DODrgan für der P

r die Interessen robinz Oberhessen

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des werktätigen Volkes und der Nachbargebiete.

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Nr. 233

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Gießen, Dienstag, den 5. Oktober 1915

10. Jahrgang

Die Kampfe vor Dünaburg.

pie National Tidende aus Petersburg erfährt, äußerst he 0 namentlich am Drißwiaty⸗See bei Nowo-A

östlich Dünaburg wird ununterbrochen Tag und N ämpft. Schützengräben werden vielmals von den robert, von den Russen zurückerobert. Haufen von Leichen, die wegen des Granatfeners nicht weggeschaff

werden können.

durch die gewaltige Kanonade erschüttert. Ein Küstengefecht bei Riga.

Die Times meldet aus Petersburg, daß ein Gesecht inigen russischen W düsstenbatterien

westlich von Riga stattgefunden hat.

ud im Geschützturm eines der russischen Schiffe explodiert, 0 ie beiden Offiziere tödlich verwundet wurden.

Schiffe näherten sich darauf der Küste hpweren nonen einen Füstengeschütze. hne Havarie erhalten zu haben.

Vergebliche russische Hoffnungen.

wahren Hagel von Granaten

ve an der Westfront: Es ist ganz klar, daß die Inaktivität unserer gerbündeten an der Westfront in Wirklichkeit nur eine Periode der Jorbereitung war, um den Streich im rechten Moment zu ver⸗

N die schon im voraus von den Ober⸗

ttzen und in der Situation, Emmandierenden erwählt und bestimmt war. Mit Aufmerksamkeit den Aufmarsch unserer

nd warmer Sympathie verfolgen wir jetzt ühmvollen Freunde und Alliierten zum vollständigen Sieg. Verschleierung englischer Verluste. T. U. Rotterdam, 3. Okt. Die nun schon über vier Tage 1 1 Unterbrechung des englischen Handelsdampferver ihrs sucht man in England, wie aus London gemeldet wird, hin zu erklären, daß deutsche Unterseeboote an r britischen Küste wiederum Minen ausgestreut hätten. In Birklichkeit scheint jedoch England den Abtransport seiner nmenge von Verwundeten aus den letzten (ämpfen verbergen zu wollen, desgleichen auch die 1 neuer Transporte nach den französischen Nordsee fen. kalonik, die neue Operationsbasis der Entente. Aus Konstantinopel wird der Frankf. Ztg. telegraphiert: 0 tritt mit jedem Tage deutlicher hervor, daß die Entente alonik zur neuen Operationsbasis wählte. neral Lord Hamilton mit seinem Stabe weilt seit 1 Salonik, ebenso Teile des französischen Dardanellen⸗ bes. Es gewinnt den Anschein, daß die Entente der acht⸗ spnatigen Kämpfe auf der Halbinsel Gallipoli, is sämtlich an dem heroischen Widerstande der ottomanischen Le zerschellten, müde geworden ist. Mit wachsendem Mißtrauen und Ungeduld beobachtet man in Athen das Vor⸗ chen der Entente in Salonik. Sie gebärdet sich in der maze⸗ nischen Hauptstadt als Souverän ohne Rücksicht auf die ö bechischen Interessen.

*

Nachrichten aus Rom bestätigen, daß ein Eutentekorps baldigst

aloniklanden wird, sie schweigen aber darüber, oh neben azösischen und englischen auch italienische Truppen beteiligt sind. Uprünglich war jedenfalls die Landung in Salonik nur als Hilfs⸗ ternehmen für die Dardanellen⸗Aktion aufgefaßt und deswegen V englischen und französischen Truppen vorbehalten. Es ist jedoch ehrscheinlich, daß neuerdings die Zuziehungitalienischer p pen beschlossen wurde, weil Ztalien Ueberfluß an Soldaten

u während die Westmächte ihre Heere bei der neuen Offenstve zidtigen. Auch die Kriegserklärung an die Türkei, sowie die nisterkonferenzen der letzten Tage unter Teilnahme des von der tant herbeigeeilten Unterstabschefs Porro sind Symptome dafür.

Die Drohungen des Vierverbandes.

