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Vr. 236
Gießen, Freitag, den 3. Oktober 1915
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* Schwere Tage. Von Richard Gädke.
Der Menschenfreund wird die immer weitere Ausdehnung des
sbrandes tief beklagen, wird mit Bedauern wahrnehmen, daß
Tag, der uns den Frieden bringen soll, immer weiter vor uns
windet, wie eine gleißende Fata Morgana, je näher wir ihm
hann Waffenerfolge zu kommen suchen. Der Soldat aber kann chtanders sagen, als
de! daß der Krieg immer interessanter wird und shlich einem Höhepunkt zustrebt.
Eine endgültige Entscheidung ist noch nirgends gefallen; ja es Aich nicht einmal übersehen, auf welchem der zahlreichen Kriegs— Kur sie schließlich fallen wird; man soll auch unserem Volke n worreden, daß auch nur einer unserer Gegner bereits kriegs⸗ id sei und demnächst den Säbel senken werde. Im Untergrunde i bolksseele mag hier oder dort die Sehnsucht nach einem Ende idlosen Ringens immer stärker anschwellen; bei den führenden den und bei den Regierungen ist davon nicht das Mindeste zu un sie wissen gut, worum es sich für sie handelt. Darum sie das Spiel noch nicht verloren, man kann wohl annehmen, e noch immer hoffen, uns und wäre es schließlich durch pfung— auf die Knie zwingen zu können. ir konnten das in Frankreich in den letzten zehn Tagen wie— cht deutlich bei der großen Wucht des Doppelangriffs in s und in der Champagne wahrnehmen. Zum ersten Male hat in so breiter Front einen Angriff mit so zahlreichen Trup⸗ ach so eingehender Vorbereitung unternommen. Mittelbar er seinem Heere in Punkt 4 seines Angriffsbefehles zu, daß heren Versuche in der Champagne, um La Bassee, zwischen Ii und Mosel, auf zu schmaler Basis unternommen worden seien aß er diesmal den Fehler gut machen wolle. In der Tat hat Front gegenüber allen früheren Angriffen ganz erheblich rt.
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enn seine Angriffsfront trotzdem an beiden Stellen zu⸗ mengenommen nur den zehnten Teil der 840 Kilometer langen den Linie traf, so werden wir daraus den Schluß ziehen te, daß zu einem Mehr seine Kräfte durchaus nicht langen li. Es ist darum geradezu auffällig, daß die Franzosen jetzt nech 50 000 Mann in Toulon verfsigbar zu haben vorgeben, um ei Saloniki zu überführen. aß ihr Angriff in der Champagne mit großem Schneid aus⸗ iht worden ist und daß die Lage einen Augenblick lang scheinen konnte, dürfen wir ruhig eingestehen. Wenn sie unde gewesen wären, sofort bis zu unserer zweiten Linie istoßen, konnte ein Erfolg nicht als ausgeschlossen gelten. die Verluste ihrer Angriffstruppen müssen wohl zu Etbar gewesen sein, als daß sie noch zu weiteren Leistungen ewesen wären. Damit aber war die Hauptgefahr be⸗ tigt. Es ist unwahrscheinlich, daß ein zweiter Angriff 10 oder ge nach dem ersten die dem Gegner erwünschte Entscheidung 0 Eingen wird, weil er seine Truppen nicht so rasch wieder wird len können. Gleichwohl muß man nichtglauben, daß der m schon zu Ende sein wird. Damit würde der Oberfeld⸗ inen Mißerfolg eingestehen. Denn an seinen ursprüng⸗ lber Zielen gemessen, ist seine Operation bis jetzt ein Miß⸗ 99 g geblieben. 5 s er noch weitere Teile unserer Front bestürmen wird, muß 1
