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Nr. 231

Gießen, Samstag, den 2. Oktober 1915

10. Jahrgang

Frankreich und das Balkanproblem.

Unser französischer Korrespondent schreibt uns vom 25. Sept.:

Seit einem Jahre nährt die französische Presse ihre Leser mit allerlei Hoffnungen: Wenn Italien interveniert, dann... Wenn Rumänien interveniert, dann... Wenn Bulgarien interveniert, dann... Wenn Griechenland interveniert, dann... Wenn Japan 500 000 Mann schickt, dann.... Aus allen diesen Wenns wurde ganz natürlich die Schlußfolgerung gezogen, daß Italien, Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Japan und, vielleicht, wahrscheinlich, die Vereinigten Staaten, Spanien, Portugal, Hol⸗ land und Dänemark demnächst, in einem Monat, in acht Tagen, Deutschland und Oesterreich den Krieg erklären werden. Daß diese

Mächte alles Interesse hätten, an der Massenschlächterei teilzu⸗ nehmen, schien jedermann offenkundig, Gilt es nicht dieBeute⸗ lung mächte⸗ niederzuschlagen und dieFreiheit der Nationen zu mg sichern? Der Franzose, der einen angeborenen Sinn für architek⸗

konische Schönheit hat, liebt es, die kompliziertesten Probleme auf einfache, dekorative Formeln zu reduzieren: Hier Ausbund der Niederträchtigkeit, da die Verkörperung des Guten.

Als Italien den Krieg erklärte, war es allen selbstverständlich, daß die Balkanstaaten unmittelbar dem guten Beispiel folgen wür- den. Wochen und Monate verstrichen, und immer noch rührte sich nichts. Gewiß die Depeschen aus Rom, aus Genf, aus Amsterdam und Kopenhagen ließen die Intervention der Balkanmächte täglich alsunmittelbar bevorstehend erscheinen. Bald warteten sie nur auf den Fall der Dardanellen, dernur mehr eine Frage von Tagen ist, bald wollten sie die Ernte erst hereinbringen; aber an ihrer Absicht, an demBefreiungskrieg der Nationen teilzunehmen, pqpweifelte kein Mensch. Im übrigen sorgte die französische Zensur Jafür, daß die Zeitungsleser in dem glücklichen Traum der Un⸗ bvissenheit nicht gestört würden.

. Man hatte Herrn Delcassé nach der Kriegserklärung Italiens beweihräuchert. Welch schlauer Kopf! Welches Genie! Oester⸗ eich hatte seinem ehemaligen Verbündeten ungefähr das gesamte

ebiet mit italienischer Bevölkerung angeboten, und das für nichts, für die Aufrechterhaltung seiner Neutralität. Das diplomatische 0 Genie des Herrn Delcassé hat es zustande gebracht, daß Italien

gieses Angebot ausschlug und Oesterreich den Krieg erklärte. Wie⸗ 2Ganz einfach, indem er Italien versprach, aus der Adria ein geschlossenes italienisches Meer zu machen. Einige Politiker, die davon gehört hatten, daß die Westküste der Adria von Slaven bewohnt sei, schüttelten etwas nachdenklich s Haupt. Die Italienisierung der istrischen, kroatischen, dalmati⸗ chen Küste stimmte wenig mit derBefreiung der Nationen über⸗ in. Aber bah! Der Erfolg war da. Im übrigen sorgte die fran⸗ ösische Zensur dafür, daß diese Skrupeln nicht noch andere als ihre Träger beunruhigten. Und nun auf einmal der Donnerschlag der Mobilmachung Bul⸗ kariens gegen Serbien! Natürlich wird an der Diplomatie der ier Mächte jetzt kein gutes Haar gelassen, und Delcassé ist ein Idiot. Ah, wenn wir hätten reden dürfen, stöhnen die Auslands⸗ ö akteure. Und die Frauzosen, die die Dinge manchmal naiv be⸗ nachten, aber nichts weniger als dumm sind, sahen sich die Be⸗ 7 mit kritischen Augen an. Man kritisiert die gesamte Dar⸗ ganellen⸗Expedition, die ungeheure Opfer erfordert, die Opera⸗ ionen in Frankreich lähmt und jetzt, statt den Russen zu helfen, eine neue Komplikation gebracht hat. Auf die Art wird der ab⸗ esetzte General Sarrail, der zum Befehlshaber der Streitkräfte im