(W. T. B. Nichtamtlich.) Dem Temps zufolge haben e Erklärungen der Vertreter der Vier verbands⸗ gächte in Sofia folgenden Wortlaut: 8 % Wenn die bulgarische Mobilmachung Bulgarien Aulaß geben

Uallte, eine aggressive Haltung an der Seite unserer Feinde ein nehmen, dann sind wir entschlossen, unseren Freunden auf dem alan jede Hilse zu gewählten, über die wir verfügen, so wie ihnen am besten paßt in Uebereinstimmung mit den Verhün⸗

17 zwar ohne jede Einschränkung und ohne jeden Vor⸗ alt.

Der Temps meldet, das Er VV er Truppen in Mazedonien stehe unmittel- bevor. Die Nachricht ihrer Landung in Salonik werde ien kurzer Zeit erwartet.

Vertagung des englischen unterhauses. 5 G. T. B. Nichtamtlich.) Das Unterhaus ist bis

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Die Kämpfe an der Düna und am Drißwiaty⸗See sind, tig, lexandrowsk süd⸗ acht ge⸗ Deutschen Ueberall liegen große heftigen, ununterbrochenen

5 r. 5 In Düna⸗ Hurg, 18 Kilometer von Alexandrowsk, werden die Häuser

5 zwischen achtschiffen und den deutschen In

1 sem Kampf verloren Fürst Wiaremski und Kapitän Spinin das Leben. Eine verirrte Grauate war eingeschlagen

wodurch Die russischen und eröffneten aus ihren auf die Die Schiffe zogen sich darauf von der Küste zurlick,

Die Nowoje Wremja vom 28. September sagt über die Offen⸗

Die Angst vor Luftangriffen In London sind neue streuge

inn London.

0 in euge Bestimmungen für die Ver⸗ dunkelung der Stadt erxlassen worden, die sich auf das Gebiet

einer Bevölkerung von 7 Millionen Personen erstreckt. erleuchteten Zimmer müssen an selbst an Eisenbahnzügen mlüsf werden. Die Theater müssen ihre) ordentlich schwere Strafen werden bei Uebertretungen verhängt. Falls das Kriegsgericht findet, daß Lichter zu Signalzwecken für den Feind benutzt worden sind, tritt lebenslängliche Zwangsarbeit oder Todesstrafe ein. Bei gewöhnlichen Ue retungen wird immer noch Zwangsarbeit bis zu 6 Monaten und eine Geldstrase bis 100 Pfund ausgesprochen.

Trotz der neuen Bestimmungen über die Beleuchtun g von London waren die Straßen belebt wie gewöhnlich. Aber die Blätter betonen, daß den Fußgängern eruste Gefahr von Kraft⸗ iben, die Londoner

Alle hell⸗ den Feustern abgedunkelt werden, die Vorhänge heruntergelassen klamelichter auslöschen. Außer⸗

6 London Bild voller geisterhafter Nachtbilder. Dunkelheit brüte auf allen Straßen, Plätzen und Gassen. Daily Mail meint, daß man seinen Weg durch die S raßen ebenso schwer finde, wie in einer Nebelnacht im Dezember. icht und konnte sich in den gewohutesten raßen nicht zur, Die Times meint, die Zeppeline würden jetzt leine dunklen Stellen mehr sehen, nach denen sie sich richten könnten.

Amerikanische U-Vootslieferungen an England.

Aftenposten(Christjanjg) vom 29. September meldet ohne Quellenangabe: Zehn große englische U-Boote, die in Amerika von der Bethlehem-Gesellschaft erbaut waren, konnten ohne fremde Hilfe von Amerika nach England fahren. Fünf sollen in der Nordsee, die anderen an den Dardanellen verwandt werden.

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Zur Lage in Rußland.

Eine russische Schilderung.

London, 3. Okt. Die Daily Mail gibt die Aeußerungen von Frau Novikow wieder, jener Dame, die, wie die Daily Mail sagt, durch ihre Freundschaft mit Gladstone vielleicht zu allererst die in⸗ ternationale Freundschaft zwischen England und Rußland einleitete, und die jetzt nach 18monatigem Aufenthalt in Petersburg nach Lon⸗ don zurückgekehrt ist. Die Dame sagt: Die letzten Monate sind die ritischsten in der Kriegsgeschichte gewesen, soweit es Rußland angeht. Mit dem Fall der großen Festungen und dem Vor⸗ rücken der Deutschen schienen sogar Petersburg und Moslau be⸗ droht. Nach dem Fall von Przemysl und Lemberg brach der Pöbel los, plünderte Moskau, und die politische Lage entwickelte sich mit fast größerer Schnelligkeit als die militärische Strategie Deutsch⸗ lands. Der bisherige Mißerfolg, der durch den Mangel an Muni⸗

