seeboots auf dieArabic den erteilten Instruktionen nicht entsprochen habe. Deutschland sei bereit, jedoch ohne An⸗ erkennung einer Verpflichtung, eine Entschädigung für den Verlust der amerikanischen Menschenleben zu zahlen. In einem Schreiben, das Bernstorff Lansing überreichte, werde gesagt, die Befehle des Kaisers an die U-⸗Boot⸗Kommandanten seien so bestimmt, daß eine Wiederholung des Vorfalles aus⸗ geschlossen sei. 5

Die Frage der zu zahlenden Schadenvergütung in der Ange⸗ legenheit derArabic wird durch direkte Verhandlungen mit Bernstorff erledigt werden. In einem Briefe an Lansing teilt Bernstorff mit, der Kommandant des Unterseebootes, das die Arabic versenkt hat, sei nach seinen und der Besatzung dienstlichen eidlichen Aussagen sest daon überzeugt gewesen, daß dieArabic das Unterseeboot habe angreifen wollen. Die Kaiserliche Re⸗ gierung habe anderseits den eidlichen Aussagen der englischen Offi⸗ ziere derArabic, die das Unterseeboot nicht gesehen haben wollten, den Glauben nicht versagen wollen und gebe danach zu, daß ein Rammversuch tatsächlich nicht vorgelegen habe. Der Angriff des Unterseebootes habe somit zu ihrem Bedauern den erteilten Instruk⸗ tionen nicht entsprochen, was dem Kommandanten mitgeteilt wor⸗

den sei. 5 5 N 5 Die Reichstagsinschrift.

Der leere Raum über dem Säulenportikus des Reichs⸗ tagsgebäudes soll nun durch eine Inschrift ausgefüllt werden. Dies hat bekanntlich der Präsident Kämpf am Schluß der Sommertagung unter großem Beifall mitgeteilt. Die In⸗ schrift wirdDem deutschen Volke lauten, kann also an⸗ zeigen, daß dieses Gebäude dem deutschen Volk als Gabe dar⸗ gebracht worden sei. Der Erbauer des Reichstagsgebäudes, Wallot, hatte in seinem Plan bereits eine Inschrift vorgesehen sonst hätte ja die Freilassung des Schriftbandes keinen Sinn gehabt, indes war dazu bisher die Genehmigung nicht zu erlangen gewesen.

Inzwischen hat die Ausschmückungskommission des Reichstages, die schon so viele Jahre auch über die Ausfüllung der drei großen leeren grauen Bildflächen im Sitzungssaal vergebens berät, über die Ausführung der dem Reichstag vom Reichskanzler bestimmten Inschrift Beschluß gefaßt. In einigen Blättern der Rechten war verlangt worden, daß die Worte in der sogen.deutschen Schrift(im Gegensatz zur lateinischen oder Antiqua) angebracht werde. Auf Vor⸗ schlag der Regierung hat die Kommission nun auch beschlossen, daßgothische Buchstaben angewendet werden sollen und die Nordd. Allg. Ztg. hat dies mit dem Volksempfinden be⸗ gründet, das eine lateinisch geschriebene Inschrift auf dem Reichstagsgebäude nicht wünsche. 2

Wir begrüßen es, daß man dazu übergeht, dem Volks⸗ empfinden Rechnung tragen zu wollen und möchten der Er wartung Ausdruck geben, daß dies auch bei etwas wichtigeren Dingen als der Inschriftfrage der Fall sein möge. Hier aber hat man sich über das Volksempfinden leider getäuscht, was ja kein Wunder ist, wenn man Zeitungen, die im Kampf gegen alles Demokratische stets ihre Hauptaufgabe erblickten, als Gradmesser des Volksempfindens wertete. Das deutsche Volk hat jetzt tatsächlich andere Sorgen, als die, in welcher Schrift die drei Worte auf dem Gebäude am Königsplatz stehen sollen. Uebrigens macht der bekannte Kunstschrift⸗ steller Fritz Stahl im Berl. Tagebl. darauf aufmerksam, daß die sogen. gothische oder deutsche Schrift weder etwas ur⸗ sprüngliches noch etwas allein deutsches ist; sie ist aus der lateinischen entwickelt und man findet sie ebensogut in alten französischen und englischen Urkunden, wie noch heute im Titel großer Zeitungen dieser Länder wofür man sicher⸗ lich eine spezifisch deutsche Schrift nicht wählen würde. Es ist auch unbestreitbar, daß die eckigen und winkeligen, häufig auch etwas verschnörkeltendeutschen Buchstaben, zumal wenn etwa lauter große(Anfangsbuchstaben) aufeinander folgen sollten, weniger gut lesbar sind als die so klare und einfache, so recht monumentale lateinische Schrift.

