brß es in Anbetracht der außerordentlich

Hessen

und sympathisch aussehen,

sirtoffeln frei Keller zu bezahlen.

Linkellerung des gesamten arten bis die endgültigen Beschlüsse Air Kartoffelversorgung veröffentlicht werden. Der Preis

f 1 diteis festgesetzt werden.

rxtaillons.

und Nachbargebiete. Gießen und Umgebung.

* 17 8 N Militarismus und Jugenderziehung. Die Frankfurter Zeitung(Nr. 167) veröffentlicht zu iesem Thema den Brief des Kommandeurs eines bayerischen Infanterie-Regiments, eines Herrn, der auch nach dem sonstigen Inhalte des Briefes Sinn für die Volkspsyche zu haben scheint. Der Regimentskommandeur schreibt unter anderem: Militärische Formen in solche Jugendorganisation. dauernd, also auch unter den nicht zum Ernste ständig 10 Friedensverhältnissen hineintragen, führt zur Afferei, zur Hans⸗ wursterei. Der Krieg macht auch die Jungen alt, drum schadets nichts, wenn im Kriege eine engere und engste Anlehnung un⸗ serer Jugendorganisation an die Formen des Heeres Platz greift

Aber rasch damit weg, wenn milder Friede wieder die Jugend und deren gesetzlich verbriefte Eselei zu ihrem ehernen Rechte kommen. Dazu sind die Formen der Armee zu heilig, als daß sie bei halbernstem Kinderspiel herhalten dürften. Ein Junge,

der sich mit seinen sechs Jahren einen Papierhelm mit Gockel⸗

feder aufs Haupt stülpt und ein Holaschwert gürtet, mag drollig

f ein Vierzehnjähriger mit den Ab⸗ zeichen, den Allüren und der(deplazierten)Strammheit eines Unteroffiziers wirkt wahrscheinlich bei vielen seiner Mitlaus⸗ buben, gewiß aber bei allen verständigen Exwachsenen unange⸗ nehm. Die deutsche militärische Disziplin ist etwas so Hohes, Heiliges, Hehres, daß sie in ihrer ganzen Größe nur Männer erfassen, ausüben und verlangen können. Wir rütteln an den Grundfesten des deutschen Volksheeres, wenn wir es mit einem Nachwuchs durchsetzen, der in bester Absicht, aber in Verkennung des Wesens deutschen Soldatengeistes sich einige Jahre mit Pseudodisziplin und Soldatenspielerei belustigt hat.

Recht hat er, durchaus recht. Wie der Krieg das Un⸗ ormale ist, so ist es auch der ganze Militarismus. Nur die hn gebärende Not rechtfertigt ihn. Wenn militärischer wang entbehrt werden kann, dann ist es erwünscht.

öndividuelle Freiheit, freie Natur, ist die Grundlage von Mienschenglück und Leistung.

Nochmals Kartoffeln und Kartoffelpreise. Die Köln. zolksztg. veröffentlicht eine Zuschrift des Generalsekretärs er christlichen Gewerkschaften. in welcher auf die Verhand⸗ ingen zwischen Vertretern der westdeutschen Konsumenten und dem Reichsamt des Innern hingewiesen wird. Einzel⸗ eiten könnten über diese Verhandlungen noch nicht ver⸗

ffentlicht werden, aber es könnte einstweilen den Konsu ßenten nur geraten werden, unter

keinen Um⸗ änden mehr als 3,50 Mk. für den Zentner gute Speise⸗ Für den Fall, daß für esen Preis gute Kartoffeln nicht zu erhalten sind, mit der Bedarfs noch so lange zu des Bundesrats

n 3,50 Mk. ist für das rheinische Industriegebiet gedacht. für unsere Gegend ist dieser Preis viel zu hoch; höher 8 6 Mk. frei Keller darf hier der Doppelzentner keinesfalls ten, angesichts der Ernte muß das als ein hoher Preis be⸗

f ö lichnet werden, wie bereits im gestrigen Blatte gesagt wurde.