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och zu tun bekommen. Man kritisiert die gesamte Balkanpolitik, ie eine Verleugnung der gesamten traditionellen Politik Frank⸗ kichs ist und darauf hinausläuft, für Rußland die gebratenen

Lastanien aus dem Feuer zu holen. Man begreift, daß diegeniale

Folitik Delcasses die Serben bockbeinig gemacht hat, was sie wenig sisponierte, ihre Eroberung von 1913 gegen fragwürdige Ver⸗ rechungen herauszugeben. Die unentwegten Verteidiger Del⸗

asses in der Presse, wie Herve, reden von nichts anderem als von ber Vernichtung Bulgariens oder wenigstens seiner politischen Inabhängigkeit. Alles im Namen desBefreiungskrieges der

ban 5 ationen.

g Frankreich steht jetzt vor dem Scheidewege. Entweder wird es 10 se bisherige Kriegspolitik weiter verfolgen und seine Interessen enen Rußlands opfern, oder es wird zu seiner eigenen Balkan⸗

litik zurückkehren. Enttäuscht von der einen, kann es jedoch kaum loch zur anderen zurück. 0

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Die russische Geldnot. 5 Hoek van Holland, 30. Sept. Der russische Finanzminister Lark, der eigentlich schon am ettag abend hätte London verlassen püssen, befindet sich immer noch in London. Seine Sendung sher völlig erfolglos verlaufen. Er hat überall taube Ohren gor inden. Bark, der bereits am Freitag vom König empfangen zurde, hat jetzt um eine zweite Audienz nachgesucht. Der russische zinanzminister hat täglich mehrere Unterredungen mit dem eng⸗ lschen Schatzkanzler, über deren Ergehnis jedoch stets derselbe taurige Bericht veröffentlicht wird, daß die ungewöhnlichen echwierigkeiten der zu lösenden Aufgaben die Minister zur. Forte ung ihrer Verhandlungen zwingen. In seiner Not hat sich der ssische Finanzminister auch an den englischen Premierminister guith gewandt: auch mit verschiedenen anderen Ministern hat er Unterhandlungen gepflogen, die ihn jedoch stets an den Kanzler ver⸗ ziesen. Es ist sehr bezeichnend, daß Rothschild London auf einige inge verlassen hat, offenbar, weil er um jeden Preis einer neuen zussprache mit Bark aus dem Wege gehen will. Rußland find g den ohne Sicherheit keinen Geldgeber. In der Not gehen ice Freunde auf ein Lot. Bark wird wohl ohne Geld, aber um eine ute Weisheit reicher nach Petersburg zurückkehren.

Mohammedauer⸗Unruhen in Rußlanr., g Zürich, 30. Sept. Der Neuen Züricher Zeitung wird aus tersburg berichtet, daß 1 5 10 1 55 große Mohammedaner⸗

buruhen entstanzen sind. Nach der Verhaftung einiger unter

Vor der Verständigung mit

Spionageverdacht stehender Mohammedauer legten plötzlich die mohammedbanischen Industriearbeiter die Arbeit nieder und be⸗ drohten die Gendarmerie. Als Militär gegen die Aufständischen zur Hilfeleistung herangezogen wurde, errichteten diese Barrikaden und feuerten auf die Truppen. Auf beiden Seiten gab es Tote und Verwundete. Die Erregung unter der Eingeborenenbevölker⸗ ung ist groß und das Bandenwesen scheint täglich an Umfang zu ge⸗ winnen. Utro Rossij führt die wachsende Unsicherheit auf die wühlerische Tätigkeit mohammedanischer Derwische zurück. Auch die Explosion mehrerer Oeltanks am Bahnhofe wird den mohamme⸗ danischen Banden zur Last gelegt.