ht sind

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tion hervorgerufen wurde, bedeutete ein Erstarken der Duma, aber auch gleichzeitig ein Stärker werden der revolutionären Gruppen der russischen Politik. Alle Konservativen und die meisten Liberalen wünschen, daß Rußland diesen Krieg gewinne. Aber die Sozialisten und Revolutionäre, die in der militärischen Schwäche Rußlands eine günstige Gelegenheit für sich selber sehen, sind, wenn man sich milder ausdrückt, wicht ihrer Auffassung. Während eines ganzen Monats schwebte die Gefahr der Plün⸗ derung und der Pöbelherrschaft in der Luft. So stark war die Volksmenge, daß sich die Duma vorzubereiten schien, rasch mit ihrer Politik und Reformen fortzuschreiten, und es schien mög⸗ lich, daß das russische Parlament einen unerhörten politischen Sieg dorvontragen und tatsächlich eine gesetzgebende Körperschaft würde und daß die Ministerverantwortlichkeit eingeführt würde. Jedoch Goremnkin durchschlug den Knoten, und die Duma wurde vertagt. Jnzwischen litten, litten und litten die Armeen im Felde. Rußland wurde mit zur Armut verurteilten Flüchtlingen überflutet, Es gab furchtbare Geldpaniken, da man nicht wechseln konnte, und in Petersburg wenigstens herrschte die Furcht, daß die Deutschen kämen. Die Eisenbahnbilletts wurden viele Tage im Voraus aufgekauft, und es fand ein Auszug nach den Land⸗ häusern und den entfernten Provinzstädten statt. Bei jedem Schritt, den die Deutschen näher kamen, wurde die politische Lage gefähr⸗ licher. Was für eine merkwürdige falsche Idee ist es doch, daß die Russen die Deutschen heranlockten, geradeso, wie es mit Napoleon im Jahre 1812 geschehen set, und daß, je tiefer die De hen nach Rußland hineingingen, um so schlimmer die Lage sür die Deutschen würde. Tatsache ist, daß, je weiter die Deutschen nach Rußland hereingehen, es desto schlimmer für jeder⸗ mann wird. Wenn sich Rußland zurückzieht, dann ziehen wir uns alle zurück. Das waren die urg

mei als ich von Peters hinwegging: Eine furchtbare Angst um Rußland und die Hoff⸗ nung auf ein kräftiges Eingreifen im Westen.(Frankf. Ztg.) Eine merkwürdige Hindenburg⸗Ovation. Hindenburg wurde am 2. Okkober 68 Jahre alt.

diesem Anlaß wurde vor dem hölzernen Riesenstandbild des Marschalls, das jetzt in Berlin zu wohltätigen Zwecken mit Nägeln gespickt pird, eine große Feier veranstaltek. lang vorher war angekündigt, daß eine bekannte Ber Persönlichkeit die Festrede halten würde, Als diese Perst keit entpuppte sich dann der Ausland⸗ und Flottenred Tiour der Deutschen Graf h Rebentlo pw.

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ttüng, G 0 Selbstverständlich hat niemand etwas dagegen einzuwenden, daß dem Feldherrn, an dessen Namen sich die zweimalige Be

Taägesze

0 20. Oktober vertagt worden, um Me Kenna Zeit geben, die Jinanzbill fertigzustellen.

freiung Ostpreußens von russischer Invasion knüpft,

war aber auf jenen demonstrativen Ton gestimmt, der seit Monaten jede Erwähnung des Namens des Generalfeld⸗ marschalls in der Deutschen Tageszeitung und der übrigen rechtsstehenden Presse unausbleiblich begleitet. Ohgleich Marschall v. Hindenburg was einer der sympathischesten Züge an diesem Mann ist sich bisher stets auf seine mili⸗ tärischen Aufgaben beschränkt und niemals öffentlich versucht hat, auf die Reichspolitik Einfluß zu nehmen, wird in diesen Zeitungen und in der Rede Reventlows so getan, als ob der Oberbefehlshaber im Osten Schirm und Schutz gegen irgend: eine nachgiebige, weichliche, schwächliche, ja geradezu einen Frieden um jeden Preis anstrebende Richtung maßgebender Persönlichkeiten wäre einer Richtung, für deren Vor⸗ handensein gerade nach den wiederholten Erklärungen des Reichskanzlers nicht der mindeste Anhaltspunkt zu finden ist.