Man sollte überhaupt, auch bei der jetzt an manchen Stellen mit Dampf betriebenen Fremdwörterverdeutschung, bedenken, daß wir weder einen Krieg gegen andere nationale

Kulturen führen, noch gegen das Lateinische, aus dem alle europäischen Kulturen gleichviel gezogen haben.

Die Würfel sind gefallen!

Die Ententegesandten verlassen Sosia. W. B. Petersburg, 6. Okt. Ueber Kopenhagen. Nach einer Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur aus Sofia vom 5. Oktober ist die Antwort der bulgarischen Re⸗ gierung auf das russische Ultimatum dem russischen Gesandten um 2 Uhr 40 Min. nachmittags übergeben worden. Da ihr Inhalt unbefriedigend war, hat der russische Gesandte dem bulgarischen Ministerpräsidenten den Abbruch der diplomati⸗ schen Beziehungen notifiziert. Der Schutz der Interessen der russischen Untertanen ist dem kgl. niederländischen Geschäfts⸗ träger anvertraut worden.

W. B. Ro m, 7. Okt. Meldung der Agenzia Stefaui: Die Gesandten Englands und Italiens haben der bulgarischen Regier⸗ ung eine Note überreicht, in der sie sich dem von den Gesandten Rußlands und Frankreichs überreichten Ultimatum anschließen, und forderten ihre Pässe.

Ministerrat in der Wohnung Radoslawows. T. U. Budapest, 7. Okt. Die Blätter melden aus Sofia, die Mitglieder des Kabinetts hielten in der Wohnung des Ministerpräsidenten Radoslawow eine Sitzung ab. Die Be⸗ ratungen dauerten von 8 Uhr abends bis spät nach Mitter⸗ nacht. Die Kabinettsmitglieder verließen das Haus des Ministerpräsidenten erst gegen 3 Uhr morgens, sodann ex⸗ schien dortselbst der Hofmarschall General Sawow, der Generalissimus im Balkankriege, und hatte mit dem Minister⸗ präsidenten eine kurze Besprechung. Darauf fuhren beide im königlichen Automobil nach dem Badeort Vranja, wo König Ferdinand zurzeit weilt. Dort angekommen wurden beide vom König sofort gemeinsam in Audienz empfangen. Die Beratung beim König dauerte von ½5 Uhr bis nach 8 Uhr. Ministerpräsident Radoslawow lud daraufhin die Gesandten Oesterreich-Ungarns, den Grafen von Tarnowski, des Deutschen Reiches, Dr. Michahelles, und der Türkei, Feti Bey, zu einer Besprechung zu sich. Die Konferenz mit den Diplomaten endete erst nach vier Stunden.

Der Oberbefehlshaber des bulgarischen Heeres.

Haag, 7. Okt. Der Temps meldet, daß General Jostof zum Oberbefehlshaber des bulgarischen Heeres ernannt worden ist. König Konstantin wird in den nächsten Tagen nach Saloniki gehen.

Die Eröffnung der Feindseligkeiten gegen Serbien am 3. oder 9. Oktober?

T. U. Von der französischen Grenze, 7. Okt. Man meldet aus Saloniki der französischen Presse, daß man nach dortigen Nachrichten aus Sofia die Eröffnung der Feindseligkeiten des bulgarischen Heeres gegen Serbien am 8. oder 9. Oktober erwartet.

Zusammenziehung der Truppen im Piräus.

T. U. Budapest, 7. Okt. Eine Depesche des Az Est aus Athen besagt, im Piräus werden 100 Dampfer zum Abtransport von Truppen und Kriegsmaterial konzentriert. Im Marinearsenal wird fieberhaft gearbeitet, um Kriegsschiffe in Bereitschaft zu setzen.(B. Morgenp.).

Die Ausschiffung der Truppen in Salonik.