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smurtet werden. Die Briefsperre nach der Schweiz „ und 2. Oktober gibt jedenfalls zu denken. Auf Ueber⸗ hungen müssen wir immer gefaßt sein; daß die Italiener . ust zu haben scheinen, sich an dem Dardanellen-Abenteuer i üinger zu verbrennen, scheint nunmehr wahrscheinlich zu sein. (Desterreich werden sie im Winter schwerlich sich die Lorbeeren „die ihnen der Sommer versagt hat. Es ist daher immerhin äch, daß sie sich bereden lassen, die nunmehr entbehrlich ge⸗ Aesen Teile ihres Heeres in Frankreich zur Entscheidung k inzusetzen. Ihre Freunde in Frankreich und im neutralen e suchen ihnen diesen Bissen schmackhaft zu machen.„Viribus tönt es ihnen lieblich entgegen— mit vereinten Kräften auf Azauptkriegsschauplatz das Glück zu zwingen, sei die Losung der Militärisch läßt sich dagegen ja nichts einwenden. Wir ei uns also mit gelassener Entschlossenheit durch ein Erscheinen suliener in den Vogesen und bei Belfort oder anderswo nicht heichen lassen— falls wir ihnen begegnen sollten. 0 die augenblicklich die Lage im Osten liegt, ist aus den ver⸗ ke sten Berichten schwer zu ersehen. Daß die Russen unter dem bullen Oberbefehl des Zaren den Rückzug eingestellt und sich ur zu neuer Schlacht gestellt haben, sondern zu kräftigen Au⸗ ine übergegangen sind, ist zweifellos. Von der Heeresgruppe kauen meldete der amtliche deutsche Bericht über den 29. Sep⸗ in daß sie vor umfassenden russischen Angrissen ihre Vor⸗ e hinter die Jasiolda und den Oginski⸗Kanal zurückgenom⸗ (ges sie stand also zu beiden Seiten von Pinsk. Seitdem stellt iche Bericht„keine Veränderungen“ bei ihr sest. Der linte .der Armee des Generals Eichhorn war bis Wilejko und Ahetschno vorgedrungen: setzt berichtet das Hauptquartie seit n Tagen von heftigen Kämpfen in der l.⸗Narotschsia, nordwestlich Wileka. Und zwar haben salhier versucht, die deutsche Linie zurückzuwerfen. ch große Kavallerjekämpfe haben erneut in der Gegend von und Kosfani stattgefunden, in der Verlängerung der oben bende b herune e zen der Heeresgruppe Prinz Leopold, östlich Baranowitsch, e dom rechten Flügel de bie Meldung in den
Tagen gleichfalls:„keine Veränderungen“,
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rhältnisfen, wie sie sich hier heraus gestellt Strategie des Zaren völlig niche sie
n Heere keine Erfolge eingetragen. ird man die Gesamtlage ringsum
stgaligischen Kriegsschauplatze hatten die Russon bei Len verübergehende Erfolge errungen fen orgehen if chen Sereth und Strypa zum Slehe
Gegend Smorgon⸗
gehen, sehen sich viele gezwungen,
gekommen; im Norden wurden sie wieder durch die Heeresgruppe Linsingen auf Rowno zurückgeworfen. Der Name dieser Heeres⸗ gruppe findet sich zum ersten Male am 27. September in den amt⸗ lichen Berichten; der Name des Generals selber war eine geraume Zeit hindurch verschwunden. Er scheint nunmehr den Gesamtbefehl über die südöstliche Gruppe der verbündeten Heere übernommen zu haben, die nach den bisherigen Mitteilungen die Armeeen Puhalo Bochm⸗Ermolli, Graf Vothmer, Pflanzer⸗Baltin umfaßt.
Von. der serbischen Grenze ist bis auf einige Vombarde— ments noch nichts zu melden. Indessen haben sich die politischen Verhältnisse hier derartig zugespitzt, daß Ereignisse kaum sern sein können. Die Landung französisch⸗englischer Truppen in Saloniki muß die Dinge zur Entscheidung treiben. Dazu kommt, daß die Truppen, die dem Gegenbunde zur Verfügung stehen, nicht als solche ersten Ranges anzusprechen sind. Man nimmt hier und da an, daß die Engländer die gute Gelegenheit benützen würden, um das Dardanellen⸗Geschäft zu liquidieren. Indessen bliebe das in jedem Falle eine Blamage und würde ihrem sehen in der mohammedanischen Welt äußerst abträglich sein. Es ist daher nicht ohne weiteres anzunehmen, daß sie die etwa 150 0600 Mann Dardanellen-Truppen nun nach Saloniki werfen. Man wird vielmehr a b warten müssen. In jedem Falle liegt in dem Auf⸗ treten der französischen und englischen Trupen in Bulgarien eine Kräftezersplitterung, die uns nur angenehm sein kann.