Truppenlaudungen der Entente in

Griechenland?

München, 30. Sept. Nach einer Meldung der Daily News sejen englische und französische Truppen bereits nach dem griechi⸗ schen Hafen Catrin bei Saloniki unterwegs. Man nimmt allge⸗ 11 5 an, daß Griechenland gegen ihre Landung nichts einwenden wird.

Der bulgarische Ministerpräsident kommt nach Berlin.

Wien, 30. Sept. Das Neue Wiener Journal erhält aus Sofia die Meldung, daß Ministerpräsident Radoslawow heabsichtige, in der nächsten Zeit nach Berlin zu fahren. Diese Nachricht wird

halbamtlich bestätigt. Als Zweck der Reise werde ein Besuch eines Sohnes des Ministerpräsidenten hingestellt, der bei der bulgarischen Gesandtschaft die Stellung eines Attachés bekleidet. Das Publikum mißt jedoch der Neise politische Beweggründe und große Bedeu⸗ tung bei. Die bulgarischen Blätter schreiben mit Sympathie und Begeisterung über diese Reise, die Bulgarien den Mittelmächten noch näherbringen werde. Blockierung der bulgarischen Küste?

Berlin, 30. Sept.(Priv.⸗Tel.) Die Bukarester Seara meldet aus Salonik, daß die Flotte der Alliierten im Aaogäischen Meer die Blockade der bulgarischen Küste vorbereite.

Japan lehnt ab.

T. U. Stockholm, 30. Sept. Die japanischen Zeitungen bringen die Antwort der japanischen Regierung auf das Hilfe⸗ gesuch des Vierverbandes. Okuma lehnt das Gesuch, gestützt auf das Testament des verstorbenen Mikado, ab. Dieser hatte befohlen, Heere nur dann über das Meer zu senden, wenn Japan unmittelbar bedroht sei. Sie unterstreicht jedoch die Bereitwilligkeit Japans zur anderweitigen Unter stützung.

Vor der Verständigung mit Nordamerika.

Drient ernannt wurde, aber immer noch in Paris sitzt, vielleicht doch

ist

London, 30. Sept.(Priv.⸗Tel. der Frkft. Ztg.) Ein Telegramm aus Washington an die Evening Mail besagt: Seit Jago, wie die amerikanischen Zeitungen berichten, dem Grafen Bernstorff unbeschränkte Vollmacht gegeben habe, um mit den Vereinigten Staaten in der Unterseeboot⸗ frage zu einer Uebereinstimmung zu kommen, ist in ameri⸗ kanischen Regierungskreisen nicht mehr die Rede davon, daß ein Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Staaten wahrscheinlich sei. Präsident Wilson und Staats⸗

sekretär Lansing haben unbegrenztes Vertrauen in die Auf⸗

richtigkeit und die freundschaftliche Gesinnung des deutschen Gesandten, und in amerikanischen Regierungskreisen herrscht vollkommene Sicherheit, daß Bernstorff die Vollmacht, die ihm gegeben ist. zu gegenseitigem Nutzen ausüben wird. Bernstorff wird hier als ein treuer Diener seiner Regierung betrachtet, doch zu gleicher Zeit als ein Mann, der die ameri⸗ kanische Denkungsart begreift und achtet. Niemand hat sich so viel Mühe gegeben wie Bernstorff und so eifrig wie er danach gestrebt, eine befriedigende Lösung der Schwierig⸗ keiten zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten anläßlich des Unterseebootskrieges und desLusitanja-Vor⸗ falls zustande zu bringen. Die optimistische Auffassung und das Vertrauen, daß eine befriedigende Lösung in der An⸗ gelegenheit des Unterseebootskrieges herbeigeführt wird, werde noch gestützt durch das Streben der neuen deutschen Politik in der Frage der Unterseebootangriffe auf Kauffahrtei⸗ schiffe. Die Politik ist bereits bei dem Ingrundbohren des englischen SchiffesAnglo Columbia, das für den Pferde⸗ transport benutzt wurde, in Kraft getreten. Dieses Schiff erhielt zuerst eine Warnung und wurde erst dann in den Grund gebohrt. Der Bericht über diesen Vorfall und die Umstände, unter denen das Schiff torpediert wurde, wurde durch den amerikanischen Konsul in Queenstown gemacht. Das Vorgehen hat in Washington einen ausgezeichneten Ein⸗

