Es klappt nicht! a 1 Der militärische Mitarbeiter der Frankf. Ztg. schreibt zu r neuen mißglückten Offensive der Franzosen in der 0 pagne:

Man hat den Eindruck, als müsse irgendetwas hinter der französischen Front nicht richtig klappen. Vielleicht war die französische Heeresleitung aufEtappensiege doch zu wenig vorbereitet. Vielleicht macht der Nachschub der Munition nach dem Millionenverbrauch der ersten Angriffstage größere Schwierigkeiten, als man erwartet hatte. Daß die Eisenbahnen und Trains außerordentlich große Arbeiten zu leisten haben, um mit den neuen Vorräten rechtzeitig zur Stelle zu sein, läßt sich nach unseren eigenen Erfahrungen bei den Durchbruchsschlachten im Osten leicht vorstellen. An⸗

die große Offensive der englisch⸗französischen Armee so lange aufgeschoben worden ist. Wie dies auch sei: die Tatsache, daß eine längere Kampfpause nötig war, daß man sich nicht nur darauf beschränkte, Verbände wieder zu ordnen und aufzu⸗ füllen und die schwere Artillerie nach vorne zu ziehen, sondern daß die Angriffsbewegung über das notwendige Maß hinaus ins Stocken geriet, beweist, daß der erste Teil der französischen Offensive mit einer außerordentlich schweren Niederlage ge endet hat. Die verminderte Energie und die verringerte Gründlichkeit bei dem zweiten Stoß bestätigen unsere Ver⸗ mutung, daß in der Tat das Schwerste bereits überstanden ist. a Zeppelinangriff auf Chalon.

Paris, 6. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Havas meldet: Ein Zeppelin überflog in der Nacht vom 3. zum 4. Oktober Chalon und warf mehrere Bomben ab die einigen Sachschaden anrichteten.

Der Berichterstatter der Frankf. Ztg. berichtet dazu noch fol⸗ gende Einzelheiten:

Der Zeppelin, der in der Nacht vom 3. zum 4. Oktober das Truppenlager Chalons besuchte, wurde beim Ueberfliegen der feindlichen Linien hin und zurück ebenso heftig wie erfolglos beschossen. Sein Führer war bereits an den Flügen nach Paris und London beteiligt. Die sternklare Nacht ermöglichte, die Ziele gut aufs Korn zu nehmen. Die schweren Bomben richteten in Kasernen, Bahnhofsanlagen, Brücken und Baracken große Zer⸗ störungen au, auch Brände wurden festgestellt. Das Luftschiff hatte neben der Beschießung des Lagers noch andere Aufgaben, die im wesentlichen der Erkundung galten. Sie sollen über alle Erwartung gut geglückt sein.

Vollständiger Stillstand der russischen

Gegenoffensive.

Wien, 6. Okt. Wie im Westen beginnt nun auch im Osten die Offensive allmählich zu erlahmen. Eine Erschöpf ung scheint sich auf allen Kriegsschauplätzen bei den Gegnern einzustellen. Nur von der bukowinischen Grenze laufen Mel⸗ dungen über lebhafte Artillerjekämpfe und Fliegertätigkeit ein. Als Antwort auf die Zerstörungen im russischen Ge⸗ biete an der bessarabischen Grenze durchBombenwürfe unserer Militärpiloten eröffneten die Russen neuerlich Artilleriefeuer

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schützen kräftig erwidert und zum Scheitern gebracht wurde. Bei

0 diesem Artillerieduell fielen russische Geschosse auf rumäni⸗

sches Gebiet. Inzwischen ist die Gegenoffensive der

RNrussen in Ostgalizien und Wolhynien vollständig zum Stillstand gekommen. Die Russen befinden sich im

Rückzuge und selbst die schwachen Angriffe kleiner Ab⸗ eilungen haben aufgehört.

Griechenland und die Eutente. Die Demission des Kabinetts Veniselos. Havas meldet aus Athen: Man bestätigt, daß das Kabinett wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem König demissioniert hat. Veniselos hat Athen verlassen und begibt sich nach Salonik. Wegen der Demission des Kabinetts Veniselos wurde die Kammer vertagt.