Ueber den Ausgang des serbischen Krieges läßt sich keine Vermutung wagen. das Heer Serbiens geschwächt oder erschöpft, in seiner Stimmung niedergedrückt sei. Aber das Gleiche war kurz vor feiner kräftigen und glücklichen Dezemberoffensive der Fall, durch die es die öster— reichischen Armeen zum Rückzuge aus Serbien zwang. Auf solche Meldungen darf man nicht ohne weiteres etwas geben, muß viel⸗ mehr die serbische Truppe nach allen Erfahrungen als einen tüch⸗ tigen Gegner ansehen, der in jedem Falle seinen Mann stehen
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wird. Das Gleiche gilt natürlich auch von dem bulgarischen Heeere. Wir werden darum den Ereignissen hier mit großer
Spannung entgegensehen dürfen, auch der sehr weit⸗
reichenden Folgen wegen, die sie im weiteren Verlaufe
haben können. Wird die Türkei die Flankenbedrohung an den Dardanellen los, dann werden ihre Arme völlig frei und ihre Heere stehen für andere Aufgaben zur Verfügung. Rußland aber bleibt dann dauernd abgeschlossen und mag in dem Ueberfluß seines Getreides ersticken. Es ist möglich, daß der Balkankrieg sich zu einer entscheidenden Bedeutung heraus⸗ wächst— wie auch die Würfel fallen mögen.
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0 „Das Schwert hat das Wort.“
Budapest, 6. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Nach hier ein⸗ getroffenen Sofioter Berichten veröffentlicht das Organ Rados⸗ lawows, Narodni Prava, einen Artikel, betitelt:„Das Schwert hat das Wort“, worin an das Manifest des Königs an die Soldaten vor zwei Jahren erinnert wird. Das Wort des Königs, sagt das Blatt, daß wir unsere ruhmvollen Fahnen eingerollt für bessere Tage bewahren sollen, bezog sich auf die jetzige Zeit. Wir ent⸗ falten nunmehr unsere Fahnen und die Nation schart sich um das Panier, auf das der Ruhm des Vaterlandes und die Freiheit Mazedoniens geschrieben sind. Noch ist das Zeichen zum Aufbruch nicht gegeben, aber die Luft bebt schon von dem Rufe: „Vorwärts bulgarische Soldaten!“ Die Diplomaten sind mit ihrem Latein zu Ende. Das bulgarische Schwert muß nun exweisen, daß es stärker ist als alle Umtriebe der feindlichen Diplomaten. Der feurige Appell des Blattes schließt: Bürger! Eure Sehnsucht wird in Erfüllung gehen. Das Zeichen zum Aufbruch kann nicht lange mehr ausbleiben!
Deutsche Unterkeeboote im Hafen von Warna.
T. U. Stockholm, 6. Okt. Birschmoja Wjedomosti meldet aus Athen, daß im Hafen von Warna vier deutsche Unterseeboote an⸗ gekommen seien, um Warna gegen einen russischen Flottenangriff zu verteidigen und eine russische Landung zu vereiteln.
Das Los der Armenier.