druck hervorgerufen. 0

Amsterdam, 30. Sept.(Priv.⸗Tel. der Fr. Ztg.) Der Nieuwe orte anche Courant meldet aus New⸗Nork: Die Staats⸗ regierung dementiert das Gerücht über Schwierigkeiten in den Unterhandlungen über dieArabi c⸗Angelegenheit. Bezüglich des zukünftigen deutsch-amerikanischen Verhältnisses ist man eben⸗

falls beruhigt.

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zashington.

12101 Millionen.

W. B. Berlin, 30. Sept.(Amtlich.) Für die Zeichnungen auf die dritte Kriegsanleihe ist nunmehr das Ergebnis mit 12 101 Mil⸗ lionen Mark sestgestellt, darunter 2169 Mill. Mark Schuldbuchzeich⸗ nungen. In welcher Weise die Zeichnungen sich auf die verschte⸗ denen Arten von Anmeldestellen verteilen, ergibt sich aus der nach⸗ stehenden Uebersicht, die zum Vergleich die Ergebnisse der ersten und zweiten Kriegsanleihe heranzieht. Es wurden gezeichnet auf die dritte, zweite und erste Kr nleihe in Millionen Mark: bei der Reichsbank 569 bei ber dritten, 565 bei der zweiten und 479 bei der ersten Anleihe; von Banken und Bankiers 7676 resp. 5664 resp. 2895; von Sparkassen 2592 resp. 1978 resp. 883: von Lebensver⸗ sicherungsgesellschaften 417 resp. 384 resp. 203; von Kreditgenossen⸗ schaften 680 resp. 358 resp. Null; von den Postanstalten 167 resp. 112 resp. Null. Zusammen bei der dritten Anleihe 12 101, bei der zwei⸗ ten 9061 und bei der ersten 4460 Millionen. Die Feldzeichuungen sind in der vorstehenden Uebersicht nicht enthalten.

Die Lage in Persien.

London, 30. Sept. Im Unterhause besprach Lord Cecil dig Lage in Persien. Er sagte:Die Lage in Persien hat den Gegen stand sorglicher Erwägun und Beratungen zwischen dem Indi⸗ schen Amt und dem 9 irtigen Amt gebildet. In Buschir hat ein ungesetzlicher An f, der offenbar durch deutsche und öster⸗ reichische Ränke angestiftet worden war, den Tod zweier tapferer Offiziere veranlaßt. Buschir ist nun von britischen Trup⸗ pen besetzt. Die vpersische Regierung hat ihr Bedauern über diesen Vorfall ausgedrückt und die nötigen Schritte eingeleitet. Ich hoffe, daß Aehnliches in Zukunft vermieden wird. Lord Cecil gab zu, daß die persische Regierung in schwieriger Lage sei, aber er denkt nicht, daß irgendwelcher Grund vorliege, daran zu zweifeln, daß die persische Regierung ihrer Pflicht nachkommen wolle, Gesetz und Ord⸗ nung aufrecht zu erhalten. In Ispahan sei ein Angriff auf den britischen Generalkonsul gemacht worden. Die britischen und rus⸗ sischen Kolonsen sesen von Ispahan zurückgezogen worden Bei der persischen Regierung seien energische Vorstellun⸗ gen erhoben. In Schiras sei der britische Vizekonsul tödli verwundet worden. Es sei außerordentlich schwierig, während dies. gigantischen Krieges eine irreguläre Streitmacht zu organisteren und zu unterhalten. Aber Cecil hofft, daß sich die Lage dennoch bessern werde. England habe seine Bereitschaft gezeigt, Persien finanziell zu Hilfe zu kommen, und er glaube, daß dies von großer Wirksamkeit sein könne. Der britische Gesandte führe Verhaudlun⸗ gen mit dem persischen Minister des Aeußeren auf dieser Basis, und England sei bereit, beträchtliche Konzessionen zu machen. Unterstaatssekretär Zimmermann über Holland