Die Haltung der griechischen Kammer. Veniselos erklärte in der Kammer, daß Griechenland die durch den serbisch⸗griechischen Vertrag eingegangenen Verpflichtungen peinlich respektieren werde, selbst wenn sie dazu führen sollten, daß Griechen men müßte, was er aufrichtig bedauern würde. Veniselos hat die Ueberzeugung ausgesprochen, daß es im Interesse Griechenlands sei, sich auf Seiten des Vier verbandes zu stellen. Diese Erklärung wurde mit einer Mehrheit von 50 Stimmen geneh⸗

migt. Die muselmanischen Deputierten stimmten dagegen. Ein weiteres Telegramm besagt: Die gestrige Kammersitzung

auf unsere Positionen bei Czernowitz, das von unseren Ge

land gegen Deutschland Stellung neh⸗

257 Abstimmenden stimmten 142 für die Regierung und 102 dagegen. 13, darunter die Minister, enthielten sich der Abstimmung. 50 Deputierte waren abwesend in den Provinzen, wo Ergänzungswahlen stattfanden. 5 Keine Ueberraschung in Athen? T. U. Athen, 6. Okt. Das Demissionsgesuch von Veni⸗ zelos hat hier nicht so überraschend gewirkt, wie das an an⸗ deren Stellen der Fall sein dürfte. Hier wird mit der Wiederkehr von Gunaris gerechnet. Die Mehrheit der jetzigen Regierung beträgt nur 30 Abgeordnete, das ist keine überwältigende Majorität, zu deren Geringfügigkeit auch noch die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Absplitterung hinzukommt. f Die Landung in Salonik.

von der Agence Havas verbreitete Note meldet, daß die von Truppen in Salonik gestern begonnen habe. Seit mehreren Tagen hätten die verbündeten Regierungen die Beschlüsse festgelegt und die notwendigen Befehle erteilt. Die Note sagt ferner, sie hätten zuerst mit der griechischen Regierung verhandelt, die als noch neutrale Regierung Protest er⸗ hoben habe. Gleichzeitig hätten die französischen Offiziere in aller Freiheit die Truppenlandung vorbereitet. Die französischen und englischen Offiziere hätten sowohl bei den Zivilbehörden, wie bei den Militärbehörden in Salonik den herzlichsten Empfang gefunden und sofort nach der Ankunft die Arbeiten in aller Freiheit beginnen können, denn die öffentliche Meinung habe die Notwendigkeit der Unterstützung begriffen, welche die Vierverbandsmächte in diesen schwierigen Verhältnissen den serbischen Freunden bringen, mit welchen Griechenland übrigens durch den Bündnisvertrag verbündet

sei. Protest der deutschen Regierung.

Die Kaiserliche Regierung hat in Athen gegen die Zu⸗ lasfung der Landungprotestiert, die mit der von Griechenland beim Beginne des Krieges verkündeten Neu⸗ tralität in Widerspruch stehen würde. Eine Antwort auf die deutschen Vorstellungen liegt noch nicht vor.

Die bulgarische Antwort.

Sofia, 5. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich. Meldung der Agence Bulgare.) Die bulgarische Antwort auf das englisch⸗ französisch⸗russische Ultimatum ist am Nachmittag überreicht worden. Am Morgen ist von der bulgarischen Regierung den Vertretern des Vierverbandes die Antwort auf ihre Vor⸗ schläge vom 14. September mitgeteilt worden.

Der Inhalt der Antwortnote auf das Ultimatum ist noch nicht bekannt, es ist aber selbstwerständlich, daß die Antwort für die Entente sehr unbefriedigend sein wird.

N Bulgarischer Protest.

Die bulgarische Regierung wies den Petersburger bul⸗ garischen Gesandten und ihren Geschäftsträger in Paris, der den bulgarischen Gesandten augenblicklich vertritt, tele⸗ graphisch an, bei der russischen bezcß. französischen Regierung gegen die Zurückhaltung bulgarischer Wehr⸗ pflichtiger zu protestieren und die freie Abreise der bulgarischen Untertanen zu fordern.

Eine Landung

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