der Zentralmächte, die schon seit geraumer Zeit für, diese Aufgabe bereitstanden, an mehreren Stellen über⸗ schritten worden. Längs der ganzen ungarisch⸗serbischen Grenze wurde der Angriff erfolgreich eröffnet, der ganze mordwestliche Grenzwinkel Serbiens und die ganze rund 300 Kilometer lange Nordgrenze von Ratscha bis zum Eisernen Tor ist zur Angriffsfront für eine gro ßangelegte Operation der Verbündeten gemacht worden: der ganze Norden des serbischen Königreichs ist durch einen aus zwei Richtungen konzentrisch vorgetragenen Angriff be⸗ droht. Das Knie der Morawa, wo der westliche und der süd⸗ liche Flußlauf dieses Namens ineinanderfließen, ist das Zentrum der Angriffslinien In jenem Flußwinkel, im Raum von Kragujewatz, war schon beim Feldzug Potiorets der Mittelpunkt der serbischen Verteidigungsstellungen; dor! hatten sich die serbischen Armeen zusammengeballt, unt zum letzten verzweifelten Ansturm vorzubrechen. Dort muß auch unser erstes Ziel sein. Hinter dieser Festung— gewaltige Rüstungen haben den ganzen Norden des Landes zu einer waffenstarrenden Burg werden lassen— liegt Nisch, und durch jenes Tal der südlichen Morawa führt die große O rientlinie nach Sofia und Konstantinopel.
Der Stoß geht ins Herz der Serben. 25 dieser Feldzug in erster Reihe bringen soll, ist zwar nur die freie Bahn durch die Nordoststecke des Landes, durch den
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Dauanksagung.
Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Tode und Begräbnis unseres lieben Ent schlafenen sagen auf diesem Wege herzlichsten Dank.
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kaum 70 Kilometer breiten Streifen, der Ungarn von Bul⸗ r wenn wir die neue, uns günstige Wendung auf der Balkanhalbinsel zu einem dauernden Gewinn machen wollen, dann müssen unsere Truppen bei diesem Feldzug ganze Arbeit machen, dann muß Serbien zu Boden geworfen werden. Und diesem Ziel gilt die groß- angelegte Operation, an deren Anfang wir stehen. Werden die Serben im Norden Stand halten, oder wer⸗ den sie dem Druck der Angreifer weichen und uns den Zu⸗ gang nach Bulgarien preisgeben? Wird sie die Sorge zum Rückzug zwingen, sie möchten durch einen Einmarsch der Bulgaren in Mazedonien von der Verbindung mit Salonik und Griechenland abgeschnitten werden? Oder stärkt sie die Hoffnung, ein Hilfsheer der Entente werde ihren Rücken decken, oder Rumänien werde das bulgarische Heer um Schach halten? Jede dieser Möglichkeiten müßte den Kriegsplan des serbischen Generalstabs entscheidend beein⸗ flussen. Es sind ernste Stunden für die Freunde des russische Zaren angebrochen.
Der Eisenbahnverkehr zwischen Nisch und Sosia
eingestellt.
T. U. Sofia, /. Okt. Der Eisenbahnverkehr zwischen Nisch und Sofia ist eingestellt. Serbische Blätter treffen nicht mehr ein.
Der türkische Tagesbericht.
Seiten au einzelnen Stellen.
f 1 5 5
Drei feindliche Torpedobo
näherten sich der Mündung des Kerewisdere und beschosse
unseren linken Flügel. Durch Gegenfeuer unserer Batterien
am asiatischen Ufer entstand an Bord eines Torpedobootes ein
Brand, worauf sich die Boote entfernten. Im übrigen nichts Neues. 3
Verantwortlicher Redakteur; F. Vetters, Gießen. 5 5 Verlag von Krumm& Cie., Gießen.„ Druck: Verlag G. m. b. H., Offenbach a. M.
Offenbacher Abendblatt,
Bekanntmachung.
Die im September 1898 geborenen Landsturmpflichtigen der Stadt Gießen müssen sich am 15. Oktober ds. Js. vormittags von 8 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 6 Uhr im Rathaus am Markt⸗ platz zur Landslurmrolle melden. Auswärts Geborene haben ihrer Geburtsschein vorzulegen. 5 1
Gießen, 6. Oktober 1915.
Der Oberbürger meister. Keller.
Bekanntmachung.
Betrifft: Die Bildung der Schöffen⸗ und Schwurgerichte. Die Urliste für die Schöffen und Geschworenen liegt von Samstag, den 9. Oktober bis Samskag, den 16. Oktober l. Is, auf dem Stadthaus, Zimmer Nr. 8, zu jedermanns Einsicht offen. Innerhalb der Offeulegungsfrist kann gegen die Richtigkest und Vollständigkeit der Urliste Einspruch erhoben werden. Gießen, den 6. Oktober 1915. Der Oberbürgermeister: a Keller.
Verstorbene. Frau Elisabethe Nesseldreher geb. Reh in
Konstantinopel, 7. Okt.(W. B.) Mitteilung des Hauptquartiers von gestern abend. An der Dardanellenfront nichts von Bedeutung außer gelegentlichem Fener von beiden
Heuchelheim. 64 Jahre alt.— Johannes Stühler in Großen⸗ Buseck. 93 Jahre alt.— Friedrich Piscator, Metzger in Leun, 52 Jahre alt.— Kaspar Ferber IV. in Waldgirmes. 9
fe
am 25. September mein treuer Gatte, unser lieber Soh
In tiefer Prauer:
Carl Busch u. Frau Adam Hohmeier, zurzeit im Felde, u. Frau
Als Opfer des Weltkrieges fiel bei einem Sturmangriff in Feindeslaud
Carl Busch
Landwehr-Intfauterie-Regiment Nr. 116.
Friesdorf bei Godesberg und Giessen, den 7. Oktober 1915.
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Um hier helfend eingreifen zu können, wenden wir uns an die so oft,
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zur Verteilung an bedürftige Kriegerfamilien freundlichst zuweisen zu wollen.
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Gießen, den 6. Oktober 1915. 1 Städtische Kriegsfürsorge
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