Gegen den Kartoffeleinkauf der Gemeinden

ö endet sich der Reichsverband deutscher Städte. Er machten

darauf aufmerksam, guten Kartoffel- Inte- nicht ratsam sei, daß die Gemeinden Kartoffelvorräte herstellen. Er fürchtet, daß derartige Maßnahmen zu einer lreistreiberei führen könnten, wie sie im vorigen Jahre bei m Masseneinkauf von Fleisch durch die Gemeinden einge⸗ sten ist. Er ist der Annahme, daß die Kartoffelangelegen it bei den großen Vorräten wie in Friedenszeiten behandelt erden könne. Letzterem kann man nicht ohne weiteres stimmen, sondern es wird schon etwas zur Regelung der Artoffelfrage geschehen müssen. Sonst wird der Wucher f die Spitze getrieben. Beschlagnahme der für genschliche Nahrung notwendigen Vorräte und Festsetzung Arnünftiger Höchstpreise wird kaum zu vermeiden sein. lie aus Berlin berichtet wird, soll eine Reichskar⸗ ffelstelle gegründet werden, die als Vermittlungsstelle

ur Zeitschrift Kommunale Rundschau

. rken soll. Bei dieser sollen die Kommunalverbände ihren

bedarf an Kartoffeln anmelden. Wenn es nicht gelinge, ge⸗ gend Ware im freihändigen Einkauf zu bekommen, so Ird zur Enteignung geschritten und dafür ein bestimmter

Mannschaften des Landsturm⸗ Von jetzt ab wird die Wache des Gefangenen⸗ mers nicht mehr auf der Liebigshöhe, sondern aus der neu⸗ bichteten Küche des Landsturmbataillons verpflegt. Die Ver⸗ fung der Mannschaften aus den Bürgerquartieren nach en Lager dürfte in etwa 14 Tagen erfolgen, bis zu welcher it die Baracken fertiggestellt sind. Verlegung von Brotmarken-⸗Ausgabestellen. Nach iter Bekantmachung des Oberbürgermeisters wird die Brot⸗ Urken⸗Ausgabestelle des 1. Bezirks, bisher in der Gewerbe⸗ hiale, nach Asterweg 9 J. verlegt; diejenige des 11. Bezirks en der alten Aliceschule nach Asterweg 25, part. 105 Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten: asketier Ehristian Stoos aus Allendorf a. Eda. Inf. igt. 49. Res. Heinrich Döll aus Borsdorf, Inf-Regt. . 140. Res. Karl Gckstein aus Hopfgarten bei Alsfeld, J(ld-Art.⸗Regt. 21. Wehrmann Wilhelm Brück aus Atzlar, Res.⸗Inf.⸗Regt. 81. Ers.⸗Res. Hans Neff aus itzlar, Res.⸗Inf.⸗Regt. 81. 8 Besitzende und Ni dem Lande. Das Kreis⸗ 0 Born erlich, eee Bekanntmachung sucdie Bülrgermeister, aus der zu ersehen ist, wie weit das llichtbewußtsein der Besitzenden gediehen ist und * in es u. g. heißt:Uns sind aus verschiedenen Gemeinden lagen darüber zugegangen, daß Landwirte gegen ü ber in ortsanfäfsigen Minderbe mittelten(ärbei⸗ er namentlich aber auch Kriegerfrauen) mit Hauptlebeusmitteln

Verkauf zurückhalten, oder daß sie die Lebensmittel

zu sehr hohen Preisen an Minderbemittelte abgeben. s wird darauf e daß Landwirte ihre Erzeugnisse i ungern in kleineren Ouantitäten abgeben, sie vielmehr nur n sizem an Großkonsumenten oder Händler verkaufen wollen, um kurch einen entsprechenden höheren Gewinn zu Gdblen, er auch nur aus Beguemlichteit, um nur in größeren Mengen