Die in Bulgarien lebenden Armenier wandten sich vermittelst einer Abordnung än den Ministerpräsidenten Radoslawow mit dei Ersuchen, zugunsten der verfolgten türkischen Armenier zu inter⸗ venieren. Die Abordnung überreichte dabei eine Denkschrift, in welcher u. a. folgendes ausgeführt wird:
Vom 25. Mai ab begannen die Ereignisse sich mit erstaunlicher Schnelligkeit zu entwickeln. In Kelkit wurden sämtliche Städte und Dörfer gewaltsam von den Einwohnern geräumt, welche dann nach der Halepwüste abgestoßen wurden. Die gesamte armenische Be⸗ völkerung aus dem Erzerumer Wilajet und aus den Bezirken Trape⸗ zont, Siwas, Hartpert, Bitlis und Wan wurde nach Mesopotamien zwischen Mosul und Bagdad vertrieben. Ihr Hab und Gut eigneten sich die benachbarten türkischen Stämme an. Mitnehmen konnten sie nichts, denn alle Transportmittel wurden requiriert. In monate⸗ langen Wanderungen zu Fuß waren die Vertriebenen gezwungen, ihre neuen Aufenthaltsorte zu erreichen. Diese waren für allzu viele von ihnen nur das Grab, auch alls Wege und Gräben unter⸗ wegs seien mit Leichen bedeckt. An ihren neuen Aufenthaltsorten sind die Leute dem Hunger preisgegeben. Es handelt sich ausschließ⸗ lich um Frauen, Kinder und Greise, denn Männer im Alter von 24 bis 45 Jahren sind eingezogen und solche im Alter von 15 bis Jahren und von 40 bis 60 werden zursckgehalten und als Kriegs⸗ Arbeiter verwendet. Um den unerträglichen Martexungen zu ent⸗ hren Glauben zu ändern, und sie werden, Mohammedaner. Kriegsgerichte verkünden zahlreiche Todesurteile wegen angeblicher Delikte. Kirchen und Schulen seien beraubt und entweiht. Ueberfälle auf die Bevölkerung ganzer Ort⸗ schaften seien keine seltene Erscheinung. Erwachsene und Kinder wurden massakriert, mißhandelt und vergewaltigt. Ein ungeheuer
großer Prozentsatz der armenischen Bevölkerung sei durch, Hunger, Entbehrungen und Massaker in den Tod getrieben worden.
Manche Nachrichten gelangen zu uns, wonach
[Angara da ist, saf
nervt hat, ist leicht zu verstehen.
. Nicht vergessen darf hier werden, daß die Armenier, von eug⸗ lischen und frauzösischen Einflüssen aufgestachelt, den gegen die Russen kämpfenden Türken durch einen Aufstand in den Rücken fielen, der den Tod ungezählter Tausender Türken verursachte.
Englands Vorschuß an seine Verbündeten.
T. U. Brüssel, 6. Okt. Wie im englischen Parlament mit zilt wurde, beliefen sich die von England an seine geld⸗ bedürftigen Verbündeten Rußland, Italien, Belgien, Serbien und Montenegro geleisteten Kriegsvorschüsse bis zum 31. Sep⸗
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tember auf rund 10(zehn) Milliarden Franken. Durzews Erlebnisse in Sibirien.
sche Revolutionär Burzew schildert in der
Der beg seine Erleßnisse in der sibirischen Ver⸗
er fagt u. a.:
„Den Weg nach Sibirien habe ich zweimal zurückgelegt: einmal vor 30 Jahren, einmal jetzt. Jetzt wie damals habe ich fast in der⸗ selben Zelle der Peter-Paul⸗Festung, in derselben Zelle des Unter⸗ suchungsgefängnisses, in d u sibirischen Gefängnisse und auf denselben Etappen gesessen. Aber welch ein Unterschied! Vor 30 Jahren behandelte nia als politische Verbrecher, wir durften fir uns bleiben, j wurde ich aus Petersburg in einem Waggon mit Kriminalverbrechern zusammen transportiert. Warum fesselte man mich mit Handsesseln und zog mir Arrestkleider an? Aus den Zeitungen ersehe ich, daß die Reichsduma ganze Stöße von Briefen und Erklärungen von Verschickten bekommen hat— davon eine große Anzahl gerade aus der Gegend, in der ich mich befand. Aber das ist nur ein blasser Abglanz alles dessen, was ich erlebte und wovon ich Zeuge war.
