würdigung der ungeheuren Schwierigkeiten der einheitlichen Gesamtleitung unserer ilitärischen Streitkräfte wird erst dann möglich sein, 125 wir das Gesamtbild unseres großen Kampfes abgeschlossen vor uns haben. Zur Zeit können wir diese Leistung unseres Großen Hauptquartiers nur als beispiellos bezeichnen.

Bulgarien contra Serbien!

Ein Ultimatum Bulgariens an Serbien. Reuter meldet aus Petersburg: Nach der Birshewija

Wiedomosti erhielt der serbische Gesandte Bericht, daß die

bulgarische Regierung ein Ultimatum an Serbien gerichtet habe, in dem die bulgarischen Forderungen auf Mazedonken nuch einmal zusammengefaßt werden und eine Antwort inner⸗ halb 24 Stunden verlangt wird.

5 Serbien provoziert! Serbien zeigt angesicht des Rickhalts, den es in der eng

lisch⸗französischen Truppenlandung in Saloniki zu sehen

glaubt, Bulgarien gegenüber eine recht hevaus⸗ fordernde Haltung. Wie der Dimineatza aus Nisch tele

graphiert wird, verlangt die serbische Regierung zwecks Ver⸗ meidung eines bewaffneten Konfliktes nicht nur die Demobili⸗ sation der bulgarischen Armee, sondern fordert außerdem den Anschluß Bulgariens an den Bjerverband, damit Serbien bei der bevorstehenden Offensive der Zentralmächte im Rücken gedeckt sei.

Die serbische Militärpartei bemüht sich nach einer Meldung des Preporetz, an der mazedonischen Grenze Zwischenfälle herbeizuführen, um einen Krieg mit Bulgarien zu provozieren. Längs der ganzen mazedonischen Grenze sind starke serbische Truppenmassen konzentriert. 5

Bulgarische Vorsichtsmaßnahmen.

T. U. Amsterdam, 8. Okt. Die Times melden aus Saloniki, daß die bulgarischen Behörden aus strategischen Gründen die Räu⸗ mung aller Städte und Dörfer an der thrazischen Küste von der bürgerlichen Bevölkerung angeordnet haben.

Die Truppenlandungen der Entente in Salonik.

Pariser Meldungen aus Sofia zufolge sind bis gestern 30 000 Mann gelandet worden. Die Ausschiffungen werden entgegen anderslautenden Meldungen fortge⸗ setzt. Beständig treffen neue Trausportdampfer ein. In kurzen Zwischenräumen gehen die Züge ab, um die Truppen nach Norden zu führen.

Das wahre Gesicht Englands. Die Morning Post wirft die Maske gegenüber Griechenland ab, indem sie schreibt: Es ist vielleicht nicht überflüssig, Sir Edward Grey darauf aufmerksam zu machen, daß die Zeit ge- lommen ist, im Ministerium Geisteskraft und Entschlossenheit zu zeigen. Hohe Ideale sinb nicht genug; man muß losschlagen und offenherzig reden. Der Dardonellenmißgriff ist uns teuer bu stehen gekommen, aber es ist nicht der einzige Fehler, den wir im Orient gemacht haben. Ein Balkaustaat ist schon verloren, jetzt gilt es zu verhüten, daß nicht auch der zweite verloren geht. Dazu missen wir die Landmacht und die Seemacht klug benutzen. Wir haben das Recht, die in Betracht kommenden Länder zu fragen: Freund oder Feind? Falls Griechenland Englands Freund ist, so muß es uns mit Heer und Flotte helfen, verhindert aber irgend eine politische Partei diese Politik, so müssen wir mit unserem Heer und unserer Flotte Griechenland von der Herrschaft dieser Partei befreien. Ein rabiater Ministersohn.

Magdeburg, 8. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Die Magbe⸗ burgische Zeitung meldet: Der im Gefangenenlager in Halle inter⸗ nierte französische Leutnant Deleassé, ein Sohn des fran⸗ zösischen Ministers des Aeußern, wurde wegen Gehorsamsver⸗ weigerung und Widersetzlichkeit zu einem Jahr Festungshaft ver⸗ urteilt. Delcasse hatte sich zu Beschimpfungen Deutschlands hin⸗ reißen lassen. Ein zweiter französischer Offizier erhielt 17 Jahre

Festungshaft. 5 Kriegsnolizen.