T. U. Christiania, 7. Okt. Pariser Blätter berichten, die Ausschiffung der französischen Truppen begann am 5. Oktober morgens 4 Uhr. 18 000 Mann sind bereits gelandet. Fünf große Transportdampfer liegen im Hafen, ununterbrochen gehen Züge nach Serbien ab.

General Hamilton in Salonik.

T. U. Berlin, 7. Okt. Dem Berl. Tagbl. wird aus Sofia unterm 4. Oktober gemeldet: Gestern früh erschien ein englisches Kriegsschiff im Hafen von Saloniki, das den Befehlshaber der ver⸗ bündeten Streitkräfte vor den Dardanellen, General Hamilton mit seinem Stabe, an Land setzte. General Hamilton begab sich zu den griechischen Behörden und teilte ihnen mit, daß die Verbündeten Truppen landen werden, die Serbien zu Hilfe kommen sollen. Jedec Widerstand von griechischer Seite würde die schwersten Folgen nach sich ziehen. Später erschienen zahlreiche F

fahrzeuge mit Trup⸗

n bend 5 san Land gebre Verbün 25 etwa 80 ens lassen

französische Truppen landen Offenbar handel

1. um jene Truppen, die, 7551 worden war, in Marseille zusammengezagen wer scheint aber, daß die Verbündeten diese Landung auc benutzen wollen, um ihre Truppen soweit als haltbaren Positionen auf Gallipoli zuriickdr. wird das allerdings nicht ganz leicht und i f auszuführen sein. 2 7 Bildung eines neuen russischen Heeres? T. U. Lugano, 6. Okt. Aus Petersburg 90 Corriere della Sera gemeldet, daß die Russen im Bezirk!

Petersburg eifrigst mit der Aufstellung eines neuen Heer beschäftigt seien. Es soll sich um 1% Mill Mann handel Einberufung der Landwehr l. und 2. Aufgebo f 5 in Rußland. 8. 3 T. U. Von der französischen Grenze, 7. Okt. Die russische Bot⸗ schaft in Paris gibt 1 daß nach kaiserlichem Ukas vom 16. bi 29. September folgende Wehrfähige sich sofort zu ihren Tru teilen zu begeben haben: Die Landwehr 2. Aufgebots der Jahr 1916 bis 1912 einschließlich, mit Ausnahme der die den Truppe körpern der Gouvernements von Warschau, und des Amur, sow des Kaukasus und des Gouvernements von Cholm ane nen die Landwehr 1. Aufgebots, menonitischen Bekenntnisses, ie Jahrgängen 1916 bis 1898 einschließlich angehören, mit Aus! ahm ebenfalls derjenigen, die den Truppenkörpern der oben genannte Verwaltungsgebiete angehören.

Kriegsuslizen.

Der Bundesrat gab dem Autrage des Bundesanwalts st gegen den Redakteur Allessandri, Direktor des tessinischen sozial schen Parteiorgans Avvenire del Lavoratore wegen Beleidi⸗ gung des deutschen Kaisers durch einen am 18. Sep veröffentlichten Artikel die Voruntersuchung zu eröffnen.

Die Londoner Behörden haben die unverzügliche Einfüh einer Verordnung bewirkt, die die Schnelligkeit der Autos it Straßen nach Einbruch der Dunkelheit herabfetzt. da sich e hat, daß infolge der starken Verdunkelung in den Stra große Gefahren für den Wagen⸗ und Fußgängerv kehr entstand. Es wurden sehr zahlreiche Unglücksfälle zum mit tödlichen Ausgang gemeldet. 5

Die Spionenfurcht in Rußland nimmt, wie Rjeis schreibt, bereits einen derartigen Umfang an, daß ein Mann von hysterischen Weibern der Spionage bezichtigt war, beinahe lyncht wurde.

In Petersburg trat plötzlich ein Zuckerma gel 80 000 Pud Zucker liegen auf der Eisenbahn und würden nicht gegeben, da alle Dokumente fehlten. 3

Die Nowoje Wremja meldet aus Moskau, daß au der Uni verfität keine Vorlesungen stattfinden. Auf den Straß vor der Universität ist eine verstärkte Polizei abteil aufgestellt. Auch an der Anstalt für höhere weibliche Kurse ebenfalls an der baiserlichen technischen Lehraustalt werden Vorlesungen gehalten.