Verpflegung der

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verfügen zu müssen. Wir weisen deshalb wiederholt eindringlich darauf hin, daß in dieser schweren Zeit, in der der Bestand des Vaterlandes von der Opferwilligkeit der Zurückgebliebenen nicht weniger abhängig ist, wie von der Tapferkeit unserer Soldaten, jeder einzelne die Pflicht hat, an seiner Stelle alles das an persön⸗ lichem Gewinn im Interesse des Ganzen hinzugeben, mit dem er eine Erleichterung des Durchhaltens ermöglichen kann. Es unter⸗ liegt keinem Zweifel, daß die Teuerung aller notwendigen Lebens⸗ mittel auf dem Lande und in der Stadt für die minderbemittelten Klassen, insbesondere aber auch für die Frauen der Männer, die draußen im Feld stehen, eine zum Teil ganz außerordentlich drückende Last bedeutet. Hier ist es die Pflicht der Besitzenden, mit allen ihnen noch in reichem Maße zur Verfügungen stehenden Kräften den Minderbemittelten einen auskömmlichen Unterhalt während des Krieges möglich zu machen. Niemand erwartet von unserer Landwirtschaft, daß sie Opfer bringen soll, die über das Erträgliche hinausgehen. Wohl aber darf man erwarten, daß überall dort, wo der einzelne Besitzende Bedürftigkeit steht, er mit erhöhtem Pflichtbewußtsein in dieser schweren Zeit zu jeder billigen Hilfe bereit ist. Deshalb steht es im Widerspruch mit all dem, was von unserem Volk während des Krieges gefordert wird, wenn je⸗ mand um seines persönlichen Gewinns willen dem Minderbemittel⸗ ten die für dessen Unterhalt notwendigen Lebensmittel, obwohl er sie zum Verkauf bereit hat, nicht oder doch nur zu unangemessen hohen Preisen abgeben will. Sollte auf diesem Wege eines güt⸗ lichen Appells an den Gemeingeist und die Vaterlandsliebe ein ge⸗ nügender Erfolg nicht erzielt werden, so wird die Notwendigkeit besonderer Maßnahmen ins Auge zu fassen sein. Hier⸗ aus geht mit aller Deutlichkeit hervor, wie es mit der Opferwillig⸗ keit und der Vaterlandsliebe eines großen Teiles der Besitzenden bestellt ist. Das Gezeter über die aushungerungslustigen Eng⸗ länder ist nicht am Platze, wenn man sieht, wie dieEngländer in Deutschland den Krieg im persönlichen Interesse ausnützen. Ob aber die Mahnung des Kreisamts etwas fruchten und auf die Be⸗ sitzenden Eindruck machen wird, dürfte höchst fraglich sein.

Witwenrente und Familienunterstützung. Das herausge⸗ gebene Reichsgesetzblatt veröffentlicht das vom Reichstag und Bundesrat angenommene Gesetz über Einfügung eines Absatzes 6 im 8 10 des Gesetzes betreffend die Unterstlützung der Familien in den Dienst eingetretener Mannschaften vom 28. Februar 1888. Da⸗ nach ist als Abs. 6 zuzufügen:

Die Familienunterstützung wird während dreier Monate über den Zeitpunkt hinaus, von dem an die den Hinterbliebenen auf Grund des Gesetzes vom 17. Mai 1907(Reichs⸗Gesetzbl.

S. 214) zu zahlenden Hinterbliebenenbezüge zuständig

sind, weiter gewährt. Etwa darüber hinaus gazahlte Fami⸗

lienunterstützungen gelten als Vorschußzahlungen auf die Hinter⸗ bliebenenbezüge und sind bei deren Auszahlung einzubehalten.

5 Dies Gesetz tritt am 20. Oktober in Kraft. Von spätestens diesem Zeitpunkt ab dürfen also von den Witwen⸗ und Kinderrenten Familienunterstützungen nur abgezogen werden, soweit sie für mehr als drei Monate neben den Hinterbliebenenrenten be⸗ zahlt wurden.