Der Leiter der Versuchs⸗ und Lehranstalt für die Brauerei, Professor Lindner, hat ein Verfahren entdeckt, das es ermöglicht, aus Hefe Fett zu gewinnen. Ob es sich dabei um mehr handelt als um ein interessantes Experiment, muß abgewartet werden,

Die Zeitschrift Kunst und Künstler schreibt in ihrer neuesten Oktober-Nummer: Der verwundete, in französische Gefangenschaft geratene Berliner Maler Ernst Gabler schreibt uns von Belle⸗-Isle-en-Mer, daß es ihm, den Verhältnissen ent⸗ sprechend, gut ergeht. Er schreibt unter anderm:Vor einem der Nachbarzelte sitzt der Berliner Bildhauer Gerstel und schnitzt Holzfiguren, kann sich auch Aufträgen wie des Einschnitzens von Namen in Tabakpfeifen nicht eutziehen. Ich habe Porträtaufträge, bei denen auf gute Ausführung der Uniform und der Ordens⸗ abzeichen Wert gelegt wird.

Die Morning Post meldet aus Madrid vom 5. Oktober: Nach einem Telegramm aus Barcelona sind dort ein deutscher General und zwei Offiziere aus Villefranche de Conflens, die mit neun anderen deutschen Kriegsgefangenen fhüchteten, angekommen. Die anderen neun sind wieder sestgenommen worden

Der Mangel an Lebensmitteln beschäftigt jeden Tag die Petersburger Zeitungen. Versammlungen werden abge halten mit den heftigsten Angriffen auf die Verwaltung der Stadt. 900 Wagen mit Getreideprodukten sind spurlos verschwunden. Die Repräsentanten der Stadtbehörden werden beauftragt, diese Wagen aufzuspüren, die seit dem 1. Mai auf dem Wege waren. Der Aus⸗ schuß für Regelung der Brennholzpreise ist zu dem Eegeb⸗

eee Aer umme

vis gekommen, daß die Versorgung mit

5 1 Brennm 'etersburg, Moskau und Kiew bedrohlich seii f 9 der Cholerafälle, die in Finnl kommen find, sahen sich die dortigen Behörden veranla sondere Maßnahmen au ergreifen. a Bei mehreren in Deutch: Südwestafritg Gesellschaften ist, wie die Tägl. Rundschau berichtet, eingegangen, daß die Angestellten auch die, welch südafrikanischen Union eingerichteten Sammellager worden waren nunmehr an ihre früheren Wohnstätten zn gekehrt sind und ihre berufliche Tätigkeit wieder aufgem haben. g 5

Partei⸗Nachrichten.

Straferlaß. ö Genosse Otto Geithner wurde bekanntlich wegen stätsbeleih gung. die er durch die Veröffentlichung der Fabel mäuse und Hamster nach Richterspruch begangen Hat, zu einen urenatigen Gesängnisstrase verurleilt. Jwei Drittel dieser hat Genosse Geithner verbüßt, ein Gestellungsbesehl beendig nächst die Haft. Jetzt erhielt der Landsturmrekrut Geithner din teilung, daß ihm der Rest seiner Strafe erlassen ist. Der holländische revolutionär⸗sozialistische Bund. IK. Von unserem holländischen jo⸗Mitarbeiter: Alle d bringen jetzt das Manisest der Konserenz in Zimmerwald sich auch Vertreter der sozialistischen Partei Hollands beteiligt sollen. a In Parteikreisen hat man sich nicht wenig gewundert übe; erstaunliche Nachricht, da nämlich keiner der bekannten unter den Teilnehmern war. Bald stellte sich heraus, daß malige Genossin, Frau Roland⸗Holst die einzige Vertreteri soziglistischen Partei, wie es im Manifest heißt, war. Frau Holst ist nicht Mitglied der holländischen Partei, sonde einigen Monaten eine Partei für sich, oder eigentlich einen gegründet, denRevolutionär⸗sozialistischen Bund. Au haben sich vielleicht 20 bis 30 Paxteigenossen, die keine neus gründen wollten, angeschlossen. Der Bund gibt eine Mog Die Internationale heraus. Das sieht zwar nun alles artig aus, aber man erfährt jetzt durch die Blätter, daß tag, den 26. September der Bund eine Generalversammlung um sich aufzulösen. Die Gründe sind wohl darin zu s der Bund ebensoviele Richtungen wie Mitglieder einzelne Mitglied hat seine eigene revolution jali fassung und ist überzeugt, daß nur die seine die wahre mit der der andern nicht vereinigen läßt. Wir haben einmal darauf hingewiesen, daß Frau Rola olst ber g ist, daß der Sozialismus nur durch die Vern ng und Zen der sogzialistischen Bewegung zu retten sst. Nachdem sie Schweiz den Frieden gefördert hat, hat sie am Sonntag Sozialismus durch Vernichtung gerettet.. Aus der schwedischen Sozialdemokratie. Dem soeben erschienenen Jahresbericht der schwedi partei entnehmen wir, daß auch während der jetzigen Zeit auf allen Gebieten Fortschritte gemacht werden konnten. gliederzahl stieg von 71 84 410, also um sast 90 auf 730 Parteivereine ve In den Stadtverordnet lungen sitzen jetzt 426 Partei 360 im während die sozialdemokratischen G ter sich 754 vermehrten. Auch in sonstigen öffentlich örpers der Einfluß der Partei zusehends. In kommunalen wie in Schulräten usw., sinnd jetzt 4795 Sozialdemokraten 2691 im Vorjahre. Nur die Frauen⸗ und In gehen zurück. Die Frastenklubs zählen noch 838 Mitglieder Jugendbund, der es 1908 auf 12905 Mitglieder gebracht h auf 7000 Mitglieder in 275 Gruppen gesunken. 3 2