Partei⸗Nachrichten. Beileidskundgebungen zum Ableben Keir Hardies. Der englische Arbeiterabgeordnete und Unterrichtsmini thur Henderson erhielt von Andreas Fisher, dem Ministerpr Australiens, folgendes Telegramm:Mit Schmerz erfahre Tode meines alten Freundes Keir Hardie. Er war tapfer und: und führte das Volk den Weg, den er für richtig hielt, ohne Rfickst auf persönliche Gefahren. Ich ersuche Sie, den trauernden Hin bliebenen meine Sympathie auszusprechen. Holman, der Min präsident von Neufüdwales, ersuchte Henderson, der englischen beiterpartei das tiefste Beileid der Regierung von Neu; zum Ableben Keir Hardies auszudrücken.Der Verlust, den britische Arbeiterklasse erlitt, wird uch in der Kolonie in Kreisen empfunden. Der Sekretär der Arbeiterpartei erhielt Vandervelde folgendes Telegramm:Tief gerührt durch den Keir Hardies. Im Namen des Juternationalen Sozialistif Burcaus sonde ich allen britischen Soziglisten die brüderliche pathie. Ehre dem Andenken des großen, edlen und treuen So der sozialistischen und internationglen Sache. Herr Joh mond, der Führer der irischen Fraktion, drahtete an Frau Empfangen Sie meine aufrichtige Sympathie zum Ableben Mannes, der ein standhafter Freund Irlands war und von Rechtschaffenheit und Aufrichtigkeit ich stets die größte Acht hegte. Der Sekretär der sozialistischen Partei Frankreichs sh gigen Arbeiterpartei Taue

an den Sekretär der Unabhäng

gramm:Die französische sozialistische Partef trauert mit

den Tod Keir Hardies, des Pioniers der soziglistischen Org in England.

Pulver und Gold.

0 Roman aus dem Kriege 18701871. 11 Von Levin Schücking.

Sie konnte nicht anders, als dies wahrnehmen; meine Anrede war so stockend hervorgestottert ich hatte meinen Faust völlig vergessen und ja auch im Salon liegen lassen; es war sehr liebenswürdig von ihr, so rasch meiner Verlegenheit durch die Worte ein Ende zu machen:

Sie verschmähen also nicht, unserer kleinen Bücher sammlung einen Besuch zu machen, obwohl Sie hier ins Herz Frankreich gelangen? Dies alles rundum sind französische Bücher... Sie deutete auf die dunklen Eichenholzschränke an den Wändendas Herz Frankreichs ist nicht Paris sondern es ist da, wo die Gedanken der großen Geister unseres Landes in ihren besten Werken vereinigt sind. Sie können Paris nehmen, aber auf dieses Herz Frankreichs können Sie die Hand nicht legen; es wird immer mit derselben Kraft und Wärme schlagen, durch alle Zeit und Zukunft, wie der Pendel an der Weltenuhr, deren Zeiger den Völkern zeigt, wann die Stunde einer neuen großen Entwicklung zum Schönen, eines neuen mächtigen Fortschritts zur Freiheit gekommen ist!

Ich mußte sie wohl mit einem eigentümlichen Mienen spiel angesehen haben; anfangs imponierten mir ihre Worte, im nächsten Augenblicke mußte ich auflachen.

Sie sah mit einem bitterbösen Blick zu mir auf.

Weshalb lachen Sie?... scheint Ihnen das auch ein falschesDogma?

Werden Sie darum nicht böse, versetzte ichaber ich konnte nicht anders. Was Sie sagten, war sehr schön, schwunghaft, sonor es war eines jener Worte, die in Ihrer Presse, in Ihren Volksversammlungen, Ihren Kammern zünden; bei denen das Gemüt eines Franzosen von einer edlen und schönen Regung für sein Vaterland ergriffen wird und sich aufs Erhebenste erweitert fühlt, und bei denen sich solch eine kalte kritische Seele, wie sie in uns Deutschen steckt,

Nun, ist es nicht wahr?

Nein! Weder Italien, als es Dante, Raffael, Michel⸗ angelo hervorbrachte, noch England, als es Shakespeare der Welt gab, noch Deutschland, als es die Buchdruckerkunst er⸗ fand, die Reformation vollzog, Kant und Goethe gebar, haben nach der französischen Uhr gesehen, ob dazu die Stunde ge⸗ kommen!