Jungeustreiche. In der letzten Zeit kann man öfter be⸗ obachten, daß Jungen auf Wagen der elektrischen Straßenbahn aufspringen, ein Stück mitfahren und wieder abspringen. Daß dabei leicht ein Unglück passieren kann, ist ohne weiteres klar. Dem Wagenführer ist es auch gar nicht möglich, etwas dagegen zu tun und die Buben abzuwehren. Wird aber mal ein Junge überfahren, dann wird unter Umständen dem Wagenführer die Schuld gegeben. Alle Eltern sollten ihre Kinder ganz energisch vor solchem Unfug warnen und auch das Publikum sollte aufmerksam sein und man sollte sich gar nicht genieren, einem solchen dummen Jungen einen Klapps zu verabfolgen. Vielleicht wäre es gut, daß die Lehrer in der Schule auf die Gefahr aufmerk⸗ sam machen und eindringlich warnen.

Kreis Marburg⸗Kirchhain.

Zeugen aus läugst vergangener Zeit. Am Abhange des höchsten Punktes des Lahngebirges, dem etwa eine Stunde füdlich der Stadt Marburg gelegenen Frauenberg mit der gleich⸗ namigen Ruine, wurde eine Wohnstätte nebst einigen Gräbern aus der sog. Hallstatt⸗Zeit, also einige Jahrhunderte vor unserer Zeit⸗ rechnung, bloßgelegt und auch interesfante Funde zu Tage gefördert. Vor einer Reihe von Jahren wurden am sog. Gold⸗ berg bei dem jenseits des Ebsdorfer Grundes gelegenen Dorfe Mar- dorf im Kreise Kirchhain ähnliche Funde gemacht. Ein Beweis, daß diese fruchtbare Gegend schon lange besiedelt war.

Von Nah und Fern.

Teuere und verfälschte Butter. In Kassel wurden drei Butterhändlerinnen zu 100, 50 und 10 Mark Strafe verurteilt, weil sie Butter mit sehr hohem Wassergehalt verkauften. Sie enthielt 36, 29 und 21 Prozent Wasser.

Henkerarbeit. Gestern früh wurden in Köhn die beiden Ar⸗ beiter Fritz Wagner und Heinrich Müller aus Saarbrücken, die vom dortigen Schwurgericht im Oktober 1914 und Februar 1915 zum Tode verurteilt waren, hingerichtet. Wagner, der bei Miiller in Kost gewesen war, hatte im vorigen Jahre in Saar⸗ brücken den Schwiegervater des Müller ermordet und beraubt. Müller, der den Wagner zu der Tat angestiftet hatte, war auch bei der Ausführung des Mordes behilflich.

Todesurteil gegen zwei Gattenmörder. Das Schwurgericht in Bochum verurteilte am Dienstag nach zweitägiger Verhand⸗ lung den Bergmann Theodor Burmann aus Höntrop und die Witwe Böckmann von dort wegen Mordes an dem Ehemann der Ange⸗ klagten, bezw. wegen Anstiftung zu diesem Verbrechen, zum Todo und zu dauerndem Ehrverlust. Außerdem wurde gegen die Auge⸗ klagte Böckmann wegen eines früher begangenen Mordversuchs an ihrem Ehemann auf 8 Jahre und gegen Burmann wegen Beihilfe hierzu auf 4 Jahre Zuchthaus erkannt. Die Verhandlung warf grelle Schlaglichter auf die sittlichen Gefahren des Kostgängerwesens.

Telegramme.