len- After 2 00

Soziales. 15 g

Zur Rielgnaufor nag für die Kriegsfürsorge. Dem ga Rae ist eine vom Rechtsanwalt Dr. Josef Kausen⸗Mlinchen ay ö eile verfaßte Petition zugegangen, welche für die Zeit nach r 3 die öffentlichen Sammlungen jetzigen Stils für die K unge digten als unzulänglich bezeichnet. Da die Vermögen der 95 10 durch die Opfer der Kriegsbeschädigten erhalten geblieben 0 die Kriegsfürsorge nicht etwa Verdienst, sondern eiserne I Gan

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Besitzenden; die Mittel dafür sollten daher als K sor r N. in Form einer Abgabe vom Vermögen und Einkommen 1

Muster des Wehrbeitrages aufgebracht und nach einheitlich sichtspunkten durch eine sür das gauze Reich zuständige behörde verwendet werden. Die Bittschrift trägt, wie der in Nr. 40 der Münchener Allgemeinen Rudschau ersehen 4200 Einzelunterschristen aus allen Teilen Deutschlands, die Namen zahlreicher und hervorragender Parl Zuristen, Aerzte, Geistliche, Kaufleute, Universitätsprof Städtevertreter ohne Unterschied der religiösen und Ueberzeugung, sowie der Vorstandschaften von rund 250 und Verbänden mit über einer Million Mitgliedern..

Pulver und Gold.

Roman aus dem Kriege 18701871. 12 Von Levin Schücking.

Ich war ein wenig erstaunt, den geistlichen Herrn so be teitwillig auf einen solchen Plan, der etwas ganz überraschend Freundliches hatte, eingehen zu sehen. Es war mir ein leises Mißtrauen gekommen, daß er meinen Verkehr mit seiner Cousine mit mehr Widerwillen als Freude, ja vielleicht einem eifersüchtigen Gefühle ansehe. Darin, schien es, hatte ich mich Fründlich getäuscht. 5

Wenn der Ausflug nicht lange währt und mich nicht zu weit von meinem Posten hier entfernt, sagte ich zögernd und, wie ich fürchte, ein wenig rot bei dem Gedanken an eine solche kleine Partie in Gesellschaft des Schloßfräuleins werdend.

Es ist eine Nachmittagsspazierfahrt, fiel sie ein,wir könnten sie gleich heute machen, wenn ich heute meine Mutter, die eine schlechte Nacht hatte, verlassen dürfte; also sei es norgen nach dem Diner, etwa um vier Uhr.

Ich verbeugte mich. 5

Sorgen Sie für den Wagen, Etienne, sagte sie;und nun muß ich nach der Mutter sehen... adieu, mein Herr bis morgen! f

Man konnte nicht graziöser und zugleich würdevoller mit einem leichten Kopfnicken grüßen, auch nicht anmutigeren und elastischeren Schrittes dahinwandeln, wie es Fräulein Kühn at, als sie jetzt den Büchersaal verließ.

Sie werden von Ihren Landsleuten nichts zu besorgen haben, wenn Sie sich in friedlichem Vereine mit einem Feinde ins Land hinauswagen? fragte ich, als auch ich nun ging, den Geistlichen. f

Darüber seien Sie ohne Sorgen, versetzte dieser, mir folgend.Unser Landvolk ist nicht sehr kriegerisch gestimmt. Die Franktireurs, die vorgestern von Ihnen verfolgt wurden, waren, um es zu gestehen, Leute und ziemlich harmlose Leute us unserer Gemeinde; diesen ist Fräulein Blanche eine ge⸗

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heiligte Person, und wer als ihr Gast kommt, ist es eben 5 7 2317 falls!