Sie wurde rot, ich ebenfalls, in der Furcht, sie erzürnt zu haben.

Ach, sagte sie,ich glaube gar nicht, daß solcher an alte abgetane Geschichten und Namen sich klammernder Wider spruch etwas just nur Deutsches sei... man kann ihm hier in Frankreich auch begegnen...des ist eben nur Wider⸗ spruchsgeist; im Grunde fühlen Sie doch, daß ich recht habe. Und so bin ich weit entfernt, setzte sie, den Kopf aufwerfend, hinzu,Sie in diesem Augenblick als das, wofür Sie sich ausgeben wollen, den Repräsentanten der deutschenKritik gelten zu lassen, die jeden Schwung der Seele, jeden schönen Enthusiasmus totmacht!

Desto besser, sagte ich,die Kritik hat selten das Glück, zu gefallen!

Etienne, wandte sie sich zu dem Geistlichen,Sie müssen jetzt unserem Gast die einzelnen Abteilungen der Bibliothek zeigen; sehen Sie, dort, sagte sie, auf einen der großen Schränke deutend,finden Sie die geschichtlichen Werke.

Ich näherte mich dem bezeichneten Schranke und las die Rückentitel der darin aufgestellten Bücher. Neben dem Schranke hing ein schmaley Wandspiegel über einem halb⸗ runden kleinen Marmortische, auf dem eine schöne Bronze⸗ büste stand; als ich darauf hinsah, fiel mein Blick in den Spiegel und ich sah, wie der Abbé eilig mit dem jungen Mäd⸗ chen eine leise geflüsterte Mitteilung machte, die etwas wie einen Zug von Aerger oder Verlegenheit in ihren schönen Zügen hervorrief.

Sie sahen sich eine Weile schweigend an der Geistliche flüsterte dann rasch einige Worte, Fräulein Kühn senkte wie nachdenklich den Kopf er sprach wieder in sie hinein; end⸗

nur sofort fragt: Ist das auch wahr?

lich nickte sie, wie einwilligend. Der Abbs verließ sie nun

und kam zu mir, um wieder den Führer an den Büche ken zu machen. Nach einigen flüchtigen Blicken in die nächsten Schrät machte ich mich von ihm los und ging zu Fräulein Kühn rück, die noch über ihrer Mappe gebeugt stand. Sie blättert jetzt darin und brachte ein Heft zum Vorschein, das sie gu schlug. Es enthielt eine Reihe landschaftlicher Szenerien i Farbendruck.. Hier ist ein illustriertes Werk, welches die am malerischen Punkte der Franche Comts enthält, sa es mir zuschiebend.Nicht wahr, es sind Landschaften sehr großer Schönheit darunter? Der Künstler hat jedenfalls ein großes Gefüh Schönheit gehabt, versetzte ich, nachdem sie mir die Blätter gezeigt,aber doch auch wohl stark idealisiert. diese Gegenden wirklich so großartig in ihren Linien farbenreich in ihren Einzelheiten sind, kann ich freilich beurteilen. Ah Sie bewundern sie nicht, Sie bringen au diese Natur hinein Ihre deutsche Kritik, rief Fräulein gereizt aus.In der Tat, das ist stark! Ich möchte Widerspruchsgeist beschämen, indem ich Ihnen eine di Partien zeigte, die wenige Kilometer von hier abwärts au Oignon liegt, es ist diese hier, sie schlug in dem Hefte und schob das Bild, als sie es gefunden, vor mich hin. müssen gestehen, daß es ein reizender Punkt ist, und wir Sie dahin führten, würden Sie sehen, daß der ihm nicht geschmeichelt, ihn nicht idealisiert hat! Was men Sie, Etienne? 15 Ganz gewiß, wir sollten Monsieur dahin führen, der Abbé mit einer auffallenden Lebhaftigkeit aus, würden ihn da sicherlich beschämt sehen, wenn er alt n Schönheit unserer Gegend zweifelt; Monsieur aber i sich für die Mühe des Weges überreichlich belohnt sehen du die seltenen Reize der Landschaft

(Fortsetzung folgt.)

ůůů