und Belgien.

Der Berliner Vertreter des Nieuwe Rotterdamsche Courant hatte eine Unterredung mit dem Unterstaatssekretär des Auswärtigen Amts, Herrn Zimmermann. Er berichtet seinem Blatt darüber:Herr Zimmermann erinnerte zu⸗ nächst an die falsche Auslegung seiner Unterredung mit dem Holländer Troelstra. Der Unterstaatssekretär erklärte wiederum, daß Deutschland nicht daran denke, Hollands Neu⸗ tralität oder politische oder wirtschaftliche Freiheit zu ver⸗ letzen. Zum Glück dringe in Holland die Ueberzeugung immer mehr durch, daß Holland von Deutschland nichts zu fürchten habe. Wir wollen gute Freunde und Nachbarn bleiben. Leute, die in Deutschland dann und wann anders sprachen, seien politisch bedeutungslos. In Deutschland er⸗ kennt man dankbar die strikte Art und Weise an, in der Holland seine Neutralität beobachtet. Der Vertreter des Nieuwe Rotterdamsche Courant berührte die belgische Frage, Er bemerkte, daß das Schicksal Belgiens Holland sehr zu Herzen gehe.Es ist, erwiderte Unterstaatssekretär Zimmer⸗ mann,im Augenblick nicht möglich, zu sagen, wie nach dem Kriege das Verhältnis zwischen Deutschland und Belgien sich gestalten wird. Das ist eine sehr schwierige Angelegen⸗ heit. Eine Lösung muß gefunden werden. Aber eines steht fest: Deutschland muß Sicherheit haben, daß Belgien nicht ein Vorposten Englands werde. Dies werden wir verhüten. Sie sind somit überzeugt, daß die Bestimmung des Schicksals Belgiens von Deutschland abhängig wird? fragte der Vertreter des Nieuwe Rotterdamscho Courant.Ge⸗ wiß, antwortete der Unterstaatssekretär,davon sind wir in Deutschland alle fest überzeugt. Wir werden uns keine Bedingungen auferlegen lassen. Wir werden dafür sorgen, daß, was sich jetzt ereignete, sich nicht wiederholt. Wir haben unsere Friedensliebe reichlich bekundet. Wir sind ein fried⸗ liches Volk. Es ging uns gut. Was konnten wir bei einem Kriege gewinnen? Aber jetzt wollen wir einen Frieden durch- setzen, der uns gegen die Wiederholung eines derartigen Krieges schützt. Wir werden durchhalten, bis dieser Zweck erreicht ist. Was aus Polen werden wird, sei, so sagt der Unterstaatssekretär, noch ebensowenig sicher wie das Schicksal

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Belgiens. Tagung des banerischen Landtags.

Die Zweite Kammer des bayerischen Landtages wurde an. Donnerstag mit eine Ansprache des Präsidenten v. Orterex eröffnet. Dann ergriff der Ministerpräsident Graf v. Hertling das Wort. E⸗ pries die Einigkeit des deutschen Volkes und die Tapferkeit der mit

Deutschland Verbündeten. Die Rechnung unserer Feinde werde sich