Und selbst wenn er ein Barbar aus dem Ulanenvolk von

den fernen Grenzen des Dragonerlandes ist? sagte ich. Sie spotten mit Recht meiner Unwissenheit meine

Cousine hat mich aufgeklärt, wie dumm ich war! Aber wollen Sie jetzt nicht auch in unsere Fremdenzimmer hier nebenan einen Blick werfen? fragte der Geistliche.

Ich danke Ihnen noch einmal für Ihre Güte ich sagte Ihnen den Grund, weshalb ich sie ablehnen muß, versetzte ich.

Ich verbeugte mich und wir trennten uns.

Du hast recht, sagte ich zu Friedrich, als ich diesen wiedersah,man will uns durchaus aus diesen Zimmern fort schaffen. Das muß uns wachsam machen. Halte deine Tapetentür ein wenig im Auge. Besonders morgen. Ich werde dann am Nachmittage einen kleinen Ausflug mit der Herrschaft machen; verlaß unterdes die Zimmer nicht.

Sie wollen einen Ausflug machen und allein mit unseren Wirten? Sie allein?

Weshalb nicht? Sind sie nicht die beste Eskorte, wenn ich unter Feinde geriete?

Sie müssen es wissen, sagte Friedrich kopfschüttelnd. Sie sollten mich mit sich nehmen, setzte er nach einer Weile hinzu.

Ich brauche dich nötiger hier als Hüter, weißt du!

Oder Herrn Glauroth...

Der wäre der letzte gewesen, den ich mitgenommen. hätte.

Nein, nein, sagte ich,man hat Herrn Glauroth nicht geladen. Sprich nicht mit ihm darüber der Ausflug ist eine Sache von ein paar Stunden und der Rede nicht wert.

Trotzdem sollte ich Friedrich doch zum Begleiter auf un serem Ausfluge erhalten.

Der Geistliche machte mir am anderen Morgen einen Be such. Er kam, wie er sagte, mich daran zu erinnern, daß ich versprochen, am Nachmittage mit ihm und Fräulein Blanche eine Spazierfahrt nach dem alten Schlosse von Colomier aur Bois zu machen. e

Wie könnt ich eine so verheißungsvolle Partie vergessen

haben ich verspreche mir einen sehr großartigen G= von, antwortete ich. a Ich hoffe, sagte der Abb lächelnd,daß auch Blanche den Genuß davon haben wird, Sie von ih mier ganz entzückt zu sehen. a Gehört es ihr? Der Familie Kühn bas alte Kastell und eine liche Ferme am Fuße desselben. 3 Ah, desto besser, fiel ich ein. Diese Tatsache m mein Mißtrauen nehmen, wenn ein solches in mir übe außerordentlich freundliches Entgegenkommen aufg wäre. Es war so natürlich, daß man dem Fremdei schönen Besitz zeigen, ihm damit am Ende ein wen 9 nieren wollte! 5 Ich habe dabei eine Bitte, fuhr der geistl fort...wir haben ein kleines Vesperbrot mitzun um es zu hüten und zu servieren, fehlt der Bedien Diener von Madame Kühn ist unter die Zuaven gegah der Gärtner eignet sich zu solchen Diensten nicht w Sie Ihren Burschen nicht mitnehmen können? 5 Sehr gern! sagte ich bereitwillig.Er hat mit den Wunsch ausgedrückt, mich begleiten zu dürfen! Also um vier Uhr treten wir unsere Fahrt ans Wann Sie befehlen! s 9 Nach einer kurzen Unterhaltung über gleichgültige empfahl sich der geistliche Herr. 1 Ich soll Friedrich mit mir nehmen? sagte ich Merkwürdig! Was braucht man einen Diener bei 4 kleinen ländlichen Vesperbrot, wie sie das nennen? Und sie ihren Kutscher nicht, wenn der Bediente fehlt? Es f auch Friedrich soll aus diesem Zimmer fortgoeschafft wel Nun wohl, ich will dafür sorgen, daß es nichts hilft, uns listen zu wollen. Warum sagt dieser geistliche Herr offen, was dahinter steckt? Wenn sie irgend etwas Wert in dem Versteck da aufbewahren, was sie entfernen w weshalb reden sie nicht, und weshalb fürchten sie Diebe und Plünderer? i N

1a Sortfetzung solgt.