Aber darüber hinaus hat Graf Reventlow in seiner haußpt⸗ sächlich gegen England gerichteten Rede auch folgenden Satz

7 N gebraucht:

Das V

1 Volk der Lüge und der Verleum dumg, das diesen unmenschlichen Krieg über uns gebracht hat, das müssen wir hossen.

Wenn der Redner weiterhin auch einmal zugab, daß der einzelne Engländer ein anständiger Mensch fein könne, so wünschen wir doch nicht seine Worte über das englische Volk unwidersprochen zu lassen. Die Entscheidung über Krieg und Frieden, die Führung der auswärtigen Politik war bis zuletzt in allen europäischen Großstaaten nicht Sache des Volkes, nicht einmal Sache der Volksvertretung Daß dies für Eng⸗ land ebenso zutrifft, wie für andere weniger konstitutionelle Staaten, ist genügend durch die Tatsache bekräftigt, daß der Weltkrieg in England die unter den Namen desKomitees für demokratische Kontrolle marschierende Bewegung hervor⸗ gerufen hat, deren Ziel eben eine Aenderung dieses Zustandes ist und die auch die auswärtige Politik der Kontrolle des Volkes und seiner Vertretung unterzogen haben will. Be⸗ kanntlich sind wegen der englischen Kriegserklärung an Deutschland sogar mehrere Minister aus dem Kabinett aus⸗ getreten. Unausgesetzt übermittelt uns der offiziöse Draht aus England Kundgebungen gegen die Regierung, gegen die Einführung der Wehrpflicht.

Wenn es uns auch verwehrt ist, heute tiefer in diese Materie einzudringen, so weisen wir es doch zurück, wenn versucht wird, die Verantwortung für den Weltkrieg zu ver⸗ schieben und durch völkerverhetzende Reden Oel ins Feuer zu gießen.

Die Ententelruppen in Griechenland. Lugano, 4. Okt. Italienischen Blättern zufolge ist die Balkanaktion bereits im Gange. Natürlich werden die hierzu nötigen Truppen dem Dardanellenheer entnommen. Nach der Tribuna begann bereits die Truppenausschiffung in einem griechischen Hafen. Auch stehen russische Landungen in Varna und Burgas bevor, während in Sewastopol und Odessa ausgedehnte militärische Vorbereitungen getroffen wurden. Der Corriere della Sera rät zur größten Eile, da sich die Balkanereignisse überstürzen. Das Journal d'taliq meint, nur die umgehendste Besetzung Mazedoniens werde dem Zaren Ferdinand an einem Losschlagen verhindern. Griechenland müsse auf alle Fälle der Landung in Salonfki ruhig zuschauen.

*

Der im Pariser Auswärtigen Amt tätige it der Berlingske Tidende telegraphiexrt, daß die ange⸗

Kopenhagen, 4. Okt. Korrespo

drohte militärische Operation der Westmächte in Mazedonien jetzt unmittelbar vor der Verwirklichung stehe. Die Jauréèsaffäre. Genf, 4. Okt. Die Anklagekammer wird nach einer Meldung

Pariser Blätter am nächsten Dienstag das Aktenmaterial über den an Jaures begangenen Mord prüfen. Der Advokat Godetroy ist zum Berichterstatter ernannt.

Kriegsustizen. Die Stadtverordneten ⸗Ergänzungswahlen

in Groß-Berlin werden auch in diesem Jahre im November vorgenommen werden. Es sind 48 und eine

Ergänzungsn wie der 2 in allen uden im Zeichen des werden keine Wahllisten neu aufgestellt nen noch Wahlkämpfe stattfinden. Gogenkandidaten werde in allen W Nur in den Bezirken, wo durch den 8 inhabers oder durch Verzicht eine Ersat ein Kandidat neu aufgestellt werden

Die Wahlen werden sich,

gang 6 Berlin »iedens voll 8 auch sollen weder

8. Mandats- lstatisinden muß, werde hin diesen Bezirken soll

ein Wahlkampf dadurch vermieden werden, daß man den betreffen⸗

Ovationen bereitet werden. Die Rede des Grafen Reventlow

den Bezirk der Partei vertrat,

oder Fraktion überläßt, die ihn bisher