Laltaberict bes Grose Haupttuartiers

Die französische Offensive in der Champagne

Sechs Massenangriffe zusammengebrochen. Ueber die Drina, Save und Donau. W. B. Großes Hauptquartier, 7. Okt., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz

Die französische Offensive in der Cham; pagne nahm ihren Fortgang. Nach starkem, nach und nach bis zu äußerster Heftigkeit gesteigertem Artilleriefeuer, setzten gestern mit Tagesgrauen die Angriffe wieder ein. Nordwestlich Sou ain brachen unter schwersten Verlusten und Einbuße von zwei Offizieren und 180 Mann an Ge⸗ fangenen sechs Massenangriffe der Franzosen zu⸗ sa m men. Westlich der Straße Somme Py⸗Souain in Richtung Ste. Marie konnten Teile von zwei neu einge⸗ troffenen Divisionen au einer Stelle über unsere vorderste Linie vordringen. Durch sofort einsetzenden Gegenangriff wurde der Feind wieder hinausgewor feu. Zwölf Offiziere, 29 Unteroffiziere, 550 Mann blieben als Ge⸗ fangene in unserer Hand. Zwei Maschinengewehre wur den erbeutet. Oestlich der genannten Straße konnte der Feind bei seinen Massenangriffen keinen neunens⸗

werten Erfolg erzielen. Gegen ein kleines Grabenstück östlich des Navarin⸗Gehöftes, in dem er sich halten konnte, ist der Gegenangriff im Gange.

Nur bei und nördlich Tahure gelang es dem Feinde nach hin⸗ und herwogendem Gefecht, etwa 800 Meter Raum zu gewinnen. Der Angriff kam durch unsere Gegen⸗ angriffe zu m Stehen. ö

Die Versuche des Feindes, die Stellung nördlich und nordöstlich des Beauséjbur⸗Gehöftes zu durchbrechen, schei⸗ terten gänzlich. Wo der Feind bis in unsere Gräben vorstoßen konnte, wurde er niedergemacht oder ge⸗

fangen genommen. Die Stellung ist restlos in unserem Besitz. 3 Offiziere, 300 Mann wurden als

Gefangenen abgeführt, 3 Maschinengewehre dem Feinde abge⸗ nommen.

Einem heftigen, aber erfolglosen Angriff in den die Briqueteri⸗Stellung

Morgenstunden gegen nordwestlich von Ville⸗sur⸗-Tourbe folgten im Laufe des Tages nur schwächere Vorstöße, die abgewiesen oder

durch Artilleriefeuer im Keime erstickt wurden. Nördlich von Arras fanden nur bedeutungslose Handgranatenkämpfe statt.

Im Aisne⸗Tal bei Sapigneul mißglückte ein schwächlicher französischer Ueberfall auf einen vorspringenden Grabenteil..

Oestlicher Kriegsschauplatz. 8 Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg.

Vor Dünaburg drangen unsere Truppen in meter Breite in die feindliche Stellung ein.

Südlich des Dryswjaty⸗Sees ist der Feind weiter zu⸗ rückgedrängt; eine attackierende russische Kavallerie⸗ Brigade wurde zusammengeschossen. Zwischen dem Boginskolje⸗See und der Gegend von Smorgon wiederholten die Russen ihre verlustreichen Durchbruchsver⸗ suche, die ohne Ausnahme, zum Teil nach Nahkampf, ge⸗ scheitert sind. Es sind 11 Offiziere, 1300 Mann zu Ge⸗ fangenen gemacht. ö

Bei Raggasem(au der Rigaer Bucht), wurde ein russi⸗ sches Torpedoboot durch unsere Landbatterien schwer beschädigt.

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.

Nichts neues. 7 Heeresgruppe des Generals v. Linsingen.

In den Kämpfen bei Czartorysk ist der Feind aus den Waldungen westlich dieses Ortes geworfen.

Balkankriegsschauplatz.

Deutsche und richt ec z ungarische Truppen haben die Drina, die Save und Don au an mehreren Stellen überschritten und auf dem östlichen Drina⸗ und südlichen Save⸗ und Donau⸗Ufer festen Fuß gefaßt. Oberste Heeresleitung.

Der österreichisch⸗ungarische Tages bericht Russische Angriffe zurückgeschlagen. Der Vormarsch in Serbien.