Die Verschickten an der ganzen Augara hungern ohne Unter⸗ schied. Die Lebensbedingungen sind ganz unerträglich. Der Polizeioffizier, der zur Beaussichtigung der Verbannten an der sagte mir persönlich:„Ich bin das Beil. Mich schwenkt man, mit mir hackt man zu. Und ich hacke schonungslos.“ Ich zitiere hier seine Worte wörtlich und kann bezeugen, daß er die er⸗ haltenen Instruktionen pünktlich ausführt. Ich habe viele furcht⸗ bare Gefängnisse gesehen— aber ein solches wie in Jenisseisk, zu⸗ gleich Kloake und Brutstätte aller Krankheiten— habe ich noch nie gesehen. Ich kann nur schaudernd an die Tage zurückdenken, die ich in dieser Kloake verbracht habe. Gefängnis und Verbannung scheinen in Rußland nicht nur Strafe zu sein, sondern auch Folter. Derselbe Polizeibeamte sagte mir:„Wenn Sie länger hier bleiben, so würden wir Sie vernichten und vertilgen.“ Und ich zweifle nicht daran, daß er sein Vorhaben ausgeführt hätte. Ich hatte nicht die Erlaubnis, auf die Dorfstraße zu gehen, und Tag und Nacht wich der bewaffnete Aufseher nicht von meiner Seite. Wie mich das ent⸗
Ich setze ausführlich berichtet hat. Wer Ohren
Dinge die sibirische Presse hatte, zu hören, der hörte!“ Die Vorschläge des Paystes.
Der Osservatore Romano dementiert die Nachricht, daß der Papst den Regierungen der kriegführenden Staaten den Abschluß eines Waffenstillstandes für den Allerseelentag vor— geschlagen habe. Dieser Vorschlag habe also auch nicht abge⸗ lehnt werden können, wie behauptet wurde. Das Blatt weist sodann darauf hin, daß durch die Ertlärung der englischen
Regierung, sie halte die Hospitalisierung der kranken und verwundeten, aber zum Militärdienst noch fähigen Ge—
fangenen in der Schweiz nicht für durchführbar, die Hospitali⸗ sierung der in England befindlichen deutschen Gefangenen und vielleicht auch der in Deutschland befindlichen englischen Gefangenen in der Schweiz nicht verwirklicht werden könne. Dies treffe jedoch nicht zu auf die in Deutschland befindlichen französischen und belgischen Gefangenen und die in Frank⸗ reich befindlichen deutschen Gefangenen, für die vom Heiligen Stuhl auf Veranlassung der französischen Regierung ein Vorschlag auf Hospitalisierung gemacht worden sei. Was die zum Kriegsdienst untauglichen Zivilinternierten betreffe, so habe tatsächlich der Heilige Stuhl ein Abkommen zwischen England und Deutschland zustande gebracht und für diese die Erlaubnis erwirken können, ohne Rücksicht auf das Alter in ihr Vaterland zurückkehren zu können. Der Osservatore Romano schreibt zum Schluß, daß alle Vorschläge des Heiligen Stuhls, die darauf abzielten, die Folgen des Krieges zu mildern, mit Ausnahme des Vorschlags eines Waffenstill— standes auf Weihnachten vorigen Jahres von Erfolg gekrönt waren. f
Neue Schlachtschisse für Amerika.
Reuter meldet aus Washington: In der Besprechung im Weißen Hause, an der Wilson, der Maxrinesekretär und der Vorsitzende des Marineausschusses und des Repräsentantenhauses teilnahmen. wurde beschlossen, daß in den nächsten Vorauschlag eine Anzahl! schneller Schlachtkreuzer einzuschließen sind.
Daily Telegraph bringt eine Meldung des Washingtoner Korrespondenten der New Pork Times, nach der das Flottenpro⸗ gramm Wilsons u. a. den Bau des größten und schnellsten Schlachtkreuzers der Welt vorft der 20 Millionen Dollars kosten und eine Geschwindigkeit von 35 Knoten besitzen soll,
Die Lösung des„Arabsc“⸗ Konflikts. Washington, 6. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Nachdem Graf Bernstorff das Staatsdepartement besucht hatte, teilte Lansing mit, Deutschland gebe zu, daß der Angriff des Unter,
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