Wien, 7. Oktober.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart. 7. Oktober 1915.

Russischer Kriegsschauplattz.

An der bessarabischen Grenze und bei Krzemie⸗ niee in Wolhynien wurden mehrere russische Angriffe abge⸗ wiesen. Sonst herrschte an der ostgalizischen Front und an der Ikwa Ruhe. Nördlich von Dubno und an der Putilowka setzte der Feind an zahlreichen Punkten unter großem Munitions⸗ aufwand starke Kräfte zum Angriff an. Er wurde überall unter schweren Verlusten zurückgeschlagen. Stellenweise kam es zu einem erbitterten Handgemenge, so bei Olyka, wo den Russen die Linzer Division in gewohnter Kaltblütigkeit entgegentrat. Wir nahmen etwa 800 Mann und mehrere Offiziere gefangen, Nord⸗ östlich von Kolki beiderseits der von Sarny nach Kowel führenden Bahn ist der Feind an einzelnen Stellen auf das Westufer des Styr vorgegangen. Ein von österreichisch⸗ungarischen und deutschen Kräften geführter Gegenangriff schreitet erfolgreich fort. Oester⸗ reichisch⸗ungarische Bataillone entrissen den Russen das zäh ver⸗ teidigte Dorf Kulikowice am Styr, wobei 200 Gefangene einge⸗ bracht wurden. Deutsche Truppen vertrieben den Gegner aus seinen Stellungen bei Czartorysk.

Bei den k. k. Streitkräften an der oberen Szezara nichts Neues.

Italienischer Kriegsschauplatz. 5

Die Gefechtstätigkeit an der Südwestfront beschränkte sich gestern auf die gewöhnlichen Geschützkämpfe. Nur gegen den Nord⸗ teil der Hochfläche von Doberdo bei Petteano versuchten Abteilun⸗ gen eines italienischen Mobil⸗Miliz⸗Regiments anzugreifen. Dieses Unternehmen scheiterte vollständig. Unsere Truppen jagten den Feind in der Nacht bis über seine Vorpostenaufstellung zurück.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Oesterreichisch⸗ungarische und deutsche Streitkräfte erzwang gen sich gestern zwischen der Mündung der Drina und dem Eisernen Tor an zahlreichen Punkten den Uebergang über die Save⸗ und Donau⸗-⸗Linie. Die serbischen Vortruppen wur⸗ den zurückgeworfen. 5

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant. *

Vergebliches Bemühen!

Aus dem immer erneuten Anrennen gegen unsere Westfront kann man erkennen, wie außerordentlich wichtig gerade im gegen- wärtigen Zeitpunkt dem im Auftrage der Entente Diplomatie handelnden französischen Genera⸗ lissimus ein Durchbrechen unserer Linien erscheint. Joffre will mit allen Mitteln, und koste es auch die größten Blutopfer, verhindern, daß deutsche Truppen aus dem Westen nach anderen Kampffronten abgeschoben werden. Ein vergebliches Bemühen! Das wird der Vierverband aus dem heutigen Großen Hauptquartiersbericht am besten ersehen können, denn darin wird mitgeteilt, daß deutsche und österreichisch ungarische Truppen den Kampf an der ganzen serbischen

fünf Kilo.

Front erfolgreich aufgenommen haben. Alle die ungeheuren Menschenopfer, die die Franzosen und Engländer in den letzten

Wochen gebracht, haben unsere oberste Heeresleitung nicht bewegen können, den großen Plan für die Balkauaktion auch nur im mindesten abzuschwächen. Das wird die weitere Ent⸗ wicklung der Dinge zeigen. Gegen Serbien!

Der militärische Mitarbeiter der Frankf. Ztg. schreibt;

Die Armeen der Verbündeten sind über die Grenzflüsse nach Serbien eingebrochen. Die Donau, die Save und die Dring sind von den vereinigten Streitkräften

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